Photobericht - SANTA INÉS - Passat-Verlag 1:250

  • Moin,
    Passat-Verlag „Santa Inés“!
    Ähm………nun doch wieder zwei Baustellen. Aber ich befinde ich mich ja in guter Gesellschaft ..............!


    Nicht lange nach meiner HMV Wappen von Hamburg habe ich mich jetzt auch an die Santa Inés gemacht. Einen eigenen Baubericht zu machen, fand ich eigentlich entbehrlich, nachdem wir z.B. bereits ausführliche Berichte der Bauten von Helmut, Lars und Jochen vorliegen haben. Denen gibt es eigentlich nur wenig hinzuzufügen. Aber in den letzten Jahren hat sich keiner mehr hier im Forum an dieses wunderschöne Schiff herangemacht.


    Auch die Santa Inés gehört aber zu den Projekten, die ich schon länger in Angriff nehmen wollte. Als Bremse wirkte dabei in den letzten Jahren, dass ich sehen konnte, dass der Karton ziemlich stark vergilbt war. Leider – und ich frage mich, ob der Passat-Verlag hier einen anderen Karton als bei den anderen Modellen gewählt hat. Auf das Klima zunächst in Japan und jetzt in Indien wollte ich das nicht schieben, denn die anderen Modelle haben die Zeiten in dieser Hinsicht besser überstanden (z.B. die Hammonia). Was also tun? Ich habe alle Seiten mit weißen Bauteilen eingescannt und auf dem hochweißen Karton von Color Copy (160gr) ausgedruckt, der auch für andere Modelle verwendet wird.

    Für den Rumpf habe ich entsprechend das originale weiße Schanzkleid abgetrennt und durch den neuen Ausdruck ersetzt. So habe und werde ich es für alle anderen weißen Bauteile handhaben und im Ergebnis dann ein Schiff haben, das ganz gut neben meinen anderen Bauten stehen kann.



    Die Idee, alle Rumpfteile vor dem Ankleben an das Spantengerüst auf jeder Seite zu verbinden, sah zwar sehr hübsch aus und war von anderen bereits erfolgreich getestet worden. Ich war offensichtlich zu blöd dafür! Niemals hätte ich einen Rumpf ohne Beulen hinbekommen, denn irgendwie wiesen beide Rumpfseiten bei Anprobe einen leichten Bogen nach unten auf. Also (wieder) in drei Teile auseinander geschnitten. Dafür habe ich dann die beiden Bugteile vor der Montage schön zusammengeklebt. Anschließend mit leichten Begradigungen die Mittelteile und Endstücke. Die zwei senkrechten Nähte auf jeder Rumpfseite, die mit der Konstruktion von Henning ja eigentlich vermieden werden sollten, fallen am Ende nicht weiter auf. Schließlich gilt es noch zwei Wallbänder auf jeder Rumpfseite auszukleben. Sie verdecken auch schön die Längsnaht an den Heckteilen.


    Auf das Schanzkleid habe ich noch sehr schmal ausgeschnittene grauen Streifen geklebt – sie simulieren die Stahlbänder. Und bei den Wänden für die Aufbauten bzw. die Stützen für die Arkadengänge an Backbord und Steuerbord sollte man sich wirklich viel Zeit nehmen und immer wieder anpassen. Aber dann ist man aus dem Gröbsten raus………und darf sich danach wie bei fast allen Modellen……vielen, vielen Kleinteilen widmen!


    Bei Gelegenheit mehr!


    Viele Grüße aus New Delhi,
    Michael

  • Moin,


    Danke Peter für das Lob - und den anderen für die erhobenen Daumen!


    @ Henning: ich hatte auch schon überlegt, ob der Sprühkleber der Schuldige ist, den ich zum Verdoppeln der Spanten und Decks verwendet habe. Diesen Schritt hatte ich schon vor einiger Zeit unternommen und dann lag die Mappe mit allen Bögen ne Weile auf dem Stapel......


    Viele Grüße, Michael

  • @ Henning: ich hatte auch schon überlegt, ob der Sprühkleber der Schuldige ist, den ich zum Verdoppeln der Spanten und Decks verwendet habe. Diesen Schritt hatte ich schon vor einiger Zeit unternommen und dann lag die Mappe mit allen Bögen ne Weile auf dem Stapel......


    Moin Michael,
    das ist nicht unwahrscheinlich. Ich habe selbst mit Sprühkleber auch schlechte Erfahrungen gemacht. Seitdem scheue ich das Zeug wie der Teufel das Weihwasser. Mir ist aber klar, dass es gefühlte Millionen von Sprühklebersorten gibt und ich den Griff in die Kloake gemacht habe.
    Ansonsten sieht Dein Modell super aus.
    Gruß aus Flensburg
    Jochen

  • Moin, moin zusammen,


    ja, es gibt durchaus Sprühkleber, die aufgrund ihrer chem. Zusammensetzung Vergilbungen hervorrufen. Bei z.B. UHU-Sprühkleber habe ich das am Papier noch nicht beobachten können, aber er trocknet "pur" ganz leicht gelbig ab. Ggf. auch "Alterungsprozeß"..... :?:



    Gruß
    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Moin,


    ....wo war ich 2019 stehen geblieben ;)...............aber ok, die Pause war ja nicht ganz unproduktiv mit dem Bau der TS Hamburg und TS Hanseatic!


    Anfang Januar hatte ich mich nun mit Vorsätzen für 2021 aus dem Fenster gelehnt und den Weiterbau meiner Santa Inés angekündigt.


    Gesagt getan und rund 700 Teile weiter: Schornstein, Luken, Ladewinden und Poller sind fertig.



    Der Umstand, dass der Passat-Verlag Luken, Winden und Poller auf grauem Tonkarton gedruckt hat, ist in mehrerer Hinsicht ein Vorteil. Das Material ist zum einen etwas dünner als der sonst verwendete Karton und außerdem wird einem das Kantenfärben erspart. Sonst hätte ich einem Monat definitiv nicht so viel geschafft.






    Im nächsten Bauabschnitt werde ich mich den Details rund um die Aufbauten beschäftigen.

    Ich freue mich auf ein Weniger an Wiederholungen für einzelne Bauteile und außerdem wird die Montage von Reling und Niedergängen auch optisch ganz erfreulich werden.


    Viele Grüße aus New Delhi,

    Michael

  • Moin,


    Dank für das positive Feedback und die erhobenen Daumen. Es ist wirklich ein schönes Projekt und der Bau macht viel Freude.


    Peter:

    Für mich war die Santa Inés auch schon immer ein besonderes Schiff. Das hat auch damit zu tun, dass ich bereits als Grundschüler in der Kinder-und Jugendabteilung meiner Leihbibliothek in Hamburg auf das Buch "Alles über ein Schiff - Santa Inés und Santa Teresa von Friedrich Boer stieß und damals völlig begeistert von den ganzen Informationen, Fotos und vor allem den Zeichnungen war, die es in dieser Form sonst nirgendwo gab. Vor zehn Jahren habe ich mir das Buch dann auch wegen dieser Erinnerung antiquarisch erworben. Und schöne Schiffsarchitektur wurde mit der Santa Inés ja lange zu einem Markenzeichen der Hamburg-Süd, noch akzentuiert durch schneeweiße Rümpfe und Aufbauten bis zur Cap San Diego-Klasse oder den letzten Kühlschiffen wie der Polar Ecuador etc.in den späten sechziger Jahren.


    @ Andi:

    Mir hat der virtuelle Stammtisch auch sehr gut gefallen - und dann spielen Entfernungen - und in meinem Fall auch der Zeitunterschied von viereinhalb Stunden - eigentlich keine Rolle. Ich freue mich schon auf weitere Treffen.


    Viele Grüße aus New Delhi,

    Michael

  • Hallo,

    die Santa Inés gehört zu den aufwändigsten aber auch schönsten Kartonmodellen. Mithilfe des genannten Buches kann man ein (fast) authentisches Modell bauen, soweit es der Maßstab zulässt.

    Helmut hat einen großen Baubericht seiner Ines vor einiger Zeit im Forum veröffentlicht.

    Ulrich

  • Moin,


    ....schon wieder ein Monat herum!

    Nun sind alle Lüfter und Relingteile und weitere Bauteile auf den Decks montiert. Das hat sich auch wieder kleinteilemäßig summiert und ich bin froh, dass es jetzt durch ist.





    Begonnen habe ich außerdem bereits mit dem Ladegeschirr - die Bäume sind bereits montiert und jetzt kommen die Masten dran.


    Schönen Sontag und Grüße aus New Delhi,

    Michael

  • Moin Michael,

    sehr schön gebaut. Der Passat-Bogen ermöglicht ein ganz tolles Modell. Es ist schon irre, wie sich unser Hobby entwickelt hat. Ich habe in meiner Sammlung noch den Original A2 Bogen aus dem Lehrmittelinstitut, der Anfang der fünfziger Jahre erschienen ist. Es gibt im Antiquariat häufig das Buch von Friedrich Boer, welches ganz viele Details über die Santa Ines / Teresa enthält.

    Gruß aus Flensburg

    Jochen

  • Moin,


    Dank für die erhobenen Daumen und Komplimente.


    @Jochen:
    Ich bin auch von dem Bausatz ganz begeistert und die Santa Inés macht ungeachtet des hohen Detaillierungsgrads einfach viel Spaß.

    Du hast ja damals bei Deinem Bau der Santa Inés die Santa Teresa vom Lehrmittelinstitut daneben gestellt. Das war wirklich ein sehr aussagekräftiger Vergleich und eine Demonstration, was heute im Kartonbau alles so möglich ist. Und über die komplexen Modelle von heute bin ich wirklich sehr froh.

    Das Boer-Buch nenne ich natürlich auch mein Eigen!


    Viele Grüße aus New Delhi,

    Michael

  • Es ist schon bemerkenswert wie dieser Schiffstyp bis heute ausstrahlt. Einmal als wahrscheinlich ersten Kartonmodell des LI und nun des Passat Verlages. Zwei Modellbau- Philosophien sind das zu beobachten. Jedes Modell spricht für sich.

    Die Santa Teresa war mitte der 50er eines meiner erster WHV Modelle. Später diente ein zweites Modell als Versuch für Superungen. Nach der Santa Ines von Passat baute ich die Teresa nochmal wie aus dem Bogen. Nur habe ich die Masten und Ladebäume weiß gelassen, dem Original folgend.


    Der Schreiber Verlag brachte die Sante Ines fast zeitgleich mit der Santa Teresa auch in 1:250 heraus. Da ichj damals vor weit über 60 Jahren nur über sehr wenig Taschengeld verfügte blieb es bei der LI Version. Heute wäre die Schreiberausgabe ein modellbauerischer Schatz.

    Ulrich