[Baupause] Ulmer Münster, Schreiber-Verlag, skaliert auf 1:250, modifiziert

  • Schönen guten Morgen,


    modellschiff : dann aber eher ne sowjetische Rakete ;), die waren ja auch in früheren Zeiten recht abenteuerlich gebaut, wie die Mondrakete N1, die in ihren vier Testflügen jeweils in einem riesigen "Bumm" endete.



    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/N1_(Rakete)



    Danke allem Likern!:):)


    Gestern kamen die rund um die Glockenstube anzubringenenden Fialen an die Reihe. Diese sind in leicht leistungsgesteigerter Version gebaut worden, da der Bogen wieder nur oben offene Quader vorsah. Die in Richtung Kirchenschiff anzubringenden Fialen sind weniger tief ausgeführt und schmaler.


         


    Montiert:




    Damit endet nun der Turmbau an dieser Stelle, es geht mit dem Kirchenschiff weiter, wobei ich Anteile des Innenbereichs nachbauen werden, die Einfluss auf die Ausleuchtung haben werden. Lasst Euch überraschen.


    Danke jedenfalls nochmal an dieser Stelle für Eure Begleitung und Wertschätzung dieses Baus!:):)


    Liebe Grüße

    Peter

  • Na, jo ganz abwegig ist die Idee mit der Rakate nicht. Denn die Türme wurden im Mittelalter als Wegweiser für den Weg in den Himmel verstanden.

    Die Ulmer (generisches Maskulin), also die Frauen sind da mit gemeint, besitzen bis heute den höchsten Kirchturm der Welt. Höher noch als der Kölner Dom. Der höchste aus Ziegelstein gebaute Kirchturm steht in Landshut.

    Ulrich

  • Schönen guten Morgen Freunde,


    schreinerrainer1 und Hans-Joachim Möllenberg : ganz herzlichen Dank Euch zu Eurer Einschätzung dieses Modells^^^^

    modellschiff : yes, am ehesten die N1, finde ich



    Gestern habe ich mich nun daran gemacht, das Kirchenschiff zu bauen. Auch hier will ich natürlich im bisherigen baustil fortsetzen, d.h. Anpassung der Färbung und beibehalten des Ausstichelns und zurücksetzen der Fenster etc.


    Hier zunächst links der Vergleich Bogen/Modifikation, habe sowohl die Fensterfärbung dem Original angepasst, die Textur der Mauern fotorealistisch nachempfunden, als auch die gotischen Gewölbebögen eingezeichnet, damit das Hauptschiff und die Seitenschiffe originalgetreu zusammengeführt werden. Die Innen und Außenmauern sind jeweils auf 300gr Karton gezogen worden um die Stabilität einerseits zu erhöhen, aber die Lichtdurchlässigkeit andererseits zu unterbinden.

    Auf dem rechten Bild, der Vergleich Innenwand/Außenwand:


      


    Dann ging es ans heraussticheln der Gewölbe- und Fensteröffnungen bei beiden Mauerteilen,


      


    gefolgt von der Arbeit an den Fenstern selbst. Die "Scheiben" habe ich mittels Druck der fotografierten Originalcolorierung auf Prokyfolie hergestellt, die Rahmenstruktur der Fenster ist wie bereits beim Hauptturm durch heraussticheln von auf 300gr Karton geleimten Ausdrucken entstanden. Die Fenster werden hinter die Außenwand gesetzt, da sich die Simse tatsächlich innen in der Mauer befinden.


        


    Nach mehreren Stunden wars dann geschafft, die beiden Mauerseiten sind fertig:


      


    Damit gehts heute ans Verbinden beider Teile und an den Einbau im Modell.


    Liebe Grüße

    Peter

  • Schur Peter, das ist die höchste Form des Kartonbaues, die Fenster sind der Wahnsinn! Ich hoffe ich kann das Modell später mal im Original bewundern. Man kann sich immer nur aufs neue wundern, was für absolute, geniale Kartonmodellbauer der verschiedenen Baugruppen sich hier im Forum zeigen!

    Höchste Anerkennung, bleib gesund, mit freundlichem Gruß: Rainer.

  • Schönen guten Morgen Freunde,


    schreinerrainer1 : herzlichen Dank Rainer!:):)


    Ich danke auch allen Likern für die Daumen!:thumbup:


    Gestern Abend habe ich die beiden Seiten der Nordmauer zusammengefügt. Dazu habe ich Graukarton-Spanten verwendet, die die Gesamtdicke der Mauer auf die 6mm bringen, die die Klebemarkierung am Turm als Außenkante und die Innenkante des Stützpfeilers definieren.


    Längs- und Querstreben sorgen für gute Stabilität:


     


    probeweise Aufstellung:



    Die Fenstersimse, bzw. Laibungen habe ich nicht nachempfunden, da sie für den beabsichtigten Leuchteffekt keinerlei Funktion hätten.


    Als nächstes folgt die bereits vorbereitete Südwand.


    Liebe Grüße

    Peter

  • Guten Morgen Freunde,


    hoffe, Ihr hattet ein schönes und sonnendurchflutetes Wochenende - der Frühling scheint nun mit aller Macht zu kommen. :) Dankeschön für Eure Likes, die Ihr trotz Outdoorwetter dagelassen habt.:thumbup:


    Über das Wochenende ist in der Münsterbaustelle zumindest in den Abendstunden, wenn es dann doch frisch wurde, das ein oder andere vorangekommen.


    Zunächst habe ich den Boden des Münsters fertig gefliest, was vor dem Einbau der beiden Hauptschiffmauern natürlich noch erfolgen musste. Dazu habe ich den Chorraum um zwei Stufen höher gelegt, so wie es auch im Original der Fall ist.


      


    Danach kam der Bau der Südmauer an die Reihe. Nach eingehendem Studium des Bogens habe ich letztendlich eine komplett spiegelverkehrte Version der Nordmauer gebaut - daher auch die spiegelverkehrte Beschriftung der Klebeflächen. Erst bei den Außenmauern kommen dann leichte Unterschiede , die es zu berücksichtigen gilt.


      


    Im Anschluss daran erfolgte der EInbau der Nordmauer:




    Der Übergang zum Chorraum ist im Originalbogen natürlich durch eine einfache Kartonwand geschlossen vorgesehen, da der Einblick ins Modell ja nicht vorgesehen ist, hier habe ich mit Hilfe eines Bilds in den Chorraum hinein eine entsprechend angepasste Version gebaut, die neben der Textur auch den Spitzbogen, die zurückgesetzten Fensterreliefs und das Kruzifix berücksichtigt.


         


      

  • Der Einbau der Südmauer muss absolut parallel zur Nordmauer erfolgen, zu diesem Zweck ist das eben vorgestelle Übergangsteil zum Chorraum natürlich genau in der Breite von 6cm gebaut, wie sie am Turm gegeben ist. Gottlob passt die Fliesenstruktur in etwa zu den Säulen.:)


    Damit ist das Hauptschiff schonmal recht robust fertiggestellt, alle folgenden Bauabschnitte gruppieren sich nun darum herum.


      


      



    Da ich vorhabe, eine LED-Leuchtleiste oben unter das Dach zu setzen, habe ich die Gewölbebögen der Originaldecke als Vorlage genommen, um die beiden Seitenmauern miteinander zu verbinden und damit eine entsprechende Unterstützung zu bauen. Wird man zwar nicht mehr wirklich sehen können, war aber in der Konstruktion dieser teile eigentlich der einfachste weg:


      


      



    Damit wären wir beim jetzigen Bauszustand angekommen, viel Spaß beim Lesen und eine guten Wochenstart!:)


    Liebe Grüße

    Peter

  • Schönen guten Morgen,


    modellschiff: herzlichen Dank Ulrich, das eine geht sozusagen fließend ins andere über.:)


    Danke allen Daumendrückern, freue mich sehr über die rege Teilnahme und die dadurch gezeigte Anerkennung!:thumbup:



    Gestern habe ich begonnen, den Chorraum zu bauen. In bereits vorgestellter Vorgehensweise habe ich das Innere mit 300gr Karton belegt, um das Durchscheinen an ungewünschten Stellen zu verhindern und eine gewisse Tiefe der Fensterausschnitte zu erhalten. Der Deckel oben bleibt geschlossen und wird innen stumpf eingesetzt, dazu habe ich die Auskleidung der Wände einen Millimeter kürzer ausgeführt, damit sich so eine gute Montagekante ergibt - die Decke ist ebenfalls mit 300gr Karton verstärkt.


      


      

  • Die etwas rot/grau wirkende Farbgebung des Mauerwerks kommt übrigens daher, dass ich den Bogen beim Umskalieren und neu drucken auch farblich behandle, indem ich die Farbsättigung um 70% reduziere, was die recht grelle Farbgebung des Bogens der Realität deutlich näher bringt.


    Ich hatte ja bereits angekündigt, dass ich die Fenster so realitätsnah, wie möglich nachbauen möchte. Dazu habe ich im Rahmen einer "Fotosafari" jedes Einzelne fotografiert und seine Position im Münster dokumentiert, damit nix durcheinander kommt.


    Die Fenster unterscheiden sich nicht nur in den Motiven, die das Glas zeigt, sondern auch in der Strukturgestaltung, so dass teilweise zwei oder drei senkrechte Streben (= Stabwerk) und andere Muster in den oberen Bereichen im Spitzbogen (=Maßwerk) ausgeführt wurden. Für die, die sich dafür interessieren, hier ein interessanten Link zur Konstruktion gotischer Fenster: KLICK


    Hier am Beispiel der ersten beiden Fenser von in Blickrichtung Osten rechts beginnend:


    Original:



    Umsetzung im Modell:


         


    Original:



    Umsetzung im Modell:


        



    Auf diese Weise werde ich nun den Chorraum weiter verglasen, zur Zeit bin ich beim vierten Fenstern angelangt. Um Euch nicht mit der ganzen Fensterbaugeschichte zu langweilen, hier der derzeitige Zustand - mir war es nur wichtig zu verdeutlichen, dass jedes Fenster inidividuell gestaltet ist und sich auch, wenn bautechnisch für mich möglich, so im Modell dargestellt wird.



    Soviel bis dahin, schönen Tag allseits und viel Bauspaß!:)


    Liebe Grüße

    Peter

  • Hallo Peter

    Einfach nur Wahnsinn mit welcher Akribie und Vollendung du arbeitest.

    Kopierst du die Fenster von Bildern auf Folie? Wie gehst du da vor?

    Liebe Grüße Peter

    Papier ist geduldig, ich werde es auch noch lernen

  • Hallo Peter,

    [...]

    Kopierst du die Fenster von Bildern auf Folie? Wie gehst du da vor?

    [...]

    herzlichen Dank!

    Zur Vorgehensweise der Fenster:


    ich verwende genau die Originalfotos, die ich zum Vergleich gezeigt habe, entzerre die mit Photoshop in die richtige Form der Fensterausschnitte und drucke diese dann auf Overheadfolie. Dazu muss man das Ganze spiegeln, damit die bedruckte Fläche auch nach außen zeigt, was den schöneren Effekt gibt. Wenn man die Rückseite nach außen zeigen lassen will, kann man die Spiegelung auch weglassen.


    Das Zwischenergebnis sieht dann so aus:



    Liebe Grüße


    Peter

  • Moin Peter,


    das ist ja heller Wahnsinn, was Du da ablieferst. Da kann man sich als schiffbauender Grobmotoriker nur still und beschämt in die Ecke setzen.

    (Ich glaub, ich such mir ein anders Hobby...)


    Weiterhin gutes Gelingen wünscht

    Fiete

  • allo Peter,

    ich bin fasziniert von deinem Bau. Ich plane zur Zeit die Kathedrale von Chartres zu bauen und auch die Originalfester zu benutzen. Ich komme aber mit dem Ausschneiden der Fenster nicht so klar. Ich hbae nach 45 Jahren wieder angefangen zu bauen, deshalb vielleicht die kumme Frage: kannst du in wenigen Worten mir erklären was "aussticheln" ist?

    Ich verfolge deinen Bau weiterhin mit Spaß und Bewunderung.


    Wolfgang

  • Guten Morgen zusammen,


    [...]

    das ist ja heller Wahnsinn, was Du da ablieferst. Da kann man sich als schiffbauender Grobmotoriker nur still und beschämt in die Ecke setzen.

    (Ich glaub, ich such mir ein anders Hobby...)

    [...]

    Fiete : herzlichen Dank - aber bitte mit dem Hobby nicht aufhören, ganz im Gegentum (um es in den Worten von Danny Wilde zu sagen):)


    Wolf : ganz herzlichen Dank! Aussticheln bedeutet, dass ich mit Hilfe eines Skalpells die Strukturen herausstichele, also entweder mit langen sanften Schnitten arbeite, bspw. für die Streben, oder freihand mit Einzelsticheln die Ornamente oben herausarbeite, wobei ich für die verschiedenen kreisförmigen Ausschnitte immer den Screw&Punch verwende.


    Darf mich wieder für die vielen Likes und Klicks bedanken!



    Gestern stand, neben der Überwachung des Homeschooling meiner Kinder, die restliche Verglasung des Chorraums auf dem Plan:


    Fenster 5:


      


    Fenster 6:


      


    Fenster 7:


      


    Fenster 8 & 9:


         


    und zu guter Letzt noch einen Blick von innen nach außen - sozusagen:


  • Dann war es an der Zeit, das Thema Beleuchtung der Chorraums und des Kirchenschiffs in Angriff zu nehmen. Das Ganze Thema Innenbeleuchtung habe ich ja schon mal grob beschrieben, also dass ich zwei Stromkreise, einen für die Außen- einen anderen für die Innenbeleuchtung bauen will, die wahlweise getrennt oder auch zusammen angeschaltet werden können.


    Eigentlich hatte ich geplant die LED Leuchtbänder parallel zu schalten, bin aber dazu übergangen diese in Reihe zu belassen, da das für mich jedenfall löttechnisch einfach einfacher umzusetzen war. Das führte allerdings dazu , dass ich zwei Löcher für die Durchführung der Leuchtstreifen und Kabelage irgendwo reinschneiden musste - natürlich an optisch unverfänglichen Stellen, um den Strang dann so zu verlegen, dass die beiden Seitenschiffe, das Hauptschiff und der Chorraum entsprechend bestückt werden konnten.



    Hier die "Schaltskizze" in vereinfachter Form:


    Quelle: das bereits zitierte Buch - Umschlaginnenseite


    Vorbereitungen/Einbau:


      


    Bau der LED-Streifen-Halterung - hier verwende ich zusätzlich silberne Alufolie, um das Licht besser zu vertzeilen, sinngemäß, wie die Spiegel einer Neon-Lampe:


         


    Montage derselben und Anbau des Chorraums ans Hauptschiff:


      


    Die Kabelzuführung geschieht durch einen der Strebepfeiler und hinunter in die Bodenplatte:


  • hier die ersten Eindrücke bei aktivierter Innenbeleuchtung, werde schauen, dass ich durch einen Niederspannungsdimmer das Ganze etwas dunkler leuchten lasse, mal sehen, inwieweit die Leuchtbänder da mitspielen.


    Die noch durchscheinenden Bereiche werden natürlich später beseitigt.


      


      


    Der Haupteffekt jedenfalls - die Wirkung der Fenstergestaltung - kommt so raus, wie ich es erhofft hatte.:):)


    Bis die Tage und schönen Tag Euch allen!:cool:


    Liebe Grüße

    Peter

  • Moin Fiete;



    nei, ikke gjør det, for da vil jeg savne noen å prate med

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Hallo Pitje! Ich muss mich allen anderen anschließen: Ganz, ganz großes Modellbau-Theater, was du hier bietest!

    Großen Respekt!!! Angesichts deiner Taten versinkt man fast im Boden, wenn man dann die eigenen Werke anschaut...


    Mal ne Frage: Ist es auch irgendwie gedacht, dass man in das Münster richtig bei Tageslicht hineinschauen kann oder ist das nur für den Effekt bei Beleuchtung gedacht. Fände das angesichts Deines Riesenaufwands mit den inneren Pfeilern und Bögen und den "Glasfenstern" ja extrem schade...


    Ich frage, weil ich bei meinen Bauwerken immer mehr dahin komme, auch eine Möglichkeit hineinzuschauen zu bauen (nebst Innenarchitektur natürlich, so dass man sich bei hellem Tageslicht wie "echt drinnen" vorkommt (ich muss das hier mal posten irgendwann).


    Liebe Grüße Stefan

    Nächste Projekte (insofern ich das noch erlebe :(): Limburger Dom, Hamburger Michel, Kolosseum Rom, Bremer Rathaus, Notre Dame de Paris (alle von Schreiber)

  • Schönen guten Morgen Freunde,


    Herzlichen Dank für die Beiträge, die Daumen und die Klicks in diesen Baubericht!:thumbup:


    modellschiff : erneut ganz herzlichen Dank Ulrich!:)


    Oktavian : vielen Dank für Deine Anerkennung! :) Genau das ist die Gretchenfrage, die Du da stellst. Ursprünglich hatte ich vor, das Dach des Hauptschiffs abnehmbar zu bauen, um den besagten Blick ins Innere zu ermöglichen, was mich dann allerdings veranlässt hätte, dann auch Kirchenbänke, Altäre etc. nachzubauen und letztendlich gar kein Ende mehr zu finden.

    Unter Anderem die Fenster selbst bieten ja durch die filigrane Struktur genau den Effekt - das Herausstellen des gotischen Baustils. Letztendlich wird das Modell eh in einer Vitrine stehen und man kann nur von außen draufsehen.

    Insofern neige ich gerade dazu, die Beleuchtungsversion zur reinen Außenansicht umzusetzen, wobei ich bspw. die Säulen im Inneren auch aus Gründen der besseren Lichtverteilung so gebaut habe, da sonst der Raum ja nicht eins wäre - und auch die Konstruktion für meinen Geschmack zu schlabberig dastehen würde. Insofern würde ich diesen Aufwand nicht als vergebens sehen.


    Wo wir schon beim Thema Fenster waren - im als nächsten folgenden Seitenschiff der Südseite gibts davon wieder eine ganz nette Anzahl von insgesamt 12 Stück zu bauen.

    Das Südschiff habe ich mir deswegen als erstes vorgenommen, da auf dieser Seite die Fenster sehr farbenfroh und abwechslungsreich gestaltet sind, während die Nordseite eher nüchtern/spartanisch daher kommt.

    Zunächst war natürlich die Außenmauer zu bauen und vernünftig zu verstärken, bzw. lichtdicht zum machen, der bewährte 300gr Tonkarton und Streben aus 1mm Graukarton waren dabei mit am Start.


         


    und nun folgen - immer paarweise von links beginnend die entsprechenden Fensterrahmen, die sich im wesentlichen durch unterschiedliche Maßwerke in der Struktur voneinander unterscheiden und so eine gewisse Abwechslung fürs Auge (und auch beim aussticheln) bieten.


         


         


    und alle zusammen:



    Die 12 Fenster müssen natürlich sauber durchnummeriert sein, damit nachher beim Einbau in Verbindung mit dem Fensterglas (muss ich noch vorbereiten), die Reihenfolge stimmt. Nicht auszudenken, wenn da was durcheinander käme...;)


    Sollte sich der geneigte Leser fragen, wie lange ich für den Bau dieser Fenster gebraucht habe, so lautet die Antwort: gute 4 h in einer Sondersitzung gestern Abend. Je nach Komplexität der Maßwerks brauchte ich im Schnitt also gute 20 Minuten pro Fenster. Auch, wenn es sich vielleicht seltsam anhört - die Zeit ist wie im Fluge vergangen und die Aufgabe war keinesfalls eintönig, sondern eher meditativ beruhigend.


    Bis demnächst mit der fertigen und vollständig bestückten und verglasten Südmauer.:cool:


    Liebe Grüße

    Peter

  • Hallo Peter,

    das Thema Bänke in mittelalterlichen Kirchen ist keines. Denn die Bänke gab es erst nach der Reformation. Vorher standen die Gottesdienstbesucher wie noch heute in den orthodoxen Kirchen.

    Ulrich

  • Hi Pitje,

    nein, du hattest mich nicht ganz richtig verstanden.... Reinschauen, indem man das Dach abnimmt, finde ich mittlerweile langweilig.

    Ich habe es jetzt bei 3 Bauten von mir geschafft, dass seitlich irgeedwo eine diskrete und wieder verschließbare Öffnung ist, so dass man bei geschlossenem Dach/Gewölbe reinschauen kann und so den ganzen Raum wahrnimmt. Die Fenster wie bei dir natürlich ausgeschnitten. Das fetzt! Da braucht man dann nicht mehr in Urlaub zu fahren.

    Na, ich werde das mal posten, wenn das Schloss fertig ist....


    Aber ansonsten nochmals: mein ganz tiefer, tiefer Respekt! *Verbeugungssmiley*

    Nächste Projekte (insofern ich das noch erlebe :(): Limburger Dom, Hamburger Michel, Kolosseum Rom, Bremer Rathaus, Notre Dame de Paris (alle von Schreiber)

  • Schönen guten Morgen Freunde,


    ganz herzlichen Dank für die durchgehend rege Beteiligung an diesem Modell in Form von Klicks, Likes und Beiträgen. Das empfinde ich als höchst motivierend !:):)


    modellschiff: da hast Du grundsätzlich zweifellos Recht, aber ich baue das Münster ja in aktueller Version, mit den heutigen Fenstern etc. insofern müsste ich die Bänke natürlich berücksichtigen, wenn ich das Interieur nachvollziehen wollen würde - zumal der Turm ja auch erst weit nach Reformation seine heutige Höhe erreicht hat.

    Oktavian : bin sehr neugierig auf Deine Bauten, immer her mit Bildern, die ja mit Sicherheit das Schwarmwissen bereichern werden. Hatte Dich schon verstanden, wie Du das meintest, aber nein, eine derartige Öffnung hatte ich bislang nicht eingeplant. Muss ich nochmal drüber nachdenken, aber Danke für die Anregung.:)

    Eldax : thank you very much for your kind words, that's a very big compliment!:):thumbsup:


    Sodele, habe im Laufe der letzten anderthalb Tage immer mal wieder zwischendurch die Fenster von meiner Bildersafari ausgehend in die passende Größe und Form des Bogens gebracht. Dank Steuererklärung (gottseindank ist sie nun fertig und abgeschickt) und samstäglicher Gartenarbeit, kam ich nicht ganz so weit, wie ich mir eigentlich vorgestellt habe - aber besser als nix.


    Die Fenster sind vorbereitet:



    in die Mauer eingebaut:



    und probeweise an ihrem Platz einer Leuchtprobe unterzogen worden:



    Soweit, so gut, die weitere Vorgehensweise plane ich so, dass ich nun die Südseite zunächst komplett fertigbauen will und erst danach die Nordseite, damit zumindest eine Ansicht schonmal etwas fürs Auge bietet, da ich in nächster Zeit womöglich bis Ende des Sommers nicht mehr zum bauen kommen werde...


    Wünsche Euch einen schönen Sonntag!:thumbup::)


    Liebe Grüße

    Peter

  • Moin, moin Peter,


    die Fenster - nicht nur die, sondern alles andere auch.... - sind grandios :thumbsup:! Aber es zeigt auch, was heute mit unserer modernen, zur Alltäglichkeit gewordenen Technik alles möglich ist. Fotografie, Entzerrung durch Bildbearbeitung, maßstabsgerechter Folienausdruck, stromsparende kleinste LED und....und...und....


    Und du zeigst uns sehr eindrucksvoll, wie das alles im Kartonbau seine Anwendung finden kann.


    Gruß....und falls du nachher wieder los musst....gute Fahrt!

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Und du zeigst uns sehr eindrucksvoll, wie das alles im Kartonbau seine Anwendung finden kann.

    Genau, Hut ab

    Gruß Herbert

    Die letzten Arbeiten: Portalkran mit kleinen Diorama, Seebäderschiff "Königin Luise", Saugbagger NETTY, Frachtdampfer Axeldijk, Z- Trawler, Fischdampfer Rostock, MS Lakonia, MS Breitling, SS Normandic, TS KarmoMSy , FVS Willi Bredel, Hochseekettenbagger Warnemünde, Korvette Sigmaklasse, CGS Canada, Fischereihilfsschiff ROBERT KOCH, MS Fritz Heckert, 16.KBW Fokker E III, MS Ferdinant Freiligrath, Hochseeschlepper Sturmvogel, Hochseeschlepper Eisvogel
    In Arbeit: Eimerkettenbagger Wolgast

  • Unfassbar toll, Peter!

    Hochachtung und Respekt!!!

    LG Stefan

    Nächste Projekte (insofern ich das noch erlebe :(): Limburger Dom, Hamburger Michel, Kolosseum Rom, Bremer Rathaus, Notre Dame de Paris (alle von Schreiber)

  • Schönen guten Morgen Freunde,


    Hans-Joachim Möllenberg : danke Dir!:thumbup: Da hast Du absolut Recht. Erst mit heutiger Technik sind manche Umbaumaßnahmen überhaupt erst so möglich, wie ich/und auch andere sie umsetzen. Ohne vernünftige Bildbearbeitungssoftware bspw. wäre ein Umfärben/Umskalieren/Umkonstruieren gar nicht möglich und kaum jemand würde das Ganze per Handzeichnung stattdessen probieren. Auch die LED Technik bringt viele Möglichkeiten, die man früher mit den klassischen Glühbirnen gar nicht erst erwogen hätte. Bin übrigens noch daheim - die angedeutete Abwesenheit wird sich voraussichtlich auch nicht in Deutschland abspielen... ;)


    Herbert : auch Dir herzlichen Dank!:)

    Oktavian : dankesehr für Dein Lob!:cool:


    auch den Daumendrückern wieder meinen herzlichen Dank!


    Zwischenzeitlich habe ich mich damit beschäftigt, das Seitenschiff zu montieren. Dazu waren allerdings eine Reihe an Vorarbeiten erforderlich, ehe es dann soweit war.

    Zunächst galt es, die Außenbeleuchtung, mit der ich das Kirchenschiff illuminieren will, zu bauen und einzubauen.


    Die Beleuchtung werde ich in zwei Reihen/Etagen in den Fialen einsetzen, die das Dach des Hautschiffs und die Dächer der Seitenschiffe einrahmen unterbringen. Mit Hilfe der bereits gezeigten Alufolie wird dann die Leuchtrichtung aufs Dach zentriert, so dass eine Batterie von 9 bzw. 11 LEDs auf jeder Seite für ausreichend Licht sorgt.


    Die Seiten an sich werde ich parallel schalten, wobei die Lampen einer Seite in Reihe geschaltet sind.

    Hier der Kabelsalat für die Südseite vor, während und nach dem Einbau:


      


      


    Anschließend folgte der Bau der Westwand, die das Seitenschiff an den Turm anschließt. Dort befindet sich das sogenannte "Israelfenster" deutlich erkennbar am Davidstern und dem siebenarmigen Leuchter.


    Hier ein Link , bzw. ein von dort kopierter kleiner Exkurs zur Geschichte dieses Fensters und seiner Bedeutung, für die, die es interessiert :

    https://www.reformationskirche…chen-der-reformation/ulm/


    "Das 1986 von Hans Gottfried von Stockhausen geschaffene Glasfenster setzt die biblische Darstellung des jüdischen Volks mit ihrer Vergangenheit während der NS-Zeit in Verbindung. Im unteren Teil des Fensters erinnern die Namen Treblinka, Auschwitz und Bergen-Belsen an Konzentrationslager. Die dargestellte Menschengruppe steht eng gedrängt in einem Schlund des Höllentiers, mit im Hintergrund angedeuteten Verbrennungsöfen. Das Glasfenster schafft so eine schonungslose Konfrontation mit der Geschichte eines Volkes, das immer wieder neue Hoffnung schöpfen muss und dennoch an Gott festhalten kann. Darüber das Bild von Moses, wie ihm Gott im brennenden Dornbusch begegnet und ihn anweist, sein geknechtetes Volk aus Ägypten zu führen.

    Im oberen Teil des Fensters steht der siebenarmige Leuchter, ein Symbol des ewigen Lichts. Das Israel Fenster soll uns nicht nur an eine gemeinsame Geschichte erinnern und wieder mahnend in Erinnerung rufen, sondern es soll vor allem ein Fenster der Hoffnung sein."


         


    Probeaufstellung:


  • Als Nächstes habe ich die waagerechte Decke gebaut, die den Abstand der Seitenwand zum Hauptschiff halten soll und zugleich das Dach stützt. Hatte erwogen, ähnlich, wie beim Hauptschiff das Gewölbe und die Mittelsäulen nachzubauen, bin aber davon abgewichen, weil das tatsächlich nicht zu sehen gewesen wäre.


    Besagte Decke habe ich auf 300 gr Karton gedruckt und dann durchbrochen gebaut, um ggf. noch nach Befestigung der Seitenmauern Korrekturen, insbesondere den Einbau von Lichtblenden vornehmen zu können, sollte es noch irgendwo herausscheinen, wo es nicht sein soll.


      



    Die Südmauer, die Westmauer und die Decke wurden danach miteinander verbunden:



    Dann erfolgte der Einbau der Aufnahme für den bereits im Schaltkreis der Innenbeluchtung vorbereiteten LED Streifen, wieder mit Hilfe von Alufolie zur besseren Ausleuchtung bestückt:


      


    Alles fest montiert und einem Lichttest unterzogen - passt!:)




    Habe mich dann daran gemacht im Unterboden die einzelnen Stromkreise des Turms und des Schiffs auf einer Platine zusammenzufassen und das Kabelgewirr aufzulösen. Die Kreise der Innen und Außnebleuchtung werden von beiden Seiten beginnend dort aufgeschaltet und mit je einem Kabelstrang nach außen geführt. Die Platine selbst wird in einer Tasche lose untergebracht, so dass ich später immer noch bequem dran komme, um die weiterne Leuchteinheiten dort anzulöten.


      



    Soweit bis zum aktuellen Zustand.


    Danke fürs dabei sein. Liebe Grüße:cool::thumbup:

    Peter

  • Hi Peter

    Was soll man bei dir noch sagen. Die Superlativen gehen langsam aus!!:D

    Was du bastelst ist die höchste Vollendung im Kartonbau.:thumbup:8o:thumbsup:

    Gruß Peter

    Papier ist geduldig, ich werde es auch noch lernen

  • Hallo Peter,

    gigantisch und perfekte Superung
    Das übertrifft dem Originalbogen um Klassen

    Viele Grüße
    Dieter aus Ulm


    Leben und kleben lassen

  • Schönen guten Morgen Freunde,


    petespi9 : ich danke Dir, freue mich sehr über Dein Lob!:thumbsup:

    wediul : Danke Dieter! Sehe vor meinem inneren Auge bereits Deine Ulmer Modelle und das Münster zusammenstehen. Womit der Neu-Ulmer Hafen definitiv nicht mehr nur reine Fiktion ist.:D:) Das Ulmer Rathaus ist recht weit vorne in meiner Hitliste der Architekturbauten!


    Danke auch wieder allern Lesern und Likern!:)


    Beim Münster ging es mit dem Seitenschiff der Südseite weiter. Zunächst war die bereits in den Stromkreis eingebaute zweite Platine für die äußere Beleuchtungsreihe einzubauen. Ursprünglich wollte ich die innen an die Außenmauer setzen - daher auch die relativ lange Kabelverbindung zwischen den Platinen - bin aber dann doch dazu übergegangen sie direkt neben die Platine der inneren Beleuchtungsreihe zu platzieren, das sie sonst Schatten auf die Fenster geworfen hätte. Auf der Nordseite werde ich also alle 20 LEDs direkt an eine Platine löten, das sollte dann einen aufgeräumteren Eindruck machen.;) Gut, dass der Kabelsalat unterm Dach verschwindet.:D


      


    Dann gings an das erste Dach dieses Modells. Im Bogen ist der Bereich unterhalb desTurms mit roten Ziegeln belegt, während der restliche Teil mit Schieferkacheln gedeckt ist, was ich aber in keinem einzigen Bild des Originals so verifizieren konnte. Habe also die Schieferkacheln originalgetreu übers gesamte Dach gelegt und mit der Farbgebung etwas herumgespielt, da mir die Originalfarbgebung des Bogen zu grell schien, habe ich auch hier die Farbsättigung etwas heruntergefahren. So siehts doch ganz stimmig aus, finde ich:


      


    die Unterkonstruktion soll das Ganze freitragend gestalten:



    und zunächst lose aufgelegt am letztendlichen Ort:




    Danach ging es an die äußeren Stützpfeiler des Seitenschiffs:


      


    Die jüngsten Bauschritte waren also nicht unbedingt sehr feinmotorisch ausgerichtet - aber es geht voran.:)


    Schönen Tag Euch allen!


    Liebe Grüße

    Peter

  • Hallo Peter,

    vielleicht könntest Du einige Bilder der Münsterbauhütte senden. Die dürften großen Augen machen, das da quasi in Neukonstruktion als Modell entsteht.

    Ulrich

  • Guten Morgen zusammen,


    modellschiff : das wäre mal einen Versuch wert. :)


    Danke allen Teilnehmern in Form von Daumen oder dem Hereinschauen.


    bevor weitere Anbauten erfolgen, habe ich gestern den nächsten Außen-Leuchtensatz gebaut, der sowohl den Chorraum , aber auch die beiden Chortürme illuminieren soll. Die Art und Weise ist analog zur bisherigen Außenbeleuchtung des Kirchenschiffs und des Hauptturms geplant.


    Habe alle drei LED-Sätze auf eine Platine gelötet, damit ich den Kabelsalat möglichst minimiere. Je Turm sind 6 LEDS vorgesehen, für den Chorraum 8.


    Erkennbar sind die drei Gruppen, parallel geschaltet - die Lötstellen nicht so genau anschauen, teilwese etwas unsauber verbunden, aber Hauptsache, sie leiten ;)


         


    Kartonsockel sorgen für eine gewisse Durchlüftung und sicheren Stand:



    Das Dach des Chorraums trägt die Platine, die LEDs des Chors werden über die noch folgenden äußeren Stützpfeiler gesetzt:


      


    Werde im nächsten Schritt nun den Turmsockel des Südturms und besagte Außenpfeiler des Chorraums angehen und von dort weiter in die Höhe bauen.


    Bis die Tage, liebe Grüße

    Peter

  • Moin Peter,


    neben allem Anderen ist die Beluchtung nicht anders als genial zu nennen.


    Beste Grüße


    Manfred

    Es muss nicht alles perfekt sein, was gut tut.