Panzerschiff Duilio (1876), 1:200 von Modelik

  • Eine Frage an die Experten, die sich schon mal mit der Duilio beschäftigt haben. Ich kann dieses Teil nicht zuordnen:

    Es sieht aus wie eine Luke, der Streifen mit dem kurzen weißen Ende (Klebelasche) soll als Rand unter die Rechteckfläche geklebt werden. Der Nummer nach würde ich es im Bereich zwischen hinterem Turm und Aufbau vermuten, da dort dieser Nummernkreis verarbeitet wird. In der "Bauanleitung" heißt es nur lapidar, es solle auf seine Markierung geklebt werden. Die finde ich aber bisher nicht und aus der Form des Teiles kann ich mir logisch keine passende Lage vorstellen.

  • Ein Zwischenstand:

    Mit etwas Geduld, Spucke und Abstand kommt manchmal die Lösung. Ein gründliches Absuchen meines zusätzlichen Modellplanes brachte die Lösung für das mysteriöse Teil. Wie schon fast vermutet soll es ein Oberlicht darstellen. Seine Lage ist vor dem Aufbau am Heck zwischen den beiden Niedergängen und dem Fuß des hinteren Schornsteines. Die entsprechende Markierung auf dem Deck fehlt. Hier die Ansichten von Steuerbord

    und Backbord (...da muß ich noch Klebstofffäden wegputzen!)

    Ansonsten habe ich mich bemüht, die alle relevanten Kleinteile unter der Manöverbrücke zu montieren, bevor ich sie fest aufsetze. Dies sind zwei Verholwinschen vor dem Heckaufbau, Ventilstutzen und etliche Krankentragen/Bahren. Damit habe ich hoffentlich keine Probleme mit späterer, unnötiger Fummelei. Jetzt kann die Manöverbrücke ihren Platz finden. Bei so vielen Paßpunkten unterhalb und auf der Brücke gibt es schon mal an der einen oder anderen Stelle Probleme mit Fehlern oder Genauigkeiten. Am Heckschornstein zeigt das Unterteil des Lüfters einen deutlichen Versatz zu seiner Fortsetzung auf der Brücke.

    Ein Fehler ist am vorderen Schornstein: Wo die Markierung die Lüfterfortsetzung anbietet, gehört dieser nicht hin, wie man sieht. An dieser Stelle steht ein recht dickes Zusatzrohr vor dem Schornstein. Der Lüfter muß etwas weiter vor zum Bug versetzt werden. Habe ich wieder mal voreilig Teile verklebt. Weiterhin erfordern einige Rohre noch ein bißchen Ausrichtearbeit. Immerhin bekommt die Duilio allmählich ihre doch sehr charakteristische Silhouette.

  • Wieder ein Hinweis auf kleine Fehler bzw. Ungenauigkeiten im Modell:

    Die vier Aschefallrohre, je zwei pro Schiffsseite: Sie haben 4-mal dieselbe Form. Aber die vorgegebene Form paßt eigentlich nur bei den Fallrohren im vorderen Schiffsabschnitt; zum Heck hin greifen die Fallrohre über den Wasserlinienpanzer, was die vorgegebene Form nicht hergibt.

    Hier braucht es Improvisation.

    Im vorderen Bereich, genauso wie hinten, paßt die Lage der Montagefelder nicht zur nötigen Lage (hier montiert, aber noch nicht farblich nachbehandelt).

    Die Backbordseite und die Steuerbordseite


    Randbemerkung: Die Wanten zum Verspannen der Schornsteine sind bisher noch nicht fixiert, da sie noch einmal weichen müssen, um die Reling an der Kommando- / Gefechtsbrücke zu montieren.

  • Hallo Manfred,

    Zum Thema Ösen hätte ich etwas Senf beizugeben: Bei geätzten Löchern bestehen u. U. scharfe Grate, die Dir Deinen Faden bei ausreichender Spannung u/o Bewegung durchkauen. Evtl. mit einer Nadelspitze ausreiben. Ich selbst mache die Ösen, indem ich dünnen Draht um eine Nadel biege, und dann die Enden verzwirbele. So kriege ich eine kreisrunde Öse mit Gewindebolzen hin; das gibt dem Kleber besseren Halt.


    Gruß,


    Oliver

  • So langsam melde ich mich wieder nach längerer Abstinenz wegen Lustlosigkeit am Weiterbau zurück. Jetzt hat mich die Pappe wieder gepackt.

    Um mich wieder in den Bauzustand der Duilio hineinzufinden, fange ich mit eindeutigen Kleinteilen und klar durch ihre Nummernposition definierten Baugruppen an. So werde ich warm und komme langsam wieder in das Thema. Auch müssen die Finger wieder die nötige Geschmeidigkeit bekommen.


    Als erstes sind die Anker an der Reihe. Es gibt insgesamt sieben Stück auf der Duilio, am Heck drei Martinanker, davon zwei auf der Backbordseite ( Bild oben rechts im Rohbau), am Bug noch einmal zwei größere Martinanker (links oben im Bild) und zwei große Stockanker (im Bild unten, links montiert, rechts die dafür angebotenen Einzelteile). Der Schaft entsteht aus dem zusammenzuklappenden Kreuz (rechts im Bild). Theoretisch wäre vorgesehen, beispielsweise den Stock auf den Schaft zu schieben, wenn ich die Markierungen richtig interpretiere. Gleiches gilt für die Pflüge, die als ein zusammenhängendes Teil gedruckt sind. Da das nicht funktioniert, habe ich die Teile jeweils aufgetrennt, etwas verkürzt und stumpf angeklebt. Komplett montiert und eingefärbt sehen die Anker dann so aus:

  • Weiter geht es mit Kleinteilen (ich warte noch auf die Lieferung passender Ankerketten).

    Für den Zugang zur Kommandobrücke sind noch eine Treppe und eine Leiter zu bauen. In einem hellen Moment bin ich auf die Idee gekommen, den Abstand der Kommandobrücke vom Decksaufbau bzw. Hauptdeck zu messen und mit den zur Verfügung gestellten Teilen abzugleichen.

    Ich will ja nicht nörgeln! Aber es paßt nicht. Die Kommandobrücke sitzt zu hoch! Das ist allerdings ein systematisches Problem, das an vielen Stellen im Bausatz zu finden ist; das Aufaddieren der verschiedenen Kartonstärken ist in der Konstruktion nicht richtig berücksichtigt worden.


    Bei der Treppe vom Aufbau zur Kommandobrücke fehlen sieben Millimeter Länge.

    Im Bild sieht man unten die Teile, die der Bogen vorgibt, oben liegt meine in der Länge korrigierte Treppe. So paßt es wenigstens!

    Hier der Blick von Backbord und hier von Steuerbord: Bei der Leiter vorn fehlen vier Millimeter an Länge, wobei sich diese Leiter sehr viel einfacher entsprechend korrigieren läßt (Sie ist bisher nur provisorisch aufgestellt).

    Das große Spill vor der Leiter ist so ein spezieller Fall. Nach dem Bausatz soll es aus sechs Scheiben unterschiedlichen Durchmessers aufgebaut werden. Bei einer Kartondicke von 0,25 Millimeter ergibt sich da nicht viel an Höhe (...ein plattgedrückter Blechnachtopf?). Also habe ich das Spill aus dickem schwarzem Tonkarton freihändig mit einer Höhe von knapp 5,5 Millimeter gebaut, was der Höhenvorgabe in dem mir vorliegenden Bauplan entspricht. So sieht es schon eher nach einem ordentlichen Spill aus.


    Überhaupt der zusätzliche Bauplan! Ich denke ohne diese Informationen wäre ich nicht in der Lage, diesen Bausatz der Duilio zu bauen, weil sonst zu viele Informationen über Details, Formen und über die Lage von Teilen fehlten. Auch ist er hilfreich, um Maßabweichungen rechtzeitig zu erkennen und Alternativen zu basteln.

    Bin gespannt, was das noch für Überraschungen warten.

  • Und weiter gehts mit Kleinteilen.

    Es sind etliche Krankentragen zu bauen und auf dem Hauptdeck zu verteilen. Die Vorgabe ist jeweils ein Teil, bei dem die Füßchen abgeknickt werden sollen. Bei der Teilegröße sieht die Knickstelle einfach zu gigantisch aus, weshalb ich die Füsse abgetrennt und separat angeklebt habe.

    Hier ein Beispiel für aufgestellte Tragen hinter Turm A:

    Eine andere, diffizile Baugruppe sind die drei Deckspumpen. Im Bogen sieht eine Deckspumpe so aus:

    Schwungräder, Antriebsstange und Gegenlager sind aus einem Stück, welches U-förmig zu knicken wäre ( Teil 117a). Und, Fehler!, jeweils zwei Teile ergeben Vorder- und Rückseite. Geht leider nicht, da die rechteckige Mittelfläche asymmetrisch sitzt. Jeweils 2x Teil 117a hätte gespiegelt sein müssen, damit es paßt. Also bleibt nur Eigenbau übrig mit 0,5mm Kupferdraht und LC-Handrädern. Das Ganze ergibt dieses Bild: Weil die ganze Angelegenheit sehr empfindlich und wabbelig ist, die Stabilität über die Breite wird bestimmt vom Handlauf der LC-Teile, habe ich alle Pumpen auf einen Decksausschnitt montiert, u.a. auch weil die Markierung für die Position auf dem Deck nicht mehr zum Teil paßt. Eine Deckspumpe befindet sich steuerbordseitig neben dem vorderen Schlot, die anderen beiden Backbord und Steuerbord neben dem Aufbau achtern.

  • Jetzt will ich mal ein bißchen meckern bzw. ein Beispiel einschieben, welche "kleinen" Überraschungen einen bei diesem Modell erwarten. Zum Beispiel auf der Back. Dies ist ein Ausschnitt des Decksplanes, wie er im Modell enthalten ist. Dort kann man gut die Führung der Ankerkette sehen. Speziell an der Backbordseite ergibt sich ein Problem. In der Zeichnung ist genug Platz zwischen dem kleinen Deckskran und dem Objekt zwischen Kran und Luke, sodaß die Ankerkette dazwischen durchläuft. Der Ausschnitt des Bauteiles zeigt aber dieses Bild: Hier kann die Ankerkette nicht zwischen den beiden Bauteilen 142a verlaufen. Wobei die Markierung für 142a (gelbe Pfeile) falsch ist, den Teil 142 ist ein kleiner Kran, der aber jeweils außen an der Bordwand steht. Durch meinen Zusatzbauplan weiß ich, daß es an der fraglichen Stelle Öffnungen im Deck gibt. Dafür bieten sich die im Bogen vorhandenen Teile 146 /146a an, die jedoch nirgends dokumentiert sind. Das ist Fehler Nr. 1. Der gravierendere Fehler Nr. 2 ist jedoch, daß Führungsklüsen für die Ketten (Teil 99) etwas zu weit vorn sitzen, weshalb an der Backbordseite der Platz zu eng wird (an dem Pott gibt es fast nichts Symmetrisches). Der Aufwand, dies jetzt noch zu korrigieren ist mir zu hoch. Da aber das Teil 142a (richtig 146) Öffnungen in der Back darstellt, kann ich es verschmerzen, wenn dann eine Ankerkette darüber verläuft.


    Die Boote! Es gibt auf der Duilio insgesamt zehn Boote in acht verschiedenen Bootsvarianten. Die Dokumentation im Bogen über die Position der Boote sieht so aus: Und wieder mal Fehler! Ein Boot mit der Bauteilnummer 98 gibt es nicht. An dieser Stelle, Steuerbordwand des Heckaufbaues, hinten, ist auch kein Boot vorgesehen. Aussehen müsste es so:

    Dann enthält der Bogen vom Boot 87 (auf Turm B) zwei Stück. Achtern Steuerbord außen müsste es aber ein Boot des Typs vom Teil 89 sein, was jedoch nur einmal vorhanden ist. Für das Boot 89 auf Turm A sind keine Bootslager für die Turmdecke vorhanden. Usw., usw...


    Bisher fertiggestellt und montiert habe ich die Boote 87 und 88 auf Turm B. Hier waren Bootslager vorhanden, die aber weder zum Boot noch zur Turmdecke passen.


    Würde die Duilio nicht so skurril aussehen, hätte mich das Modell nie interessiert, aber so...... Die will ich fertigmachen (fertigstellen)!!!!!

  • ...manchmal hilft entspanntes Nachdenken etwas weiter.

    Meine Theorie:

    Der dokumentierte aber nicht vorhandene Bootstyp 98 ist ein Schreibfehler. Es sollte 89 sein, der aber nur einmal vorhanden ist. Wenn ich jetzt davon ausgehe, auf beiden Geschütztürmen befindet sich im wesentlichen die identische Bootsausstattung, die Dampfbarkassen (Bootstyp 93) sind auf beiden Türmen vorhanden, warum sollte es nicht auch für Typ 87 gelten, der ja auch zweimal vorhanden ist. Damit kann Typ 89 Steuerbord außenbords plaziert werden.


    Was bleibt, sind die fehlenden Bootslager für Geschützturm A.

  • Die Boote sind endlich fertiggestellt. Allerdings kann ich mich des Eindruckes nicht erwehren, daß sie eher nach dem Motto "Frei nach..." konstruiert sind. Entstehende Ähnlichkeiten sind sicherlich gewollt, aber nicht immer gelungen. Ich muß jedoch besser den Mund halten, ich kann es ja nicht besser, eher im Gegenteil. Also die Geschütztürme sind versorgt (hier von Steuerbord und von Backbord

    Die übrigen vier Boote hängen an Davids. Da ich diese erst viel später versuche zu bauen, kommen die Boote vorläufig in das Komponentenlager.

    Hier noch drei weitere Bilder:


    Inzwischen habe ich das Kettenmaterial erhalten und kann, nachdem ich sie bräuniert gabe, die Anker installieren.

  • Geschafft!

    Die Steuerbordseite hat nach einer nervenaufreibenden, mehrstündigen Fummelei ihre Anker bekommen.

    Die Planvorlage liefert dafür ausführliche Informationen. Die Anker mit ihren Ketten zu versehen ist nicht so wild, da die Kette groß genug ist. Etwas schwieriger sieht es mit den Sicherungsketten der Anker aus. Ich verwende eine Kette mit ca. 1,5mm Gliedlänge. An den Fixierungspunkten habe ich kleine Ösen aus 0,3mm Kupferdraht im Deck versenkt, an denen die Sicherungsketten mit kleinen Ringen befestigt werden. Die Handhabung dieser Ringe ist für mich sehr grenzwertig. Die Ringe müssen klein genug sein, um zur Größe der Kette zu passen, groß genug, um die Sicherungskette einzuhängen und die Ringe dann durch die Fixierösen zu führen. Ist alles mühsamst aufgefädelt, sind die Ringe noch zu schließen. Man kommt schwer ran, auch Feinpinzetten sind fast zu groß bzw. greifen nicht, es rutsch und dreht sich weg. Eine Menge vorbereitete Ringe sind mir beim Montageversuch weggesprungen. Und natürlich ist die Gefahr von Flurschäden ziemlich groß.


    Hier das Ergebnis:


    Bevor es mit der Backbordseite weitergeht, brauche ich erst einmal ein bißchen Abstand und Erholung. :cool:

  • Ich habe das durchgezogen!!!!:cool:

    Die Backbordseite ist auch bestückt. Vielleicht war heute ein guter Tag mit stabilen Nerven. Außerdem bewahrheitet sich wieder mal, die erste Variante dauert wegen des Lerneffekts lange, weitere, ähnliche Varianten gehen mir immer viel leichter von der Hand.


    Nach der Installation der Ankerketten habe ich auch die Leiter vom Hauptdeck zum Kommandodeck installiert.

    Den Bugbereich kann ich ab jetzt mit den noch fehlenden, empfindlichen Kleinteilen ausstatten. Und hier die Bilder vom aktuellen Bauzustand:

  • with great interest I read your report because A long time ago I found this scanned model on an internet page, I congratulate it, I see this work and I think it is impeccable, thanks for the report.

  • Thanks for your applause Eldax!

    Up to now I do not think, this model set cannot be built as some people have written. Yes indeed, it needs a lot of patience, compromises and detailed additional construction information is essential.

    I am in good hope to finish it.


    Regards

    Manfred

  • .....und weiter geht es!


    Als kleines Zwischenspiel habe ich schon mal den beigefügten Ständer für das irgendwann fertige Schiff gebaut.

    Sieht soweit ganz nett aus, aber...... das blöde Ding paßt vorn und hinten nicht.


    Aufgrund der Breite der Stützlager unterstelle ich mal, die Stützen sind einfach zu hoch. ;( Die Schlingerkiele wurden nicht berücksichtigt. Eigentlich keine Überraschung bei dem Modell, aber man sollte die Hoffnung nicht aufgeben. Na gut, das läßt sich hinpfriemeln.

    Nun etwas Handfestes. Auf der Back gibt es einen Wassertank und einen Gully (...zum Händewaschen?...). Die Beinchen habe ich von der Bodenplatte abgetrennt, verstärkt und in Sekundenkleber getunkt. Sie sind sonst zu grazil trotz der Kartonstärke von 0,25mm.

    Auf der Back steht diese Sanitäreinrichtung hier:

  • Die Back nähert sich mit Riesenschritten ihrer vollständigen Ausstattung.

    Diesmal konnten die Kattdavids abgeschlossen werden, insgesamt sechs Stück in drei unterschiedlichen Varianten. Im Bogen ist nur der weiße Grundkörper enthalten, jedoch nichts was die Funktionsdarstellung unterstützt bzw. dokumentiert. Wieder ist mein zusätzlicher Plansatz hilfreich. Die Seiltechnik habe ich in freier Interpretation entsprechend meinen manuellen Fähigkeiten gestaltet. Am Bug montiert entsteht dieser Eindruck:


    Ich finde, dieser Bausatz der Duilio macht richtig Spaß. Es gibt immer wieder spannende Überraschungen, man kann von Zeit zu Zeit mal wieder herzhaft und begründet Nörgeln und Schimpfen, die eigenen Improvisationskünste werden herausgefordert und trainiert. Am Ende entsteht ein herrlich skurriles Schiff.:D

  • ...und noch eine kleine Spielerei zum Abschluß des Tages.

    In meinem Zusatzplan tauchen die Baugruppen 80 und 82 auf dem Vorschiff auf; im Modell sind sie nicht vorhanden.

    Baugruppe 82 sind vier Hydranten der Dampflöschanlage. Zwei davon kann ich zwei auf dem Vorschiff lokalisieren, für die beiden anderen habe ich noch nicht den Platz für die Installation gefunden. Baugruppe 80, man wird es kaum glauben, soll laut Plan eine Zapfstelle für Wein sein.:P

    Wie das so ist mit der Duilio, es gibt nichts Symmetrsches.

    Der Steuerbordhydrant steht hier: Der zweite Hydrant auf dem Vorschiff steht mittschiffs vor dem großen Spill. Gleich in der Nähe vor der Luke befindet sich die kupferfarbene Weinzapfstelle.

  • Weinzapfsäule - unglaublich !


    Da fehlt auf dem Linienschiff "Bayern" doch direkt der Oktoberfestanstich mit Fass auf der Back.


    Aber Spaß beiseite: Ich bewundere Deine Findigkeit im Erstellen der vielen detailierten Winzteile, Du erweckst das Schiff richtig zum Leben !


    Zaphod

  • Das Vorschiff ist jetzt fast komplett. Es fehlen nur noch die Klappe zum Verschließen des Torpedorohres und die Relings; diese Baugruppen kommen als letzter Arbeitsschritt dran.


    Die markanteste, jetzt installierte Baugruppe ist das Gestell für das Sonnensegel. Außerdem habe ich die Bugbewaffnung, zwei Maschinengewehre und eine Mitrailleuse in der Mitte, installiert. Die Maschinengewehre sind nicht im Originalbogen berücksichtigt. Ein weiteres, nicht berücksichtigtes Detail ist die Schiffsglocke.

    Allmählich nähere ich mich dem Bau des Gefechtsmastes :S und der Ausstattung der Kommandobrücke.

  • Projektzwischenbericht:

    Die Arbeiten zur Ausstattung der Kommandobrücke haben begonnen, wobei das umfangreichste Baulos der Gefechtsmast mit seinen Rahen und dem Ladebaum ist.

    Vorher waren noch zwei Lüfter vor dem hinteren Schornstein zu plazieren.

    Die gebogene Hauben sind zu kurz. Ich mußte sie um etwa 1mm ergänzen. Auf dem Schiff befinden sie sich hier:


    Nun zum Gefechtsmast. Ich habe nur den Kernmast aus den im Bogen vorgesehenen Teilen gebaut, was sich doch als nicht ganz einfach erwiesen hat. Der Karton ist wegen seiner Stärke nur schwer zu rollen. Bei dem Versuch, den richtigen Durchmesser zu erreichen, habe ich mir einen Knick im Basisrohr eingehandelt. Um das zu beheben, hat das Rohr noch einen aus 80g Papier gewickelten Kern als Versteifung bekommen. Auf das Basisrohr des Gefechtsmastes sind insgesamt 16 Ringe aufzuziehen, die in ihrer Vorgabe viel zu enge Passungen haben. Außerdem beträgt die Differenz zwischen innerem und äußerem Radius nur 1mm. Das ergibt bei einem Innendurchmesser von 6mm extrem labberige, empfindliche Teile. Es braucht viel Geduld, um sie auf das Basisrohr zu bekommen. Die Ringe stellen die Zahnkränze dar, an denen der Ladebaum um den Mast geschwenkt werden kann.


    Dann hat die Öffnung im Mastfuß einen zu geringen Durchmesser und muß aufgeweitet werden, damit das Basisrohr paßt.

    Hier sind schon mal Baugruppen des Gefechtsmastes im Rohzustand und der endgültigen Höhe: Als Mastspitze dient ein Zahnstocher, die obere Rahe (die untere fehlt noch) besteht aus 1mm Draht, der Ladebaum hat als Kern ein Stück Messingrohr, auf das ein Abschnitt eines Kunststoffrohres aufgeschoben ist. Die Ladebaumstütze ist aus 0,5mm Kupferdraht gebaut.

    Provisorisch aufgestellt ergibt sich dieses Bild.

  • Weiterer Projektzwischenbericht:

    Der Gefechtsmast ist fertig und montiert. Hier sind ein paar Eindrücke davon: Die Führungsseile der unteren Rahe müssten sich straffen, wenn ich nach der Montage der Reling die Signalleinen, insgesamt 10 Stück, installiere.

    Als letzte Baugruppen auf der Kommandobrücke sind vor der Montage der Reling noch zwei Scheinwerfer aufzustellen. Aprospos Reling:

    Der Bogen sieht das Teil 69 aus einem Stück für die gesamt Brücke vor (Richtung Bug ist links unten):

    Die Relingstützen müssen 90 grad nach unten geknickt werden und um die Durchzüge in den Radien ergänzt werden. Das halte ich mit meinen Baufähigkeiten nicht für machbar. Ich will Standard LC-Reling mit einem Durchzug verwenden und dann den Handlauf vom Bogen aufsetzen. Der Handlauf dient gleichzeitig als Schablone für das Vorformen der Reling. Ich bin gespannt, wie das gelingt.

  • Ein wesentlicher Abschnitt ist abgeschlossen!

    Der Gefechtsmast ist fertig und die Kommandobrücke vollständig bestückt. Wie schon angedeutet, habe ich die Reling aus Standard LC-Teilen in mehreren Abschnitten montiert und darauf, auch in mehreren Sektionen, den ausgeschnittenen Handlauf geklebt. Ich kann mir nicht vorstellen, daß jemand mit dem Teil aus dem Bogen die Reling hinbekommt. Aber meine Vorstellung über das, was möglich ist, ist doch sehr begrenzt.


    Jetzt ist "nur" noch ein paar Kleinigkeiten und schon ist die Duilio fertig. Das Hauptdeck zu vervollständigen mit jeweils acht Kränen und Davidspaaren, vier Beibooten, zwei Fallreeps, zwei Ladebäume, vier Heckanker, Außenbordleitern und noch ein paar Kleinteile. Und natürlich eine Reling und die noch fehlenden Teile am Unterwasserschiff.

    Das wäre alles.

  • Diesmal ist nur eine "Kleinigkeit" zum wieder Anlocken fertig geworden. Nachdem ich die Kommandobrücke abhaken konnte, war der Dampf ein bißchen raus.


    Zum Wiederanheizen sind jetzt die Fallreeps dran, die ich auf Vorrat baue. Montieren werden ich sie erst als Letztes, ich will sie ja nicht mehrfach bauen müssen.

    Nun also ein Fallreep für die Backbordseite. Für die Flächen mit den Grätings habe ich die Vorlage des Bogens auf 80g Papier kopiert, nur die Rahmen ausgeschnitten und auf LC-Grätings geklebt. Sieht besser aus. Ansonsten besteht das Fallreep zu 90% aus den Teilen des Bogens.

  • Jetzt ist es endlich mal einen größeren Schritt vorangegangen. Die Duilio ist ab Bug bis zu den Fallreeps oberhalb der Wasserlinie komplett bestückt.

    D.h.: Eine Reling ist installiert, die Backspieren und die Fallreeps.

      Backspiere Backbordseite:

    Fallreep Backbord:

  • ...und hier sind noch die restlichen drei Bilder der Steuerbordseite.


    Jetzt fehlen noch die Davids und die Boote im Bereich des Heckaufbaues und verschiedene Hebezeuge für die drei Heckanker. Und natürlich das Schließen der Reling auf dem Hauptdeck. Danach käme für den Bauabschluß noch die Ausstattung des Unterwasserschiffes mit Schrauben, Ruder und am Bug der Verschlußklappe für das Torpedorohr.


    Weiter nichts....:cool:

  • :D:DHeureka!


    Die Duilio ist fertig!!!!

    Nach immer mal wieder aufkommenden Phasen des Zweifelns und der Motivationstiefs ist die Diva nach 2 Jahren Baudauer abgeschlossen. Jetzt gefällt sie mir wirklich gut und ich bin froh, ausgerechnet dieses Modell gebaut zu haben.

    ABER!! Ohne den sehr ausführlichen Bauplan vom Jürgen Eichhard wäre sie für mich nicht baubar gewesen, da in den Skizzen des Bausatzes doch zu viele Informationen fehlen oder sich mir nicht erschlossen haben. Glücklicherweise habe ich den Plan zu Beginn des Baues auftreiben können. Da ich ihn jetzt nicht mehr benötige, biete ich ihn hier im Forum unter "Biete" an, falls noch mal jemand Lust auf die Duilio bekommt.


    Nun endlich zur Sache!

    Die Duilio ist schon eine sehr interessante Konstruktion. Nicht nur, daß es auf Deck eine Zapfstelle für Wein gibt; es ist sogar ein "Freizeitpark" vorhanden, eine Reckstange!


    Die Handhabung der Beiboote muß sehr aufwändig gewesen sein, da die Transportlagerung an Davids am hinteren Aufbau vorgesehen war, von denen die Boote bei Nutzung an Davids aussenbords umzusetzen waren.

    Im Heckbereich sind weiterhin noch vier Kattdavids zu finden, die zum Bewegen der drei Heckanker dienten.

    Am Bug gibt es das Detail der Verschlußklappe für das Torpedorohr.

  • Pappi

    Added the Label Completed
  • Hallo Pappi

    Gratulation zum sehr schönen Schiff und für das Durchhaltevermögen. Hat sich total rentiert.

    :thumbup:🤩Gruß Peter

    Papier ist geduldig, ich werde es auch noch lernen

  • Moin, moin Manfred,


    die Modelle, in die man sich beim Bau ordentlich hineinknien muss, wachsen einem ans Herz und werden zumeist am besten. Deine DUILIO ist nicht nur ein sehr schönes Modell geworden, sondern auch vom Original her eine sehr interessante Konstruktion. Allerdings hat man heute nach so langer Zeit oft Schwierigkeiten, sich in die Gedanken der damaligen Konstrukteure hinein zu denken. Hut ab vor deinem langen Atem und den mit dem Bau verbundenen Recherchen, damit haben aber alle Teile ihren richtigen Montageort gefunden :thumbup:.


    Gruß von der Ostsee

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Hallo Manfred,


    das war eine große Herausforderung. Diesen Bogen, dem man mit viel Kreativität begegnen muss, hast Du gekonnt zu einem sehr selten gesehenen Modell umgesetzt.


    Glückwunsch zur Fertigstellung !


    Zaphod

  • Hallo Manfred,


    ganz große Klasse. Die Schiffe dieser Epoche sind, meiner Meinung nach, so hässlich das sie schon wieder schön sind. Das Modell ist jedenfalls ausgesprochen schön und zeigt meisterliches können.


    Gruß Michel

    Ich betrachte auch einen siegreichen Krieg an sich immer als Übel, welches die Staatskunst den Völkern zu ersparen bemüht sein muß. (Otto von Bismarck)