Spritsailbarge Kathleen, 1:250, MB-Modell

  • Hallo,


    seit Wochen konstruiere und baue ich extrem langsam vor mich hin. Es wird diesmal wieder ein Segler, der in der Themse, angrenzende Flußgebiete, Kanal und Nordsee unterwegs war. Ich habe als Junge in London noch ein Exemplar unter Segel gesehen. Heute werden mit den überlebenden Bages noch Rennen ausgeführt.


    Hier zuerst einmal die Daten:


    Werft Gravesend
    Jahr 1901
    Hafen Rochester
    Besitzer Messrs Daniels Bros Ltd. Whitstable
    Lpp 25,24 m
    Breite 6,00 m
    Raumtiefe 1.83 m
    Tiefgang leer 0,76 m
    Tiefgang beladen 1,98 m
    Freibord 1,37 m bei 140 t Ladung


    Der Lebenslauf ist sehr lang und ich werde ihn noch nachreichen.


    Da mir kein gemeinfreies Foto vorliegt, bitte ich alle Interessierten sich auf Wikipedia oder auch youtube umzusehen.


    Die Konstruktion ist mit Bodenplatte, Mittelspant und Querspanten bekannt.


    Demnächst mehr


    Michael

  • Wie schon gesagt: Eine ganz normale Konstruktion.


    Da die Balkenbucht stark ausgeprägt ist, habe ich den Abstand der Spanten in den markierten Bereichen zu weit gewählt. Dadurch hat sich das Deck an einigen Stellen zu weit gekrümmt. Damit stand an diesen Stellen die Bordwand über.

  • Ach ja, die Liste der Unterlagen fehlt noch:


    Plan von Edgar J. March
    March, Edgar J.: Spritsail Barges of Thames and Medway, 1981, Newton Abbot, David & Charles
    March , Edgar J.: A Thames Barge, 1939, Model Engineer, Nos. 1966, 1968 &1970, Vol. 80
    Walsh, Richard: Kathleen - The biography of a sailing barge, 1986, Laverham, Terence Dalton
    Freeston, Ewart C. / Kent, Bernard: Modelling the Thames Sailing Barges, 1976, Greenwich, Conway
    Carr, Frank G. G.: Sailing Barges, 1989, Lavenham, Terence Dalton,
    Bagshaw, H.A.E. Harry / Bagshaw, Albert: Re-Fit, 2002, Beaulieu, J.R. Beaumont
    Benham, Hervey / Finch, Roger: The Big Barges, 1983, London, Harrap
    Cooper, Fred S. / Chancellor, John: A Handbook of Sailing Barges, 1989, London, Adlard Coles
    Davis, Dennis J.: The Thames Sailing Barge, 1977, Newton Abbot, David & Charles
    White, John: The Thames Sailing Barge Compendium, 2012, Ipswich, Soc. for Spritsail Barge Res.
    Leather, John: Barges, 1984, London, Granada Publishing
    Perks, Richard-Hugh: Sprits‘l A portrait of sailing barges and sailormen, 1975, Greenwich, Conway
    Davis, Dennis J,: The Thames Sailing Barge, 1971, Model Engineer, 9. & 16. November
    Chapman, Roy: Thames Sailing Barge Kathleen, Model Shipwright No. 48
    Ferguson, Peter: Topsail - The Journal of the Society for Spritsail Barge Research, versch. Jahrgänge, Ipswich



    https://en.wikipedia.org/wiki/SB_Kathleen
    https://en.wikipedia.org/wiki/Thames_sailing_barge
    http://www.associationofbargemen.org.uk/
    http://www.bargetrust.org/
    https://sailingbargeassociation.co.uk/

  • Hallo,


    ein bisschen ist es bei der Kathleen weitergegangen. Ich habe vorab die Masten ohne Tauwerk und Segel gesetzt um die riesige Takelage zu zeigen. Sie wurde in der Regel nur von zwei Mann bedient. Manchmal war auch ein Heranwachsender als 3. "Mann" an Bord.


    Ein schönes Wochenende


    Michael

  • Tja.....früher wurden Fracht-Großsegler wie PAMIR und PASSAT mit um die 30 Mann Besatzung gesegelt, Segelschiffe in der Größe der GORCH FOCK mit 10 Mann weniger........und die PAMIR hat man mit unter 20 Mann um Kap Horn gesegelt.....aber früher hatten wir ja auch noch einen Kaiser :D!


    Aus meiner Sicht gab es damals bzgl. der "Arbeitskraft" keinerlei Reserven......von irgendwelchen Sicherheitsaspekten.....keinerlei Rede.



    Gruß
    HaJo

  • Moin;


    es heißt ja nicht umsonst, einen Hand für`s Schiff, eine Hand für Dich !


    Viele Grüße
    Arne

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Hallo Miachel,
    wie war denn genau die Übertragung der Längsachse des Steuerrades auf den Ruderquadraten ausgebildet. Bild 15 und 17 zeigen es nicht so genau.
    Ulrich

  • Moin zusammen, ich rate mal in Richtung Schneckengetriebe...eine Wendel auf der Radachse und ein Zahnrad auf der Ruderpinne. Ach so, die Besatzungsstärke...eine Barge ist mit Sprietsegeln gut zu handeln, da das Rigg ziemlich durchdacht ist. Schnelles aufgeien und die Fall des Baums holen ist mit Talje und Winsch gut machbar, zumal Flussverkehr recht gemächlich geht. Und nicht vergessen - der olle Eriksson hat in den 20ern vollbeladene Viermastbarken mit 16 Mann durch die halbe Welt geschickt. Gruß Hadu

  • Es ist ganz einfach: Eine lange Stange, hinten zwei gegenläufige Gewinde nacheinander geschnitten, auf dem Ruderstamm ein Quereisen, daran aussen ansetzend je eine Stange mit Gelenk, eine länger als die andere, am vorderen Ende dieser Stangen je eine Gewindemuffe, die auf dem Gewinde laufen.


    Gruß


    Michael

  • Hallo,


    seit dem letzten Posting war ich natürlich nicht vollständig faul. Die Konstruktion ist weitergegangen.


    Hinweis: Mit der "Crabwinsch" werden die Seitenschwerter abgelassen. Die Brailwinsch bedient Taue am Großmast. Die Trommeln am Mastkoker sehen im Original recht merkwürdig aus. Man könnte sie wohl nur drehen um sie einigermaßen korrekt darzustellen (mache ich nicht). Die Ankerwinde ist ohne besonderheiten.


    Das Modellbau ist ebenfalls auf diesem Stand - ich habe aber noch keine Fotos gemacht - sie folgen noch.


    Die Bauanleitung habe ich ebenfalls bis hierher weiter geführt.


    Jetzt kommen noch ein paar Kleinteile auf das Deck und dann geht es mit der Takelage weiter ;(


    Gruß


    Michael

  • Hallo Michael,

    das wird wunderschön. Obwohl ich ja noch genügend unangeschnittene Bögen für die nächsten zwei Leben habe. Diesen werde ich wohl auch noch haben müssen.


    Gruß Michel

  • Hallo,


    ich danke Euch für die Daumen,


    Ein Problem habe ich: Die Klampen! Sie übersteigen bei weitem meine Fähigkeiten. Ich werde daher so wie bei der Groden kurze Drahtstücke, die in V-Form gebracht wurden, verwenden.


    Bleibt weiterhin alle gesund


    Michael

  • Danke Euch Beiden - bevor ich die Methode Groden angewendet habe, habe ich noch einen Versuch mit einer Matrize und Stempel aus gehärtetem Karton versucht. Funktionierte leider nicht.


    Gruß


    Michael


  • Moin Michael,


    probiere es doch einmal mit Klarlack.

    Ich habe bei meinem Molenturm Überseestadt zuerst beide Seiten des Kartons mit Klarlack bestrichen,

    dann ausgestichelt, die Kanten behandelt und dann noch einmal mit Klarlack drüber.

    Ein Versuch wärs wert.


    Gruß

    Klaus

    Wir bleiben immer Kinder, und,
    so klug wir auch sein mögen, wir behalten immer die Lust,
    mit scharfen Messern und spitzen Scheren zu spielen.

    Wilhelm Raabe (1831 - 1910)

  • Hallo Klaus,


    der Karton war, wie ich oben schrieb, gehärtet. Das Ergebnis war nicht berauschend, da der Draht mit Durchmesser 0,15mm und einer Länge von 1,4mm verschiedene Formen nur nicht die gewünschte annahm. Trotzdem Danke für den Hinweis.


    Gruß


    Michael