"Eglise Vaudoise", ein Kartonmodell von Gilbert et Louise Baud.

  • Schur liebe Kartonmodellbauer. Nachdem ich die Hoffnung schon aufgegeben habe und 4 Kapellen von Ondrej Hejl gebaut hatte, von denen eine auf mein großes 4teiliges Baud Diorama kommen sollte, hat sich nun das Blatt zum guten gewendet. Mein Kartonbaufreund Georg hat seine große Baud Sammlung für mich noch einmal durchsucht und die kleine Kirche Eglise Vaudoise von der er glaubte den Bogen verbaut zu haben gefunden.
    Was wäre ein Baud Diorama mit einer Kapelle eines anderen Produzenten? Also bin ich restlos glücklich nun doch im Besitz von Eglise Vaudoise zu sein.

    Nun ergeben sich für den Bau aber einige Probleme, denn nach einem Stellversuch der kleinen Kirche mußte ich feststellen das diese doch etwas zu groß für mein Diorama war.



    Was tuen? Da ich eine Kapelle haben wollte kam ich auf den Gedanken die kleine Kirche um 25% zu verkleinern, dabei sollten aber die Türen sowie eine Bank vor der Kirche und ein Schaukasten die Größe von 100% erhalten. Die größe der Fenster passen bei einer Verkleinerung ins Bild und stellen kein Problem dar.
    Also wurde erst ein Weißmodell in 25% Verkleinerung gebaut gebaut, um zu sehen ob die geschrumpfte Kirche ins Bild passt. Und wie ihr sehen könnt passt die zu einer Kapelle geschrumpfte kleine Kirche hervorragend ins Bild.

     

  • Die original von Eglise Vaudoise steht auf einen Sockel mit Aufgangstreppe, welchen ich aber aus Platzgründen nicht gebrauchen kann. Ich verwende nur den auf dem Foto weißen Teil. Ran ans Werk, die Gebäudewände werden ausgeschnitten.


       


    Hier der Größenvergleich zu den 100% Gebäudewänden, mit einer eingebauten Türe des Originalbogens.
    Die Fenster der Vorderfront bekommen die bei Baud üblichen Einleibungen.


     


    Die Baud Darstellung der bunten Kirchenfenster war wenig überzeugend! Darum machte ich neue bunte Verglasung. Ich zeichnete die Fenster auf weißem Karton und malte die einzelnen Scheiben mit Acrylfarbe aus und kopierte das Blatt auf Folie.
    Vorne die Folie und dahinter das Kartonblatt.

    Das Ergebniss war zufriedenstellend.


       

  • Hallo Rainer,


    toll, dass das noch geklappt!

    So bleibt es doch - ohne das Können Hejls schmälern zu wollen - bei einem original Baud-Diorama.


    Ich bin gespannt.


    LG

    Marion

  • Nachdem ich die Wände noch mit lichtundurchlässigem Tonerpapier beklebt hatte konnte ich die Kirchenwände zusammen und auf die Grundplatte kleben.


     


    Im vorderen innerem Kirchenbereich baute ich eine Trennwand ein,so das man nicht durch die geöffnete Tür in das Innere sehen konnte.
    In den Dachgiebel kam eine Uförmige Leiste aus 2mm Pappe zur Aufnahme von einem LED Band mit 3 LEDs.


     

  • Schur Marion, die Hejl Kapellen waren wirklich schön, aber die Baud Gebäude haben einen besonderen Charm, in das die Hejl Kapellen nicht so richtig passen ,das wirst Du nach der Vollendung der Kapelle sehen. Und zudem soll ja ein Baud Diorama werden.

  • Bei dem Dach trat ein Problem auf, denn bei der verkleinerten Kopie war das Dach doch sehr dunkel und der dunkelrote Farbton des Originalbogens zeigte sich nicht mehr. Hier war eine Veränderung von Nöten. Zuerst versuchte ich es mit Staubfarbe, Siehe Foto, das dunkele Dach neben mit Staubfarbe bearbeiteten Dachelementen.



    Dann airbrushte ich das Dach mit Schmicke Farbe Siena und Siena gebrannt, diese Farben sind lasierend transparend, so das der original Druck sehr gut durchkommt. Links mit Staubfarbe und rechts mit Schmicke Farbe, bei der ich aber in Siena gbrannt zu viel Siena farbton beigemischt habe. Zuletzt habe ich mehrere Farbtonmischungen versucht, das beste war Siena gebrannt mit 4 Tropfen Vallejo 333 schwarz-grau. Hier noch Fotos der Versuche.


     


    Das Dach soll von unten mit einem Unterdach versehen werden.


     


    Das Tonerapier war aber sehr dünn und da ich das Dach verstärke, beklebte ich die Dachunterseite des zusammengeklebten Daches, mit 220 Gramm braunem Tonerpapier, was eine gute Festigkeit ergab. Nach dem Aufkleben des Daches wurde dann die Bretteroptik des eigendlich vorgesehenem Unterdaches aufgeklebt.


     


    Der Farbton des Daches stellt mich zufrieden und das Dach wird später noch mit Staubfarbe bearbeitet.

  • Vor dem Bau des Vordaches gehe ich an den unteren Teil des Kirchturmes, der beim Originalbogen 3 Uhren hat. eine vorne und je rechts und links eine. Da ich aber eine Kapelle brauche, sind die Uhren fehl am Platz. Also kopiere ich das Dach und schneide aus ihm passende Teile zur Abdeckung der Seiten zur Aufnahme der Uhren des unteren Kirchturmteiles.


       


    Die Holzverkleidung rechts und links unter dem Dach wird angebracht. .Auch die aus Steinen bestehenden Gebäudeecken wurden angeklebt.


     

  • Zwischen die vorderen Türen kommt ein Schaukasten und eine Sitzbank, die ich später aber neu baue, da sie etwas mit Kleber versaut ist.


     


    3 Balken sollen das Vordach Tragen, sie stehen auf Steinsockeln.Die Balken fülle ich mit Finnpappe.


       


    Nach dem Bau des Vordaches welches nach oben zweistufig ist und dem ankleben von diesem an die Vorderfront baue ich die Stützbalken zwischen die Steinsockel und das Vordach.

    Die Dachwinkel werden mit den schmalen hier gezeigten Streifen abgedeckt, die vorher über eine Nadel gerundet werden.


       

  • Der Kirchturm erhält ein neues Bauteil, das nach außen mit Lamellen versehene Glockengestühl. Für den Bau ist eine Schemazeichnung bei den Bauteilen.


       

    Auf das Glockengestühl kommt die 2stufige Kirchturmspitze, deren Kanten Wieder mit der abgerundeten Pfannenabdeckung versehen werden.


       



    Leider steht nun die Spitzenabdeckung des Turmes hinter der Kantenabdeckung zurück. Ich baue eine neue Spitzenabdeckung und bemahle sie mit verwitterte Kupferfarbe.


     

  • Nun fehlt nicht mehr viel, der Schornstein kommt unter das Messer.


     


    Eine mühsamme Arbeit waren die vorstehenden Balken unter dem überstehendem Dach welche ich wieder mit Finnpappe füllte.


       


     


    Zum gutem Schluß die von mir üblichen Dachrinnen und Fallrohre.


     

  • Hier nun die fertige um 25% auf eine Kapelle verkleinerte Kirche "Eglise Vaudoise" von Gilbert et Louise Baud.


     


     


    Und auf dem noch nicht fertig gestelltem Diorama neben dem Kloster.

    Damit ist der Baubericht beendet.