ultrarealistisches Modell einer Yamaha YZF-R1M

  • Das Modell von Papercraft war von erfahrenen Bastlern kritisch bewertet. Passgenauigkeit und Fehler seien problematisch.


    Es gibt eine Modell-Version aus 2015, dann eine aus 2016 die schon fehlerbereinigt ist und eine aus 2018. Die Versionen sind nicht mehr bei Papercraft Yamaha angeboten, es gibt aber einige Stellen, bei denen man die 2016er Version noch ziehen kann. Es sind 54 A4 Seiten für das Modell und 63 Seiten Bauanleitung, also schon eine Hausnummer für sich. Die Listung der Fehler und einige Seiten der Bauanleitung habe ich ins deutsche übersetzt, ist ansonsten alles in gutem englisch


    Maßstab ist 1:5, das Modell wird 44cm groß.


    Das Original der aktuellen Motorrad-Version ist hier sehr umfangreich dargestellt. Einige Details sind gegenüber der 2016er Version geändert.


    Die als PDF mit RGB und 300dpi angebotenen Dateien sind passwortgeschützt. Man kann sie nicht umwandeln in jpg. Daher musste ich als erstes den Schutz beseitigen, um daraus jpg Dateien herzustellen, die ich ggf. nachbearbeiten kann.


    Die PDF Dateien gab ich in einer Druckerei in Auftrag um sie dort in Digitaldruck zu bekommen. Kostete 55€ für 160g Papier. Der Konstrukteur verlangt 133g Papier, aber das war nicht zu bekommen. Ich vermute aber ohnehin, dass ich verstärken muss.


    Ich habe die Absicht, alle Teile mit Tamyia Farben zu lackieren, daher müssen gedruckte, erhabene Einzelheiten danach wieder hinzugefügt werden. Nieten, Schrauben und dergleichen bringe ich in Karton auf und andere Details habe ich aus allen Seiten extrahiert und auf einen Bogen gebracht, der dann auf A4 Abziehbildpapier gedruckt wird und jeweils nachträglich geklebt wird. Da ich das gesamte Modell abschließend mit Klarlack versehe, verschwinden die Abziehbilder als solche, denn der Bogen Abziehbilder wird mit dem gleichen Lack erstellt.


    Im Bogen ist die Windschutzscheibe in Papier vorgesehen. Die soll in Plastik kommen, das heißt kann damit erst nach der Lackierung angebracht werden.


    Für die Räder werde ich die Farbe rubber black, die wie Gummi wirkt und metallic-blau verwenden. Die Räder werden zuvor so gespachtelt, dass die Klebebrüche verschwinden. Vermutlich werde ich große Mengen an Sekundenkleber verwenden, da unnötige Kanten immer gebrochen werden sollen.

    So das zur Einleitung - Bilder folgen wenn es losgeht.


    Gruß

    Lothar

  • So jetzt sind die ersten Teile gefaltet. Die Technologie ist deutlich anders als bei deutsch polnischen Kartonbasteleien. Die Faltungen sind schon fast Origami und man muss schon aufpassen. Klebungen erfolgen auf Punkte und die Faltrichtung ist anders als gewohnt. Trotz der reich bebilderten Bauanleitung – aber ohne Text – muss man sich konzentrieren.


    Graue Teile sind mit Silberlack überzogen und blaue Stellen mit Metallic-Blau. Danach erfolgte noch einmal eine Ganzlackierung. Die Frontscheibe wurde sorgfältig heraus geschnitten und ein Einsteckrahmen gefertigt für die noch anzufertigende Scheibe.


    Hier die ersten Fotos.


    Gruß

    Lothar

  • Die Baugruppen sind wirklich Origami Falztechnik. Sehr verwinkelte und mehrfach gebogene Teile werden kompliziert gefaltet und geformt. Durch den Digitaldruck und das verwendete 160g Papier für Prospekte ist die bedruckte Fläche wasserabweisend und Kleber lässt sich gut abrollen. In der Bauanleitung wird nicht auf die Möglichkeit der Kantenfärbung hingewiesen und alle Falze sehen daher in der Anleitung ungewohnt aus. Ich habe natürlich sorgfältig die Kanten gefärbt. Die Schwarzen Teile werde ich auch nicht lackieren, da im Original diese Teile auch einen Carbon-Look haben. Derzeit ist die Funktion der Baugruppen noch nicht erkennbar. Man fertigt Komplexe Bauteile in der Hoffnung, dass diese später auch mal zusammenpassen.


    Ich habe auch mal eine Übersicht aller Bögen beigefügt., um die Unzahl von Einzelteilen andeuten zu können und auch eine Ansicht des Originals des Modells in dem man die Komplexität der Teile erkennt. Es wird schon erkennbar, das dieses Modell in der absoluten Königsklasse anzusetzen ist. Komplizierter als die Mondfähre, die auch schon eine Hausnummer war. Auch die Größe des Modells lässt sich nun schon erahnen, wenn man die Frontscheibe sieht


    Gruß

    Lothar