[FERTIG] Geleitboot 55 - Fregatte Kl. 120 / F220 KÖLN / Whv-Lehrmittelinstitut / 1:250

  • Moin, moin zusammen,


    @ Harald, Ralph und Fiete: Na, na.......verteilt man nicht zu große Blumensträuße...aber ich freue mich natürlich, wenn das alte Fregattenschiff gefällt :)!


    Heute auch nur Fuddelarbeit. Reling abmessen, zugschneiden, dreimal abgeschnitten noch zu kurz....once more again.....anpassen, anpassen, anpassen......passt! Der Bereich der beidseitigen 40 mm BOFORS-Seitendecks bis um die Rettungsinseln herum und ein Deck höher an Stb.-Seite der "Anstieg" am Schornstein vorbei bis zur oberen Brücke - ich sag` mal "Admiralsbrücke" für den taktisch-strategischen "General...neeee....Admiral Overlook" :D .


    Dazu kam dann noch das letzte Feuerleitgerät auf dem obersten Deck vor dem Mast. Die Anzahl der restlichen, noch zu verbauenden Teile ist bereits mehr als übersichtlich. Es fehlen noch die Reling auf dem Hauptdeck und noch ein paar Positionen aus meiner Detaillierungsliste......ich habe noch ein paar Sachen auf den Fotos entdeckt, die ich mir zurechtschnitzen muss......so ein paar Kleinigkeiten.....


    Gruß von der Ostsee und der obligatorische Dank an alle "Daumenheber" :thumbup: !
    HaJo

  • Ich habe Schwierigkeiten, mir vorzustellen, wie das mit den Minenschienen im Bereich der Torpedorohre funktioniert haben kann. Wurden die Torpedorohre entfernt, wenn hier Minen gelagert werden sollten ? Im späteren Ausbauzustand waren im Bereich der Torpedorohre keine Minenschienen mehr.

  • Ich habe Schwierigkeiten, mir vorzustellen, wie das mit den Minenschienen im Bereich der Torpedorohre funktioniert haben kann


    Moin Henning,
    Du nimmst mir die Frage aus dem Gehäuse meiner Kauleisten ... es muss dafür doch ein Lager gegeben haben und dann auch die Möglichkeit des Nachladens und überhaupt der Bedienung?
    Egal, ich sehe es hier als Warmlaufen von Hajo für den ganz grossen Wurf; sozusagen als Start-Up für die endgültige Version dieses schönen Entwurfs deutscher Büros für Marinerüstung; obwohl die Schönheit der Linien auch seinen Nachteil hatte; wie mir berichtet wurde, nahmen die oftmals soviel Wasser vorn, dass weder die 100- noch die 40-mm-Waffen einsatzfähig waren ... :D
    Mit einem lieben Gruß
    Wilfried

  • Moin, moin Henning,


    da fragst du was......allerdings war ich auch schon darüber gestolpert, als ich "meine" Minenschienen aus Draht angebaut habe.


    Meine Gedanken zum Thema: Das Modell der Torpedorohre ist ja ausgetauscht worden. Zuerst waren die langen Rohre verbaut, wobei anfangs die KÖLN nur die vorderen beiden langen Rohre hatte. Später waren es vier lange Rohre, wobei die hinteren Rohre ziemlich weit hinten und unter dem 40 mm BOFORS-Seitendeck positioniert waren. Der große Abstand wurde zum Nachladen der Torpedos benötigt. Auf den alten Fotos ist nicht zu erkennen, ob unter den langen Rohren noch die Minenschienen verliefen, weil alles im Schatten verschwindet; manchmal meine ich zu erahnen, dass sie da sind. Die langen Rohre werden am LI-Modell wohl vorne seitlich für den Schuß herausgeschoben, sind also nicht auf einer Drehlafette gelagert - am Original hatten die langen Rohre wohl auch eine Drehlafette. Das vordere, seitliche Herausschieben der Torpedorohre wurde auf den Schnellbooten der Kl. 149 (SILBERMÖWE, STURMMÖWE etc.) des alten 1. SGschw so praktiziert, vielleicht hat das den Konstrukteur des Modells dazu animiert, das auch so darzustellen. Dann kamen die kurzen Rohre auch auf einer Drehlafette, wobei das hintere Rohr jeweils dicht hinter dem vorderen Rohr stand und nicht mehr unter dem 40 mm BOFORS-Seitendeck. Zum Nachladen der vorderen Rohre wurden die Torpedos durch die hinteren Rohre durchgeschoben bis ins vordere Rohr.


    Es kann sein, dass die Rohre (theoretisch) abbaubar gewesen sind, zumal sie eine Menge Platz auf dem Seitendeck verbrauchten und damit die Minenlegekapazität schon reduzierten. Später, bei den kurzen Rohren, spielte das wohl keine Rolle mehr. Die Minenschienen wurden im Bereich der kurzen Torpedorohre entfernt, die Minenlegekapazität reduziert - wohl auch aufgrund der schlechten Stabilität und der erheblichen Festigkeitsprobleme bei diesen Schiffen. Die Minenbeladung an Oberdeck verschlechtert die Stabilität und belastet die schiffbaulichen Verbände, gerade bei Seegang nicht unerheblich. Die Minenlegerolle für diese Schiffe war m.E. auch eher untergeordnet. Es wurden Ujagd-Torpedos Mk 44, später wohl Mk 46 verschossen.


    Das dazu....aber ich bin dazu auch nicht gerade der Fachmann......



    Nachtrag: Gerade bekam ich das Buch von Gerhard Koop "EMDEN. Ein Name - fünf Schiffe". Man kann erkennen, dass auch die ersten langen
    Torpedorohre wohl Drehlafetten hatten. Inwieweit aber die Minenschienen auf den beiden Seitendecks ggf ganz nach vorne liefen, läßt sich auf den Fotos auch nicht erkennen. Gem. Koop gab es ungefähr 110 m Minenschienen, also zweimal die halbe Schiffslänge. Zumindest hätte man damit die Minenschienen bis ganz nach vorn aufbauen können. Ich gehe aber inzwischen davon aus, das dies aus Stabilitätsgründen nicht der Fall war. Man war ja bei diesen Schiffen stets bestrebt, "unnötiges" Material von Bord zu nehmen - Stb. Kutter nebst Davits, seitliche ECM-Töpfe im Mast nebst Plattformen, Heckanker, vorderes Feuerleitgerät. Auch die zur Verbesserung der Festigkeit der Schiffe durchgeführten Verstärkungsmaßnahmen führten zu einer Gewichtszunahme, die entsprechend kompensiert werden musste.


    Gruß
    HaJo

  • Moinsen,
    ich versuche mal mit ein paar Originalfotos den Text von Hajo zu illustrieren ...



    Hier die F223 KARLSRUHE in einer sehr frühen Ausführung; Minenschienen; ECM-Töpfe, keine Torpedorohre, die 4-cm-Bofors Einzelflaks noch ohne die Mehrladeeinrichtung; bitte die Decksfarbe beachten - zwischen Schornstein und Aufbau Richtgeräte.
    Noch ein kleiner Hinweis; die ausklappbare Plattform bei dem 4-cm-Bofors Einzelgeschütz ...



    Fregatte F225 BRAUNSCHWEIG nach erfolgter Modifizierung; keine ECM-Topfe; Mehrladeeinrichtung bei allen 4-cm-Bofors; Minenschienen und 2 Torpederohre; mittig der Minenschienen.



    F221 EMDEN in bewegter See; letzter Umbauzustand; vergrösserter Lüfter; geänderte Richtgeräte mit anderen Reflektoren; offene Brücke mit Spritzwasserschutz; Torpedorohre zum leichteren Nachladen entsprechend positioniert; vermutlich keine Minenschienen, aber eventuell Wabo-Ablaufgeschirr...



    Hier eine schöne Seitenansicht der EMDEN; Fotos: PIZ Flensburg, Sammlung wi.


    Zieht die Bilder entsprechend gross auf; sie sind dafür vorgesehen ...
    mit einem lieben Gruß
    Wilfried

    Edited once, last by Ehemaliger Benutzer 167 ().

  • Moin Wilfried


    tolle Fotos von diesen Einheiten, dabei stolpere ich noch über etwas anderes: Henning baut ja gerade an seiner Neukonstruktion der Emden und hat sehr schön die Rundung der Bordwand zum Deck ausgearbeitet. Wenn man sich das letzte Bild der Emden ansieht, hat man den Eindruck, dass der Bereich vor der Ankertasche zum Bug hin eben keine Rundung aufweist. (?).
    Ansonsten eine tolle Abhandlung bisher, man lernt viel dazu als Landratte.


    Liebe Grüße
    Robi

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.


    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.


    I´m a Billiever, #17, Go Buffalo

  • Moin Robi,


    mit der Rundung Oberdeck/Bordwand am Bug hast du Recht. Von der Decksklüse bis etwas über die Hälfte des Wegs zur Bugspitze noch eine minimale Rundung, der Rest hat Kante. Habe dir zwei Fotos geschickt.....äh...Henning baut die LÜBECK.....!


    Wilfried: Danke für die schönen Fotos :thumbup: ........aber ganz genau kann man auch nicht erkennen, ob im Bereich der Torpedorohre noch Minenschienen waren.


    Gruß
    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Wenn man sich das letzte Bild der Emden ansieht, hat man den Eindruck, dass der Bereich vor der Ankertasche zum Bug hin eben keine Rundung aufweist. (?).


    Ich sach mal so, Robi - solte man genauso handhaben - tun sich alle leichter ... ist mir auch schon aufgefallen; auch hier zeigt sich wieder, warum das Betrachten von Fotos und noch mal anschauen und noch einmal ... und man muss natürlich auch die Möglichkeit haben, die Bilder des Originals in Augenschein zu nehmen .. für mich ist es 3/4 an Zeit für eine Konstruktion.
    Der Rest ist Fleissarbeit .. :D

  • .aber ganz genau kann man auch nicht erkennen, ob im Bereich der Torpedorohre noch Minenschienen waren.


    dann blas mal Foto zwei auf ..wenn die Sockel nicht zwischen den Schienen stehen .. tssss - den dunklen Sockel wirst Du nicht durch die Balkenbucht erklären können ... :D

  • Moin, moin Wilfried,


    wenn man Foto zwei aufbläst sieht man doch ganz genau, dass der Decksmeister die Torpedorohrsockel mit Basaltgrau abgesetzt hat.....man sieht doch jeden einzelnen Pinselstrich... :D....nee, du hast völlig Recht, die Minenschienen gehen in der Frühzeit der Geleitboote ganz nach vorne bis ans Schott heran :thumbup: . Aber so ist das.....zehnmal ein Foto betrachtet und immer noch nicht alles entdeckt. Ich denke, dass man erst mit dem Umbau auf die kurzen Torpedorohre dann die Schienen in diesem Bereich weggenommen hat.....wie gesagt.....Stabilitätsprobleme.


    Gruß
    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Ahoi HaJo,


    Du sprichst ja von langen und kurzen Torpedorohren. Warum gab es da unterschiedliche Längen ? Ich dachte, die 533 mm Torpedos wären alle gleich lang ?


    Und was ich noch sagen wollte: Dein Geleitboot sieht klasse aus ^^



    Gruß
    Jo

    Meine bisher gebauten Modelle sind hier abgelichtet :)

  • Moin, moin Jo,


    ja, es handelt sich hier um amerikanische Ujagd-Torpedos vom Typ Mk 44 bzw. Mk 46. Die haben zwar einen Durchmesser von 325 mm, waren aber deutlich kürzer als z.B. die auch weiter nach dem 2. WK verwendeten dt. Standardtorpedos vom Typ G7e (die wurden in der neuen Bundesmarine für viel Geld vom ehem. Gegner zurück gekauft.....dieser hatte sie "erbeutet"...). Wie es aussieht, konnte der dünnere Mk 44 wohl auch aus dem 533 mm-Torpedorohr verschossen werden. Das verwendete Ujagd-Torpedorohr ToRo UJ 2 (lang/kurz) wird in der Literatur mit 533 mm Durchmesser angegeben.


    Mk 44 bzw. Mk 46 nennen sich auch Leichtgewichttorpedos und können auch von Luftfahrzeugen (Sea Lynx, P3 C, Breguet etc.) aus zur Ujagd eingesetzt werden.



    Gruß
    HaJo
    Fotos Wiki

  • Hallo,
    wer sagt, dass man beim Modell nichts lernt. Dass die BM die alten Torpedos der KM zurückkaufte dürfte jemand, der nicht direkt bei der BM war, gewusst haben.
    Ulrich

  • Moin, moin zusammen,


    am Geleitboot KÖLN leider nicht viel geschafft. Aufgrund des sonnigen aber auch kalten Wetters war Gartenarbeit angesagt, die Autos wurden wieder mit Winterreifen versehen und ich musste noch Restarbeiten mit Fugenkelle und Zement an der in unserer Dependance neu eingebauten Haustür erledigen.


    Beim Whv`ner Modell fehlt bogenmäßig der Zugang zum obersten Feuerleitdeck in Form der Leiter an Stb.-Seite; dann musste der Zugang zum Feuerleitgerät noch mit Reling versehen werden. Desweiteren fehlten die Griffstangen an den Wänden - all dies habe ich ergänzt. Und dann gefielen mir bei Hennings Neukonstruktion die Bedienstände für die Spille....ein schönes Detail, das bei meinem Modell auch nicht fehlen sollte...also kurzerhand selbst hergestellt und mit Ätzteil-Handrad versehen. Das war es auch schon.....wie gesagt nicht viel....



    Gruß von der Ostsee
    HaJo

  • Moin, moin zusammen,



    @ Jochen und Ulrich: Es freut mich, dass euch das alte Geleitboot aus diesem alten Bogen gefällt - danke :thumbup:!
    Und allen "Likern" ebenfalls ei herzliches Dankeschön :)!


    Ja, mühsam ernährt sich auch dieses Eichhörnchen. Die Detailarbeiten halten auf, kosten viel Zeit und man hat das Gefühl, nichts.....aber auch wirklich nichts geschafft zu haben. Heute (bereits gestern vorbereitet) habe ich 6 Leinentrommeln gebaut und auf den Decks verteilt, wobei ich bzgl. der Standorte noch einmal die mir vorliegenden Fotos ausgewertet habe.


    Weiter habe ich 2 gelbe Rettungsringe ergänzt; denn so ziemlich überall dort, wo später die Rettungsboje U-förmig hing, war zuerst auch ein gelber Rettungsring nebst Halterung angebracht. Die 2 Rettungsringe beidseitig neben dem vordersten HSA-Feuerleitgerät, sind auf den meisten Fotos von den Brückennocken verdeckt und damit nicht zu erkennen.


    Und die beiden Davitspaare/Kutter haben jeweils noch eine Bootswinde bekommen. Die Form entspricht zwar nicht so ganz den Originalen, aber klar ist, dort steht beidseitig eine Winde. Leider verschwimmen die Umrisse bei den Vergrößerungen.......was soll`s.....für mich langen die zwei alten Winden-Dergel :D ......sogar mit Bedienhebel für`s Fieren und Heißen.......modellbauerische Freiheiten soll man sich ruhig nehmen. Baue ich neu, dank Hennings Baubericht weiß ich jetzt genau, wie die Dinger aussehen müssen :thumbup: !


    Noch ein Wort zum Thema Oberdecksklüsen und Anker. Bei vielen Kriegsschiff-Modellen liegen die Anker direkt an, oder noch vor der Kante zur Oberdecksklüse. Beim Original kann mit so einer Konstellation nicht geankert werden, denn der Anker müsste sozusagen "angeschoben" werden, um in die Klüse zu fallen und dann aussenbords. Dafür ist er natürlich zu schwer. Der Anker muss an Oberdeck so auf dem Klüsenrand liegen, dass sein Gewichtsschwerpunkt über den Klüsenrand hinausreicht.....also der Anker liegt deutlich über dem Klüsenrand. Wenn dann die Kettenstopper gelöst sind und mit dem Spill Lose auf die Ankerkette gegeben wird, kippt er nun ganz von alleine in die Klüse, dreht sich dabei (dafür sorgt die Form der Klüse) und hängt dann aussenbords. Beim Hochholen zieht er sich dann von alleine wieder in seine Ruheposition.


    Gruß von der Ostsee
    HaJo

  • Ahoi HaJo,


    Deine Fregatte sieht sehr schön aus, auch die beiden Bootswinden gefallen mir. Ich würde sie so belassen, wie Du sie gebaut hast. Sie passen gut zum Modell.
    Aber es ist natürlich Deine Entscheidung.


    Viel Spaß beim Weiterbau.


    Gruß
    Jo

    Meine bisher gebauten Modelle sind hier abgelichtet :)

  • Moin, moin zusammen,


    @ Jo: Ich habe die Bootswinden nur marginal am Modell überarbeitet und im Prinzip so gelassen - der angedachte "Abriß" hätte wohl zu Kolateralschäden geführt....


    ....ja Schäden......gestern am späten Abend wollte ich das Modell nur noch einmal kurz zum Arbeitsplatz bringen und was "gucken"...der Mast lag lose oben auf (weil noch nicht fertig), da purzelte er auf den Teppichboden......hatte ihn dann auch sofort gefunden....."knacks" machte es unter der "96 kg-Fußpresse" :evil:.......nun....gleich aus dem Archiv den zweiten alten Bogen geholt, eingescant....den neuen Mast in Arbeit genommen....man soll doch abends mit der Bastelei rechtzeitig aufhören und das Modell in Ruhe lassen.....Fotos vorher/nachher :D ......inzwischen kann ich auch wieder lachen.....aber schon sehr ärgerlich, denn da steckt viel Arbeit in so einem aufgepepptem Gitterwerk.

  • In den letzten Tagen wurden dann noch Back und Schanz mit Reling "eingezäunt", der Wellenbrecher bekam seine rückwärtigen Stützen und alle Flaggenstöcke wurden gebaut und angebracht. Die beiden Bootswinden wurden ohne Abbau marginal überarbeitet. So langsam biege ich nun auf die Zielgerade ein....ach so....der Mast Nr. 2 hat jetzt ersteinmal Vorrang.....


    Gruß von der Ostsee
    HaJo

  • wunderbar HaJo ! Und das mit dem Mast kenne ich, war nur früher das Schrecklichste was einem passieren konnte. Da gab es noch keine Scanner ( nur für die jüngeren von uns )
    Gruß Harald Steinhage


    Das mit dem wunderbar bezieht sich natürlich nicht auf die Fußpresse

  • Hallo HaJo,
    ich habe mir angewöhnte, solche Einzelbaugruppen in ein Schälchen zulegen, solange sie nocht nicht fest angebracht sind. Aber das mit dem Knacks kennt wohl fast jeder Modelbauer.
    Ulrich

  • Moin, moin zusammen,


    @ alle: Vielen Dank für die aufrichtige Anteilnahme ^^......Gott sei Dank passieren mir solche "Unfälle" nur relativ selten....
    @ Jo: Neee.......das war noch der alte Mast (so ein Foto ist für den Nachbau sehr hilfreich...)....heute ist der neue Mast aber fertig geworden.


    Ja, linkes Bild: alter Mast........rechtes Bild: neuer Mast.......den kann man wohl so nehmen und dann auch verbauen.....



    Gruß von der Ostsee
    HaJo

  • Moin, moin Ulrich,


    aus der Marinefernmeldeanlage an Land wird nichts - das obige linke Foto in meinem letzten Beitrag zeigt den alten Mast vor dem "Unglück". Aber deine Idee hat was und erinnert mich an den Mastenwald der Landanlagen des ehem. Kommandos Marineführungssysteme in Wilhelmshaven, das inzwischen zum vor einigen Jahren neu aufgestellten Marineunterstützungskommando gehört.


    Der alte Mast hat sich zerlegt - meine "96 kg-Fußpresse" hat da ganze Arbeit geleistet. Nur die beiden Radargeräte und den ECM-Topf konnte ich gänzlich oder in Teilen wieder verwenden.


    Gruß
    HaJo

  • Moin, moin,


    @ Jochen, Klaus-D., Fiete: recht herzlichen Dank für den Zuspruch :thumbup:! Den neuen Mast behandel ich jetzt aber wie ein rohes Ei ^^ .....


    Ein Stück der Zielgeraden abgearbeitet. Auf dem Bogen des Geleitbootes fehlen die Signalscheinwerfer für die beidseitigen Signalstände (direkt über den Lufteinlässen der Gasturbinen) und die länglichen Kisten für die BOFORS 40 mm-Ersatzrohre. Bei den drei Jahre später erschienenen Bögen der beiden Whv`ner Tender war beides dann dabei - also fix beim alten Tender A58 RHEIN adaptiert.......der Dampfer war schließlich auch für fast drei Jahre mein "Zuhause"......schöne Kammer gehabt.....Sitzecke, Kühlschrank (mit Befüllung durch den Messegasten), Fernseher......und Dauerwächter (brauchte keinen Wachtörn gehen) :thumbup:


    Den ganzen Krempel dann angebaut, dazu noch ein Foto der etwas modifizierten Bootswinde.


    Gruß von der Ostsee
    HaJo

  • Bist du sicher, dass die Signalscheinwerfer auf Säulen standen ? Bei meinem Plan sieht es so aus, als stünden sie auf einer Plattform in Höhe Oberkante Schanzkleid.

  • Moin, moin Henning,


    du hast wohl Recht, bei der Draufsicht des Generalplans könnte das eine kleine Konsole - befestigt am Schanzkleid - sein. Bei den Fotos des Wolf `schen Modells die ich habe, kann man das nicht so genau erkennen. Aber auch die Konsole am Schanzkleid muss m.E. nach unten unterstützt sein, denn so ein Scheinwerfer-Teil ist eigentlich kein Leichtgewicht.


    Ich lasse das jetzt an meinem Geleitboot so, denn am alten LI-Modell stimmt so allerlei hinten und vorne nicht (z.B. ist der Schornstein auch zu hoch.....) - da spielen die Signalscheinwerfer dann auch kein "Rollo" mehr.... 8o. Es könnte auch sein, dass die von mir adaptierten Scheinwerfer einen Ticken zu groß sind......andererseits wurden ja auf allen Schiffen die gleichen Standardgeräte genutzt.


    Gruß
    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Moin, moin zu vorgerückter Stunde,


    zuerst geht mein Dank an alle "Daumenheber" :thumbup: - zur Zeit nur noch Detailarbeit, die aufhält und eigentlich sieht man nichts.
    Auch ich habe etwas weiter gebaut und werde wie Henning das bis dahin wohl auch fertig gestellte Geleitboot mit nach Bremen nehmen. Dann können die "ungleichen Schwestern" einmal nebeneinander gestellt werden - dabei muss man bedenken, dass zwischen diesen beiden Konstruktionen bummelig mal eben 60 Jahre liegen......


    Das ganze Wochenende habe ich mich noch einmal mit den beiden Motorkuttern und ihren Bootsaussetzvorrichtungen beschäftigt........so ein paar Riemen aus Wilfrieds Bogen der Schulfregatte SCHARNHORST mit etwas farblicher Nachbehandlung.......10 Manntaue mussten aus 0,1 mm Kupferdraht aufgeschossen und angepönt werden.......Blöcke, Ketten, Farbarbeiten usw. Die Motorkutter sind ja die Whv`ner Uraltversionen, wie sie auf dem Hochseeminensuchboot, dem Zerstörer Z27 und eigentlich fast auf allen Dickschiffen zu finden waren, bevor in diese Bögen dann die entsprechenden "Zusatzausrüstungen" mit den überarbeiteten Kuttern eingearbeitet wurden. Insofern musste man da was machen......hat sich aber gelohnt......finde ich.


    Es bleibt jetzt "nur noch" die Ausrüstung des Mastes, so einige Antennen, Dampferlichter vorn und achtern......und die Seeflagge. Schaun wir mal......



    Gruß von der Ostsee
    HaJo

  • Moin, moin zusammen,


    @ Torsten: Danke :thumbup: ! Gerade bei den alten Whv`ner Kuttern kann man mit so ein bißchen Gedöns drumherum das Betrachterauge etwas ablenken und die "schlichten" Kutter fallen nicht mehr so auf....... :whistling:.


    Weiter ging es mit den Dampferlichtern. Das vordere Licht steht auf dem Ujagd-Raketenwerferdeck auf einem "Stecken". Später, als die Schiffe dann noch ein extra Navigationsradar auf dem kleinen Deck über dem Steuerstand bekamen, wanderte auch das vordere Dampferlicht dorthin. Die zwei weiteren oberen Dampferlicher (eins Reserve?) stehen vorne auf der mittleren und oberen Mastplattform - ergänzt habe ich noch einen "Ring" um den ESM/ECM-Topf.....ggf. ein Schutzring/Abweiser um die doch etwas empfindliche Antenne in ihrem Dom.


    Der Schornstein hat beidseitig jeweils die Antennenhalterung für die langen Stabantennen bekommen und schlussendlich für gestern die Hecklaterne am Flaggenmast für die Seeflagge. Die beiden Bb.- und Stb.-Positionslaternen hatte ich schon rechtzeitig beim Bau des Aufbaus in die beiden Aufbauecken eingepasst......jetzt wäre das wohl zu spät gewesen........Weiter geht es nun mit Rahen, Stengen und Konsorten am Mast - erst wenn der völlig fertig ist, werde ich ihn aufsetzen und entsprechend verkleben.



    Gruß von der Ostsee und mein Dank geht an die Liker, aber auch an die ganz stillen Mitleser
    HaJo

  • Moin, moin zusammen,


    eine kurze Wasserstandsmeldung vom Mast-Bau.....es fehlen immer noch ein paar Rahen und Stengen am oberen Ende......und es muss auch noch gepönt werden. Da meine Konzentration für heute aber deutlich nachgelassen hat, breche ich ab.........


    Anbei die Fotos vom heutigen Zustand des Gittermastes. Wie der Kenner sieht, befindet sich an der Bb.-Seite des Mastes kein ESM/ECM-Dom wie auf der Stb.-Seite, es war anfangs dort eine andere Funk-Meß-Antenne installiert, aber nur auf der KÖLN. Sie stammt wohl aus der Erprobungszeit und ich habe nur zwei Fotos der KÖLN mit dieser Antenne entdeckt..........in der MÖWE, der Hauszeitschrift des Lehrmittelinstituts. Auf dem Foto befindet sich das Wappen der Stadt Köln noch an der Bugspitze, mit dem Wappen an dieser Stelle ist die KÖLN auch vom Stapel gelaufen.



    Gruß von der Ostsee
    HaJo