[FERTIG] SRK Vormann Jantzen / Konpass / 1:250

  • Hallihallo Freunde,


    unser diesjähriger Sommerurlaub auf Norderney hat, wie auch schon der des letzten Jahres, modellbauerische Spuren hinterlassen.
    Letztes Jahr habe ich den eigentlich auf Norderney stationierten SK Eugen als Objekt der Begierde auserkoren und auch gebaut, in diesem Jahr war die Überraschung daher sehr groß, im Norderneyer Hafen einen anderen Seenotkreuzer, den SRK Vormann Jantzen liegen zu sehen.
    Eine kurze Recherche ergab, dass die Vormann Jantzen die Eugen eine Weile vertreten muss, da sie in der Werft zur Überholung ist.


    Der SRK Vormann Jantzen gehört zur Eiswette -Klasse, wurde allerdings, wenn ich das so richtig verstanden habe, als eine neuere Ausgabe gegenüber dem Typschiff doch deutlich weiterentwickelt und auch anders auf/ausgerüstet, was sich unter anderem in einer anderen Mastanordnung zeigt.


    Der erste Ansatz war, die Eiswette vom Passat-Verlag zu bauen und die erforderlichen Änderungen anhand der zahlreichen Bilder, die ich gemacht habe, selbst als Scratch-Bau zu konstruieren, Henning war aber so freundlich, mir seinen bereits umkonstruierten Bogen zur Verfügung zu stellen, so dass ich eigentlich nur noch drauflos bauen muss. Herzlichen Dank dafür noch einmal an deiser Stelle! :) Seine Galeriebilder in der Version SK Hannes Glogner kann man hier sehen: SRK Hannes Glogner


    Der SRK Vormann Jantzen gehört zur 23,3m Klasse und wurde bereits 1990 in Dienst gestellt. Weitere Details könnt Ihr unter dem Link zur Seite der DGzRS herausfinden: SK Vormann Jantzen



    So hat er im Norderneyer Hafen gelegen, als wir die erste Radtour unternommen haben:


  • Das Schiffchen findet auf zwei Bögen Platz und wird sozusagen in klassischer Seenotkreuzer-Bauweise aufgebaut.



    Da mein Drucker mit flächigen Drucken ein gewisses Farbbeständigkeitsproblem hat, bin ich bei ausgedruckten Bögen dazu übergegangen Tonkarton in entsprechender Farbe zu verwenden, blöderweise ist beim entfärben ein Skalierungs-Fehler reingeflutscht, so dass ich das am vergagenen Wochenende vorbereitete Deck nicht verwenden konnte, da es um einige Millimeter zu lang und zu breit war.



    Das wird nun heute Abend korrekt nachgeliefert und dann kommende Woche verbaut. Zumindest das Spantengerüst hat schon mal gut geklappt.



    Soviel zunächst zum Baubeginn dieses Modells, bis die Tage und liebe Grüße


    Peter

  • Schönen guten Abend Freunde,


    sodele, zwischenzeitlich hatte ich Gelegenheit, die einzelnen Maße nachzuprüfen und musste feststellen, dass nicht das entfärben und auf Tonkarton nachproduzieren des Decks den Maßstabsfehler verursacht hatte, sondern der Ausdruck des normalen Bogens, da ich dem Drucker nicht "tatsächliche Größe drucken" vorgegeben hatte.... Oh Mann. :rolleyes:


    Aber ok, ließe sich ja regeln, insofern habe ich das Spantengerüst nochmal gebaut und dann gings weiter.




    Dann erfolgte das Einsetzen der Wanne für das Tocherboot, die Zusatzlaschen zur Befestigung des decks schienen mir angebracht, da der Tonkarton mit 130gr für meinen Geschmack etwas zu schmal zur stumpfen Verklebung ist.



    Deck und Bordwände passten dann ganz hervorragend zum neuen Spantengerüst.


  • Hallo liebe Freunde,


    nachdem der Sammel-Soubor J/Y meines Anteils der mittelalterlichen Stadt fertig und die Feiertage vorüber sind, habe ich mich gestern mal wieder an den SRK Vormann Jantzen begeben, der auf seinen Weiterbau allzu lange gewartet hat.


    Hatte auch einfach mal wieder Lust etwas kurviges und filigraneres zu bauen, als es die Stadt hergibt. ;)


    Es kam also nun der Aufbau dran, habe Fenster und Bulleyes, wie immer ausgestichelt und mit Prokyfolie hinterklebt dargestellt- das Spanten-Innere aus Sichtgründen vorher geschwärzt.



    Der Fahrstand folgte danach, ich habe ihn auf dem Deck schrittweise von innen nach außen montiert.



    Anschließend habe zwei Fender vor dem Deckshaus aufgestellt. (Henning hat beim Bau seines SRK Hannes Glogner an dieser Stelle einen Staukasten eingebaut, dieser fehlt bei Jantzen und stattdessen sitzen dort die beiden besagten Fender - siehe Bilder in Post 1). Die Podeste der beiden Suchscheinwerfer kamen ebenfalls an ihren Platz.



    Danach folgten die beiden Entlüftungskästen des Motors, die später auch das Gestell über dem Tochterboot mit stützen. Hier sieht man auch, dass ich die Steigleiter hoch zum Fahrstand mit einzelnen Sprossen gebaut habe - als kleines Hin-Guckerle.



    Mit dem Aufstellen des einzelnen LED-Suchscheinwerfers auf dem Steuerbord-Podest ( das andere Podest ist bei Jantzen frei) endete der gestrige Bauabend - hier der jetzige Zustand:




    Bis später, schönen Sonntag Euch - wir gehen bei dem herrlichen Wetter mit der Jugend erstmal eislaufen. :cool:



    Liebe Grüße
    Peter

  • Hallo Peter,


    die alte Eiswette-Klasse gefällt mir besonders gut. Das Konzept mit zwei Schrauben fand ich schon damals sehr logisch und konnte den Dreischraubenantrieb bei der Berlin-Klasse nicht nachvollziehen. Ursprünglich in den ersten SRK (Theodor Heuss etc.) war es sicher wegen baubarer Motorgröße etc. gewesen.
    Vielleicht weiß ja Dirk Göttsch mehr dazu zu berichten. Er kennt ja ein bisschen die alte und neue Berlin-Klasse..... ;)


    Gruß pianisto

  • Das Konzept mit zwei Schrauben fand ich schon damals sehr logisch und konnte den Dreischraubenantrieb bei der Berlin-Klasse nicht nachvollziehen. Ursprünglich in den ersten SRK (Theodor Heuss etc.) war es sicher wegen baubarer Motorgröße etc. gewesen.


    Hallo Zusammen,


    nicht nur die Motorgröße spielte bei der Heuss-Klasse und Nachfolgern eine Rolle. Es ging seinerzeit u. a. auch um die Propellergröße. Größere Motoren→andere Getriebe→größere Propeller. Und zusätzlich hat man auch daran gedacht, dass, wenn ein Kreuzer doch mal trocken fallen sollte (hauptsächlich in der Nordsee), der Seitenpropeller über die Schräge zwischen Kiel und Rumpf nicht herausschaut.


    http://www.shipspotting.com/gallery/photo.php?lid=2688447


    Bei den späteren Dreischraubern wie der alten Berlin-Klasse kam dann die große Feuerlöschleistung dazu, die Pumpe ist direkt mit der Mittelmaschine verbunden. Das Getriebe wird elektrisch weg- und die Pumpe pneumatisch zugeschaltet, sodass mit dem Fahrhebel der Mittelmaschine dann über die Motordrehzahl die Fördermenge geregelt wird. Mit den Seitenmotoren kann weitgehend normal manövriert werden, wenn die Monitore seitlich dann auch gegenläufig gefahren werden (nicht beide in eine Richtung ausser gerade achteraus, sonst fährt man im Kreis :) ).


    Beim Zweischrauber hat man immer die volle Leistung und muss nicht noch eine Mittelmaschine starten.


    Bei der alten Eiswette-Klasse ist ja auch ein Feuerlöschmonitor eingebaut. Eiswette und Fritz Behrens (Bauj. 1980/81) hatten einen Anschluss an Deck auf dem Vorschiff, der Monitor konnte aufgebaut werden, bei den Kreuzern ab 1985 wurde ein Monitor fest eingebaut (V. Leiss und Minden vorne an Deck, bei allen Nachfolgern dann achtern auf dem Brückendeck). Die Feuerlöschpumpe war bei allen Chargen an der Stb.-Seitenmotor angekoppelt und zuschaltbar. Bei den ersten beiden stand dann nur die Bb.-Maschine zum Manövrieren zur Verfügung, bei den späteren Kreuzern waren dann Modulationsgetriebe verbaut worden, sodass man auch die Stb.-Maschine zum Fahren hatte und ganz normal manövrieren und den Kreuzer auf Position halten kann. Der Rückstoß der Feuerlöschleistung spielt bei dieser 23,3m-Klasse keine so große Rolle wie bei den 27,5m-Berlin-Klasse.


    So, nun ist genug Text von mir, viel Spaß beim Lesen und allen einen Guten Rutsch ins neue Jahr :):cool:

    Viele Grüße aus Laboe


    Dirk

  • Schönen guten Morgen liebe Freunde,


    zunächst einmal herzlichen Dank für die freundlichen zustimmenden Daumendrücker und natürlich auch für die Beiträge Dirk und Dirk. :)


    Die Frage nach der Motorenzahl, bzw. dem dritten (Mittel-) Motor in der Berlin-Klasse ist mit der Antwort des Betriebs des Löschmonitors sehr schlüssig beantwortet - darauf wäre ich allerdings nie selber gekommen und so steht's auch nicht bei Wikipedia drin, insofern einfach super einen ausgewiesenen Fachmann und Insider dabei zu haben. :thumbsup:


    Der gestrige Abend galt zunächst den beiden Grätings beiderseits des Deckshauses und im Schwerpunkt dem Gabelmast. Dieser besteht aus U-Profilen, die stumpf auf ein planes Formteil gesetzt werden werden, sowie einer Stenge mittig des sechseckigen Antennenkorbs. Habe versucht, anhand der Bilder, die ich im Urlaub gemacht hatte, die Antennenanordnung etwa sinngemäß hinzubekommen, bin allerdings aufgrund der nächtlichten vorgerückten Stunde dann doch irgendwann ins Bett gegangen und demzufolge noch nicht ganz fertig geworden.


    Hier der bisherige Zustand:




    Bis die Tage, liebe Grüße
    Peter

  • Schönen guten Morgen zusammen,


    ich darf erneut für die zahlreichen Likes danken, schön, dass Ihr dabei seid! :)


    gestern habe ich den Löschmonitor nebst der zugehörigen Plattform und die Bestuhlung im Fahrstand gebaut. Da ich im Fundus noch das ein - oder andere LC-Teil liegen habe, habe ich etwas improvisiert.
    Hier zunächst der Löschmonitor:



    und zwei Makros des Fahrstandes (wobei derartige Vergößerungen schon immer etwas bitter sind... ;) )




    Nun werde ich noch eine Runde joggen gehen (die letzte Runde in 2019) und mich dann an die Vorbereitung des Fondues begeben... ^^


    Ich wünsche Euch an dieser Stelle schon einmal einen guten Start ins Jahr 2020, kommt gut rüber und für das Jahr selbst, dass Ihr gesund bleibt und möglichst viele Eurer Wünsche in Erfüllung gehen.


    Liebe Grüße
    Peter

  • Hallihallo liebe Freunde,


    zunächst allen ein frohes neues Jahr auch an dieser Stelle und erneut vielen Dank für die Knopf-Drücke! :)


    Zwischenzeitlich habe ich die seitlichen Suchscheinwerfer beiderseits des Fahrstandes, einige Luken, aber vor allen Dingen das Tochterboot "Butscher" gebaut. Butscher steht gem. der DGzRS Homepage für "pfiffiger Junge" in mecklenburgischem Akzent.


    Hier einige Bilder der Bauphase, ohne weitere Kommentierung:






    und die/der Butscher an Bord in seiner Wanne:




    War recht fummelig, auch durch die ausgestichelten Fenster, man erkennt aber jedenfalls, was es sein soll. ;)


    Liebe Grüße
    Peter

  • Moin Peter,


    klasse gebaut :thumbsup:
    Gut dass Butscher ein "rettendes s" im Namen hat, das könnte sonst auch missverstanden werden (Butcher engl: Metzger/Schlachter) :D


    Viel Spaß beim Finale!


    Grüße


    Lars

  • Hallo Freunde,


    ganz lieben Dank allen Likern. :thumbup:


    Unterfeuer: danke Nils! Schön, dass Dir der SRK gefällt! :)
    @DirK. herzlichen Dank für das Bild! :)
    Lars: ohne "S" wärs leicht anders - in der Tat. Danke für Deinen Zuspruch, der Endspurt ist tatsächlich eingeläutet. :)


    sodele, gestern kamen die Relings, handgeschnitzt aus LC-Teilen, Poller, das Gestänge über der Tochterbootwanne hinzu.
    Es fehlen jetzt im Grunde noch die Fender am Bugschanzkleid, die Beflaggung und etwas Takelage, die ich mit Wonderwire umsetze.


    Hier schon mal ein Vergleich zwischen dem SRK Vormann Jantzen und dem Probebau des SK Theodor Heuss, die ich mal für Friedrich Pohl gebaut habe. Dabei sieht man schön, dass die Grundstruktur der Rettungskreuzer im Grunde dieselbe ist, trotz des zeitlichen Bauabstands von gut 30 Jahren bei den Originalen.




    bis denne
    Liebe Grüße


    Peter

  • Schönen guten Abend Freunde,


    die oben angesprochenen Teile sind nun an Bord und damit habe ich dieses schöne Modell fertiggestellt.
    Henning, ganz herzlichen Dank wieder einmal für das Bereitstellen einer Deiner Konstruktionen, auch, wenn es länger dauerte, als ich beabsichtigte, so hat mir der Bau dennoch sehr viel Spaß gemacht und ging absolut entspannt von der Hand, da sehr passgenau.


    Müßte im Grunde nun noch die ursprüngliche Eiswette I bauen, damit der Unterschied unmittelbar sichtbar wird, Henning hat diesen Vergleich bei seiner Vorstellung des SRK Hannes Glogner schon vorgenommen, so dass man sich dort auch ein Bild davon machen kann.


    Hier ist nun der SRK Vormann Jantzen - einmal solitär:




    und einmal an seinem letztendlichen Liegeplatzunter der Haube und in Gesellschaft früherer kleinerer Modelle, die ich irgendwann mal auf der Schneidmatte hatte:



    Ich danke noch einmal ganz herzlich für Eure Teilnahme/Eure beiträge an diesem Baubericht und für die vielen Likes - werde beizeitzen mit einem neuen Baubericht loslegen, bis dahin, schönen Abend und liebe Grüße


    Peter

  • Moin Peter!
    Herzlichen Glückwunsch auch von mir, Du hast das Modell phantastisch umgesetzt und photografiert! Du weckst in mir das dringende Bedürfnis, auch einen SRK anschneiden zu müssen...