Leuchtturm Olhörn - Wyk auf Föhr - 1:250 - von Johannes Gründling

  • Ich muss sagen, ich bin untreu geworden. Natürlich nur kartonistisch. Warum?

    Ich war am vergangenen Freitag auf meiner Lieblingsinsel Föhr gewesen. Nicht mehr alle deutschen Inseln lassen einen Tagestourismus zu. Daher gilt mein folgender Baubericht auch ein wenig als Dank an die Föhrer.

    Hier im Forum aus dem Downloadbereich gibt es den Bogen für den Leuchtturm Olhörn in 1:250, der in Wyk auf Föhr an der Strandpromenade steht.


    Bilder 1 und 2: Der Leuchtturm Olhörn in Wyk auf Föhr


    Dieser Leuchtturm ist nicht besonders groß. Vielleicht hat er mir es deshalb angetan. Es ist auf jeden Fall gut für eine Wochenendarbeit.

    Die Grundplatte ist schnell verdoppelt und auch die Seitenkanten habe ich eingefärbt. Dann mache ich mich an die Seitenwände des Turms. Die Fenster strahlen mich in einem hellblau an. Diese Farbe für Fenster ist bei mir verpönt. Ich schneide sie aus und hinterlege sie mit Klarsichtfolie.


    Bild 3: Hellblaue Fenster – Das geht nun wirklich nicht


    Mit Fenstern und Tür ist der Turm nun fertig bestückt. Ein sauberes Kante-an-Kante kleben der Turmwände traue ich mir nicht zu und klebe zur Sicherheit zusätzlich eine Lasche mit ein.


    Bilder 4 und 5: Die Turmwände sind fertig bestückt und können zusammengeklebt werden


    Dann mache ich mich an die Sockelplatte für das Leuchtfeuer. Die Sockelplatte besteht aus einer vier-fachen Kartonlage. Da gibt es genug Seitenfläche, die es einzufärben gilt. Die Ober- und Unterseite der Sockelplatte sind grau. Da sieht es erst einmal ungewöhnlich aus, wenn die Seitenkanten in braun eingefärbt ist. Ein Blick auf ein Originalbild zeigt jedoch, wir sind hier absolut korrekt unterwegs.


    Bild 6: Die Seitenwände der Leuchtfeuer Sockelplatte


    Zuerst klebe ich den Turm unter die Sockelplatte und dann auf die Grundplatte.


    Bilder 7 und 8: Der Leuchtturm auf Grund- und unter Sockelplatte


    Die Treppenstufe und die unteren Seitenwände werden noch angebaut, dann ist die Turmkonstruktion fertig und ich kann mich dem Leuchtfeuer widmen.


    Bild 9: Die Turmkonstruktion ist fertig für das Leuchtfeuer


    Ich habe mich dagegen entschieden, das Leuchtfeuer nicht mit einer LED zu beleuchten und so kommt das kartonistische Leuchtfeuer zum Einsatz.


    Bild 10: Das Leuchtfeuer ist fertig

  • Jetzt ist die Außenwand des Leuchtfeuers an der Reihe. Hier schneide ich wieder die Scheiben aus und hinterlege sie mit Klarsichtfolie.



    Bild 11: Außenwand Leuchtfeuer


    Im nächsten Schritt folgt das Dach. Es besteht aus einem Kegel mit Spitze.


    Bild 12: Dach des Leuchtfeuers


    Das wirkliche Highlight habe ich mir bis zum Schluss aufgehoben. Es geht um das Geländer auf der Sockelplatte. Auf dem Bogen wird gesagt, dass es auf Folie, als LC-Teil und Ätzteil erhältlich wäre.

    Ich wähle hier die Kartonversion und schneide die Streben sorgfältig aus. Zugegeben manche Strebe ist beim ausschneiden nicht ganz geblieben. Aber ein winziger Klecks des Klebers hat sie wieder festgeklebt, sodass ich ein vollständiges Geländer ausgeschnitten habe.


    Bilder 13 und 14: Die Streben des Geländers wurden sorgfältig ausgeschnitten


    Danach habe ich mit Farbe aus der Spraydose beide Seiten des ausgeschnittenen Geländers eingesprüht. So konnte ich gewährleisten, dass an alle Schnittkanten Farbe gelangt ist. Als Nebeneffekt, den ich gern mitgenommen habe, wurde das Geländer mit dem Lack auch steifer.


    Bilder 15 und 16: Nach dem Einsprühen mit Farbe ist ein ansehnliches Geländer entstanden


    Das Geländer habe ich zusammengebaut.


    Bild 17: Das Geländer ist nach Behandlung einbaufertig


    Ich denke, das Ergebnis kann sich sehen lassen.


    Bilder 18 und 19: Der fertige Leuchtturm


    Der Leuchtturm ist nun fertig und ich bin recht zufrieden mit meiner Arbeit.

    Die Makro-Aufnahmen bringen einige Dinge zu Tage, die man mit bloßem Auge schon nicht mehr erkennt.

    Mir hat der Bau sehr viel Spaß gemacht.

    Ich bin übrigens in 8 Wochen für etwas längere Zeit auf Föhr und melde mich dann schon fast traditionell mit meinem Föhr-Baubericht. Was es werden wird, kann ich noch nicht sagen. Derzeit schwebt mir etwas Konkretes vor. Bis in 8 Wochen kann sich das aber noch einmal ändern.