Japanisches Linienschiff Mikasa, Oriel-Verlag, 1:200

  • Hallo liebe Kartonmodellbaufreunde,

    heute will ich mit einem neuen Baubericht beginnen. Es ist das japanische Linienschiff Mikasa. Den Baubogen habe ich schon viele Jahre hier liegen und jetzt kommt er endlich unter die Schere.

    Der Baubogen ist sehr detailliert und macht einen guten Eindruck. Das ist noch guter alter Offsetdruck. Außerdem habe ich damals auch gleich den Spantensatz mit bestellt. Der ist aus stabiler Graupappe hergestellt; der Längsspant in Stärke von 2 mm, alle Querspanten in 1 mm Stärke.


    Der Konstrukteur der Mikasa ist Herr Gromyk. In seiner Baubeschreibung weist er jedoch darauf hin, dass die Konstruktion nicht 100 % mit dem Original übereinstimmt; er wurde von ihm auf Grund der zur Zeit vorhandenen Informationen erstellt. Das lässt etwas Spielraum beim Bau des Modells zu.


    Über die Historie der Mikasa sind in Wikipedia viele Infos zu finden. Es lohnt sich, da nachzulesen. Anbei der Link dazu

    de.wikipedia.org/wiki/Mikasa_(Schiff) .


    Ich stelle gerade fest, das der Link nicht richtig funktioniert. Bitte selbst Wikipedia aufrufen und dort "Mikasa (Schiff)" eingeben.


    Den Baubericht werde ich wieder in beiden Foren "die-kartonmollbauer.de" und "kartonbau.de" parallel veröffentlichen.


    Jetzt hänge ich mal einige Bilder des Baubogens ein. Die drei Risszeichnungen zeigen das Modell in vielen Einzelheiten.


    Auf einen Bildbeitrag unseres Modellbaukollegen MHBS/Matthias will ich noch hinweisen. Er hat die Mikasa 2007 besichtigt und viele Bilder des Original-Schiffs veröffentlicht. Es lohnt sich, da rein zu schauen.

    Schlachtschiff Mikasa


            


    Auf einen interessanten Beitrag unserer Modellbaukollegen "MHBS/Matthias" will ich noch hinweisen. Er hat 2007 die Mikasa in Japan besichtigt und viele Bilder hier in kartonbau.de veröffentlicht. Schaut mal rein. Es lohnt sich.

  • Hier will ich euch zunächst das Spantengerüst zeigen. Wie vorhin gesagt besteht es aus stabiler Graupappe. Das Spantengerüst macht einen guten Eindruck. Besonders die Querspanten zeigen einen harmonischen Verlauf und das lässt vermuten, dass der Rumpf auch gut gebaut werden kann.


     


  • Dann galt es zunächst den Längsspant sauber auszurichten. Damit er auf der Kartonunterlage auch stabil und gerade steht, habe ich mehrere Stützen angelegt.


     

  • Die Querspanten habe sich sauber einfügen lassen. Die habe ich gut verleimt und alles über Nacht so stehen lassen. Das garantiert dann auch einen verzugsfreien Rumpf. Nichts ist schlimmer, als dass sich vorne oder hinten etwas "verdreht".


     



    Mittschiffs wurden dann noch Plattformen für die Kasemattengeschütze eingeklebt.



    So, das war es dann für heute. Bei der nächsten Einschaltung zeige ich euch dann die Vorbeplankung des Unterwasserrumpfes.


    Bis dann, Gruß Wolfgang.

  • Hallo Wolfgang,


    die Modelle dieses Konstrukteurs weisen leider recht häufig Fehler auf, ich meine auch zur Mikasa auf Konradus etwas Kritisches gelesen zu haben.


    Zaphod

  • Hallo,

    die Vorbeplankung ist fertig.


    Wie ich schon zu Anfang erwähnt habe, baue ich den Rumpf immer mit einer "Vorbeplankung", bevor die endgültige Bordwand drauf kommt. Diese Art des Modellbaus praktiziere ich schon seit dem Wiedereinstieg in den Kartonmodellblau Anfang der 2000er Jahre. Damit habe ich gute Erfahrung gemacht; man kann bei dieser Vorgehensweise noch kleine Korrekturen anbringen, was dem Gesamtbild dann zu Gute kommt. Aber - damit sage ich nichts Neues. Die alten, bekannten Modellbaukollegen wissen um meine Bauweise.


    Das Spantengerüst der Mikasa war bekanntlich gut ausgeführt. Die Ausführung der Vorbeplankung war daher auch relativ problemlos durchzuführen. Korrekturen wegen möglicher Dellen zwischen den einzelnen Querspanten waren daher so gut wie nicht nötig. Lediglich am Heck musste ich die Bordwand etwas zurückschneiden, was aber kein Problem war und einfach durchzuführen war. Dann habe ich den Unterwasserrumpf mit 120er Schmirgelpaper leicht glatt gemacht. Mit dem Ergebnis war ich daher auch sehr zufrieden.


    Hier zeige ich euch drei Bilder. Auf dem "Bild 017.Kopie" habe ich für die weitere Bauausführung einen provisorischen Steg eingezogen, um die schmalen Stützen einzelner Querspanten nicht zu beschädigen bzw. abzuknicken.


        

  • Viel gab es bei meiner heutigen Einschaltung ja nicht zu sehen. Trotzdem habe ich das allen Kollegen präsentiert. Ein (Teil-) Bauabschnitt ist damit abgeschlossen.

    Bis dann, mit der Vorbeplankung des Überwasserschiffs.



    Gruß Wolfgang.

  • Hallo,


    heute geht es dann weiter mit meinem Baubericht. Ich habe die Vorbeplankung des Überwasserschiffs und die Kasemattengeschäütze fertig gestellt. Ich zeige euch zunächst drei Bilder; dazu bedarf es jedoch einiger Erläuterungen.



       


    Bild 1

    Hier sind die Einzelteile für die weiteren Arbeiten zu sehen. Die drei Teile des Oberdecks haben die Teile-N. 9, die vier Teile der Bordwand haben die Teile-Nr. 17. Die Ausschnitte für die Kasematten habe ich etwas größer ausgeschnitten, damit bei der späteren Endbeplankung keine unsauberen Differenzen entstehen.

    Vom der Baubeschreibung her sind alle diese Teile anzubringen, bevor die Kasemattengeschütze eingebaut werden - und da liegt dann das Problem.


    Bild 2

    Hier zeige ich euch die 15 cm-Kasemattengeschütze. Das sind auf dem Baubogen insgesamt 12 Stück, benötigt werden jedoch 14 Stück (10 in der Bordwand und 4 im darüber stehenden Aufbaubereich). Die benannten Bauteile-Nr. 16 und 21 stimmen demnach auch nicht. Ich hätte Fotokopien machen müssen.

    Nach dem Original-Baubogen sind die Kasemattengeschütze mit einem Schutzschild versehen. Das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Bei allen von mir gebauten Schiffen aus dieser Epoche waren diese stets mit Walzenblenden dargestellt; siehe HMV und andere Hersteller. Also bin ich hingegangen und habe diese 14 Geschütze auch mit Walzenblenden gebaut - siehe die beiden Muster.

    Egal ob man die Kasemattengeschütze mit Schutzschild oder mit Walzenblenden baut, sie wären nicht durch die schmalen Kasemattenöffnungen gegangen. Das habe ich mehrmals probiert.

    Also ... habe ich im Oberdeck nachträglich Öffnungen geschnitten, durch die dann die Kasemattengeschütze eingeführt werden; auch das habe ich mehrmals probiert - und das hat geklappt. Bei der späteren Endbeplankung des Oberdecks werden diese Öffnungen dann zugeklebt.


    Bild 3

    Hier seht ihr die von mir praktizierte Lösung.


    Ich hoffe, dass ich mich verständlich ausgedrückt habe. Der mögliche nächste Mikasa-Modellbauer weiß dann, worauf er achten soll.

  • So vorbereitet konnte ich dann die Vorbeplankung der Mikasa fertig stellen. Ich habe die Bordwand und das Oberdeck fest mit dem Spantengerippe verbunden.

    Die ebenfalls fertig gestellten 14 Kasemattengeschütze habe ich jedoch nicht nicht eingebaut. Die Kanonenrohre hätten dann weit über die Bordwand heraus gestanden mit der Gefahr, diese dann zu beschädigen oder abzuknicken.


    Auf dem angehängten Bild könnt ihr das erkennen.


  • Zum Schluss meiner heutigen Präsentation zeige ich euch noch drei Bilder vom derzeitigen Bauzustand. Besonders markant ist der Bug- und der Heckbereich. Man sieht auch, dass ich die Mikasa - so wie sie jetzt aussieht - immer wieder mit 120er-Schmirgelpapier bearbeitet habe. Unsaubere Übergänge habe ich so egalisiert.


    Bis dann, Gruß Wolfgang.


     


  • Hallo Wolfgang,


    wenn man im Internet unter "Mikasa Guns" sucht, bekommt man Bilder von in Kasematten stehenden Geschützen mit Schilden, die so seien könnten, wie die im Modell. Das sind aber die leichteren MA-Geschütze (3inch).


    Bei den schweren könnte es auch sein, dass die Geschütze ohne jeden Schild in der Kasematte standen.


    Was die zwei fehlenden Geschütze und die Anleitung mit der falschen Baureihenfolge angeht: Das ist einer der Gründe, warum ich diesem Konstrukteur sehr misstraue.


    Vielen Dank für den Hinweis


    Zaphod

  • Mir gefällt das die Seeschlacht von Tsushima 1905, bzw. der Ausbruch und versuchte Durchbruch davor 1904 der russischen Flotte nach Wladiwostok Kartonmodelbaumäßig eine Bedeutung erfährt. Bin derzeit auf der Suche des alten Panzerkreuzers Wladimir Monomach als Kartonmodell, vielleicht kann mir jemand einen Tip geben?

    Empfehlenswert über diese gesamte Geschichte des Russisch - Japanischen Seekriegs 1904/1905 ist das Buch von Frank Thiess "TSUSHIMA"

  • Hallo Bentos10,


    dieses Schiff gibt es leider nicht als Kartonmodell, obwohl die russische Marine hier außerordentlich breit vertreten ist. Die breiteste Palette haben die Verlage Oriol und Dom Bumagi.
    Gut geschrieben ist auch Nowikow-Pribois Augenzeugenbericht, auch wenn der im sozialistischen/kommunistischen Sinne überarbeitet worden ist.
    Eine neuere Gesamtdarstellung des Krieges: Connaughton, R.: Rising Sun and Tumbling Bear

    Zaphod

  • Hallo,


    nachdem die Vorbeplankung der Mikasa fertig war, konnte ich mit der Endbeplankung beginnen. Dazu habe ich 2,5 cm breite Streifen aus stärkerem Karton genommen und diese dann eng aneinander geklebt. Ich habe in der Mitte angefangen und dann nach vorne und hinten weiter gearbeitet. In der Mitte habe ich einen langen Kartonstreifen geklebt und so die Zwischenräume abgedeckt. Das hat gut geklappt; habe ich doch alle meine Modelle in dieser Form gebaut.


    Auch danke für die verschiedenen Kommentare Zaphod, Reinhard und Bento 10 - und vielen Likes.


    Reinhard,

    der von dir eingestellte Link zeigt deutlich, das die 15cm-Kasemattengeschütze ein Schutzschild in Walzenform haben. Danke für den Hinweis.


     

  • Dann habe ich anschließend die Stoßkanten der Karton-Klebestreifen mit 120er Schmirgelpapier glatt geschliffen und so eine gleichmäßige Form erhalten. Anschließend den Rumpf mit Glattfix von Graupner gestrichen. Das schafft eine zusätzliche Stabilität und füllt kleine Unebenheiten aus. Nach Austrocknung dann nochmals vorsichtig mit 120er Schmirgelpapier geschmirgelt. Dann war der Rumpf absolut glatt.


  • Jetzt mussten noch die Schlingerkiele angebracht werden. Da habe ich zunächst mit Bleistift die Form festgelegt und die vorbereiteten Schlingerkiele mit Stecknadeln fixiert. Dann an der Unterseite mit Kittifix punktuell diese Teile vorsichtig angeklebt. Nach ausreichender Trockenzeit die Stecknadeln entfernt und an Ober- und Unterseite der Schlingerkiele einen satten Streifen Kittifix aufgetragen und den dann mit einem leicht angefeuchteten Finger glatt gestrichen. Das hat dann saubere Übergänge geschaffen.


      

  • Um den Unterwasserrumpf komplett fertig zu stellen, mussten dann noch die Wellen und deren Stabilisierung angebracht werden. Das seht ihr dann auf dem angehängten Bild.


    Dann folgt jetzt die Lackierung des Unterwasserschiffs. Das kann ich euch dann bei der nächsten Einschaltung zeigen.


    Bis dann, Gruß Wolfgang.

  • Hallo Wolfgang,

    sehr schön schaut die MIKASA schon aus. Ich habe sie in Kunststoff noch liegen. Maßstab1:350, sollte mal als Gegenstück zum SUWOROW gebaut werden. Vielleicht wird das ja irgendwann mal. Jedenfalls habe ich mich mit er Geschichte befasst. Um etwas Hintergrundwissen zu erlangen. Zusätzlich zu den schon genannten, daher meine Leseempfehlung: Rasplata von Wladimir Semenoff. Wird sicher nur noch antiquarisch zu bekommen sein. Ich habe es mir seinerzeit in der Bibliothek (per Fernleihe) ausgeliehen.


    Gruß und weiterhin gutes Gelingen

    Michel

    Ich betrachte auch einen siegreichen Krieg an sich immer als Übel, welches die Staatskunst den Völkern zu ersparen bemüht sein muß. (Otto von Bismarck)

  • Hallo Wolfgang,

    Deine Vorgehensweise beim Rumpfbau gefällt mir gut.
    Ich würde allerdings, wenn ich versuchen würde das nachzumachen, die Farbe des Unterwasserschiffs etwas dunkler, mehr ins Rotbraun gehend, wählen ( ich habe das „strahlende“ Rot bei den anderen von Dir gebauten Schiffen gesehen).

  • Hallo Sachse/Michael, Helmut B., Kartonprofil und alle anderen interessierten Modellbaukollegen,


    die Lackierung und die Endbeplankung des Rumpfes der Mikasa ist abgeschlossen. Für die Farbe des Unterwasserrumpfes habe ich - wie bei all meinen anderen Schiffsmodellen - rot von Revell SM 330 genommen. Helmut B. hat bei meiner letzten Einschaltung vorgeschlagen ein dunkleres rot in Richtung rostbraun zu nehmen. Das entspricht sicherlich der tatsächlichen Farbgebung und währe wohl auch richtiger. Trotzdem bin ich bei meiner Farbe geblieben; ich wollte die Einheitlichkeit zu meinen vielen anderen Modellen wahren.



    Die angehängten beiden Bilder zeigen den Beginn der oben beschriebenen Arbeiten.


      

  • Nachdem der Unterwasserrumpf komplett lackiert und die Endbeplankung des Überwasserschiffs angebracht war, habe ich an der Wasserlinie einen weißen Wasserpass befestigt.


      


    Dann habe ich die Anker und die Ankerketten fertig gestellt. Die Anordnung der Anker beim Original und auch beim Modell schein mit sehr unzweckmäßig zu sein. Die Anker zu Wasser lassen und nachher wieder auf den Auflagen zu befestigen war sicher mit einigen Mühen verbunden. Das war nur mit Hilfe eines "Ankerkran" zu machen; der kommt zwischen die beiden Anker auf der halbrunden Auflage. Den habe ich zwar schon gebaut jedoch noch nicht befestigt. Das mache ich dann gemeinsam mit der Reling.


       



    Ergänzung des Bauberichtes am 8. 10. 2020

    Die Endbeplankung des Rumpfes hat gut geklappt. Trotzdem war da ein Kriterium vorhanden - ich habe damals vergessen, darauf hinzuweisen.

    Auf der Backbord-Seite der Mikasa war die Bordwand vom Überwasserschiff ca. 10 mm zu kurz konstruiert. Ich musste hingehen und einen schwarzen Streifen aus Karton einfügen. Das ließ sich gut einfügen und fällt im Gesamtbild des Modells nicht auf. Seht selbst.


  • Die Mikasa hat - wie alle Kriegsschiffe - einen Gürtelpanzer. Der ist max. 0,28 stark und über Wasser 0,80 cm hoch, im Unterwassebereich 1,50 m tief und geht über die gesamte Schiffslänge (ich habe meine Literatur durchsucht). Den habe ich dann versucht, nachzubilden. Ich habe Fotokopien vom Originalbogen gemacht und diese im Überwasserbereich zusätzlich aufgeklebt; im Unterwasserschiff habe ich dann einen Kartonstreifen genommen.



    So richtig zur Geltung kommt das jedoch nicht. Man sieht es nur bei genauem Hinsehen. Aber so ist es nun einmal.

  • Die Misaka hat auch eine Torpedonetztauflage. Ich vermute mal, dass das so ist. Im Internet habe ich jedoch keine Abbildung gefunden, auf der bei Original ein Torpedonetz vorhanden war. Wie dem auch sein - auf dem Baubogen waren diese Teile vorgesehen, also habe ich sie auch gebaut.

    Diese Torpedonetztauflage habe ich zunächst mit Stecknadeln ausgerichtet und fixiert und dann von unten punktuell im Abstand von ca 2 cm festgeklebt. Das war zunächst jedoch eine wackelige Angelegenheit.


         

  • Hallo Wolfgang,

    das schaut sehr gut aus. Wirst du das Schutznetz auch nachbilden?


    Gruß

    Michel

    Ich betrachte auch einen siegreichen Krieg an sich immer als Übel, welches die Staatskunst den Völkern zu ersparen bemüht sein muß. (Otto von Bismarck)

  • Hallo liebe Modellbaukollegen,


    nicht nur die Misaka, sondern auch alle seit meinem Wiedereinstieg in den Kartonmodellbau (so Anfang der 2000er-Jahre) gebauten Schiffe habe ich mit Unterwasserrumpf gebaut. Egal, ob das so konstruiert war oder ob ich die Risszeichnungen von Kollegen oder aus dem Internet erhalten haben. ich habe in dieser Sache mal in den Tiefen meines PC mal nachgeseucht. Dort bin ich in Sachen Unterwasserrumpf fündig geworden.


    Also...

    bereits in den frühen 1960er Jahren habe ich Modellschiffe mit Unterwasserrumpf gebaut. Damals die Bismarck, Scharnhorst und Lützow. Diese Schiffe sind von WHV nur als Wasserlinienmodelle konstruiert. Ich bin dann hin gegangen und habe Längs- und Querspanten selbst erstellt da ich damals keine Risszeichnungen gefunden habe.


    Übrig geblieben sind nur noch die Fotos.


    So sahen die dann damals aus.


      


    Bis dann, Gruß Wolfgang.

  • Hallo Wolfgang,

    die sehen sehr gut aus. Was ist denn aus den schönen Stücken geworden?


    Gruß

    Michel

    Ich betrachte auch einen siegreichen Krieg an sich immer als Übel, welches die Staatskunst den Völkern zu ersparen bemüht sein muß. (Otto von Bismarck)

  • Hallo,


    heute geht es mit meinem Baubericht weiter.


    Michael,

    die alten Modelle sind den Weg allen irdischen gegangen - vernichtet, kaputt gegangen. Auch die vielen zusätzlichen Modelle von WHV (einige Schiffe und Flugzeuge) sind nicht mehr vorhanden. Wie ich schon geschrieben haben - nur noch einige Fotos sind da. Schöne alte Erinnerungen.


    HaJo,

    ja, die guten alten WHV-Modelle. Es hat damals viel Spaß gemacht, die zu bauen. Ich erinnere mich, dass die gut konstruiert waren. Mit nicht so vielen Details aber doch mit einer eigenen Ausstrahlung. Bei meinem Wiedereinstieg in den Kartonmodellbau (so Anfang der 2000er Jahre) habe ich übrigens mit WHV-Modellen angefangen. In den 1970er-Jahre habe ich hier in Koblenz einige Baubogen auf Vorrat gekauft. Das waren die Bismarck, Scharnhorst und Hipper; die stehen jetzt in meinem Hobby-Zimmer und die nehme ich immer wieder gerne zur Hand.


    Doch nun zu meinem aktuellen Baubericht der Misaka.


    Die 15cm-Kasemattengeschüte sind auf dem Modell fest installiert. Das hat durch die zusätzlich angebrachten Öffnungen im Oberdeck gut geklappt. Ich habe dazu zunächst an der Unterseite der Kasemattengeschütze Uhu aufgetragen (dann lässt sich das Bauteil immer noch leicht verschieben - bis es richtig steht. Dann zusätzlich mit einem Zahnstocher Kittifix aufgetragen damit alles fest steht


    Auch die Kasemattenverkleidungen habe ich angeklebt. Das kommt bei dem schwarzen Rumpf und den ebenfalls schwarzen Verkleidungen nicht ganz deutlich zur Geltung.


    Hier nun die beiden Bilder.


      

  • So vorbereitet konnte ich dann das Original-Deck aufkleben. Dazu habe ich den Original-Karton mit 250g-Karton verstärkt und so eine solide Basis erhalten. Das Deck bestand aus drei Teilen.


    Ich muss jetzt hinzufügen, dass ich die vorher gezeigten Decksöffnungen nicht wieder zugeklebt habe. Ich habe das bei einer Decksöffnung zunächst versucht. Das Einpassen war aber nicht so optimal; die Kanten standen leicht hoch und das hätte sich dann auf dem Oberdeck abgezeichnet. Die Verstärkung des Oberdecks war auch so stabil, das sich da keine Dellen oder Vertiefungen gebildet haben.


      

  • Hallo Wolfgang,


    wieder ein optisch sehr schön gelungener Rumpf von dir. Schön zu sehen wie ein altes Linienschiff britischen Designs Form annimmt.

    Zaphod

  • Hallo ,

    Danke für euer Interesse an meinem Baubericht. Das spornt an.


    Zaphod, dass mir der Rumpf gut gelungen ist, liegt auch an der Konstruktion der Längs- und Querspanten. Die waren absolut gut konstruiert und ich musste fast keine Korrekturen daran vornehmen. Da hat das Beplanken auch gut geklappt.


    Auch über die vielen Likes der letzten Zeit habe ich mich gefreut, danke an Hans Joachim Möllenberg, Willi H., MHBS und Zaphod.


    Doch nun geht es weiter mit meinem Baubericht. Zunächst zeige ich euch das Vorschiff mit den Ankerwinden, Ankerketten, Oberlichter und dem Fundament für das 30cm-Geschütz. Das Fundament ist sehr ausgeprägt und breit und ich bin mal gespannt, wie sich das etwas kleinere und schmalere 30cm-Geschütz darauf macht; man kann ganz leicht die Begrenzungslinien erkennen.


  • Was die Ankerwinden betrifft, so muss ich noch eine Erklärung abgeben:

    Im Nähkästchen meiner Frau waren noch verschiedenen Druckknöpfe vorhanden. Die habe ich dann genommen als obere Abdeckung der Ankerwinden.:D:D


      

  • Aber ich habe noch einige weitere Arbeiten zu zeigen. Ich habe mit den Aufbauten auf dem Mittschiff angefangen. Das sind der vordere Unterbau der Kommandobrücke (23.1), die beiden Unterbauten der Schornsteine (28.1 und 29.1) sowie der Unterbau der hinteren Kommandobrücke (25.1).


    Mit diesem Ablauf der Bauarbeiten weiche ich von der vom Konstrukteur vorgesehen Reihenfolge ab - aber er scheint mir etwas logischer zu sein. Vorher wären eigentlich noch einige Außenwände anzukleben, die behindern dann aber den Einbau der vorher erwähnten Bauteile. Darüber hinaus wären auch noch einige "Kleinteile" auf dem Deck zu befestigen - und auch das mit einigen Schwierigkeiten. Das nur ein Hinweis für den nächsten Mikasa-Modellbauer.