Teil 2 des 4teiligen Dioramas mit Gebäuden von Gilbert et Louise Baud.

  • Da nun die 2 Gebäude von von Gilbert et Louise Baud fertig gestellt sind, die den 2.Teil meines zu fertigenden 4teiligen Dioramas beleben sollen, kann ich mich an den Bau der die Gebäude umgebene Landschaft machen. Diese Landschaft soll einen Fluß erhalten. Die Arbeiten werden hauptsächlich aus kartonfremden Materialien ausgeführt.


    Als erstes besorge ich mir eine 9mm starke Birkesperrholzplatte welche sehr verzugsfrei ist, mit den Maßen 65 mal 45 cm und mache eine Stellprobe mit den Gebäuden.


    Hier die 2 Gebäude für die ich das Diorama erstellen werde. Daneben die Schnittkante der Birkenholzschichtplatte.

    Die weiteren Holzarbeiten werden in leichtem Pappelholz ausgeführt. Hier die 10mm starke Pappelholzplatte auf dem Birkesperrholz. diese 10mm sind für die Tiefe des Flusses bestimmt.


       


    Nun der Verlauf des Flusses und dann mit der Brücke.


     


    An manchen Stellen besteht der Rand des Flusses aus einer Mauer, hier klebe ich die passend geschnittene Mauer aus Karton auf den 10mm starken Rand des Pappelsperrholzes.Die anderen Flußufer werden abgeschrägt.


     

  • Bevor der Fluß das Wasser erhält muß ich das Flußbett gestalten. Hierbei erinnere ich an Flüsse in Frankreich und Italien in denen ich geschwommen habe und den Felsen in den Flüssen welche manchmal als flache Felsplatten auf dem Grund lagen.Die Felsen gestalte ich aus Naturstein welchen ich im Wald gesucht habe.


      


    Den weiteren Flußgrund habe ich aus veschiedenem Sand, kleinen Steinen und Modellbaumaterial gestaltet.


       


    Der großen Flußbewuchs ist langfaseriches Moos von einem Eichenbaum.


     

  • Ich muß mich nun um das richtige Kunstwasser, sprich Modellbauwasser kümmern, denn damit habe ich keine Erfahrung. In der Zwischenzeit fertige ich eine Mauer die von der ersten Ebene bis zur dritten Ebene geht. Als Grundmaterial benutze ich Holz, an dem ich später die Grundplatte der dritten Ebene befestigen kann.


     


     


    Die zweite Ebene welche unter dem flachen Brückenbogen verläuft, dient offensichtlich dazu bei Hochwasser einen größeren Abfluß des Wassers zu gewähren. Hier meine Lösung von der ersten zur zweiten Ebene.


    An der Stützmauer habe ich noch ein wenig gewerkelt und die obere Kante vorstehen lassen welche ich dann mit Stützsteinen versehen habe.


  • Kommen wir nun zum Modellwasser! Hier bin ich nun nach einigem Suchen für meine Zwecke fündig geworden .Nr,1 Als erstes hatte ich mir von der Firma Noch Water-Drops gekauft. Sie sind in einer Schale und müssen im Backofen auf 150 Grad eine Stunde erhitzt werden und dann kann man sie in einen vorbereiteten Fluß oder See gießen. Der Inhalt reicht aber nur für eine Fläche von 20 mal 10 cm mit einer Tiefe von 0,5 cm. Da mein Fluß aber 65cm lang,11cm breit und 1cm tief ist würde das bei einem Preis von knapp 15 Euro ein teures Vergnügen, denn ich brauchte ca. 6 Schalen. Außerdem würde es Bei der Größe des Flusses zu Problemen mit dem unterschiedlichem Erkalten Kommen. Also für mich ungeeignet. Aber für kleinere Gewässer gut.




    Nr.2. Modellbauwasser in einer Flasche mit 0,5 Litern, gibt es von verschiedenen HO Modellbauherstellern. Troknungszeit ca. 24 Stunden,schrumpft aber nach dem Ausgießen um fast die Hälfte und eine Flasche kostet über 20 Euro. Also auch keine Option für mich.



    Nr 3. Epoxidharz Ultra Clear der Herstellerfirma Epodex. 1 Liter Harz und 0,5 Liter Härter kosten ca. 36 Euro mit Versand und reichen für den Fluß Diorama Teil 2. und Diorama Teil 4. also für 130 cm Fluß. Das Harz wird 2 zu 1 mit dem Härter gemischt, lange rühren, anfangs wird das Harz ein wenig trüb, aber nach längerem rühren wieder klar. Troknungszeit 24 Stunden. ich habe 2 Tropfen grüne Acrylfarbe beigemischt, damit das Harz eine ganz leichte Grüntönung bekommt. Diese Tönung ist so gut wie nicht zu sehen, aber das war von mir so gewollt. Der Fluß mußte mit der Wasserwage genau ausgerichtet werden, damit kein Harz überläuft und das Flußbett korrekt gefüllt wird.



    Hier das gefüllte Bachbett was nach 15 Stunden schon gut getoknet war.


       


    So, ich habe einmal alte Urlaubsfotos nach Wasser durchgesehen und wie hier zu sehen hat das Wasser im Fluß und im See leichte Wellen.


     


    Also habe ich den Versuch mit Wasser- Effekte von Noch gemacht. Das Zeug ist so ähnlich wie Silikon. Man trägt es mit einem Flachpinsel auf und kann die Wirkung sehr gut sehen da es milchig weiß ist. Ca. 1bis 2 Stunden später ist es dann fest und durchsichtig klar. Es haftet gut auf dem Epoxidharz. ich werde es verwenden, muß aber noch ein wenig üben den richtigen Effekt zu treffen.


    Waterripples von Woodland Scenis ist von Anfang an durchsichtig Klar und man kann etwas schlechter den Auftrag sehen. Zudem ist es doppelt so teuer.



     

  • Guten Abend Rainer...

    Ich war ja doch ne Weile offline und mußte mich erstmal wieder zurecht finden. 8|

    Was Du hier zeigst ist mal wieder "Schreinerrainer" pur und gefällt mir unheimlich gut. :thumbup:

    Vielleicht gelngt es Dir ja, das Diorama bis nächstes Jahr August fertig zu stellen. Ich denke da an die Ausstellung in Hemer.

    Das letzte Foto im mittleren Bilderblock schaut wie ein wild gewordener Fahrradfahrer aus. Toll. :D

    Bei dem Wasser hast Du Dir große Mühe gegeben, dass zahlt sich jetzt aus.

    Aber auch die neuen Bauwerke mit den Häusern von Gilbert et Louise Baud sind suuper geworden.

    All die Giebel, die zurück gesetzten Fenster und Verzierungen, daran erkennt man Dich. :thumbsup:

    Und keine Bange, ich bleib Dir stets gewogen. ;)

    Gruß, Renee

    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Schur Reene.

    Den 2. Teil des Dioramas werde ich auf jeden Fall bis ende des Jahres fertig bekommen, aber die darauf folgenden 2.Teile werden etwas brauchen, denn auf den 3. Teil kommt eines der sehr großen Modelle von Gilbert Baud das Museum.

    Das Foto mit dem Fahrrad ist vor ca. 40 Jahren in Südfrankreich an einem tollen See entstanden. Da sind wir mit dem Rad über eine Sprungschanze in den See gesprungen. es war nur etwas mühsam das Fahrrad wieder herauf zu holen, denn das lag dann in 3 Meter Tiefe.

    Gruß: Rainer.

  • Großes Kompliment für die "Wasserfüllung". An so etwas habe ich auch nach vielen Jahren Modellbau nicht herangetraut, und eher mit Folien und "Uhuschaum" für Strukturen auf der Wasseroberfläche gearbeitet.

    Mit herzlichem Gruß, Ulrich