13. KBW Leuchtfeuer Arkona-Insel von 1904 1:250

  • Hallo Ihr,


    ich habe mir da einen hübsches Leuchtfeuer ausgesucht, welches aber nicht als Kartonmodell existiert.

    Bekanntermaßen als Pseudokonstruktuer tituliert, versuche ich dann einmal mein Glück an einer Konstruktion, die für meine eingeschränkten motorischen und indellehktuällen Fähigkeiten gerade noch praktikabel ist... :D (das war jetzt ein Insider)


    Das Leuchtfeuer wurde 1904 erbaut. Bin noch auf der Suche nach Hintergrundinfos.


    Hier einmal der Konstruktionsbeginn:



    Gruß pianisto

  • ... als Pseudokonstruktuer tituliert, versuche ich dann einmal mein Glück an einer Konstruktion, die für meine eingeschränkten motorischen und indellehktuällen Fähigkeiten gerade noch praktikabel ist... :D (das war jetzt ein Insider)

    ...

    Der Insider war aber gut! :D

  • Hallo Ihr,


    den Zeiten entsprechend hatte ich heute etwas Zeit und somit bereits die Machbarkeitsstudie testgebaut.





    Die Umwickelung ist jetzt nicht ideal, werde einmal die Klebelaschen abschneiden oder eben die Umwickelung in einem Stück machen.

    Das Kuppeldach misslang, das zeige ich noch nicht....

    Die Inneneinrichtung aber funktioniert, allerdings dürfte mein Drucker gerne etwas feiner die Haarlinien nehmen...

    Da kommen natürlich noch Anbauteile daran und die Tür fehlt auch noch.


    Gruß pianisto

  • Moin Dirk,


    beim Insider rate ich jetzt mal lieber nicht mit :whistling: aber ist das ein Ratespiel und wir sollen Tipps abgeben?

    Oder gibst Du Tipps und wir schwärmen mit unserer schier unglaublichen Schwarmintelligenz aus und fischen in tiefgründigen Hintergründen zu Deiner Erleuchtung? ;)

    Viele Grüße Nils


    Fürchte Dich nicht vor dem Dummen, die nichts wissen. Fürchte Dich vor den Schlauen, die nichts fühlen. (Erich Kästner)

  • Moin Nils,


    es darf gerne geraten werden, wie das Leuchtfeuer heißt, ich musste jetzt nur selber einmal erst nachlesen.

    Ich zitiere: " In einem 12,5m hohen Turme aus weißem Kalkstein, ein rotes, 4 sm sichtbares unterbrochenes Feuer." aus X von 1905, Kapitel 2, Seite 21 unter 3.


    okay, und schon viele Fehler gemacht gehabt.... Das Licht darf also nicht gelb sein und ob mein Farbton auf weißen Kalkstein schließen läßt, eher nicht.....


    Gruß pianisto


    P.S.: Ich baue das Original, welches inzwischen zweimal umgebaut wurde und derzeit weiß angestrichen.

  • Hallo Pianisto,

    was heißt hier Pseudokonsturkteur? Wer etwas erbaut und es selbst entworfen hat, der ist für mich Konstrukteur. Die Abwicklung für den Turm finde ich super.

    Ulrich

  • Puuuhhh... Eine harte Nuss. Ich komme nicht weiter ;( und bleibe deshalb gespannt :)

    Viele Grüße Nils


    Fürchte Dich nicht vor dem Dummen, die nichts wissen. Fürchte Dich vor den Schlauen, die nichts fühlen. (Erich Kästner)

  • Ich kann erst dann in meinem Fundus nach Hintergrundbildern suchen, wenn es heraus ist, um welchen Leuchtturm es sich handelt ... in der deutschen Leuchtturmliste habe ich nichts gefunden, was passt.

    Ulrich

  • Hallo Ihr,


    also es ist an sich ein deutscher Leuchtturm, der 1904 fertiggestellt wurde, gleichfalls wurden in diesem Jahr ein Leuchtfeuer mit 21 sm Lichweite, alle 10 Sekunden ein kurzer Blitz, eine Signalstation mit einer 9 sm elektrische Lampe und ein grüngestreifter Turm mit einem 5 sm sichtbaren Licht in dem Seegebiet neu erstellt. Zwei der vier Leuchtfeuer stehen auf "Inseln" bzw. ein Riff

    Als einziges Provisorium blieb ein Leitfeuer.

    In dem Hafen legten von April bis Juni 1904 Dampfschiffe folgender Nationen an:

    48 Deutsche, 6 Norwegische, 4 Englische, 1 Holländisches und 1 Chinesisches (?!? , da denkt man die haben nur Dschunken und dann das....), ach und ein amerikanischer Segler (1043 Nettoregistertonnen)


    Im März wurde in den Hafen übrigens eine Reisladung angelandet, die mit 188 Eisenbahnwagons abtransportiert wurde.


    War heute nur kurz am Computer habe die Farben geändert und die Kuppel umkonstruiert. Weißer Kalkstein kann weiß bis beige sein, nach dem S/W Foto aber wohl eher beige.


    Übrigens bei jedem Umbau ist der Leuchturm in der Höhe gewachsen. Am besten wartet ihr einfach auf die nächsten Bilder, denn mit den Anbauteile wird es sicherlich leichter.


    Gruß pianisto

  • Moin Dirk,


    mit den Tipps komme ich zu diesem Leuchtturm hier - Form und Baujahr könnten passen?

    Viele Grüße Nils


    Fürchte Dich nicht vor dem Dummen, die nichts wissen. Fürchte Dich vor den Schlauen, die nichts fühlen. (Erich Kästner)

  • Servus Nils,


    klingt verdächtig nach Treffer!

    Passt auch zu Dirks Jagdschema!


    Liebe Grüße


    Wiwo

    "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"

    Fritz Grünbaum, 1934

  • Pianisto

    Changed the title of the thread from “13. KBW Leuchtfeuer von 1904 1:250” to “13. KBW Leuchtfeuer Arkona-Insel von 1904 1:250”.
  • Moin Nils,


    hätte nicht was von einer Insel reden sollen..... Treffer!

    Quelle: Denkschrift Betreffend Die Entwicklung Des Kiautschou Gebiets In Der Zeit Vom Oktober 1903 Bis Oktober 1904 (herausgegeben 1905)

    Hier klicken. (Seite 21.... Angaben Anläufe auf Seite 20)


    Gruß pianisto

  • Hallo Ihr,


    so der 1. Testbau ist beendet, die Farbänderung hat sich als psychisch labil erwiesen, denn auf dem Bildschirm war es beige, der Drucker hat es aber als rosa interpretiert.... die Anbauteile habe also die rosa Farbgebung.

    Nun muss noch ein Rückwärtsdruck angelegt werden.


     


    im zweitem Bild gleich einmal im maritimen Umfeld getestet.

    Wie auch zu sehen, braucht es kein LC-Satz, denn die "Reling" ist eher aus dem mittelalterlichen Burgbau entnommen. :cool:


    Gruß pianisto

  • Hallo Ihr,


    frisch aus der Kontrollbauphase gekommen (Danke!), habe ich den Turm heute zeichnerisch fertiggestellt.

    Der Grundturm hat 20 Teile, die Anbauteile sind nocheinmal 57 Teile, also 77 Teile.


    Die Vorderseite:



    die Rückseite:



    Gruß pianisto

  • Hallo Ihr,


    in diesen unseren Zeiten erzähle ich natürlich einmal etwas von Tsingtau:

    1911 gab es die Lungenpest in China. Der Ort Tsingtau konnte aber fallfrei gehalten werden, da die Zufahrtsstraßen kontrolliert wurden und alle Auswärtigen wurden ersteinmal für 7 Tage in Quarantäne gesteckt. Man durfte sich innerhalb der Stadt frei bewegen, aber sie natürlich nicht verlassen. Diese Angaben jedoch mit Vorsicht behandeln, denn sie stammen zwar aus einem äußerst korrekten Geschichtsroman "Die Ärztin von Tsingtau", aber genau beim Leuchtfeuer der Arkona-Insel gab es im Roman den Fehler, dass es von den Farben her als rot-weiß beschrieben wurde.

    Hier nun der Bau:



    Es gilt darauf zu achten, daß die Außenhülle so montiert wird, dass die Spanten mit den fensterfreien Flächen übereinander kommen. Die Klebelaschen sind etwas fummelig zu montieren, sorgen aber dafür, dass sich das Mauerwerk nicht durchbiegt.

    Den Schwierigkeitsgrad würde ich übrigens mit schwierig angeben.


    Gruß pianisto

  • Moin Dirk,


    schön, dass es hier weitergeht und viel Erfolg beim Endspurt!


    Was den Fehler in den Angaben des Romans angeht kann ich mir das ganz und gar nicht erklären, denn solche Geschichten entstehen bekanntlich aus eigener Anschauung vor Ort, wie z.B. bei Karl May. Und vor Ort sind Leuchttürme rot und weiß. Wobei vor Ort dann vielleicht nicht Tsingtau war. Insofern hat alles seine Richtigkeit :D


    Hauptsache bei Dir stimmt es :thumbup:

    Viele Grüße Nils


    Fürchte Dich nicht vor dem Dummen, die nichts wissen. Fürchte Dich vor den Schlauen, die nichts fühlen. (Erich Kästner)

  • Hallo Nils,


    als Quelle für den Roman wurden die "Tsingtauer Neueste Nachrichten" verwendet. Die Journalisten waren also vor Ort, objetiv, neutral und vom Fach, äh, na ja, so wie heute (?) Also sicher nicht wilhelminisch geprägt und sicher haben sie auch nicht irgendwelchen Verschwörungstheoretikern, wie diese neumodische, gemeingefährlichen SPD mit ihren völlig sinnfreien Idealen unterstützt..... :whistling:

    Richard Tauber (Tenor), der zur damaligen Zeit in "Land des Lächelns" (Zeitraum 1912, komponiert 1929) einen Chinesen verkörperte, war übrigens ein völliger Fan von Karl May, aber das gehört hier nicht zum Thema....


    Gruß pianisto

  • Moin, Moin,


    knapp 40 Std bis zur Abgabe.....



    Wo, wir bei Romanen über Tsingtau sind:

    Carlo Feber, "Die letzten Tage von Tsingtau" bzw. "Die Tochter des Mandarin".

    Wenn man im 2. Kapitel mit der Unterüberschrift "Marinekreuer SMS Scharnhorst auf See,...., 26.1.1911" anfängt. dann aber im Kapitel das Dingelchen wegen fehlender Recherche zu einen 50m langen Kanonenboot degradiert, da rollt es einem doch die Fußnägel etwas hoch....


    Gruß pianisto


    P.S.: Nehmt euch vor meiner Tochter in acht, die hat schon zwei Tsingtau-Romane gelesen. Jetzt lege ich ihr einmal unauffällig den Plüschow hin, dann kommen Bernhard's Briefe (12 jähriger Schüler in Tsingtau, echter Briefwechsel).....

  • Kon ban wa,


    etwa noch 28 Stunden bis zur Abgabe. Das Leuchtfeuer ist fertiggestellt, allerdings noch ohne die alternativen zusätzlichen Anbauteile.




    Gruß pianisto

  • Schönen guten Abend,


    noch gut drei Stunden bis zur Abgabe und ich muss noch....... nein, ich bin fertig!



    Fazit: hoher Schwierigkeitsgrad, aber die Anbauteile lohnen sich. Allerdings habe ich Zweifel, ob der Weg die Außenhaut wie im Baubericht gezeigt zu bauen wirklich der beste Weg ist. Ich persönlich würde einmal versuchen, die Außenhaut erst zusammen zu kleben und dann über das Spantengerüst ziehen.


    Gruß pianisto