TS HANSEATIC; HMV, 1:250, Bilder vom Baufortschritt

  • Moin zusammen,


    nachdem die NORDFRIESLAND fertig ausgerüstet in der Vitrine steht, die Bastelecke aufgeräumt ist und die „Helling“ leer auf die nächste Kandidatin wartet, stellt man sich die Frage: Und wer wird es? Naja, HaJo hatte ja schon eine ganz gute Idee…


    Als ich von Arne kurz vor Weihnachten 2019 den Seeamtsbericht über den Brand auf der HANSEATIC im Jahre 1966 in New York zugeschickt bekam, erinnerte ich mich daran, dass ich den Modellbaubogen für die „Schöne Hamburgerin“, wie sie seinerzeit genannt wurde, schon vor vielen Jahren mal von meiner Familie geschenkt bekommen hatte. Hm, den anschneiden? Warum eigentlich nicht… Dauert zwar auch wieder etwas länger, aber das ist man bei mir ja schon gewohnt. Und ebenfalls von mir gewohnt ist man, dass es zu Beginn eines Bauberichtes die eine oder andere Hintergrundgeschichte gibt… Also, bloß keine Neuerungen… :D


    Wie schon seinerzeit im Baubericht über die HAMBURG geschildert, zogen meine Eltern und ich Anfang der 60er Jahre nach Neugraben im Süden Hamburgs. Das Haus, in dem wir in der obersten Etage wohnten, lag ein paar Meter den Geesthang hinauf an der Cuxhavener Straße. Und weil wir in der obersten Etage wohnten, hatte man vom Küchenfenster aus einen wundervollen Blick über die Elbmarsch; die Großsiedlung Neuwiedenthal war damals noch nicht fertiggestellt, sondern erst im Entstehen. Der Blick reichte also recht ungehindert bis zum anderen Elbufer mit Blankenese und Teufelsbrück. Die Kräne sowie die Kabelkrananlage der Deutschen Werft auf Finkenwerder waren auch in unserem Blickfeld. Und an einigen Tagen im Winter lugten dort die zwei markanten roten Schornsteine der HANSEATIC hervor, wenn das Schiff seine alljährliche Werftliegezeit absolvierte.


    Das Schiff lief im Jahre 1931 als EMPRESS OF JAPAN in Glasgow von Stapel. Gebaut wurde es für die Reederei Canadian Pacific, die es im Pazifik zwischen Kanada und dem Fernen Osten einsetzte. Das Schiff war 205 m lang, 25,5 m breit und hatte einen maximalen Tiefgang von 13,8 m. Es war mit 30.030 BRT vermessen. Angetrieben wurde es von einer Dampfturbinenanlage mit einer Leistung von 31.400 PS, die dem Schiff eine Geschwindigkeit von 22 kn verlieh.


    Mit Beginn des 2. Weltkrieges wurde das Schiff als Truppentransporter eingesetzt und nach Eintritt Japans in den Krieg in EMPRESS OF SCOTLAND umbenannt. Nach Kriegsende wurde das Schiff auf dem Nordatlantik eingesetzt.


    Im Jahre 1958 erwarb die neu gegründete Hamburg-Atlantik Linie das Schiff, die es für die Überführungsfahrt nach Hamburg in SCOTLAND umbenennen ließ. Bei den Howaldtswerken Hamburg wurde das Schiff umgebaut und grundlegend modernisiert. Aufgrund des etwas herunter gekommenen Äußeren und weil beim Umbau jede Menge Altmetall anfiel, trug es bei den Werftarbeitern den Spitznamen SCHROTTLAND…


    Am 2. Juli 1958 ging das in HANSEATIC umbenannte Schiff auf seine erste Reise unter der neuen Flagge und wurde so zu einem festen Bestandteil der wieder auflebenden Schifffahrt Hamburgs. Für jemanden, der in den 50er und 60er Jahren in Hamburg aufwächst, ist die HANSEATIC der Hamburg-Atlantik Linie der Inbegriff der Passagierschifffahrt. BERLIN und BREMEN tauchten auf der Elbe nicht auf, spielten insofern nur als Wilhelmshavener Modelle eine Rolle. :D


    Neben gelegentlichen Transatlantikreisen, die aber der Konkurrenz in der Luft wegen immer seltener wurden, machte die HANSEATIC jede Menge Kreuzfahrten sowohl für den nordamerikanischen als auch für den europäischen Markt.


    Am 7. September 1966 brach im Hafen von New York auf der HANSEATIC ein Feuer im Dieselgeneratoren-Raum aus, wodurch die gesamte Dieselgeneratoren-Anlage zerstört wurde, was einen kompletten Ausfall der Maschinenanlage zur Folge hatte. Weil der Brand auch Ventilatorenschächte erfasste, wurden deren Schotts dermaßen erhitzt, dass die Holzverschalungen der benachbarten Räume zum Schwelen oder Brennen gebracht wurden. Besonders betroffen waren der Speisesaal A und das Café Helgoland. Die New Yorker Hafenfeuerwehr brauchte zehn Stunden, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Im Anschluss ließ die Reederei das Schiff von den Schleppern PACIFIC und ATLANTIC der Bugsier-Reederei nach Hamburg schleppen, wo die Bevölkerung das Schiff beim Einlaufen mit großer Anteilnahme begrüßte. Eine Untersuchung ergab, dass das Schiff äußerlich so gut wie gar nicht, in der Maschinenanlage jedoch so schwer beschädigt war, dass man sich zum Abwracken entschied.


    Im August 1966 hatten wir unseren ersten Fernseher bekommen und damit kam ich auch in den Genuss der Reportage über die Rückkehr des beschädigten Schiffes mit Schlepperhilfe nach Hamburg. Wie schon gesagt, schien das Schiff von außen betrachtet völlig unbeschädigt zu sein und so war es für viele Hamburger damals ein Schock, als die Reederei den - wirtschaftlich sinnvollen - Entschluss fasste, das Schiff abwracken zu lassen.


    Die Erinnerung an die HANSEATIC ist somit ganz eindeutig Teil meiner Kindheit. Insofern war ich natürlich hellauf begeistert, als das Modell 2008 beim HMV im Hause der Scheuer & Strüver GmbH erschien. Wie eingangs erwähnt, bekam ich den Bogen schon kurz nach dem Erscheinen von meiner Familie zum Geburtstag oder zu Weihnachten geschenkt. Bislang hatte ich mich allerdings nicht getraut, das Modell anzugehen. Nachdem ich jedoch die nicht ganz einfache „Nachfolgerin“ HAMBURG überraschend gut gemeistert habe (ich staune immer noch) und sich außerdem noch der erforderliche Platz gefunden hat - neben der HAMBURG kann ich sie der unterschiedlichen Rottöne der Schornsteine wegen definitiv nicht unterbringen -, werde ich es nun doch endlich wagen, den Bogen anzuschneiden. Wohl wissend, dass mich auch hier wieder ein paar „piet-typische Überraschungen“ (die damit ja keine mehr sind ;)) erwarten werden. U.a. haben mehrere Rettungsboote die gleiche Nummer, Markierungen passen nicht zusammen, das übliche Programm eben… :D


    Derzeit bin ich mir allerdings noch nicht ganz im Klaren darüber, ob ich Bulleyes und Fenster verglasen werde. Da ist ja SO viel Glas verbaut! (Ich liebe moderne Marinefahrzeuge…:D) Aber die Textur der Glasflächen ist relativ hell und seit den dunklen Fenstern der HAMBURG bin ich da ein wenig verwöhnt, was das anbelangt… Andererseits wird sie - wie erwähnt - nicht neben der HAMBURG liegen… Mal sehen…


    Zum Glück habe ich auch den Fotoätzsatz zu dem Modell, der eindeutig filigranere Relings bietet, als entsprechende LC-Sätze (Bild 2). Allerdings weiß ich noch nicht sicher, wie die Schornsteine aussehen werden: Weil es immer wieder zu Belästigungen der Passagiere durch „Heizerflöhe“ kam, wurden die Abgasrohre verlängert, um das Absinken der Rußpartikel zu verzögern, sodass sie nicht an Bord sondern nach Möglichkeit im Kielwasser landeten. Weil nun diese langen Rohre für sich alleine ziemlich unschön ausgesehen hätten, dachte man sich eine Gitterkonstruktion aus, die auch aus dem Ätzsatz baubar ist (Bild 3). Ob auch für mich, wird sich zeigen.


    Werner hat seinerzeit in seinem Baubericht auf die eine oder andere Stolperstelle hingewiesen, mal sehen, wie ich den Bau so meistere.


    Auch bei diesem Bausatz sind die einzelnen Bögen wieder mit einer „Buchbindung“ zusammengeleimt, wie ich es schon bei der HAMBURG erlebt habe. Um die benötigten Bauteile gefahrlos ausschneiden zu können, werde ich also auch hier den „Buchrücken“ gnadenlos abtrennen - und zwar gleich von Anfang an ;)- und mit einer „Loseblattsammlung“ arbeiten. Dabei hat man dann wahrscheinlich ein wenig Mühe, den Überblick zu behalten, denn Piet hat die zur Verfügung stehende Kartonfläche optimal ausgenutzt und dementsprechend kleinere Bauteile gnadenlos über sämtliche Bögen verteilt! Übersichtlichkeit sieht anders aus, aber eine ähnliche Situation habe ich schon bei dem Schwimmdock von Piet erlebt…


    Also, gehen wir’s an. Die Kiellegung würdigen wir mit einem passenden Getränk aus einem auch von genau diesem Schiff stammenden Glas…


    Beste Grüße aus dem halbhohen Norden und einen guten Start in die Woche


    Fiete


               

  • Moin Fiete;


    ik hölp gern un hev noch wat vun de Deern.


    De schöne Hamburger Deern.


    Veele Gröte

    Arne

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Es grüßt aus BI


    Ewald , Kartonschneider

  • Moin Fiete ,


    ich muß mich auch mal bei Dir melden , schaue mir Deine Bauberichte auch genau an .

    Bin dabei auch sehr begeistert .

    Nun zu meinen Anliegen . Du legst Dir von dem Bausatz eine Loseblattsammlung an ,

    lege doch die Seiten , der Nr. nach , in Prospekthüllen und in einen kleinen Aktenordner ,

    evt. noch mit einer Kopie jeder Seite dazu , so kannst Du die einzelnen Nr. noch zuordnen .

    Die Zusatzbögen , Ätz- u. Laserbögen dazu auch , wenn Dir dazu noch Bilder dazu kommen

    immer mit in den Ordner rein .

    Viel Spaß beim Bau der Hamburger Deern .

    Es grüßt aus BI


    Ewald , Kartonschneider

  • Moin Ewald,


    als Angehöriger des "öffentlichen Dienstes" ist mir so ein Verfahren nicht ganz unbekannt...:D


    Beste Grüße

    Fiete

  • Moin Fiete,


    nun hoffe ich doch zuerst mal, dass ich "richtig Maß" genommen hatte ;) !


    Ich wünsch Dir viel Spaß bei der Umsetzung des wunderschönen Modells, das mich mit seiner zweifelsohne vorhandenen Linienführung und den markanten ins Auge fallenden Schornsteinen immer wieder aus meinem Vitrinenschrank anlächelt. Werde natürlich dabei sein und wohl auch darüber wundern, was Du besser hinbekommen wirst an dem Liner als ich als Festlandslaie.


    Dann mal los (die "Platt-Rechtschreibung" beherrsche ich nicht)!


    L.G. aus dem heute sonnigen Rezatstädtchen in den Norden


    Günter

    Auf der Werft: Fregatte Baden-Württemberg, Minensuchboote Paderborn und Passau


    Meine letzten Modelle:

    Z 51 der KM; Sven Johannsen, U-Boot W. Bauer; Fregatte Lübeck; Landungsunterstützungsboot Natter; Nordstjernen;
    HANSEATIC; U 2540; Vorpostenboot V 1102; BuPo Bayreuth; S.M.S. Frankfurt; Munitionstransporter Westerwald; FD Nürnberg

  • Moin Zusammen;


    ich habe mal ein paar Interresante Daten vom Umbau der „ HANSEATIC „


    Der Artikel, aus dem sie stammen, war in der Ausgabe 1958 / Heft 7 der „ Die Seekiste „.

    Die Ausgabe hatte zur damaligen Zeit 1,- DM gekostet. Heute für Sammler und Schiffsfreaks wertvoll und nicht mehr so einfach zu bekommen, da auch einige Ausgaben mit Zeichungen gefüttert wurden. Im ideellen Wert unbezahlbar.


    Ich zitiere :


    Am 22. Januar 1958 lief bei Schneesturm die „ SCOTLAND „ elbaufwärts nach Hamburg.

    Und kaum einer wußte, daß secha Monate später dasselbe Schiff, aüßerlich sehr verändert, unter den Namen „ HANSEATIC „ und unter deutscher Flagge wieder auslaufen würde.


    Die Hamburger Howaldtswerke AG hatte die gewiss nicht leichte Aufgabe übernommen, das 28500 BRT große Schiff innerhalb von sechs Monaten umzubauen.


    Ein Umbau, der außer sämtlichen Kammern ein zusätzliches Deck, einen neun Bug, neue Brücke und Offiziersdeck sowie neue Schornsteine umfasst.


    Um den Arbeitsumfang zu schildern, nur ein paar Zahlen.

    Es wurden gelegt


    600.000 m elektrische Kabel

    16.000 neue Schalter

    100.000 m Rohrleitungen

    25.000m Lüfterkanäle für die Vollklimatisierung des Schiffes


    24.000 qm Fussboden

    1.000 cbm Holz


    65.000 kg Farbe wird für eine 95.000 qm Fläche benötigt


    3.600 Stühle und Seesel stehen auf dem schwimmenden Hotel.


    Quelle: Die Seekiste Heft 7 / 1958


    Hier lasse ich mal die Beschreibung ein wenig pausieren.Was wäre da noch, die Schonsteine und Aluminium, die Rettungsboote und ja, es gab stählerne Mac Gregor Single Pull Ladeluken .


    Viele Grüße

    Arne

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

    Edited once, last by Shipbuilder ().

  • Moin zusammen,


    na, da habe ich ja etwas angerichtet...


    Besten Dank zunächst an Arne für die imposanten Zahlen. Es gibt da - leider nur noch antiquarisch - ein Buch, das 1988 bei der Verlagsgesellschaft Cuxhaven erschienen ist. Autoren waren Walter Vehrs und Rainer Heinsohn, der Titel lautet: "TS HANSEATIC, Die Geschichte einer schönen Hamburgerin". Der Preis in den Antiquariaten bewegt sich so um die € 40,-.

    In dem Buch, das natürlich auch bei mir im Regal steht;), wird auch der Umbau des Schiffes eingehend beschrieben. Natürlich sind dort auch ein paar eindrucksvolle Bilder vom Umbau enthalten.


    Nebenbei: Gestern war keine Zeit für den Modellbau, heute Abend geht es weiter...


    Beste Grüße aus dem halbhohen Norden

    Fiete

  • Moin zusammen,


    wie sich doch die Bilder gleichen...


    So sah es bei der HAMBURG aus...



    ...und so aktuell bei der HANSEATIC...



    Allerdings ist der vorgesehene Ablauf bei der HANSEATIC doch etwas konventioneller. Nach der kompletten Grundplatte sollen hier die aus mehreren Teilen zusammenzusetzenden Mittelträger darauf eingebaut werden und danach die Spanten. Weil ich mit seitlichen Mittelträgern - die im vorderen Bereich auch noch zur Mitte hin abknicken - aus der Feder von Piet seinerzeit bei der DERFFLINGER eine kleine Überraschung erlebt habe, lasse ich das und mache zunächst mal eine komplette Stellprobe. Oder besser: Steckprobe...:D Danach wird dann alles in einem Rutsch montiert und darf anschließend gehörig durchtrocknen. Allerdings zieht es sich mal wieder ein wenig, bedingt durch die Anzahl der dabei zu verbauenden Teile, die ja auch sorgfältig vorbereitet werden sollen. Mal sehen, wie weit ich heute Abend komme... Ab Sonnabend "droht" mal wieder ein Kurzurlaub und da ist dann nix mit Modellbau...


    Beste Grüße und einen erfolgreichen Mittwoch


    Fiete

  • Moin zusammen,


    gestern ging es mit dem Zusammenstecken im Vorschiffsbereich weiter.


       


    Als nächstes werden sowohl vorn als auch achtern die Spantengerüste fertig verbaut und danach der Mittschiffsbereich ergänzt. Das wird eine Weile dauern und weil in der kommenden Woche noch ein kurzer Urlaub ansteht, wird es Neuigkeiten hier wohl erst in der übernächsten Woche geben. Mal sehen...


    Beste Grüße aus dem halbhohen Norden


    Fiete

  • Moin zusammen,


    nach einem schönen Urlaub in Nordfriesland (Fähre lässt grüßen:D) in der letzten Woche, sitze ich jetzt seit vorgestern im Homeoffice. Nebenher bleibt sogar noch etwas Zeit für die HANSEATIC... Anbei ein kurzer Zwischenstand, ich habe selten ein so stabiles Spantengerüst erlebt...



    Demnächst mehr, beste Grüße aus dem halbhohen Norden und bleibt gesund...


    Fiete

  • Moin zusammen,


    das Spantengerüst ist nunmehr komplett.


           



       


    Wie schon gestern gesagt: Ein derart stabiles Spantengerüst ist mir noch nicht untergekommen, da hat sich Piet mal selbst übertroffen...


    Demnächst geht es dann mit den ersten Decks weiter...


    Beste Grüße aus dem halbhohen Norden, bleibt gesund...

    Fiete

  • Moin zusammen,


    es sollte ja mit den ersten Decks weiter gehen... Ging es auch, s.u., aber außerdem war am Wochenende auch noch traumhaftes Wetter, das wir für ein wenig Gartenarbeit genutzt haben. Da blieb nur wenig Zeit für die HANSEATIC...


    Aber das Backdeck ist soweit drauf.



    Ebenso das erste Deck achtern.



    Auf dieses Deck kam auch schon die erste Aufbauwand. Die war ein wenig kniffelig einzubauen. AEG-Modus: Am Ende Gehts... Sehr geholfen hat dabei die verdreifachte Klebekante...



    Wie man sehen kann, habe ich mich entschieden, Bulleyes und Fenster nicht auszuschneiden. Weil der Trumm separat untergebracht wird, macht das nix...;)


    Bis demnächst, bleibt gesund


    Fiete

  • mit der Zitierfunktion muß ich wohl noch etwas üben: das klappt noch nicht so richtig...


    das, was Du hier zeigst, sieht schon richtig gut aus Fiete!!! und ich arbeite mit den Klebekanten auch sehr gerne...


    also weiter so und bleib gesund!


    Grüße Torsten

  • ...das, was Du hier zeigst, sieht schon richtig gut aus Fiete...

    Naja, so richtig was zu sehen gibt es ja noch nicht... Allerdings sind nach Pollern und Spills auf dem Achterdeck sowie einem weiteren Deck achtern schon die Bordwände in Sicht. Dann hat man seinen Angstgegner schon hinter sich und weiß, ob man weitermachen kann oder das Ding in die Tonne treten darf...;);(:D:D


    Beste Grüße

    Fiete


    (Am "Gesundbleiben" arbeiten wir)

  • Moin,

    wenn ich mir Deine Hanseatic und Deinen Baubericht so ansehe . . .Lust dazu hätte ich auch. Dann habe ich gestern ein Rettungsboot (Hanseatic 9) gebaut . . . . . Nee, der Bogen verschwindet lieber!

    Ich habe vor Jahren Teile der Scaldis Sibajak vorfabriziert ( alle Rettungsboote (!), Sonnensegel mit Stützen usw), die baue ich lieber. Bei mir liegen noch 2 1/2 Bögen von ihr im Vorrat.

    Nu hätte man soooo viel Zeit, theoretisch, aber . . .

    Grüße aus dem hohen Norden

    Ralph

    P.S: will jemand den 2. Sibajakbogen haben? weg damit!

  • Moin Ralph,


    wat is denn mit den Reddungsboot? In ähnlicher Weise, nur ein ganzes Stück kleiner, waren auch die Boote der NORDSTJERNEN konstruiert, klappte damals eigentlich ganz ordentlich. Das einzige Manko bei denen der HANSEATIC ist, dass sie fast alle die Nummer "9" tragen...;(:D:D

    Aber auch dazu wird mir was einfallen...


    Sooo viel Zeit? Nee, ich sitze hier im Homeoffice, da is nix mit Modellbau. Der ist also erst wieder heute Abend an der Reihe...;)


    Beste Grüße aus dem halbhohen in den etwas höheren Norden

    Fiete

  • Moin Tosommen,


    nich nur Du bis Im Homepage Office, ok mi hebt se sied Mondag to Hus an de Schriefdisch sett, is ok nicht immer eefach, aver wat verteil ik, dat heet sik an de Riemen to rieten, alles geit betten langsamer, aver mut fertig warn.

    Gut min Schriefdisch is nich de Dich mit all de schnakelligen Dampers, mit al de Geschichten vun de beiden Werften un veeles mehr.


    Dat Mol so ganz nebenbi.


    Veeles Gröte

    Arne

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Moin zusammen,


    Auf dieses Deck kam auch schon die erste Aufbauwand. Die war ein wenig kniffelig einzubauen. AEG-Modus: Am Ende Gehts... Sehr geholfen hat dabei die verdreifachte Klebekante...


    Fiete

    Moin Fiete,


    dieser Auffassung stimme ich gerne zu. Kann mich noch gut dran erinnern, als ich die H. selbst umsetzte. Und bei meinem aktuellen Bau hat Piet auch wieder ein Dreifachprofil reinkonstruiert :)


    L.G.


    Günter

    Auf der Werft: Fregatte Baden-Württemberg, Minensuchboote Paderborn und Passau


    Meine letzten Modelle:

    Z 51 der KM; Sven Johannsen, U-Boot W. Bauer; Fregatte Lübeck; Landungsunterstützungsboot Natter; Nordstjernen;
    HANSEATIC; U 2540; Vorpostenboot V 1102; BuPo Bayreuth; S.M.S. Frankfurt; Munitionstransporter Westerwald; FD Nürnberg

  • Moin zusammen,


    @ Arne: So is dat...

    @ Günter: Bei den Modellen aus dem Hause KvJ sind diese Klebekanten übrigens Standard, finde ich richtig gut. Übrigens, Du musst Deine Aufstellung mal um den Punkt "Modelle 2020" ergänzen...;):D


    Gestern Abend reichte es noch für die drei Spills achtern und ein paar Poller...


       


    Mal sehen, ob heute noch was geht...


    Beste Grüße aus dem halbhohen und ganzruhigen Norden und bleibt gesund


    Fiete

  • @ Günter: Bei den Modellen aus dem Hause KvJ sind diese Klebekanten übrigens Standard, finde ich richtig gut. Übrigens, Du musst Deine Aufstellung mal um den Punkt "Modelle 2020" ergänzen...;):D



    Fiete

    Moin Fiete,


    richtig, und die Mannheimer machen das auch. Und das ist auch aus meiner Sicht die beste Methode. Und diese Nachlässigkeit muss natürlich unterbunden werden. Mal seh'n, wie das im neuen Outfit funktioniert ;)


    Günter

    Auf der Werft: Fregatte Baden-Württemberg, Minensuchboote Paderborn und Passau


    Meine letzten Modelle:

    Z 51 der KM; Sven Johannsen, U-Boot W. Bauer; Fregatte Lübeck; Landungsunterstützungsboot Natter; Nordstjernen;
    HANSEATIC; U 2540; Vorpostenboot V 1102; BuPo Bayreuth; S.M.S. Frankfurt; Munitionstransporter Westerwald; FD Nürnberg

  • Moin zusammen,


    gestern Abend war noch Zeit für die Königsroller achtern, das sind Umlenkrollen für die Festmacher an der Kanten vom Deck zur Bordwand.


           




    Als nächstes sind dann Deckstützen an der Reihe



    Wie man an dem Buchstaben F erkennen kann, gibt es hierfür auch Teile im Ätzsatz. Die kämen aber eindeutig zu flach daher, also gibt es bei mir die Originalteile aus dem Bogen. Die ersten beiden Teile haben es schon an Bord geschafft, demnächst kommt der Rest.



    Beste Grüße aus dem halbhohen Norden, bleibt gesund...


    Fiete

  • Hallo Fiete,


    hier muß ich mal als ehemaliger Kontrollbauer für Piet meinen Kommentar sprich Senf dazugeben. Das "F" im Baubogen war ein Druckfeheler, denn ich hatte mit Piet ganz heftig über die flachen Ätzteile bei allen Vorgängermodellen speziell die Davits gestritten. So kann man das nicht lassen. Darauf hat Piet eingelenkt und wir haben bei LaserCut Hofmann zum erstemal Teile anfertigen lassen. Somit war die Hanseatic in der Erstauflage das einzige Schiff mit Ätzsatz und Lasercut Satz. Gerade die vielen Davits und auch noch einige anderen Teile wurden auf "dicken" Karton gelasert. Der HMV Verleger war damals sehr erzürnt darüber und hat die Ätzsätze vorgezogen :thumbup:


    siehe Bild:



    Gruß Werner

  • Moin Werner,


    herzlichen Dank für die Erläuterung.


    Aber auch bei den LC-Sätzen ist es so eine Sache. Zum einen gehen die Texturen verloren und zum anderen hat man sehr oft unschöne Schmauchspuren und müsste die Teile auch wieder farblich nachbehandeln. Etwas, das nach der Philosophie der drei Buchstaben bei LC-Teilen ja absolut überflüssig ist... Siehe auch meinen Baubericht über die NORDFRIESLAND...


    Man kommt einfach nicht an den Teilen aus dem Bogen vorbei... Stichwort: Genussbasteln...;)


    Beste Grüße

    Fiete

  • Moin zusammen,


    an diesem Wochenende war nicht allzu viel Zeit für Modellbau. Trotzdem sind alle Deckstützen an Bord gekommen.


       


    Danach ging es mit dem nächsten Deck weiter. Das war zu verdoppeln, konnte also schon mal einen Tag lang durchtrocknen. Allerdings trägt dies verdoppelte Deck doch ein wenig auf, sodass ein paar Anpassungen notwendig waren.


       


    Und schon kam auf dieses Deck die nächste Aufbauwand samt Deckstützen...


       


    Nun geht es hier aber nicht weiter in die Höhe, sondern vorne wird noch eine Aufbauwand eingebaut, ein paar Poller und danach drohen, wie schon angekündigt, die Bordwände.

    Allerdings ist hier zuhause der Frühjahrsputz auf den Dienstplan gesetzt worden, mal sehen, was da an Zeit übrig bleibt...


    Beste Grüße aus dem halbhohen Norden


    Fiete

  • Moin zusammen,


    derzeit kann ich nur recht mäßige Baufortschritte verzeichnen. Einerseits bleibt neben dem oben erwähnten Frühjahrsputz nicht allzu viel Zeit für den Modellbau, andererseits geht es nach dem Anbau einer Aufbauwand auf dem Backdeck



    nun mit den Bordwänden weiter.

    Zunächst mal waren die Klebelaschen der Grundplatte ein wenig farblich zu behandeln, damit dort später keine weißen Blitzer zu sehen sind.


           


    Sodann wurde das erste Stück Bordwand ausgeschnitten. Am Wasserpass fallen dabei Markierungen auf, die ein Ausrichten nach den Spanten ermöglichen, sehr gute Lösung, finde ich (Bild 39)


           



    Von der Bauanleitung her sollen die Bordwandstreifen mit Seidenpapier hinterklebt werden, damals - 2008 - sozusagen "state of art". Wie schon bei der HAMBURG erfolgreich praktiziert, werde ich hier mit Weißleimnähten arbeiten. Und das zieht sich...


           


    Also, bis demnächst in diesem Theater...


    Beste Grüße aus dem halbhohen Norden, und schön gesund bleiben


    Fiete

  • Moin Hajo, moin Fiete,

    blöde Frage (:D): sind Weißleimnähte die berühmten Jabitznähte? Nämlich, weil ich auch mit Jabitznähten arbeite und die sind aus Weißleim und das zieht sich auch bei mir.

    Nur so als Frage

    ;)

    Ralph

  • Hallo Ralph,


    ja, das ist so. Du kannst sie aber auch als Fiete'sche Weißleimnaht benennen. Denn soviel ich weiß, hat keiner von beiden hierfür ein Patent o.ä. angemeldet. Aber beide nutzen es. Ich übrigens meist auch, wie gerade auch beim FD Nbg.


    Moin Fiete,


    was ich da so sehe, wird der Po der echten Hamburgerin aber mindestens so ansehnlich werde wie meine damals. Und ich musste schon immer wieder drüber streicheln :D


    L.G. und b.x.


    Günter

    Auf der Werft: Fregatte Baden-Württemberg, Minensuchboote Paderborn und Passau


    Meine letzten Modelle:

    Z 51 der KM; Sven Johannsen, U-Boot W. Bauer; Fregatte Lübeck; Landungsunterstützungsboot Natter; Nordstjernen;
    HANSEATIC; U 2540; Vorpostenboot V 1102; BuPo Bayreuth; S.M.S. Frankfurt; Munitionstransporter Westerwald; FD Nürnberg

  • Moin zusammen,


    Weißleimnähte ("Jabietz-Nähte") sind weit verbreitet in Kartonmodellbauerkreisen. Wer die mal erfunden hat, keine Ahnung. ich hab sie mir seinerzeit bei Andreas abgeguckt, nachdem ich mit den Seidenpapier-Klebereien nicht mehr zufrieden war. Es dauert zwar, aber es lohnt sich. Genussbasteln eben.


    Dass es bei mir extrem lange dauert liegt daran, dass meine Regierung den Frühjahrsputz auf den Dienstplan gesetzt hat...:pinch:


    Beste Grüße aus dem blitzblanken Modellbauzimmer^^

    Fiete

  • Moin zusammen,


    nach den automobilen Lockerungsübungen geht es jetzt mit der Bb.-Seite vom Heck weiter. Wie der "Krähwinkler Landsturm"...;)


           


    Tja, dann schöne Pfingsten, würde ich sagen...:D


    Beste Grüße aus dem halbhohen Norden


    Fiete

  • ...und weiter geht's...


       


    Aber nun sind beide Heckteile soweit fertig (sie müssen natürlich noch weiter vorgeformt werden), nun kann es mit den beiden Bugteilen weitergehen...



    Bis demnächst dann...


    Beste Grüße aus dem halbhohen (viel zu trockenen) Norden


    Fiete

  • Moin Fiete,


    also dein Konterfei so tief in Kartonbau versunken, sehr schön.


    Im übrigen zeigst du ein Klasse Ergebnis! Wichtig: Zeit lassen!!


    Liebe Grüße

    Robi

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.


    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.

  • Moin Robert,

    doch, "Weißleimnaht-nähen" hat schon was meditatives... Man kann herrlich allen möglichen Gedanken nachhängen. Und ja, Eile oder Hast schaden nur. Für die USS ALASKA habe ich seinerzeit rd. 3 Jahre gebraucht. Und es wurde nie langweilig.

    Ob ich hier auch so lange brauche...ich denke nicht. Aber überhastete Klebereien wird es auch hier nicht geben, keine Angst.


    Lieben Gruß und - wenn möglich - ein schönes Wochenende


    Fiete

  • Moin zusammen,


    weiter geht es nun mit den Bugteilen. Ich habe mal mit der Bb.-Seite angefangen, die ist später dem Betrachter abgewandt...;):D


    Insgesamt besteht das Bauteil aus drei Einzelteilen:



    Die beiden schwarzen Streifen sollen in die Lücke eingefügt werden.



    Ich habe hier eine Hilfslasche aus Seidenpapier eingebaut und die beiden Streifen darauf befestigt. Schön mit lösungsmittelhaltigem "Standard-Kleber"...;)

    Das darf jetzt erstmal richtig gut durchtrocknen.



    Dort geht es dann in den kommenden Tagen auch mit Weißleimnähten weiter...

    (Hier kommste aus dem Meditieren gar nicht mehr raus...^^:D)


    Ein weiterhin schönes Wochenende wünscht


    Fiete

  • Hallo Fiete,

    Das mit den Weissleim -Nähten ist so eine Sache für sich... man braucht ruhige Hände... und das über längere Zeit, und nur ja keine Störungen von außen in dieser Zeitspanne... ...kannst du mal kommen... und das war's dann zumeist!

    Habe etliche halb angefangene Modelle in der "Rundablage" entsorgt ;-(

    Verwendete immer 5 Minuten Weissleim, aber auch das zieht sich in die Länge.

    Beim Lesen Deines Berichts kam mir eine Idee...,

    Jedoch Achtung, habe es selbst noch NICHT ausprobiert!

    Kenne vom Holz- und auch Balsasamodellbau den UHU-Hart. Der bindet so schnell das er frisch aus der Tube sofort Fäden zieht...

    . Riecht unangenehm, durchdringt sicherlich den Karton und löst Farben auf...

    JEDOCH:

    Ich denke mal, mit ganz viel Vorsicht und einen Zahnstocher, könnte man winzige Kleberpunkte setzen die in ganz kurzer Zeit sicher und sehr fest trocknen. Und durch die kleinste Menge sicherlich keinen Schaden am bedruckten Karton anrichten werden.

    Und dann so im 5 Millimeter Abstand mit diesen Haftpunkten nach und nach die gewölbte Bugwand herstellen. Aber auch jegliche andere kugelige Form wie Bugnasen, Turmdächer usw. Sollten damit klappen.

    Nachträgliches Korrigieren geht ganz leicht, bei Fehler einfach mir Cutter oder Messerklinge den oder die letzten Heftstellen entfernen oder auftrennen und von wieder vorne anfangen.

    Danach, wenn alles passt, eine dünne Weisleim Naht über die gesamte Naht ziehen, oder Hinterkleben mit Seidenpapier, um die Haftpunkte zu verstärken.

    Gestehe das ist von der zum Teil von der Schweißtechnik abgeschaut, hier werden geradlinige ebenso wir gewölbte Teile mit Schweißpunkten vorgeheftet. Passt die Ausrichtung dann, wird die eigentliche Schweißnaht in einen Zug durchgezogen. Allerdings hier hilft das Vorpunkten auch um die Verzüge beim Schweißen zu vermeiden.. Dehnungen durch die Wärme...

    Denke mal das wäre ein Experiment wert, natürlich aber bitte nicht gleich an einem teuren Modellbogen ausprobieren!

    Würde mich freuen wenn diese Anregungen jemand hilft, falls ja bitte um Nachricht. Derzeit habe ich leider keinerlei Möglichkeit das selbst zu testen. Leider.

    Noch beste Grüße

    Christian