Schwergutfrachter WIEBKE/ 1:500/ Eigenbau

  • Hallo Modellbaufreunde !


    Zwischen 1996 und 2004 wurden bei Sietas in Hamburg-Neuenfelde 10 Schwergutfrachter des Typs Sietas 161 in drei Varianten gebaut. Sie sind 151,60m lang, 20,60m breit, sind mit einer BRZ von 8.388 vermessen und laufen 20 kn. Im Verbund können die Kräne Lasten von 640t bewegen.


    Schwesterschiff GRIETJE Quelle: Wikipedia



    Die Rumpfkonstruktion hat mir ein Freund zur Verfügung gestellt. Ich habe sie auf 1:500 skaliert, im Mittschiffsbereich die Spantabstände etwas ausgedünnt und am Bug in Höhe des Bordwandknicks einen Stringer eingezogen.


     


     



    Ich hoffe mit diesem neuen Projekt auf euer Interesse zu stoßen


    Henning

  • Hallo Henning

    bin schon gespannt was da auf uns zukommt.

    Gutes entspannendes konstruieren und jede Menge Spass.

    Gruß Peter

    Papier ist geduldig, ich werde es auch noch lernen

  • Moin Henning,


    wahrlich nicht elegant in der Optik, aber ein interessantes Arbeitstier.
    Meine Aufmerksamkeit (Interesse) ist Dir sicher.


    Beste Grüße und gutes Gelingen wünscht


    Manfred

    Es muss nicht alles perfekt sein, was gut tut.

  • Moin Henning,


    no denn man to.


    Die SAL war Stammkunde bei Sietas und hat so manches Unikum bestellt. Wenn ich mich nicht täusche ist in den üblichen Verdächtigen was zu finden, sprich Beschreibung und mehr.


    Eine interessante Story ist der Törn der " PIRAT " nach Houston / USA.. Diese steht im Flottenkalender von 198... genauen Jahrgang weiß ich nicht mehr.


    Eine Deern habe bei Sietas fotografiert. Es war in der Endausrüstung.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Was jemand, wie eigentlich solche Schiffe konstruiert wurden, um das einseitige Gewicht der zwei Kräne auszugleichen?. Maschinen weiter Richtung steuerboard zum Ausgleich? Der Trimmtank ist ja wohl kaum dafür alleinig sinnvoll.


    Gruß pianisto

  • Das Problem sind ja nicht die Kräne, sondern das Gewicht, das die tragen. Die Wiebke hat einen 1,5m hohen Doppelboden. Bei einer Fläche von 100m x 20m wären das 3.000 t Ballastwasser, die hier theoretisch gebunkert werden könnten. Wenn nur 640 t ausgeglichen werden müssen, können also auch Treibstoff und Frischwasser gebunkert werden.

  • Moin Zusammen,


    SAL und Sietas haben einen Stützponton konzipiert. Auf jeden Schwergutschiff der SAL Flotte ist einer. Dieser wird achtern auf Deck gestaut und kann noch vom Stb. Kran gehändelt werden.

    Der Ponton hat einen L förmigen Stützarm. Dieser wird an der Bordwand vorn oder achtern eingehängt. Die Führung dafür ist ein Schuh.


    Das Prinzip hat sich bewährt, denn auch andere Schwergutschiff Reedereien verwenden es.

    Ich muss mal in meinen Bildarchiv nachsehen. Denn vor Jahren war ein ehemaliger Beluga Frachter in Flensburger Hafen. Der hatte Windentrommeln und die dazugehörigen Kabel geladen.

    Die Winden waren für 2 Seismikschiffe die auf der FSG gebaut worden bestimmt.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Pianisto

    Bei diesen Schiffsgrößen wird das durchaus durch entsprechend dimensionierte Seitentanks ausgeglichen (meine Erfahrung). Möglich wäre aber auch zusätzlicher Festballast.

    Ob Letzteres heutzutage aber noch angewandt wird, weiß ich jedoch nicht.


    Ein "Gimmik", welches ich bislang eigentlich nur bei den SAL Schiffen gesehen habe, sind die speziellen Pontons, die bei Schwergutbetrieb mittels eines Auslegers außenbords am Schiff angebracht werden und als Gegengewicht bzw. Auftriebshilfe dienen.

  • Moin Zusammen;


    anbei ein paar Bilder vom Stützponton:





    Halbschwester " WILMA " im Dock


    WILMA - IMO 9147679 - Callsign V2AB2 - ShipSpotting.com - Ship Photos and Ship Tracker


    WILMA - IMO 9147679 - Callsign V2AB2 - ShipSpotting.com - Ship Photos and Ship Tracker


    Ich habe die "WILMA " deswegen mit reingenommen, weil sie eine Havarie hatte.

    Der vordere Kran auf der BB Seite kam dabei zu schaden.


    Wenn man sich die Bilder genau ansieht, dann erkennt man auch das die Lukendeckel als Faltdeckel geführt werden.


    Übrigens so ganz nebenbei, die " WILMA " wurde 2007 in China abgewrackt.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
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    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Viel Erfolg bei diesem Bau. Der Baubericht wird wie immer sehr interessant und das fertige Modell ein Schmuckstückchen, wie da so Dein Markenzeichen ist.

    Ulrich

  • jo, hab ich gerne eingestellt

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



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    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
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    Edited once, last by Shipbuilder ().

  • Ich baue einen Schwergutfrachter ! Glaubt ihr es jetzt ?



    Nachdem ich den Lukendeckel aufgesetzt hatte, war der torsionssteife Kasten fertig und der Rumpf konnte in die Waagerechte gepresst werden.


    Bevor ich das Poopdeck einbauen konnte, mussten noch Aufbauwände und zwei Winden an der Achterkante des Hauptdecks montiert werden.

    Danach waren alle Decks des Rumpfes fertig, so dass morgen die Bordwände angebracht werden können.



  • Moin Zusammen;


    wenn ich mich nicht täusche waren ab den 80ger Jahren alles SAL Deerns als Schwergutfrachter konzipiert worden. Ob der alte Sietas Typ 132 mit Deckhaus achtern oder der Typ 180 mit Roll- und Hubdeckel. An sich ist und war die SAL im Nischenverkehr unterwegs.


    Der Krantyp ist der NMF Kran, eine ehemalige Tochter der Sietas Werft.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



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  • Moin Zusammen;


    so ich mal ein wenig recheriert.


    Bis 1996 hat die Haus- und Hof Werft Sietas 12 Neubauten vom Typ 132 abgeliefert.

    Die Leistung der NMF Kräne wurde dabei immer mehr gesteigert. Es waren 2 x 250 Tonnen.


    Zum anderen wurde auch die Rumpfform ständig angepasst. Die Schiffe hatten eine Reisegeschwindigkeit von 16kn.


    Zur gleichen Zeit wurde auch der Stabilitätsponton an Bord eingeführt und wie schon weiter ober geschrieben, hatte jedes Schiff seinen eigenen Ponton.


    Der Stützponton konnte mit einen L - Balken an den Rumpf gehängt werden. Als Ausführung war ein Schuh auf OK Deck eingebaut worden.


    Ich habe hier mal ein Bild von einen Rickmers Schiff. Ursprünglich gehörte das Schiff zur Beluga Reederei.

    Man beachte die Ausführung des Schuh`s.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



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  • Heute habe ich die Bordwände an meinem Flachmann angebracht - nichts besonderes, am Heck ist die Bordwand einstreifig, am Bug zweistreifig.


       


  • Die WIEBKE hat einen schicken Heckspiegel.



    Das Hauptdeck der ist ausgerüstet wie ein Containerschiff mit den typischen Stützen an der Bordwand. Um diese Struktur halbwegs filigran und trotzdem formstabil hinzubekommen, habe ich die Scheuerleiste an der Oberkante der Bordwand einbezogen und alle Zwischenräume ausgestochen. Die weiß auf Folie gedruckte Reling läuft an der Innenkante durch. Der von mir verwendete Karton ist verdoppelter Tonerkarton der Stärke 120g/m². Aus ihm lassen sich auch Scheuerleisten von 0,5mm Dicke problemlos schneiden.


     


    Ich hatte heute das erste mal das Gefühl, dass dieses Modell etwas werden könnte.

  • Heute habe ich mich mit zwei Details beschäftigt, mit dem Lukendeckel (einfach aber viel Zeichenarbeit) und mit den Kransockeln an Bb.. Wer mal eine harte Abwicklungsnuss knacken will, dem sei das Oberteil dieses Kransockels empfohlen. Es ist ein Körper, der von einem Reckteck unten in einen Kreisquerschnitt oben übergeht. Rechteck und Kreis liegen nicht parallel.



       

  • Moin Zusammen;


    Abschlussprüfung Schiffbau, mündliche Prüfung Juni 1984 in der IHK Flensburg: " wickeln sie bitte an der Tafel einen Ochsenkopf ab. Beachten sie die Platten haben eine Stärke von 40mm."

    Das saß, das Hirn wurde zermartert, was hat man gelernt. Ab 20mm Materialstärke und mehr immer eine Neutrale Fase annehmen. Überlängen beachten und ja, die Zeit spielte auch einen Rolle. Es musste nicht genau sein aber es sollte in einer vor bestimmten Zeit passieren. Die Zeitvorgabe weiß ich nicht mehr, aber ins schwitzen kam man trotzdem, obwohl man es auf den Schnürboden abgewickelt hatte.


    Das fällt mir dazu ein. Ochsenköpfe wickel ich heute ab und zu noch ab, mit der Hand oder am Computer. Hand macht aber mehr Spaß.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



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  • Ich bin immer noch bei der Ausrüstung des Hauptdecks und damit auch noch nicht fertig. Auch wenn es für euch etwas langweilig ist, ich verspreche, dass es ein sehr interessantes Modell wird, dass sehr mit seinen großen Kränen und von seiner extremen Ladung wirkt. Aber dahin muss man erst mal kommen.


     

  • Moin Henning,


    langweilig ist dieses Modell keineswegs, die Originalbilder versprechen ja ein interessantes Endergebnis. Eile mit Weile.:) Die bisherigen Modellbilder sehen auf jeden Fall schon mal sehr gut aus!

    Frage mich allerdings, weshalb Du in 1:500 baust? Platzgründe?


    Was den "Ochsenkopf" angeht, so bin ich bei Google auf drei Möglichkeiten gestoßen:

    a) Kopf des gleichnamigen Tiers (sehr unwahrscheinlich, dass er das meinte)

    b) Berg mit Skigebiet im Fichtelgebirge (nicht ganz so unwahrscheinlich, hat aber mit Schiffbau nix zu tun)

    c) ein gleichnamiger Werkzeugbetrieb, der in erster Linie Äxte herstellt (immerhin was Technisches)


    aber danach verließen sie ihn - und bis Seite 12 wollte ich dann nicht weiterkramen, insofern: Was ist ein Ochsenkopf?


    Liebe Grüße

    Peter

  • Warum baue ich auch in 1:500 ? Unsere Modelle werden immer detaillierter, moderne Schiffe werden immer größer und dabei nicht unbedingt interessanter, unser Platz ist endlich. In 1:500 werden für mich Modelle interessant, die ich nie in 1:500 bauen würde, zB. Tanker, Massengutfrachter, Autotransporter. Je kleiner der Maßstab, desto geringer ist der Anteil an Detailarbeit.

  • Moin Zusammen,


    das freut einen, das es viele Ideen und einige Lösungen gibt..


    Die tierische Lösung ist nicht richtig.


    Die Lösung mit der Axt auch nicht.


    Die Klüse ist fast richtig.


    Die Lösung ist ein Übergangsstück von eckig auf rund. Die Kransäulen, die Henning Kummer bereitet haben sind sogenannten Ochsenköpfe. Unten rechteckig oder quadratisch oben am Drehkranz rund oder oval. Die 1/4 Kreise werden unten in 8 bis 12 Teile geteilt ( Erfahrungschatz ) , der obere Ring wird mit der gleichen Teilezahl geteilt. Dann geht die Abwicklung mit der Ermittlung von wahren Längen los.


    Ich schaue beim Schaller, dort ist eine Abwicklung vom Ochsenköpfe abgebildet ist

    Je höher die Teilungszahl ist, desto genauer wird der Ring.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



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  • Moin Zusammen;


    beim Schaller bin ich fündig geworden. Aber mit den Urheberrechten, inwieweit was gangbar ist, tue ich mich schwer.


    Aber ich habe was bei Wikipedia gefunden.


    Blechabwicklung – Wikipedia


    Auf der Seite sind Verzeichnisse hinterlegt, die einen eine Lösung zeigen.

    Viel Spaß beim schauen.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
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  • Ein zweckmäßiges Design, sicher.

    Aber das Schiff ist keineswegs unattraktiv!

    Und die Folienreling macht sich gut, Henning!

  • Moin;

    Im Jargon auch gern als Entenjäger oder Verkehrtrum Schiff bezeichnet :D

    sie sind auch nie ausgestorben. Gebaut auf Nobis für Bolten oder Este; HDW Kiel für eine ganze Serie, die später in Peenemünde von Heegemann fortgeführt wurde bis hin zu Kröger und Sietas.


    Aber es sind zweckdienliche Schiffe und man konnte auf dem Helgen Sektionen / Schaustellerarbeit stellen. Die schwerste Sektion war der Maschinenraum.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

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    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Auch auf dem Poopdeck sind Aufbauten. In den Bb.-Aufbau ist der Schornstein integriert, auf dem Stb.-Aufbau wird der L-Balken für den Stützponton gelagert. Davor steht der Sockel für den dritten Kran. Auf dem Deck sind viele Befestigungspunkte für die Ladung, bzw. die Shiftlocks für die Container.


       


    Zum Schluss noch mal zwei Gesamtansichten:


     

  • Moin Henning,


    das sieht wie immer sehr gelungen aus! Ich bin schon auf die Kräne gespannt.

    Viele Grüße Nils


    Fürchte Dich nicht vor dem Dummen, die nichts wissen. Fürchte Dich vor den Schlauen, die nichts fühlen. (Erich Kästner)

  • Außer dem Wellenbrecher und zwei Luken, die sich dahinter verstecken, habe ich heute nichts neues verbaut. Ich habe aber endlich die ganzen Shiftlocks auf dem Lukendeckel fertigbekommen. Mal sehen, was davon noch zu sehen ist, wenn das Schiff beladen ist.