Russisches Panzerschiff Nowgorod, 1:200, Pro-Model

  • Liebe Kartonbaufreunde,


    dieses Mal begebe ich mich in ungewohnte Gewässer und baue statt eines Flugzeugs ein Schiff. Ein etwas ungewöhnliches, weil kreisrundes Schiff. Die Nowgorod. Laut Verlag ein sehr leichtes Modell. Mal sehen, wie leicht es mir tatsächlich fällt. Schiffe sind nicht so mein Metier.



    Der Bau beginnt mit dem Skelett des Rumpfs. Die Teile werden auf 1,5 mm aufgedoppelt. Es gibt zwei Hauptstreben, die auf einer kreisrunden Grundplatte sitzen.


     


    Das Ergebnis sieht eher wie der Brenner eines Gasherds aus, wird aber wohl ein Schiff.



    Darauf kommen die "Deckplatten". Das Deck ist leicht konvex, daher ist es aus Achtel-Kreisen zusammengestückelt.


     


    Für den ersten Tag wars das. Das Rumpf-Skelett trocknet jetzt mal über Nacht und wird sich sicherlich nicht verziehen.


  • Hallo Claus,

    den Bogen habe ich auch liegen und schon des öfteren durchgeblättert. Auf jeden Fall eine ungewöhnliche, interessante Konstruktion. Werde dir gern zusehen was du aus dem Bogen machst.


    Viel Spaß und Erfolg


    Gruß Michel

    Ich betrachte auch einen siegreichen Krieg an sich immer als Übel, welches die Staatskunst den Völkern zu ersparen bemüht sein muß. (Otto von Bismarck)

  • Ich weiß ja, warum ich selten Schiffe baue. Das Ausformen des Rumpfs stellt mich scheinbar vor große Probleme. Die Bauteile in drei räumlichen Dimensionen zu krümmen, biegen und verformen scheint für mich eine beinahe unlösbare Aufgabe zu sein. Es scheint fast, es gibt da noch eine vierte Raumdimension, nur um mich zu ärgern.



    Womit ich sagen will, dass mir das Aufkleben der Rumpfsegemente bisher nicht sehr gut gelungen ist. Was am Bild auch unschwer zu erkennen ist. Irgendwie habe ich die perfekte Methode nicht gefunden.

    der Bogen ist ziemlich glatt baubar. Ich hab die Novgorod seinerzeit auf Wasserlinie umgestrickt.

    Vielleicht sollte ich das Schiff auch an der Wasserlinie absägen.


    Weiß das jemand? Sollen das (wo die roten Pfeile hinzeigen) Bullaugen sein?


  • Danke Zaphod. Vielleicht mach ich da noch was … mit verglasten Bullaugen und Rahmen. Leider findet man kaum Bilder dieses Schiffs, und wenn dann nur in Jahr 1880 Qualität. Konnten die nicht anständige 12 MP Kameras verwenden? Sowas, aber auch. Da das Deck erst an der Reihe ist, wenn der Rumpf fertig ist, habe ich ja noch lange Zeit zum Überlegen.

  • Hallo Claus,

    das sollte mit hinterklebter Folie gut gehen. Inwiefern es da Rahmen gab, weiß ich nicht, wäre ja immerhin eine Stolpergefahr gewesen.

    Gute Nahaufnahmen sind ausgesprochen rar, obwohl es da gerade von russischen Schiffen ab ca. 1900 erstaunlich viele gibt.

    Mit einer guten Kamera konnte man schon damals hervorragende Ergebnisse erzielen.

    VG

    Zaphod

  • Der Rumpf ist fertig. Das Anbringen der einzelnen Rumpf-Teile war sehr mühsam und ist nicht sonderlich gut gelungen. Nun gut, es ist wie es ist.



    Jetzt das Deck. Ich habe die Bullaugen ausgestanzt. Das Deck ist leicht Konvex, und der mittlere Teil hat etwas gespießt. Also habe ich ein paar Einschnitte gemacht.



    Und von hinten klebe ich einen Kartonkreis auf. Damit er an der richtigen Stelle sitzt, nutze ich mein Tablett zum Durchleuchten.



    Unterhalb der Bullaugen klebe ich grauen Karton auf. Da mir das ein wenig zu hell erschien, habe ich es noch schwarz angemalt.



    Und so so sieht das Ergebnis aus.


  • Der Rumpf bekommt 12 Kiele. Ich verstärke sie mit Karton, da ich denke, dass sie hohl zu schwach sind.



    Unter dem Rumpf kommt als nächstes das Ruder dran. Die Halterung des Ruders wird verkleidet.


     


    Danach werden alle Kiele Aufgeklebt.


     


     

  • Als nächstes sind die 6 Schrauben und die Verkleidung der Schraubenwellen an der Reihe. Die Verkleidungen werden aus einem Teil gerollt. Ich rolle sie und klemme sie in kleine Kartonstücke ein.


     


    Danach wird Klebstoff eingefüllt und die Verkleidungen können aushärten.


     


    Die Schrauben-Nabe wickle ich um einen Zahnstocher. Diesen schleife ich rund um die Nabe leichter formen zu können.



    Dann noch die Schrauben-Blätter, und die Teile sind fertig.


     


    Alle 6 sind jetzt montiert.


     


    Das Letzte für heute sind Klemmen am Deck.


  • Hallo Claus,

    die Idee mit den gelochten Kartonstücken als Hilfe für die Wellenverkleidungen ist einfach und äußerst clever. Das muss ich mir unbedingt merken.


    Gruß Michel

    Ich betrachte auch einen siegreichen Krieg an sich immer als Übel, welches die Staatskunst den Völkern zu ersparen bemüht sein muß. (Otto von Bismarck)

  • Heute mache ich mit den Deckaufbauten weiter. Am Programm stehen der vordere Aufbau und der Kanonenturm. Die Bullaugen habe ich ausgestanzt und mit Folie hinterlegt. Im Verstärkungskarton mache ich die Löcher größer.



    Vorne wird eine Leiter montiert. Für die Sprossen habe ich mir aus einem Stück Plexiglas eine Schablone gemacht.



    Dann wird alles zusammengefügt. Leider wollte die Deckplatte nicht und nicht gerade bleiben, daher habe ich sie mit Holzleisten verstärkt. Für die Sprossen der Leiter habe ich in die Wand Löcher gestanzt. Die Sprossen werden von innen festgeklebt. Der Kartonstreifen in den Sprossen sorgt für einen gleichmäßigen Abstand zur Wand.



    Die Wand des Kanonenturms besteht aus zwei streifen, die zusammen eine Wand von ca. 2 mm Dicke ergeben.



    Damit alles gut sitzt, habe ich mit dem Kreisschneider schmale Kreise ausgeschnitten, die ich zuerst um die innere Verkleidung klebe. Damit das Teil seine Form behält, lasse ich es in einer Form trocknen.



    Der Boden wird eingeklebt, und wieder trocknet alles in der Form, damit sich nichts verzieht.



    Somit ist der Innenteil fertig. Die zwei Ringe oben und unten sollten genau in die äußere Verkleidung passen.



    Tun sie auch. Oben kommt noch eine schmaler Kreis aus schwarzem Tonpapier als Abdeckung auf den Rand, und der Kanonenturm ist fertig.


  • Der vordere Deck-Aufbau und der Kanonenturm sind jetzt auf Deck montiert.



    Und was wäre ein Kanonenturm ohne Kanonen. Natürlich nur ein Turm. Daher braucht es Kanonen. Die Kanonen stehen am Turm auf kleinen Rampen. Die Räder habe ich nicht vom Bogen genommen, sondern selbst aus Tonpapier gemacht. Die original Räder waren nur einfache, langweilige Kreise.



    Und zwei davon gibt es.


       

  • Hallo Claus,


    prima Fortschritte, Deck, Aufbau und Geschütze sind dir orima gelungen.


    Ich erinnere mich, dass es beim Rollen der Schornsteine Probleme gab, vielleicht hilft Anfeuchten.


    VG


    Zaphod

  • Danke. Das Rollen ist eine Meiner Lieblings-Techniken :cursing: Da Rollen sich mir immer die Zehennägel auf. Die winzigen Kanonen waren schon eine Herausforderung. Aber, wie heißt es so schön, ein Schritt nach dem anderen. Momentan heißt das, jeden Tag ein Bauteil. Kann also noch dauern.

  • Aber bevor ich zu Schornsteinen komme, kommt der hintere Deckaufbau.



    Auf dem wird noch ein Oberlicht platziert. Da ich schon bisher alle Fenster ausgeschnitten habe, muss ich das natürlich auch hier machen.



    Ich habe den Karton mit einer Klarsichtfolie hinterlegt, die ich an der Innenseite mit Sandpapier aufgeraut habe. Es gibt ja innen nichts zu sehen. Und man muss natürlich den Innenraum des kleinen Oberlichts schwärzen. Außerdem kommt noch das Steuerrad oben auf. Anstatt des einfachen Rads, das beim Bogen dabei war, habe ich es selbst gebaut. Aus Ringen und Streifen Tonpapiers.


       

  • Es hat ein wenig gedauert, aber es geht weiter. Erst mal wollte ich die Leitern machen. Leider ging dabei etwas schief. Zum Glück habe ich den Bogen gescannt, und somit konnte ich mir die Teile neu ausdrucken. Dieses Mal auf Tonpapier, was mir das Kanten-Färben erspart.



    Und nun die Schornsteine.



    Eine mühsame Arbeit. Lange Röhren zu formen fällt mir immer noch sehr schwer.



    Die Schornsteine müssen auch noch verspannt werden, sonst stehen sie schief.


      


    Auf dem zweiten Bild sehen sie total schief aus. Ist aber in Echt nicht ganz so arg. Schlechte Perspektive :D. Und wenn ich schon dabei bin, kann ich auch gleich den Mast - einen hölzernen Schaschlik-Spieß - aufstellen und die Fahne hissen.