Hafenschlepper Saturn - 1:250 - HMV

  • Moin,


    Nachdem meine letzten drei Schiffe wahre Detailmonster waren, war mir mal nach ein bisschen Entspannung zumute. Meine Wahl fiel dabei auf den Hafenschlepper Saturn, konstruiert von Imogen Stowasser. Das Modell ist damals noch beim HMV erschienen, mittlerweile hat Sie sich allerdings selbstständig gemacht und die Kartonwerft gegründet.


    Aus dem Bogen lassen sich zwei Modelle in jeweils zwei Ausführungen bauen: Die Saturn/Mercur In den Farben der Hapag Lloyd AG oder Resolut/Rasant in den Farben von Lüdgens & Reimers. Die Modelle richten sich in erster Linie an Anfänger, was sich durch eine relativ geringe Detaildichte und viele optionale Teile bemerkbar macht. Dies wird auch beim Ätzteilsatz deutlich, da hier recht viele Teile enthalten sind die man mit etwas Erfahrung noch ganz gut ausschneiden kann. Allerdings teile Ich die Meinung von Fiete aus seinem Baubericht, das die Rumpfkonstruktion für Anfänger wohl ziemlich schwierig sein dürfte.

    Sowohl Modell, als auch Ätzteilsatz sind beim Verlag ausverkauft. Ich konnte den Bogen aber noch bei einem anderen Händler erwerben, nachdem Ich bei ebay den Ätzteilsatz quasi hinterhergeworfen bekommen hatte :D


    Bei mir kommt erstmal nur die Saturn unters Messer und bis auf zwei Aspekte werde Ich sie nicht wirklich supern. Irgendwann soll nochmal die Resolut oder Rasant folgen, die wird dann entsprechend aufgehübscht. Was Ich ändern werde sind einmal das Schlauchboot und die Fenster. Die verglase Ich wie üblich, was eine Änderung des Brückendachs erforderlich macht. Da das Brückendach ohnehin falsch konstruiert wurde, korrigiere Ich den Fehler natürlich gleich mit. Die Einrichtungsfans muss Ich aber enttäuschen, es gibt diesmal keine (Wenn Ich aber noch irgendwo Bilder auftreiben kann, kriegt die Resolut/Rasant dann eine ;)).


    Dann fangen wir auch gleich mit dem Ätzteilsatz an:



    Die Reling ist weiß gesprüht, ansonsten habe Ich mich an die Farbvorgabe in der Anleitung orientiert. Das ist übrigens etwas, das Ich bei den anderen Platinen vermisst habe. Gerade wenn nicht alle Teile auf dem Bogen enthalten sind, ist das wirklich hilfreich. Ich habe folgende Farben benutzt und anschließend wieder mit Klarlack versiegelt:

    • 30 - Orange (nur Saturn/Mercur)
    • 15 - Gelb (nur Resolut/Rasant)
    • 382 - Holzbraun
    • 76 - Hellgrau USAF

    (alles Revell Email Color)

    Wie man sieht habe Ich einen großen Teil garnicht erst bemalt. Die Teile sind für Anfänger bestimmt interessant, ich werde die aber nicht benutzen. Gerade bei den Reifen wäre es auch wirklich Unsinn die Ätzteile zu verwenden. Hier wären Lasercutteile tatsächlich einmal besser.


    Begonnen habe Ich (natürlich) mit dem Spantengerüst:



    Darauf kommt dann das Deck. Die Schlitze, durch die das Spantengerüst ragen, ermöglichen eine genaue Ausrichtung. Beim Deck hatte Ich aus irgendwelchen Gründen die Klebelaschen abgeschnitten, das war nicht unbedingt klug, weil es die Montage der Bordwände noch zusätzlich erschwert hat.



    Fiete hatte die Streifen der Bordwand im Bugbereich mit Seidenpapier hinterklebt, das werde Ich bei der Resolut/Rasant wohl auch so machen.


    Dann ging es mit dem Aufbau weiter. Hier habe Ich noch den Feuerlöschkasten aufgedoppelt. Dafür musste die Mercur Wand herhalten :whistling:



    Die Brückenwände habe Ich auch schon montiert. Die Klebelaschen muss Ich allerdings noch entfernen, die blockieren sonst die Fenster.



    Anstelle der Brückeneinrichtung gibt es diesmal nur ein Stück Tonkarton in Schwarz.


    mfg

    Johannes

  • Moin Johannes,


    das sieht sehr gut aus! Ich fand die Bugform nicht ganz einfach, aber im Nachhinein nicht so schwer, wie befürchtet. Wenn Du das Brückenhaus überdachst, nimm vor allem Fietes Hinweis, den er von Jochen Halbey übernommen hat ernst: Wenn man das Dach nicht einer kleinen Operation unterzieht, kragt es an den Seiten über und sieht aus wie ein seltsamer flacher Pilz. Das macht sich im Vergleich zum Original nicht gut...

  • Moin Nils,


    das Ersatzteil fürs Brückendach ist sogar schon konstruiert und ausgedruckt ;)


    Anpassen, so wie Fiete es gemacht hat, reicht leider nicht. Das Teil ist als "Pyramide" konstruiert und hat damit einen Boden. Ist so einfach zu bauen. Da Ich aber das Modell verglase und der Boden die Fenster blockieren würde, muss er weg. Ohne den müsste Ich aber alle vier Seitenteile einzeln aneinanderkleben und da dann noch das Dach zwischen. Das ist mir irgendwie zu fummelig, also habe Ich das Teil schlichtweg "umgedreht" neu gezeichnet. Der Boden ist jetzt als das Dach. Darauf werde Ich dann aber auch nochmal genauer eingehen.


    mfg

    Johannes

  • Moin,


    Zunächst noch ein paar Worte zum neuen Dach. Das hier sind meine überarbeitete Versionen:



    Links habe Ich die Konstruktion von Imogen beibehalten und nur die Dimensionen angepasst. Die Seitenteile werden nach hinten geknickt und dazwischen kommt das Dach 29a. Das ganze wird dabei mit diversen Klebelaschen verbunden und es entsteht eine Art "Pyramide". Das Dach kann man dann auf die Klebelaschen der Brückenwände kleben. Viel einfacher (und stabiler) kann man das Dach wohl nicht konstruieren/bauen.

    Da Ich aber die Fenster verglase, habe Ich mir noch die zweite Version konstruiert. Denn damit nichts den Durchblick stört, müssten folgende Flächen (und die Klebelaschen von 29a) entfernt werden:



    Da wären dann also 4 einzelne Wände und die Dachfläche übrig geblieben. Das alles gerade auszurichten und zu verkleben wäre sicherlich fürchterlich fummelig geworden.

    Bei meiner Version habe Ich die Fensterschrägen daher umgedreht und die Fläche entsprechend verkleinert. Die dient jetzt nicht mehr als Boden, sondern als Dach der "Pyramide". Das gerundete Teil musste allerdings abgetrennt werden, dafür hat es noch einen Streifen bekommen - Mit verglasten Fenstern könnte man sonst durch den Spalt zur Brückenwand gucken.

    Das Dach kann dann stumpf auf die Brückenwände geklebt werden:



    Von 29a kann man die Klebelaschen einfach abschneiden, es ein bisschen verkleinern und aufs Dach kleben:



    Das es minimal höher ist stört dabei nicht. Mir ist übrigens vorhin aufgefallen, dass Ich ja auch die Ätzteile entsprechend anpassen muss. Yay :S


    Danach kam noch das Schanzkleid dran. Die sechs Teile werden erst zu einem Ring verklebt, vorgeformt und anschließend auf den Rumpf geklebt - Das hat bei mir sage und schreibe 3 Anläufe gebraucht. Das es nicht Schuld der Konstruktion ist, hat Fiete ja schon gezeigt, Ich schiebe das also mal auf die Hitze in meinem Zimmer :whistling:



    Das war es dann auch schon, bis zum nächsten mal.

    mfg

    Johannes

  • Moin,


    Heute war erst der kombinierte Schornstein/Mast dran:



    Und dann kamen auch schon die ersten Ätzteile ans Modell. Vier Aufgänge und eine ganze Menge Reling:



    Den großen Aufgang auf Steuerbordseite musste Ich anpassen: Der Rettungsring war im Weg. Ich habe daher den obersten Durchzug im letzten Segment entfernt. passt dann ganz knapp und sieht fast gewollt aus :rolleyes:


    Die Reling auf dem Brückendach musste Ich auch an die neue Größe anpassen. Die einzelnen Streben zu verbinden war zwar echt fummelig, hat sich aber gelohnt - aus einer normalen Betrachtungsdistanz fällt es eigentlich nicht auf, dass Ich da nacharbeiten musste.


    mfg

    Johannes

  • Moin,


    Zuerst ein Bild vom angesprochenen Rettungsring, das habe Ich offenbar gestern vergessen:



    Heute war dann das Vorschiff an der Reihe:



    Wie man sieht sind die Schubschultern leider nicht wirklich gerade geworden, da hätte Ich das Schanzkleid noch besser vorformen müssen.


    mfg

    Johannes