Modular Paper Organ von Wolfram Kampffmeyer

  • Anfang Oktober 2019 hat Wolfram Kampffmeyer sein Crowdfunding Projekt einer modularen Papierorgel gestartet.

    Bis November 2019 hat er dafür 182 Unterstützer gewinnen können, zu denen ich auch gehörte.

    15589 Euro sind bei diesem Projekt zusammen gekommen.

    „Modular“ bedeutet, daß die Papierorgel um die Basis von fünf Tönen je nach Wunsch um

    weitere Gruppen erweitert werden kann.

    Bei Kickstarter kann man die Entwicklung des Projekts von der Gründung bis zur Auslieferung

    der Bausätze verfolgen.


    Heute hat die Post „meinen“ Bausatz der Modularen Papierorgel angeliefert.


    Zuerst entpacke ich einmal den Karton, in dem Bauteile, Klebstoff, Werkzeuge, ein Luftballon

    und ein Heft mit der bebilderten Bauanleitung verpackt waren.


    Ab Montag werde ich dazu einen Baubericht beginnen.


    Ich bin sehr gespannt, ob und wie der Bau dieses Musikinstrumentes vonstatten gehen wird.


    Gruß


    Adolf Pirling


      


      


      


      


      

    Es gibt nichts Gutes:
    außer man tut es!


    Erich Kästner


    Etiam si omnes - ego non

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  • Nun soll es losgehen mit meinem Baubericht zur Papierorgel.


    Schon das Entpacken der Werkzeuge, der Bauanleitung und der vielen Bauteile hat eine wahre Freude bereitet.


    Mein Baubericht wird sich auf wenige Schritte beschränken.

    Die mit vielen Bildern ausgestattete Bauanleitung in dem kleinen Booklet

    nimmt den Modellbauer praktisch schritt für Schritt in deutscher und englischer Sprache an die Hand. Ich werde genau nach der Anleitung vorgehen.

    Dabei werde ich von Mal zu Mal die Ergebnisse der einzelnen Schritte ablichten.


    Für meine Papierorgel habe ich drei Module bestellt.

    Der Aufbau der einzelnen Teile ist fast identisch.


    Die Bauteile sind aus dünnem, sehr festem Karton lasergeschnitten.

    Sie sind für das Abbiegen an den entsprechenden Stellen mit einem Falz versehen,

    der schon die Biegerichtung vorgibt.


    Laut Anleitung sind einige Bauteile mehrfach vorhanden, und ein Nachbestellen

    von Ersatzteilen soll auch möglich sein.

    So braucht man sich auch nicht vor einem allzu schnellen Ermüden der Kartonteile zu fürchten.


    Ich beginne damit, daß ich ein paar Seiten der Bauanleitung zeige.



      


    Es gibt nichts Gutes:
    außer man tut es!


    Erich Kästner


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  • Jetzt zeige ich ein paar Pfeifen.

    Die einzelnen Bauteile lassen sich recht leicht aus der „Platine“ herauslösen

    Das Falten der Röhren geht dank der Falze problemlos.

    Mit dem mitgelieferten UHU – Klebstoff sollte man recht sparsam umgehen.


    Besonders vorsichtig sollte man mit dem Befestigen des sog. „Plättchens“ sein.

    Aber auch dies wird in der Bauanleitung eindeutig in Wort und Bild beschrieben.


    Weiter geht es dann mit der Herstellung sämtlicher Pfeifen.


    Gruß


    Adolf Pirling


      


      

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    Erich Kästner


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  • Nun sind sämtliche Pfeifen fertig gestellt.

    Gestimmt werden sie erst später.


    Besonders sorgfältig muß man beim Anbringen der sog. Plättchen sein.

    Dabei kommt es auf Bruchteile eines Millimeters an. Das geht auf keinen Fall

    nach Schema F. Für jede Pfeife muß der Sitz des Plättchens neu bestimmt werden.

    Vorsicht vor zu schnellem Anziehen des Klebers!

    Ein falscher Sitzt ist nur sehr schwer zu korrigieren, sobald der Kleber abgebunden hat!


    Jetzt fertige ich die schwarzen Tasten der Papierorgel an.

    Dabei ist, wie in der Anleitung extra erwähnt, darauf zu achten, daß man

    die Falze „invertiert“ faltet.

      


      


      


      


      


    Gruß


    Adolf Pirling

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    Erich Kästner


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  • Hebel für die Tonhäuser:


    Fünf Teile sind je Hebel zu verarbeiten:


    Hebel

    Auflage – Group 1

    Wippe - Group 2

    Klappe - Group 3

    Feder - Group 4


    Der Zusammenbau der Hebel für die Tonhäuser geht aus den Beschreibungen und den Bildern gut hervor. Dabei sollte man geduldig und mit großer Vorsicht vorgehen. Für das einwandfreie Schließen der Klappen auf der sog. Wippe zu den Luftausgangslöchern ist deren gute Beweglichkeit Voraussetzung


      


      



      

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    Erich Kästner


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  • Um Laschen und / oder Winkel beim Verbinden mit dem Kleber besser andrücken zu können

    habe ich mir drei dünne Vierkanthölzer zurechtgeschnitten.

    Zwei davon habe ich zu einer breiteren Einheit miteinander verbunden.

    Mit diesen Hilfsmittel gelange ich auch sehr gut an etwas unzugängliche Stellen z.B. in den Tonhäusern.


    Zu den sog. Tonhäusern:


    Für meine Papierorgel muß ich insgesamt drei Tonhäuser herstellen,

    ein größeres mit sieben Hebeln, zwei kleinere mit jeweils fünf Hebeln.

    Alle drei Tonhäuser werden fast identisch aufgebaut.


    Wichtig für alle Tonhäuser: Vor dem Zusammenkleben sind alle Kanten und Falze sehr gut vorzufalten.

    Dabei immer die vorgesehene Biegerichtung beachten. Die eingestellten Bilder können dabei hilfreich sein.

    Die Abschlüsse und / oder Übergänge müssen sehr dicht abschließen, damit später keine Luft entweichen kann.

    Um saubere Biegungen zu erreichen, setze ich wenn möglich immer die Kanten eines Stahllineals ein.


      


      


      


      

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  • Auch wenn die Teile sehr klein sind, man darf die „Mittelsäulen“ - Group 5 – nicht vergessen einzukleben.

    Sie geben später dem Deckel der Tonhäuser mehr Halt.


    Bei den Tonhäusern habe ich an entsprechender Stelle einen extra Winkel eingebaut.

    Er ermöglicht mir einen geraden, dichten Abschluß beim Aufsetzen des „Deckels“.


    Gruß


    Adolf Pirling


      


      


      

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  • Tastenhebel


    Für meine Orgel muß ich sieben kurze und zehn lange Hebel anfertigen.

    Viel Falt- und Klebearbeit.


    Die Falzlinien sind sehr kantig und scharf zu biegen.

    Beim Erstellen der Hebel für die Tastenhäuser gehe ich etwas anders vor,

    als in der Bauanleitung beschrieben:


    Ich falte zuerst die schmalen Streifen auf beiden Seiten des Hebels sehr sorgfältig.

    Nun „wickele“ ich sozusagen beide Seiten für sich ein, sodaß stabile Dreiecke entstehen.

    Erst dann klebe ich die großen Flächen Rücken an rücken.


      


      


      


      

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  • Die Federn knicke ich über der scharfen Seite des Skalpells an.

    (Die Federn sind aus meiner Sicht die Schwachstellen der ganzen Orgel.

    In den Tonhäusern können sie sich verdrehen und dann nicht mehr exakt funktionieren.)


    Auf die kurzen Tastenhebel werden die schwarzen Tastenbeläge montiert.

    Bei den weißen Tastenbelegen muß man genau auf die drei unterschiedlichen

    Formen achten, je nachdem ob die Taste rechts, links oder in der Mitte

    des Blocks zu liegen kommt.


    Noch etwas ist mir aufgefallen:

    Mag es nun an meiner Bauweise oder an den weißen Tastenbelägen liegen,

    Alle weißen Tastenbeläge mußte ich an ein oder zwei Stellen kürzen.

    Ansonsten hätten sie aus meiner Sicht nicht mit den schwarzen Tastenauflagen

    zusammengepaßt. Die Aussparungen für die schwarzen Tasten waren zu kurz.


      


      


      


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    Erich Kästner


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  • Tastenhäuser


    Wieder sind drei Einheiten zu erstellen.

    Zwei Tastenhäuser für je fünf Töne, eines für sieben Töne.

    Der Aufbau geht wieder klar aus der Bauanleitung in Wort und Bild hervor.


    Leider fehlen bei den Tastenhäusern für fünf Töne jeweils zwei Markierungen auf dem Boden

    für das richtige Ausrichten der Abstandhalter (Key spacer 13.

    Dennoch lassen sich die Abstandhalter richtig platzieren.


      


      


      


      

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  • Es folgen ein paar Stellproben


    Achtung!

    Um später die kleinen, abgewinkelten Laschen der Kämme

    durch die waagerechten Schlitze der Seiten links und rechts fädeln zu können,

    sollte man vor dem Zusammenbau der Tastenhäuser zwei kleine Aussparungen

    auf der Gegenseite des Schlitzes einschneiden.


    Das war‘s für heute.


    Gruß


    Adolf Pirling


      


      


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    Erich Kästner


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