Bauimpressionen SWATH-Tender GRODEN, Konpass, 1:250

  • Und dann habe ich noch eine Frage an alle Leute da draußen: Habt ihr auch so Modelle, bei denen ihr mehrfach anfangen musstet oder die für Euch einfach nicht baubar waren?

    Ja, habe ich. Dieses hier. Ich fürchte, ich habe Henning ziemlich enttäuscht, als er mir den Bogen gegönnt hat und dann (scheinbar) nichts passierte, aber so unkompliziert die Konstruktion eigentlich auch ist: was hier folgt, ist über 3 Jahre hinweg der inzwischen immerhin 4. Anlauf. Da die vorherigen Versuche jedes Mal schief gegangen sind und Henning insgesamt um Diskretion bat, habe ich nie einen Baubericht angefangen, und jetzt, wo dieser Anlauf aufzugehen scheint und Henning einverstanden ist - habe ich keine Bilder gemacht. Nur so viel als Fehleranalyse: ich hätte nie versuchen dürfen, das Spantengerüst „auf dem Rücken liegend“ auf der Decksunterseite aufzubauen (quasi von einer umgekehrten Bodenplatte herabhängend), ich muss tatsächlich „klassisch“ vorgehen und es (in Längsrichtung noch instabil) auf die Bodenplatten der SWATH-Stützen stellen (1 Schiff mit 4 Bodenplatten hat man ja auch nicht jeden Tag) und das frei im Raum stehende Gerüst dann, wenn es ganz fertig ist, an den Markierungen des Hauptdecks ausrichten und daran verkleben. GANZ perfekt habe ich es immer noch nicht hinbekommen, an den Bugs sieht man innenbords mehr und größere Spalten in den Bordwänden, als mir lieb ist, aber ich bin inzwischen bescheiden und halte diesen Anlauf deswegen jetzt noch nicht für gescheitert. Vielleicht schaffe ich es bei einem 5. Versuch…


    Natürlich gehört bei mir eine Inneneinrichtung in die komplett verglaste Brücke, und da gilt mein weiterer, ganz großer Dank Andreas Jacobsen, der mich in großer Zahl mit wunderbaren Bildern von seinem Besuch an Bord versorgt hat, die ich hier unter ausdrücklichem Hinweis auf seine Urheberschaft und seine vollständig vorbehaltenen Urheberrechte zeigen darf und möchte.


      


      


      


      

  • Heiner

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  • Von vornherein stand fest, dass der Brückenaufbau abnehmbar sein würde, aber ich habe wieder einmal mit dem Bau begonnen, bevor ich die Sache komplett durchdacht hatte (geschweige denn etwas gebaut), deshalb noch die etwas peinliche Treppengrafik an Stelle des inneren Niedergangs. Die Umhausung an dieser Stelle sollte eigentlich auf dem Brückendeck bleiben, und für deren Fenster wäre die Grafik dann völlig ausreichend gewesen. Weil aber einige Flaggenleinen vom Mast an diesem Teil angeschlagen sind, muss die Umhausung mit dem Brückenaufbau zusammen abnehmbar sein, was den Niedergang freilegt und baubar macht. Nachträglich verzichte ich allerdings darauf, weil der hintere Querspant des Decksaufbaus genau darunter liegt und ich hier nicht mit einem „Kettensägenmassaker“ das Erreichte zerstören will. Passende Teile sind aber schon gezeichnet.


    Das „Armaturenbrett“ selbst hat eine etwas eigenwillige Form (vor allem mit der Aussparung für den Fußraum), die aber mit verhältnismäßig wenigen Teilen gut abgewickelt werden kann. Bei den Armaturen konnte ich mich wieder nicht beherrschen, hier wäre weniger mehr gewesen, weil mein Drucker gar nicht die nötige Auflösung hat, aber das Vorbild ist, finde ich, noch erkennbar, deshalb darf das jetzt so bleiben (vielleicht werden die Konsolen noch minimalst vergrößert, sie kommen mir etwas flachbrüstig vor). An der Einrichtung fehlen noch ein Sofa und der Sitz für den Steuerbordstand des Rudergängers (geklaut bei der ZENITH) und Kleinzeug (NOCH kleineres…) an der Seekarte, dann ist die Einrichtung im Wesentlichen komplett.


    Den Brückenaufbau selbst muss ich nochmal machen. Henning hatte hierfür 4 einzelne Wände vorgesehen, was mir für ein abnehmbares Teil aber auf Dauer nicht stabil genug vorkommt, deshalb sitzen alle fest am gemeinsamen Dach. Die gewünschte Stabilität habe ich hinbekommen, aber irgendwo Passgenauigkeit verspielt (deshalb an den Aufbauseiten die „Sockellinie“ unter dem Schriftzug). Außerdem ist es jetzt doch anspruchsvoll geworden, alle Fensterrahmen an den recht dünnen Streben zu verkleben, ohne Spalten zu lassen oder die Fensterscheiben mit Klebstoff zu versauen. Die Fenster müssen ihrerseits vorher verglast sein, um trotz der dünnen Streben überhaupt die Knicke gerade verlaufen lassen zu können, und das „Glas“ gehört genau auf Maß geschnitten, um nicht oben die Knicke zu sperren oder unten mit der umlaufenden Balustrade zu kollidieren. Aber ich will es ja auch gar nicht anders, es würde nur einfach leichter fallen, wenn am Schreibtisch wenigstens um Mitternacht mal weniger als 28,9 oC drücken würden…


      


      


      

  • Moin Henning!

    :D"Hilflose Zeichnung" gefällt mir fast noch besser als meine "äußerst präzisen Kenntnisse", fehlt nur noch die "Museumsqualität" meines verkleckerten Baus :D Ich bedanke mich gerne noch einmal ganz herzlich für Deinen Bogen (womit ich überhaupt hätte anfangen sollen - tut mir leid!), der ungefähr so hilflos ist wie die Elbe flach und trocken - ich hoffe, das kam nicht anders bei Dir an! Ich bin natürlich auch sehr gründlich beim Fehlermachen und lerne den Bogen mit jedem neuen Anlauf besser kennen, aber im Übrigen beschränken sich meine Kenntnisse auf das, was ich auf Photos erkennen kann, und die Bilder von der Brücke hier habe ich erst Anfang des Jahres bekommen - da hatte mein dritter Rumpf schon die Yoga-Position "pinkelnder Hund" eingenommen und war entsorgt worden.

    Und die LC sind schlicht, was Reinhard Lachmann mal als "eine Fantasie nach..." (hier: der GRODEN) bezeichnet hatte und beruhen ebenfalls auf Deiner Konstruktion. Kurz: ohne Deinen Bogen gäbe es den ganzen Rest hier auch nicht, ich bin da eher wie ein Friseur, der einem Supermodel noch Strähnchen verpasst - sie sieht auch ohne gut aus, aber wenn´s klappt, hat er auch einen kleinen Anteil an ihrem Aussehen.