Start von SpaceX heute abend

  • Es ist schon ein tolles Thema, technisch sehr interessant!!!

    .....Weiterhin steht schon eine Reihe von Firmen in den Startlöchern, die nur darauf warten, das SpaceX sein Starship zum Fliegen bekommt, um z.B. Hotels oder kommerzielle Raumstationen im Erdorbit zu bauen oder gar Schwerindustrie auf dem Mond zu etablieren...

    Aber: hoffentlich entwickelt sich daraus ein friedliches "Nebeneinander", am Besten wäre ein konstruktives "Miteinander".

    Ich glaube allerdings, es wird eher ein gewinnorientiertes "Gegeneinander" werden.

    Warum sollte es im Orbit, auf Mond oder Mars anders werden als hier unten auf der Erde???

    Jeder will doch das große Geschäft machen!

    Auf jeden Fall ist es eine hochinteressante, spannende, technische (aber auch politische) Thematik.


    Gruß Jürgen

    Technische Flotte Rostock e.V., mein zweites Hobby, macht mal KLICK oder HIER bei Facebook!

  • Doch sorry, ich gehöre zu denen, die Starlink eher kritisch sehen. Schon jetzt ist die erdnahe Raumfahrt durch unendlich viele treibende Objekte, nicht ganz falsch als Weltraumschrott bezeichnet ziemlich gefährlich geworden.

    Das ist richtig, wobei die wirklichen Gefahren hierbei hauptsächlich von den Objekten ausgehen, die zu klein zum Tracken sind aber gleichzeitig massereich genug, um nennenswerten Schaden anzurichten. Die meisten derartigen Objekte (grob geschätzt so um die 150.000) stammen übrigens von den zwei Anti-Satellitenwaffen-Tests, welche sowohl die Vereinigten Staaten als dann später auch China durchgeführt haben. Die meisten anderen problematischen Objekte stammen hauptsächlich aus den ersten paar Jahrzehnten der Raumfahrt, als man sich um Sachen wie "Weltraumschrott" (oder generell um Umwelt-Dinge) keinen Kopf machte.


    Mittlerweile wird sogar ein mitunter recht hoher Aufwand betrieben, um möglichst keinen zusätzlichen Müll zu erzeugen. SpaceX z.B. benutzt generell keine Sprengbolzen für Stufentrennungen und ähnliches, sonder bewerkstelligt solche Dinge generell per hydraulischer Vorrichtung. Satelliten werden mittlerweile nach Ablauf ihrer Lebensdauer entweder in der Erdatmosphäre zum Verglühen gebracht (der Aeolus-Vorfall hatte übrigens auch damit zu tun) oder alternativ auf einen sehr hohen "Friedhofsorbit" gebracht. Zusätzlich gibt sind aktuell bereits mehrere Projekt in Entwicklung, welche sich in Zukunft um eine "Müllabfuhr" kümmern werden. Denn das Problem ist in der Tat real und auch allen Beteiligten bewusst.


    Die 42.000 geplanten Satelliten werden auf fest definierten Bahnen unterwegs sein, welche sich auf mehrere Orbits zwischen 330 und 600 km Höhe verteilen. Auch wenn sich die Anzahl erst einmal gigantisch anhört, so bleibt da noch genug Luft (oder eher nicht, da Vakuum). Selbst, wenn die alle im niedrigsten der benutzen Orbits "herumfliegen" würden, hätte jeder Satellit eine Fläche von 13.400 km² "für sich". In der schlussendlich geplanten Verteilung sieht das dann noch einmal um Größenordnungen anders aus. Nach Ablauf der Lebensdauer erfolgt jeweils ein selbsttätiger Deorbit.


    Quote
    42.000 Kleinst-Satelliten, die da rumdüsen sind ein echtes Risiko. Mal drauf warten, wann es knallt. Einmal ist so ein Ding schon fast in einen Wettersatelliten reingeknallt, der ESA-Satellit Aeolus konnte gerade so ausweichen. Space-X hat nicht mal auf die Warnung reagiert, noch sich entschuldigt.

    Soo klein sind die gar nicht. Und definitiv keine "Kleinstsatelliten". Jedes von den Teilen ist ohne ausgefaltete Solarpanele bereits größer als ein ausgewachsener Mann und wiegt um die 230 kg. Wie so oft im Leben, war die ganze Geschichte deutlich komplizierter, als in einigen doch sehr plakativ gehaltenen Pressemeldungen dargestellt. Ein gutes Video, dass das ganze "Drama" im Detail aufbereitet, hat Scott Manley am Start:


    Quote

    so sehr stellt sich Musk als rücksichtslos heraus, der andere gefährdet.

    Zum Beispiel (ich vermute mal, dass Du auf die Sache mit Tesla Freemont kürzlich hinaus willst)?

  • Auf jeden Fall ist es eine hochinteressante, spannende, technische (aber auch politische) Thematik.

    Es werden ganz sicher eine Menge Herausforderungen entstehen, von denen die schwierigsten vermutlich nicht technischer Natur sind. Auf jeden Fall stehen wir wieder einmal vor einem gigantischen Umbruch, der mindestens genauso viele neue Probleme erschafft, wie durch ihn möglicherweise gelöst werden. Spannend wird es in jedem Fall, und ich persönlich bin geneigt, diese Entwicklung eher optimistisch zu sehen. Wie immer, wird die Zeit es zeigen.