ET 91 Gläsener Zug in 1:43

  • Hallo liebe Freunde der klebenden Zunft,

    für mein nächstes Konstruktionsvorhaben des ET 9101 benötige ich eure Hilfe.

    Mir fehlt die Beschriftung für das Modell der Epoche III (1953).

    Es wäre schön, wenn mir da jemand aus dem Forum helfen könnte.

    Für den Kontrollbau habe ich schon mal mit dem Grundgerippe angefangen.



    Gruß

    Walter

  • Ohh, schick!


    Ich habe gleich mal einen ersten Blick in den Diener geworfen und dort ein Photo "um 1950" vom Gläsernen Zug gefunden. Auf dem kann ich nur eine Klassenziffer "3" zwischen den Einstiegstüren und, links von den Einstiegen, das übliche Anschriftenfeld der Reisezugwagen erkennen. Es gibt sicher noch die eine oder andere Anschrift an der Schürze, die sind aber allesammt zu klein um auf dem Bild überhaupt sichtbar zu sein. Ich mach' mich da aber noch schlauer, Walter!

  • Hallo Ralf,

    die Seite war mir bekannt, jedoch gibt es hier keine Fotos die mir weiterhelfen.

    Vielleicht hat ein Forumsmitglied Fotos eines Modells in Epoche III, die mir weiterhelfen.

    Schönen Tag noch

    Walter

  • Hallo Ralf,

    da bin ich ja mal gespannt, wie du die Verglasung bewerkstelligst. Damit verbunden ist auch der Innenausbau. Welchen Maßstab besitzt das Modell?

    Ulrich

  • Welche Ausführung hättest Du denn eigentlich gerne - die grau-blaue bis Ende '53 oder die rot-beige von '54 ?

  • Hier bei Roco ist auch noch ein recht hoch aufgelöstes Bild, da kann man schon vieles lesen. Und den Rest sollte ich mit dem Diener zusammen auch noch rauszuzeln können. Aber erst muß ich mal auf den Stammtisch! ;)

  • Hallo Markus,

    dieser Film liegt mir vor, jedoch auch hier ist die Schrift nicht leserlich.


    Ich denke mal, ein Eisenbahnmodellfan kann mir die entsprechenden Fotos machen, denn kaufen will ich ein Modell nur für die Konstruktion eines Kartonmodell nicht.


    Den Kontrollbau mache ich mal ohne den exakten Beschriftungen.

    Gruß

    Walter

  • Moin Walter,


    vielleicht schreibst du den Verein mal an, die haben doch bestimmt noch mehr Bilder als die Online-Fotos ! ?

    Gruß aus Ostfriesland, Ralf

  • Lieber Ralf,

    im Bahnpark Augsburg war ich schon. Die haben nur den verunfallten Triebwagen, jedoch nicht Bilder aus den Fünfzigerjahren.


    Hallo Michi,

    das Bild von Roco habe ich auch schon intensiv betrachtet. Dabei konnte ich lediglich folgende Beschriftung ausmachen:


  • Den Rest - hoffe ich - kann ich aus den Vorschriften und den bekannten Daten des Triebwagens rekonstruieren, aber das braucht halt noch etwas Zeit.

    Auch wichtig: Alle Anschriften sind in Normschrift nach DIN 1451 ausgeführt (Buchstaben in Engschrift, Zahlen in Mittelschrift odasoähnlich...) !

  • Hallo Michi,

    die Normschrift nach DIN 1451 ist für meinen Designer 9.0 kein Problem:


    Zur Zeit arbeite ich an den Schiebetüren, die beweglich sein sollen.

    Dies funktioniert prächtig. Da die Oberflächen der Bauteile mit Buchschutzfolie überzogen wurden gibt es kein Verklemmen.


  • So.

    Geht's.

    Auch.


    Ich war gerade im MVG Museum auf der heurigen Modellbahnausstellung, und da stand doch glatt auf dieser Spur 1 Modulanlage...



    der Gläserne von Märklin, genau im richtigen Kleid. Also habe ich einfach mal alle Anschriften abgelichtet.

    Von Führerstand 1 bis 2:



    Die Anhebezeichen (grüne Pfeile) sind kein "T" sondern ein waagrechter Balken der auf der Spitze eines Dreiecks liegt.

    Und die kleine Anschrift im zweiten Bild lautet "Wasser für Abort"

  • Der Bau des Gläsernen Zuges unterscheidet sich in seiner Bauweise erheblich von herkömmlichen Bausätzen.

    Hier kommt Buchschutz- und Transparent-Folie zum Einsatz. Dies bringt einen positiven Effekt mit sich, da die Bauteile steifer werden.



    Professionelle Foren-Mitglieder erkannten sofort, dass diese Bauweise nicht für ihre Modelle geeignet ist, ohne diese auszuprobieren.

    Sie äußerten, dass Folie nicht auf Digitaldrucken hält - oder:

    "Für mich ist eine getrübte und verkratzte Folie für ein Modell nicht geeignet – egal ob Flugzeug oder Auto..."


    Das beflügelte mich, diese Bauweise an meinem ersten Eisenbahnmodell anzuwenden.

    Ein weiterer Erfolg, der mich in meinem Entschluss bekräftigt, nur noch so zu bauen.


    Gruß

    Walter

  • Hallo Ralf,

    da bin ich ja mal gespannt, wie du die Verglasung bewerkstelligst. Damit verbunden ist auch der Innenausbau. Welchen Maßstab besitzt das Modell?

    Ulrich

    Hallo Ulrich,

    damit deine Frage in diesem Forum nicht kommentarlos nach Hinten durchgereicht wird, werde ich dir jetzt an dieser Stelle antworten.


    Welche Verglasung Ralf bewerkstelligt und welchen Maßstab er verwendet weiß ich nicht.


    Bei meinem Modell handelt es sich in dem in der Überschrift genannten Maßstab, also Spur 0.

    Die Bauteile zur Verglasung an meinem Modell beinhalten Buchschutzfolie, Karton-Außen-Bauteil , Fenster-Folie und Karton-Innen-Bauteil . Es handelt sich also um vier Schichten.


    Die nachfolgenden Bilder sollen dies noch einmal verdeutlichen:


    Und hier Bilder zum Innenausbau:


    Gruß

    Walter

  • Nur nebenher... der Ralf, also ich, baut das gar nicht.

    Der Ulrich hat sich, denke ich, nur mit dem Namen versehen ;)

    Gruß aus Ostfriesland, Ralf

  • Hallo Walter,

    das sieht echt prima aus, aber ich finde die LED-Streifen müssten ein wenig gedrosselt werden, das ist sehr hell.

    Oder ist das nur auf dem Foto zu hell und in Wirklichkeit dunkler?


    Viele Grüße

    Reiner

  • Hallo Reiner,

    die LED's werden später mit einer 9-V-Batterie betrieben (anstelle 12 V).


    Das Foto habe ich etwas aufgehellt, damit man es besser sieht.


    Die Baugruppe mit den Personen ist noch nicht an der richtigen Stelle, da fehlen noch Figuren.

  • Weiter geht es mit dem Bau.

    Kleinste Teile werden mit selbstklebendem, transparenten Klebeband laminiert, das auch matt erhältlich ist.

    Klebstoffreste und Feuchtigkeitsflecken an Kartonmodellen gehören der Vergangenheit an.

    Klebstoffreste können leicht mit dem Skalpell entfernt werden, ohne die Folie zu verkratzen.

    Kartonmodelle sind durch diese Bauweise nicht mehr berührungsempfindlich.


    Durch die Vierlagige Bauweise scheint die sehr helle Innenbeleuchtung nicht durch die Bauteile.

    Das Arbeiten mit Laminierung der Bauteile erspart Spachteln, Schleifen, Grundieren, Lackieren und viele Arbeitsschritte mehr.



    Gruß

    Walter

  • Wo sind die Grenzen für diese Bauweise, das wollte ich an diesem Kontrollbau einmal testen.

    Hierzu habe ich kleine Nieten (Durchmesser 1 mm) ausgestanzt, die vorher mit transparenter Klebefolie überzogen wurden. Und siehe da, es klappt!



    Gruß

    Walter

  • Grüß Dich Walter,


    hab mir gerade den bisherigen Baubericht durchgelesen. Ganz tolles Modell und eine äußerst interessante Bauweise :thumbsup:

    Da bleib ich mal dran !

    ________________________


    Herzliche Grüße, Dieter


    ______________________________________________________
    Fertig:
    US-Diesellokomotive CFA-16, HS-DESIGN
    Sporadisch: Eigenbau E-Lok ES09 in 1:45

  • Lieber Dieter,

    in diesem Modell steckt sehr viel Herzblut, wie folgende Geschichte verdeutlicht:


    „Keine größere Freude konnten mir meine Eltern machen, als mit dem Gläsernen Zug eines Sonntags nach Garmisch unterwegs zu sein. Meine Aufmerksamkeit war jedoch auf etwas Anderes gerichtet. Der Lokführer holte mich als einziges Kind unter den 70 Ausflüglern zu sich. Auf der jeweils zweistündigen Hin- und Rück-Fahrt saß ich in meiner Lederhose vorn neben dem Lokführer im Führerstand und durfte die Signale bedienen, wenn das Schild „L/P“ am Streckenrand zu erkennen war. Selbst wählte ich, ob ein Pfeif- oder Klingelton ausgelöst werden sollte. Mir gefiel Ding-Ding-Ding der Glocke besser als der schrille Pfiff. Später, als es bereits dämmerte, durfte ich das Fahr- und Abblend-Licht des Triebwagens bedienen.


    Der beige/rote Triebwagen hielt außerplanmäßig für unsere Familie in München-Trudering, somit konnten wir uns den Weg Hauptbahnhof hin und zurück sparen. Der Moderator Hans Wieland, der im Triebwagen für Musik und auch für ein paar nette Episoden gesorgt hatte, schaltete das Innenlicht ein und sagte: „Jetzt verabschieden wir uns von unserem jungen Lokführer“. Als dann noch alle klatschten, war ich sehr erstaunt und hüpfte stolz und selig auf den Bahnsteig.“


    So entstand die Inneneinrichtung mit Fahrgästen im vorderen Teil:



    Schönen Tag noch

    Walter