SK 1 HERMANN APELT kommt !/ Konstruktionsbericht/ 1:250/ Passat-Verlag

  • Hallo Modellbaufreunde !


    Zur Vervollständigung unserer Rettungskreuzer-Flotte wollen wir zum Herbst den ersten aller Rettungskreuzer, die HERMANN APELT, als Mini-Modell auf den Markt bringen.


    Aus den Erkenntnissen, die man aus dem Versuchsrettungskreuzer BREMEN gewonnen hatte, ist von LÜRSSEN der erste Rettungskreuzer (SK 1) entwickelt worden. Das besondere an diesem Boot ist die Rumpfkonstruktion, die achtern ein flaches Unterwasserschiff hatte um bei hoher Fahrt gleiten zu können, und vorn das V-förmige Unterwasserschiff eines Verdrängers, um auch schweren Seegang abwettern zu können. Im Gegensatz zur THEODOR-HEUSS-Klasse hatte sie den Antrieb vor dem Aufbau. Die HERMANN APELT war 17,5 kn schnell, was gegenüber den bisherigen Motorrettungsbooten ein großer Fortschritt war.


    Wie bereits die BREMEN hatte die HERMANN APELT auch ein Tochterboot, das sich aber offenbar noch nicht bewährt hatte, und nach kurzer Zeit wieder von Bord genommen wurde. Auch die Tochterbootwanne wurde zugunsten des Raumgewinns wieder entfernt. Wir werden das Modell alternativ mit oder ohne Tochterboot anbieten.


    Die HERMANN APELT fuhr von 1955 bis 1965 und war durchgehend auf Helgoland stationiert. Nach dem Verkauf diente sie zunächst als Schlepper, 1988 wurde sie zur Segelyacht TOTEM umgebaut.


    Grundlagen meiner Konstruktion waren ein Generalplan, Spantriss und Fotos.


    Das Spantgerüst hat an der Oberkante der Bordwände eingeschobene Stringer, sie dienen auch als unterer Anschlag für das stark gewölbte Wal-Deck.


    Das Originalfoto stammt von Wikipeda.


    Bis bald


    Henning

  • Moin Henning;


    nun, dann man to.


    Veele Gröte
    Arne

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Hallo Zusammen,


    hier noch einige Infos: Man hatte sich seinerzeit mit dem Gesamtgewicht etwas verschätzt, was zur Folge hatte, das der Kreuzer schon ohne Tochterboot ca. 12 Tonnen zu schwer war. Deshalb ist das Tochterboot KRT 1 (passend zu KRS 1, wie die ürsprüngliche interne Bezeichnung der Kreuzer bis zur Hannes Glogner KRS 22 durchnummeriert wurden, danach SK) auch als eigenständige Einheit gelaufen und erhielt ab 1970 den Namen Kurt Grundmann. Es war bis 1977 im Dienst und wurde 1984 an ein kleines Museum in Senden abgegeben, das wiederum 2001 geschlossen wurde. Seitdem ist es in privatem Besitz und leider nach meinen letzten Kenntnissen in keinem guten Zustand.


    Das Bild habe ich 2007 gemacht.


    http://www.deutsche-leuchtfeue…n/sar/kurt-grundmann.html

  • Klasse, da freu ich mich drauf.
    wird Zeit, das ich mal die Flotte in Angriff nehme. :D


    Gruß
    Robi

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.


    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.

  • Hallo Konpass,


    bei diesem Modell gehst Du ja mit dem Werkstoff Karton an die Grenzen dieses Materials.
    Im Hinblick auf das Deck, ist dieses sowohl in Längs - als auch in Querrichtung gewölbt!!!
    Und Einschnitte sind auch nicht zu sehen.
    Da kann ich nur sagen Chapeau!!!
    Das ist schon kein Kartonbau mehr, das ist Kartonzauberei!
    Und dann das Tempo mit dem Du Deine Modelle präsentierst, und dann das Ganze auch noch ohne 3D Programm!


    Mir bleibt nur, vor Dir den Hut zu ziehen!


    Thomas

  • Mit der Ankündigung, dass wir das Modell so herausbringen wollen, dass es alternativ mit und ohne Tochterboot ausgerüstet werden kann, habe ich den Mund eindeutig zu voll genommen. Jetzt, wo ich alle Teile gezeichnet habe, komme ich in akute Platzprobleme. Ich dachte erst, dass das Problem mit einem Deckel über der Tochterbootwanne zu lösen sei. Es stellte sich aber heraus, dass eine ganze Reihe von Teilen unterschiedlich gelöst werden müssten: Mittelträger, 2 Spanten, Deck, Bordwände (Scheuerleiste ist später entfallen), Heckklappe und achteres Schanzkleid, das wohl möglich auch aus Gewichtsgründen durch eine leichtere Reling ersetzt wurde.


    Zur Frage, ob die HERMANN APELT überhaupt mit Tochterboot in Dienst gestellt wurde, habe ich einen Hinweis in dem Buch "Der Seenotrettungskreuzer, Entwicklung und Bauprogramm von 1957 bist 1976" von Kapitän John Schumacher gefunden. Schumacher, der als Inspektor der DGzRS für das Bauprogramm verantwortlich war, äußert sich zwar nicht zu dem Gewichtsproblem, das Dirk hier angeführt hat, aber in einer Bildunterschrift zur HERMANN APELT steht: " Das zunächst vorgesehene Tochterboot KURT GRUNDMANN fand hier noch keine Verwendung. Es wurde als eigenständige Einheit im Strandrettungsbereich eingesetzt.


    Das deutet doch stark darauf hin, dass das Tochterboot im Rettungsdienst nie an Bord gewesen ist. Das erleichtert meine Entscheidung, die HERMANN APELT ohne Tochterboot herauszugeben. Dann dürfte auch der Platz ausreichen, das Strandrettungsboot anzufügen.


    Ich werde mein Handmodell aber noch in der Version mit Tochterboot zu Ende bauen.


    Seit meinem letzten Beitrag sind das massive achtere Schanzkleid und die Pollersockel hinzugekommen.

  • Außer ein paar kleinen Details war heute im Wesentlichen nur noch der Mast zu bauen. Die Reling auf dem Vorschiff ist provisorisch und unvollständig. Ich werde sie durch Teile von der geplanten Ätzplatine ersetzen, wenn sie fertig ist. Trotzdem hat man irgendwie das Gefühl, dass etwas fehlt. Es ist das Bugschanzkleid, dass seit der späten HERMANN APELT alle Rettungskreuzer hatten, bzw. bis heute haben. Ich werde es als optionales Teil in den Bogen aufnehmen.


    Mein Handmodell stellt, wie bereits beschrieben, einen Probefahrtzustand dar. Deshalb ist die Kontorflagge der DGzRS auch nicht gesetzt. Helmut wird den Kontrollbau von einem späteren Zustand ohne Tochterboot und mit Reling statt des etwas grobschlächtigen Schanzkleides auf dem Achterschiff bauen.


    Ich bedanke mich für euer Interesse und eure Unterstützung


    Henning

  • Es kann sein, das die Werftflagge erst bei der Übergabefahrt gesetzt worden ist. Denn bei der Probefahrt ist an sich die Werft der Eigentümer des Schiffes.


    Erst nach bestandener Probefahrt, die erfolgte Abnahme der Restarbeiten gibt es einen weiteren Abschlag für die Bauwerft.


    Danach wird es dann feierlich, das Schiff wird über die Toppen mit dem Flaggenalphabet, der Werftflagge und der Deutschlandflagge geflaggt. Unter den anwesenden Gästen sind dann nicht nur die Besatzung, sondern auch Vertreter von Bank und Land und natürlich der Werft dabei.


    Nach den reden heißt es dann: " Hol nieder die Werftflagge! Heiss auf die Reedereflagge!_ Beim heissen der Werftflagge heult dann das Typhon.


    Viele Grüße
    Arne

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Hallo Henning!


    Irgendwie entdecke ich immer wieder, dass ich ein Faible für die Seenotrettungskreuzer "im Übergang" habe - sei es VK Bremen und SK H.Apelt, die Du beide nebeneinander auf dem Foto zeigst. Sei es aber auch SK Paul Denker, der ja ein Zwischenglied zwischen der Th.Heuss-Klasse und den etwas kleineren Kreuzern der O.Schülke-Klasse ist.


    Wäre es denkbar, die H.Apelt und die P.Denker auf einem Modellbogenset zu veröffentlichen? Zumal es von diesem Typ ja noch zwei Varianten in unterschiedlichen Epochen gibt - Steuerstand (und Deck?) weiß-orange und kleiner Schornstein, und Steuerstand weiß-signalrot und verlängerter Schornstein. Ich meine mich zu erinnern, dass Du die P.Denker schon einmal "für den Eigenbedarf" gebaut hast ...


    Mit herzlichem Gruß, Ulrich

  • Hallo Modellbaufreunde !


    Heute sind die Ätzplatinen bei mir eingetroffen, wovon ich eine gleich verbaut habe. Noch einmal zur Erinnerung: Mein Handmodell stellt den Zustand während der Probefahrt dar ( mit Tochterboot und massivem Schanzkleid achtern vom Aufbau. Helmuts Kontrollbau bildet den Kreuzer so ab, wie er unter der DGzRS gelaufen ist.


    Es dauert nicht mehr lange bis ihr dieses ersten SRK der DGzRS auch bauen könnt.


    Henning

  • Moin Henning,


    die filigrane Reling macht das ganze Modell noch besser, ich freu mich drauf.


    Liebe Grüße
    Robi

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.


    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.

  • Hallo Henning,


    auch ich erwarte mit gespannt die Veröffentlichung des Modellbogens.
    Aber eine Frage habe ich doch - wenn ich noch einmal das Foto der HERMANN APELT zu Beginn des Beitrages mit den letzten Fotos des Modells vergleiche - sind im Modell die Positioniichter Backbord und Steuerbord nicht etwas zu massig geraten? Oder täuschen da die Fotos?


    Mit herzlichem Gruß, Ulrich

  • Hallo Ulrich !


    Ich habe es noch einmal überprüft, demnach sind die Positionslichterkästen richtig. Ich will dir trotzdem nicht widersprechen. So winzige Teile wirken allein durch die Materialstärke oft etwas klobig.


    Henning