[FERTIG] 14. KBW - Wasserturm Neu-Ulm / Dieter Welz (wediul) / 1:160 --> 1:250

  • Hallo liebe Freunde,


    es ist jetzt eine ganze Weile - bis auf einige Kommentare hier und da - recht still um mich gewesen, was weniger mit mangelnder Baulust, als mit mangelnder Zeit zu tun hatte.
    Sagen wir: die letzten Monate waren dienstlich gesehen recht spannend.

    Insofern kam ich nicht dazu meine Vorsätze der Fertigstellung der gesammelten offenen Baustellen so umzusetzen, wie ich es eigentlich vor hatte. Da aber nun meine Hauptprojekte dieses Jahr abgeschlossen sind, wird es nun wieder ruhiger und ich werde mich wieder vermehrt an den Basteltisch begeben können.:)

    Zunächst aber erstmal Danke ans Team für die Durchführung zweier KBW's zum Jahreswechsel, bzw. Jahresausklang - eine schöne Idee, die hoffentlich durch viele Teilnehmer angenommen wird.:thumbup:


    Als Wiedereinstiegsprojekt werde ich mich im Rahmen des 14. KBW einem Modell widmen, das neben lokal-patriotischen Gesichtspunkten und der Urheberschaft meines hochgeschätzten Stammtischbruders Dieter Welz auch einen ganz praktischen Zweck hat: es passt gut in meinen Hafen. Es handelt sich um den Neu-Ulmer Wasserturm, den Dieter neben einer Menge anderer selbst konstruierter Modelle des schwäbsichen Großraums als freien Download auf seiner Homepage zur Vefügung stellt.


    Dieses Modell ist im Maßstab 1:160 skaliert, was ich natürlich entsprechend in 1:250 verkleinern werde.


    Als Referenzmodelle dienen die bereits durch Ulrich (modellschiff) und Adolf Pirling gezeigten Bauberichte: KLICK und KLACK und natürlich Dieters Homepage selbst: HOMPEPAGE


    Der Originalturm wurde 1900 in Betrieb genommen, ist 47m hoch und fasst 350m3 Wasser. Seit 1962 ist er außer Betrieb, steht aber als eines der Wahrzeichen der Stadt Neu-Ulm unter Denkmalschutz und wird entzsprechend aufwändig instand gehalten.


    Hier das Original:

    Bildnachweis: https://de.wikipedia.org/wiki/…C3%BCnster_2010_08_03.JPG


    Soviel zur Vorrede, morgen werde ich die erforderlichen Ausdrucke machen und dann ans Werk gehen, wobei ich als Abwandlung gegenüber Dieters Originalversion nicht den Grashügel als Untergrund bauen werde, sondern eine angepasste Kaimauer-Anlage, die in das Hafenbild passt.


    Bis dahin, schönen Abend und viele Grüße:)

    Peter

  • Pitje

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  • Guten Morgen zusammen,


    Hans-Joachim Möllenberg : Danke HaJo, wir werden sehen, wie es wird!:thumbup:


    nach der obigen Ankündigung will ich den Worten natürlich auch langsam Taten folgen lassen.

    Zunächst aber erstmal herzlichen Dank für die Likes, schön, dass Ihr dabei seid! :):)


    Begonnen habe ich den Wasserturm in der Mitte, genauer gesagt mit dem Schaft, auf dem später dann das Wasserreservoire sitzen wird.


     


    Die Fenster habe ich ausgestichelt und mit Proky-Folie verglast, später kommen dann noch die in Realität erhabenen Fenstersimse dazu.


     


    Dieter empfiehlt im Inneren des Sockels durch eine weitere Röhre die Stabilität zu verbessern, was sicher eine sinnvolle Ergänzung darstellt, ich habe mich allerdings dazu entschieden eine Art Spantenkonstruktion einzusetzen, die zugleich als dunkler Hintergrund hinter den Fenstern dient. Verwendet habe ich dazu dunkelgrauen 300gr Karton.


     


    Danach gings an den Übergang zum Reservoire. Dieter hat im Bogen Klebelaschen zwischen den acht einzelnen Abschwüngen vorgesehen, davon habe ich allerdings Abstand genommen, da die bei 160gr. Karton zu dick auftragen würden, sondern stumpfe Weißleimnähte stattdessen verwendet.


       


    Das Ganze miteinander verleimt - Ende des ersten Bautags an diesem Modell.




    Trotz der Verkleinerung auf gut 2/3 der Originalgröße des Bogens passt das Ganze sehr gut zusammen, ich konnte keinerlei Ablage oder Verzerrung feststellen.


    Bis demnächst auf dieser Baustelle.:)


    Liebe Grüße

    Peter

  • Schönen guten Morgen Freunde,


    herzlichen Dank für die freundliche Zustimmung per Daumen!:):)


    gestern ging es in mehreren Bausitzungen weiter mit dem Turmoberteil, also dem Wasserreservoire und der Haube.

    Hier zunächst der Bau des Reservoires, bzw. des Behälters. Die Fenster habe ich ausgestichelt und mit einem sinngemäßen Fensterkreuz bestückt.


       


    Zur besseren Formgebung habe ich den im Bogen vorgesehenen Boden dieses Teils etwas verkleinert und im Inneren als Schablone eingesetzt. Die Achteck-Form kann schon recht eigenwillig sein, so gings aber ganz zufriedenstellend:


     


    Deckel druff - Reservoire fertig:


  • Die Haube besteht im Inneren aus einer Stützkonstruktion, die Dieter wie die Spälten einer Mandarine konstruiert hat, es sind also acht Stützspanten zentriert zu montieren, darauf kommen dann die Schalen des Dachs.


     


    Eigentlich sollten auf die Spanten noch Unterstreben gesetzt werden, ähnlich, wie bei den Unterwasserschiff-Konstruktionen vom HMV, die habe ich allerdings weggelassen, da in diesem Maßstab nicht erforderlich und zumal oben , bzw. außen drauf ohnehin noch die Verbinder zwischen den Schalen montiert werden.


    Auch diese Fenster wurden ausgestichelt und mit Fensterkreuzen und Scheiben versehen.


       


    Die Montage war dann recht einfach und im Ergebnis zeigt sich aufgrund der fotorealistischen Textur die Kuppel beinahe wie beim echten Turm::


       

  • Oben auf der Kuppel sitzt noch ein Ziertürmchen, das dem Neu-Ulmer Wasserturm seine typische Silhouette verleiht.



    Die mit Läden verschlossenen Fensteröffnungen habe ich ausgestichelt und von der Rückseite hinterklebt, so dass eine gewisse Struktur entsteht.



    Die Haube des Türmchens besteht aus drei aufeinander sitzenden Ringen, die sich nach oben verjüngen. Eine Spitze schliesst dann nach oben ab.



    Hier der Turm im Bauzustand von gestern Abend, einmal auf der Schneidmatte und einmal inmitten des Neu-Ulmer Hafens, hier kommt die Höhe des Turms mit 47m erst so richtig zum Ausdruck, finde ich:


     


    Bis zum nächsten Mal, schönen Rest-Freitag und viele Grüße :)


    Peter

  • Moin Peter,

    ein hübsches Modell, das mir auch wegen der harmonisch-gelungenen Farbgebung sehr gut gefällt.

    Und, selbstredend, von Dir wie immer gekonnt gebaut!

  • Hallo Peter,

    schön, dass Du etwas aus meinen Sammlung baust.

    Die Qualität Deiner Modellbauten ist ohnehin kaum zu toppen und die Geschwindigkeit, mit der Du das machst ebenfalls.


    Seit Monaten arbeite ich an der Konstruktion meines nächsten Bogens ca 600m im NO von diesem Turm entfernt.
    Vielleicht schaff ich die Veröffentlichung noch in diesem Jahr.

    Bleib gesund!

    Viele Grüße
    Dieter aus Ulm


    Leben und kleben lassen

  • Hallo Peter


    Das Bild vom Turm im Hafen ist umwerfend! Kompliment!

    Andi

  • Hallo Helmut, hallo Dieter, hallo Andi,


    ganz herzlichen Dank für Eure lobenden Worte.:)


    wediul :das ich irgendwann ein Modell von Dir bauen würde, war klar, die Frage war nur „wann“!

    Die jetzige Gelegenheit war sozusagen wie gemacht. Ich vermute, Dein aktuelles Projekt ist die Petruskirche?


    Liebe Grüße

    Peter

  • Schönen guten Morgen zusammen,


    habe mich gestern Abend noch gar nicht für die vielen Likes bedankt, was ich an dieser Stelle nachholen möchte: Vielen Dank!:):)


    Wie im ersten Beitrag dieses Bauberichts schon angkündigt, habe ich vor, die ursprüngliche Gebäudekonstruktion des Betriebshauses (ich nehme an, dass es diese Funktion hatte) , die Dieter dem Wasserturm aus dem aktuellen Bauzustand heraus verliehen hat, abwandeln, damit das Ganze in die Parallelwelt des Neu-Ulmer Hafens hinein passt.


    So habe ich die Wände, also im Prinzip das äußere Erscheinungsbild abgewandelt, indem ich Textur und Färbung des Turms übernommen, den Anteil des grasbewachsenen Hügels im breiteren Teil des Gebäudes weggelassen, die Grundkonstruktion des Gebäudes an sich aber beibehalten habe.


    Im Zusammenhang zum Bau dieses Modells ist mir übrigens bewusst geworden, dass ich in den 34 Jahren, die ich nun in Neu-Ulm wohne, noch nicht einmal gezielt den Wasserturm in Augenschein genommen habe. Ein sträflicher Faux-Pas, den es gilt umgehend zu beheben...:huh:


    So, damit klar wird, wie ich die Textur verändert habe, hier ein vorher/nachher Vergleich:



    Die Grundplatte habe ich entsprechend der nun kleineren Grundfläche des Gebäudes reduziert, so dass nun nichts mehr davon zu sehen ist, sobald die Wände stehen.


     


    Die neue Textur weist nun Fenster auf, die selbstverständlich transparent sind und mit Streben, sowie Glas versehen wurden. Die Tore habe ich etwas nach hinten versetzt gebaut, wobei das hintere Tor ja bisher unter dem Grashügel verschüttet war...


     



    Mal sehen, wie die Gesamtkonstruktion am Ende rauskommt, aber ich finde, so passt der Wasserturm als Industriebauwerk zu Beginn des 20. Jahrhunderts besser zum Hafen.


    Ich wünsche allseits einen schönen Sonntag.:cool:

    Bleibt gesund und liebe Grüße

    Peter

  • Schönen guten Morgen Freunde,


    vielen Dank für die Likes.:thumbup::)


    Gestern kam der doch recht spannende Teil des Zusammenfügens des Turms mit dem Betriebsgebäude. Ich gebe zu, dass ich zusammen mit der Bauanleitung, die Dieter auf seiner Homepage zur Verfügung gestellt hat, eine kleine Weile gebraucht habe, um zu kapieren, wie die Montage denn sinnvollerweise hätte laufen können. (Habe natürlich fröhlich vor rmich gebaut und erst danach die Anleitung zur Rate gezogen 8|)


    Zunächst würde ich etwaigen Nachbauern empfehlen, die Turmspitze mit Reservoire und Dach erst nach besagter Montage aufzusetzen, so kann man das Dach des Betriebsgebäudes einfach oben drüber schieben, aber es ging gottseidank auch so, wenn auch komplizierter.


    Da ich den Turm nun schon mal fertig hatte, musste also der Turmfuß durch die Dachöffnung, was mit etwas verkanten auch gut ging.

    In das Dach wird vor der Montage die Terrasse eingesetzt, sowie die Dachplatte mit der bedruckten Unterseite auf das Gebäude montiert. Diese ist gleichzeitig auch die Plattform für den später folgenden Turmkragen - so nenne ich das Ding erstmal.


     


    Der Turmkragen würde, wenn die Turmspitze noch nicht auf dem Turm säße, ganz einfach mit dem Dach verleimt und dann aufgesetzt werden können, so musste ich also den Kragen separat um den Turm setzen, danach das Dach von unten über den Fuß stülpen und beides um den Turm herum miteinander verbinden. Im Ergebnis bildete die Einheit Dach&Turmkragen also eine freischwebende, nur durch den achteckigen Ring gehaltene Einheit.


       


    Das Ganze wurde nun komplett auf das Gebäude gesetzt, wobei ich erst den Turm an seine Position gesetzt habe und danach das Dach. Letzendlich habe ich den Turm mit dem Turmring gar nicht miteinander verleimt, da beides sehr bündig zusammenpasst und außerdem so irgendwelche verschmierten Klebereste vermieden werden.

    Insofern steht der Turm ohne feste Verbindung zum Rest des Gebäudes an seinem Platz.


    Dieter hatte als Unterkonstruktion des Dachs noch eine Reihe an Verstrebungen etc. vorgesehen, diese habe ich allerdings weggelassen, da nach dem Herunter-Skalieren die Festigkeit durch die Nutzung von 160gr Karton groß genug war.


    Hier das Zwischenergebnis von gestern Abend:


     


     


    und mit komplettem Turm:



    Bis zum nächsten Mal, wünsche einen guten Wochenstart, bleibt gesund.:)


    Liebe Grüße

    Peter

  • Hallo Peter,

    das ist jetzt fix gegangen. Anleitungen machen schon Sinn ;)
    Next Projekt ist die ehm. Garnisionskirche St. Johann Baptist.

    Viele Grüße
    Dieter aus Ulm


    Leben und kleben lassen

  • Hallo,

    Wediuls Modelle sind immer ganz besonders. Sie gehen gut von der Hand und bereichern die Modellandschaft.

    Mein Exemplar habe ich mit herausnehmbaren Turm gebaut, damit er besser in Dioramen eingesetzt werden kann.

    Ulrich

  • Schönen guten Abend Freunde,


    wediul : hat ja auch so geklappt. Aber stimmt schon, erst lesen könnte helfen.;) Die Baptistkirche ist auch ein interessantes Projekt, bin gespannt. In dieser Kirche fanden immer die katholischen Schulgottesdienste statt - ich bin damals auf das Lessing-Gymnasium gegangen - insofern kenne ich sie ganz gut. Viel Erfolg beim Konstruktionsabschluss!


    modellschiff : Deinen Baubericht habe ich mir neulich als Erstes durchgelesen. Die Idee den Turm modular zu bauen ist mir auch durch den Kopf gegangen, aber ich denke, meine umcolorierte Version lässt sich auch ganz flexibel in Dioramen einsetzen.


    Heute Abend kam die Tür - oder besser das Tor auf die Terrasse dran, sowie das Hervorheben der Fenstersimse und der Kanten des Tumkopfs.In diesem Stil gehts einmal komplett ums Modell herum, danach ist es auch schon wieder fertig. Denke, es müsste übermorgen soweit sein.


     


    Wünsche einen schönen Abend.


    Liebe Grüße

    Peter

  • Moin, moin Peter,


    das Aufdoppeln von Fensterlaibungen, Eckmauerwerk und sonstiges Gesimse macht unheimlich was her und gibt dem Turm das "Sahnehäubchen".....ach neee, dass hat er ja schon :thumbup:!


    Gruß von der Ostsee

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Schönen guten Morgen zusammen,


    Hans-Joachim Möllenberg : Ja, solche Kleinigkeiten machen immer schon noch was aus, schon erstaunlich eigentlich. Was die Sahne angeht - Vanillezucker macht da das i-Tüpfelchen...^^:D


    Erneut ganz herzlichen Dank allen Likern, schön, dass Ihr dabei seid!:thumbup:


    Die letzten Abende habe ich mich mit der Ausstattung mit Fensterrahmen, Streben und aufgesetzten Strukturen beschäftigt, die den Bauabschluss bildeten.

    Hier einige Eindrücke des gestrigen Abends:


     



    und des fertigen Neu-Ulmer Wasserturms auf der Schneidmatte:


         



    sowie im Neu-Ulmer Hafen:


     


    Mein Fazit zum Bau:

    Habe das erste Mal eine Konstruktion meines hochgeschätzten Stammtischbruders Dieter Welz (wediul) gebaut - und es war ganz sicher nicht die Letzte.:thumbsup:

    Neben der hervorragenden Passgenauigkeit, trotz Skalierens, ist die fotorealistische Farbgebung und auch die durchdachte Konstruktion sehr angenehm und mit Vergnügen zu bauen.

    Auch, wenn ich den unteren Teil umcoloriert habe, was eher dem Verwendungszeck, als anderen Gründen geschuldet war, so spreche ich für den Originalbogen auf jeden Fall eine klare Empfehlung für alle Architektur-Liebhaber aus, die mal etwas weniger Bekanntes, aber dennoch sehr Ästhetisches bauen wollen.

    Ganz klar Daumen hoch für diesen Bogen!


    Damit endet an dieser Stelle die Bauberichterstattung, Bilder für die Wertungsgalerie werde ich noch anfertigen, dazu muss aber der Ulmer Nebel erstmal weichen....


    Danke fürs dabei sein und mitlesen, bzw. kommentieren - bis demnächst an anderer Stelle.:)


    Liebe Grüße

    Peter

  • Pitje

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  • Servus dem Peter,


    ich seh schon, in Neu-Ulm leben sie auf der Überholspur ... oder bist Du in Quarantäne & hast die Zeit einfach nur gut genutzt? Schee isser geworden, Dein Turm!


    Old Rutz

    Gründungsmitglied der HobbyModel-Gang und Luft46-Gang