Zerstörer IJN „YUGUMO“, 1:200, Avangard

  • Nach einigen Jahren der kartonalen Abstinenz war es höchste Zeit mal wieder was zu schneiden und zu kleben. Meine Wahl viel auf den japanischen Zerstörer „Yugumo“ aus dem Hause Avangard.Zum ersten Mal soll es ein Vollrumpfmodell werden; die ersten Teile des UW-Schiffs lassen mich aber schon zweifeln.Egal.Der Bogen ist teilweise beidseitig bedruckt und macht einen sehr guten Eindruck.Die Bauanleitung ist nur auf russisch,aber die Skizzen sind verständlich.Der Takelplan fällt mit einer Seitenansicht leider recht mager aus.Da die Wasserlinie nicht ganz gerade ist werde ich wohl einen Wasserpass aus schwarzem Karton einfügen.

  • Hallo,

    da ich auch mal einen Japaner anschneiden will, werde ich deinen Baubericht verfolgen.

    Gruß

    Jürgen


    Es gibt keine dummen Menschen, nur Menschen die Dummes tun.

  • So, die erste Hürde ist genommen. Das Unterwasserschiff ist geschlossen. Bis auf zwei, drei Stellen bin ich auch recht zufrieden. Die Konstruktion ist hervorragend; die Dellen gehen allein auf mein Konto. Zur Sicherheit habe ich einige „Stringer“ eingezogen.

  • wulstbug

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  • Der Stbd.-Rumpf ist geschlossen.Die Bullaugen habe ich ausgestochen und mit Leim „verglast“.Etwas knifflig war der Anker mit der Klüse.Immerhin 16 doch sehr kleine Teile.Das Vorschiff hat einen starken Überstand nach oben zum Deck.Das werde ich noch etwas abschleifen wenn ich die Decks aufklebe da ich auf keinem Photo oder Plan ein Süll erkennen kann.

  • Die Geschütztürme. Die LC-Teile klebe ich erst später, dann ist deren Überlebenschance größer. Schade, dass man von den Unterzügen am Ende nichts mehr sehen wird.

  • Die Behälter der Reservetorpedos.Wie das Nachladen funktioniert hat ist mir allerdings nicht ganz klar. Obwohl die Container sich in einer Ebene mit dem Werfer befinden und dieser auch fluchtend gedreht werden kann scheinen die Torpedos mittels eines Kranes herausgehoben worden sein.


  • Die Gerüste der Torpedoladekräne gibt es zum Glück im LC-Set. Wenn man die Teile ordentlich vorbiegt passt alles genau zusammen. Wenn man es so wie ich macht kommt das dabei heraus:


  • Der Kommandoturm ist -fast-fertig. Ungefähr 100 Teile (Karton, LC, Draht und Zahnstocher). Auch wenn es auf den Bildern grob und zurechtgebogen aussieht; in natura ergibt sich durchaus ein stimmiges Bild.




  • Hallo, ich hab da ein kleines Problem mit der Kettenführung beim Ankergeschirr. Die Bauanleitung liefert dazu keine Informationen. Eine Kette kommt aus dem Kettenkasten und läuft um den Spillkopf zur Klüse. Und die andere? Auf Modellbildern aus dem Netz wird die zweite Kette um Teil 125 herumgeführt. Das sieht jedoch so gar nicht wie ein Kettenspill aus -ein einfacher Zylinder. Weiß da jemand mehr?




  • Sie haben die richtige Idee, wie es gemacht wurde, außer dass die Ketten gekreuzt sind. Die Ketten würden niemals gekreuzt werden. Linke Kette nach links Klüse und rechte Kette nach rechts Klüse.

    Grüße, Jeff C.

  • Nein, ich glaube, es ist ein großer Poller, mit dem eine Schlaufe der Reserveankerkette bereitgehalten wird. Es konnte jeweils nur ein Anker gesetzt werden. Dann würde die Kette mit Davits und Pullies von der Ankerspillkopf entfernt und die andere Kette an ihrer Stelle herumgewickelt. Klingt umständlich, ich weiß, aber das wurde oft auf Schiffen dieser Größe gemacht. Auch in unserer Zeit ist es noch getan. Die U.S.N. Zerstörer der Burke-Klasse haben eine ähnliche Montage [die neuesten jedoch nicht]. Im Krieg wurde dieser Reserveanker oft geopfert, um eine Auftriebsreserve für Flugabwehrgeschütze und deren Munition zu erhalten.

    Grüße, Jeff C.

  • Es ist geschafft. Mein erstes Unterwasserschiff ist komplett.

    Ich hatte ziemlichen Bammel vor den Schrauben und den Wellenhosen.

    Zwei Wochen habe ich mich davor gedrückt und lieber die Aufbauten und andere Kleinkram angefangen. Aber dann war es gar nicht so schlimm.

    .


  • Der große Lüfter hinter der Back besteht aus fünf Teilen. Nicht viel, aber doch sehr tricky im Bau. Formen, formen, formen. Das lief recht gut und flüssig. Am Ende musste ich aber feststellen, dass das Ganze in sich verzogen war. Zur Korrektur half etwas sanfte Gewalt.




  • Vier der Bauteile kommen ganz harmlos daher, aber das Hauptteil für die Außenhaut - au Backe!

    Das sieht ja aus wie eins dieser Rohrschacht Tintenklecksbilder, die mir mein Nervenarzt vorlegt um zu beweisen, daß ich nicht alle Tassen im

    Schrank habe.

    Alles Gute für den weiteren Bau!

    Bernhard

    Ewig währt am längsten.

  • Jetzt geht‘s an die Torpedowerfer. Ja, ja, ich weiß;Torpedos werden lanciert und nicht geworfen. Es sind 50 Kartonteile. Dazu kommen nochmal so viele LC-Teile. Der Mantel hat 23 Knick- und 50 Schnittkanten.


  • Die Torpedowerfer sind noch nicht ganz fertig, aber heute habe ich erstmal den Suchscheinwerfer hinter dem achteten Schornstein gebaut.
    Grund zu meckern gab es bei dem Modell bis jetzt noch nicht, mir fehlen vielmehr die Fähigkeiten all die Kleinigkeiten sauber umzusetzen. Die Passgenauigkeit ist hervorragend; einzig im Bereich des hinteren Backdecks hatte ich die bereits erwähnten 2 mm Überstand. Keine Ahnung wo die herkamen, ich hab sie einfach abgesäbelt.

    Zwei Dinge sind mir aber aufgefallen. Es gibt nichts was die Bootswinden auch nur andeutet. Und zweitens frage ich mich was es mit den vorderen Blenden an den Positionslichtern auf sich hat. Hab ich schon bei einigen Modellen gesehen, aber noch nie in der Realität. Also weg damit.





  • In den letzten Tagen kam ich leider kaum zum Basteln. Etwas ging aber doch. Zum Beispiel das Minenräumgerät (Otter). Die LC-Teile sind wirklich sehr filigran. Kaum war die Aussetzvorrichtung fertig hatte ich sie in einem Moment der Unachtsamkeit auch gleich wieder „zusammengefaltet“. Ach ja, auf den Makros sieht alles viel schlimmer aus als...und so weiter.





  • Hallo Wulstbug,


    der Torpedowerfer sieht auf jeden Fall schon mal prima aus und auch das Otterngerät kann sich sehen lassen.

    Die Konstruktionen von Herrn Balickij genießen m.W. einen sehr guten Ruf, cih habe leider noch keine gebaut, aber schon die Zeichnungen in der Anleitung sind ein Genuss, der immer wieder zum Durchblättern reizt.


    Zaphod

  • Hallo Zaphod,

    Herr Balickij soll früher Chefkonstrukteur bei Dom Bumagi gewesen sein. Und die „Yugumo“ macht ihm alle Ehre. Das was da ist passt - man muss es nur verarbeiten können. Mir gefällt der Bogen so gut, dass das US-Gegenstück „Aaron Ward“ bereits als Rumpfskelett auf dem Schreibtisch steht. Und wenn die „Yugumo“ an einigen Stellen auch Aussieht wie nach einem Gefecht; ich hab seit Jahren nicht mehr ernsthaft gebaut und lerne bei jedem Bauteil. Es macht Spaß.


    wulstbug

  • Die erste Barkasse. Eigentlich kein Problem - wäre da nicht der Propeller. Ich habe mittlerweile ein kleines Propellerersatzteillager (irgendwo) auf dem Fußboden. Für den Mast habe ich kein passendes Material. Also musste ich Besenborsten verarbeiten. Da die nicht lang genug waren habe ich sie mit Isoliermaterial von Elektrokabeln verbunden. Nicht schön, aber ich hoffe ich kann den Eindruck durch die Querverstrebungen etwas abmildern. Von dem Kabel hatte ich noch die Kupferlitze. Ich probiere daraus Manntaue für die Ruderrettungsboote anzufertigen. Das geht auch ganz gut, aber die Taue müssen ja im Boot aufgeschossen sein... Kleiner Negativpunkt, es gibt keine Riemen für die Boote. Also Selbermachen. Ach ja; Torpedos gibt‘s im Bogen auch nicht. Von denen sähe man aber eh nur die Köpfe. Werde ich demnächst noch selberschnitzen.






    .

  • Die Motorbarkasse und ein Ruderboot sind an Bord. Bei dem Ruderboot fehlen zwei Schlingerkiele im Bogen. Dass ich Kiel und Ruderhacke neu anfertigen musste liegt an meiner Schusseligkeit.



  • Dies ist das Modell der Premieren. Mein erster osteuropäische Bogen, erstes Unterwasserschiff, erstes Mal 1:200 und Sekundenkleber ist auch Neuland für mich.

    Heute habe ich beim Bau der Rah am Hauptmast gelernt, dass er sehr sparsam dosiert seiN will.

    Die Rah selber besteht aus Bestenborste, die Fusspferde aus Kupferlitze und verdoppelter Karton für die „Blöcke“.

    Alles in allem eine weitere Möglichkeit die Nerven zu strapazieren und die Luft Anzuhalten.
    Und noch ein Bild von der Werft vom aktuellen Bauzustand.





  • Im Internet bin ich auf Photos gestoßen, die die „Yugumo“ mit dem Radar Typ 22 zeigen. Es soll 1942 installiert worden sein, also kurz vor dem Untergang des Zerstörers. Da ich das Design recht originell finde und der Bogen dazu nichts hergibt, habe ich mir aus Zahnstochern und den bekannten (und beliebten) Besenborsten selber was zurechtgefrickelt. Es ist zwar etwas zu groß geworden; aber egal, das bleibt jetzt so.



  • Der Mast ist fertig. Flaggenleinen und Antennen fehlen noch. Ich weiss noch nicht ob ich es mit Wonder wire (Bezugsquellen?) oder normalen Takelgarn machen soll. In einer Nähstube wollte ich Polyestergarn (Serafil) kaufen; es gab nur stinknormales Garn das fusselt, aber „sehr dehnbar ist“. Genau was ich nicht brauch.


  • Die „Signalstation“ ist im Bogen etwas knapp dargestellt. Lediglich ein Brett an der Reling. Eine Art Nagelbank? Im Netz habe ich auch nichts gefunden, aber die Signäler werden ihre Flaggen wohl nicht im Ruderhaus verstaut haben. Eine Kiste ist schnell gebaut, drei Belegnägel und fertig.


  • Moin Wustbug,

    Ich weiss noch nicht ob ich es mit Wonder wire (Bezugsquellen?) oder normalen Takelgarn machen soll


    Flaggleinen müssen nicht straff gespannt sein, da sollte Serafil genügen.

    Allein wegen der Preisunterschiede nehme ich vorzugsweise Serafil und Wonderwire nur dort, wo ich Serafil nicht oder nur schlecht spannen kann. Wonderwire habe ich über den Passat-Verlag bezogen, Serafil über das Internet. Die im Netz angeboten Längen lagen zwar um ein Vielfaches über meinem Bedarf, waren aber im Vergleich zu Wonderwire sehr preiswert.


    Viele Grüße

    Gustav

    Auch kleine Dinge können Freude bereiten.

  • Hallo Gustav, vielen Dank für die Hinweise. So werde ich es auch halten. Serafil als Standard, WonderWire für das Spezielle. Und jetzt wo Du es erwähnst fällt‘s mir auch wieder ein: Passat-Verlag; da ist er aber schon länger ausverkauft. Macht aber nix. Ich hab‘s nicht eilig.

  • Hallo Wulstbug,


    Glückwunsch zu dem Mast, die sind bei den japanischen Zerstörern immer ausgesprochen filigran. Und auch das selbst gewerkelte Radar weiß zu überzeugen!

    Viel Erfolg bei den nächsten Bauschritten

    Zaphod

  • Vielen Dank, Zaphod, beim Mast musste ich ja ziemlich improvisieren. Ansonsten macht der Bogen echt Spaß. Ich wunder mich, dass hier im Forum noch nichts Gebautes zu sehen war. Im Konradus-Forum kann man sehen was man aus dem Modell machen kann. Wenn man‘s denn kann.

  • Der Wasserbombenwerfer „Typ 94“. Nach meiner Quelle war die Mittelsäule konisch.Im Bogen ist sie als einfache Röhre dargestellt.Ich habe einen geschliffenen Zahnstocher verwendet.Ausserdem noch etwas Kupferdraht um die Tonnen in den Halterungen zu sichern und einen Hebel.

    Als Nächstes wartet das Wabo-Gestell auf seine explosive Bestückung.




  • So, die Wabo-Station ist -fast- fertig. Das LaserCut-Gestell war etwas knifflig, die Wasserbomben passten mit gutem Zureden so gerade noch rein. Die äußeren Stützen habe ich mit Kartonscheiben unterfüttert um die Balkenbucht auszugleichen. Morgen folgen noch zwei Ladekräne.




  • Hallo Wulstbug,

    die Wabo-Gestelle der Japaner sind mit der Hand kaum zu bewältigen, ohne Lasercut oder Ätzsatz geht es da kaum. Un dann noch das Bestücken ...


    Bei Dir bestens gelungen.


    Zaphod

  • Danke, Zaphod.

    Um die Sache komplett zu machen habe ich die Kräne angefertigt (Besenborsten, Kupferdraht und doppelte Kartonscheiben) und hinzugefügt.