Heckfänger VIKINGBANK, Passat-Verlag 1:250, Kontrollbau

  • Der Heckfänger VIKINGBANK B.X.682 wurde 1961 auf der Seebeck-Werft in Bremerhaven gebaut und fuhr für die Norddeutsche Hochseefischerei AG. Ursprünglich war er als Frischfischfänger ausgelegt (ohne Verarbeitungseinrichtungen).


    Bei einer Länge von 73,5 m war die VIKINGBANK 11 m breit
    und erreichte mit einem MAN-Sechszylinder von 2160 PS (1589 kw) 13 kn.
    Mit dem markanten Deckssprung, dem prägnanten Bug und dem zeitlos-modernen Aufbau wirkte dieses Arbeitspferd der Hochseefischerei ausgesprochen elegant.



    Die VIKINGBANK hatte zwei Schwestern, die GRÖNLAND und die BREMERHAVEN.


    "Vikingbank" bezeichnet ein Seegebiet zwischen den Shetlands und der Südwestküste Norwegens.


    Henning (Konpass) hat das Modell als Jahresmodell des Passat-Verlags konstruiert. Es wird (samt einem maßgeschneiderten Ätzsatz) zum Intern. Kartonmodellbautreffen in Mannheim 2020 erhältlich sein.

    Den Konstruktionsbericht von Henning findet ihr hier.


    Ich habe heute von Henning die Dateien für den Kontrollbau bekommen und sofort losgelegt:



    Die Spanten im Bereich der Aufschleppe:



    und von unten:


    Das Spantengerüst darf nun erst einmal, leicht beschwert, über Nacht trocknen:


    Bis die Tage...


    Helmut



    "Dem Angriff auf die Menschlichkeit folgt der Angriff auf den Menschen!"

    (Claudia Roth)



    Fertig: CAP SAN DIEGO (roko)

  • Moin, moin Helmut/Henning,


    gehörte die MÜNCHEN N.C. 452 (Cuxhaven) nicht auch zu dieser Serie, zumindest war sie ein baugleiches Schwesterschiff der BREMERHAVEN und wurde auch 1960/61 von der Seebeck-Werft gebaut, hatte aber wie die BREMERHAVEN den etwas höheren Schornstein. Taufpate war am 28. Februar 1961 der damalige Münchener Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel. Das Schiff ist am 25. Juni 1963 vor Westgrönland untergegangen, wobei 27 Seeleute ihr Leben verloren. Zur Aufklärung des Untergangs wurden Messungen am Schwesterschiff BREMERHAVEN durchgeführt, die Eingang in das Gutachten über den Untergang von Prof. Dr. Johannes Hansen (damals Lehrstuhl Fachbereich Konstruktion und Statik im Schiffbau TH Hannover) fanden.


    Die Ursachen des Untergangs sind für einen Schifftechniker sehr interessant. Nachzulesen in Hans Petersen, "Tod im eisigen Meer", der tragisch-dramatische Untergang des Fischereimotorschiffes "München" (DSM 2008, Hauschild, Bremen).


    Ich feue mich sehr auf dieses Modell!


    Gruß
    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Moin Helmut,


    na denn man too. ..


    Viel Erfolg.


    Viele Grüße
    Arne

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Moin Helmut,


    viel Erfolg und Vergnügen mit dem Heckfänger. Der könnte eigentlich auch noch auf meine "To-do-Liste" passen...


    Beste Grüße
    Fiete

  • gehörte die MÜNCHEN N.C. 452 (Cuxhaven) nicht auch zu dieser Serie


    Laut Spiering, Die Heckfänger der Großen Hochseefischerei 1957 - 1999 (Hamburg/Berlin 2000), handelte es sich bei VIKINGBANK und GRÖNLAND "[ä]ußerlich (...) um Nachbauten der MÜNCHEN (HF023) und BREMERHAVEN (HF024). Allerdings war es die Sparausführung der ersten beiden Schiffe dieses Typs." Ursprünglich habe es keine Verarbeitungseinrichtungen gegeben. Die Gefrierräume seien klein, der Fischraum auf Frischfisch ausgerichtet und der Portalmast nicht beweglich gewesen. (S. 32)


    Äußerlich denke ich auch, dass der Schornstein zusammen mit dem geraden Portalmast der auffallendste Unterschied ist.


    Und im Übrigen @ Helmut: Das Modell ist für mich ein absolutes Muss und ich werde diesen Kontrollbaubericht genießen. Vielleicht sollte ich die CARL KÄMPF vom WHV schnell noch vorher bauen, hinterher verliert sie an Reiz... (Die ist aber eigentlich ein schönes Modell und ein Zeitdokument zugleich)

  • Moin Zusammen;


    ich fasse zusammen:


    " am 27.04.1961 an die Norddeutsche Hochseefischerei A.G abgeliefert "
    " Bau-Nr.: 863; Bauwerft A.G. Weser Bremen "
    " GRÖNLAND " ist eine Halbschwester, Ablieferung am 07.06.1961 "
    " in erster Linie auf Frischfischfang ausgerüstet, wenig Kühlräume, es mussten erst einmal die Marktlage geklärt werden; zum anderen war es seinerzeit ein unverhältnismäßiger Kapitaleinsatz "
    " zum anderen gab es kaufmänische und technische Risiken "


    " Auf der ersten 3 Monate langen Reise wurden 330 t Salzfisch; 2700 Sack Fischmehl; 22 t seegefrostetes Filet; 3t im ganzen tiefgekühlten Heilbutt; 85 Fass Tran und 15 Fass Fischöl nach Hause gebracht "


    " Äußere Kennzeichen sind; der weit ausfallende Vorsteven mit Bugwulst; Spiegelheck mit Aufschleppe, sowie Schweberuder mit Netzabweiser "


    " Durch ein ausgeklügeltes Trimmsystem war man in der Lage bei An- und Rückreise die Heckaufschleppe möglichst weit aus dem Wasser zu kriegen, beim Fang konnte diese relativ tief eintauchen.
    Man war auch in der Lage Ballastwasser und Treiböl von vorn nach achtern zu tauschen."


    " laut dem Eisenplan ist ein Spantabstand 600mm vorgesehen. Die Spanten waren von Spt. -10 bis Spt. 34 aus L Profil 130 x 75 x 8, von Spt. 35 bis Spt. 50 HP 220 x 10 und von Spt 51 bis Spt. aus 110 L Profil 130 x 75 x 8 ... "


    " Durch die neue Anordnung der Winden konnte man die Stb. und BB Winde getrennt laufen lassen, durch die Anordnung konnte man den Maschinenschacht bis an VK Frontschott vorziehen Zum anderen gab es eine kompletten Windenfahrstand... "


    Quelle : S & H 1961


    Viele Grüße
    Arne

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

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    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

    Edited once, last by Shipbuilder ().

  • Helmut,
    auf diesen (Kontroll-)Baubericht freue ich mich sehr, garantiert wieder in H-Qualität!
    Dieter

    Männer werden nur 15 - danach wachsen sie nur noch...

  • Herzlichen Dank,


    HaJo, Arne, Fiete, Stephan, Nils und Dieter für Eure Anmerkungen.
    Und danke auch allen, die fleißig und offensichtlich erwartungsfroh das "gefällt mir"-Knöpfchen gedrückt haben. :)


    ______________


    Der Rumpf des schnittigen Heringsjägers ist nunmehr geschlossen:



    Es gibt 2 markante Referenzpunkte für das Anbringen der Bordwand.
    Zum einen den Übergang Backdeck/Hauptdeck (das schiffbautechnisch "I. Deck" hieß), Markierung 1.
    Dann den Stoß der Bordwand an den Heckspiegel (Markierung 2).



    Die beiden Bordwandteile stoßen bei "3" zusammen; dort sollte gegebenenfalls der Längenausgleich vorgenommen werden.
    Wegen der Form des Bugs und des Übergangs Seite/Heck haben die Bordwandteile leichte Überlängen, um etwaige Baudifferenzen problemlos ausgleichen zu können. Der Längenausgleich kann dann einfach bei "3" stattfinden.


    "Das Modell ist baubar, solange es etwas zum Abschneiden gibt!"


    Wir halten dies für besser als planmaßgenaue Bordwandteile, die eventuell beim Zusammenbau "kneifen".


    Als nächstes sind Poller zu bauen, und dann geht es an den Aufbau.

    Bis die Tage...


    Helmut



    "Dem Angriff auf die Menschlichkeit folgt der Angriff auf den Menschen!"

    (Claudia Roth)



    Fertig: CAP SAN DIEGO (roko)

  • Vielen Dank allen, die ihr Gefallen ausgedrückt haben! Das sind schöne zusätzliche Motivationsschübe! :)


    ___________


    Die Seitenwände und die Schanz stehen:



    Innen werden die Wände durch je drei längere Stützen verstärkt.
    Ich habe zuerst die Wände stumpf auf die Oberkante der Bordwand geklebt und dann erst die Stützen (Markierungen auf dem Deck) angeklebt.


    Da von achtern in das Arbeitsdeck hineingesehen werden kann, habe ich die Bullaugen mit "Micro Kristal Klear" (schreibt sich tatsächlich so) "verglast".

    Bis die Tage...


    Helmut



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    (Claudia Roth)



    Fertig: CAP SAN DIEGO (roko)

  • Hallo,
    Helmut schrieb:


    "Wegen der Form des Bugs und des Übergangs Seite/Heck haben die Bordwandteile leichte Überlängen, um etwaige Baudifferenzen problemlos ausgleichen zu können."


    Wenn man das weiß, ist das eine sehr gute Methode. Abschneiden ist immer besser als etwas dazu schneiden.


    Ulrich

  • Moin Helmut;


    sehr gerne doch.


    Viele Grüße
    Arne

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



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  • Vielen Dank, Ulrich und Arne!
    Und danke für die Likes!


    __________________


    Die Frontwand ist vorgewölbt und passt sich problemlos an die schräg stehenden Seitenwände des Aufbaus an. Sie wird stumpf aufgesetzt und ebenfalls stumpf mit den Seitenwänden verklebt.
    Ich habe sie zunächst mit Klebstoffpunkten angeheftet , ausgerichtet und dann endgültig festgeklebt (UHU Flinke Flasche schwarz, um ein Verziehen zu vermeiden):



    Im Innern des achtern auf diesem Deck offenen Aufbaus befinden sich der Maschinenschacht und davor der Fahrstand für die (noch zu bauenden) Netzwinden:



    Als nächstes sind die inneren Schanzen für das Netz zu bauen.

    Bis die Tage...


    Helmut



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    Fertig: CAP SAN DIEGO (roko)

  • [...] habe ich die Bullaugen mit "Micro Kristal Klear" [...] "verglast" [...]


    Moin Helmut, ich habe so etwas noch nie versucht. Das soll keine Kritik sein, daber man sieht die Spuren des Klebers rund um die Bullaugen etwas - Muss man diesen Kleber flächig auftragen, damit er die relativ kleine Öffnung verdeckt? Vielleicht fällt der Effekt auch nur bei Blitzlicht auf?


    Im Übrigen :thumbup:

  • Hallo Nils


    Micro Kristal Klear ist von der Struktur her ein Weißleim, dieser wird ganz dünn von hinten über die Fensteröffnung gezogen, so dass ein dünner Film entsteht, welcher sehr klar abtrocknet. Die hier zu sehenden "Flecken" wird man später schon deshalb nicht sehen, da sie verdeckt sind. Ich finde das Zeug im Bereich von Bullaugen Klasse, da es nicht aufträgt und Biegungen mitmacht. Aber jeder hat da so seine bevorzugten Techniken.


    Gruß
    Robi

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.


    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.

  • Vielen Dank für Eure Gefallensäußerungen!


    ____________________



    Die VIKINGBANK verfügte im Unterschied zu den nahezu baugleichen Vorgängerschiffen über 2 getrennte Kurrleinenwinden, die mittels Elektrohydraulik angetrieben waren.


    Diese Winden waren recht groß:


    Kurrleinenwinde StB


    Die Trommeln konnten 1200 Faden ( = ca. 2200 m) Kurrleine mit einem Durchmesser von 3 1/4 Zoll aufnehmen.
    Beide Winden waren getrennt steuerbar; eine Winde konnte ohne Last mitlaufen, wenn zum Beispiel das Netz ausgebracht wurde. Beim Verhaken des Netzes ließen sich die Winden sofort stoppen.
    Obwohl die Winden getrennt angetrieben wurden, konnten sie mechanisch verbunden werden.


    Gefahren wurden die Winden vom verkleideten Fahrstand aus; der Windenfahrer konnte sie dabei durch einen Spiegel beobachten.




    Das Netz und das mitgehievte Seewasser wurden an Deck durch Schanzen eingehegt. Gleichzeitig schützten sie die Seitengänge vor einem eventuellen Schlagen der Kurrleinen beim Ausrauschen.



    Vor dem Windenfahrstand befand sich die "Netzkrippe", die das Schleppnetz aufnehmen konnte, wenn es nicht eingesetzt wurde. Die Scherbretter waren dann am Heckspiegel befestigt ("angeschlagen").


    Hier noch der Aufbau eines Schleppnetzes:


    (unverändertes Bild von "Reinhard", wikipedia, gemeinfrei)

    Pelagisches Schleppnetz
    1: Kurrleinen 2: Scherbretter 3. Grundleine (Ketten) 4. Jager 5. Gewichte 6: Kopftau mit Auftriebskugeln 7. Vornetz 8. Tunnel und Belly 9. Steert

    Bis die Tage...


    Helmut



    "Dem Angriff auf die Menschlichkeit folgt der Angriff auf den Menschen!"

    (Claudia Roth)



    Fertig: CAP SAN DIEGO (roko)

  • Was mir nicht klar ist, ist die Höhensteuerung der pelagischen Netze. Man sagt, dass in erster Linie diese Technik in Verbindung mit der Ortung der Fischschwärme durch Echolot und Sonar zu der Überfischung der Weltmeere geführt hat.

  • Hallo Henning,


    genau weiß ich es auch nicht.
    Ich nehme aber an, dass die Tauchtiefe des Netzes durch die Länge der Kurrleinen, den Anstellwinkel der Scherbretter (?) und die Geschwindigkeit des Trawlers bestimmt werden kann.


    Die VIKINGBANK-Werft wünscht allen Mitlesern ein frohes Weihnachtsfest und besinnliche Tage.

    Bis die Tage...


    Helmut



    "Dem Angriff auf die Menschlichkeit folgt der Angriff auf den Menschen!"

    (Claudia Roth)



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  • Henning schrieb von von einer Beendigung der weihnachtlichen Belagerung...
    Hier ist inzwischen auch nachweihnachtliche Ruhe eingekehrt. In diesem Jahr gehörten wir zu den Belagerern - wir haben uns in der Verwandtschaft durchgefuttert... :)


    _____________


    Es blieb also genügend Zeit für Modellbau.


    Zunächst verschwanden die Kurrleinenwinden unter dem Bootsdeck



    und ich habe die Rückwand der Brücke gesetzt:



    Die Differenz bei den Markierungen für 42 c (Niederganghaus) wird noch korrigiert werden.


    ___________


    Auch das Brückendeck hat eine Balkenbucht. Deswegen liegt das Deck an den Unterkanten der Aussparungen für die Seitenlichter an:



    Nach dem Errichten der Seitenwände



    kann die Brückenfrontwand eingepasst werden:



    Für die Brücken-Ausbauer ist genügend Platz vorhanden; hier schon mal der Plan dazu ;)


    (Schiff und Hafen, 1961, S.798)

    Bis die Tage...


    Helmut



    "Dem Angriff auf die Menschlichkeit folgt der Angriff auf den Menschen!"

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  • Herzlichen Dank für Eure zahlreichen Gefallensäußerungen!


    ________________


    Der Schornstein steht.


    Das recht voluminöse Gebäude (das vermutlich auch die Schalldämpfer enthält) vermittelt Kraft und passt zu dem sachlich-funktionellen Design des Aufbaus:



    Das Hauptabgasrohr ist rechteckig. Zusätzlich sind zwei kleinere Rohre für die Hilfsaggregate vorhanden:



    Achtung:

    Das Hauptabgasrohr habe ich falsch gebaut. Siehe die Korrektur weiter unten. (#39)

    Bis die Tage...


    Helmut



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  • NAbend Helmut,


    sehr schön; die aufgesetzten weißen Streifen am Schlot machen sich besonders gut :thumbup:
    Klasse, dass Du für die Fans von Brücken-Inneneinrichtungen auch schon den zugehörigen Plan zeigst, da sollte doch was machbar sein...


    Viel Spaß weiterhin und "guten Rutsch" :thumbsup:


    Lieben Gruß


    Lars

  • Klasse, dass Du für die Fans von Brücken-Inneneinrichtungen auch schon den zugehörigen Plan zeigst


    Finde ich auch klasse und sieht interessant aus. Wenn ich das richtig interpretiere waren die Wände getäfelt? So etwas habe ich meinem Schlepper WEGA gegönnt, aber selbstgestrickt. Wenn sich die Könner hier daran machen... :rolleyes: Ich wäre ein dankbarer Abnehmer :whistling:


    @Helmut: Schöner und anschaulicher Kontrollbau :thumbup:

  • ... Wenn ich das richtig interpretiere waren die Wände getäfelt? So etwas habe ich meinem Schlepper WEGA gegönnt, aber selbstgestrickt. Wenn sich die Könner hier daran machen... :rolleyes: Ich wäre ein dankbarer Abnehmer :whistling:


    ...


    Moin Nils,


    ja, stimmt. Senkrechte Holzpaneele.


    @all: Vielen Dank für Eure Gefallensäußerungen!


    _______________


    Als letztes Bild, bevor es mit vielen Kleinteilen am Modell weitergeht, zeige ich Euch das Niederganghäuschen und den an der Achterkante des Schornsteins angebrachten Block für das Seil der Netzwinde:



    Damit wünsche ich Euch und Euren Familien einen guten Rutsch und ein glückliches Neues Jahr!

    Bis die Tage...


    Helmut



    "Dem Angriff auf die Menschlichkeit folgt der Angriff auf den Menschen!"

    (Claudia Roth)



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  • Moin Fischfangfans,


    willkommen in den Zwanzigern und alles Gute im Neuen Jahr!


    Auf der VIKINGBANK-Werft geht es ohne Verzug weiter; das Ablieferungsdatum nähert sich...


    Heute waren 3 Lüfter und die beiden Bügel, die die Seitengänge vor den Kurrleinen schützten, an der Reihe:



    Die beiden kleineren Lüfter versorgten das Verarbeitungsdeck mit Frischluft.
    Der größere Lüfter führte tiefer ins Schiff hinab und belüftete bzw. entlüftete den Fischmehlbunker.


    Hier ein Blick auf das Verarbeitungsdeck:


    Schiff und Hafen 1961, Heft 9


    Man sieht gut, dass auf diesem Schiffstyp noch vieles Handarbeit war:


    aaO


    Nach der Nummernreihenfolge wären jetzt Niedergänge zu bauen. Hier werde ich stattdessen später die Teile aus der Ätzplatine verwenden.
    Es folgen so demnächst die Luken auf dem vorderen Hauptdeck. Hierüber wurde der Fang im Bestimmungshafen entladen.

    Bis die Tage...


    Helmut



    "Dem Angriff auf die Menschlichkeit folgt der Angriff auf den Menschen!"

    (Claudia Roth)



    Fertig: CAP SAN DIEGO (roko)

  • Herzlichen Dank für Eure erhobenen Daumen! :)


    ___________


    Der "Heringsjäger" hat weitere Details erhalten.


    Vor dem Aufbau befanden sich im III. Deck die Laderäume für die "Beute".
    Direkt am Aufbau (vor dem Maschinenraum) lag der relativ kleine Tiefkühl-Fischraum (85 cbm), davor der "normale" Hauptfischraum (580 cbm). In beiden Räumen waren "Hocken" (eine Art Regalgestelle für Fischkisten) montiert.
    Im Hauptraum wurde "Naßfisch" auf Eis, also praktisch "Frischfisch" gefahren; nur geringe Mengen des Fangs wurden tiefgekühlt.


    Beide Räume hatten eine Isolierung mit rundum etwa 170 mm Dämmstoffen (Korkplatten, Vermiculite-Festplatten und Steinwolle).
    Im Hauptfischraum war eine Deckenkühlung über Rohrschlangen eingebaut. Die Temperatur im Tiefkühlraum wurde durch Luftkühlung konstant gehalten.
    (Wegen des Transports von Naßfisch auf Eis und der damit erforderlichen vergleichsweise rasch durchzuführenden Heimreisen war auch die erreichbare Geschwindigkeit der VIKINGBANK mit rund 15 kn recht hoch. Ebenso konnte durch die Rumpfform auch bei schlechtem Wetter eine hohe Durchschnittsgeschwindigkeit erreicht werden.)


    Die Entladung, also das "Löschen" der Ladung, erfolgte durch die im Hauptdeck vor dem Aufbau montierten Luken, die wegen der notwendigen Kühlung der Fischräume so klein wie möglich gehalten waren:



    Die Ausrüstung des Backdecks:



    Unterhalb dieses Decks lagen die Kammern für die Mannschaft (5 Kammern mit je 2 Kojen und die dazugehörigen Sanitärräume). Diese Kammern hatten aus Gründen der Schiffssicherheit keine Bullaugen. Wie in allen anderen Unterkünften auch erfolgten Belüftung und Heizung durch eine Zwei-Kanal-Warmluft-Gebläseanlage (max. 20°C bei - 20°C Aussentemperatur).
    Spärliches Tageslicht erhielten die Kammern durch in das Deck eingelassene Glasprismen. Henning wird die Textur des Backdecks hierzu noch ergänzen.


    Als Rettungsausrüstung befanden sich 4 Rettungsinseln ( vordere je 10 Personen; die beiden Inseln auf dem Bootsdeck je 12 Personen) und 2 Doppelschlauchboote (je 8 - 12 Pers.) an Bord. Letztere konnten mittels einfach zu bedienender Drehdavits zu Wasser gebracht werden.



    Als nächstes baue ich die beiden Schlauchboote.

    Bis die Tage...


    Helmut



    "Dem Angriff auf die Menschlichkeit folgt der Angriff auf den Menschen!"

    (Claudia Roth)



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  • Vielen Dank für die zahlreich erhobenen Daumen! :)


    ________________



    Inzwischen sind die beiden Gummiboote an Bord gekommen (und das Maschinenraum-Oberlicht):


    Bis die Tage...


    Helmut



    "Dem Angriff auf die Menschlichkeit folgt der Angriff auf den Menschen!"

    (Claudia Roth)



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  • Hallo Johannes, HaJo, Henning, Dirk, Peter und Kurt,


    vielen Dank für Eure Anerkennung! :)


    ______________


    Während bei den Vorgängerschiffen als Netzwinden die Spillköpfe an den Kurrleinenwinden genutzt wurden, waren bei VIKINGBANK, BREMERHAVEN und GRÖNLAND die Netzwinden geteilt und separat auf dem Bootsdeck aufgestellt:



    Mittschiffs stand die eigentliche Netzwinde und etwas schräg nach StB versetzt war ein Doppelspill montiert.


    Mir ist das Zusammenspiel dieser beiden Winschen bisher nicht ganz klar, weil ich mich in der Fischerei auch nicht eingehend auskenne. Klar ist mir, glaube ich, dass mit der Netzwinde der Steert angehoben wurde, damit er geöffnet werden und der Fang über der Fischluke herausfallen konnte.


    Hier gibt es bestimmt Mitleser, die das genauer wissen und mir und uns das erklären können, hoffe ich... :)

    Bis die Tage...


    Helmut



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    (Claudia Roth)



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  • Moin Zusammen,


    der Kontrollbau macht was her und sieht sehr gut aus.
    Ich habe für einige Ausrüstungsteile ein paar Anmerkungen, die, wenn Henning und Helmut es möchten, mit einfliesen könnten.


    Mein Schiffbaumeister und mein Werftbass würden mit mir ein wenig gegrumelt und sagen“ Jung, schau Dir den Generalplan und den Eisenplan an“


    Am Vorschiff werden die beiden Patentanker auf BB- und XB-Seite je in einer Ankertasche gefahren.


    Die Ankerwinde ist Fabrikat Seebeck-Liesen mit 2 Kettennüssen für 34 mm Durchmesser hochfeste Ankerkette und zwei auskuppelbare Spillköpfe. Antrieb und Schaltschränke befinden sich unter Deck.


    Bei der Verhol- und Festmachausrüstung musste der Tatsache Rechnung getragen werden das ein Schiff dieser Größenordnung in den beiden größten deutschen Fischereihäfen bei Niedrigwasser nur mit einen Schlepper sicher manövrieren kann.



    Brückeneinrichtung: Die Brücke war zur damaligen Zeit mit den modernsten nautischen und funktionstechnischen Geräten ausgestattet worden um das Schiff zweckentsprechend fahren und sicher in der Hand haben zu können.


    Der Kapitän hat einen Jagdsitz, der drehbar ist. Alle technischen Geräte waren um diesen Sitz herumgruppiert, auf ein besonderes Steuerpult wurde verzichtet.


    Rettungseinrichtung:
    Als Ausrüstung waren 2 Doppelschlauchboote für bis zu 8-12 Personen vorgesehen. Und 2 Rettungsinseln für je 12 Personen vorgesehen.
    Das Aussetzen der Doppelschlauchboote erfolgte über einfache Drehdavits


    An der HK Back sind 2 weitere Rettungsinseln für je 10 Personen vorgesehen.
    Es gab noch 1 weitere Rettungsinsel auf dem Peildeck.
    Ihr bewandniss hatte die Insel auf dem Peildeck in der Salzfischfahrt. Denn wenn Salzfisch gefangen wurde, wurde auch die Besatzung vergrößert.


    Winden: Über der Viertrommel Netzwinde gab es noch eine Eishievwinde. Diese wurde für alle Arbeiten an Deck eingesetzt.


    Für das Zusammenspiel der Winden muss ich ein wenig suchen. Noch vor Weihnachten hatte ich einen Beschreibung für das Arbeiten der Winden und den Kurrleinen mit den Steerts gesehen. Nun muss ich mal schauen.


    Es wird wohl ein paar Tage dauern.


    Quelle : S & H


    Viele Grüße
    Arne

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



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  • Moin Zusammen;



    ich bin ein wenig fündig geworden.


    Mal sehen, wie man das ganze umsetzen kann.


    Viele Grüße
    Arne

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



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  • Moin Arne,


    vielen Dank für Deine ausführliche Stellungnahme!


    Die Ankertaschen werden natürlich auch im Modell vorhanden sein. :)
    Ich schätze, dass ich sie auch bei meinem Kontrollbau noch nachträglich einfügen kann.


    Die Rettungsinsel auf dem Peildeck war, die Du ja zutreffend aus "Schiff und Hafen" zitierst, nur sporadisch vorhanden, wenn der Trawler in der Salzfischfahrt fuhr.
    Da wir aber keine genaue Position auf dem Peildeck bestimmen können, lassen wir sie weg. In der Hauptsache wurde ja auch Frischfisch gefangen.


    Vielen Dank auch allen, die ihr Gefallen durch Knopfdruck geäußert haben! :)


    _______________


    Inzwischen ist es am Modell etwas weitergegangen.
    Ich habe die beiden Galgen gebaut:



    Am vorderen, hohen Galgen waren zwei Bäume (je 2 to) montiert. Diese Bäume konnten unter dem Galgen nach vorn durchgeschwenkt werden. Das Lümmellager ("Baumgelenk") befand sich an der Innenseite des Galgens, ebenso wie der Hangerblock.
    Abgelegt wurden die Bäume unten innen am kleineren, achteren Galgen.



    Die Bäume bedienten die Fischmehl- und Storeraumluken (die weißen Luken vor den hohen Galgen).


    Die Scherbretter waren beidseits der Rampe in einen Bügel eingehängt. An jedem Scherbrett war ein größerer Block angeschlagen ("befestigt"):


    Bis die Tage...


    Helmut



    "Dem Angriff auf die Menschlichkeit folgt der Angriff auf den Menschen!"

    (Claudia Roth)



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  • Moin Helmut,


    das wird was werden, die Ankertaschen bekommst Du schon in die Aussenhaut.
    Irgendwo habe ich noch Brenner, Kettenzug und mehr liegen, die Ankertaschen sind vorgefertigt und ja, den Kran habe ich.auch. :P


    In der kommenden Woche bin ich dann einen Nachmittag in der Bibliothek, mal sehen. Ich weiß auch, wo ich suchen muss.


    Viele Grüße aus der Punktestadt
    Arne

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



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  • Moin Zusammen;


    so langsam wird das Model lebendig.
    Bei der Heckaufschleppe ist mir was aufgefallen.


    Ich habe noch keine Heckaufschleppe am Übergang zum Deck als Dreieck ausgebildet gesehen. Den Generalplan und den Eisenplan habe ich mir noch einmal angesehen.


    Der Übergang von Schleppe zum Arbeitsdeck ist zwischen Spant 0 und Spant 1 Das Arbeitsdeck geht dann in den Sprung über und dieser geht bis Spant 40/41. Der vordere Sprung beginnt dann und geht bis Außenkante Vorsteven.


    Das was als Dreieck angedeutet ist, das ist die Pos. des Bullengitters. Achtung die beiden Längsschotte sind im Bereich den Bullengitters ausgenommen.
    Im eingeklappten Zustand verschwindest das Bullengitter glatt mit dem Längsschott.
    Das Bullengitter wird wahrscheinlich hydraulisch betätigt.


    Die Fischluke hat runde Ecken und befindet sich zwischen Spant 3 und Spant 6, bei 600mm Spantabstand eine beachtliche Länge.


    Das mit Ausführung von runden Ecken hat was mit Rissbildung zu tun. Bestes Beispiel sind die Diamantpaltten in den Luckenecken.


    Auch die Fischrutsche wurde rund ausgeführt.


    Noch ein Satz zu den beiden Längsschotten die sich jeweils auf BB- und Stb,- Seite 2000mm aus Mitte Schiffe befinden.
    Der Übergang zum Spiegel ist rund ausgeführt. Es nütz keinen was, wenn die Netze im diesen Bereich aufgerissen werden und der Fang geht dann in den Bach.


    Quelle: S & H


    Verprellen und vor dem Kopf stoßen will ich keinen. Ich werde mal schließen.


    Das ganze Wirrwar mit Scheerbrettern, Kurrleinen und Pengalischen Netz, dazu werde ich euch am Wochenende was zukommen lassen.
    Ein besonderer Fundus sind die Ausgaben der alten Seekiste.


    Viele Grüße aus der Punktestadt
    Arne

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

    Edited once, last by Shipbuilder ().

  • Moin, moin zusammen,

    Das mit Ausführung von runden Ecken hat was mit Rissbildung zu tun....


    An "kantigen" Ecken entstehen grundsätzlich durch die wirkenden Kräfte Spannungsspitzen im Material, diese führen zur Rissbildung - oft zu beobachten z.B. im Mauerwerk, da gehen die Risse zumeist von den Fensterecken aus. Werden die Ecken ausgerundet, gibt es einen anderen Spannungsverlauf mit weniger steil ansteigenden Spannungsspitzen und damit werden Risse vermieden.


    Macht man auch im Stahlbau/Schiffbau so.....bei der Fregatte Kl. 120 (Hennings LÜBECK) wurden an vielen Stellen die rechten Winkel zwischen Oberdeck und Aufbauwand später mit zusätzlichem Material "ausgerundet" um die Rissbildung an diesem ersten "Fregattenmodell" der damals neuen Bundesmarine in den Griff zu bekommen.



    Gruß
    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Moin Helmut,


    macht sich richtig gut, die VIKINGBANK...


    Mir ist bei der Heckaufschleppe auch etwas aufgefallen: Da ist auf dem Bild 57 am Wasserpass so ein kleiner Versatz zur Seitenwand/Heckspiegel zu erkennen. Ist das gewollt bzw. entspricht das dem Original?


    Beste Grüße und weiterhin gutes Gelingen


    Fiete

  • Hallo,
    zu den eckigen oder gerundeten Fenster gibt es noch die Ergänzung. Einige der ersten Düsenpassagierflugzeuge der brit. BOAC, stürzten zuerst unerklärbar ab. Bis man auf die Risse bei den Fensterecken stieß. Seitdem sind die Fesnter gerundet.
    Ulrich

  • Moin liebe Kartonbauer;


    für den Rumpf der " VIKINGBANK " habe ich noch ein paar Infos gefunden.


    Das Schiff wurde nach den Vorschriften des Germanische Lloyds Klasse +100 A4 (E) mit Freibord 0,20m´" FISCHEREIFAHRZEUG " gebaut.


    Es handelt sich um einen vollverschweißten Stahlrumpf der an besonderen Stellen verstärkt worden ist.


    Unter dem Flachkiel wurde ein Kastenkiel gesetzt. An jeden 2 Spant gab es eine Stegblech zur Aussteifung hin zum Flachkiel.
    Es wurde im Bereich den Doppelboden jeder Spant als Bodenwrange ausgeführt. Im Maschinenraum war die Tankdecke horizontal
    In den Fischräumen hatte die Tankdecke von Mitte Schiff nach Außenhaut BB - und Stb. Seite einen Anstieg von 100mm auf 1000mm Breite.


    Zum Bullengitter ist noch zu sagen, das es hydraulisch angetrieben worden ist. Die Fischluke wurde 2 teilig ausgeführt und konnte wie schon geschrieben hydraulisch geöffnet werden.


    Der Mast, der sich neben und über der Fischeingabeluke befindet, wurde auf Wunsch der Reederei hin, als feste Pfosten mit Traverse ausgeführt, aufgestellt.
    Es gab auch die Version mit dem klappbaren Pfosten.


    Die an der Traverse aufgehängten Leitblöcke konnten nur noch über bei anderen Heckfänger üblichen Gangway nach achtern gebracht werden.


    Auf der BB- und Stb Seite wurden, wie Helmut es an den letzten Fotos zeigt je ein 2 t- Baum angeschlagen. Die beiden durchschwenkbaren Bäume waren zur Bedienung der Store- und Fischmehlräume vorgesehen.


    Für die Leitblöcke an der Pfostentraverse , dem Steertbaum und auch gegebenenfalls die beiden Ladebäume stand auf dem Bootsdeck 2 elektrisch betriebene Winden zur Verfügung. Die beiden Winden wurde direkt von der Winde aus gesteuert.


    Es war einmal einen 5-t-Eintrommelwinde deren Seil über den Leitblock an der HK Schornstein lief und damit die Giertaljen bedienen konnte.
    Der Schornstein war im Bereich des Leitblock besonders verstärkt ausgeführt worden.


    Zum anderen gab es dann noch eine Winde mit 8-t- Zugkraft und 2 getrennten Spillköpfen, die für das Handling des Steert und Rollergeschirr bzw. zum Ausschütten des gefüllten Steertes über der Eingebluke gebraucht wurde.


    Bei der Reederei hat sich der Glauben, mit den 2 getrennten Spillköpfen an der Winde, verbreitet, das man beim Auswechseln und Klarieren des Netzgeschirrs dadurch erleichtern kann.


    So, das war jetzt der 3. Teil. Einen 4. Teil gibt es noch über das Handling der Kurrleinen, Scheer- und Ponybretter.


    Quelle S&H


    Viele Grüße
    Arne

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • So....

    Zeit, dass es hier weitergeht!

    Schließlich bin ich am Modell auch etwas weitergekommen. :)


    Zunächst einmal herzlichen Dank für Eure fachkundigen Beiträge und die Gefallensäußerungen.


    Fiete: Der Wasserpass wird beim fertigen Bogen noch etwas verändert sein. Aber ein "Versatz" entspricht dem Original. Rote Unterwasserschiff-Farbe auf der Aufschleppe wäre durch das Netz schnell abgerubbelt worden.


    Zunächst eine Korrektur auf dem Schornstein:



    Ich habe die trapezförmige Abdeckung zunächst falsch eingebaut. Tatsächlich aber deckt die das rechteckige Hauptabgasrohr oben ab, so wie jetzt auf dem Foto 2.


    Falsch:


    Jetzt richtig:

    Bis die Tage...


    Helmut



    "Dem Angriff auf die Menschlichkeit folgt der Angriff auf den Menschen!"

    (Claudia Roth)



    Fertig: CAP SAN DIEGO (roko)

  • Inzwischen habe ich einen Teil der Relinge aus dem Ätzsatz angebracht und die Niedergänge montiert. Hierzu aber weiter unten.


    Zunächst der fertige Signalmast und der RADAR-Mast:


     

    Bis die Tage...


    Helmut



    "Dem Angriff auf die Menschlichkeit folgt der Angriff auf den Menschen!"

    (Claudia Roth)



    Fertig: CAP SAN DIEGO (roko)