Dampfwalze H. Zettelmeyer, 1:25, Lachezar Dragostinov (Zarkov Models)

  • Ein neues Jahr, ein neues Projekt. Es wird zwar ein sehr langweiliger Baubericht werden, da ich dieses Modell in der Ferienwohnung baue, also nur sehr sporadisch daran sitzen kann. Weil das Modell aber wohl selten gebaut wird, habe ich mich dennoch zu diesem Bericht entschlossen.


    Hubert Zettelmeyer kaufte 1897 eine Dampwalze und begründete damit sein Strassenbauunternehmen in Konz bei Trier, wo es heute noch steht. Da die Ersatzteilbeschaffung immer schwieriger wurde, baute er 1910 seine erste Dampfwalze selber. Anfangs der 1930er Jahre verliess der erste Traktor das Werk und später kamen weitere Baumaschinen dazu, bis das Unternehmen 1994 an Volvo verkauft wurde (weitere Details ).


    Das von Lachezar umgesetzte Original wurde 1935 von der Bulgarischen Regierung gekauft und bis Ende der 1960er Jahre im Strassenbau verwendet. Es steht heute noch in Sofia. Eine Anekdote will, dass Lachezar von zwei Polizisten beobachtet wurde, als er auf dem Original herumkletterte, um die Masse abzunehmen. Auf die Frage, was er da mache, soll er geantwortet haben, dass er die Masse nehme um zu sehen, ob sie in seinem Kofferraum Platz hätte.


    Der Bogen besteht aus 27 A4-Seiten zum selber Ausdrucken. Davon sind 18 Seiten Bauteile, 1 Seite Schablonen und der Rest die Bauanleitung. Es gibt einen für mich ungewohnt grossen Anteil von Bauteilen, die mit 0.5 mm und 1 mm Karton zu verstärken sind. Da diese z.T. recht komplex sind (z.B. Zahnräder) werde ich ev. den Laser bemühen. Ansonsten machen Bauteile und Anleitung einen sehr guten Eindruck. Die Teile sind gut auffindbar und klar bezeichnet. Der Detaillierungsgrad ist recht hoch, was zu knapp 1000 Teilen führt.





    Andi

    Alles, was wir heute aufbrauchen oder zerstören können, sollten wir keinesfalls unseren Nachkommen überlassen.

  • Und hier die ersten Bauschritte. Grundsätzlich ist die Passgenauigkeit gut. Wie weit die kleineren Probleme durch mich verursacht sind, kann ich noch nicht sagen, da die dicken Teile für mich ungewohnt sind und ich Mühe habe, den Verstärkungskarton senkrecht zu schneiden. Zudem braucht ein neuer Konstrukteur immer etwas Angewöhnung.



    Die ersten Teile sind vorbereitet.



    Der Rahmen mit zwei Hülsen, welche später Achsen aufnehmen.




    Die erste Baugruppe gemäss Anleitung ist fertig.


    Andi

    Alles, was wir heute aufbrauchen oder zerstören können, sollten wir keinesfalls unseren Nachkommen überlassen.

  • Grüß dich Andi,


    natürlich habe ich dieses hübsche Gerät auch in meiner Sammlung.
    Als Kind habe ich habe ich so ein Dampfmonster mal gesehen.
    Bisher habe ich den Bau aufgeschoben, das Ding kann ja nicht fliegen. :thumbsup:


    Und bei ungewöhnlichen Modellen bist du ja immer dabei.
    Hab viel Freude damit, und die wirst du bestimmt haben, da du dieses Modell nicht im Vergleich mit einem ähnlichen baust. :D
    Ich wünsche dir ein tolles 2020 und hoffe wir sehen uns in Mannheim.

    LG Roman


    Wir haben Arbeitskräfte eingeladen und es sind Menschen gekommen. Max Frisch

  • Aber sicher!!!

    Damals war ich wirklich sicher. Wie man sich doch in jeder Beziehung täuschen kann! Leider war uns dieses Treffen nicht mehr vergönnt.


    Nachdem wir endlich wieder einmal in der Ferienwohnung waren, ging es mit der Dampfwalze etwas weiter, und zwar mit dem Feuerungsraum und dem Dampfkessel.




    Beim Rost hatte ich zuerst Bedenken, dass er durch die vielen Schchten und den Kleber dazwischen zu breit würde. Er hat dann aber, sogar mit Luft auf den Seiten, problemlos gepasst. (Die Teile 19b müssen entgegen der Anleitung nicht auf 1mm-Karton, sondern wie die Teile 19c-e auf 0.5mm-Kartin geklebt werden.) Sonst gab es noch kleine Anpassungsarbeiten, die aber so trivial waren, dass ich sie berteits wieder vergessen habe.


    Erstaunlich für mich ist, dass die Asche offenbar einfach auf die Strasse fiel.


    Die Tür zum Feuerraum ist schön konstruiert und lässt sich auch öffnen:



    Der Vorbau hat eine Tür zum Dampfkessel, die jedoch nur zugänglich ist, wenn das vordere Rad entfernt wird.




    Zusammengeklebt habe ich die einzelnen Gruppen noch nicht. Da ich keinerlei Erfahrung mit dem Bau von Fahrzeugen habe will ich vermeiden, dass ich später irgendwo nicht mehr hinkomme.


    Beim Kleben des Schornsteins war ich leider unaufmerksam (oder dumm) und habe ihn mit Kleber versaut. Den konnte ich zwar wieder entfernen, aber dabei ging auch einige Farbe drauf. Ob ich ihn nochmals baue hängt davon ab, wie gut ein neuer Ausdruck farblich passt, denn ich habe unterdessen den Drucker wechseln müssen und erwarte trotz gleicher Marke nicht, dass die Farben übereinstimmen.



    Nicht demnächst, aber irgendwann geht es weiter.


    Andi

    Alles, was wir heute aufbrauchen oder zerstören können, sollten wir keinesfalls unseren Nachkommen überlassen.

    Edited once, last by Andi Rüegg ().

  • Ein paar Fortschrite sind endlich zu verzeichnen. Ich habe mich entschieden, den Schornstein nochmals auszudrucken. Er ist leicht dunkler geworden, aber damit kann ich leben.



    Dann habe ich einige Kleinteile angebracht, u.a. die Ofentür, die sich auch öffnen lasst.



      


    Begonnen habe ich mit den grossen Hinterrädern. Die Lauffläche besteht aus sechs Lagen Papier. Diese zuerst als Streifen aufeinander zu kleben und das Ganz dann zu runden und zu verkleben funktioniert m.E. wegen der grossen entstehenden Scherkräfte nicht bzw. führt zu Runzeln. Wenn man die Ringe aber einzeln sauber verklebt, lassen sie sich so exakt ineinander schieben, dass sie nicht einmal verklebt werden müssen.



    Ich habe die Nähte der einzelnen Ringe versetzt, damit der Ring schön rund wird und darauf geachtet, dass die Nähte des äussersten und innersten Ringes um 180° versetzt sind. Dann kann man die Räder so einbauen, dass beide Nähte nach unten schauen und damit unsichtbar sind.


    Die Radscheiben sind leicht gewölbt. Beim Zusammenbau ist darauf zu achten, dass die Nähte der Innen- und Aussenseite gegeneinander versetzt sind, damit sich die Markierungen für den Exzenter decken.



    Dann werden die Scheiben in die Ringe eingesetzt. Dabei ist wiederum darauf zu achten, dass die Ausrichtung zu den 6 Schrauben auf dem äusseren Umfang stimmt und dass die Lage der Exzenter relativ zu den Nähten der Ringe richtig ist, damit letztere dann wirklich nach unten schauen. Dies ist bei beiden Rädern unterschiedlich und kann aus den Seitenansichten in der Anleitung entnommen werden.


      


    Irgendwann wird es hier wieder weitergehen.


    Andi

    Alles, was wir heute aufbrauchen oder zerstören können, sollten wir keinesfalls unseren Nachkommen überlassen.

  • hi! I just bought the same model. Do you printed in A4 , original size? I think about doing on A 3. Not sure yet

    “It is not enough that we do our best; sometimes we must do what is required.” ― Winston S. Churchill.

  • Hi, bella


    Yes, I printed the model on A4 paper. This gives a good stability and the details are big enough to build without problems.

    Alles, was wir heute aufbrauchen oder zerstören können, sollten wir keinesfalls unseren Nachkommen überlassen.

  • Hallo Andi,


    bei uns im Hemelinger Hafen gammelt eine Zettelmeyer vor sich hin.

    Ich weiß zwar nicht, ob es der Typ deines Modells ist, aber als Anregung für ein Diorama ist es bestimmt zu schade;)


    Gruß

    Klaus

  • Thank you for reply. Will think about. Need to finish first Apollo Aquarius 1:24, and Ed Bershrys Steam engine. I just prepare the Steam roller.

    “It is not enough that we do our best; sometimes we must do what is required.” ― Winston S. Churchill.

  • Damit es nicht mehr als ein Jahr wird, seit ich nichts mehr geschrieben habe, hier ein Update.


    Aber zuerst herzlichen Dank, Klaus, für das Foto. Ganz so vergammelt sollte meine nicht werden ;).


    Zum Wiedereinstieg zuerst nochmal ein Bild der bisher fertig gebauten Teile (nur hingelegt).



    Die Hinterräder sind vollständig. Dazu gehört noch die Achse und eine Art Abstandhalter. Die Achse gibt es im Bogen nur als Schablone, vielleicht der Stabilität wegen oder damit man das Ganze auch als Funktionsmodell bauen kann.


      


    Die beiden Vordeerräder, die aber später wie eins wirken, werden nach dem gleichen Prinzip die wie hinteren gebaut.



    Andi

    Alles, was wir heute aufbrauchen oder zerstören können, sollten wir keinesfalls unseren Nachkommen überlassen.

  • Freut mich Dein Fortschritt Andi :thumbsup:

    Das Modell ist ja außerordentlich detailliert, da ist eine größere Pause verständlich :)

    ________________________


    Herzliche Grüße, Dieter


    ______________________________________________________
    Fertig:
    US-Diesellokomotive CFA-16, HS-DESIGN
    Sporadisch: Eigenbau E-Lok ES09 in 1:45

  • Danke, Kollegen, für eure erhobenen Daumen!


    Die Vorderräder stecken in einem Rahmen, der die Achse aufnimmt und steuerbar ist.



    Der Rahmen wiederum wird von einem Bügel mit zwei Gabeln gehalten. Diese beiden Gabeln sollten mit 0.5 mm Karton verstärkt und dann zweimal genickt werden:



    Mit einfachem Ritzen wird das auf jeden Fall nichts. Ich habe die Teile getrennt und dabei versucht, die Klinge in einem Winkel von 45° zu halten. So schneidet man zwei dreiecksförmige Streifen aus und erhält Klebeflächen, die sauber geschlossen werden können (wenn man den Winkel denn trifft...). Wie man sieht, ist mir das nicht in jedem Fall gelungen.




    Damit sind die Hauptteile für die vordere Achse fertig.



    Die späteren Steuerketten werden an zwei Ringbolzen befestigt, die im Rahmen sitzen. Für den Bolzen habe ich - nach dem Tipp eines guten Freundes - zum ersten Mal anstelle von Draht oder Polystyrol Lötzinn verwendet. Es gibt ihn in verschiedenen Dicken, er lässt sich durch Rollen zwischen einer harten Unterlage und z.B. einem Stahllineal schön begradigen, nachher mit der nötigen Sorgfalt gut biegen und auch bemalen ist kein Problem. Ich bin mit dem Resultat sehr zufrieden.



    Andi

    Alles, was wir heute aufbrauchen oder zerstören können, sollten wir keinesfalls unseren Nachkommen überlassen.


  • So langsam werde ich das Gefühl nicht mehr los, dass ich die bereits erstellten Gruppen zusammenbauen sollte. Wenn ich dann aber vor Skizzen wie dieser sitze und bedenke, dass ich mit Fahrzeugen keinerlei Erfahrung habe, überkommt mich die Angst, mir den Zugang für ein späteres Teil zu verbauen. Daher habe ich eine weitere Baugruppe erstellt: das grosse Zahnrad auf der Hinterachse, welches diese antreibt. Es besteht aus 5 Schichten (3x Karton, je einmal 1 mm Verstärkung und 0.5 mm Verstärkung). Bei 120 Zähnen gibt das Einiges zu schnitzen und vor allem könnte ich die rund 2 mm hohen Seiten nie im Leben senkrecht schneiden. Daher habe ich die Verstärkungen gelasert und am Schluss das Sandwich damit gefüllt. (Mmmmh, Kartonsandwich, fein!! :D)





      


    Andi


    PS: ich habe zum ersten Mal den Text neben ein Bild gestellt. Bei mir auf dem PC sieht das ok aus, aber ich weiss nicht, wie sich das auf verschiedenen Geräten, v.a. einem Handy präsentiert. Gebt mir doch Feedback oder vielleicht kannst du, Johannes, generell etwas dazu sagen.

    Alles, was wir heute aufbrauchen oder zerstören können, sollten wir keinesfalls unseren Nachkommen überlassen.

  • Ganz schön filigran. Soll die Zahnräder auch wirklich funktionieren? Wenn JA, dann würde ich sie mit Sekundenkleber härten.


    Zum P.S.: Ein Android Smartphone formatiert den Text bis zur Bildhöhe im Blocksatz daneben, den Rest darunter.


    LG
    René


    Leimhaftungsgesetz

    (1) Wer Leime oder andere klebende Stoffe oder Bindemittel in Umlauf oder zur Anwendung bringt und sie dabei an seinen Fingern verteilt, der haftet.

    (2) Wer nichthaftenden Leim oder andere nichtklebende Stoffe oder Nichtbindemittel in Umlauf oder zur Anwendung bringt, der kann dafür in Haft genommen werden.

    (3) Der Hersteller von Leim oder anderen klebenden Stoffen oder Bindemitteln haftet für die Haftung.

  • auch bei mir sieht es mobil wie bei Johannes aus.

    Gruß Peter

    Papier ist geduldig, ich werde es auch noch lernen

    Nein ,nein, ich bin nicht stur. Nur Meinungsstabil!

  • Moin Andi,

    Wenn ich dann aber vor Skizzen wie dieser sitze

    derart aufwändige Technik hätte ich bei einer Dampfwalze nicht vermutet, auch nicht so anspruchsvolle Bauteile.

    Alle Achtung vor deiner Leistung :thumbup: .


    Viele Grüße

    Gustav

  • Danke, Kollegen, für euer Lob und euer Feedback. Ich werde die Möglichkeit, Bilder neben den Text zu stellen, in Zukunft da verwenden, wo sie die Lesbarkeit deutlich erhöht, aber das wird eher selten sein.


    Nun habe ich noch eine Frage. Auf vielen Bauteilen sind Strukturen gezeichnet, die ich nur als Nieten interpretieren kann:



    Ich habe aber auf keinem Bild im Internet diese Menge von Nieten gefunden. Allerdings scheint es eine sehr grosse Anzahl verschiedener Modelle gegeben zu haben. Weiss jemand von euch mehr oder habt ihr eine Meinung, ob ich sie plastisch darstellen soll oder nicht?


    Danke für euren Input.


    Andi

    Alles, was wir heute aufbrauchen oder zerstören können, sollten wir keinesfalls unseren Nachkommen überlassen.

  • Moin Andi...

    Ich finde schon das die Nieten plastisch hervorgehoben werden sollten.

    Über das WIE kann ich Dir ab nichts empfehlen oder verraten. :huh:

    Mit ein Grund, warum ich noch keine Dampflok gebaut habe. Obwohl es in den Fingern juckt.

    Ich bin also gespannt wie Du das angehst. :rolleyes:

    Gruß, Renee

    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Hallo Andi,

    ich würde entweder die Markierungen für die Nieten schwärzen, damit sie nicht so sehr auffallen. Oder (gelaserte?) Nieten aufbringen, eine Sauarbeit!.

    Ob das beim Original auch so war, kann ich heute aus der Erinnerung nicht mehr sagen. Als Kind habe ich solche Walzen oft gesehen, aber darauf natürlich nicht geachtet.

    Fertig: Patrouillenschiff POTSDAM

  • …..und falls du auch eine für den Kofferraum brauchst:




    ..und um auch noch deine Frage zu beantworten:

    Ich würde sie (die Nieten) aufsetzten.

    Du hast es ja an einigen Stellen mit den Schrauben und Muttern bereits getan - das sieht doch klasse aus.


    Peter

  • Hallo Peter


    Leider kann ich mich im Forum der Modellbauer nicht mehr anmelden und Neuregistrierung funktioniert auch nicht. Bei facebook habe ich keinen Account (und werde auch nie einen haben).


    Trotzdem vielen Dank

    Andi

    Alles, was wir heute aufbrauchen oder zerstören können, sollten wir keinesfalls unseren Nachkommen überlassen.

  • Hallo Peter


    Ich war etwas zu schnell mit meiner Antwort und habe das letzte Bild nicht gesehen. Ich werde mir wohl eine der Valli-Dampfwalzen zulegen. Dann kann ich bei allen Fragen das Original zu Hilfe nehmen, und wenn mein Modell mir nicht gefällt, kann ich es im Original verfeuern ;).


    Wenn ihr dann vom Jahrhundertstau auf der Autobahn zwischen Aarau und Baden lest wisst ihr, das ich die Dampfwalze überführt habe :D.


    Andi

    Alles, was wir heute aufbrauchen oder zerstören können, sollten wir keinesfalls unseren Nachkommen überlassen.

  • Danke, Renee, Helmut und Peter für euren Input.


    Das Herstellen der Nieten mache ich mir einfach, indem ich sie mit dem screw punch ausstanze. Dabei wird die Oberseite sogar ganz leicht bombiert, was dem Nietengedanken gelegen kommt.


    Bevor ich mir aber diese "Sauarbeit" auflade, wie Helmut richtig bemerkt hat, habe ich einige Varianten versuchsweise hingelegt.


    Zuerst mit Tonkarton (Dicke ca. 0.4 mm, entspricht im Massstab 1:1 ca. 1 cm) in der eher helleren Farbe wie gedruckt:



    Etwas mehr von der Seite geschaut, sehen diese Nieten recht dick aus. Daher ein zweiter Versuch mit der gleichen Farbe, aber Tonpapier (ca. 0.2.mm, entspricht im Massstab 1:1 ca. 5 mm):


      


    Und als dritte Variante Tonpapier, aber mit einer ähnlichen Farbe wie der Untergrund:



    Ich bin gespannt auf eure Meinung


    Andi

    Alles, was wir heute aufbrauchen oder zerstören können, sollten wir keinesfalls unseren Nachkommen überlassen.

  • Moin Andi,

    mit der gleichen Farbe, aber Tonpapier (ca. 0.2.mm, entspricht im Massstab 1:1 ca. 5 mm):

    für mich das realistischte Aussehen. Genietete Verbindungen habe ich auch nur einheitlich gestrichen oder lackiert in Erinnerung.


    Viele Grüße

    Gustav

  • Hi Andi,


    mein Favorit ist auch VAR. 3.

    Die Teile wurden nach der Fertigstellung komplett übergepönt.

    (Und bei einer Renovierung/Restaurierung sowieso)


    Gruß

    Peter

  • Vielen Dank, Kollegen.


    Die Farbfrage scheint damit ja gelöst, denn ich habe mich gleich entschieden. Damit es aber spannend bleibt, habe ich in der dunklen Farbe noch die Variante Tonkarton hingelegt (vorher war ich zu faul). Mein Eindruck ist, dass sie umso besser abschneidet, je weiter man weg ist, d.h. im Makro sieht sie sehr dick aus, dafür verschwindet von weiter weg die dünne Variante fast völlig. Zudem scheinen die Nieten im Original zwar nicht so dicht beieinander, aber mindestens 10 mm hoch.


      


    Andi

    Alles, was wir heute aufbrauchen oder zerstören können, sollten wir keinesfalls unseren Nachkommen überlassen.

  • Grüezi Andi,


    ich würde keine der 3 Varianten wählen, sondern es mal einfach mit punktuell aufgetragenen und eingefärbten Weissleim versuchen. Mit einer kleinen Spritze und entsprechender Kanüle erst einmal versuchen ob es gleichmässig wird. Oder man trägt den Weißleim mit einem Zahnstocher etc auf. Bei den Kartonnieten hätte ich Angst, dass die Dinger sich verflüchtigen könnten nach dem Ankleben.


    Aber das sind nur Gedanken eines popligen Schiffbauers


    Liebe Grüße

    Ropi

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.


    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.


    I´m a Billiever, #17, Go Buffalo

  • Mein Eindruck: es kommen höhere (Kessel) und niedrigere Nieten (Heck) vor.

    Also nicht entweder/oder sondern auch.


    Weißleim hab ich mal versucht - war bei mir ne Niete 🤪


    Peter

  • na dann klappt es doch, rofl :D


    Ist halt kein Vergnügen, diese Nieten.

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.


    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.


    I´m a Billiever, #17, Go Buffalo

  • Moin Andi,


    die Kopfhöhe der Niete ist abhängig vom Durchmesser der Niete bzw. des Nietenkopfs. Bei einem Kopfdurchmesser von 16 mm soll die Kopfhöhe 6,5 mm betragen (DIN 124, Halbrundniete).

    aber mindestens 10 mm hoch.

    Bei einer Kopfhöhe von 10 mm ist ein Kopfdurchmesser von 25 mm angegeben mit einer Nenngröße für den Schaft von 16 mm. Bei einem Maßstab von 1:25 :whistling: musst Du dann ganz vorsichtig atmen (oder Weissleim nehmen).


    Viele Grüße

    Gustav

  • Vielen Dank, liebe Kollegen, für euren Input. Die Leimmethode von Robi gibt wohl die echtesten Nieten. Im Moment fehlt mir aber die Energie, um eine neue Technik zu lernen und so weit zu bringen, dass es am Schluss auch gut aussieht. Die 25mm-Niete im Beispiel von Gustav entspricht genau meiner mittleren Niete mit einem Durchmesser von 1 mm. Diese muss also 0.4 mm dick sein, was wiederum recht exakt der Dicke des Tonkartons entspricht. Also habe ich micht entschieden, die 1mm und 1.5mm Nieten aus Tonkarton zu stanzen und die 0.75mm Nieten aus Tonpapier zu lasern.


    1000 Nieten später werde ich mich wieder melden ;(.


    Andi

    Alles, was wir heute aufbrauchen oder zerstören können, sollten wir keinesfalls unseren Nachkommen überlassen.