Eisbrecher Stettin HMV 1:250 (Mein Urlaubsbaubericht)

  • Für mich ist jetzt endlich die Urlaubszeit angebrochen und ich verbringe meinen Urlaub wieder auf der Nordseeinsel Föhr. Dabei ist dieses Mal die Auswahl dieses Urlaubsortes weniger der lieben Gewohnheit wegen (ich bin die letzten 25 Jahre sehr oft auf Föhr gewesen), sondern eher der Tatsache Corona geschuldet. Denn so viele Urlaubsorte gibt es derzeit nicht, wo man bedenkenlos in den Urlaub fahren kann.


    So habe ich meinen kartonistischen Koffer gepackt. Den Bau der Preußen werde ich nach meinem Urlaub abschliessen.

    Bild 1: Der kartonistische Koffer ist gepackt


    Es fehlt jetzt nur noch ein wenig Urlaubsstimmung und es kann losgehen.


    Bild 2: Ein wenig Urlaubsstimmung gefällig

    Die Auswahl des Modells:

    Wenn ich auch zu Hause die Herausforderung liebe. Für mein Urlaubsmodell gelten zwei Voraussetzungen:

    • Es muss einfach zu bauen sein
    • Es muss in der Urlaubszeit fertig zu stellen sein

    Meine Auswahl fiel dieses Jahr auf den Eisbrecher Stettin vom HMV.


    Bild 3: Bogen des Eisbrechers Stettin vom HMV


    Dem Original begegne ich regelmäßig auf dem Hamburger Hafengeburtstag.


    Bilder 4 und 5: Der originale Eisbrecher Stettin auf dem Hamburger Hafengeburtstag


    Ein paar Dinge vorweg

    Ich fange bei dem Modell nicht ganz von Null an, sondern habe Arbeitsgänge zu Hause bereits vorgefertigt, da ich dann bestimmte Werkzeuge nicht mehr mitnehmen muss und damit Platz und Gewicht spare.


    Zwei Beispiele:

    Die Grundplatte klebe ich mit Flexogum auf ein kleines Stück Laminat. Das Laminat passt genau in eine Transportbox. In dem ich die Grundplatte zu Hause bereits aufklebe spare ich die Mitnahme der Flexogum-Tube.


    Bild 6: Aufkleben der Grundplatte auf Laminat mit Flexogum


    Große Flächen verdoppeln verklebe ich lieber mit Sprühkleber als beispielsweise mit Leim. Auf diese Weise vermeide ich Wellenbildung bei großen Flächen.


    Bild 7: Verklebung größerer Flächen mit Sprühkleber


    In dem ich dieses bereits vorab zu Hause mache, muss ich natürlich auch die Sprühflasche nicht nach Föhr mitnehmen.


    Änderungen an der Konstruktion:

    Ich behalte mir vor, Änderungen an der Konstruktion (Nicht am Aussehen des Modells selbst) vorzunehmen, bspw. wenn sie zu Steigerung der Stabilität des Modells dienen.

    Beispielsweise habe ich alle Spanten verdoppelt. Durch die Verdopplung der Spanten habe ich am Mittelspant unten so viel Klebefläche, dass ich auf die Laschen verzichten kann.


    So schließe ich meinen ersten Bau- bzw. Urlaubstag mit dem Spantengerüst ab.



    Bild 8: Das Spantengerüst ist fertig

  • @ Hans-Joachim Möllenberg: Moin HaJo,

    deine Bearbeitung wertet das Bild richitg auf. Ich habe das Foto während des Hafengeburtstags von der Peilplattform der Cap San Diego aufgenommen. Das ist der höchste Punkt auf dem Schiff, den ein normal Sterblicher wie ich überhapt begehen kann. Da die Cap San Diego etwas höher ist, konnte ich auf die Stettin herunterfotografieren.

    theo modellbau: Hallo Ulrich,

    vielen Dank für die Bilder. Dazu fällt mir eine kleine Geschichte ein. Ich habe am langen Wochenende zu Christi Himmelfahrt die Nordseeinsel Föhr besuchen wollen. In HH-Altona im Bahnhof stand dann auf jedem Bildschirm, dass die Nordseeinseln für Besucher gesperrt seinen. So war meine Fahrt zwangsläufig in HH bereits zu Ende.

    In HH besuchte ich natürlich auch den Museumshafen in Oevelgoenne. Dort lagen jedoch weder Stettin noch Woltman vor Anker.


    Das Wetter hier auf Föhr hat sich länger als erwartet gut gehalten. Einige Fortschritte konnte ich dennoch erzielen.

    Als erstes habe ich die Laschen der Grundplatte rot eingefärbt. Dieses soll verhindern, dass man später weiße Blitzer sehen könnte.


    Bild 1: Meine Maßnahme gegen mögliche weiße Blitzer


    Da es hier im Norden etwas windiger ist, als zu Hause habe ich mir gedacht, das Modell sollte etwas Gewicht bekommen. So habe ich noch etwas Bleiband für Gardinen von zu Hause mitgenommen, dieses aufteilt und vorn und hinten auf der Grundplatte festgeklebt. Später, wenn das Modell einmal fertig ist, liegt es besser in der Hand und wird auch bei einem Windstoß nicht so leicht weggefegt.


    Bilder 2 und 3: Die Stettin wird „gewichtet“


    Normalerweise würde jetzt laut Bauplan eine Kombination aus Deck und Innenschanz auf das das Spantengerüst aufgeklebt. Die meisten Bauanleitungen gehen so vor, da das Deck dem Modell eine zusätzliche Stabilität verleiht, bevor die Bordwände angebracht werden.

    Da ich aber als stabilisierendes Element meinen Laminatstreifen habe, kann ich hier vor der vorgegebenen Reihenfolge abweichen und die Bordwände anbringen.

    Das ist mir wichtig, weil ich ohne Deck die Möglichkeit habe von oben bei der Verklebung von Spanten und Bordwänden noch korrigierend einzugreifen.

    Doch zuerst muss ich die Bordwände erst einmal herstellen. Ich werde auch die Innenschanz bereits mit einkleben. Hier muss man beachten, dass die Innenschanz auf Grund der Krümmung der Bordwand bereits verkürzt ist. Also habe ich die Bordwand schon einmal vorgekrümmt, bevor ich die Innenschanz eingeklebt habe.


    Bild 4: Bordwände verklebt und vorgeformt


    Das Anbringen der Bordwände erfordert natürlich noch ein weiteres Vorformen.

    Ich habe so im Gefühl, dass das Anbringen der Bordwände nicht ganz einfach sein wird.

  • Den gestrigen Tag, den man nicht für Aktivitäten draußen nutzen konnte, habe ich für den Weiterbau der Stettin verwendet.

    Dabei bin ich mit dem Schiffsrumpf erst einmal fertig geworden, sodass das Deck im nächsten Schritt aufgesetzt werden könnte. Der Rumpf lies sich bis in dieses Stadium gut bauen.


    Bilder 1 und 2: Der Rumpf ist soweit fertig


    Als nächste Schritte werden die Bullaugen mit Klarsichtfolie hinterklebt und das Deck aufgesetzt.

    Wenn ich einmal im Bau ein wenig vorausdenke, bin ich beim Heck jedoch ein wenig stutzig geworden. Das Deck schließt mit der Unterkante der Innenschanz ab. Bis zur Auflage auf das Spantengerüst ist jedoch noch ein wenig Platz. Das würde bedeuten, dass der Heckbereich nicht auf den Spanten aufliegt.


    Bilder 3 und 4: Der Heckbereich


    Im Bugbereich und in der Mitte passt es soweit alles nach Augenmaß. Ich bin einmal gespannt, ob hier alles passt oder ob ich hier tricksen muss.

  • Moin Urlauber,

    das sieht doch schon sehr gut aus! Du baust den Schiffsrumpf nach meiner bevorzugten Methode. Laß Dich beim Heck nicht zu doll irritieren, die Schanz fällt dort extrem nach innen, eine Passungenauigkeit würde man später fast nicht sehen, Hauptsache, daß Du die Kanten vorher schwärzt und die Naht von außen nicht so sichtbar ist. langsam, 8mm für 8mm!!!! kleben.

    Ich habe die Stettin vor x Jahren, noch von WHV, gebaut. Keine Probleme gehabt, von anderen Kartonbauern habe ich Gejammer gehört.

    Weiter viel Spaß auf Föhr, laß doch die Regenwolken weiter ziehen, wir brauchen hier dringend Wasser;), alles dröch

    Ralph

  • ralph.e: Moin Ralph,

    meine bevorzugte Baumethode geht sonst sogar noch einen Schritt weiter. Ich baue den gesamten Heckbereich der Bordwand vor und ziehe diesen über das Spantengerüst wie einen Schuh über. So habe ich mit Erfolg die Modelle von Passat, Preußen, Hammonia und auch Meteor gebaut.


    In der Schlechtwetterzeit habe ich den Rumpf nun fertigbekommen.


    Zuerst habe ich die Bullaugen mit Klarsichtfolie hinterklebt. Während der Klebephase halten kleine Klammern die Klarsichtfolie fest.


    Bild 1: Die Bullaugen werden mit Klarsichtfolie hinterklebt


    Im nächsten Schritt soll das Deck eingebaut werden. Zu Hause habe ich das Deck bereits mit Sprühkleber verdoppelt. Durch die vergrößerte Klebefläche konnte ich die Laschen an der Seite entbehren.


    Bild 2: Vorbehandlung des Decks


    Das Deck und die noch zu verbauenden Schanzwände haben soweit gepasst.


    Bilder 3 und 4: Das Deck ist soweit eingebaut


    Jetzt sind die Schanzkleidstützen an der Reihe. Obwohl sie als LC-Teile vorhanden sind, verwende ich die Kartonteile aus dem Bogen, da sie problemlos ausschneidbar sind. Meiner Meinung nach sind die LC-Schanzkleidstützen Teile, die im LC-Satz nicht unbedingt enthalten sein müssten.


    Bild 5: Ich verwende die Schanzkleidstützen aus dem Bogen


    Danach setze ich den Schanzkleidabschluss oben auf das Schanzkleid drauf. Diesen Schanzkleidabschluss verdopple ich und färbe die Seiten schwarz.


    Bild 6: Der Schanzkleidabschluss wird oben auf das Schanzkleid aufgesetzt


    Damit ist mein Bauabschnitt abgeschlossen. Anbei die Ergebnisse.


    Anbei die Bilder vom fertigen Rumpf.



    Bilder 7 bis 9: Der fertige Rumpf


    Zur Bauanleitung habe ich wieder aufgeschlossen und folge dieser jetzt.

  • Eigentlich wollte ich gestern noch einen Strandspaziergang machen, aber ein nicht gemeldetes Gewitter hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht.

    So habe ich mich intensiv dem Weiterbau gewidmet.

    Die unteren Aufbauwände standen an. Für mich ist auch selbstverständlich, dass alle Bullaugen und Fenster ausgeschnitten und mit Klarsichtfolie hinterklebt werden.


    Bild 1: Mit Klarsichtfolie hinterklebte Bullaugen und Fenster


    Der einzige Kleber, der aus meiner Erfahrung hält, ist Sekundenkleber, da die Oberfläche der Klarsichtfolie sehr glatt ist halten dort wenige Kleber.

    Bei den Seitenwänden tritt ein weiteres Problem auf. Hier werden im oberen Bereich an einigen Stellen Winkellaschen angeklebt, die hinterher das nächst höhere Deck tragen. Die Laschen würden an der Aufbauwand jedoch die ausgeschnittenen Bullaugen und Fenster überkleben.

    So habe ich dann die Winkellaschen im Winkel getrennt und nur den Teil, der das Deck verklebt stumpf mit der Aufbauwand verklebt.


    Bild 2: Winkellaschen werden stumpf mit der Aufbauwand verklebt


    Mit den Aufbauwänden kommen auch die Details. So habe ich Oberlichter ausgeschnitten und mit Klarsichtfolie hinterklebt.


    Bilder 3 und 4: Details an den Aufbauwänden


    So habe ich dann die unteren Aufbauwände fertiggestellt. Anbei die Bilder mit den fertigen Aufbauwänden.



    Bilder 5 bis 7: Die unteren Aufbauwände sind fertig


    Im nächsten Bauschritt werde ich das nächste Deck aufsetzen.

  • In den letzten Tagen war hier auf Föhr immer ein Mix aus Sonnenschein und auch aus manchmal sehr heftigen Regenschauern. So konnte ich kontinuierlich an der Stettin witerarbeiten.

    Im nächsten Schritt präpariere ich das Zwischendeck. Hier sind (leider) Schlitze für Stecklaschen enthalten. Diese schneide ich einmal mit dem Cutter ein und weite sie mit einer Stecknadel.


    Bild 1: Vorbereitung des Zwischendecks


    Ich bin kein großer Freund von Stecklaschen, da man das darunterliegende Deck nie ganz mit der Aufbauwand verbunden bekommt. Zwischen den einzelnen Stecklaschen entstehen immer wieder sog. Täler, wo man den Boden der Aufbauwand nur äußerst schwer mit dem Deck verbunden bekommt. Ich hatte schon lange Zeit kein Modell mit Stecklaschen mehr gebaut. Sonst hätte ich sofort mir ein paar Winkellaschen konstruiert. Ich weiss nicht, warum ich es nicht getan habe.

    Danach habe ich von unten die tragenden Streben angebaut. Jetzt kommt man noch gut an die Unterseite des Decks dran. Ich habe auch jetzt die Streben aus dem Kartonbogen verwendet, da sie für mich sehr gut baubar waren.


    Bild 2: Die Streben werden jetzt an der Unterseite des Decks befestigt


    Das Deck wird jetzt aus mehreren Teilen zusammengefügt und sieht einbaufertig so aus:


    Bild 3: Einbaufertiges Deck


    Ein bischen Anpassungsarbeit war schon notwendig, bis es passte.


    Bilder 4 und 5: Das Deck ist eingebaut


    Beim Aufsatz der nächsten Aufbauten zeigte sich dann die bereits beschriebene Wellenbildung an der Unterseite der Aufbauwände. Gut, dieser Bereich ist beim fertigen Modell hinterher nur noch schwer einsehbar.


    Bild 6: Die nächsten Aufbauwände sind gesetzt


    Die Aufbauwand wird auf der gegenüberliegenden Seite noch durch ein wenig Mobiliar ergänzt.


    Dann war die für das Schiff charakteristische Brückenfrontwand an der Reihe. Ich habe, wie bei mir üblich alle Fenster ausgeschnitten und mit Klarsichtfolie verglast. Hier hätte ich als LC-Teile Schleuderscheiben gut gebrauchen können. Diese sind im LC-Satz jedoch nicht enthalten. Ich muss jetzt einmal schauen, ob ich sie aus den ausgeschnittenen Fenstern rekonstruieren kann. Die Schleuderscheiben wären echt eine sinnvolle Ergänzung für den LC-Satz gewesen.


    Bild 7: Die Brückenfrontwand wird vorbereitet


    Bei der Höhe der anzubringenden Frontwand habe ich nur einen einzigen Anhaltepunkt. Das ist das Hauptdeck. Ein kleiner Teil ist bis auf das Hauptdeck heruntergezogen.


    Ich kann nur hoffen, dass Frontwand und Aufbauwände an der höchsten Stelle in einer Flucht liegen. Wider Erwarten gestaltete sich das Anbringen der Brückenfrontwand relativ einfach. Man muss nur darauf achten, dass die Steuerbord- und die Backbord-Seite mit dem Rest auf einer Höhe liegt.


    Bild 8: Die Brückenfrontwand ist angebracht

    Von der Rückseite sieht das Ganze jetzt noch ein wenig hohl aus, aber das wird sich mit den nächsten Bauschritten noch ändern.


    Bild 9: Die Brückenfrontwand von hinten betrachtet

  • Moin Axel,


    zu den Stecklaschen: ich mache mit der Lochzange an der Innenseite der Aufbauwände zwischen den Stecklaschen jeweils ein Loch, um bei Bedarf das Deck mit einer Häkelnadel oder einem entsprechend geformten Draht hochziehen zu können. Wenn nötig, kann die Aufbauwand noch mit einem Kartonstreifen nach außen gedrückt werden. Im Ergebnis erhält man sehr saubere und stabile Verbindungen.


    Beste Grüße,


    Manfred

    Es muss nicht alles perfekt sein, was gut tut.

  • Moin, moin Axel,


    da, wo immer möglich, verklebe ich zuerst die Aufbauwände mit den Stecklaschen bündig mit dem betreffenden Deck, bevor ich das Deck einbaue. So gibt es eine gute, "wellenfreie" Verbindung, man kommt von unten an und man kann erforderlichenfalls noch gut nacharbeiten. Balkenbucht etc. kann man so auch gut vorformen und ggf. dann mit den Querwänden formgebend stabilisieren. Ansonsten sind Winkel oder Streifen aus Graupappe auf längeren "Gradeaus-Strecken" auch eine gute Lösung.


    Gruß

    HaJo

  • Hans-Joachim Möllenberg : Moin HaJo,

    ich habe ein wenig überlegt und mir eine praktikable Lösung einfallen lassen, mit der ich diese "unschöne Ansicht" ein wenig verbessern kann.

    Ich habe mir eine Winkellasche zurechtgeschnitten. Dann habe ich unter der Aufbauwand die Stecklaschen abgeschnitten und die Aufbauwände vom Deck getrennt.


    Bild 1: Das noch offene Problem mit den Stecklaschen


    Die neue Winkellasche konnte ich dann innen auf das Deck kleben. Nach Abtrocknen der Winkellasche habe ich dann mit einem kleinen Haken das Deck an die Aufbauwand hochgezogen und mit der Aufbauwand bündig verklebt.


    Bild 2: Das Ergebnis sieht schon wesentlich besser aus


    Das nächste Thema kann ich dann separat aufbauen. Es geht um die Brückeneinrichtung.

    Der HMV hat sich mit dem LC-Satz etwas ganz besonderes ausgedacht. Das Steuerrad wird mit seinen gesamten Messingbeschlägen dargestellt.


    Bild 3: Das Steuerrad mit seinen Messingbeschlägen


    Nur Schade, dass man diese Pracht nach dem Einbau nicht mehr sehen kann.


    Bild 4: Die Steuerkonsole


    In den nächsten Bildern ist die Brückeneinrichtung dann fertig aufgebaut und für den Einbau bereit.


    Bilder 4 und 5: Die fertige Brückeneinrichtung


    Beim Einbau gab es keine Schwierigkeiten.



    Bilder 6 und 7: Die Brücke ist eingebaut


    Jetzt kommt nur noch das Deck oben auf die Brücke und die charakteristische Brücke ist fertig.


    Bild 8: Mit dem Abschluss des Brückendecks ist die Brücke fertig


  • Einen Baubericht von meinen Bauaktivitäten von heute morgen früh habe ich wieder.

    Ich habe mich an die Rauchröhre und an die beiden Lüfter gewagt.

    Zuerst einmal habe ich den Schornstein in seiner Grundkonstruktion erstellt.


    Bild 1: Schornstein Grundkonstruktion


    Alle weiteren Anbauteile gibt es als LC-Teile, die ich auch nutzen werde. Teilweise müssen diese jedoch zweifarbig angelegt werden. Hier ist also ein Nachfärben der LC-Teile notwendig.


    Bild 2: Nachfärben der LC-Teile

    Nach Fertigstellung habe ich die Rauchröhre direkt auf die Deckposition aufgesetzt.


    Bilder 3 und 4: Der Schornstein ist auf dem Schiff


    Danach habe ich mich an die Lüfter gemacht. Im letzten Bild habe ich die beiden Lüfter schon einmal aufgesteckt. Ich muss jedoch die Lüfteröffnungen noch einmal ausformen, wenn der Kleber ausgetrocknet ist.


    Bild 5: Lüfter

  • Ich habe ein paar Abdeckungen, Oberlichter sowie die Ruderanlage angefertigt.


    Das Oberlicht kann man mit geöffneten Luken darstellen. Die Luken sind verglast. Ich habe die Glasteile ausgestanzt, von unten eingefärbt und mit Klarsichtfolie hinterklebt.


    Bild 1: Ausgestanzte Fensterteile bei den Luken


    Der Bereich mit den Abdeckungen und Luken sieht dann so aus:


    Bild 2: Abdeckungen und Luken


    Der nächste Bereich umfasst die Ruderanlage. Hier ist beim Original alles abgedeckt, sodass man nur die Abdeckkästen (z.B. für Kette) sehen kann. Hier bietet der LC-Satz einige Bauteile, die ich gerne verwende.


    Bild 3: Die noch offene Ruderanlage


    Es folgen noch weitere Abdeckungen für Ketten, etc..


    Bild 4: Ruderanlage auf Deck


    Der Ruderkasten wird noch mit einem kleinen Deck zugedeckt. Fertig sieht das Ganze dann so aus:


    Bild 5: Ruderanlage komplett


    Als nächstes wird die Winde an der Reihe sein, die es in einer einfachen und detaillierten Ausführung zu bauen gilt. Ich wähle natürlich die detaillierte Ausführung.


    Das Wetter verspricht hier heute sehr gut (wenig Wind und viel Sonne) zu werden. Ich denke, ich werde erst heute Abend zum Weiterbau kommen.

  • Hallo Axel,


    besonders der Innenausbau der Brücke hat mich sehr beeindruckt!

    Dem Durchbiegen des Decks beim Aufkleben von Kabinenwände beuge ich so vor, dass ich die Bodenfläche des Decks mit einer zugeschnittenen Graupappe verstärke.

    Anbei noch zwei Bilder von Schornstein/Lüftern und Achterdeck - vielleicht können sie Dir ja nützen.


    Mit herzlichem Gruß, Ulrich

  • Kartonprofi123: Vielen Dank, ich freue mich, dass es dir gefällt

    theo modellbau: Hallo Ulrich, solche Bilder kann ich immer wieder gut gebrauchen. Sie enthalten oft neue Ideen zur weiteren Verfeinerung des Modells


    Anbei eine Übersicht von alle dem, was ich so gestern neben dem Fußballspiel gestern alles verbaut habe.


    Ich habe einmal ein wenig in der Bauanleitung vorausgeschaut und gesehen, dass die Ruderketten auf dem Deck für ein kurzes Stück freiliegen. Die Kettenimitation aus dem LC-Satz ist zwar sehr gut, aber so eine plastische Kette ist doch ein kleiner Unterschied.


    Bild 1: Eine plastische Kette sollte es schon sein


    Die Kette ist zwar in der Baureihenfolge noch nicht an der Reihe. Aber da diese unten liegt, werde ich sie zweckmäßigerweise jetzt einbauen.


    Bild 2: Die plastische Kette ist jetzt eingebaut


    Wir werden ihr bei der Ankerwinde wieder begegnen.


    Dann habe ich die Winde zusammengebaut. Ich habe dabei die LC-Teile verwendet. Die eingravierten Strukturen auf den schwarzen Teilen ist kaum sichtbar. Die LC-Teile sind zwar bequem, jedoch wenn ich die Winde noch einmal bauen sollte, dann würde ich einige Teile aus dem originalen Bogen verwenden. Die gedruckten Teile sind halt doch besser sichtbar.


    Bild 3: Die Bauteile der Winde sind fertig


    An dieser Stelle baue ich die Winde dann auf das Deck. Die Ruderketten liegen ja bereits fertig verlegt.


    Bilder 4 und 6: Die fertig eingebaute Winde


    Mit den nächsten Schritten werde ich alles wieder verdecken. Ein Podest mit Schlepphaken wird über die Winde gesetzt.


    Mir war aus der Bauanleitung nie die Funktion der Strebe, die nach unten ging klar. Jetzt, wo ich das Podest einbaue, wird es mir klar. Die Strebe ist Abstützung gegen die Aufbauwand.


    Bild 7: Das Podest entsteht


    Das eingebaute Podest erhält dann noch zwei Aufstiegsleitern.


    Bilder 8 und 9: Das fertige Podest über der Winde


    Aus den LC-Teilen sind die Schlepphaken schnell gebaut und ergänzt.


    Bild 9: Die Schlepphaken schliessen das Podest ab


    Ich denke, es gibt heute sicherlich noch Gelegenheiten, die Stettin weiterzubauen.


    Auch überlege ich einmal, dem Original einen Besuch in Hamburg abzustatten. Vielleicht bekomme ich durch neue Ansichten vom Original noch neue Ideen. Und wenn man einen Baubericht mit Originalfotos unterlegen kann, wertet das den Baubericht ungemein auf.

  • Mit diesem Baubericht geht’s in meine letzte Urlaubswoche hier auf Föhr.


    Im nächsten Bauschritt geht es darum, meine Bauaktivitäten am Heck abzuschliessen und danach mich dem Thema Reling und Niedergänge zu widmen.


    Am Heck sollte eine Art Niedergang seinen Platz finden. Diesen konnte man wieder sehr gut abseits vom Gesamtschiff fertigen.


    Bilder 1 und 2: Niedergang am Heck


    Danach wurde hinter dem Niedergang ein Teil aufgesetzt, der wie ein überdimensionaler Überrollbügel aussieht.


    Bild 3: „Überrollbügel“


    Meine Bauaktivitäten am Heck sind erst einmal abgeschlossen, jedoch im Gesamtbau noch nicht abgeschlossen.


    So wende ich mich dem Thema Reling und Niedergänge zu. Ich will zuerst die Niedergänge einbauen, damit ich nicht in Gefahr komme, die Reling beim Einbau der Niedergänge zu schädigen.


    Auf dem LC-Satz sind zwei alternative Verfahren enthalten, die Niedergänge anzufertigen. Einmal die alte Methode mit einer Lehre und dann die neue Methode, wo man die Stufen etwas herausbiegt und die Geländer seitlich links und rechts anklebt. Ich entscheide mich für letztere Methode, weil die Formen mir von den Niedergängen als Ätzteile sehr vertraut sind und ich einen geringeren Arbeitsaufwand erwarte.


    Beim Herausbiegen der Stufen und knicken der Seitenwangen fällt mir sofort auf, dass das ganze Gebilde recht instabil wird. Anders als ich das von den Ätzteilen her gewohnt bin. Als ich die Seitenwangen umknicke haben die herausgebogenen Stufen direkt wieder die Tendenz sich in die Ursprungsposition zu bewegen und den Neidergang wie eine Rutschbahn aussehen zu lassen. Also entscheide ich mich dafür die Stufen mit ein wenig Kleber zu fixieren und das Ganze austrocken zu lassen, bevor ich mich an das Ankleben der Geländer begebe.


    Bild 4: Dringender Tipp: Herausgebogene Stufen mit etwas Kleber fixieren und aushärten lassen


    Nach dem Ankleben der Geländer will ich die Niedergänge aus bereits beschriebenen Gründen noch vor der Reling einbauen.


    Bild 5: Niedergänge noch vor der Reling einbauen


    Und auch noch weitere Bauteile ziehe ich vor. So gibt es auf dem Deck vor dem Schornstein noch Lüfterklappen und Dampfabsperrventile.


    Bild 6: Auch noch weitere Kleinteile werden der Reling vorgezogen


    Nach Abschluss der Arbeiten wird die Reling dann angebracht.


    Bilder 7 und 8: Die Reling wird jetzt angebracht


    Den Abschluss macht noch eine Leuchtenleiste, wobei die die beiden Lampenkegel aus dem Bogen anstatt aus dem LC-Satz genommen habe, weil ich denke, dass das Kartonmaterial des LC-Satzes dickeres Material ist und sich der Lampenkegel schlechter formen lässt.


    Bild 9: Lampenset


    Den Abschluss macht dann noch die Reling auf dem Peildeck. Damit ist das Thema Reling und Niedergänge für mich abgeschlossen.


    Bild 10: Reling auf dem Peildeck


    Als nächstes sind dann die Rettungsboote mit den Davits an der Reihe. Hier habe ich vor, über den Bogen hinaus noch zu detaillieren.

  • Moin, moin Axel,


    ja, die Laser-Cut-Niedergänge sind nicht einfach zu handhaben. Bei meinem Walfangboot habe ich die ersten Niedergänge verdengelt. Fiete schrieb mir dann:


    "Ich habe mir angewöhnt, bei diesen LC-Niedergängen mit den "Klappstufen" zunächst die oberste und die unterste Stufe in den richtigen Winkel zu drehen und danach mit einem Tröpfchen verdünnten Weißleim (eine Nadelspitze genügt für beide Seiten... ;) ) zu fixieren. Gut durchtrocknen lassen und danach die übrigen Stufen ausrichten. Wenn man Stufen und Wangen noch farblich behandeln muss, wie das bei der HAMBURG der Fall war, dann kann man bei der Verwendung von Humbrol-/Revell-Farben auf eine zusätzliche Verklebung verzichten, das macht dann schon die Farbe... ;) Ansonsten kurz mit etwas Weißleim an der Rückseite entlang ziehen, fertig."


    Und so mache ich es jetzt immer. Klappt prima :thumbsup:.


    Gruß

    HaJo





  • Hans-Joachim Möllenberg: Hallo HaJo,


    so ähnlich habe ich es hinterher dann auch gemacht. Lediglich den Weißleim hätte ich noch etwas verdünnen können.


    Ein paar ereignisreiche Tage liegen hinter uns. Ich hatte die „Heimkehr“ der Peking nach Hamburg den ganzen Tag lang im Internet verfolgt. An meinem letzten Urlaubstag werde ich dann noch einen Abstecher nach Hamburg machen. Nicht nur der Peking wegen, sondern auch um Originalbilder von der Stettin zu bekommen. Ich hoffe, sie liegt dann in Oevelgönne.


    Aber erst einmal machen wir mit den Davits und den Rettungsbooten weiter.


    Die Davits habe ich dann aus dem LC-Satz gebaut. Ich will dann die Seilzuganlage auch noch nachbilden. Da weder im Bogen noch im LC-Satz vorhanden, werde ich erst einmal mit dem Bau von Umlenkrollen beschäftigen müssen.


    Bild 1: Die Davits werden aus dem LC-Satz erstellt


    Bild 2: Viele Umlenkrollen werden benötigt


    Danach werden die Umlenkrollen an den Davits befestigt und der Faden durchgezogen.


    Bild 3: Die Seilzuganlage ist installiert


    Danach waren die Rettungsboote an der Reihe. Hier muss ich wirklich sagen, dass sich Piet hier Mühe mit der Konstruktion der Rettungsboote gegeben hat.


    Bilder 4 und 5: Eine wirklich gute Konstruktion der Rettungsboote


    Nach einigem Aufwand waren dann die beiden Rettungsboote auch fertig und wurden an den Davits angebracht.


    Bilder 6 und 7: Die fertigen Rettungsboote werden an den Davits aufgehangen


    Wir machen mit dem Thema Rettung weiter. Die Rettungsinseln müssen gebaut und platziert werden.


    Bilder 8 und 9: Bau und Platzierung der Rettungsinseln


    Die Rettungsinseln werden mich in den nächsten Schritten noch nicht ganz loslassen.

  • In den nächsten Schritten habe ich dann die letzte Rettungsinsel sowie alle Kreuzpoller ergänzt.

    Damit sind die meisten weissen Flecken am Heck schon einmal verschwunden.


    Bild 1: Die meisten Bauteile sind am Heck jetzt platziert


    Bleibt noch der Bugbereich, der noch ziemlich jungfräulich aussieht. Hier wurde ein Luk ergänzt.


    Bild 2: Luk auf dem Bugbereich


    Einer der nächsten Tätigkeiten wird der Bau der umfangreichen Ankerwinde sein.

  • Ich möchte noch einmal an einen Punkt hier im Baubetricht zurückkommen, wo mich Jochen auf seinen Baubericht der Stettin aufmerksam gemacht hat.

    Hier war ich gerade mit dem Bau des Schornsteins beschäftigt.


    Hier hat Fiete, der zeitweilig auch als Heizer auf der Stettin tätig ist, davon berichtet, dass der Schornstein doppelwandig ist und durch die Antriebsanlage bedingt, zweigeteilt ist.


    Für die Modellumsetzung kann man die Innenwand etwa in 1 mm Abstand zur bereits bestehenden Außenwand einsetzen. Die Innenwand ragt noch etwa 0,5 mm über die Außenwand hinaus. Die Innenwand besitzt dann noch eine Teilung in der Mitte, die längs zur Schiffsachse verläuft.


    Da man das Original selten von oben sieht, werden solche Details nicht bemerkt. Ich denke, diese Information hatte auch Piet für die Konstruktion bzw. für die Überarbeitung nicht.


    Wir, die auf das Modell hinterher schauen, schauen natürlich auf Grund der geringen Größe ständig von oben herab, sodass ich dieses Detail schon umsetzen wollte.


    Die Umsetzung ist mit ein wenig Schulkenntnissen aus der Geometrie schnell umgesetzt und ich halte den Bogen mit den zu verbauenden Teilen in der Hand.


    Bild 1: Die Teile für den Innenmantel


    Der Zusammenbau gestaltet sich eben so einfach.


    Bild 2: Der Innenmantel zusammengebaut


    Die Passprobe verlief auch positiv.


    Bild 3: Passprobe


    Ich musste jetzt nur noch zwei Dinge tun. Erstens die Oberkante schwarz einfärben und zweitens den Innenmantel möglichst in gleichen Abstand zum Außenmantel einkleben.


    Hier ist dann das Ergebnis.


    Bild 4: Der Innenmantel ist eingebaut


    Wenn ich im nachhinein so nachdenke, dann hätte ich es sogar noch genauer hinbekommen, wenn ich bei Einbau 1 mm Distanzstücke verwendet hätte. Aber das ist mir erst gerade eingefallen.


    Dann stand mit der Ankerwinde der nächste Themenblock an. Viele Teile sind hierfür im LC-Satz enthalten. Ich hätte es also sehr einfach haben können, jedoch habe ich mich gegen den Einsatz dieser Teile entschieden. Die Strukturen sind dort zwar durch den Laser eingraviert. Später kann man sie jedoch aus weiterer Entfernung kaum noch identifizieren. Da sind die gedruckten Teile des Bogens m.E. besser. Da ich die detaillierte Version gebaut habe, habe ich die Winde als Kernstück an einem Abend zusammen. Hier kommt dann auch wieder die Kette zur Steigerung der Plastizität zum Einsatz.


    Bild 5: Der Kern der Winde ist fertig


    Beim Einbau kommen natürlich auch noch einige Teile um die Winde herum zum Einsatz.


    Bild 6: Die Ankerwinde ist fertig eingebaut


    Als nächste Teile kommen dann Teile in Kleinteilbaugruppen, wie Glocke oder Kompass auf das Schiff.

  • ...Hier hat Fiete, der zeitweilig auch als Heizer auf der Stettin tätig ist, ...

    Nee, nee, das ist lange her. Auf STETTIN war ich von 1985 bis 1999 tätig, ab 2000 nur noch auf der BUSSARD. Näheres dazu in meinem Baubericht...


    Beste Grüße und weiterhin gutes Gelingen

    Fiete

  • Beim Weiterbau geht es jetzt in die Kleinteile. Ich habe gestern den Kran mit Glocke und Kompass gebaut.


    Beim Kran waren zuerst einmal einige Kleinteile an der Brückenwand anzubringen. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Teile aus dem LC-Satz detaillierter und umfangreicher waren, als die aus dem Bogen. Also habe ich die Teile aus dem LC-Satz genommen. Beim Verkleben ist mir aufgefallen, dass der Kleber, den ich verwende (Kittifix) für solch kleinen Teile schon zu dickflüssig war. Vielleicht sollte ich mir wieder meinen eigenen Kleber anmischen.


    Ich habe dann auch den Kranausleger aus dem LC-Satz verwendet. So präzise hätte ich diesen nie ausgeschnitten bekommen. Den Kranausleger sollte man nachfärben, da dieser im Bogen mehrfarbig ausgelegt ist. Produktionstechnisch können LC-Teile nicht mehrfarbig angelegt werden. Die Schablone für die Farbtrennung bietet natürlich der Bogen mit dem gedruckten Teil.


    Bild 1: Den Kranausleger sollte man farblich nachbehandeln, damit er dem Vorbild entspricht


    Auf Deck wurde dann noch die Auflage für den Kranausleger angebracht. Oberhalb des Kranauslegers habe ich dann das Tau mit einem 0,1 mm Nickeldraht, den ich schwarz eingefärbt habe, dargestellt. Ich beabsichtige später die komplette Takelage mit diesem Draht auszuführen.


    Bild 2: Der eingebaute Kranausleger


    Zum guten Schluss bietet mir diese Baugruppe noch eine Glocke an, die auf der gegenüberliegenden Seite des Brückenauslegers anzubringen ist, an.

    Auch hier habe ich die LC-Teile verwendet. Ein besonders schöner Effekt ist das Leuchten der Glocke, den ich auf anderem Wege nicht so schön hinbekommen hätte.


    Bild 3: Die Glocke


    In der nächsten Baugruppe war er Kompass für das Brückendeck anzufertigen. Auch hier habe ich die Teile aus dem LC-Satz verwendet, da mich die goldene Färbung der Teile irgendwie fasziniert hat.


    Bild 4: Der Kompass auf dem Brückendeck


    Für heute Abend habe ich mir den Scheinwerfer und den vorderen Mast vorgenommen. Für den Scheinwerfer habe ich mir einige Effekte vorgenommen. Mal schauen, wie weit ich heute Abend komme.

  • Ich habe gestern Fiete’s Baubericht genauer studiert, um noch neue Vorbildinfos zu bekommen. Daher habe ich gestern nur den Scheinwerfer umgesetzt bekommen. Sämtliche Teile habe ich dem Bogen entnommen und dann an einigen Stellen noch gesupert.


    Im ersten Schritt habe ich den Scheinwerferkasten gebaut und die Innenflächen dann mit silberner Acrylfarbe ausgemalt.


    Bild 1: Die Innenflächen sind mit Acrylfarbe ausgemalt


    Im zweiten Schritt habe ich einen Straß-Stein eingeklebt, sodass das Licht reflektiert wird.


    Bild 2: Mit einem Straßstein wird das Licht besser reflektiert


    Danach habe ich die Blende aus dem Bogen ausgestichelt und auf Klarsichtfolie geklebt.


    Bild 3: Die Blende


    Das Ganze zusammengefügt ergibt den Scheinwerferkasten.


    Bild 4: Der Scheinwerferkasten


    Ergänzt um einen Fuß ist der Scheinwerfer jetzt fertig.


    Bild 5: Der fertige Scheinwerfer


    Positioniert wird er auf dem Peildeck.


    Bild 6: Scheinwerfer auf Peildeck


    Ich denke, mit dem Ergebnis kann ich zufrieden sein.


    Ich freue mich heute Abend schon auf den Mast.

  • theo modellbau: Hallo Ulrich,

    vielen Dank für das Bild. Ich werde einmal schauen, was sich daraus machen lässt.


    Auch an diesem Wochenende habe ich weiter gebaut. Der vordere Mast war an der Reihe. Für den Untermast hatte ich mir für den Föhrurlaub etwas vorbereitet. Ich bin jedoch auf Föhr zeitlich nicht mehr dazu gekommen, dieses Teil zu verarbeiten. Das innere des Untermasts ist durch ein Messingrohr verstärkt.


    Bild 1: Der Untermast


    Zuerst klebe ich dort das Positionslicht an.


    Bild 2: Positionslicht am Mast


    Ich überlege noch, ob ich das Innere des Lampenkörpers weiss färben soll.


    Oben auf dem Untermast wird die Plattform aufgesetzt, die ebenfalls noch einmal ein Positionslicht enthält.


    Dieser Teil kann dann schon mal auf das Peildeck aufgesetzt werden.


    Bild 3: Teile des Mastes befinden sich bereits auf dem Peildeck


    Die folgende Mastabstützung nach achtern hat mir schon einiges abverlangt, bis alles richtig saß. Ich habe diese Teile aus dem LC-Satz entnommen. Daher musste ich den jeweils oberen Teil schwarz einfärben.


    Bild 4: Der untere Mastteil steht


    Für den oberen Mast hatte ich mir eine Detaillierung überlegt. Auf Originalbildern sehe ich am Obermast seitlich Trittstufen. Diese wollte ich auch nachbilden. Ich habe mir dazu aus einem LC-Satz Steigeisen halbiert und diese seitlich an den Obermast geklebt und dieses dann farblich angepasst.


    Und auch die Seile, die von der Rah hinabführen sind über Umlenkrollen abgelenkt und somit doppelt vorhanden. Vermutlich um dort Flaggen zu hissen.


    Bild 5: Detaillierungen am Obermast


    Ob es mir gefällt, muss ich mir noch überlegen.


    Eine weitere Detaillierung ist jedoch unstrittig. Einige Relingteile erhielten Handläufe aus Holz.


    Und so habe ich erst einmal den Obermast auf der Plattform aufgeklebt. Die Takelage werde ich später vervollständigen, damit ich bei der weiteren Bearbeitung diese nicht verbiege.


    Bild 6: Der vordere Mast (erst einmal) komplett


    Als nächste Schritte muss ich auf der vorderen Plattform noch das Radar befestigen und dann kann ich mich bereits an den hinteren Mast machen.

  • Gestern bin ich ein wenig weitergekommen.


    Zuerst einmal habe ich den vorderen Mast mit dem Radar abgeschlossen.


    Bild 1: Radar auf dem vorderen Mast


    Die Takelage mache ich zum Schluss in einem Stück, um zu verhindern, dass bei meinen kartonalen Restbauarbeiten diese noch beschädigt wird.


    Dann konnte ich mich dem hinteren Mast widmen. Dieser besteht wieder aus einem Untermast, der zu einem sich verjüngenden Zylinder geformt wird. Zur Stabilisierung hat der Untermast einen Messingkern von mir erhalten. Dieser Kern besteht aus Messingröhrchen, die ich entsprechend des Mastumfangs ablänge und dann einfach ineinanderstecke. Damit berücksichtige ich die Verjüngung des Mantels aus Karton. Diese Technik habe ich bei den Rahen der Preußen oft angewendet. Dort stehen ja die Rahen durch die Brassen noch unter „Zugzwang“, was hier nicht der Fall ist.


    Bild 2: Aufbau des hinteren Mastes


    Die Naht des Kartonmantels wird verklebt und farblich nachbehandelt.


    Danach kommen mit der Aufstiegsleiter und des Mastkorbes die ersten Details an den Mast.


    Bild 3: Die ersten Details sind bereits am Mast


    Weiter bin ich gestern nicht gekommen. Ich denke, dass ich den Mast heute fertig bekomme.

  • Den angefangenen hinteren Mast habe ich dann fertiggestellt. Im oberen Teil des Mastes sollte man darauf aufpassen, dass der Mast und die parallel laufende Leiter wirklich parallel (nach oben) laufen. Ich habe einige Anläufe gebraucht, bis alles für mich akzeptabel war.


    Danach habe ich den Mast auf dem achteren Deckteil ausgerichtet und aufgeklebt.


    Bilder 1 und 2: Der hintere Mast steht jetzt

    Für das Takeln habe ich mich bewusst entschieden, wenn alle Kartonteile verbaut sind. Naja, so viele Kartonteile sind’s ja nicht mehr.


    Die nächsten Bauteile waren mit der Baugruppe 82 die Sitzbänke. Ich habe mich hier für die Variante aus dem Bogen entschieden, da im Druck ein bunter Aufdruck war, den man mit dem LC-Satz schlecht nachbilden kann. Von den insgesamt 6 Bänken habe ich dann eine Bank zur Probe gebaut.


    Bild 3: Probemodell der Sitzbank


    Das Bauteil ist in einem Teil zu falten und zu knicken. Als das Teil fertig war, habe ich mir gedacht: „Dieses Teil baust du nicht aus einem Stück“. Und so habe ich das Bauteil in vier Stücke zerschnitten und dann wieder zusammengefügt.


    Bild 4: Alle Bänke sind jetzt fertig


    Sie werden dann auf dem Deck verteilt.


    Bilder 5 und 6: Die Bänke auf dem Schiff verteilt


    Als nächste Teile sind diverse Kleinteile an der Reihe. Darunter auch die sehr umstrittene Markise auf beiden Seiten. Das wird sich auch bis zum Abschluss nicht ändern.