Ziemia Szczecińska, 1:200, Orlik

  • Hallo Manfred


    Die vorderste Luke auf dem Backdeck ist geschlossen. Dort habe ich die Seilführung so dargestellt, dass sie geöffnet werden kann (Bild 45), was man allerdings schlecht sieht. Auf jeden Fall mussten die Seile für das Öffnen und Schliessen jeweils neu angeschlagen werden, denn es gibt nur 4 entsprechende Winden. Auf der Back habe ich gedacht, dass ev. die seitlichen Trommeln der Ankerwinde zum Einsatz kämen, aber dann sind die Königsroller am falschen Ort.


    Die Anleitung zeigt die Seilführung für beide Fälle sehr klar, sagt aber auch, dass nur zwei Luken zum Schliessen dargestellt werden können. (Es sind nur Prinzipskizzen. Die Winden sind auf dem Deck anders angeordnet.)



    Im roten Kreis sieht man, wieso ich die Ohren nicht sinnvoll angeordnet finde.


    Andi

  • Moin Andi,

    die Öhrchen an den Rollern haben meines Wissens nichts mit der Seilführung zu tun.

    Ich kenne es so, dass diese Haken lediglich ein Runterrutschen der Leinen verhindern wenn kein Zug auf diesen ist.


    Thomas

  • Danke, Thomas. So macht es auch Sinn.


    Zu jedem Lüfter kommt noch eine Lampe. Für die eigentlichen Lampen habe ich kleine Stücke eines durchsichtigen Plexiglasstabes verwendet. Da dieser recht spröde ist, sind die Schnitt-/Bruchflächen nicht immer senkrecht zur Achse, aber i.a. sieht es gut aus.


     


    Back und Heck wurden mit diversen Lüftern ergänzt. Auf der Back kam der Reserveanker auf seine Lagerung und die Bugschanz wurde verstärkt:


     


    Vor dem Deckshaus stehen zwei kleine Kräne. Slawomir nennt sie "Davits", aber das dürfte wohl eine ungenaue (oder zu genaue) Übersetzung sein:



    Bug- und Heckankerwinde. Das Einfädeln der Kette durch die Kettenstopper hat meine Nerven arg strapaziert, aber Ende gut, alles gut. Auch der Bugkran ist dran:


     


    Andi

  • Allerdings habe ich keinen Zusammenhang zwischen der Ausrichtung der Ohren und der Seilführung für das Öffnen und Schliessen der Luken erkennen können, welche dann anstand.

    Moin Andi,

    danke Dir und auch Thomas für die Erklärung.
    Ich habe mal die Zeichnung näher angesehen und mir erlaubt, zum (meinem) besseren Verständnis ein paar Striche hinzuzufügen.

    Die "Ohren" nenne ich mal Fanghaken und habe sie in Grün eingetragen, im Prinzip also immer parallel zur Winkelhalbierenden auf der Bogen-Außenseite.



    Was mir weiterhin auffällt, ist die Weiterentwicklung von 1960 bis 1966 der Lukendeckelführung bzw. deren Kopplung mittels Ketten. Anders als auf der Cap San Diego laufen die einzelnen Segmente nur noch auf zwei Rollen und stützen sich dabei in dem Falz des Nachbardeckels ab; außer dem letzten Deckel, der auf vier Rollen läuft. Daher gibt es auch jeweils nur ein kurzes Kettenstück, das die obere (Hebe)Rolle des einen mit der unteren (Lauf)Rolle des Nachbardeckels verbindet.

    Das wäre uns alles verborgen geblieben, wenn Du nicht weitergebaut hättest.

    Weiterhin viel Spaß an diesem außergewöhnlichen Modell wünscht Dir


    Manfred

    Es muss nicht alles perfekt sein, was gut tut.

  • Gern geschehen, Manfred.


    Es geht weiter mit der Decksaustattung: vorderer Mast, Peilgeräte, Kompasssäulen, das Notruder, Rettungsflosse, Arbeits-/Rettungsboote, ein Floss und zwei Kräne und die Fallreeps.



     


     


    Andi

  • Den Abschluss machten die Ausstattung des obersten Decks, diverse Lampen auf dem Aufbau und die Reling. Damit ist die Ziemia Sczcecińska fertig.



    Fazit:

    Alles in allem ein schönes Modell, sehr sauberer Druck, eine sehr klare und vollständige Bauanleitung, die auch zeigt, wie das Öffnen und Schliessen der Luken funktioniert und ein erträgliches Mass an Schablonen.


    Der Rumpf hat zuerst einfach ausgesehen, war dann aber nicht so einfach zu bauen. Es ist mein Eindruck, dass er neben dem groben Fehler bei der Ahming an Steuerbord vorn auch einige Passfehler aufweist, ebenso wie die Aufbauten. Diese kann man alle auf die eine oder andere Art korrigieren, meist durch Einfügen eines schmalen Streifens aus der reichlich vorhandenen Farbreserve. Ich habe leider zu lange herumlaboriert, bevor ich diese Einsätze gemacht habe. Das hat zu einigen Dellen und Wellen geführt, die man aber bei frontaler Beleuchtung (wie in meinen Bildern) kaum sieht.


    Bei den Ladeluken sollte man sich gut überlegen, wieviele und welche man offen baut. Es gibt zum Öffnen und Schliessen der sieben Luken nur vier Winden. Will man für beide Vorgänge die Seilführung zeigen empfiehlt es sich, mindestens eine der Luken auf dem Hauptdeck geschlossen zu bauen. (Es ist im Bogen nicht vorgesehen, die Luke auf dem Backdeck offen zu bauen, aber die Seilführung zum Öffnen ist hier nicht klar. Daher eignen sich die anderen Luken besser, was ich zu spät realisiert habe.)


    Die Kleinteile machen Spass. Die Anzahl hält sich in Grenzen (das Modell hat rund 3400 Teile), die Detaillierung ist sinnvoll und macht einen ausgewogenen Eindruck. Sie haben schliesslich meinen Frust beim Bau des Rumpfes mehr als wettgemacht.


    Andi

  • Zum Schluss noch einige Bilder ohne Kommentar.


     


     


     


     


     


    Euch allen Danke fürs Zuschauen, für die Kommentare und die Likes.


    Andi

  • Moin, moin,


    sehr schicker Bulker - toll gebaut :thumbsup:! Das war ja auch ein erfolgreicher Schiffstyp........dann kannst du jetzt die Laderäume mit Eisenerz befüllen und zur Jungfernreise ablegen :P !


    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Moin Andi,


    herzlichen Glückwunsch zur Fertigstellung dieses ungewöhnlichen Modells und danke für den spannenden Baubericht.

    Beste Grüße,

    Manfred

    Es muss nicht alles perfekt sein, was gut tut.

  • Hallo,

    ein tolles Schiff hast du da gebaut! Gefällt mir sehr gut. Saubere Ausführung.Danke für dein Fazit Bericht und generell fürs zeigen! Es ist immer schön, solche Schiffe zu sehen!

    Lg

    Thomas

  • Moin Andi;


    herzlichen Glückwunsch zur Indienststellung des Bulkers.

    " Allzeit freie Fahrt und immer eine Handbreit Wasser untern Kiel "

    Jetzt würden die beiden Varianten OBO Carrier, und Autotransporter fehlen.


    Der OBO Carrier konnte vom Verladehafen bis zum Zielhafen Erz transportieren, hatte aber auf dem Rückweg zum Verladehafen einmal am Erdölterminal angelegt und Öl zur weiteren Verarbeitung gebunkert. Die Ballasttanks konnten so noch zum Transport von Rohöl genutzt werden. Man versprach sich davon weniger Leerfahrten. Die deutschen Werften, wie AG Weser; Bremer Vulkan aber auch HDW Hamburg und Kiel waren Meister des Schiffstyps.


    Die Autotransportvariante wurde in den Laderäumen mit klappbaren Hängedecks ausgerüstet.

    Auch hier hatte man sich einen Kosten Nutzen Faktor ausgerechnet. Ich meine hier waren die Nordseewerke Emden der Meister.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Toll gebaut, sehr schönes Modell


    Grüße Herbert

    Die letzten Arbeiten: Portalkran mit kleinen Diorama, Seebäderschiff "Königin Luise", Saugbagger NETTY, Frachtdampfer Axeldijk, Z- Trawler, Fischdampfer Rostock, MS Lakonia, MS Breitling, SS Normandic, TS Karmoy , FVS Willi Bredel, Hochseekettenbagger Warnemünde
    In Arbeit, Korvette SIGMA-Klasse

  • Ich wäre froh wenn ich diese Bauqualität einmal so hinbringe, Passungenauigkeiten hin oder her.

    Ein tolles Schiff geworden.

    Gruß

    Peter

    Papier ist geduldig, ich werde es auch noch lernen

  • Hallo Andi,


    ein Rumpf, mit dem man nicht zufrieden ist, ist natürlich immer eine Hypothek im Hinterkopf. Aber die Ausführung der Aufbauten ist wie immer souverän und bis ins letzte Detail schön zu sehen.


    Meinen Glückwunsch zur Überwindung der inneren Sperre und zur Fertigstellung dieses sehenswerten Frachters !


    Zaphod

  • Moin Andi,

    gratuliere zur Ferigstellung! ein wirklich gelungenes Modell, Hut ab!

    Beste Grüße aus dem halbhohen Norden

    Fiete

  • Vielen Dank, Kollegen! Es freut mich, wenn euch der Baubericht etwas Spass gemacht hat.


    Andi