Köhlbrandfähre / WHV / 1:250 / leicht modifiziert

  • Hallo und schönen guten Abend,


    heute Abend werde ich ein kleines schwimmendes Zwischenprojekt starten, dass sich auch schön in den Hafen einfügen wird. Beim Stöbern im Stapel bin ich auf einen kleinen WHV Bogen gestoßen, den ich vor einigen Jahren zusammen mit dem Schiffs-Hebewerk, was ich als letztes Hafenprojekt gebaut habe, bekommen habe. Warum wohl?;)

    Die Rede ist - die Überschrift sagt es schon - vom Bogen "Köhlbrandfähre" des WHV.


    Diese Fähren wurden seinerzeit im Hamburger Hafen für den Eisenbahn- und Fahrzeugtransport verwendet und gingen erst 1972 nach gut 60-jähriger Betriebszeit in Rente.


    Hier ein Link zu einer Homepage mit sehr aufschlussreichen Bildern dieser Fähren: KLICK


    Von der Funktionsweise waren diese Fähren so ausgelegt, das das Hubgestell den Tidenhub ausgleichen sollten, so dass unabhängig vom Wasserstand ent- und beladen werden konnte. Zu diesem Zweck diente das sehr interessant und exotisch anmutende Gitterwerk. Zwei Fähren waren gegenläufig im Betrieb und konnten zu beiden Seiten bedient werden, um Wendemanöver zu vermeiden, was je nach Seegang durch den sehr hohen Schwerpunkt recht ungünstig hätte werden können.


    Hier einige technische Daten, die ich teilweise von der. o.g. Homepage und teilweise der Bauanleitung entnommen habe:


    Schiffsname: FÄHRSCHIFF I

    Bauwerft: Vulcan - Werft, Stettin

    Baujahr: 1911

    Baunummer: 0326

    Reederei: Strom und Hafenbau, Hamburg

    Auftraggeber: Strom und Hafenbau, Hamburg

    Geschwindigkeit: 8 kn

    Tragfähigkeit: 180to

    Länge: 36,0m

    Breite: 15,50m

    Tiefgang: 2,83m

    Vermessung: 532BRT


    Einige Geschichtsdaten:

    1945 11. März, Howalts-Werke, Hamburg, mit Dock durch Bombentreffer gesunken

    1947 03. Mai wieder im Dienst

    1972, 21. März außer Dienst gestellt und verkauft; Abbruch des Trajektaufbaues. Die Maschinen und Kesselanlage wurde ausgebaut, der Schiffsrumpf wird als Arbeitsponton genutzt

    1996 noch in Dänemark vorhanden


    Hier der Bogen:


     



    Bis demnächst mit ersten Schritten. Watt freu ick mia uff de Stichelei!! :D^^:)


    Liebe Grüße

    Peter

  • Nochmals guten Abend Freunde,


    herzlichen Dank für die freundliche Begrüßung dieses Projekts. Das freut mich sehr! :)


    Vor die liebgewonnene Stichelei hat der Konstrukteur natürlich erstmal den Rumpf gestellt. Dieser ist sehr flach, insofern muss gegen ein Verziehen sehr gut vorgearbeitet werden. Um dem entgegenzuwirken, bin ich in Passat-Manier vorgegangen, indem Bodenplatte, Spanten und Deck verdoppelt wurden, dafür aber keine Klebelaschen zum Einsatz kamen. Da die Bordwände per se mit Materialreserve konstruiert wurden, die gem. Bauanleitung nach dem Trocknen abzuschneiden ist, habe ich keine Sorge, dass es nun irgendwo zu knapp wird. Wir werden es sehen.


    Hier jedenfalls der Anfang mit dem Spantengerüst:


       


    Das Ganze wird nun über Nacht trocknen, mal sehen wann ich weiterbauen kann.


    Schönen Abend, schönen Sonntag und liebe Grüße:cool:

    peter

  • Hallo Peter,

    bitte das Anmalen der Innenseiten der Gitterkonstruktion nicht vergessen. An den vier Rumpfrundungen könnte es etwas kniffelig werden. Das Modell ist noch per Hand gezeichnet.

    In Chr. Reinke-Kunze: Hamburger Hafenschiffe aus dem Kohler Verlag von 1989 gibt es auf der Seite 85 eine Planskizze.


    Ulrich

  • Moin Zusammen;


    hier ist ein kleines wenn auch kurzes Zeitrelikt.


    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Moin, moin Arne,


    ein tolles Zeitdokument :thumbup: ! Neben den Fähren sieht man längst vergangene Typen und Modelle.......die alten Pkw`s und Lkw`s meiner/unserer Kindheit.....klasse!


    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Moin Zusammen,


    aber sehr gerne doch. :cool: :)

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Schönen guten Abend,


    vielen Dank allen Likern und Kommentatoren.:)

    modellschiff : Danke für den Literaturhinweis. Was die Bauweise anbelangt, so werde ich entsprechend des Baus des Schiffshebewerk vorgehen, d.h. die Gitter werde ich aus 300gr Tonkarton bauen, so dass die Färberei kein Thema ist und die Stabilität gleich mit berücksichtigt ist. Für die Sticheei verwende ich die Martor-Klingen, mit 30° Klinge, mit denen komme ich gut klar und an die habe ich mich gewöhnt.


    Helmut B. : vielen Dank Helmut, in der Tat ein recht kurioses Gefährt. Was den Bauerfolg angeht: schauen wir mal.:thumbsup:


    Shipbuilder : danke für den Videoclip. Das Video ist vor meiner Geburt entstanden, wobei ich mich daran erinnern kann, dass solche Autos und LKW auch noch zur Zeit meiner ersten Schritte unterwegs waren.


    Hans-Joachim Möllenberg : schön, dass Du dabei bist!


    Sodele, mittlerweile bin ich wieder in meiner Kemenate angekommen und habe etwas weitergebaut.


    Zunächst waren die vier viertel-ovalen Verstärkungen an Bug und Heck zu montieren - nicht weiter spektakulär, daran schloß sich dann die Montage des Decks an.



    Hier begann das Modell ein wenig meinen Unwillen auf sich zu ziehen, als ich feststellte, dass die Spanten allesamt seitlich überstehen - und zwar in einem Maß, dass sich mit der Verdoppelung des Längsspants nicht erklären lässt. Da ich mir recht sicher bin, halbwegs sauber entlang von Kanten ausschneiden zu können und auch die Montage von Kartonmodellen halbwegs hinbekomme - normalerweise - bin ich tatsächlich geneigt festzustellen, dass der Bogen etwas ungenau gezeichnet ist.


     


    Auf der Suche nach entsprechenden Erfahrungen bin hier im Forum auf einen BB zu diesem Modell gestoßen (aus 2008), dessen Autor dasselbe berichtet. Hurra!:cursing: KLICK


    Aber nun gut - bangemachen gilt nicht, dann muss halb etwas herumgeschnitzt werden.


    Um mich wieder abzuregen, habe ich mich mal an den ersten Gittertraversen versucht - immerhin das hat noch ganz gut geklappt.;)


     


    Habe übrigens im Netz kein einziges Bild gefunden, dass diese Fähren im Grünton des Bogens zeigt, sondern allesamt in grau, insofern habe ich mal beide Farben auf extra "Gitterbögen" vorbereitet, mal sehen, wie ich das Ding letztendlich baue.



    Schönen Abend Freunde.:)


    Liebe Grüße

    Peter

  • Moin, moin Peter,

    Sodele, mittlerweile bin ich wieder in meiner Kemenate angekommen

    Na dann einen guten Wochenanfang......Kemenate, Zwischenfahrerei und Co. sind Dinge, die ich inzwischen nicht mehr vermisse.....damals, an der Techn. Marineschule in Kiel habe ich auch Kartonmodelle gebaut und wir hatten auf der Stube eine Märklin-Eisenbahn aufgebaut......damit haben wir in der Mittagspause gespielt......das sprach sich rum und wir wurden immer mehr........samt HSL und Konsorten......HSL brachte dann noch eine kleine echte, selbstfahrende Dampfmaschine (Lokomobil) mit ins Spiel....alles große "Kinder", die wir waren....:D:D:D!


    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Moin, moin Helmut!


    Ja, dieser Begriff ist Bw-weit "genormt"......aus der Lehrer-/Hörsaal-Bedarfsrechnung für eine Bw-Schule ergibt sich die Anzahl der Hörsäle (Klassen) und damit der Hörsaalleiter und auch Truppenfachlehrer. Ein Hörsaalleiter ist ein "besonderer" Truppenfachlehrer, der ausser seines Fachunterrichts auch noch den "Klassenlehrer" mimen musss, dafür sind seine Stunden als Fachlehrer etwas herunter gesetzt. Ein Hörsaal kann über das Jahr für verschiedene Lehrgänge "benutzt" werden, denn der Hörsaal und damit der Hörsaalleiter muss ja über das Jahr ausgelastet sein.


    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Schönen guten Abend Freunde,



    Danke für die Likes!:thumbup:


    Heute Abend kam die spannende Frage der Bordwände dran, aber nachdem ich die überstehenden Spanten ratzeputz weggeschnippelt habe, lief die Montage fast, wie von selbst. Offenbar hat seit dem Baubericht aus 2008, bei dem asymmetrische Bordwände und ein unverhältnismäßige großer Längengfehler angesprochen wurde, bis zu meinem Bogen eine Anpassung stattgefunden.


     


    Es folgte das Schanzkleid, das an beiden Enden um die Bretterreling gekürzt wurde. Dort folgt später dann passende LC-Reling.


     


    Wobei ich mich auch hier über die Färbung wundere. Ich habe im Netz kein Bild gefunden, auf dem ein schwarzer Rumpf und ein weißes Schanzkleid zu sehen sind, sondern nur beides in grau mit schwarzen Scheuerleisten. Aber nun gut.


    Es folgten die gesammelten Poller, danach habe ich den Abend beschlossen, um noch ein wenig Gitarre zu üben. Nachdem meine Kinder ins Musikschulalter kamen und insbesondere meine Tochter da recht gut und mit viel Freude eingestiegen ist, habe ich mich aus Vorbildgründen mit jenseits der Mitte 40 auch noch mal auf die autodidaktische Schulbank begeben. Macht sogar Spaß, hätte ich nie gedacht.:thumbsup:




    Schönen Abend und liebe Grüße:)

    Peter

  • Hallo und schönen guten Abend,


    erneut dankeschön für Eure :thumbup:! :)


    Gestern und heute Abend habe ich weitere Sticheleien angefertigt - und zwar in Form der noch zu bauenden drei Quertraversen.

    Diese insgesamt vier Traversen bilden die Verbindung der back- und steuerbordseitigen Hebemechanismen und tragen das Steuerhaus.


    Offensichtlich habe ich mich dafür entschieden nicht den Grünton zu verwenden, der im Bogen vorgesehen ist, sondern baue den Hebeaufbau in grau. Werde wohl auch am Wochenende, sobald ich wieder daheim bin und drucken kann, den Rumpf nochmal bauen und zwar in grau, analog zu den Bildern des Originals.


    Bis dahin stichele ich erstmal weiter - gibt noch viel zu tun.


    Eine Traverse sticheln bedeutet übrigens 4x24 + 2x4.;)


    Hier einige Eindrücke:


      


      



    Bis die Tage, schönen Abend und liebe Grüße:)


    Peter

  • Moin, moin Peter,


    :thumbup: gute Entscheidung, das Grau passt deutlich besser zur Fähre.....und beim zweiten Rumpf kannst du sicherlich vom Bau des ersten profitieren. Naja....das Sticheln kennt man ja bereits aus dem Dienstbetrieb :D:D:D......


    Morgen ist Packtag und Vizereisetag.....:P


    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Hallo und guten Abend zusammen,


    seid Ihr Euch sicher, daß die Fähre grau war? Ich sehe die Bordwände in einem verblassten Grünton, der im Filmmaterial noch weiter ausgeblaßt ist. Ich würde den Rumpf in Grün belassen und den Fachwerkaufbau in grau. Alles in allem eine imposante Konstruktion und für Dich eine echte Fleißarbeit, die sich sicherlich lohnt, wenn man Deine Ergebnisse des Schiffshebewerks betrachtet.

    liebe Grüße

    Hänschen

    beste Grüße vom hänschen

  • Schönen guten Abend Freunde,


    hänschen : Vielen Dank für Deine Anmerkung und Deine Einschätzung des Schiffshebewerks. :) Habe mal eines der Bilder der oben verlinkten Homepage rausgenommen:


    Bildnachweis: http://www.alt-wilhelmsburg.de/faehren.htm


    Also, für meine Augen scheint das ein durchgehender Grauton zu sein.:huh:

    Es gibt nicht zufällig Augenzeugen hier, die dazu aus eigener Beobachtung was sagen können?


    Danke allseits auch für die Likes!^^


    Heute Abend habe ich mich an die ersten Sützen des Hebegerüsts gemacht. Insgesamt sind davon acht Stück, mit jeweils 59 Stichelformen zu bauen.



    Immerhin die ersten beiden habe ich davon heute fertigstellen können.


      


    In dieser Weise werden die Stützbögen - aufrecht stehend natürlich - entlang der Bordwand aufgestellt. Dies ist allerdings erst dann soweit, sobald die Hebeeinrichtung an sich und die Hebelattform montiert wurde.



    Schönen Abend und liebe Grüße:thumbup:

    Peter

  • Hallo,

    das Schöne an diesem Modell ist, dass die Bauteile fast alle winkling gebaut werden können. Bitte nicht vergessen einen passenden Stahldraht in die Spindelführungen für das Hubdeck einbauen. Zum Ausschneiden der Zwischenräume: Ohne Fleiß kein Preis.

    Ulrich

  • Hallo Peter,

    genau dieses Bild hatte ich etwas "grüner" auf dem Schirm, aber Deine Idee mit dem Zeitzeugen ließ mir keine Ruhe und ich habe tatsächlich einen Zeitzeugen aufgetan: Fährschiff I war tatsächlich grau, während Fährschiff II fast schwarz, also nach seinen Aussagen ein anthrazit gewesen sei, wobei dies auch ein verblichenes schwarz gewesen sein könnte. Mein "grün" ist eindeutig falsch. Ich hoffe, ich kanns mal irgendwann wieder gut machen

    liebe Grüße

    Hänschen

    beste Grüße vom hänschen

  • Schönen guten Morgen Freunde,


    modellschiff : Ja, die Spindeln habe ich bereits vorbereitet - bestehend aus einem sehr steifen Draht eines Mobilé-Sets - diesen habe ich auch bereits beim Hebewerk für den selben Zweck verwendet. Die im Bogen vorgesehen Kartonrollen - in grün - gehen gar nicht und machen auch in der Farbe, wie der Rest des Hubgestells keinen großen Sinn, da sie ja sicher durch das Schmierfett dunkel waren.


    hänschen : ich freue mich über deine aktive Teilnahme an meinem Baubericht, insofern gibt es nichts, was Du wieder-gut-zu-machen hättest, nachdem Du ja sogar weiter recherchiert hast, wofür ich mich herzlich bedanke!:)


    Werde es also beim gewählten Grauton belassen.


    Danke allen Likern - wieder einmal! Freut mich sehr, dass dieser BB ein derartiges Interesse findet!:)



    Gestern Abend kam der zweite Stützbogen, bzw. die Stützfüße des zweiten Bogens an die Reihe. Nicht weiter aufregend - hier die Bilder des Baus in drei Stufen:


         



    Ich wünsche allseits einen schönen Samstag!


    :thumbsup::thumbup:


    Liebe Grüße

    Peter