Machina, paperPino, Bilder vom Baufortschritt

  • Schon in das Titelbild habe ich mich verliebt :love:, aber als ich das Video gesehen habe, war es vollends um mich geschehen: Giuseppes (paperPino) neuester Wurf, der hier vorgestellt worden ist und den man hier herunterladen kann.


    Grazie tanto, Giuseppe! :thumbsup:


    Da das Modell in der gegebenen Grösse 66cm lang wird, und Platz auch bei mir langsam ein Thema wird, habe ich mich entschieden, es um den Faktor 2 zu verkleinern. Ich bin mir bewusst, dass damit das Kurbeln nichts mehr für Wurstfinger wird (aber wozu hat man denn Enkel?) und dass nicht garantiert ist, dass Gewicht und Rollwiderstand der Kugeln noch zusammenpassen. Aber ein bisschen Spannung muss ja sein.


    Die Bauanleitung, die sowohl einen Textteil als auch eine Schritt-für-Schritt Bildanleitung umfasst, ist hervorragend (ausser für Dummies wie mich, siehe unten), weshalb ich mich mit Bildern vom Baufortschritt begnüge. Für das grosse Modell empfielt Giuseppe 300g/m2-Papier. Für meine Grösse habe ich mich für das übliche 160 g/m2-Papier entschieden.


    Es beginnt mit den Seitenteilen, in welchen die Mechanik gelagert ist. Im Nachhinein völlig unverständlich, habe ich zwei Öffnungen nicht ausgeschnitten, obwohl das sowohl auf den Bauteilen als auch in der Anleitung ganz klar ist.


     


    Dann folgen zwei der Stützen, welche später die Rollbahn tragen:


     



    Als hochwillkommenes Goodie habe ich in der Anleitung von Giuseppe noch die Lösung eines Problems gefunden, das mich seit Anbeginn meiner Bastelei verfolgt, nämlich wie man rechteckige Stäbe verwindungsfrei verklebt. So frustrierend, wenn man es nicht kann, so einfach, wenn man weiss wie!


    Andi

  • Hallo, Andi.

    Ich hoffe, dass Ihnen MACHINA gefällt.

    Ich kann das Bild aber nicht sehen...

    (Ich entschuldige mich für die maschinelle Übersetzung, aber ich kann nur Englisch, außer Italienisch...)

  • @Giuseppe: English is quite ok. I positively love your MACHINA! And the video is outstanding.


    Johannes: woran hat es gelegen? Muss ich etwas anders machen? Ich habe die Bilder mit der gleichen Kamera wie immer gemacht und m.E. auch alles andere wie immer.


    Andi

  • Moin Andi,


    Ne, das war vermutlich nicht deine Schuld. Das passiert alle paar Wochen mal, allerdings gibt es keine Fehlermeldung und es scheint wirklich komplett zufällig aufzutreten. Ich denke das liegt am Plugin zum Bilder skalieren, aber das brauchen wir halt zwingend. Beim nächsten Forenupdate (Ich will es diesmal nicht so lange hinschieben wie das letzte, aber konkret geplant ist noch nichts) wird das Plugin dann ohnehin überflüssig. Und bis dahin kann Ich das auch recht schnell beheben (Pro Dateianhang die postID in der Datenbank ergänzen), es muss mir nur auffallen :rolleyes:


    mfg

    Johannes

  • Danke, Johannes!


    Weiter geht es mit der Verkleidung der Basis. Sie wird später über die Innereien geschoben (vorne rechts ohne Kleber schon mal geschehen). Durch die Löcher in diesen Teilen werden später die Achsen geführt. Um die Achsenden abzudecken, hat sich Giuseppe etwas Hübsches ausgedacht: analoge Anzeigeinstrumente.



    Andi

  • Vielen Dank den vielen Daumenheberinnen.


    Unterdessen sind die Teile des Scherenmechanismus entstanden, welcher die Ladeschaufel bewegt. Die Achsen bestehen aus eng gerolltem 80g/m2-Papier. Hier ist zu beachten, dass bei einer Skalierung des Modells auch die Dimensionen der Achsen skaliert werden müssen. Da ich das Modell um den Faktor 2 verkleinert habe, müssen die Achsen auch alle halb so lang und halb so dick sein wie angegeben. Für die Länge der Achse skaliert man einfach die Streifenbreite entsprechend. Beim Durchmesser dividiert oder multipliziert man mit dem Quadrat des Skalierungsfaktors, da man de facto eine Fläche anpasst, um den richtigen Durchmesser zu erhalten. Bei mir waren die Streifen also 72,5 mm lang statt der vorgegebenen 290 mm


    Da ich diese Skalierungsgeschichte erst beim Zusammenbau realisiert habe, sind die gezeigten Achsen in den Bildern noch zu dick und zu lang.


      


    Bei den Teilen 15 und 16 (links im Bild) sind die Löcher leicht desaxiert. Die Textanleitung nimmt keinen Bezug darauf. In der Bildanleitung ist es aber sichtbar (Bild 13) und man sieht auch, wie sie eingebaut werden müssen.


    Andi

  • Die Mechanik wird zusammengebaut. Zuerst der Scherenarm mit seiner Verankerung:


      


    Die Seitenteile werden mit der ersten Hälfte der Verkleidung versehen:



    Die ganze Konstruktion wird nicht direkt auf die Grundplatte geklebt, sondern zuerst auf eine "Schablone", die allerdings im fertigen Modell bestehen bleibt. Das hat einerseits den Vorteil, dass es von der Grösse her noch leicht handhabbar ist (v.a. wenn man das Modell in der ursprünglichen Grösse baut) und andererseits ist die Schablone leicht zu ersetzen, wenn bei der Montage etwas schiefgehen sollte (z.B. dass der Kleber schon anzieht, bevor die Ausrichtung perfekt ist). Zuerst wird die Trapezverankerung festgeklebt, dann die hintere Seitenwange. Zur Ausrichtung werden die Stifte eingesteckt. Diese müssen für das Anbringen der Schere wieder entfernt und dann neu eingesteckt werden:


      


    Anschliessend kommt die vordere Seitenwange. Der Schritt ist etwas tricky, da man die Wange wegen der bereits angebrachten Achsen waagrecht an ihre Stelle schieben muss, ohne den Kleber über die Grundfläche zu schmieren. Das ist mir nur teilweise gelungen.



    Zum Schluss werden die Achsenden mit den Instrumenten abgedeckt und die zweite Hälfte der Verschalung angebracht. Wer erst jetzt die Beweglichkeit testet und eine böse Überraschung erlebt, ist selber schuld. Will heissen: nach jedem Teilschritt unbedingt die Funktion prüfen.


      


    Andi

  • Vielen Danke für eure erhobenen Daumen!


    Nun wird der Antrieb fertiggestellt. Er besteht aus der Kurbelwelle und zwei Zahnrädern.



    Die Scheibe der Kurbel und das grosse Zahnrad werden im Original aus 6 Lagen Karton gebaut. Auf Grund der Verkleinerung wären es hier drei Lagen gewesen. Ich habe aber trotzdem die 6 Lagen verbaut und bin mit der Stabiliät sehr zufrieden. Den Kurbelgriff habe ich als stark belastetes Teil mit Pattex 100% geklebt. Giuseppe empfiehlt Sekundenkleber, aber das wäre bei mir wie immer schief gegangen.


    Das kleine Zahnrad besteht aus einem Innenring, dem gezackten Aussenring und zwei unverstärkten Seiten. Diese stellen bis jetzt die einzige Stelle dar, an der es mir bezüglich Stabilität nicht ganz wohl ist. Im Nachhinein würde ich die Seiten verstärken und für das Modell in Originalgrösse scheint es mir sehr empfohlen.



    Zuerst wollte ich die kleinen, spitzen Klebelaschen an den Zähnen der Seitenteile einfach abschneiden in der Meinung, dass sie nicht viel bringen. Zum Glück habe ich es unterlassen, denn beim Zusammenbau haben sie sich als äusserst nützlich für die Ausrichtung der Zähne erwiesen. Getreu meinem Motto: "lieber zweimal bauen als einmal denken" habe ich zuerst die Löcher in den beiden Seitenteilen nicht ausgerichtet und konnte daher die Achse nicht durchstecken.


    Dann werden die Teile eingebaut, das kleine Zahnrad mit einem Splint gesichert und das hintere Ende der Achse des grossen Rades mit einem Deckel kaschiert.


      


    Über Nacht trocknen lassen und dann der spannende Moment des Funktionstests: alles bestens! Der Griff ist zwar für meine Finger wegen der Verkleinerung etwas klein, aber es geht.


    Andi

  • Der Arm bekommt noch seine Schaufel und dann geht es an die Kugelbahn. Es beginnt mit den Stützen, die z.T. an der Maschine befestigt sind, z.T. auf der Grundplatte stehen.


      


      


    Jetzt ist alles bereit für die Schienen:



    Die Grundplatte soll übrigens bei der Originalgrösse auf 3 mm Karton aufgezogen werden. Ich habe mich mit 2 mm begnügt, aber den steinharten Bristolkarton genommen. Da weiss man, was man gemacht hat, wenn sie ausgeschnitten ist, aber die Platte ist völlig stabil und die Kanten lassen sich gut färben.


    Andi

  • Nun waren die Schienen an der Reihe. Sie bestehen aus Teilstücken, deren Nähte auf den Stützen liegen. Jedes Teilstück besteht aus drei Teilen: der senkrechten Vorderseite, der entsprechenden Rückseite und der waagrechten Stabilisation (im 1. Bild von rechts nach links die drei Teile für eine Gerade, der Zwischenschritt am Beispiel eines Bogens und eine fertige Gerade).



    Die Teilstücke werden zuerst mit kurzen Laschen zur fertigen Schiene verbunden...



    ...und dann auf den Stützen befestigt.



    Im letzten Bild sind auch die Kugelstopper bereits angebracht.


    Nun geht es an das Pièce de Résistance: die Kugeln.


    Andi

  • Danke, Alex und allen, denen mein Baubericht gefällt.


    Die Kugeln werden aus zwei Hälften zusammengesetzt. Giuseppe empfiehlt, dafür wenn möglich Fotopapier zu verwenden, aber von maximal 200 g/m2. Das Fotopapier möglicherweise deshalb, weil die Oberfläche sehr glatt ist und damit wenig Reibung verursacht. Ich habe zwar Fotopapier verwendet, und es hat. ca. 200 g/m2, aber wegen der Verkleinerung ist es doch recht dick. Immerhin, es geht, auch wenn es von ganz nahe nicht so toll aussieht.


      


    Natürlich habe ich einen Testlauf gestartet, kaum war die erste Kugel fertig. Und siehe da, sie rollt. Das Aufladen auf die Schaufel hat jedoch nicht funktioniert. Die Schaufel lag etwas zu hoch und hat die Kugel weggestossen statt sie aufzuladen (besser sichtbar im zweiten Bild. wo der Pfeil auf die mittlere Zacke der Schaufel zeigt).


      


    Abhilfe war aber rasch geschaffen. Ich habe die Ladesschaufel sorgfältig abgetrennt und ca. 1.5 mm tiefer wieder angeklebt. Nun funktioniert es einwandfrei.



    Andi

  • Die restlichen Ovoide - sie "Kugeln" zu nennen, wäre in meinem Fall im wörtlichen Sinne vermessen - sind fertig. Mit drei Pylonen und dem Schriftzug "Machina" ist das Modell fertig.


      


      


      


      


      


    Das letzte Bild zeigt die Grösse meines auf 50% skalierten Modells.


    Das Modell im Betrieb kann man nicht effektvoller darstellen, als es Giuseppe in seinem Video getan hat. Damit ihr mir aber glaubt, dass auch die verkleinerte Version mit den "dicken" Kugeln funktioniert, hier ein kleines Video.


    Fazit: Ein Modell, das einfach nur Spass macht: beim Bauen, beim Betrachten und beim Bedienen.


    Andi

  • Hallo Andi

    Ein schönes Video und auch eben solches Spielzeug. Ist schön anzusehen. :):thumbup:

    Gruß Peter

    Papier ist geduldig, ich werde es auch noch lernen

  • Moin Andi,


    sehr schön, dass Du deinen Spass mit uns geteilt hast. Vielen Dank dafür und meinen herzlichen Glückwunsch zur Fertigstellung des Modells.

    Ich hoffe, dass es auch deinen Enkeln viel Freude bereitet.


    Gustav

    Auch kleine Dinge können Freude bereiten.