IL2m3 von WAK in 1/33 von Dawid Furczak

  • Die IL2m3 von WAK stammt immerhin schon aus dem Jahr 2005.



    Mit ca. 1000 Teilen eine umfangreiche Konstruktion, wenn auch etliche Teile zum Waffenarsenal gehören, aus dem man sich eine Konfiguration aussuchen muss.


    Der Druck arbeitet mit klaren Farben und deutlichen Umrandungen, er sieht generell gut aus, ohne hyperrealistisch zu wirken, eine Art Borderlands-Grafik.

    Von Nachteil sind hier drei Aspekte:

    1) Auf dem Lufteinlass oben auf dem Rumpf sind die Farben (grün, ocker) vertauscht. WAK hat hierfür später Korrekturteile beigelegt, weswegen ich mir auch einen zweiten Bogen zugelegt habe.

    2) Auch bei den Verkleidungen der Fahrwerksgondeln sind die Farben vertauscht.

    3) Beim Ocker auf den Tragflächen hat die Durckerei zwei durchaus unterschiedliche Farbtöne produziert.

    Zec hatte den Vogel angefangen und war bis zum Propeller gekommen, sein Baubericht enthält etliche gute Tipps.


    Die Teile für das Skelett sind auf 1mm Karton aufzuziehen (drei Sterne):



    Leider stehen hier wie auch im Folgenden die Teilnummern grundsätzlich neben den Teilen.



    Die Anleitung besteht aus einem umfangreichen Text auf Polnisch und Skizzen. Positiv zu vermerken ist, dass hier endlich ein Konstrukteur die Teile stumpf durchnummeriert:


    Vorsicht ist geboten, denn Teil 5b darf entgegen seiner Kennzeichnung NICHT auf Karton geklebt werden. Im polnischen Text steht das auch. Hier kommt mir gleich zum ersten Mal der Zweitbogen zugute.


    Insgesamt sind auf den Mittelträger drei Baugruppen aufzubringen.



    Der Mittelträger, es ist zu beachten, dass auszustechende Kreise oder Flächen grundsätzliche nicht farblich gekennzeichnet werden, also genau hinsehen und ggf. einige Baustufen vorblättern.


    In der Mitte die Teile 2-6. Da hier mit Zapfen gearbeitet wird, müssen diese Teile erst miteinander verbunden werden und dann das Ganze auf den Mittelträger geschoben und verklebt werden.



    Vorne die Teile 7-10

    Hier sollte man Teil 10 vor 8 einbauen und daran denken, dass die bedruckte Seite von 10 nach hinten zeigt.



    Hinten die Teile 11-14



    Zu denken geben mir hier die Teile 13a und 13b. Diese sollen wohl an der gestrichelten Linie überlappend aufeinandergeklebt werden - ABER wie man sieht, ist 13b ein ganzes Stück breiter. Hier bekommt man also nicht nur eine Treppenstufe, sondern auch an der Seite einen Sprung. Ist das wirklich gewollt? Ein Blick auf Teil 53 (hinterer Cockpitboden) zeigt: Ja, das ist richtig so, das Cockpit wird hier nochmal etwas breiter.


    Sowie das Skelett verklebt ist, kommt die bis in die 80er Teilnummern gehende Cockpiteinrichtung. HIer ergeben sich etliche Gelegenheiten zum Supern.

  • Hallo Zaphod,dieser Bogen befindet sich auch in meinem Besitz.Konstrukteur ist m.E. Dawid Furczak.Eine weitere Konstruktion von ihm ist mir leider nicht bekannt.


    Viele Grüsse!


    Steffen

  • Zaphod

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  • Teile 1-14 (Rumpfskelett) (19 Teile)


    Nach dem Blick auf die einzelnen Teile hier nun das Ergebnis:

      
        


       



    Teile 15-47 (Cockpit, Pilot)

    Die Ausstattung des Cockpits lässt sich in nicht weniger als 6 Abschnitte teilen. Zu montieren sind die üblichen zahlreichen Hebel, Instrumente, der Steuerknüppel, die Steuerpedale und das Instrumentenbrett.


    In diesen kleinen Würfel werden diese Teile alle kommen:



    Wichtig hier Zecs Hinweis: Die beiden ovalen weißen Flächen am Boden des Cockpits (15) blieben weiß, wenn man sie nicht übermalte.


    Zu beachten ist, dass das Cockpit eine asymmetrische Form aufweist. Links verbinden sich Cockpitboden und –wand im rechten Winkel, rechts gibt es vorne einen leichten Bogen, der sich auch auf die Wand überträgt, daher die entsprechende Form der Seitenteile von 18-20.


    Abschnitt 1 (Teile 15-24)



    Superung

    Die Kanten von Blech 16 stellen Schraubenreihen dar und waren beim Original geknickt, so dass sie plan an Wand bzw. Boden des Cockpits anlagen. Das lässt sich auch hier darstellen.


      


     

  • Abschnitt 1 (Teile 15-24) (Fortsetzung)


    Superung

    Der „Handgriff“ von 21b (eine Lage Karton) wurde entfernt und durch ein Stück Polysterolstäbchen (0,5mm) ersetzt. Die Knubbel an den Schalthebeln 23 und 24 wurden durch Auftropfen von Weißleim dreidimensional gestaltet.


    Diese winzigen Klebelaschen würden einem hinsichtlich des sauberen Abknickens nur Kummer bereiten - abtrennen und stumpf verkleben.



    Die verschiedenen aufgedruckten Kabel bieten Gelegenheit zur Superung, insbesondere auf der rechten Cockpitwand. Verwendet wurden hier gezogener Gussast und Weißleim, das Verkleben ging so einigermaßen, es ist sehr schwer, nicht zu viel Leim aufzutragen, da er sich vom Karton schlecht wieder abnehmen lässt.

    Ich habe allerdings die Kabel auch erst angebracht, nachdem die Cockpitwand hochgebogen und vorne verklebt war, was die Zugänglichkeit erschwerte.


    Hier einige Bilder von der fertigen Cockpitwand:


     


    Probleme

    Überhaupt der Karton, er lässt sich zwar gut rillen und biegen, aber beim engeren Rollen spaltet er sich sehr schnell vollkommen auf. Bei den hier in Wickeltechnik zu erstellenden Handgriffen war das noch willkommen, da diese sonst viel zu dick ausgefallen wären.


    Stabilisierung

    Bei den Behältern 18, 19 und 20 wurden die Deckel abgetrennt, auf Karton geklebt und dann eingepasst. Die Passgenauigkeit ist perfekt.

     

  • Abschnitt 1 (Teile 15-24) (2. Fortsetzung)


    Hier der fertige Hebel 17 - und im rechten Bild an Ort und Stelle:


     


    Abschnitt 2 (Teile 25-31) & Abschnitt 5 (Teile 43-44)

    Hier zeigt sich eine Inkonsistenz in der Kennzeichnung der Teile: Aus 25 soll ein Rechteck getrennt werden, so dass Teil 26 unterklebt werden kann. Die entsprechende Fläche ist mit einem „W“ als Symbol für das Ausschneiden gekennzeichnet. Alle entsprechenden Teile, die im Skelett ausgeschnitten werden mussten (Schlitze und Löcher) hatten keine Kennzeichnung. Es ist also Vorsicht geboten.



    Auf der Bild oben links sieht man bereits Teil 25, einen großen Kasten an der linken Cockpitwand, hier ein Blick auf die Anleitung zu den Abschnitten 2 und 3:


    Es erschließt sich nicht, warum die Stange S7 vorne und hinten leicht überstehen soll.



    Und hier der Kasten 25 von oben:



    Der montierte Kasten mit diversen Kleinteilen, das gebogene Teil 28 erhält noch 2 Schalthebel, die nicht im Bogen enthalten sind, ich folge hier Zecs Recherche:


     


     


    Und hier mit den montierten Stangen S6 und S7:


     

  • Baureihenfolge

    Die eigentliche Pilotenkabine (Teil 15 aufwärts) hatte ich noch nicht eingeklebt, weil man dann immer das ganze Rumpfskelett in die Hand nehmen muss. Spätestens bei den Teilen 31, die ja durch die Löcher in Teil 15 geschoben und in Teil 6 verklebt werden sollen, stellt sich diese Frage dringlich.

    Die Baugruppen der Abschnitte 3 (Fußraste), 4 (Steuerknüppel) und 6 (Pilotensitz) können problemlos nach der Montage der Kabine auf Teil 6 eingebracht werden. Sinnvoll erscheint es dagegen, das Armaturenbrett (Abschnitt 5) fertigzustellen und einzukleben. Wie Zec richtig bemerkt, muss Teil 43a auf 1mm Karton gezogen werden.


    Gut, dass ich den Zweitbogen habe, das Armaturenbrett 43 muss nämlich entgegen der Kennzeichnung auf 1mm Karton gezogen werden, Zec hatte das auch angemerkt, ich aber vergessen.



    Die Plastikfolie aufgeklebt und die nächste Schicht Kleber aufgetragen:


    Das fertige Armaturenbrett, ganz wichtig: der kleine Punkt links, hier genau muss die Stange S7 auftreffen



    Das eingesetzte Armaturenbrett:

     





    Wenn man genau hinsieht, erkennt man direkt vor dem Armaturenbrett eine leichte Erhebung. Die ist auf einen Fehler meinerseits zurückzuführen. Ich hatte das Armaturenbrett zuerst so verklebt, dass es A) unter den gebogenen dünnen Streifen von Teil 15 kam (es muss aber DAHINTER kommen) und B) links seitlich deutlich über 15 hinausragte. Beides musste korrigiert werden, was bei dem verwendeten Weißleim nicht ohne Schäden abging. Statt aber das Cockpit aus dem Zweitbogen ganz neu zu bauen, wurden nur die beiden gebogenen dünnen Streifen, die massiv beschädigt waren, durch Teile vom Zweitbogen ersetzt.


    Dann wurde das Cockpit auf das Spantengerüst geklebt.


    Die Anzeigen an Stangen (31) habe ich noch bei keiner Maschine gesehen. Hier zahlte es sich aus, die Scheiben 31a zu verdoppeln und die aus 0,5mm Polysterolstäbchen gefertigten Stangen vor der Montage der äußeren Ummantelung 31c in den Schlitz von 31a zu drücken.


      




    Im letzten Bild erkennt man seitlich die Schichtung (von L nach R): Die Innenwand des Cockpits (Teil 15) mit den neu angesetzten dünnen Streifen, das Armaturenbrett 43 und dahinter Spant 3b, den man ERST NACH Einkleben des Cockpits im Spantengerüst anbringen kann.


    Weiter geht es dann mit der Fußraste und dem Steuerknüppel, bevor der Pilotensitz das Cockpit vorne komplettiert.

  • Hallo Zaphod super das du das Modell baust bin schon neugierig wie es wird werde deinen Baubericht folgen da ich den Bogen auch zu Hause habe,wünsche dir alles Gute beim Bau.


    L,G.Rainer:)

  • Hallo Rainer,


    bislang geht das Modell gut von der Hand. Abgesehen von einem Hang, Klebelaschen da zu verwenden, wo sie eher behindern, ist die Konstruktion gut durchdacht und vor allem passgenau.


    Abschnitt 3 (Teile 32-35)

    Die Fußraste für den Piloten ist filigran, aber trotzdem problemlos anzufertigen.


    Rückwärtiges Einfärben vermeidet Blitzer:



     



     

  • Abschnitt 4 (Teile 36-42)



    Der Steuerknüppel ist ein Hingucker, Zec hat ihn fantastisch gesupert.


    Einige Bilder während des Baus:


     


    WICHTIG: Der eigentliche Steuerknüppel ist auf dem Rohr S9 ca. 2mm LINKS von der Mitte anzubringen. Leider gibt es hierfür in der Anleitung keine exakte Angabe, aber man könnte sie ermitteln, indem man die Tiefe des Kastens 25 zur Länge von S9 addiert und dann die Mitte bestimmt.

    Mir ist hier prompt ein weiterer Fehler unterlaufen, indem ich den Steuerknüppel zuerst mittig aufgeklebt habe. Hier musste dann der Zweitbogen mit den Teilen 40 und 41 für die Reparatur herhalten.


    FALSCH RICHTIG

         



    Superung


    Wie Zec habe ich oben zwei rote Kugeln angebracht (eingefärbte Zuckerperlen)

     


    Außerdem wurde Teil 40, das Zec als eine Ledermanschette identifiziert hat, gespalten und rückseitig rötlichbraun bemalt. Angebracht wurde 40 dann mit dieser Rückseite nach außen. Die Nähte an den Seiten ließen sich mit Weißleim gut füllen und das Ganze knautschte dabei leicht, was m.E. einen schönen Ledereindruck abgibt.


    Einpassung


    S9 sollte man nach Möglichkeit einmal trocken einpassen und ggf. etwas kürzen. Es sollte stramm sitzen, aber auch ohne allzu großen Kraftaufwand in Position geschoben werden können. Anschließend wird das Kabel montiert, das von dem Zapfen an S9 zur Rückwand des Cockpits geht. Es ist etwas kniffelig hinzufummeln, aber machbar.


     



    Wie das letzte Bild zeigt, ist mittlerweile auch der Sitz des Piloten montiert.

  • Hallo Zaphod,die Idee mit den Zuckerperlen finde ich gut,es müssten eigentlich auch die sogenannten Liebesperlen gehen, haben die gleiche Grösse.Ansonsten noch viel Spass,es sieht gut aus!

    Viele Grüsse!


    Steffen

  • Abschnitt 6 (Teile 45-47)


     

    Baureihenfolge

    Ich fand es bedeutend leichter, zuerst den aus Draht gebogenen Rahmen im Cockpitboden zu verleimen und dann den eigentlichen Sitz aufzukleben.


      


    Teil 46, das außen um den Sitz herumgeführt werden muss, hat keinen klaren Ansatzpunkt. Ich dachte man müsste seinen nach oben ragenden Zipfel genau mit der Kante der Rücklehne zur Deckung bringen, aber das war es nicht. So musste ich auf der anderen Seite gut 2mm von 46 rausnehmen, davon sieht man aber später nichts.


       



    Hinten wurde noch aus dem Zweitbogen die Rückenlehne aufgeklebt. Die vier rechteckigen Überstände müssen 90° nach oben gebogen werden.


     


    Das Ergebnis ist optisch nicht überwältigend, insbesondere war es mit nicht möglich saubere Kanten hinzubekommen, weil sich der Karton wie gesagt leicht spaltet und das scheint noch ausgeprägter zu sein, wenn man ihn hochbiegt.


  • Hallo Zaphod


    Das sieht doch gut aus. Aus meiner Erfahrung stören die leicht ausgefransten Kanten jetzt, wo das ganze Augenmerk darauf liegt. Und später bei fortgeschrittenem Bau sieht das kein Mensch mehr, auch du nicht.


    Andi