Krullebol, skaliert auf 1:250, Kartonwerft.

  • Grüß euch.


    vor zwei Tagen gab es für mich eine große Überraschung.

    Imo hat mir ihr Vollenhovense Bol in 1:100 zum verkleinern auf 1:250 geschickt.

    @Imo: Ich habe mich darüber riesig gefreut! DANKE!


    Ich habe den Bogen auf 40% verkleinert, zweimal auf 160g Papier und zweimal auf 80g Papier ausgedruckt.

    Denn bei einer solchen Verkleinerung spielt die Papierstärke schon eine gewaltige Rolle.



    Und dann ging es gestern los.

    Grundplatte, Spanten, nicht verdoppelt, das 160g Papier ist ausreichend stark.



    Im Vorschiff habe ich noch etwas Blei eingebracht, damt der Winzling etwas "Gewicht" bekommt.


     


    Die achtere Kajütwand besteht aus zwei Lagen 160g Papier (Innen- und Aussenseite) und es ist mir gelungen die Fenster auszusticheln.

    Verglast wurde mit "Micro Kristal Klear".

    Da die achtere Kajütwand verdammt dick war, habe ich die Seitenwände aus dem Ausdruck mit 80g Papier genommen.

    Die Bullaugen wurden ausgestanzt und ebenfalls verglast.



    Danach die erste Seite der Bordwand.

    Die Länge passte genau und die beiden Teile fügten sich perfekt an einander.



    Jetzt gab es eine Pause, damit der Kleber aushärten konnte.


    Liebe Grüße


    Wiwo

    "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"

    Fritz Grünbaum, 1934

    Edited once, last by wiwo1961: Bild im Betrag eingefügt und mit Text versehen. ().

  • Moin, moin Wolfgang,


    geht doch....geht doch....^^, da war ich mir inzwischen ziemlich sicher......gut, das wird nicht jeder bewerkstelligen können, aber man wächst deutlich mit den Aufgaben, das habe ich selbst bei meinen letzten Modell erlebt......du kriegt das jedenfalls hin :thumbup:!


    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Grüß euch, Post.


    ich freu mich riesig, daß euch der 32mm lange "Pulce d' Acqua" gefällt.

    Vielen Dank Robert, Gustav, Imo, Willi, Manfred, Beleuchter, Helmut, Peter, Ulli&Peter, Dirk, Johannes, Theo und Heiner, für eure Likes, von denen ich gerne einen guten Teil an Imo weitergebe, da sie das Boot so gut konstruiert hat, daß es auch in 1:250 schön zu bauen ist.


    Servus Heiner, tu das, tu das, es lohnt sich!


    Servus HaJo, du hast recht, es setzt solide Erfahrung im Papiermodellbau und Materialkenntnis voraus und nicht jeder wird diese Herausforderung im ersten Versuch meistern.

    Mir hat der Bau bis jetzt enorm viel Spaß bereitet.


    Gleich geht es mit dem Bericht weiter.


    Liebe Grüße


    Wiwo

    "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"

    Fritz Grünbaum, 1934

  • Hier bin ich wieder.


    Als nächstes die andere Bordwand.

    Auch hier hat alles hervorragend zusammengepasst.



    Zwei Schrägansichten der Länge nach.

    Die vordere Luke und die Sitzbänke im Cockpit sind ebenfalls eingebaut.


     


    Jetzt war die Inneneinrichtung dran.

    Lokus, Pantry, ein Eckkästchen und eine oben offene Abteilung, alles passte sehr gut hinein.

    Die beiden Sitzbänke musste ich um etwa 0,2mm kürzen.

    Das ist aber durch das zu dicke Querschott zum Cockpit bedingt.

    Auch die Trittbretter des Abganges musste ich etwas einkürzen.

    Danach noch der Klapptisch und die Einrichtung ist komplett.


     


    Und dann das Dach drauf. ;(

    Wenigstens sieht man durch das offene Schiebeluk, daß die Einrichtung da ist.



    Das war es bis zum nächsten Mal.


    Liebe Grüße


    Wiwo

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    Fritz Grünbaum, 1934

  • Einen schönen Nachmittag.


    Torsten, Stefan, Imo, Robert, HaJo, Helmut, Manfred, Dirk, Peter, Johannes und Klaus, vielen Dank für eure Likes!


    Servus Ulrich, der Lütte ist absolut ein Hingucker, vorallem wenn man ihn dann an einem "Großen" vorbeisegeln lässt.


    Als nächstes die Prallhölzer an den Längsseiten.

    Auch hier reichte aufgrund der Skalierung jeweils ein Streifen aus 160g Papier.


     


    Noch ein Blick vom Bug aus.



    Jepp, ist meine Pfote, die den Lütten hält.


    Jetzt war etwas Kleinkram dran, eine Klampe am Vorschiff, die beiden "Bärenzähne", das Mastlager und zwei weisse Dreiecke an der Bordkante.



    Dann die Seitenschwerter.

    Es sind alle vorgesehenen Teile eingebaut.

    Bei den Zapfen habe ich zwei T-förmige Abschnitte einer Leiter zusammengeklebt, denn die Teile auszuschneiden habe ich nicht geschafft.


     


    Bis zum nächsten Mal.


    Liebe Grüße


    Wiwo

    "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"

    Fritz Grünbaum, 1934

  • Moin zusammen,


    HATSCHI!!! - verdammt, wo ist das Boot?


    Ich kann Euch extrem Kleinteiligen nur mit Verwunderung und grossem Respekt zusehen...unglaublich.


    Jedenfalls geht es in 1/250. Q.E.D.



    Gruß

    Hadu

    Vielleicht kommt der Tag, an dem mehr Leute checken, dass Idiotie nicht links oder rechts ist, sondern in erster Linie daher rührt, dass jemand ein Idiot ist! (M. Tegge)




    www.modell-und-geschichte.jimdo.com


    Mitglied der Luft'46-Gang

  • Einen schönen Vormittag.


    Andreas, Christian, Klaus, HaJo, Ulli&Peter, Eberhard, Peter, Robert, Dieter, Manfred, Olli, Gustav, Helmut und Johannes, vielen Dank für eure erhobenen Daumen.


    Servus HaJo, ein paarmal hab ich schon nach dem Boot gesucht, da hatte es sich doch hinter einer Spule Fliegenfischgarn versteckt. :D


    Servus Hadu, sooo leicht fliegt der Kleine nicht ab, der hat eine anständige Portion Blei im Vorschiff um etwas "Gewicht" zu bekommen. ;)


    Weiter auf der Werft.


    Als nächstes Habe ich Segel, Wimpel und Nationale skaliert und beidseitig auf 80g Papier gedruckt.

    Weiters Mast und Baum aus Bambus mit der Ziehklinge zugerichtet.

    Die Segel sind ausgeschnitten und die Gaffel sowie die Gabel sind angeklebt.



    Die Geländer und den Bügel für die Großschot habe ich nachgezeichnet und mit dem Laser geschnitten.



    Dann habe ich die Handläufe am Kajütdach und die Geländer beim Cockpit montiert.

    Mast und Segel sind auch schon angebracht.


     


    Dann der Bügel für die Großschot.



    Vorstag und Wanten sind gesetzt.


     



    Beim Vorstag muß ich noch nachjustieren.

    Bitte entschuldigt, daß die Bilder etwas unscharf sind, aber es sind Ausschnittsvergrößerungen der Originalbilder.

    Meine Minolta Dynax 7D mit Objektiv AF 28-85 und 1:3,5 im Makromodus stößt hier an die optischen Grenzen.

    Zum Vergleich, das letzte Bild ohne Zuschnitt und Vergrößerung.



    Liebe Grüße


    Wiwo

    "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"

    Fritz Grünbaum, 1934

  • Lupen-Mikro-Modellbau ist , wenn die Kamera selbst im Makrobereich nicht mehr mithalten kann.


    Respekt!

    Es muss nicht alles perfekt sein, was gut tut.

  • Einen schönen guten Abend.


    Gustav, Theo, HaJo, Imo, Andreas, Dirk, Johannes, Manfred, Olli, Helmut und HaJo (Zimmer), vielen Dank für eure Likes!


    Servus Manfred, ja da musste dann modernere Technik ran! Danke für dein Lob!


    Was fehlt noch?
    Das laufende Gut.
    Ich habe diesmal die Smartphone-Kamera bemüht, denn die hat eine überraschend gute Optik.


    Zuerst die Großschot.
    Ich hab sie sozusagen "im Bogen" zusammengesetzt, damit der Abstand passt.
    Weiters die Dirk, Talje zum hochziehen der Gaffel, die Talje zum dichtsetzen der Gaffel und der Windwimpel ist auch schon am Mast.



    Danach die diversen Fallen.


     


    Dann noch die Fockschoten.



    Dabei bemekte ich, daß ich die Schotwinschen noch nicht montiert hatte.

    Diesen Schritt schnell nachgeholt und damit waren die Takelarbeiten am laufenden Gut erledigt.


     


    Jetzt fehlt nur noch der Flaggstock achtern mit der Nationale.


    Liebe Grüße


    Wiwo

    "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"

    Fritz Grünbaum, 1934

  • Finale piccolo.

    Hier bin ich noch einmal.



    Der Flaggstock für die Nationale wird am Ruderblatt befestigt.
    Für mich eine ungewohnte Anordnung.
    Ach ja, als wirklich letzte Bauteile hab ich noch die Bretter mit dem Schiffsnamen angebracht.



    Noch zwei Fotos in voller Fahrt!


     


    Damit ist dieser Baubericht fertig!


    Von all den Teilen habe ich bei den Spanten die Teile 8, 15 und 15a nicht verwendet, keine Idee wo die hingehören.
    Ansonsten habe ich die Teile 33, 38, 43, 50, 54 und 54a nicht verwendet, da nicht benötigt bzw nicht zugeordnet werden konnten.
    Bei 56 und 57 (Bootshaken und Fockbaum) bin ich noch am überlegen.
    Aber das werdet ihr dann bei den Galeriebildern sehen.


    Mein Fazit, das Bol ist in 1:250 baubar, vielleicht nicht für jeden, aber es hat mir gewaltigen Spaß gemacht.
    Ein dickes Dankeschön an Imo, daß ich es bauen durfte.


    Liebe Grüße


    Wiwo

    "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"

    Fritz Grünbaum, 1934

  • wiwo1961

    Added the Label Completed
  • Hallo Wolfgang,


    einfach nur toll!


    Auf meinem Bildschirm ist das Boot etwa 6-fach vergrössert und sieht trotzdem perfekt aus.


    Besonders gefällt mir das letzte Bild, da sieht man die Krängung sehr schön.


    Kannst du das Zurichten mit der Ziehklinge mal zeigen, wie spannst du ein und wie sieht die Klinge aus.


    Der Bambus stammt wohl von Schaschlikstäben aus dem Asia Food Laden?


    Gruß Joachim

  • Es geht also doch. Tolle Arbeit Wolfgang und perfekt gebaut.


    Ich bin ja jetzt eine richtige Randlatte und stell mir vor, der Wind bläst ins Tuch, müsste dann der Windwimpel nicht andersrum stehen?


    Immer Kielholen, wenn ich falsch liege.


    Liebe Grüße

    René

    Ein leerer Kopf nickt leichter.

  • Moin zusammen,


    ...quod erat demonstrantum. Ist in 1/250 baubar. Beweis erbracht, grosses Kompliment!


    @René, der Vorteil eines solchen Gaffelriggs ist, hoch an den Wind gehen zu können. D.h. man segelt fast gegen den Wind, der Vortrieb kommt durch den am Segel entlangstreichenden Wind, wie der Auftrieb bei einer Flugzeugtragfläche. Der am Mast fühlbare Wind ist ja nicht der tatsächliche, also "wahre" Wind, sondern der "falsche oder scheinbare Wind", also der am Mast vorhandene Wind, zusammengesetzt aus dem gewehten Wind, dem Fahrtwind und der Bewegung des Bootes im Strom und Abdrift. Ich hoffe, ich hab das noch richtig in Erinnerung, es ist viele, viele Jahre her, seit dem "Zettel"...


    Gruß

    Hadu

    Vielleicht kommt der Tag, an dem mehr Leute checken, dass Idiotie nicht links oder rechts ist, sondern in erster Linie daher rührt, dass jemand ein Idiot ist! (M. Tegge)




    www.modell-und-geschichte.jimdo.com


    Mitglied der Luft'46-Gang

  • Guten Morgen.


    Der Kleine ruft ja ein gewaltiges Echo hervor!

    Andreas, Reinhard, Dirk, Stephan, Johannes, HaJo, Ulli&Peter und Andreas (Schleusenwärter), vielen Dank für eure Likes!


    Servus Hajo: Herzlichen Dank für dein großes Lob!


    Servus René: Ich freu mich, daß dir der Lütte so gut gefällt. Hadu hat dir schon ausführlichst auf deine Frage geantwortet. Trotzdem hab ich dem Wimpel noch einen deutlicheren Knick zur Leeseite gegeben.


    Servus Hadu: Danke für die Antwort auf Renés Frage. Danke auch für deine anerkennenden Worte, sie haben mich echt gefreut!


    Servus Joachim: Danke dir! Auch mein Lieblingsbild ist das mit der schönen Krängung von achtern fotografiert.


    Nun zu deinen Fragen.

    Ich verwende Bambusstangen aus meinem Holzlager.

    Da schneide ich ein gerades Stück zwischen zwei Knoten heraus und spalte dieses mit einem alten Küchenmesser.

    Diese Teile werden weiter gespalten bis ich den gewünschten Basisdurchmesser habe.

    Als Ziehklinge verwende ich eine ganze Abbrechklinge für ein Schiebemesser.



    Zur Bearbeitung halte ich ein Ende Fest und ziehe mit der Ziehklinge die Holzspäne ab.

    Die Klinge wird dabei in Zugrichtung geneigt.

    Das Werkstück wird gedreht und dabei weiter abgezogen.



    So erhält man einen runden Mast mit konischem Verlauf oder eine Raa.
    Ich hoffe deine Frage damit ausreichend beantwortet zu haben.


    Liebe Grüße


    Wiwo

    "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"

    Fritz Grünbaum, 1934

  • Moinsen zusammen,


    als gelernter Tischler schalte ich mal kurz in den Klugscheißmodus:


    Eine Ziehklinge gehört zum Werkzeugrepertoire eines jeden Tischlers und sieht doch etwas anders aus als das oben gezeigte, als Schiebemesser benannte Cuttermesser aus.
    Perfekt beschrieben wird es hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Ziehklinge


    Was die hervorragende Umsetzung dieses Winzlings keinesfalls schmälern soll.


    Beste Grüße,

    Manfred

    Es muss nicht alles perfekt sein, was gut tut.

  • Hallo Wolfgang,


    vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort, jetzt habe ich es verstanden .


    Bisher kannte ich zwei Arten von Ziehklingen, den großen "Fahradlenker"


    und ein kleineres Teil, beides zweihändig und für einen Winzmast eher


    ungeeignet, weil ich keine weiteren Hände zum Festhalten habe.


    Schaschlikstab in Minibohrmaschine zwischen geknicktem Schleifpapier


    laufen lassen geht aber auch.


    Gruß Joachim

  • Tja, also,


    diese Werkzeuge werden landschaftlich und berufständisch unterschiedlich benannt:
    Der Fahrradlenker wird auch als Zieh-, Zug-, Reif-, Schäl-, jeweils -messer oder -eisen bezeichnet, manchenorts auch Ochsenkopf.
    Das "kleinere Teil" kenne ich als Zieh-, Zug- oder Schweifhobel.
    Vielleicht gibt's bei unseren deutschsprachigen Nachbarn noch weitere Bezeichnungen.

    In der Tat ist keines davon für den hier diskutierten Zweck geeignet.
    Dazu käme eher die Ziehklinge, wie unter wiki beschrieben in Frage.
    Oder jedes andere zum Schaben geeignete Werkzeug, wie Taschen-, Küchen-, Kartoffel-, Schnitz- und sonstige Messer.
    In Ermangelung o.a. Werkzeuge eignet sich übrigens für o.a. Zweck auch eine Glasscherbe ausgezeichnet, die über den Kostenvorteil hinaus auch noch über die höchste Standzeit verfügt.
    Jedenfalls sind Dir, Wolfgang, Mast und Baum, mit was auch immer, gut gelungen.

    Beste Grüße,

    Manfred

    Es muss nicht alles perfekt sein, was gut tut.

  • Servus Manfred,

    vielen Dank für deine ausführlichen Erklärungen zum Thema Ziehklinge.

    Ich hatte mir vor Jahren für ein Holzmodell ein paar spezielle Klingen hergerichtet um profilierte Zierleisten aus Ahornleisten herzustellen.

    Und ja, ich habe auch schon Glasscherben zum glätten von Decksplanken benutzt.

    In diesem speziellen Fall um ein etwas "rustikaleres" und "lebendigeres" Deck zu bekommen.


    Servus Joachim,

    ich freu mich, daß ich dir helfen konnte.

    Die Minibohrmaschine wäre im gegenständlichen Fall schon ein zu "schweres" Gerät.


    Für die vielen Likes bedanke ich mich ganz herzlich bei Gustav, Rainer, Peter, Wolfgang, Klaus, Heiner und Matthias.


    Mittlerweile gibt es auch schon Galeriefotos mit einer kleinen Überraschung: Krullebol, Kartonwerft, skaliert auf 1:250


    Liebe Grüße


    Wiwo

    "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"

    Fritz Grünbaum, 1934