[FERTIG] Schleppdampfer WOLTMAN / Passat-Verlag / 1:250

  • Moin HaJo,
    zuerst mal vorab: der Lieblingswein von Goethe aus dem Frankenland steht in meinem Keller bereit. Zum nächsten Treff werde ich den einpacken! Goethe und Schiller waren ja keine Verächter des guten Tropfens aus unseren Landen. Im Museum in Weimar kann man Rechnungen des Weinguts einsehen - Wahnsinn, was die so vertilgt haben. Da sind wir wohl alle Waisenknaben dagegen.
    Aber wenn die beiden das Werden des Schleppers betrachtet hätten - wäre sicher sofort eine Flasch geköpft worden :D


    L.G. in den Norden
    Günter

    Auf der Werft: Fregatte F216 Scheer und S.M.S. Nassau


    Meine letzten Modelle:

    Z 51 der KM; Sven Johannsen, U-Boot W. Bauer; Fregatte Lübeck; Landungsunterstützungsboot Natter; Nordstjernen;
    HANSEATIC; U 2540; Vorpostenboot V 1102; BuPo Bayreuth; S.M.S. Frankfurt; Munitionstransporter Westerwald; FD Nürnberg; Fregatte Baden-Württemberg, Minensuchboote Paderborn und Passau

  • Moin, moin zusammen,


    ersteinmal meinen erneuten Dank an alle "Daumendrücker" :thumbup:, zeigt es doch, dass der WOLTMAN Anklang findet!


    @ Klaus-D. und Helmut: Gut, dass das Aussticheln - gerade der winzigen Kassetten - so gut geklappt hat. Die Idee dazu hatte ich schon vor sehr vielen Jahren, als ich vom Passat-Verlag die Bögen von der SCHARHÖRN und der KRONPRINZ in den Händen hielt. "Da müsste man doch mal...." dachte ich mir.....aber ich habe mir das damals mtnichten zugetraut. Aber, man wächst mit den (selbst gestellten) Aufgaben :).
    @ Günter: Also.....die Aktion "Goethes Lieblingswein" behalten wir strikt im Auge :thumbsup:! Vielleicht nächstes Jahr in Mannheim?


    So, nach diversen Bringe- und Holdiensten für Sohnemann und etwas Grundstücksarbeit (Rasenkanten abgestochen) ging es auch mit dem Dampfschlepper etwas weiter. Ich habe mir zuerst die achtere Holzgräting über dem Ruderquadranten vorgenommen. Vom Teil des Bogens habe ich nur den äusseren Rahmen genommen, das Innenteil - also die Gräting selbst - herausgestochen und durch ein selbst angefertigtes Laserteil (Drafmodel, "Maschenweite" 0,8 x 0,8mm) ersetzt. Das Innenteil noch braun angepönt und dann am Modell montiert. Alles sitzt etwas stramm und die Gräting hätte wohl noch einen guten Millimeter mehr nach achtern gemusst. Ich habe das so gelassen, weil ich an dem Teil nicht mehr "herumschnitzen" wollte, denn mit den dann notwendigen Anpassversuchen und dem damit verbundenen mehrfachen "raus und rein" wird die Gräting nicht besser. Zumindest kann man den Ruderquadranten jetzt marginal erahnen..... :D.

  • Weiter kamen hinzu das Oberlicht für den Maschinenraum mit geöffneten Klappen, die "Schiebedächer" für die beiden nebeneinander liegenden Niedergänge und dieses winzige Oberlicht ganz achtern auf dem flachen Aufbau, letzteres hat mich fast zur Verzweifelung und an meine Grenze gebracht.


    Die beiden Schiebedächer der Niedergänge laufen ja auf kleinen Schienen.....diese werde ich versuchen, mit Hilfe von Wonderwire etwas plastisch nachzubilden.



    Gruß von der Ostsee
    HaJo


    Und so sieht das Schlepperchen zur Zeit aus:

  • Moin, moin liebe Klebefreunde,


    heute habe ich mir den Bau des Schornsteins angetan :). Ging alles glatt über die Bühne.....nur die konische Rosette über die untere Verbreiterung (ich gehe davon aus, dass beim Original bis dorthin der Schornstein doppelwandig mit Isolierung ist) hätte ich fast vermaselt.....irgendwie saß die zweimal schief auf dem Unterbau und musste bei anziehendem Weißleim eben zweimal wieder "abgerissen" werden.....naja, hat dann gerade noch so geklappt.

  • Moin HaJo,


    sehr saubere Arbeit an einem Schornstein in klassischem Gewand :thumbup: und nicht einem dieser modernen Abgasgebäude :D


    Deine ausgestichelten Kassetten sind natürlich auch vom Feinsten. Ich hatte damit beim Dampfer PRÄSIDENT angefangen, aber da ich den Bau auf Eis gelegt habe... :whistling:

  • Dann den fertigen Schornstein auf dem Dampf-Schlepper montiert. Das Modell ist absolut passgenau :thumbup: ....verlangt aber aufgrund der sehr kleinen Maße und den kleinen Teilen ein sehr genaues und penibles Arbeiten.......eigentlich auf den Zehntelmillimeter. Da, wo es bei mir ab und zu kritisch wurde, lag es genau daran...und wie schnell kann ein solches Teil bei der Positionierung verrutschen.


    Zwecks Größenvergleich ist WOLTMAN dann längsseits NELLA DAN gegangen.


    Gruß von der Ostsee
    HaJo

  • Moin, moin zusammen,



    @ Günter: Also.....die Aktion "Goethes Lieblingswein" behalten wir strikt im Auge :thumbsup:! Vielleicht nächstes Jahr in Mannheim?


    Moin HaJo,
    das könnte klappen und würde mich freuen. Wenn nicht, dann vielleicht mal am Ostseestrand. Darß/Zingst liegt bei uns mal wieder auf der Agenda. Und so weit wäre das ja auch nicht für einen "Beutel-Treff".


    Günter

    Auf der Werft: Fregatte F216 Scheer und S.M.S. Nassau


    Meine letzten Modelle:

    Z 51 der KM; Sven Johannsen, U-Boot W. Bauer; Fregatte Lübeck; Landungsunterstützungsboot Natter; Nordstjernen;
    HANSEATIC; U 2540; Vorpostenboot V 1102; BuPo Bayreuth; S.M.S. Frankfurt; Munitionstransporter Westerwald; FD Nürnberg; Fregatte Baden-Württemberg, Minensuchboote Paderborn und Passau

  • Moin, moin zusammen,


    zuerst: Ein Hoch den "Daumendrückern" :thumbup:!


    @ Günter: Darß/Zingst ist ja gleich um die Ecke...gut :) ...wichtig bei mir ist immer, dass du mich rechtzeitig mit genügend Vorlauf warschaust, so dass dann ein Treffen eingeplant werden kann. Am besten gleich, wenn ihr mit der Reiseplanung in die Reinschrift geht.


    Ja, heute stundenlang vor mich hin gebastelt - am Modell wenig zu sehen. Es ging um das Schleppgeschirr/-ausrüstung und um den Anker. Und dann noch speziell um Teil 27b.....von weitem sah das aus wie ein Fliegensch....oder dass der schwarze artist pen da unabsichtlich einen "Fleck" gemacht hat........die Lupenbrille brachte es dann aber an den Tag......es handelte sich um den Schlepphaken 8o!


    Mit viel Geduld und ruhiger Hand gelang so halbwegs das Ausstechen dieser Fitzelteile....bloß den Schlepphaken habe ich vergeigt - Selbstanfertigung mit schwarzem Tonpapier war dann angesagt. Dadurch, dass ich auf dem Schanzkleid einen Schandeckel aufgebracht hatte, war in der Folge dann der große Trossenbügel etwas zu breit. Dem Schandeckel habe ich an beiden Seiten jeweils eine kleine Nut verpasst, die beiden Seitenarme des Trossenbügels habe ich ersteinmal abgeschnitten und das auf dem Kopf stehende "U" mittig auf den Decksmarkierungen montiert. Die beiden Seitenarme habe ich in Breite und Höhe minimal reduziert und dann wieder beidseitig an das "U" sowie in die Nut geklebt. Der Trossenbügel hat dann noch an seiner Oberseite einen schmalen schwarzen Tonpapierstreifen aufgeklebt bekommen. Jetzt sieht alles glatt aus.


    Unterhalb der achterlichen Eingangtür zum Steuerhaus gab es noch eine kleine Trittstufe zu montieren und zum Schluß wurde der winzige Anker an der Stb.-Seite in die Klüse gesteckt und minimalst bemalt..... ^^.


    Gruß
    HaJo


    Zu den Fotos....

  • Moin, moin Freunde,


    @ Fiete: Die Werft dankt :thumbup:!


    Heute ging es weiter mit den beiden Lüftern neben dem Schornstein, den Seitenlaternen und dem "Düppen" auf dem Steuerhaus - letzterer ist wohl ein Kompass, den man mittels eines Spiegels aus dem Ruderhaus ablesen kann.


    Bei den beiden Lufthutzen wollte ich auf jeden Fall vermeiden, zwei "Hans-Guck-in-die-Luft-Lüfter" zu produzieren - mit denen kann ich mich als ehemaliger Seefahrer immer noch nicht so richtig anfreunden..... ;) . Wenn man die beiden Oberteile der Lüfter ganz normal rollt, etwas konisch nacharbeitet und nur an den beiden äußeren Ecken verklebt, ergeben sich automatisch zwei runde Öffnungen. Eine kleine Öffnung im Winkel von 45 Grad, genau passend zur gegenüberliegenden 45 Grad-Öffnung des Lüfterrohres und eine große Öffnung - nämlich der Lufteintritt - genau senkrecht zur Decksebene. Das Lüfterrohr hat einen Durchmesser von ca. 1,6 mm, die Höhe des Lüfters ist knapp 9 mm. Die Hutzen sind von innen rot eingefärbt.


    Die Bb. - und Stb.-Seitenleichter sowie der "Kompass-Düppen" werden "as usual" gebaut - Kantenfärben (wie auch beim Lüfter...) nicht vergessen.



    So, die heutigen Ergebnisse in Bildern....

  • Moin, moin zusammen,


    @ Helmut: Ich danke dir :thumbup:!
    Dank auch an die stillen Begleiter und dem damit ggf. verbundenen "Daumen".


    Die Rettungsringe nebst Halterungen wurden gebaut und montiert. So langsam komplettiert sich das Schiffchen....obwohl, ich habe da mal wieder eine "To-do-Liste" angelegt.....


    Gruß von der Ostsee
    HaJo

  • Guten Abend zusammen,


    zuerst der obligatorische Dank an die "Liker" - fein, dass ihr mit dabei seid :thumbup:!


    Der gestrige Abend und der heutige Nachmittag waren mit der Herstellung und dem Bau der Autoreifen-Fender voll ausgelastet. Um es vorweg zu nehmen, die "dienstlich" gelieferten Autoreifen aus dem Bogen habe ich ersteinmal vergeigt. Beim Zentrieren des Screw Punch hatte ich gestern irgendwie Probleme, das ging alles schon einmal deutlich besser. Also musste als Ersatz das schwarze Tonpapier wieder herhalten - verdoppeln und gut trocknen lassen.


    Zuerst den Innenkreis mit 1,5 mm ausgedreht, dann mit einer Zentrierhilfe den 3,0 mm Aussenkreis kurz angesetzt, den Abdruck kontrolliert, ggf. korrigiert und dann ausgedreht. Damit hat der Reifen selbst eine "Schlauchdicke" von 0,75 mm. Die Methode klappt ganz gut.....trotzdem gelingt nur knapp jedes zweite Teil, da nur ganz wenig Abweichung von der Mitte den Reifen schon "schief" werden lässt - das menschliche Auge ist da unerbittlich 8o. Bei dem Foto mit den vielen Reifen sieht man links den "Ausschuss" und recht die zum Verbauen für gut befundenen Teile.


    Jeden einzelnen Reifen mit zwei "Halben Schlägen" in den Tampen (Serafil) eingeknotet. Damit man richtig knoten kann, muss der Tampen ersteinmal ca. 8 cm lang sein....sonst verknotet man seine Wurschfinger.....und nicht das Garn. Jeder Knoten wird mit einem winzigen Tröpfchen Sekundenkleber versiegelt. So kann man dann den nicht benötigten Strang gut abschneiden, ohne dass der Knoten Gefahr läuft wieder aufzugehen. Es wird immer das Tampenstück abgeschnitten, das nicht nach oben (zur Klüse) zeigt, sondern zumeist irgendwie seitlich absteht.


    Dann das lange Tampenstück in die kleine Klüse einfädeln.....(viel Spaß...... :D) und den "Autoreifen" auf der Scheuerleiste mit Sekundenkleber-Gel festkleben - durch das Gel ist das Teil noch eine kurze Zeit korrigierbar. Faden stramm ziehen, kleines Tröpfchen Sekundenkleber (flüssig) in die Klüse geben und weiter den Faden an der Innenkante des Schandeckels festkleben. Überstand mit Skalpell abschneiden......fertig. Alle Autoreifen und die Tampen mit UV-Schutzlack (matt) mit einem kleinsten Pinsel anpönen.

  • Moin HaJo,


    ... Beim Zentrieren des Screw Punch hatte ich gestern irgendwie Probleme, ...


    Die habe ich eigentlich regelmäßig, insofern habe ich das Teil bei mir in den Ruhestand geschickt und stichele solche Sachen wieder gnadenlos aus...


    Aber alle Achtung, Deine Fender können sich wirklich sehen lassen :thumbup:


    Beste Grüße aus dem tropischen Hamburg


    FDiete

  • Moin,
    wieder mal soon schlauer Tip von mir:
    erst mit dem Locheisen 1,4 oder 1,6mm ausstanzen und dann anschließend mit der Lochzange 3mm. Übung macht den Meister!
    Und die Kanten sind abgerundet, sieht echt echt aus. 3mm in 1:250 sind 75cm.
    Gruß
    Ralph

  • Moin, moin Ralph,

    3mm in 1:250 sind 75cm


    das überrascht mich jetzt aber schon...... :D !


    Nee, ich sehe da bei der Lochzange keine großen Vorteile, denn da muss ich beim "Aussenring"-schneiden das "Werkstück" unter der Lochzange zentrieren und das gelingt auch nicht immer und besser. Bei den Autoreifen-Fendern der WOLTMAN liegt die etwas abgerundete Kante auch aussen, die Innenkante (also beim Schneiden unten...) ist deutlich schärfer. Ob Locheisen, Lochzange, Screw-Punch......ich habe da alles in meiner 56jährigen "Kartonmodellbaukarriere" ausprobiert.


    Gruß nach FL
    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Moin HaJo


    Deine Reifen sind halt einseitig etwas stark abgefahren. :D


    Ich hab meine Reifen am Goliath mittels Laser gemacht - da kamen Beschwerden, auf Schleppern würden doch keine Neureifen eingesetzt.


    Also alles gut. Tolles Modell - toller Bau.


    Mein Woltman liegt schon nahe an der Schere - ich werden mir sicher einige Tipps bei Dir abschauen.


    Gruß
    Peer

  • Hallo, Hajo,


    bei der Beschreibung des Altreifen-Abenteuers erwähnst Du eine Zentrierhilfe für das Anpassen des Außenkreises. Woraus besteht diese, wie sieht sie aus und wie wird sie angewendet? Das interessiert mich brennend, ich produziere nämlich in solchen Fällen meist nur Delikatessen (verunglückte Mini-Bagels) für den Rundordner.


    Vielen Dank für erhellende Hinweise.


    Gruß Friedrich

    Fülle Deine Tage mit Leben und nicht Dein Leben mit Tagen.

  • Moin, moin Friedrich,
    das ist alles ganz einfach und keine Zauberei:

    • Mit Screw Punch Loch für Innenkreis in schwarzem und verdoppelten Tonpapier drehen (z.B. 1,5 mm).
    • Mit Screw Punch Loch für Aussenkreis in einem separeten weißem und auch verdoppelten Kartonpapier drehen (z.B. 3,0 mm) - das ist dann die Zentrierhilfe.
    • Weiße Zentrierhilfe mit 3 mm-Loch über das 1,5 mm-Loch im schwarzen Tonpapier schieben, so dass das kleine Loch (1,5 mm) mittig im großen Loch (3,0 mm) zu liegen kommt.
    • Screw Punch mit 3,0 mm Einsatz nun mittels der Führung im weißen Papier auf dem schwarzen Tonpapier ansetzen und kurz Druck ausüben - noch nicht schneiden.
    • Weiße Zentrierhilfe abnehmen und gucken, ob sich der angedrückte Kreis von 3,0 mm gleichmäßig um das 1,5 mm Loch auf dem schwarzen Papier abzeichnet.
    • Ggf. Zentrierhilfe minimal korrigieren.
    • Screw Punch erneut mit Zentrierhilfe ansetzen und schneiden.
    • Den geschnittenen "Autoreifen" aus dem Einsatz des Screw Punch herausnehmen und auf Tauglichkeit/Verwendbarkeit/Gleichmäßigkeit begutachten.
    • Wenn "Autoreifen" verworfen, mit Schritt 1. wieder beginnen....... :D

    Mit der Zeit weitet sich die Zentrierhilfe, was dann den Ausschuß erhöht - diese dann neu erstellen oder aber sich eine Zentrierhilfe aus festerem Material fertigen (dünnes Alu-Blech, Plexiglas etc.). Ich hoffe, meine Ausführungen sind einigermaßen "verstehbar". Gucke dir ggf. noch einmal die obigen Fotos im Zusammenhang mit meinen Ausführungen an.


    Gruß von der Ostsee
    HaJo

  • Danke, HaJo,


    mit Deinen Erläuterungen ist das Mysterium keines mehr. Im Endeffekt kommt es also immer noch auf das Augenmaß an (und wahrscheinlich viel Übung).


    Liebe Grüße Friedrich

    Fülle Deine Tage mit Leben und nicht Dein Leben mit Tagen.

  • Moin, moin zusammen,


    @ alle: Vielen Dank für die Beiträge :thumbup:! Das Thema Autoreifen-Fender ist denke ich ersteinmal abgehandelt. Ich benutze den Screw Punch sehr oft....klar, Augenmaß ist beim Kartonmodellbau immer gefragt und gerade beim "Freihandschnitzen" mit Tonpapier leistet der Screw Punch gute Dienste, weil sich aus kleinen Scheiben so vielerlei herstellen läßt, z.B. Blöcke für Ladegeschirre wie bei der NELLA DAN.


    Die Bastel-Resultate des heutigen Tages:

    • Abdampfrohr mit Dampfpfeife gebaut und am Schornstein angebracht (Rohr aus Nähnadel, Rest aus Bogen)
    • Kombüsenschornstein gebaut und angebracht (Rohr aus Nähnadel, H-Lüfter aus Bogen)
    • Alle drei Leitern mit Geländer ausgestattet (0,2 mm Messingdraht)

    Gruß von der Ostsee
    HaJo



    Zuletzt die Fotos....so sieht der kleine WOLTMAN derzeit aus.....

  • Hallo, HaJo,


    Du ziehst bei dem kleinen Woltman ja alle Register und fertigst ein beeindruckendes Kleinod an. Nun drängt sich mir aber schon wieder eine Frage auf:
    Du hast Nadeln und Messingdraht verwendet und diesen Materialien ein Farbkleid verpasst. Welche Farben verwendest Du? Werden die Metalle vorbehandelt/grundiert?
    Das Ergebnis ist ohne Zweifel präsentierbar.


    [Ich hoffe, ich nerve nicht mit meinem Interesse.]


    Gruß Friedrich

    Fülle Deine Tage mit Leben und nicht Dein Leben mit Tagen.

  • Moin, moin zusammen,


    @ Helmut u. Fiete: Ja, das Schlepperchen wird ganz gut :)...und deutlich besser, als ich es erwartet habe. Ich hatte da schon Bedenken in meine Fähigkeiten aufgrund der kleinen Teile. Es ist auf jeden Fall alles andere als ein Anfängermodell und erfordert wirklich ein präzises Arbeiten.


    @ Friedrich: Kleinod :thumbup: - ja, so kann man das vielleicht sehen....danke!
    Ich verwende Email-Farben (Humbrol, Revell) wie auch Acryl-Farben (Revell, Lifecolour). Es sind alles Farben, die ich früher auch beim Plastik-Modellbau gebraucht habe. Ätzplatinen airbrushe ich auch. Grundsätzlich vor dem Anmalen entfetten, ich nehme Aceton. Farben immer möglichst dünn auftragen, dafür ggf. mehrfach - sonst gibt es "Tränen". Auf z.B. Nadeln (Stahl/Eisen) halten beide Farbentypen gut - auf Messing lassen sich Acryl-Farben besser verarbeiten, die Email-Farben (da ist irgendwie Öl drin...) neigen auf Messing zur kleinen Tröpfchenbildung, die Farbe zieht sich auf der Messingoberfläche zusammen und dann wird der Anstrich nicht glatt; man muss ständig mit dem Pinsel nacharbeiten. Möglichst ganz kleine Pinsel verwenden (Größe 0 oder 2/0). Dazu arbeite ich mit einer Lupenbrille mit 2facher Vergrößerung (Eschenbach MaxDetail), da sich meine Augen in den letzten 10 Jahren von einem leichten Minus in ein sattes Plus verändert haben.


    Die Makro-Aufnahmem suggerieren einem ja immer ein "größeres RC-Modell :D...", in natura ist der Dampfschlepper ca. 9 cm lang. Ich habe ihn mal nicht auf den Arm, sondern auf den Daumen genommen.....



    Gruß von der Ostsee
    HaJo

  • ... Dazu arbeite ich mit einer Lupenbrille mit 2facher Vergrößerung (Eschenbach MaxDetail), da sich meine Augen in den letzten 10 Jahren von einem leichten Minus in ein sattes Plus verändert haben. ...


    Tja, da haben meine mehr als satten Minus-Dioptrien dann auch mal was Gutes: Brille ab und los geht's... :D:D:D


    Sieht gut aus, der Kleine. Du müsstest doch bald auf der Zielgeraden sein, oder?


    Weiterhin gutes Gelingen (lass ihn nicht vom Finger rutschen... ;) ) und Gruß an die Ostsee


    Fiete

  • Moin Fiete,


    ja.....Brillengläser wie Glasbausteine :D ....kenne ich von meiner Mutter. Erst mit Ende dreißig brauchte ich auch ein Nasenfahrrad während meiner Bonner Zeit......das gab mir dann aber das spezielle ministerielle Outfit 8o ......und jetzt ist es ordentlich von Minus in Plus umgeschlagen. Die Lupenbrille ist da wirklich hilfreich......ohne bekommt man überhaupt nicht mit, dass man nicht auf der Linie schneidet.....und wundert sich dann...


    Ja, die Zielgerade hat wohl begonnen :thumbup: ...viel ist es nicht mehr, bis auf so ein paar Sachen gem. To-Do-Liste......es soll ja auch ein individuelles Modell für mich werden......da will ich noch ein paar Fotos studieren. Ankerwinde, Mast mit Dampferlichtern und Mastschuh, Flaggenstock, Ruder und natürlich die Bundesdienstflagge bleiben noch vom Bogen - ich vermisse eigentlich noch eine Hecklaterne, schließlich ist der Dergel 20 m lang.


    Gruß
    HaJo

  • Heute ist die Hecklaterne achtern an diesem tollen "Zeltbau" angebracht. Aber zu aktiven Zeiten? Müsste man mal in alten Büchern nachschauen...oder Gockeln... ;)

  • Fiete........es ist aus den alten Fotos nicht richtig zu erkennen. Auf einem Foto kann man erahnen, dass die Hecklaterne mittig am Unterbau des Schornsteins angebracht war und der Flaggenstock direkt daneben etwas seitlich nach Bb. versetzt. In Verbindung mit dem Flaggenstock werde ich das irgendwie lösen....denn nur an dieser Stelle macht die Hecklaterne Sinn.......anderswo wäre sie eigentlich immer im Weg......und ganz mittig am Aussenschanzkleid des Hecks wäre sie nicht hoch genug..... :huh:

  • Moin, moin,


    @ Axel: Ja, so ist das.....aber, das man im Alter einer gewissen Weitsichtigkeit unterliegt, hängt ja auch mit der damit verbundenen Lebenserfahrung zusammen :whistling: .......bis auf Fiete, der wird auf immer und ewig kurzsichtig bleiben.....zumindest was die Augen angeht..... :D


    So, wir hatten ein kleines Unwetter und der Bürgersteig stand an einer Seite des Grundstücks schon wieder 15 cm unter Wasser und dieses schon auf meinem Grundstück. Nachdem alles vorbei war, habe ich ersteinmal die Gullis kontrolliert.....und dann sauber gemacht. Ein Gullieinsatz (der beim Nachbarn...) war bis Oberkante Unterlippe einschließlich Gitterrost einfach voll....Sand, Blätter, Modder usw., wohl seit deutlich mehr als einem Jahr nicht mehr gereinigt......den Einsatz-Eimer habe ich nur mit großem Kraftaufwand überhaupt heraus bekommen, so schwer war der. Morgen gibt es ersteinmal einen Anschiss bei der Amtsverwaltung.....wofür zahlt man eigentlich seine Grundsteuer?


    Deshalb hat es nur noch für den Bau der Ankerwinde gereicht. Ein niedliches kleines Ding......und schon sieht das Vorschiff nicht mehr so "nackt" aus.



    Gruß von der Ostsee
    HaJo

  • Moin Hajo,
    so hat die Kurzsichtigkeit seine Vorteile. Während "normale" Kartonbauer sich hinter einer Lupe abquälen, können wir kurzsichtigen Axel, Fiete und ich ohne Probleme einfach so Werkeln. :P Und wir können ohne Probleme die kleinsten Kleinigkeiten erkennen. (z.B: " Opa, ich hab da einen Splitter, kannst du . . .) Das zum Thema Brillenschlange (in jungen Jahren).
    Gruß
    Ralph

  • Moin, moin zusammen,


    nach der ganzen Diskussion über die Vor- und Nachteile von Kurz- und Weitsichtigkeit, musste ich ersteinmal meine Brille suchen :P......dann ging es weiter mit dem Mast. Die Abstagungen fehlen noch....da gibt es diverse Varianten, je nach dem, aus welchem Jahr die wenigen vorhandenen alten Fotos sind. Ich muss mich noch festlegen, wie es denn nun werden soll....wahrscheinlich so eine Art "Mischung"....die mir dann gefällt.


    Mit den Fotos gebe ich eine kurze Wasserstandsmeldung ab.....


    Gruß von der Ostsee
    HaJo

  • Moin, moin zusammen



    @ Fiete: Danke :) ......ob der Enspurt erfolgreich war, musst du selbst bewerten....... :whistling:!


    Und meinen herzlichen Dank an alle Begleiter des Bauberichts und die damit verbundenen positven Bekundungen.


    Ja, der Rövershäger-Vulkan hat heute abgeliefert, der Dampfschlepper Woltmann wurde in Dienst gestellt.
    Fazit: Ein überaus passgenauer Bogen, dessen Umsetzung in die dritte Dimension mir viel Freude und Spaß bereitet hat. Und wenn es mal eine "marginale Idee" daneben lag, dann war ich es selbst......denn Zehntelchen an Millimetern haben an diesem Modell schon ihre Auswirkungen. Wie bereits gesagt, ein sehr präzises Arbeiten ist erforderlich, dann gibt es ein schönes Ergebnis. Also, mitnichten ein Anfängermodell.....
    Zu den Fotos des fertigen Modells.....zuerst ein paar Gesamtansichten....