Peking 1:250 Passat Verlag

  • Hallo zusammen,


    ein neues Großprojekt, anlässlich unseres virtuellen Treffens ab 28.12.2020, der [27.12 - 30.12] - digitale Kartonmodellbautage zwischen den Jahren

    auf Kiel gelegt, die Peking:



    Am 25.02.1911 lief die Peking als Schwesterschiff der Passat bei Blohm und Voss vom Stapel und segelte im Dienst der Reederei Laeisz bis 1932, zwischen Hamburg und Südamerika, um Salpeter nach Europa zu bringen. Ab 2017 wurde das Schiff aufwendig in Deutschland restauriert und am 7.09.2020 mit einer großen Parade im Hamburger Hafen der Öffentlichkeit präsentiert.


    Nachdem ich bereits mehrere kleinere Halbsegler (die Komet von Michael Bauer, die Imperator von Imogen, und die Meteor aus dem Passatverlag) gebaut habe, möchte ich mich nun an ein Großprojekt wagen. Mut gemacht hat mir, dass wir bei unserem letzten Treffen im Mannheimer Technoseum die Preussen in 1:250 (auch Passat Verlag) in natura bewundern konnten, gebaut von Axel Pfannenschmidt.
    Seinen sehr aufschlussreichen Bericht bei uns im Forum habe ich die ganze Zeit über mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Preußen, Passat-Verlag 1:250


    Die Peking kann aus dem gleichen Bogen des Passat Verlages gebaut werden, wie die Passat. Da dieser Baubogen jedoch schon seit längerem vergriffen ist, hatte ich das Glück, dass Robi uns hier unterstützt hat und so kann ich jetzt dieses Schiff in der neu gestalteten Form nach der Restaurierung versuchen zu bauen.


    Im Vorwort zum Baubogen werden der Werdegang und die Umbauten an beiden P-Linern genau beschrieben. Dabei wurde 1926/1927 das Poopdeck um 10 Meter verlängert, um Unterkünfte für die Kadetten zu schaffen, denn beide Schiffe wurden als Schulschiffe verwendet. Diesen Bauzustand bildet Henning in seiner Konstruktion ab.

    Für mich stellt sich nun die Herausforderung, die farbliche Gestaltung der Bogens, auf die der jetzt restaurierten Peking anzupassen.

    Als Grundlage hierfür nehme ich drei Bücher und die Filme der Stiftung Hamburg Maritim:



    Beim Bau des Spantengerüstes wurde mir schnell klar, dass hier einige Hilfsmittel anderer Art zum Einsatz kommen müssen.:D

    Einen Rumpf aus Papier mit vier Masten zu bestücken und dann noch 18 Rahen und 2 Gaffeln daran zu befestigen, kann nur mit guter Planung gelingen. Axel hat bei seiner Preussen die Grundplatte verstärkt und Bleigewichte in den Rumpf eingearbeitet.

    Ich habe für den Rumpf die Grundplatte dreifach verstärkt und am Heck und Bug (mangels Blei) mit jeweils zwei M 10 Muttern beschwert (passen genau :P). Die Seitenwände werde ich dann entsprechend anpassen.



    Das Deck habe ich zunächst mit den Originalen aus den Baubogen als Grundlage aufgeklebt und dann alles gut durchtrocknen lassen.....


    Bis bald

    Ulli

  • Moin, moin Ulli,


    das sieht doch alles sehr exakt aus :thumbup:.....deine digitale "Flucherei" kann ich da gar nicht wiedererkennen. Und da habe ich doch tatsächlich Peters Lieblingslüfter der SHIELDHALL auf der Schneidmatte entdeckt......die werden auch werden....ganz sicher!


    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Robert Hoffmann

    Changed the title of the thread from “Peking 1:250 Passa Verlag” to “Peking 1:250 Passat Verlag”.
  • Hallo Ulli und Peter,


    ich verfolge Eure Bauberichte immer mit größtem Interesse.

    Da ihr sehr viel recherchiert und auf viele Deatils bei euren Modellen

    wert legt, habe ich zum Thema Großsegler evtl. etwas beizusteuern.


    Bei Interesse Kontaktaufnahme bitte per PN.


    Gruß Jürgen

  • Hallo ihr Beiden,


    mit dem P-Liner habt ihr euch ein schönes Modell ausgesucht. Ich kann mich noch sehr gut an die Vorstellung des "Neuen" Verlages, damals in Bremerhaven im DSM erinnern. Ich denke es war 1995 beim 7. Treffen im DSM als der Passat-Verlag sich vorstellte und einfach andere Wege beschreiten wollte, als der Möwe Verlag. Immerhin war ja Aki Schulze bis zu diesem Zeitpunkt (1994) noch beim Möwe Verlag tätig und hat ganz fleißig das Informationblatt über die Verlagsneuheiten bei Möwe und was sonst noch in der "Pipe" war angekündigt. Aber schon damals hat man gemerkt, die Zeit der großen Verlage und der Zehntausender Auflagen und mehr, ist vorbei.

    Ich kann mich auch noch gut erinnern, dass ein Jahr später die ersten Passat/Peking Modelle gebaut vorgezeigt wurden.

    In einem Vortrag hat unser Altmeister Richard Petersen eine sehr schön gebaute Passat im Auditorium des DSM vorgestellt. Leider habe ich damals keine Bilder gemacht.

    Es war zum Treffen im April 1996..


    Viel Erfolg beim Weiterbau


    Euer Werner

  • Der Passat-Verlag wurde 1992 gegründet. In diesem Jahr erschien mit PASSAT/ PEKING auch unser erstes Modell. Es war geplant für den Möwe-Verlag, was man daran sieht, dass anstelle des Möwe-Titelkastens weitere Details eingebracht wurden. Während meiner Konstruktionsarbeiten hat sich die Auseinandersetzung zwischen S. Wolter und J.Schulze so verschärft, dass Aki Schulze seinen eigenen Verlag gegründet hat und der Modellbaubogen bei Passat herausgekommen ist.

  • Hallo Henning


    danke für die zeitliche Korrektur ...es ist eben schon so lange her. Ich war 1991 zu ersten mal auf Einladung von Aki Schulze im DSM zum Treffen in BRV


    Gruß Werner

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für die breite Unterstützung durch :thumbup:'s für dieses Projekt.

    Ja Werner, diese Schiffe sind einfach eine Augenweide aber auch eine echte Herausforderung für die Bau-herrn (-damen).

    .....deine digitale "Flucherei" kann ich da gar nicht wiedererkennen. Und da habe ich doch tatsächlich Peters Lieblingslüfter der SHIELDHALL auf der Schneidmatte entdeckt.

    Ja ja HaJo,

    wir haben so einiges in den letzten Abenden/Nächten online gemeinsam durchlebt/durchlitten/durchflu....

    Philipps Bau der "Point Stuart", Weihnachtsgeschenk von Kartonbau.de und Imogen, Renes Bau des Fahrwerks der Lightning , dein Weiterbau an der Gotthilf Hagen, Jost mit der Nina und Johannes mit der Mellum...u.a.


    Und bei uns die "spannende" Frage nach dem Mastfall der Peking.:P


    Manchen wird es wundern, wie man mehrere Stunden auf der Suche nach dem richtigen Winkel (3 oder 7 Grad oder dazwischen) verbringen kann. Aber diese Frage mussten wir schon beim Bau des Spantengerüstes klären, da wir im richtigen Winkel eine Verstärkung auf der Bodenplatte einbauen mussten.

    Nach deinem entscheidenden Hinweis und der gemeinsamen Auswertung aller vorhandenen Fotos, haben wir uns auf ungefähr 3 bis 5 Grad Neigung geeinigt und in den Rumpf Aluhülsen zur Sicherung der Masten eingebaut.



    Heute habe ich mir die Filme über die Restaurierung genauer angesehen und siehe da..:!::!::!: ...diese Frage war auch eine zentrale Frage beim Wiederaufbau des Schiffes.

    Hier der link zu diesem Film:https://www.google.com/url?sa=…Vaw23qQ01m6P3CnmUNpNAVyHT


    Joachim Kaiser erklärt hierin, dass die Masten aller Schiffe in unterschiedlichen Winkeln zum Heck hin geneigt sind und waren. Beginnend mit dem Fockmast 1,5 Grad, hat jeder folgende Mast ungefähr 1,5 Grad mehr Fall. Den stärksten Fall hat immer der Besanmast, bei der Peking sind es ungefähr 5 Grad. Anscheinend hatte das schon immer gestalterische Gründe. Bereits zu Zeiten der Koggen, hatte man festgestellt, dass es nicht gut aussieht, wenn alle Masten parallel stehen.


    Schönen Abend


    Ulli






  • Hallo Ulli

    Es gibt auch einen sehr schönen BB im Blog von Jabietz. Vielleicht auch interessant.

    Gruß Peter

    Papier ist geduldig, ich werde es auch noch lernen

  • Moin Zusammen;

    die drei Bücher liegen auch in meinen Regal. Aber ich habe ein weiteres Buch gefunden was so nicht mehr einfach zu bekommen ist. Ich meine es sind nur 1.000 von den kleinen Büchern verlegt worden.


    Es handelt sich dabei um die

    " Bauvorschrift eines stählernen-Viermast-Bark-Schiffes für F. Laeisz, Hamburg "


    Es ist ein Nachdruck und für Nachbauer sehr gut geeignet.


    Darunter ist auch eine Zeichnung des Haupstants und eine Detailzeichnung vom Ankergeschir.

    Es ist eine wahre Fundgrube.


    Eine Bauvorschrift war das Schanzkleid


    Ich werde mal den Anfang zitieren:

    " SCHANZEN: des Hauptdecks aus 6/20" Stahlplatten, welche 5`hoch über des Stringer geführt werden und in den Zwischenräumen von 6`3" durch Wulststahl von 6 1/2 " x 2/5" verstrebt sind.....


    ARBEIT: auf das exakteste auszuführen, scharfe Ecken sind möglichst überall zu vermeiden.


    MODELL: es ist ein Halbmodell zu liefern.


    MATERIALSTÄRKEN: .... werden in der vom dem Engl. Lloyd und Germanischen Lloyd vorgeschriebenen Stärke angebracht ....

    Sämtliche Interkostals sind so weit als möglich von vorne bis hinten durchzuführen.

    Schergänge werden mitschiffs 1/3 Länge um 1/2" stärker als die Regeln vorschreiben.


    VERNIETUNG: Der Hauptdeck-Scheergang und der Gang unter dem selbigen erhalten dreifach genietete Stoßbleche und zwar doppelte für 3/4 bzw. halbe Länge und einfache an den Schiffsenden.

    Der Kielgang erhält dreifach genietet einfache Stoßbleche für die ganze Länge. Alle übrigen Außemhautplatten werden in den Stößen überlappt genietet und zwar überall dreifach .... ."


    Nun habe ich alle ein wenig verworren

    Sonst einfach mal fragen.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Moin zusammen,

    der von Arne erwähnte Nachdruck ist derzeit noch bei der "Stiftung Hamburg Maritim" zu bekommen. Lohnt sich wirklich...

    Beste Grüße

    Fiete

  • Hallo Arne,


    vielen Dank für deine Recherche.


    In der Dokumentation über die Viermastbark Passat aus dem DSM ist die Bauvorschrift der Passat im Original abgedruckt. Da die Peking sich nicht groß von der Passat unterscheidet, kann ich mich wohl darauf stützen. (Einige Hinweise auf Unterschiede bei diesen beiden Schiffen sind dort auch enthalten.)


    Beim Schanzkleid habe ich mich entschieden, nicht die Vorlage aus dem Baubogen zu verwenden, sondern zunächst alles ohne Aufdrucke zu doppeln.

    Die Holzauflage auf den Stahldecks habe ich versucht farblich anzupassen:



    Viele Grüße

    Ulli

  • Moin Ihr beiden.


    ich hätte ja auch gerne mit Euch im Videochat weiter mitgelitten, aber Dienstpflichten gingen leider vor. Wie ich sehe, hast du jetzt doch das Deck digital bearbeitet, es hat deutlich davon profitiert. Ich bleibe dran, auch wenn ich mich gerade mit eigenem Gefussel rumschlage.


    Liebe Grüße

    Robi

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.


    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.


    I´m a Billiever, #17, Go Buffalo

  • Hallo Robert,

    ... Wie ich sehe, hast du jetzt doch das Deck digital bearbeitet,

    ja, um aus der Passat die frisch restaurierte Peking zu machen ist allerhand Computerarbeit notwendig.

    Unser Canon Pigmentdrucker wollte den Farbton des Holzdecks einfach nicht ausspucken. Zum ;(;(;(

    Aber jetzt ist es mir mit einem anderen Tintenstrahldrucker doch recht ähnlich gelungen.



    Schönen Abend

    Ulli

  • Moin Ulli,


    ich musste ja leider zwischen den Jahren arbeiten und konnte so leider nicht aktiv am virtuellen Treffen teilnehmen, was mich an der passiven Teilnahme jedoch nicht gehindert hat. Ich habe euch gebannt zugehört und mich hier und da sehr amüsiert. Zu gerne hätte ich beim Videochat mitgemacht und meine Geco Scorpio gemeinsam mit euch fertig gestellt. Vielleicht gibt es ja mal wieder so eine Möglichkeit.


    Bei mir ist der Bau meiner Passat schon etwas länger her und damals war ich auch noch nicht so genau beim Modellbauen wie heute. Einen Bericht habe ich damals nicht gemacht, weil Andreas (Jabietz) damals parallel zu mir die Passat gebaut hat. Ich habe damals nur Galerie Bilder veröffentlicht.


    Du machst Dir ganz schön Arbeit mit Deiner Peking und der digitalen Nachbearbeitung des Bogens. Macht aber auch Spaß, den Computer mit in das Hobby einzubringen und Modelle so nachzubearbeiten, wir es einem passt.

    Freue mich auf den weiteren Fortschritt Deiner Peking.


    Gruß

    Christof

  • Hallo Ulli !


    Was die Decksfarbe anbelangt, hast du 30 Jahre nachdem ich PASSAT/ bzw. PEKING gezeichnet habe, einfach bessere Karten. Damals spielte sich die Auswahl der Decksfarbe so ab, dass man mithilfe von Fotos versuchte, herauszubekommen, welche HKS-Farbe dem am nächsten kommt. Ich hätte damals auch gern die Möglichkeit gehabt, das CMYK- Farbmodell systematisch zu variieren, bis die Farbe stimmt. Aber das ist leider auch nur eine Momentaufnahme. Das rosig-braune Deck des Fotos wird sich im Laufe der Jahre eintrüben.


    Ich wünsche dir viel Erfolg und Spaß !


    Henning

  • Hallo Henning,


    ja heute gibt es einige tolle Möglichkeiten die Farben per Bildbearbeitung zu gestalten. Ursprünglich hatte ich mir vorgestellt, eines Tages die Passat mit allen Alterungsspuren des Jahres 1927 zu bauen. So ähnlich, wie auf dem Farbfoto aus dem Jahr 1957.



    Nachdem aber die Peking zurück nach Hamburg kam und so top restauriert wurde, habe ich diesen Plan verworfen.

    Jetzt wird es die Peking. Schön dass der Bogen beides ermöglicht.


    Derzeit ist das Deck des Originals für meinen Geschmack etwas zu stark restauriert.


    Mit den Jahren wird sich das aber verändern.

    Mein Papiermodell wahrscheinlich auch, beides unterschiedlich.


    Viele Grüße

    Ulli

  • Moin Zusammen;


    die Decksplanken wurden mit Bimssteinen und Leuwagen gescheuert.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



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  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für die vielen likes und die Hinweise. Ja Helmut, bei Papiermodellen ist schrubben nur in Ausnahmen angesagt - wenn es sehr alt aussehen soll. Derzeit beschäftige ich mich aber damit, mein Schiff auf "nagelneu" zu trimmen.


    Vielen Dank Christof, die Bauberichte von Axel und und Andreas habe ich schon aufmerksam gelesen.


    Bis jetzt haben alle Bauteile so gut gepasst, dass ich nur die Farben, nie die Konstruktion verändert habe, daher benötige ich die Erfahrungen aus den Bauberichten erst später.


    Mein Baufortschritt bis heute:

    Beim Rumpf habe ich natürlich die Bullaugen ausgeschnitten und hinterlegt:

    Mit viel Geduld und ausreichend Trocknungszeit, lässt sich der Rumpf gut anbringen. Im Baubogen ist auch bereits genügend Zugabe vorgesehen.


    Danach habe ich das Schanzkleid, die Schandeckel und Rumpfverzierungen angebracht. Hierbei habe ich mich am Hamburger Original orientiert, Kleinigkeiten aus dem Baubogen weggelassen, anderes hinzugefügt.



    Jetzt sieht der Rumpf so aus:


    Am Heck haben wir das Ruder getrennt angesetzt,...


    am Bug versucht die Zierrosette nachzubilden es fehlt nur noch das weiße Schild mit der Aufschrift "FL" den Initialen des Schiffseigners Ferdinand Laeisz. Die weiße Zierde aus dem Baubogen gehörte wohl nicht zur Peking: Viermastbark PEKING - ein Rundgang mit Joachim Kaiser - YouTube




    Die Deckshäuser und Ladeluken habe ich wieder farblich angepasst.


    Aufkleben werde ich sie erst später, da ich zunächst die Nagelbänke und die Fußpunkte der Wanten und Pardunen setzten muss.


    ...bis bald

    Ulli

  • Virtueller Rundgang ab jetzt möglich


    Moin Zusammen,


    nun hat man auch die Möglichkeit die " PEKING " virtuell zu besichtigen.


    Hafenmuseum Hamburg, Hamburg, Deutschland — Google Arts & Culture


    Viel Spaß beim schauen.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



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  • Hallo Arne,


    vielen Dank für den Link. Jetzt kann ich viele Details durch zoomen und drehen genauer erkunden, als auf den Fotos in meinen Büchern.(z.B. die Befestigung der Ladelukenabdeckungen mit Holzkeilen usw.)

    Außerdem sind viele interessante Berichte direkt über diese Startseite zu erreichen.

    Gerade bei den historischen Aufnahmen habe ich einige sehr interessante gefunden, die ich noch nicht kannte.

    Die Arbeiten an der Präsident nähern sich dem Ende, dann werde ich weiter über den Bau der Peking berichten.


    Bis bald

    Ulli

  • Moin Ulli;

    Ihr meint bestimmt die Schalkkeile.


    Die Luken wurden ja bekanntlich mit Holz abgedeckt. Danach wurde das ganze mit einer schweren Persenning abgedeckt.

    Um das gante dann auch wasserdicht zu bekommen hat man in der Lukenbank Keile zwischen Persenning und Steg eingeklemmt.


    Heute ist es bei den modernen Hatches von Schiffen so, das man Scheerstöcke ( Gewindestangen mit Knebel einsetzt). Ist schon lange her das ich mit sowas gedanklich wieder auseinandersetzt.


    Mein Patenonkel; der die Seemannschaft auf der " PAMIR " gelernt hat, hat mir oft davon erzählt.

    Es war eine harte und schwere Arbeit und dann rum ums Horn.


    Er hat am vorletzten Törn abgemustert und ist dann zur Steuermannschule gegangen. Danach sehr viele Jahr als Steuermann gefahren und über die Werft zum Werftschlepper.


    Ich weiss das Wilfried auch über das Thema Luken geschrieben hat. Irgendwo in der Welt des Forums müsste was sein.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



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  • Hallo zusammen,


    nachdem die beiden Präsident's soweit fast fertig sind und auch das Mannheimer Wahrzeichen ganz ansehnlich wurde, kann ich endlich wieder an der Peking arbeiten. Die Ladeluken habe ich mit Halterungen für die Holzkeile versehen:



    Persenning werde ich keine anbringen. Die Holzoptik finde ich schöner, das Schiff liegt ja im Hafen.:)


    Um die Positionslaternen mit ein paar Kleinigkeiten dem Vorbild anzupassen



    hat es etwas gedauert, aber so kann ich sie wohl später montieren.



    Bis demnächst


    Ulli

  • Hallo,

    rattenscharf ist noch zu wenig ausgedrückt. Wenn man bedenkt wie groß zbw. klein das im Modell ist, dann kann man nur den allertiefsten Kötau machen.

    Ulrich

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank an alle. :)

    Ob es sich wirklich lohnt, all diese Details auszuarbeiten, weiß ich noch nicht. Schließlich wird man im Endzustand hauptsächlich die Takelage, Segel und Masten sehen. Aber der Baubogen liefert passgenau alle Vorlagen zu allen Bauteilen. Ich muss nur farblich ein paar Anpassungen vornehmen und kann mich dann auf die Ausarbeitung der Kleinigkeiten konzentrieren.

    Da zu jeder Ecke dieses Schiffes ausführliche Filme existieren, kann es leicht passieren, dass dieses Projekt ein "Jahrhundertprojekt" wird.

    Hier noch als Ergänzung den Link zum Bericht über die Leuchttürme.

    [External Media: https://youtu.be/vCg2bJj_HKc]
    [/media]


    Bis bald

    Ulli

  • Moin Ihr Beiden;

    moin Zusammen;


    doch das lohnt sich auf jeden Fall.

    Eine Abwicklung ist ja im Film zu sehen.


    Viel Spaß beim Weiterbau !

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

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    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Hallo zusammen,


    auf dem Hochdeck habe ich jetzt die Schanzkleidstützen und die Nagelbänke angebracht, ebenso wie die Luken.


    Dabei viel mir auf, dass die Luken der Peking, auch im Original etwas anders waren, als die auf der Passat. (Auch auf den alten Fotos)

    Aber in jedem Fall versuche ich dem jetzigen Bauzustand nahe zu kommen. (Die scheußlichen Aufzüge lasse ich aber dennoch weg.)

    Das Kartenhaus sah farblich im Original Baubogen so aus:


    Und so mein farblich der renovierten Peking angepasstes Kartenhaus.




    Hier noch der Link zu den Renovierungsarbeiten am Kartenhaus in Hamburg.

    [External Media: https://youtu.be/-IzyFdvSEDo]


    Bis bald

    Ulli

  • Moin Ulli;


    Du dürftest doch schon Besitzer des kleinen Nachdrucks der Bauvorschrift sein, das kleine Faksimile. Dort könnte auf jeden Fall, wenn nicht sogar ganz sicher was von den Luken und dem Kartenhaus stehen. Außerdem sind Zeichnungen und mehr in der Ausgabe zu finden.


    So einen Bauvorschrift kann sehr lesenswert sein.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

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    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Das mit den Farben, das war 1992 nicht so einfach. Farben kosteten beim Druck mit HKS-Farben viel Geld, weil jede weitere Farbe einen weiteren Druckvorgang zur Folge hatte. Außerdem musste der Konstrukteur darauf achten, dass die Farben auf möglichst wenige Bögen konzentriert werden. Heute ist das mit dem Vierfarbdruck (CMYK) kein Problem mehr.

  • Hallo Henning,


    die Farben auf dem Bogen spiegeln meines Erachtens auch den Zeitgeschmack der 90er wieder. Für uns "Landeier" war witterungsbeständiges Holz nun mal dunkelbraun. Ob maranti-, mahagoni- oder teakfarben war mir lange nicht wichtig. Viel wichtiger, war und ist die Passgenauigkeit des Bogens und der Detailreichtum und das ist alles top.

    Erst jetzt durch die vielen digitalen Medien entstehen ungeahnte Vergleichsmöglichkeiten. Aber auch die Möglichkeiten der eigenen digitalen Gestaltung.

    Schade nur, dass dieser Bogen beim Verlag ausverkauft ist.


    Schönen Abend

    Ulli

  • Nee, Ulli, mit dem Zeitgeschmack kann ich dir nicht zustimmen. Die Farben festzulegen war ein undankbarer Job, weil man einerseits die große HKS-Palette mit vielen, vielen Brauntönen hatte, man aus Kostengründen aber maximal zwei Brauntöne verwenden durfte. Selbst ein Aufhellen war aufwendig, weil es einen eigenen offset-Vorgang nach sich zog. Womit du aber Recht haben könntest, ist, dass viele Druckerzeugnisse aus damaliger Zeit farblich etwas ärmlich waren.


    auch euch schönen Abend

    Henning

  • Hallo zusammen,


    das schlechte Osterwetter beschleunigt meinen Baufortschritt.

    Lauter Kleinsteile, die Kamera kommt hier leider an ihre Grenzen. z.B. bei den Nagelbänken:




    Aber auch bei den Winden.

    Auf dem Hochdeck gibt es zwei Fallwinden und eine Brasswinde. Diese wurden eingesetzt um das Brassen der Rahen um die Mastachse zu erleichtern. Auf der Sedov und die Krusenstern sind solche Winden noch heute im Einsatz. Drei Rahen eines Mastes können durch zwei Männer gleichzeitig geholt und gefiert werden. Die oberen Rahen müssen aber immer noch mit Taljen gebrasst werden.

    Erfunden wurde diese Brasswinde 1890 vom Kapitän J.C.B. Jarvis. Da beim Brassmanöver bei schwerem Wetter immer wieder die Mannschaft in Lebensgefahr geriet, sah er die Notwendigkeit diese Arbeit durch einige technische Neuerungen zu vereinfachen. So erfand er eine Brasswinde mit drei Trommelpaaren, mit deren Hilfe drei Rahen eines Mastes gleichzeitig gebrasst werden konnten. Trotz der Möglichkeit die Mannschaft zu reduzieren und damit Kosten zu sparen, wurde diese Erfindung in England zunächst nicht eingesetzt. Erst Leisz erkannte deren Potential und setzte sie auf der Preußen 1897 erstmals und schließlich ab 1901 auf allen seinen Seglern ein. (Gebaut wurden sie von Wetzel & Freytag)


    Für die Marsfall- und Bramfallwinden habe ich natürlich einiges gelasert.




    Ebenso bei der Brasswinde:




    Die Gangspille habe ich nur ein wenig verfeinert:




    Schönen Abend.


    Ulli

  • Hallo zusammen,


    langsam aber sicher füllen sich die Decks. Die Doppelsteuerräder auf dem Hochdeck und dem Poopdeck sind fertig.


    Das Hauptsteuerrad vor dem Kartenhaus mußte bei der Restaurierung der Peking komplett neu gebaut werden.



    Der Notsteuerstand konnte aufwendig restauriert werden:


    Aus der Bauvorschrift der Passat geht hervor, dass die 6 Fuß (zirka 180 cm) großen Steuerräder aus Teak gefertigt waren und Fußgrätinge beidseits hatten, damit der Steuernde genügend Sichtfreiheit erhielt. Mittschiffs hatte der Steuerapparat zwei Bremsscheiben mit Trittbremsen. Zunächst war die Hilfssteueranlage unter dem Poopdeck angebracht, wurde dann aber durch den Umbau auf das Deck verlegt.

    Hinzugekommen ist jetzt auch das Haus über dem Niedergang, welches bei der Passat und bei der Peking unterschiedlich geformt war.


    Was jetzt noch fehlt ist jeweils ein Kompass vor den Steuerrädern und einer mittschiffs. Leider sind diese auf der restaurierten Peking noch nicht zu sehen, so werde ich mich hier, wie auch bei den Steueranlagen, an die Vorlagen aus dem Baubogen halten.


    Bis bald

    Ulli

  • Hallo zusammen,


    die Kompasse sind noch in Arbeit, aber die Lüfter sind jetzt schon fertig.

    Das Schiff hatte 6 "Ventilatoren" für die Laderäume laut Bauvorschrift. Sie wurden aus verzinntem Eisen gefertigt und sollten in der Nähe von Aufbauten genügend über diese "herausragen". Um so mehr habe ich mich darüber gewundert, dass zwei der Windhutzen direkt hinter Masten auf dem Hauptdeck stehen. Eine steht sogar wie eingeklemmt zwischen Brasswinde und Mast.

    Für die Peking wurden einige Windhutzen 2019 aufwendig restauriert, die restlichen neu gefertigt und viermal mit verschiedenen Grundierungen und Lacken beschichtet.


    Um die Wölbung hervorzuheben, habe ich auf die Trichter dünne Ringe aufgeklebt


    und alles "lackiert".


    Vier der Lüfter auf dem Hochdeck:



    Schönen Abend


    Ulli