Santa Maria, etwa 1:250, Eigenbau nach Plan (aber ohne Plan)

  • Hallöchen zusammen!


    Ja! Ihr hab schon richtig gelesen! Möchte ich mich doch auch mal an etwas ganz eigenem versuchen...

    Schon zum KBW 2019 hatte ich eine spinnerte Idee. Ihr erinnert euch eventuell noch an das Thema?! Man sollte etwas mit einem Ei bauen. Da hatte ich die Schnapsidee das Ei des Kolumbus zu bauen.
    Ich habe mir aus den Tiefen des www einen Plan des Flaggschiffs eben dieses Christobal de Colomb besorgt und wusste gleich: schaffst nicht...! Daher habe ich das Vorhaben auch jetzt über ein Jahr vor mir her geschoben. Aber nie die gewisse Lust verloren.
    Jetzt also der planlose Versuch dieses spannende Experiment mal anzugehen, um auch für mich herauszufinden, wie weit ich komme und was draus wird.

    Mein Bemühen geht auch dahin, das Ganze für euch in Form eines Entstehungsberichts zu dokumentieren.


    Was historischen Segelschiffbau angeht, habe ich null Komma gar keine Ahnung. Man möge mir fehlendes Fachvokabular verzeihen. Gelehrig nehme ich aber erklärende Kommentare auf!


    Ich möchte euch einladen das Experiment mit mir anzugehen. Scheut euch nicht vor Kritik, nur daran kann man wachsen!

    Genug der Vorrede. Hier mal Teile des besagten Plans:

    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: 'wo kämen wir hin?' und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"

  • Und damit ich hier nicht nach zwei Beiträgen schon wieder aufhöre, Weile nicht machbar ist, habe ich vorab schon mal eine kleine Studie gemacht. Die ist aber voller Fehler und daher Ausschuss...


    Ich kann daher sagen, dass es zumindest im Bereich des möglichen liegt, dass ich etwas brauchbares zusammenbekomme. Und!!! Dass es bislang richtig Laune macht!

    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: 'wo kämen wir hin?' und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"

  • Hallo Phillip,


    ich bin echt gespannt, was du aus diesem Plan machst. Wir hatten mal diese Schiff als Holzmodell. Aber in 1:250 ist es sicherlich nicht so sperrig.:)

    Viele Grüße

    Ulli

  • Nein! Sperrig wird das Schiff sicher nicht. Und es hätte wohl tatsächlich Platz in einem Ei - ok, Straußenei! :D


    Michel, das war, wie gesagt, ein Test. Der ist aber nicht zu meiner Zufriedenheit gelungen, daher nochmal von vorne!

    Das ist das Ergebnis:


    bei meinem ersten Versuch habe ich beide Rumpfhälften einzeln gebaut. Das hat zwar auch ganz gut funktioniert, allerdings geht dann die beplankung mit den einzelnen Streifen nicht stimmig aus. Daher jetzt alles aus einem Guss...!


    Als Nächstes heißt es jetzt Planken schnitzen...


    Das sind die teile für eine Seite. Wie ich schon feststellen durfte, passen die erstaunlich gut.

    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: 'wo kämen wir hin?' und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"

    Edited once, last by Philipp Tietz ().

  • Danke! Aber der mir vorliegende Plan ist wesentlich ausführlicher und detaillierter. Zudem hat mein Bruder mir den komplett auf den gewünschten Maßstab gebracht. Das erspart mir das Berechnen einzelner Komponenten...:whistling:

    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: 'wo kämen wir hin?' und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"

  • Also! Entgegen meiner Ankündigung, nun die Bordwand zu installieren, musste ich mich zunächst um den Heckspiegel kümmern. Das ist notwendig, da ich bei meinem Testmodell festgestellt habe, dass das Teil formgebend und daher ein wichtiger Spant ist.
    Und da das Teil eine gewisse Zier trägt, musste ich da jetzt schon mal besonders Hand anlegen. Was man jetzt wohl nicht sieht, ist dass ich alle teile aufgedoppelt habe. Dabei habe ich die einzelnen Hölzer (die diagonal und quer verlaufenden) alle auseinandergeschnitten und einzeln aufgeklebt. Eine besondere Herausforderung waren die beiden Fenster. Diese habe ich aus hauchfeinen Papierstreifen gebaut. Macht was her, wie ich finde...


    Ich hoffe nur, dass man davon später, wenn da mal Farbe drankommt auch noch etwas sieht...:wacko:

    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: 'wo kämen wir hin?' und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"

  • Moin Philipp,


    überzeugende Arbeit, und endlich wieder im Mikrokosmos angekommen, das freut mich noch viel mehr.


    Wir sehen uns auf ein virtuelles Schnitzel und schönes Bier am Wochenende.

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.


    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.

  • Letzte Wasserstandsmeldung für heute. Mir verschwimmen langsam die Linien vor den Augen. Dann bringt’s leider nichts mehr.

    Die erste Seite hat die Hälfte der Bordwand dran. Ich hoffe, dass ich diese Arbeit morgen beenden kann - also auch die zweite Seite.

    Dann werde ich auch versuchen die Beulen aus der Wand zu massieren. Beim Versuchsobjekte habe ich versucht zu schleifen. Das aber mit wenig Erfolg. Ich muss mir also etwas anderes überlegen

    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: 'wo kämen wir hin?' und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"

  • Moin Philipp,

    ist zwar nicht meine Epoche - aber so ein richtiges Modell von Hand gemacht - viele haben es versucht - doch nur wenige haben es fertig gebracht.

    Und was die Knicke in der Beplankung angeht, verdreifache die Spanten - verjüngend in der Grösse und strake sie. Du weißt doch jetzt wo es knickert ...

    Ich würde nicht die Beplankung beschleifen ..

    Viel Spaß weiterhin ins Bergische.

    mit einem lieben Gruß

    Wilfried

  • Wilfried, du hast recht. Das mit den breiteren Spanten wäre eine gangbare Methode gewesen. Da habe ich mich aber gegen entschieden, da das bei Versuchen leider aus anderen Gründen nicht zu einem besseren Ergebnis geführt hat.
    So hat sich gezeigt, dass das Schnittergebnis dann sehr dürftig ausfiel, bzw die dünnen Teile gerne mal abreißen- trotz frischer Klinge... Ich nutze ein Papier, was offensichtlich nicht sehr klingenfreundlich ist.

    Was das Fertigstellen angeht, so bin ich momentan guter Dinge, dass da was Fertiges draus wird.:P


    Lieben Gruß zurück!

    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: 'wo kämen wir hin?' und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"

  • Hallo Philipp,


    zu deiner Unterstützung könnte ich dir 2 Standardwerke zu diesem Thema ausleihen:

    1. Die Schiffe des Christoforo Colombo,

    2. Historische Schiffsmodelle, beide von Wolfram zu Mondfeld.


    gib Laut wenn du Interesse hast, ist ja gleich um die Ecke.

    Gruß


    Willi




    In allen Köpfen entstehen dumme Gedanken -
    die Klugen führen sie nicht aus.

  • Hallo Willi!
    Danke für dein Angebot. Da würde ich ggf drauf zurückkommen.


    Nachdem ich gestern nur geschnibbelt und geklebt habe, hatte ich keine Muße mehr das ganze zu präsentieren. Das möchte ich jetzt nachholen.


    Zunächst habe ich die bordwände bis zum Hauptdeck angebracht. Ich bin noch immer begeistert, dass das so hervorragend passt. Es ist sogar nahezu seitenidentisch!

    Dass ich die Beulen herausmassieren könnte, hat sich nicht bewahrheitet. Das muss aber auch gar nicht unbedingt sein, da das Schiff noch einige Anbauteile auf die Bordwand bekommt, die diese Unzulänglichkeiten in großen Teilen überdenken werden.

    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: 'wo kämen wir hin?' und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"

  • Nun musste das Hauptdeck eingezogen werden. Das stellte sich als schwieriger als gedacht heraus.
    Die Problematik liegt in den Spanthörnern. Und darin, dass ich hier einen Holzbauplan habe. Da passte das vorgesehene Deck nicht so, wie ich mir das erhofft hatte.ich bin denn so vorgegangen: ich habe das Deck der Länge nach halbiert. Dann habe ich die einzelnen „Planken“ aufgeklebt und farblich behandelt. Jetzt konnte ich mir die exakten Positionen der Spanthörner anzeichnen und kleine Schlitze ins Deck schneiden. So hat es dann schlussendlich geklappt.
    Mit dem Ergebnis bin ich durchaus zufrieden - fürs erste Mal...!


    mich konnte es mir zudem nicht verkneifen, dem Heckspiegel schon mal etwas Farbe zu gönnen.


    So wird die Struktur deutlich sichtbarer.

    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: 'wo kämen wir hin?' und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"

  • Leider kann ich nicht sagen, warum alle Bilder auf dem Kopf stehen?! Zumindest bei mir...

    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: 'wo kämen wir hin?' und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"

  • Moin Philipp,

    sehr erfreulich für meine Augen; gute Vorgehensweise - die Trennung des Decks - aber bitte - lege die Farben nicht zu dunkel an - ein Fehler, der in allen Bereichen und Maßstäben immer wieder gemacht wird ..

    Ansonsten weiterhin gutes Gelingen - und ein lieber Gruß

    Wilfried

  • Wilfried, du glaubst gar nicht, wie dunkel das Deck zu Anfang war...! Ich bin aber auch der Meinung, dass es noch ein paar Nuancen heller werden darf. Ich werde mal meine Farbpalette durchgehen und das anpassen.

    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: 'wo kämen wir hin?' und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"

  • Ich habe mich entschieden...

    Auch der momentane Bau erfüllt nicht meine Erwartungen. Ich habe mich da bei einigen Teilen verschnitten, oder nicht richtig interpretiert. Und besonders ausschlaggebend war meine Ungeduld mit der Farbe! Die geht mittlerweile gar nicht mehr. Zu viele unterschiedliche Brauntönen... Ich habe also Zuviel am Modell experimentiert und bin jetzt zu dem Schluss gekommen, dass ein Weiterbau nicht sinnvoll ist.


    da ich aber noch immer Feuer und Flamme für dieses Experiment bin, beginne ich wacker wieder bei Null.

    Ich zeige euch dennoch den aktuellen Zustand und die Kleinigkeiten, die über das feuchtfröhliche Wochenende entstanden sind!


    Ihr seht, es hat sich was getan. Aber das Ergebnis ist leider nicht in meinem Sinne.

    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: 'wo kämen wir hin?' und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"

  • Hallo Philip,

    wenn du neu anfängst, werfe das alte Modell bitte nicht in den Abfalleimer. Es wäre schade um die vielen Arbeit, die Du reingesteckt hast. Bau eine kleine Werft und benutze den alten Rumpf als ein Schiff, das sich gerade im Bau befindet. Und schon ist ein kleines Diorama entstanden.

    Ulrich

  • Moin Ulrich!

    Da fiel mir grade der Satz: „Zwei Dumme, ein Gedanke!“ ein. Ich möchte hier aber niemanden als dumm bezeichnen...;)


    der Gedanke mit einem kleinen werftdiorama ist mir tatsächlich auch schon gekommen. Mal schauen.


    Was ich gestern noch geschafft habe, ist ein frisches Spantengerüst. Ich habe, anders als bei den zwei ersten, die Teile nicht nur verdoppelt, sondern verdreifacht. Das soll ein durchdrücken der Spanten etwas verhindern. Ob’s klappt, werde ich sehen.

    Weiter habe ich schon das halbe Hauptdeck eingezogen. Das passt soweit auch. Nur macht mir jetzt die andere Hälfte Probleme. Die Seite will (noch) nicht so, wie ich...


    Die verdreifachung des Kartons ist übrigens eine klingenfressende Sache...!

    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: 'wo kämen wir hin?' und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"

  • Es geht beim dritten Rumpf leider auch nicht schneller...!
    Aber mittlerweile schwimmt das Schiff auf und der Rumpf ist bis zum Hauptdeck geschlossen. Mit der aktuellen Farbe bin ich auch deutlich zufriedener.

    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: 'wo kämen wir hin?' und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"

  • Das Deck sieht jetzt sehr authentisch aus. Der Braunton der Bordwände hingegen war vorher besser.


    Ist nur mein Geschmack.


    LG
    René

    Ein leerer Kopf nickt leichter.

  • Hallo Philipp,

    zur Ergänzung. Der Plan von Adamitz, auf den du dich stützt, ist dem Buch von Heinrich winter entnommen: Die Kolumbusschiffe von 1492, ISBN3 893508147 aus dem Weltbildverlag, Augsburg, 1994. Das ist einen Linzenzausgabe des ehem. Hinstorff Verlages Rostock.

    Der Verfasser hat im Hinstorff Verlag ein weiteres Buch über einen Holl. Zweidecker des 17. Jahrhundert herausgegeben. Das ist genauso gründlich recherchiert wie das Kolumbusschiffebuch.

    Ulrich

  • Lass mich erstmal die Heilige zusammenbringen...! Dann kann ich entscheiden, ob da noch ein Segler zu kommt.
    Aber wenn, dann ist das ein super Tip! Danke dafür.


    Zu Renes Einwand, der vorherige Rumpf ist sehr fleckig und sieht in natura gar nicht gut aus. Das dunkle braun ist zwar wirklich sehr dunkel, aber auf die Bordwand kommen noch einige Details. Dann wird sich die dunkle Farbe wohl noch relativieren...

    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: 'wo kämen wir hin?' und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"

  • Hallo Phillip!

    Sehr interessant, Dein Bericht! So ähnlich konstruiere/baue wohl auch ich. Zeichnen, bauen, Fehler korrigieren, neu bauen - wenn ich meinen Leuchtturm so ansehe, find ich gleich wieder ein paar Dinge die eigentlich noch verbessert werden könnten!

    Viel Spaß noch

    Harald

  • Hallo Philipp,

    wegen der Farbe brauchst du dir keinen großen Gedanken zu machen. Farben, Beizen und Lasuren bestanden in der Zeit der SM aus Materialien, die einem natürlichen Verschleiß unterlagen und noch nicht die langandauernde Qualität heutiger Hightec Produkte besaßen. Wasser, Wind und Wetter veränderten das farbliche Aussehen der Schiffe.

    Ulrich

  • Hallo zusammen!


    Danke Harald und Ulrich!
    Ich mache mir keinen Kopf bezüglich der Farben. Die kann man ja zur Not noch anpassen. Aber so wie sie momentan sind, gefällt es mir ganz gut.

    Allerdings muss ich hier nochmal betonen, dass ich nicht selber konstruiere. Die bislang verbauten Teile stammen allesamt aus dem Plan. Allerdings kommen noch Teile, die ich nicht übernehmen kann, wie z.B. das Ankerspill:S


    Jetzt mal zu den News. Heute habe ich mich ans vordere Deck gemacht - wie nennt man das? Ich habe keine Ahnung, meine aber irgendwo etwas von Castell gelesen zu haben...

    Zunächst habe ich den unteren Rahmen gemacht, quasi die Auflage für die Decksbalken. Das sieht auf den Bildern krumm und schief aus. Ist es auch! Aber nachher nicht mehr sichtbar. Also: egal!
    Dann habe ich den Bretterzaun darum gemacht. Diesen habe ich von beiden Seiten gerillt, um da mehr Plastizität rein zu bringen. Wird niemals auffallen, aber ich weiß es8o

    Dann musste ich mir noch was bezüglich des Mastes überlegen. Es sollte schon stabil sein. Ich habe ein messingrohr abgelängt und mit Zigarettenpapier umwickelt, sodass zur Spitze hin auch eine leichte Verjüngung vorhanden ist. Ich bilde mir ein, dass man es tatsächlich auch sieht?!

    Der Hauptmast ist ähnlich entstanden, aber noch nicht eingeklebt.

    Zur Probe habe ich auch die an Deck befindliche Esse aufgestellt. Diese hat einen „Rost“ aus feinem schwarzen Gazestoff.

    Als nächstes kann ich die Bordwände vervollständigen.

    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: 'wo kämen wir hin?' und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"

  • Makros sind ja wirklich immer fürchterlich...:pinch:


    hier noch ein Bild von oben:

    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: 'wo kämen wir hin?' und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"

  • Makros sind ja wirklich immer fürchterlich... :pinch:

    Ach, was - alles dumm Tüch - das Original war ja auch nicht gerade eine Schönheit mit eleganten Linien; sie hätte nie die Cowes Week gewinnen können ... :D

    Mir gefällt Dein Baufortschritt ...

    mit einem lieben Gruß

    Wilfried

  • Hallo Philip,

    der vordere Aufbau heißt Kastell. Und das mit dem krum und schief ist auch nicht so schlimm. Die Schiffe wurden zu dieser Zeit handwerklich zusammengebaut. Die SM war ein Arbeitsschiff und kein königliches Prunkstück. Und das Kastell war nicht "systemrelevant" für die Schwimmeigenschaften. Pläne gab es damals nicht wie in unseren Sinne nicht. Die Schiffsbauer haben nach Erfahrung und den Plänen in ihren Köpfen gebaut. Nur wir Bastler sind heute plangewöhnt. Schiffsbaupläne gab es erst im 17. Jahrhundert in Frankreich, noch vor England.

    Ulrich

  • Hallo Friends and Folks!


    Zunächst mal ein Dank an die Daunendrücker und aktiven Kommentatoren dieses Experiments.

    Wie ich gelesen habe, war das Schiff nicht nur optisch kein Hingucker, auch seetechnisch beschwerte sich der Reisende über mangelnd manövrierbarkeit.


    Es ging voran. Ich baue, damit bei mir keine Langeweile aufkommt, nach Lust und Laune. Oder anders ausgedrückt, an allen Teilen gleichzeitig.

    So habe ich in den letzten Tagen das Ruder, das Ankerspill, einen neuen Heckspiegel und diverse andere Teile geschnitzt.
    Besondere Herausforderungen gab es eigentlich nicht. Was sich als recht schwierig darstellt, sind diverse Löcher und Öffnungen in der Bordwand. Würde ich diese im Normalfall trocken aus dem Bogen ausstechen, muss ich das hier am fertigen Objekt bewerkstelligen. Das ist mir bislang leidlich gelungen, waren es bislang auch nur die Löcher für die zwei Kanonen. Um einen optischen Abschluss zu erreichen - das Papier wurde einfach nicht rund an dieser Stelle - habe ich geätzte Ringe eingesetzt und übermalt. Damit war ich dann zufrieden.

    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: 'wo kämen wir hin?' und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"

  • Es wird...


    Langsam muss ich mir Gedanken um geeignetes Takelmaterial machen. Wenn jemand eine gute Quelle nennen kann, bitte!


    ich habe auch schon ein paar versuche für die Umsetzung der Segel gemacht. Zunächst habe ich dafür Taschentücher gespalten und die lagen einzeln zunächst mit schwarzem Tee getränkt. Im Anschluss daran das Tuch mit verdünntem Weißleim nochmal getränkt und trocknen lassen. Die Farbe stimmt, aber es schlug Wellen...

    Daraufhin habe ich einen Spannrahmen aus einem Schuhkarton gebaut. Also: eine Öffnung kleiner als das Taschentuch in den Deckel geschnitten und an den vier Ecken einen kleinen Magneten geklebt. Dann habe ich zwei Lagen Taschentuch zusammen gelassen und mit Hilfe von vier weiteren Magneten stramm auf den Rahmen gesetzt.
    jetzt wurde erst die Teezeremonie wiederholt und nach dem trocknen wieder mit Leim gearbeitet.

    Das Ergebnis war besser, als ich gehofft hatte! Damit kann man arbeiten!


    Einzig die Strichstärke des Bleistifts überzeugt mich noch nicht. Das wirkt zu stark. Da muss ich mir eine dünnere und härtere Mine besorgen...

    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: 'wo kämen wir hin?' und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"

  • Es geht sehr produktiv weiter!


    Es war an der Zeit die Bordwände zu vervollständigen. Das war recht schwierig, da man die geschwungenen Ausläufer irgendwie auf die einzelnen Streifen übertragen musste. Das ging mit ein wenig Anpassungsarbeit.

    .


    nachdem auch die Steuerbordseite fertig war, kam ein weiterer Angstgegner. Die Pallung. Sehr aufwändig, da hier nicht nach und nach gearbeitet werden kann. Ich bin dann auf die Idee gekommen die ganze Geschichte auf dem Hauptplan aufzubauen und dann an die Bordwand zu kleben.


    Das hat zumindest auf einer Seite schon recht zufriedenstellend funktioniert!
    Ohne hier fishing for compliments betreiben zu wollen, in Echt sieht das drei mal besser aus, als auf den Bildern!


  • Hallo Philipp

    in Echt sieht das drei mal besser aus, als auf den Bildern!

    Dann muss das in Echt bombastisch aussehen, denn schon hier sieht es perfekt aus.


    Andi

  • Danke, Andi und Ulrich und allen Daumenhebern!


    Heute habe ich auch die Backbordseite fertig bekommen. Auch wenn es schneller und besser als auf der Steuerbordseite geklappt hat, hat es doch aufgehalten.
    zusätzlich habe ich die „Bretter“ angebracht, an denen die Wanten angeschlagen werden. Das hat mich fast verzweifeln lassen...! Die wollten nämlich partout nicht zwischen die Pallen passen. Wie gut, dass man bei Papier wegschneiden kann.


    Der Schiffskörper ist übrigens unglaublich stabil und die Masten nur eingesteckt!


    Was steht noch an? Kurz gesagt, eine Menge!
    Es stehen noch diverse Ausrüstungsdetails aus, wie die Beiboote, diverse nagelbänke und Detailarbeiten. Und dann natürlich das, was das Schiff zu einem Segelschiff macht... Segel, gefühlte 300 Taue, Leinen, Schnüre.

    "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte: 'wo kämen wir hin?' und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?"