Peking 1:250 Passat Verlag

  • Hallo zusammen,


    die Baufortschritte kommen derzeit etwas langsamer, aber je mehr Berichte ich über dieses Schiff sehe, desto mehr Details sehe ich, die ich vielleicht auch noch bauen könnte. Dank Helmuts Hinweis gestern, wieder ein toller Bericht im NDR:thumbsup: mit einem besonderen Blick auf die Rahen.


    Zeichnen und Lasern nimmt derzeit sehr viel Zeit in Anspruch aber für die Passat/Peking gab es keinen Laser/Ätzteilsatz. Ich könnte den der Preussen verwenden, aber der passt nicht an allen Stellen und die Peking hat jetzt bei der Renovierung doch einige Änderungen erfahren, sowohl bei den Niedergängen, wie auch bei den Laufbrücken. Die Niedergänge sind jetzt grau und die Laufbrücken haben keine Durchzüge (bzw. fast unsichtbare Stahlseile). Also schone ich besser den Ätzteilsatz und laser selbst.


    Die Peking hatte wie auch die Passat Laufbrücken zwischen den drei Aufbauten des Schiffes, damit die Besatzung auch bei schwerer See einigermaßen sicher und vor allem schnell von der Back zur Poop gelangen konnte. Diese Laufbrücken konnten jetzt bei der Peking nicht restauriert werden. Sie wurden neu zusammen mit der weißer Reling mit Stahldurchzügen erstellt.



    In der Mitte der hinteren Laufbrücke die Kompassplattform auf der in der Mitte ein Peilkompass stand und seitlich die Klampen für die Rettungsboote.



    Bis bald Ulli


  • Hallo zusammen,

    weiterbauen an der Peking wollte ich erst nach unserem Urlaub. Die Laufbrücken bei der Passat auf meinen Fotos und der Peking hatten mich etwas verwirrt. Die Passat hatte wohl wesentlich mehr Laufbrücken und die Brass- und Fallwinden



    standen an unterschiedlichen Stellen.


    Bevor ich mit der Takellage beginne, muss ich sicher sein, dass diese bei beiden Schiffen ungefähr gleich war. Aber wenn die Winden an andere Stellen stehen, dann ist wahrscheinlich auch die Führung des laufenden Gutes anders und damit mein Buch über das stehende und laufende Gut der Passat für mich bei der Peking unbrauchbar.

    Also auf nach Hamburg, und dann mal wieder Museum ... geschlossen ?(

    genau wie bei unseren letzen Besuchen. Uns scheint, die warten auf uns und schliessen dann.;)


    Die Peking öffnet wohl im Oktober, wenn alle Genehmigungen und und und...alles vorhanden ist.


    Also auf nach Travemünde. Die Passat..... offen :)



    Und siehe da, sie hat zwei "T-Träger Gestelle", der richtige Name und die Funktion dieser Plattformen ist mir nicht klar, nur, dass diese leichter erreichbar waren bei schwerer See. Auf der Passat sind dort die Rettungsbootes gelagert und die Brass- und Fallwinden.
    Hier ein Foto des Rettunsbootes des Passat und im Vordergund die dazu gehörigen Davits.


    kartonbau.de/attachment/744527/


    Werden die Boote mit dem Ladebaum zu den Davits gehieft ? Dann dort eingehängt und schiesslich von dort zu Wasser gelassen ?

    Würde doch Stunden dauern,:cursing: kaum tauglich für Rettungsboote ??(


    Die Peking hat nur auf dem Hauptdeck ein solches " T-Träger Gestell", auf der bis jetzt nur ein Kompass angebracht ist. Die Rettungsboote fehlen noch.

    .

    Ladebaum der Peking. Links die Plattform auf den T-Trägern und ein


    einsamer Davit der Peking und weit und breit kein "Gestell" für ein Rettungsboot.


    Vielleicht könnt ihr mir weiter helfen.


    Schöenen Abend

    Ulli

  • Moin Ulli;


    eine Hilfe könnte das Faksimile der Bauvorschriften sein. Zum anderen die Ausgaben der HANSA und der Schiffahrt International.


    Was auch ein Fundus sein könnte, währen die Werft Chroniken von Blohm & Voss.


    Ich muss mal schauen was ich finden, aber es wird ein wenig dauern, denn Urlaub habe ich erst im September nach den Schulferien.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Hallo Uli,


    ich kann nur das Buch von Andreas Gondesen »Die letzten Flying-P-Liner« (Oceanum-Verlag) empfehlen. Darin sind alle Unterschiede zwischen den Schiffen aufgeführt. Leider ist das Buch nicht mehr über den Verlag zu beziehen. Die von Arne erwähnte Faksimilie der Bauschvorschriften ist auch hilfreich.


    PEKING und PASSAT waren die einzigen baugleichen Schiffe der Viermastbarken. Dannoch unterscheiden sie sich – wenn wir vom Ur-zustand und den Zustand in den später 1920er-jahre sprechen – in Details.


    Hier wird die PEKING im aktuellen Zustand vorgestellt:

    https://www.arbeitskreis-histo…ontour/peking-in-hamburg/


    Die Nocken waren übrigens zu Laeisz-Zeiten nicht weiß gemalt. Es gibt eine Annekdote in der ein P-Liner-Kapitän einmal seine eigenmächtig gehandelten Männer anpfeift die Nocken wieder umzumalen das es sowas bei Laeisz nicht gäbe! Die Info mit den Nocken habe ich mir mehrfach bestätigen lassen (u.a. bei Andreas Gondesen). Nur weil die PEKING in Hamburg aktuell sowas hat, muss es nicht heissen dass es damals so war! Es sieht chic aus, ist aber historisch nicht korrekt!


    Viele Grüße,

    Klaus

    »Das muss das Boot ab können!»

  • PS: Die T-Träger sind Barrings zur Lagerung der Beiboote. Die PASSAT hatte mehr Beiboote da sie in den 1950ern zum Schulschiff mit wesentlich höherer Besatzungszahl als ursprünglich vorgesehen umgebaut wurde. Die Laufbrücke dient dazu, die einzelnen »Inseln« (Back, Hochdeck und Achterdeck) schneller und bei schwerer See sicherer zu erreichen.


    Hier noch ein Link zu den interessanten Petroleum-Motoren mit denen u.a. auf der PEKING einst die Ladewinden angetrieben wurden (es gab anfangs keinen Strom an Bord. Erst zur Betätigung des Funkgerätes in den 20ern wurde ein Generator angeschafft!)


    https://www.arbeitskreis-histo…modelle/gnom-motorwinden/


    Hier gibt es noch ein Mini-Modell der PEKING in der ursprünglichen Form (mit kurzem Achterdeck vor dem Umbau zum Schulschiff 1927).


    https://www.arbeitskreis-histo…itglieder/modelle/peking/


    Ich hoffe, ich konnte etwas helfen... ;)


    Klaus

    »Das muss das Boot ab können!»

    Edited once, last by Tiger ().

  • Moin Zusammen;


    ich habe das Buch bei Amazon gefunden.


    Aber nur gebraucht und es wird ab € 239,- angeboten.


    Ne ne das macht meine Regierung nicht mit.... .

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Neeeee... soviel würde ich auch nicht ausgeben. Da hilft sicher nur abwarten bis jemand das Buch günstiger anbietet oder eine Suchanzeige schalten. Bei ebay-Kleinanzeigen habe ich in Hamburg gerade zwei Angebote (45 Euro und VB). Da könnte man auch mal gucken.


    Oder mal nachfragen. Bspw. bei der »Galerie maritim« oder »Wede« in Hamburg. Manchmal bekommen sie Nachlässe oder haben noch ein Buch vorrätig.


    Klaus

    »Das muss das Boot ab können!»

  • ... da fällt mir noch etwas signifikantes ein: Die Frontschotts hatten bei der PEKING eine aufgemalte Holzmaserung. Sie waren nicht einfach ockerfarben – wie es in Hamburg aus kostengründen gemacht wurde – sondern marmoriert (heißt das so im Malerhandwerk?). Auf Entfernung sahen die Schotts aus als seien sie aus Holz. Im erwähnten Buch von Andreas Gondesen sind alte Farbaquarelle abgedruckt auf denen dieses Strukturen zu sehen sind.


    Ich befüchte, für das Modell wirds nun zu spät sein eine solche Darstellung hinzuzufügen. Man könnte höchstens Papierkopien der Schotts - sofern sie vorhanden sind - mit einer gemalten Holzdarstellung versehen, die Bullaugen und Türen ausschneiden und vorsichtig und passgeneu überkleben.


    So, jetzt bin ich aber still und hoffe, nicht für Verwirrung gesorgt zu haben... :love:


    Klaus

    »Das muss das Boot ab können!»

  • Hallo Klaus,


    vielen Dank für deine umfangreichen Hinweise, insbesondere zu den "Barrings".


    Auf die Bauvorschriften der Peking hatte ich erst einmal verzichtet, weil ich die Bauvorschriften der Passat habe und im Buch von Thomas Böttcher die neuen Erkenntnisse zur Rekonstruktion des stehenden und laufenden Gutes der Passat sehr genau beschrieben sind.

    Durch unsere Besichtigung der Passat habe ich jetzt leider den Eindruck, dass die Takelung der Peking nicht wirklich baugleich zu der der Passat ist.


    Bücher über die Flying P-Liner habe ich auch schon einige - unter anderem auch die Beschreibung und Bauzeichnungen der Petroleum-Motoren, die auf einigen dieser Schiffe eingebaut waren, nach meinen Unterlagen aber wohl nie auf der Peking.


    Zu den "malerischen" Veränderungen hatte ich mir überlegt, diese nicht zu übernehmen, zumal Einiges jetzt auf der Peking so nicht wieder umgesetzt wurde. Insbesondere die ockergelbe Farbe war mir auch zu aufwendig in der Umsetzung, daher habe ich alles in weiß belassen.


    Viele Grüße

    Ulli

  • Hallo Ulli,


    es freut mich dass Du und Ihr mit meinen Kommentaren etwas anfangen kannst!


    Der GNOM begegnete mir zuerst bei der Beschäftigung mit der PEKING. Auf Fahrt waren die Motoren abgebaut und unter Deck verstaut. Wenn sich solch ein Motor noch auffindet, soll wohl auch die PEKING ein restauriertes Original bzw. einen Nachbau bekommen.


    Ich behaupte nun mal, dass die Takelagen beider Schiffe (PEKING und PASSAT) zumindest 1927 identisch waren. Beide Schiffe kamen von Blohm & Voss und der Drang zum Wirtschaftlichkeit war enorm. Kann schon sein dass später mal dieses oder jenes Tau anders geschoren war, die Funktionsweise dieser Viermastbarken war aber sicher identisch.


    Ich habe noch vergessen, Dir dieses preisgünstige Buch vom Oceanum-Verlag zu empfehlen:


    http://oceanum.de/OCEANUM-Das-…me-Magazin-SPEZIAL-PEKING


    Darin gibt es für den Modellbauer interessante Beiträge von Andreas Gondesen die Deine oben gestellten Fragen beantworten. Die »Barrings« werden übrigens auch »Bootsgalgen« genannt (nur als Nachtrag). Laut dem erwähnten Beitrag waren die beiden hinteren Boote als Rettungsboote klar in den Davits. Die beiden vorderen Boote mussten als Verkehrsboote zunächst nach achtern unter die Davits gezogen werden um ausgesetzt werden zu können.


    Wie geschrieben war die Gestaltung der Schotts in »Kamm-Technik« auf der aktuellen PEKING zu teuer. Ich kann aber sehr gut verstehen, dass Ihr an das Bauteil nicht mehr 'ran möchtet.


    Ich bin gespannt, wie Euer Modellbau weitergeht :thumbsup:


    Viele Grüße aus dem verregneten Hamburg,

    Klaus

    »Das muss das Boot ab können!»

  • Hallo zusammen,


    aus einer kleiner Pause wurde jetzt doch eine größere. Damit am Schluss auch genügend Schlepper die Peking beim Einlaufen in den Hafen begleiten können, brauchte es so einige Wochen.



    Auch das Schleifen und Lackieren der Masten und 18 Rahen war etwas mühsam. Wie bei meinen anderen Seglern, habe ich diese wieder aus Nussbaumholz gefertigt.


    Und dann mit dem Bugspriet begonnen:


    Die beiden Jackstagen, Perde und dass restliche Geschirr habe ich gelasert und am Bugspriet angebracht. Die Geien und Stage werden erst am Schiff montiert.


    Fast wie das Original in Hamburg. :)


    Leider konnten wir auch bei diesem Besuch in Hamburg im August, nicht auf das Schiff. Aber von außen habe wir dann doch einige Fotos machen können,


    ..um dann in Travemünde die wichtigsten Details/Unterschiede beider Schiffe, vergleichen zu können.



    Bei der Takellage gibt es, soweit ich es bis jetzt beurteilen, kann nur kleine Unterschiede zwischen diesen beiden Schiffen.



    Also habe ich mir die Bauanleitung der Passat auf die entsprechende Größe kopiert, um jetzt die Befestigung der Rahen an den Masten vorzubereiten.


    Schönen Abend zusammen


    Ulli

  • Moin, moin Ulli,


    .....superb :thumbup:! Und ich will hier kein Gejammer mehr lesen...........weil es da nichts gibt.....:D!


    Gruß

    HaJo (....der z.Z. wieder mit grobmotorischen Arbeiten ausgelastet ist..:whistling:..)

    Exercitatio artem parat!

  • ein Tausch von Maschine auf der " PEKING "


    Moin Zusammen;


    nach Mitteilung der Freunde der Viermastbark „Peking“ e.V. ist ein alter Oschi aufgetaucht.


    Der Original Motor der Marke " GNOM " wurde von Bingen nach Hamburg gebracht.


    Die Hamburg Wasser wird Ihren Ausstellungsdiesel der Marke MAN im nächsten Jahr in Richtung Bingen schicken.


    Die " PEKING " war mit 2 Motoren der Marke " GNOM " ausgerüstet.

    Die Maschinen dienten zur Erleichterung der Sackverladung. Immerhin konnten 4500 Tonnen Ladung aufgenommen werden. Die Säcke hatten ein Gewicht von ungefähr 60 kg.


    Alles weitere ist dem Artikel zu entnehmen.


    Skurriles Tauschgeschäft: Ein Motor für die „Peking“! | MOPO

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • ich will ja nicht quengeln, aber ich möchte nochmal auf #44 hinweisen :love:

    Die Rahnocken waren zu Laeisz-Zeiten leider nicht weiß abgesetzt. Auch wenn PASSAT und PEKING das heute so zeigen, wars vor Hundert Jahren nicht so. Vielleicht ist die info untergegangen und evt.noch von Belang, Ich wollt's jedenfalls nochmal sagen … ;)


    Klaus

    »Das muss das Boot ab können!»

  • Hallo zusammen,


    Rene, danke für die Motivation und

    Arne, danke für die zusätzlichen Infos.


    Klaus, da ich versuche die Peking in der jetzigen Version zu bauen, muss ich die Rahnocken weiß absetzen.



    Wir haben extra im August die Takelung der Peking in allen Einzelheiten fotografiert,


    sodass ich jetzt, mit Hilfe der Takelpläne, der Bücher und der Fotos weiterbauen kann.


    Das Lasern der Kleinigkeiten:

    ...Hangerbänder, Hand- und Fußpferde, Gordingblöcke, Raks usw. hat doch mehr Zeit in Anspruch genommen, als gedacht.


    Aber jetzt kann ich endlich mit dem Kreuzmast und der Royalrah beginnen.

    0,5 mm Löcher in Mast und Rah zur Befestigung des Riks, habe ich mit dem Handbohrer gebohrt. (Geht auch mit einer Nähnadel, da das Nussbaumholz der Masten doch recht weich ist.)



    Zur Befestigung der Wanten und Stagen verwende ich Messingösen, die ich auf einen Ring aus 0,1 mm Stahldraht aufziehe und dann um den Mast lege.



    Die Ösen schneide ich aus einer handelsüblichen Ankerkette von Fohrmann aus, für das laufende und stehende Gut verwende ich TYTAN Garn 250 (Garn für Overlocknähmaschinen) in beige und schwarz.

    Jetzt ist nur noch viel Häkel- und Handarbeit angesagt. ^^






    Bis demnächst


    Ulli

  • Hallo zusammen,


    ein kleiner Zwischenbericht, die Royalrah sitz fest



    und jetzt nur nicht das falsche Garnende abschneiden !

    Manchmal erinnert mich die ganze Sache ans Fliegenknüpfen fürs Forellenfischen. Früher hat man die noch selbst geknüpft und das Nylongarn war auch fast nicht zu erkennen.


    Zugegeben, die vielen Kleinteile zu befestigen braucht etwas Zeit. Aber jetzt sind es ja nur noch 5 Rahen für den Kreuzmast. :D



    Die Ober- und die Unterbrahmrah sind jetzt dran und die Ösen für die Pardunen, die ich aber erst später setzen kann.




    Etwas gewagt, gleich einen Großteil des stehenden und des laufenden Guts zu befestigen.

    Mal sehen ob es so klappt. Wenn es zu unübersichtlich wird, muss ich mir eine andere Strategie einfallen lassen.



    Bevor ich aber die Unterbramrah befestigt kann, müssen erst Bramstenge, Stengetop, Eselshaupt, Saling usw. befestigt werden und der Mast muss genau auf die Metallöse unter dem Deck passen. Wenn erst mal alle Rahen befestigt sind, lässt sich der Mast nur noch schlecht auf dem Deck ausrichten.


    Daher jetzt erst mal wieder eine Kontrolle:



    Sitzt, passt.


    Für heute also erst mal wieder Pause,

    bis bald.


    Ulli


  • Hi

    Fasziniert mich immer wieder von neuem. Mit dieser Takelage würde ich auf Kriegsfuß stehen. Bin auf die Fortsetzung gespannt. 👍

    Gruß Peter

    Papier ist geduldig, ich werde es auch noch lernen

    Nein ,nein, ich bin nicht stur. Nur Meinungsstabil!

  • .....sehr solide und sturmfeste Masten und Rahen.....

    Hallo HaJo,

    ...ja die Rahen .. zunächst dachte ich, dass die doch ein wenig überdimensioniert aussehen.



    Aber, nachdem ich die: "Bauvorschrift eines stählernen Viermast-Bark-Schiffes" der Firma Laeisz ( H.O.Persiehl, Hamburg) gelesen habe, war es klar:

    Dort steht auf S.2 und 16. " Das Schiff wird durchweg aus weichem Siemens-Martin-Stahl erbaut...Alle Masten werden aus Stahl und mit der Stenge in einem Stück hergestellt.... Die Rahen werden aus Stahl gefertigt...die Beschläge in reichlicher Stärke aus besten sehnigem Eisen."

    Wiederholt wird erwähnt, dass die Materialien stärker ausgeführt werden sollen, als in den Vorschriften der Englischen und Germanischen Lloyd für Klasse 100 A1 festgelegt war. Die letzten deutschen Fracht tragenden Großsegler, sollten für die Fahrten um Kap Horn besonders solide gebaut werden.

    Also alles gute deutsche Wertarbeit.:)


    Ausschnitt aus: "Peking Rückkehr einer Legende" Delius-Klasing Verlag S.103


    viele Grüße


    Ulli

  • Hallo zusammen,

    .

    die letzten Wochen waren leider sehr stressig für uns. Daher musste ich bei meiner Takellage eine Pause einlegen.

    Aber jetzt hoffe ich, dass ich wieder eine ruhige Hand haben werde.


    Fockmast, Großmast und Kreuzmast sind zwischenzeitlich mit den oberen Rahen, Saling und Stenge bestückt.


    Am Fockmast, wie auch an den anderen Masten sitzen jetzt auch die (der/das ?) Eselshaupt, die Längssaling und die Pardunenausleger.

    Wenn ich mir das so ansehe, kann ich nur hoffen, dass das am Schluss auch alles passt.



    Aber im Vergleich mit dem Original,


            


    fast kein Unterschied ;) oder ?


    Also eine weiter Anprobe der Masten.

      


    Scheint so, also könnte es passen. :)

    Jetzt nur noch 5 Rahen und dann "nur noch" den Besanmast bestücken.


    Bis demnächst

    Ulli





  • ... DAS Eselshaupt?


    Schön, mit den abgefierten Rahen von Obermars- und Oberbramrahen. Die Stellprobe gibt schon einen Eindruck, wie das fertige Modell mal wirken wird :thumbsup:


    Viele Grüße,

    Klaus

    »Das muss das Boot ab können!»

  • Hallo Klaus,

    danke für das "das".

    Meine schlauen Bücher vermeiden den Artikel. Man könnte auf den Gedanken kommen, dass die auch nicht wissen, welcher richtig ist. :P


    Viele Grüße

    Ulli

  • Hallo zusammen,


    endlich ein kleiner weiterer Fortschritt.

    Alle Masten sind soweit bestückt und der Fockmast jetzt, nach längerer familiärer Diskussion an Ort und Stelle. (Wo beginnen?... am Besan- oder am Fockmast ? ?( ...egal, in jedem Fall wird es jetzt schwierig mit dem Takeln)



    Peter hat für diese Arbeiten einfach das bessere Augenmaß. :)


    Für mich stellt sich jetzt mal wieder die Frage, wie genau möchte ich ins Detail gehen.

    Beim virtuellen Rundgang über die Peking entdecke ich immer wieder Details, die so auf der Passat und im Baubogen nicht vorhanden sind.

    Der Anker aus dem Baubogen der Passat unten rechts ist etwas einfacher und kleiner,

    der Anker der Peking oben links, ist etwas größer und mit einem Schekel an der Ankerkette befestigt.


    Bei der Passat liegt der Anker auf einer schrägen Holzablage, bei der Peking liegt er auf drei Blöcken mit Schlössern.


    Der Krandavit wird auf Deck mehrfach an Ösen mit Grundplatten verzurrt. Jetzt aber nur erst mal an einer, damit Platz zum einhängen des Ankers bleibt.




    Mal wieder Kleinstarbeit, die am Schluss niemand außer uns beiden sieht. Aber weglassen geht einfach nicht. :D


    Jetzt den Anker einhängen:



    und ...


    passt..... :thumbsup:


    Jetzt nur noch den Davit mit Taljen bestücken und an allen anderen Ösen verzurren.


    Bis dann

    Ulli

  • Moin, moin Ulli,


    eines kann ich dir jetzt schon sagen....das wird ein ganz, ganz tolles Modell :thumbup: . Und mache dir das mit dem jeweiligen Rüstzustand nicht selbst so schwer. Obwohl Schwesterschiffe, waren PEKING und PASSAT selbst im Neuzustand wohl nicht gleich. Auch sogenannte Schwesterschiffe sind eigentlich immer - jedes für sich gesehen - Einzelanfertigungen. Ausrüstungsstände ändern sich häufig.....zwischendurch und bei jeder Werftliegezeit. Der eine Kapitän will das so....der andere genau anders herum..... ^^ ! Und das alles über diese "hundert Jahre". Grundlage ist der Bogen der PASSAT....du baust aber die PEKING im jetzigen Restaurierungszustand......da muss viel improvisiert werden, was der Bogen dafür nicht enthält oder anders darstellt. Und du machst das super!!!!!


    Gerade so ein Anker.....das ist ein prüfpflichtiges Gerät.....der Prüfer kommt und stellt fest, dass der Anker verbogen ist und Risse hat.....eine Instandsetzung schließt er aus. Also neuer Anker.....eine identische Größe ist nicht beschaffbar, also einen mit einem längeren Schaft gekauft......dafür muss aber nun an Deck die Lagerung angepasst werden.....und...und...und....da ist man mit dem Schnellboot in der Werft, aufgrund einer Kampfwertsteigerung wird irgendwo eine elektronische "Kiste" angebaut.....ein halbes Jahr später stellt die Aufsichtsbehörde (Techn. Überwachung) fest, dass die "Kiste" dort am jetzigen Einbauort nicht mehr sein darf aufgrund der Änderung einer Betriebsschutzvorschrift......die Kiste wird fünf Meter versetzt und woanders angebaut. Wieder ein halbes Jahr später stellt man fest, dass sich die elektronische "Kiste" nicht bewährt (an Land hat zwar alles gut funktioniert, aber im harten Seebetrieb nicht.....) und man hat sich hierfür inzwischen eine andere Lösung ohne diese "Kiste" ausgedacht........das Marinearsenal kommt an Bord und baut die Kiste wieder ab....... :D ......so ist das wahre Leben. Und dann kommt zwanzig Jahre später der Modellbauer, hat auf dem Zeitstrahl vier Fotos.....das erste Foto ohne "Kiste".....das zweite Foto mit der "Kiste" am ersten Einbauort......das dritte Foto zeigt die Kiste am veränderten Einbauort und das vierte Foto zeigt wieder überhaupt keine "Kiste"......in der Folge hat dieser Modellbauer schlaflose Nächte, weil er sich nicht entscheiden kann, ob er überhaupt die "Kiste" berücksichtigen soll und wenn ja, an welchem Einbauort.......


    Von daher sehe ich z.B. dem Ausrüstungsstand meiner STAVENES sehr gelassen entgegen......den lege ICH fest....und zwar so, dass das für MICH gut aussieht!


    Gruß von der Ostsee

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Hallo Andi,


    ich freue mich schon darauf, mit dir und allen anderen darüber zu diskutieren.

    "Was macht ein gutes Modell aus..... weniger oder mehr... ?"

    Am Ende zählt wohl der Gesamteindruck, aber während der Arbeit möchte man doch so gerne alles noch so genau wie möglich bauen.

    Jeder Betrachter sieht, dass was sein Auge sucht.

    Aber eigentlich bauen wir alle unsere Modelle für unsere Augen.

    Bei uns in Remseck für meine und Peters und dann - beim nächsten Workshop bei uns oder in der Schweiz - wieder für speziel deine.


    Viele Grüße

    Ulli

  • Hallo Hajo,

    Und dann kommt zwanzig Jahre später der Modellbauer, hat auf dem Zeitstrahl vier Fotos.....das erste Foto ohne "Kiste".....das zweite Foto mit der "Kiste" am ersten Einbauort......das dritte Foto zeigt die Kiste am veränderten Einbauort und das vierte Foto zeigt wieder überhaupt keine "Kiste"......in der Folge hat dieser Modellbauer schlaflose Nächte, weil er sich nicht entscheiden kann, ob er überhaupt die "Kiste" berücksichtigen soll und wenn ja, an welchem Einbauort......

    klasse, das Leben und Sterben eines Ankers :D


    Jetzt könnte ich mal wieder mit meinen Recherchen über die Restaurierung der Peking aufwarten..... aber im Grunde genommen ist bei unserem Hobby nur eines wichtig: Spass :D (an der Arbeit und am fertigen Modell)


    Viele Grüße

    Ulli