Norwegisches Polar-Expeditionsschiff Fram aus dem Jahr 1909, Oriel-Verlag, 1:100

  • Hallo friends and folks!


    Es wird eisig! Wir nehmen Kurs auf den ganz hohen Norden. Und weil wir verwegene Haudegen sind, machen wir das mit einem hölzernen Kahn, der gesegelt werden kann, sowie einen Schraubenantrieb hat.

    Über die „Fram“ sind diverse Bücher erschienen, wie auch zu den Männern der Expeditionen. Höchst interessant. Da es nicht reicht dem Schiff in ein paar Sätzen gerecht zu werden verweise ich auf bekannte Wissensplattformen im Internetz. Zudem gibt es eine hervorragende Bilderreihe, jedoch in einem etwas anderen Zustand.

    Ich bin auf das Thema im Rahmen des Neujahrsrätsel gestoßen. Irgendwie bin ich dann hängen geblieben und da ich momentan große Lust auf Segler habe, stand der Entschluss schon fast fest, dass ich das Modell dreidimensionalisieren will.
    Das Unterfangen ist eigentlich Neuland für mich, da ich (zunächst;)) die 1:100 Version aus dem Bogen baue. Ich bin mir aber sicher, dass es durch den größeren Maßstab nicht einfacher wird...


    Zum Modell: Ich habe mir mal den kompletten Satz gegönnt. Das bedeutet natürlich zu allererst der Bausatz an sich. Zudem habe ich die gelaserten Spanten, ein gelasertes Holzdeck, den Masten-, sowie den Segelsatz bestellt. Nicht zu vergessen, eine kleine Ätzteilplatine.



    Ich bin gespannt...:D

    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: 'wo kämen wir hin?' und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"

  • Natürlich möchte ich euch jetzt nicht nur das Sammelsurium an Neuerwerbungen zeigen, sondern auch Ergebnisse!


    Aller Anfang ist schw..., äh ein Spantengerüst! Zusammengesetzt aus den Laserspanten. Das sieht schon mal gut aus und der Vergleich mit den Spanten im Bogen ergab keine Abweichungen!


    Das ist in meine. Augen schon ein ganz schöner Trümmer...8|

    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: 'wo kämen wir hin?' und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"

  • Moin, moin Phillip,


    ....und da hätte ich wetten können, dass du als nächstes Modell die alte METEOR vom Passat-Verlag baust.......voll daneben:D!

    Aber deine Wahl der FRAM mit den ganzen Zusatzteilen wird ein tolles Modell ergeben - ganz sicher :thumbup:


    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Hallo Philipp,

    ganz gute Wahl, ich hab den Bogen auch vor mir liegen und es juckt....


    hier noch eine ganz tolle Seite wo Du das Schiff virtuell anschauen und begehen kannst.

    Ich danke das kann Dir beim Bau helfen


    https://youriguide.com/embed/3…nbranded=1&bgcolor=FFFFFF


    Viel Erfolg beim Bau auch wenn es kalt ist , bitte keine Handschuhe anbehalten:D:D:D:D:D:D:D


    Gru? Uwe

    Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt was man weiß, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach nur lächelt.

  • Als nächstes stand die erste Rumpfbeplankung an. Der fertige Rumpf wird, aufgrund seiner Konstruktion später etwa die gleiche Eisklasse haben, wie das Original!
    Die Beplankungsteile passen leidlich gut. Hier und da sind die oberen und unteren Abschlüsse nicht bündig passend.


    Überhaupt nicht passend war die Bugsektion. Hier fehlte deutlich was. Aber das war relativ einfach korrigierbar. Ich hab solange angepasst, bis es stimmig war.


    Am Ende hat es aber doch recht zufriedenstellend gepasst.

    .


    Diese Schicht habe ich mit deinem Sandpapier etwas beigeschliffen.


    Ich hoffe, dass sich das mit den Unzulänglichkeiten an der äußeren Schicht nicht fortsetzt...

  • Hallo Philipp,

    tolles Vorbild, da werde ich gerne zuschauen. Vor Seglern d.h. besonders vor deren Takelage habe ich höchsten Respekt, um nicht Bammel zu sagen. Viel Spaß und Erfolg.


    Gruß Michel

    Ich betrachte auch einen siegreichen Krieg an sich immer als Übel, welches die Staatskunst den Völkern zu ersparen bemüht sein muß. (Otto von Bismarck)

  • Moin Phiipp;


    anbei werfe ich mal ein paar Bilder vom Oslo Urlaub 2018 rein. Es war ein schöner Tag. Auf der Museumshalbinsel, vorbei am Königengarten, wenn er geöffnet ist, darf man diesen besuchen.


    Auf der Halbinsel schräg gegenüber von der Fähre kann man 3 Museen besuchen. Einmal das Kontiki Museum, das Fram Museum und das Museum für Handelsschiffahrt, dieses soll auch eine Bibliothek haben.


    Nun aber die Bilder von außen nach innen von vorn nach achtern und ein Modell










    Viel Spass beim bauen.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • So reges Interesse am Segler?! Das freut mich!


    Helmut B. ich auch! :rolleyes:
    Hans-Joachim Möllenberg ich weiß...! :cool: Die Meteor hätte es tatsächlich auch werden können. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben...

    schnecke Mach!!! Ich kann Unterstützung gebrauchen. Du hast mit Seglern wohl auch deutlich mehr Erfahrung... Zudem muss ich schon jetzt feststellen, dass die Bauskizzen manchmal nicht ganz verständlich sind - für mich. Man muss sich da erstmal an den ungewohnten Stil gewöhnen. Besonders im Hinblick auf die doch sehr willkürlich gewählten Bauteilnummern.?(

    Der virtuelle Rundgang ist stark! Den hatte ich noch nicht gefunden. :thumbsup:
    Sachse Einfach machen. Da das Schiff zum einen noch existiert und zum anderen exzellent dokumentiert ist, kann man da fast nichts falsch machen. Insbesondere in diesem Maßstab- hoffentlich...:whistling:

    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: 'wo kämen wir hin?' und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"

  • Hallo Philipp

    Glückwunsch zu dieser Modell Wahl.

    So wie ich dich bisher erlebt habe wirst du uns da ein tolles Modell zaubern.

    Werde den Fortgang weiterhin verfolgen

    LG Peter

    Papier ist geduldig, ich werde es auch noch lernen

    Nein ,nein, ich bin nicht stur. Nur Meinungsstabil!

  • Na dann war ich mit den Bildern ja goldrichtig unterwegs. Freut mich :)

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Servus Philipp,


    da bin ich dabei!

    Mit dem Bogen liebäugle ich schon eine ganze Weile!


    Liee Grüße


    Wiwo

    "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"

    Fritz Grünbaum, 1934

  • Es wird Zeit für die Decks. Eine sehr heikle Angelegenheit, da dieses in alle Dimensionen zu formen ist...! Dieses Unterfangen ist für mich mit den Holzdecks nicht erfolgreich zu bewerkstelligen.

    Wahrscheinlich müsste man das Holz über Dampf gefügig machen?! Aber das traue ich mir nicht recht zu. Zudem wäre eine farbliche Behandlung nötig gewesen. Da ich aber lediglich diesen einen Bogen Furnierholz habe, kann ich da keine großen Experimente vornehmen.
    Schlussfolgerung: ich nehme die Kartondecks. Die sind in ihrer Färbung zwar recht dunkel, aber mir gefallen sie. Leider entfällt so die feine Struktur der Laserung. Auf der anderen Seite weist die Bordwand die Struktur ja auch nicht auf...

    Das Resultat stellt mich zufrieden. Als Anmerkung für eventuelle Nachbauer, ich habe die Decks auf schwarzen tonloseren aufgezogen. Das sieht die Anleitung auch von der Stärke her vor. Leider gibt es keine Laserteile. (Davon fehlen so einige, aber dazu später mehr)

    Zudem kamen noch die Wände an den Spant - problemlos.


    Nun begann das Drama...! Aufgrund meiner Ungeduld habe ich den zweiten Schritt vor dem ersten gemacht. Die auf dem folgenden Bild angeklebte (!) innere Leiste an der Bordwand musste nämlich noch mit einer weitern Leiste ordentlich unterfüttert werden...

    Also: Teil wieder rausoperiert, Unterfütterung eingeklebt und das entfernte Teil wieder rein.
    Da ich - natürlich- auch hier wieder NICHT in die Anleitung, bzw auf den Bogen geschaut habe, ist mit konsequenter Weise nicht aufgefallen, dass das Teil mit 1mm unterklebt werden muss...! Natürlich VOR dem erneuten Einbau!
    Ihr könnt er vielleicht ahnen?! Erneute OP, aufgedoppelt, erneuter Einbau.
    Zu meiner höchsten Zufriedenheit ohne erkennbare Schäden. (Man muss auch mal Glück haben...)


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  • Was mich ein bisschen ärgert, ist die Tatsache, dass diese Teile von vornherein aus dichtem Karton hätten gelasert sein können. Lasert man diese aus dünnem Karton, mit der Aufgabe diesen dann aufzudoppeln, macht das ganze Gelasere keinen Sinn :cursing:

    Weil es denn aber recht gut lief, habe ich mich für den Einbau der über 50 stützen der Schanz gemacht. Diese Teile gibt es gelasert. Leider in ganz schlechter Qualität. Die Schnittfläche ist nämlich nicht grade, sonder kurvig wie die GP Strecke von Monaco.


    Ich habe mich daran erinnert, dass ich noch grauen Tonkarton habe. Diesen habe ich verdreifacht, in kleine Abschnitte zerteilt und angeklebt. Dabei habe ich die Teile so angebracht, dass die Schnittkante innenbords zeigt. Das gefällt mir besser und es sieht ein bisschen mehr nach Holz aus.

    Und das Ergebnis:

  • Womit ich mich aktuell noch sehr schwer tue, ist das anbringen der äußeren Beplankung. Leider gibt es keine Hinweise, wie und wo man diese ansetzen soll.
    Die existierenden Bilder des Modells sind leider auch nicht aussagekräftig genug.
    was ich jedoch vor dem Einbau der Innenschanzstützen schon mal korrigiert habe, ist die Höhe der Innenschanz. Diese ist bei mir auf beiden Seiten 1 Plankenreihe zu hoch gewesen. Das ließ sich zum Glück leicht beheben.

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  • Um die Monotonie der stützen zu unterbrechen und um die Lücken im Deck zu schließen, habe ich schon mal ein Niedergangshäuschen gebaut. Ich habe hierbei die Kassetten der Luken (oder sind es hier jetzt doch Türen?) ausgeschnitten und einzeln zusammengesetzt. Weiter habe ich noch einen Messingtürdrücker und Scharniere aus demselben Material spendiert. Passt hervorragend - auch in die dafür vorgesehene Aussparung! :thumbsup:


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  • Ich habe Dir ein paar Bilder mit den Planken weiter oben reingestellt. Normalerweise fängt man vom Kiel aus an und arbeitet sich nach unten, sprich Richtung Deck durch.

    Immer gleichmäßig eine Planke Steuerbord, die nächste Backbord.

    Dann wird es was.

    Abwechseln deswegen weil sich sonst ein Spantverzug bilden kann.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
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  • Hallo Philipp,

    gute Fortschritte trotz der Widrigkeiten des Bogens !


    Der Konstrukteur ist mir unbekannt und Orel ist leider nicht dafür bekannt, dass man eine Qualitätskontrolle durchführt, d.h. der Verlag kauft die Konstruktionen auf Treu und Glauben und druckt sie - fertig aus. Bei Orel wechseln sich daher im Sortiment sehr gute und gruselig konstruierte Modelle ab.


    Zaphod

  • Danke, Arne.
    Diese Methode funktioniert hier leider nicht so. Warum? Nun, die bordwände bestehen aus mehreren Streifen, auf denen die einzelnen Planken aufgedruckt sind. Fängt man vom Kiel aus an, bin ich mir sicher, dass der oberste Bordwandstreifen nicht mehr passt...! Da sind aber schon die weitergehenden aufzudoppelnden Strukturen aufgedruckt.
    (hoffentlich verständlicher mit dem Foto:

    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: 'wo kämen wir hin?' und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"

  • Bislang gibt es ja nur kleine Klippen, die umschifft werden müssen...! Und einen 100% igen Bogen erwarte ich auch nicht. Sonst würde unser Hobby ja jeder machen! :D


    Der Konstrukteur heißt übrigens Witalij Morduchowitsch - nie gehört:whistling:

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  • Moin Philipp;


    ein verständliches Problem. Mir fällt zur Zeit auch keine greifbare Lösung ein. Es ist auch so, das sich Planken achtern und vorn verjüngen und dann kommt das 3 dimensionale biegen mit hinzu.


    Als Lösung bliebe dann nur die oberen Planen ab OK Deck bis OK Schanz schon einzubauen und dann von OK Deck bis zum Kiel zu verplanken. Dafür würde ich mir aber eine Lehre bauen damit der Segler fest und gerade liegt. Eine Lehre für BB Seite und eine für Steuerbordseite.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Moin Philipp,


    ich reihe mich auch noch in die Gruppe der begeisterten Interessenten ein.


    Was du bisher gezeigt hast ist einfach nur Spitze (z.B. die Tür zum Niedergang :thumbup:). Ich mag solche Details, die dem Modell einfach mehr Tiefe geben.

    Mit der Fram und der Grönland haben wir ja jetzt zwei frühe Polarexpeditionsschiffe parallel auf der Schneidmatte und beide im gleichen Massstab, auch wenn der Schwierigkeitsgrad nicht unterschiedlicher sein könnte.


    Ich bin nachher gespannt auf die Takelung.


    Beste Grüße

    Detlev

  • Da bin ich mal wieder! Nachdem die ersten Schritte am Modell doch sehr schnell gingen, ernährt sich das Eichhörnchen grade sehr mühselig.
    Viel Hirnschmalz ist in den Rumpf mit seiner Beplankung geflossen. Die Teile des Bogens passen nicht mal im Ansatz. Also musste eine Lösung ersonnen werden. Da wir hier vor einiger Zeit in einem anderen Thema bereits die Problematik mit dünnen Papierstreifen hatten, komme ich direkt zu meiner Lösung. Und die finde ich grade richtig gut!


    Beim Goggeln bin ich auf die Technik des Quilling gestoßen. Dabei handelt es sich wohl um eine sehr alte Methode mit Papier zu basteln. Das tolle ist, dass man dabei verschieden breite Papierstreifen benutzt...

    Moment! Papierstreifen? Genau! Diese gibt es für relativ kleines Geld ab einer Breite von 3mm fertig geschnitten im Internetz zu kaufen! Das habe ich dann auch direkt getan.
    Zudem habe gedacht, dass ich den Rumpf noch spachteln und schleifen müsste. Aufgrund absoluter Unerfahrenheit, was das Thema Spachteln angeht, habe ich dieses Ansinnen aber schnell wieder verworfen.

    Und so habe nun begonnen, Streifen für Streifen an dem Schiff anzubringen. Syssiphos lässt schön grüßen...

    Das Resultat für die erste Schicht- ich plane zwei Schichten der Beplankung - sieht aber schon sehr vielversprechend und durchaus Vorbildgetreu aus!

    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: 'wo kämen wir hin?' und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"

  • Damit könnte man ja auch am Bug die zusätzlich schräg aufgebrachte Eisverstärkung (s. Foto oben...) gut darstellen. Wie willst du dann die Beplankung weiter farblich endgültig behandeln?


    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Gute Frage! Die einfache Antwort ist: gar nicht.
    Das Modell zeigt den Zustand in den Jahren 1909/10. Das war die Expedition, die Roald Amundsen in die Antarktis führte. Dabei war der komplette Rumpf, also sowohl Unter-, als auch Überwasserschiff mit schwarzer Teerfarbe bestrichen.
    Die Fram wurde danach nicht mehr eingesetzt. Nachdem daraufhin der Verfall schon deutliche Spuren hinterlassen hat, wurde sie in heutiger Form restauriert und in dem Museum ausgestellt. Dabei zeigt sie ihr Erscheinungsbild der zweiten Nansen Expedition zum Nordpol.

    Bild aus Tor Borch Sannes Buch „Die Fram, Abenteuer Polarexpedition“, Hoffmann und Campe*Maritim, ISBN 3-455-08252-1

    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: 'wo kämen wir hin?' und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"

  • Nach den ersten 100 Streifen, ist die erste Beplankungsschicht geschafft. Das Ganze lässt sich sogar sehr gut schleifen. Dabei habe ich nicht den Anspruch, dass es 100%ig wird. Schaut man sich das Original an, ist da auch nicht alles eben, wie ein Babypopo...! :D


    Die Backbordbugwand sieht leider nicht so toll aus. Ich hoffe, dass das mit der zweiten, endgültigen Beplankung noch etwas ausgebessert wird.

    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: 'wo kämen wir hin?' und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"

  • Moin Philipp,


    deine Beplankung find ich sehr gut.

    Wenn es mit der 2. Beplankung dann noch besser wird, dann werden nach dem Streichen (es wird doch noch gestrichen, oder irre ich mich?) auch noch die Plankengänge sichtbar sein, so wie beim Original.


    Also, weiter so :thumbsup::thumbsup:


    Beste Grüße

    Detlev

  • Die Backbordbugwand sieht leider nicht so toll aus. Ich hoffe, dass das mit der zweiten, endgültigen Beplankung noch etwas ausgebessert wird.

    Die Idee mit den einzelnen Streifen ist toll. Besser als die Beplankung mit Papierstreifen ist die Beplankung mit Edelholzfurnier welches ( oh ja ich weiss Lockdown) in guten Baumärkten zu finden ist. Das Furnier hat meist eine Stärke von 0,7 mm. Hat den Vorteil das sich das Material nicht ganz so an den Unterrumpf schmiegt und das Duchdrücken der Spanten verhindert.


    Ich hatte es bei meiner La Belle Poule auch so gemacht:

    La Belle Poule Shipyard No 22


    Ich freu mich schon wies weitergeht

    Gruß Uwe


    P.S.

    Ich glaub ich habe noch ein paar Bogen Furnier

    Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt was man weiß, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach nur lächelt.

  • Moin Philipp, ist ja eigentlich schon aufgefallen, dass der Winter hier eingebrochen ist, seit du die Fram baust?

    Viele Grüße aus niederrheinisch – Sibirien

  • Helmut, ich hab auch schon die ersten Eisbären aus dem Garten verscheucht, als sie am Vogelhaus Maisenknödel stehlen wollten...:D


    Detlev, nein, gestrichen wird da nichts (außer eventuell die Segel). Diese Quilling-Streifen sind ja bereits durchgefärbt und die Plankenoptik ergibt sich von ganz alleine.
    Die noch zu beantwortende Frage lautet für mich jetzt nur noch, ob die letzte Schicht schwarz, oder im schon verbauten anthrazit gestaltet wird. Ich tendiere zu letzterem.


    Uwe, Furnierholz habe ich auch noch irgendwo. Aber ich möchte ja kein echtes Holzschiff bauen, wenngleich das auch sehr reizvoll wäre und der Vorteil des Nichtdurchdrückens der Spanten klar erkennbar ist.
    Zudem finde ich es schwierig, da gleichmäßige Streifen zu schneiden... Da mache ich es mir lieber einfach.:whistling:

    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: 'wo kämen wir hin?' und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"

  • N’Abend!
    Heute konnte ich den Tag gut nutzen. Die Rufbereitschaft ist am tollsten, wenn nichts passiert...:cool:

    Somit konnte ich heute die zweite Schicht der Beplankung fertigstellen. Zudem habe ich die Scheuerleisten angebracht.
    Leider drücken sich die Spanten nach wie vor etwas durch. Schade, aber jetzt nicht mehr zu ändern. Allerdings stört mich das auch nicht so sehr, dass ich die ganze Arbeit nochmal von vorne beginnen würde!


    Damit ist der Rumpf aber noch lange nicht fertig. Da fehlt noch die Zusätzliche Eisbeplankung, das Ruder, die Schraube, Detailarbeiten und die Verstärkung für die Püttingeisen.
    Der dunkle Gesell bleibt also noch ein wenig Thema, bis es auf Deck zur Sache geht...!

    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: 'wo kämen wir hin?' und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"

  • Moin Philipp!

    Das sieht doch sehr gut aus; und wirklich. Bei einem Foto dachte ich mal, es sind Verwacklungen oder Spiegelungen, weil die Wand nicht glatt war. Dann habe ich mir das Original nochmal angesehen und war erstaunt, wie wellig die glatte Wand war. Seitdem fällt es mir immer wieder auf bei glatten Wänden von (alten) Eisenbahnwagen und Schiffen usw., wie wellig sie in Wirklichkewit sind. Und wie gut man oft Reparaturen sieht im Seitengegenlicht, selbst wenn sie gut eingefügt und gemalt sind.

    Grüße

    Hanns


    Hänschen klein ging allein in die weite Welt hinein...jetzt lieber zu Hause bleiben

  • Danke für die lobenden Worte. Mir gefällt der Rumpf auch und die einzelnen Streifen sehen optisch sehr ansprechend aus.

    Jetzt kommt dennoch ein großes ABER: dadurch, dass es sich nicht um die verdruckte Version handelt und das Anthrazit Strukturen „schluckt“ überlege ich nun, ob ich die Scheuerleisten und die Eisverstärkung nicht mit schwarzen Streifen herausheben sollte?!
    Die Eisverstärkung hat bislang zwei weitere Schichten bekommen, man sieht sie nur fast nicht...


    In etwa so würde es mit ein wenig freier Gestaltung aussehen:


    Was sagt ihr dazu? Bin für jede Anregung, positiv wie negativ dankbar!

    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: 'wo kämen wir hin?' und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"

  • Moin, moin Philipp,


    schwarz finde ich zu dunkel, dunkelgrau....etwas, was mehr in Richtung des "Grundtons" geht.....oder grau-bräunlich.....so Ton-in-Ton....

    Der Unterschied mit dem Schwarz ist m.E. etwas zu "krass".


    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Moin,


    ich würde HaJo da zustimmen. Die 'Scheuerleisten' waren die sogenannten Barkhölzer und (vom Material her) ganz normale Planken, ca. die gleiche Breite aber eben einige Centimeter dicker als die restliche Beplankung.

    Somit würde ich sie auch nicht so dominant von der restlichen Beplankung abheben.


    Ansonsten bin ich von dem Rumpf begeistert :thumbsup::thumbsup::thumbsup:


    Beste Grüße

    Detlev

  • Moin Philipp,


    mir ist eine Orientierung am Original sympathischer und optisch ansprechender, daher würde ich es auch bei der Farbe des Rumpfes belassen. Wenn Du mehr Kontrast haben möchtest wäre HaJos Vorschlag für mich ein guter Kompromiss.


    Viele Grüße

    Gustav