Zollkreuzer Helgoland (HMV): UWS mit Magnethalterung möglich?

  • Moin zusammen,


    ich befülle gerade eine von Inhalten ungeklärter Herkunft befreite Glasvitrine mit Modellen. Perspektivisch will ich den Zollkreuzer HELGOLAND vom HMV bauen und würde gerne das Überwasserschiff auf und das Unterwasserschiff unterhalb einer Glasplatte aufstellen bzw. anbringen. Mir schwebt eine Lösung mit Magneten vor.


    Meine Frage an diejenigen, die das Modell kennen und/oder schon gebaut haben: Lässt die Konstruktion eine Verbindung mit Magneten zu? Passen dort Knopfmagnete hinein oder müssten man dafür den Bau verändern? Alternativ habe ich auch ein stark haftendes Magnetband. Ich habe den Bogen selbst noch nicht und in den Berichten hier im Forum kann ich es nur schwer erkennen.


    Wie immer mit bestem Dank im Voraus, freue ich mich auf Eure Antworten!

  • Moin Nils,


    Ich hab den Bogen mal hervorgekramt. Das müsste eigentlich funktionieren, sofern die Glasplatte nicht zu dick wird:



    Die "Grund"platte vom UWS ist etwas mehr als 5mm breit. Insgesamt dürften hier ohne Probleme 20-25 Magnete mit jeweils 5mm Durchmesser Platz finden. (Die bedruckte Seite zeigt nach unten).


    Bei der oberen Hälfte wird es etwas schwieriger:



    Hier ist durch das Spantengerüst eigentlich kein Platz, du musst die Spanten also anpassen. Das sollte aber kein größeres Problem sein: Einfach den Hauptspant und - je nachdem wie du die Magnete im UWS verklebt hast - jeden zweiten Querspant um die Dicke der Magnete einkürzen, dann sollte es passen und da die Spanten auf den Magneten aufliegen trotzdem noch stabil sein.


    mfg

    Johannes

  • immer zu bedenken, dass die Glasplatte eine gewisse Dicke aufweist, und man dadurch einen erheblichen Abstand "provoziert". Ob das gut aussieht?

    Ansonsten kann man auch Neodom-Magneten nehmen, enorme Haftung.

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.


    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.


    I´m a Billiever, #17, Go Buffalo

  • Die Gefahr liegt auch in den darunter aufgestellten Modellen... Wenn ich von mir ausgehe, würde der Absturz früher oder später passieren...:whistling:

    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: 'wo kämen wir hin?' und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"

  • Moin Nils,

    mit der Glasplatte willst Du wahrscheinlich die Wasseroberfläche nachbilden.

    Dadurch erzeugst Du eine optische Trennung, was seinen Reiz hat.


    Dadurch kann man eine Unterwasserwelt zaubern.

    Besonders interessant wird es beim Baggerschiff " WILLEM VAN ORANGE " realitätsnah dastellen. Das Schiff wird in Fahrt dagestellt und der Sauger schlürft.


    Bei den Magneten solltest Du wie schon geschrieben, sie so einbauen, dass sie zwischen den Spanten sitzen oder Du musst Dir die Arbeit machen, die entsprechenden Spanten auszunehmen.

    Wichtig für mich wäre, dass OK Magnet gleich OK Deck ist.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Hallo Nils


    Mit Magneten habe ich etwas Erfahrung, da ich zwei Jahre lang in einer Magnetfabrik gearbeitet habe. Wenn du Neodymmagnete nimmst, die zwar exotisch klingen, aber nicht teuer sind, hast du auf jeden Fall genügend Haftung, auch durch die Glasplatte hindurch. Das typische Problem mit diesen Magneten ist eher das Gegenteil: dass du sie nicht mehr trennen kannst.


    Schau dir mal diese Magnete und ihre Spezifikationen an.



    Wenn du in jeder Hand einen hältst und sie auf Anziehung näherst, springen sie dir schon aus der Hand, bevor sie sich berühren. Und dann kannst du sie mit blossen Händen kaum mehr trennen. (Ich habe Scheiben von 25 mm Durchmesser und 3 mm Dicke, Haltekraft 5.5. kg. Wenn die zusammen sind, kannst du sie gleich entsorgen, denn Trennen geht nicht mehr.) M.E. reicht es auch völlig, in einer der Hälften Magnete anzubrinmgen und in der anderen etwas Eisen, z.B. kleine Muttern.


    Wichtig: zum Trennen nicht versuchen, sie auseinander zu ziehen, das scheitert. Immer seitlich voneinander wegschieben. Das gilt auch, wenn du einmal Oberwasser- und Unterwasserschiff trennen willst, auch in der Vitrine.


    Gruss

    Andi

    Die Natur sagt uns gerade einmal mehr, dass wir mit unserer Masslosigkeit alles zerstören... Und wir werden auch dieses Mal nicht zuhören.


    im Bau:

    Dampfwalze H. Zettelmeyer (Zarkov Models)

    Kiew (Oriel)

  • Hallo Nils

    Es gibt kleine Magnete Durchmesser. 5mm Höhe ca. 1 mm die haben eine unheimliche Haltekraft.

    Diese findet man in manchen Verpackungen von Zigarettenpapier. Also fast Nulltarif. Es genügt hier auf einer Seite der Manchen und auf der anderen Seite ein kleines Metall Plättchen anzubringen.

    Bei Interesse kann ich dir welche zukommen lassen. Sag mir einfach die Stückzahl.

    Wenn du welche willst schick mir eine PN.

    Gruß Peter

    Papier ist geduldig, ich werde es auch noch lernen

  • Neodym Magnete würde Ich auch empfehlen (in meinem ersten Bild liegt auch einer), die haben wirklich ordentlich Kraft. Und da sie mit <0,30€/Stück wirklich erschwinglich sind, muss man nichtmal mit dem Rauchen anfangen ;)

    Aber wie gesagt: Maximal 5mm Durchmesser/Breite, sonst passen sie nicht. Die haben dann, je nach Dicke, "nur" noch eine Haltekraft von ~300 - 1000g. Wobei man da natürlich auch noch die Dicke der Glasscheibe beachten muss. Je dicker die Scheibe, desto schwächer das Magnetfeld das ankommt. Da musst du dann vorher, vielleicht auch mit einer Kopie des UWS, mal ein bisschen experimentieren. Schwer ist das ja nicht, Ich denke 4 Magnete oben und unten pro Seite sollten eigentlich mehr als genug sein.


    Man kriegt Glasscheiben auch schon ab 1-2mm Dicke, da dürfte der Spalt nicht allzu stark auffallen. (Vorraussetzung ist natürlich, das man die Grundplatten vorher entsprechend gepönt hat, damit die weißen Flächen nicht sichtbar sind.) Bei der Dicke stellt sich mir nur die Frage, wie stabil das noch ist. Eventuell ist es auch besser da auf Acryl zu setzen.

  • Moin zusammen und erst mal ein ganz dickes Danke an Euch alle!


    Der Grund, warum ich es so zeigen würde ist, dass ich es unpassend finde, wenn neben Wasserlinienmodellen auf einmal ein quasi "aufgebockter" SWATH-Kreuzer steht. Die Vitrine steht in meinem Büro und insofern schauen immer mal Kolleginnen und Kollegen vorbei, auch aus den Bereichen Zoll und WSV (wenn Corona dann vorbei ist). Der geteilte SWATH-Rumpf wäre schon ein Hingucker.


    Die Glasplatten in der Vitrine sind recht dick:



    Insofern hat Robi recht, dass es vielleicht gar nicht gut aussieht. Oder ich besorge mir für die Ebene eine dünnere Platte...


    Danke auch für die Tipps zu den Magneten. Bei diesen dicken Platten müsse es sogar bei starker Haftung wieder lsöbar sein.


    Und schließlich zeigen Johannes` Bilder, wie man es machen kann. Im Baubericht von Wolfgang Lemm habe ich gesehen, dass die Verbindung über je zwei Zapfen läuft. Auf den Bildern sieht man, dass für sie im Hauptspant eine Ausparung vorgesehen ist. Wenn ich auf die Zapfen verzichte, habe ich Platz für die Magneten.


    Tolles Forum :thumbup:

  • Moin Nils,


    aber gerne doch.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

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  • Insofern hat Robi recht, dass es vielleicht gar nicht gut aussieht.

    Versuch macht klug.


    Das schöne an Magneten ist ja, das du es erstmal so bauen kannst und danach immernoch entscheiden kannst, ob es gut aussieht/was besser aussieht.

    Eine Alternative wäre auch noch das Dock von Jabietz, kann nur sein das das zu lang ist.

  • Moin alle


    also das Dock mag zwar etwas lang für die Helgoland sein, aber es ist nicht vorbildwidrig. Das geht sich schon aus.

    Auch mit einer 5 mm Glasplatte kann das UWS noch gut aussehen, es ist aber nun mal ein kleineres Schiff, da macht sich sowas schon bemerkbar. Vielleicht die Glasfläche gegen Plexiglas austauschen, dann kann man z.b. einen Ausschnitt machen? Viele Ideen. Erstmal das Schiff bauen. Und da kann ich nur zu sagen: gute Wahl, sehr gut baubar.


    Liebe Grüße

    Robi

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.


    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.


    I´m a Billiever, #17, Go Buffalo

  • Danke nochmal und völlig richtig:

    Erstmal das Schiff bauen.

    Bei meinem Tempo dauert das vermutlich zwei Jahre ;( Aber für den Zoll gibt es ja noch leichtere Vorbilder für zwischendurch :)


    Das Dock passt bei mir schon thematisch nicht in die Vitrine, auch wenn ich es super finde, dass die Auswahl an Schwimmdocks etwas zunimmt. Das HMV habe ich nicht und das JSC-Dock ist in 1:250 eher spärlich detailliert. Das Thema der Vitrine ist aber Behördenschiffe des Bundes.

  • Hallo Nils


    Die Abmessungen für das kommende Dock von Andreas Jacobsen soll als 100 m Dock folgende Maße haben


    Länge 40cm, Seitenwände 36cm, Breite innen 9,4cm. Die Kielpallen sind für eine mittig Anordnung konstruiert und werden nicht umkonstruiert. Demnach wäre in dieser Option Eigenbau angesagt. So gesehen ist das Dock nicht überdimensioniert für die Helgoland, aber einige kleine Umbauten wären nötig.


    Ansonsten, wie gesagt: Bauen, die Helgoland lässt sich sehr gut bauen.


    Liebe Grüße in meine Heimatstadt ( ich vermisse sie)

    Robi

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.


    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.


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  • Moin Nils;


    noch ein paar Infos zum Schiffdock von Andreas. Das Vorbild ist bei Damen Group, Netherlands gebaut worden. Die Gruppe ist weltweit tätig und ist auch am Auftrag

    der MKS 180 beteiligt. Zum anderen soll dort auch das neue Forschungsschiff " WALTER HERWIG " und zwei weitere Feuerlöschboote für den Hafen Hamburg gebaut werden.


    Übrigens, die beiden Neubauten sollen wohl von Polen nach Gorinchen ( Niederlande) überführt worden sein. Neubau 1 soll auf den Namen " DRESDEN " und Neubau 2 auf den Namen " PRAG " getauft werden.


    Interessant wird das ganze erst, wenn das Schiffdock zu kaufen ist.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Moin Nils,

    zum Thema Glas:

    als "Intensiv"Heimwerker" habe ich immer gewisse Glasscheiben auf Vorrat/Reserve liegen. Und für meine Glasvitrinen habe ich diverse Zusatzscheiben geschnitten, für Miniminimodelle braucht man ja keine 20cm Bord-Abstand.

    Nimm als Glaslage doch Bilderglas, das ist sehr dünn, trägt nicht so sehr auf und ist nicht so elastisch wie Plexi.

    Gruß

    Ralph

    P.S. : eine tolle Idee von Dir, UWS und ÜWS durch die Glasscheibe zu trennen. Das probier ich demnächst aus!!!!!!

  • Moin!


    @ Ralph: Arne hat zurecht auf den Saugbagger WILLEM VAN ORANJE hingewiesen, für den man einen speziellen Aufsteller kaufen kann, damit man den Bagger oberhalb und die Saugvorrichtung unterhalb der Wasseroberfläche darstellen kann. Ich kenne so etwas auch aus dem DSM, wor die Funktionsweise von Schleppnetzen gezeigt wurde.


    @ Robi&Arne: Das KvJ-Dock lege ich mir sicher zu und verfolge die interessante Konstruktion auch. Einzig der Kontrollturm ist mir irgendwie zu modern, aber erstens ist das eine reine Geschmacksfrage und zweitens vermute ich, dass man ihn auch weglassen kann, ohne den Bau zu beeinträchtigen.


    Jetzt muss ich mal mein Sparschwein durchschütteln, ob es genug für die HELGOLAND/BORKUM zzgl. LC-Satz hergibt. In zwei Jahren seht Ihr dann das Ergebnis ;)

  • Moin Nils,


    ich habe für das Modell nur ein Jahr gebraucht, und viel langsamer als ich kannst Du eigentlich gar nicht bauen ...

    Das Modell legt einem sehr wenige Steine in den Weg, mit umso schönerem Ergebnis.

    Also frisch ans Werk, wir sprechen uns in einem Jahr dann wieder! :D


    Gruß

    Wolfgang

  • Hallo Nils,


    rein "bautechnisch" steht einer Verwendung von Magneten nach meiner Auffassung und den beim aktuellen Bau gemachten Erfahrungen sicher nichts im Wege. In die vier "Steckmodule" wären die leicht einzufügen. Probieren kannst Du es allemal.


    Freue mich, dass Du meinen aktuellen Bericht mit verfolgst. ISt ein Klasse Modell, Ich stimme da Wolfgang absolut zu.


    Günter

    Auf der Werft: Fregatte F216 Scheer, n.n.-Schiffsmodell in 1:250, Schnelldampfer KWdGr


    Meine letzten Modelle:

    Z 51 der KM; Sven Johannsen, U-Boot W. Bauer; Fregatte Lübeck; Landungsunterstützungsboot Natter; Nordstjernen;
    HANSEATIC; U 2540; Vorpostenboot V 1102; BuPo Bayreuth; S.M.S. Frankfurt; Munitionstransporter Westerwald; FD Nürnberg; Fregatte Baden-Württemberg, Minensuchboote Paderborn und Passau, Fregatte F 213 Scharnhorst, ZKrz Helgoland, S.M.S Nassau

  • Diese findet man in manchen Verpackungen von Zigarettenpapier. Also fast Nulltarif.

    Man muss nicht mal mit dem Kiffen anfangen. Die langen OCB Blättchen (schwarz) haben einen Neodym Magnet plus ein Metallplättchen, dadurch brauchst Du nur ein Magnet pro Seite.

    Das Papier ist so dünn und das kann man wunderbar als Laschen für Kleinteile verwenden. Ich habe auch schon Papierröhrchen daraus gemacht, geht auch sehr gut.

    Es ist also alles zu 100% verwertbar.


    LG

    René

    Sometimes when I close my eyes, I can't see.8o