Radarturm Lankenauer Höft

  • Moin Mitkleber,


    den Radarturm am Lankenauer Höft fand ich schon immer faszinierend, obwohl oder vielleicht, weil er ein eckiger 1960er / 70er Jahre Bau ist.


    Zur Geschichte: laut Wikipedia ist das Lankenauer Höft eine Landzunge zwischen dem Neustädter Hafen und der Weser in Bremen. Ja gut, das wußte ich auch.


    Das ehemalige Dorf Lankenau wurde nämlich abgerissen, um dort den Neustädter Hafen anzulegen.


    1969 wurde der Radarturm erbaut, der inzwischen nicht mehr genutzt wird, aber unter Denkmalschutz steht. Die Gaststätte daneben verfällt nach typischer Bremer-Politik-Manier. Dem Pächter wurde 2016, zwei Jahre vor der Pensionierung, der Vertrag gekündigt, um dort etwas Neues aufzubauen. Nach Bekanntgabe der politischen Vorgaben ist dann dummerweise der Investor abgesprungen und das Gebäude stand leer! Es wird jetzt temporär „zwischengenutzt“ und soll abgerissen werden, wenn der neue Investor zum Zuge kommen darf…


    Der Radarturm ist eine Eigenkonstruktion, dazu habe ich einige Fotos gemacht und das Gebäude ausgemessen. Die Höhe habe ich mit 20m-Maßband, Wasserwaage und Geodreieck nach Pythagoras ermittelt. Als Maßstab habe ich 1:160 gewählt. Da das Gebäude weiß ist, brauchte ich keine Kanten färben ;-) und ohne Rundungen ging der Bau des Turms ging relativ zügig voran.


    Die Dachaufbauten habe ich mit Aufnahmen von der rechten Weserseite und Google Earth recherchieren können. Die Gaststätte mit den Wirtschaftsräumen des Hafenamts habe ich nicht mit konstruiert, das wäre evtl. nochmal eine Aufgabe für eine 1:250 Konstruktion.

    Wir bleiben immer Kinder, und,
    so klug wir auch sein mögen, wir behalten immer die Lust,
    mit scharfen Messern und spitzen Scheren zu spielen.

    Wilhelm Raabe (1831 - 1910)

  • Im Nachhinein meine ich, die Fenster wären verglast noch schöner geworden, aber so ist es auch OK. Eine große Herausforderung war für mich das Aussticheln der Geländer, der Antennen und der Dachleiter. Hat aber zu meiner Überraschung geklappt! Soweit war ich also zufrieden, jetzt fehlte noch die Grundplatte. Beim Adventsbasteln hatte ich mit Imogen über ihren Leuchtturm Insel Sveti gesprochen und Helmuts Kontrollbau bewundert. Da der Radarturm an der Weseböschung mit schwarzem Ufergestein steht, kam ich auf die Idee, hierfür schwarzes After-Eight-Papier nach Immos Felseninterpretation zu verwenden. Meistens verwende ich als Grundplatte Toffifee-Schachteln und werde dafür auf unseren Treffen schon belächelt. Also Toffifee Grundplatte mit Spanten versehen, die Schrägen mit 80g Papier beklebt und darauf das geknüllte After-Eight-Papier. Sah schon mal gut aus!

  • Oben drauf habe ich 270g grünen Fotokarton als Rasenfläche verlegt, den Plattenweg gezeichnet und die dessen Fugen gerillt und den Betonweg aus einer Corel Musterfüllung erstellt. Dann kamen noch die Bojen aus 80g Papier und das Kreuz aus 160g Karton dazu. Die Rückseite der Toffifee Schachtel habe ich mit eigenem Foto einer Spundwand verkleidet. Hierfür wollte ich eigentlich eine Spundwand knicken, ähnlich wie Klaus-Dieter bei seiner Cäcilienbrücke. Daran bin ich allerdings gescheitert! OK, so siehts auch gut aus. Die Wasserfläche habe ich mit brauner Acrylfarbe gepinselt, etwas dicker um eine kleine Wellenstruktur zu erhalten. Darauf habe ich noch ein paar blaue Stellen plaziert und nach dem Trocknen mit glänzendem Klarlack überzogen. Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.