An-2, Orlik Nr. 1/2011 – 1:33 SP-LMA

  • Die nächsten Schritte des Motorbaus. Die Makroaufnahmen sind gnadenlos – man könnte es etwas sorgfältiger zusammenbauen…



    Der ganze Motor (d.h. die meine Version) ist jetzt fertig – nur noch die Zusatzaggregate wie Ölkühler oder Auspuff sowie Propeller und Antennen – und fertig wird es sein!!!

  • Ich wage gar nicht an diese Fummelei zu denken.
    Aber es ist ja ein absuluter Könner am Werke.
    Es wid ein Spitzenmodel.
    Viel Erfolg.
    Es siehtt Klasse aus.
    Eine sehr schöne AN-2
    Auch alte Lady´s haben einen gewissen Charme.
    Gruß Tornado

  • Moin Henryk!
    Ganz außergewöhnlich, Deine Antonov, und sehr schick! Da sie schon so weit gediehen ist, kommt Umfärben wohl nicht mehr in Frage, sonst hätte ich ja gesagt: mach´eine Condor-Maschine daraus, dann ist sie einzigartig... :thumbsup:

  • Danke Hainer und maxhelene!
    Der Propeller unterscheidet sich von den anderen (mir bekannten) Typen; hat säbelartig geschwungene Blätter, wohl deswegen, da die Blattspitzen bei diesen Drehzahlen z.T. schon im Überschallbereich arbeiteten. Weiß jemand darüber Bescheid?
    Die Propellerblätter habe ich aus Kieferholz gemacht, die Propellerhaube aus Verstärkungskartonscheiben.



    Somit ist das Modell (bis auf Antennen – ca. ½ Std. Arbeit) fertig und wird dann auf ein besseres Wetter warten, das einigermaßen ordentliche Galeriebilder ermöglicht. :)

  • Moin, moin Henryk,


    bei sehr schnell laufenden Motoren können die Propellerspitzen sich durchaus der Schallgeschwindigkeit annähern bzw. sie erreichen. Dabei entsteht eine sehr starke Geräuschentwicklung in Verbindung mit heftigen Stoßwellen. Die säbelartige Form soll dieses eintretende Phänomen verhindern bzw. auf einen Punkt ausserhalb des höchsten Drehzahlbereichs "verschieben".


    Ähnlich ist es mit sehr schnell drehenden Schiffspropellern, da tritt dann Kavitation (Dampfblasenbildung) auf, die den Propeller zerstören kann; auch hier wird mit sichelartigen Propellerblättern dem entgegen gewirkt (überkavitierender Bereich).


    Im Laufe der vielen Jahre des Betriebs der AN-2 gab es verschiedene Propeller. Der Säbelblattpropeller WISch 509A-D7 war der erste Serienpropeller und wurde Anfang der 60er Jahre, wegen der schlechten Kühlung der Zylinder, gegen den "normalen" Propeller W 509 D-9 ausgetauscht. Es wurde aber auch der dreiblättrige Propeller AW-7N der Lissunow Li-2 (russ. Lizensbau der DC-3) ausprobiert.


    Gruß von der Ostsee
    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Es ist vollbracht! Antennen sind, wie immer bei mir (was Besseres habe ich bis jetzt nicht gefunden/entdeckt) aus einem Strumpfhosefaden. Beinah habe ich den „Korb“ für irgendwelche Messgeräte an der rechten Seite des Rumpfs vergessen – im letzten Moment aus Kupferdraht (Elektrokabel) zusammengelötet.



    Mein Resümee; ein seeeeeehr anspruchsvoller Bausatz, ohne Zweifel der schwierigste, der mir (in meiner 60-jähriger Karriere als Kartonmodellbauer) unter die Schere gekommen ist! Wer es (einigermaßen ordentlich) fertig kriegt, kann sich als ein vom König zum Ritter Geschlagener betrachten!!! (ernst gemeint :cool: ).
    Kritik gibt es kaum; die Bezeichnungen/Erklärung der Kartonstärke (*=... usw.) ist irreführend. Die Erklärung kann nicht komplizierter sein, z.B. „*+” bedeutet „1 x bristol + 0,5 mm”, oder „***+” = „1 x bristol + 1,5 mm”. Das Problem ist „Bristol“ – je nach Hersteller und Ausführung kann es unterschiedliche Stärken haben. Viel einfacherer wäre, die Stärke direkt anzugeben, z.B. „*+” = 0,7 mm.
    Der zusätzlich gekaufter LC-Spantensatz hat keine Teilenummerierung, was die Arbeit erheblich erschwert/verlangsamt.
    Ansonsten nur höchstes Lob!


    Jetzt nur noch auf Sonne warten, oder es sollte zumindest aufhören zu regnen…

  • Hallo Henryk,


    Glückwünsche zum Rollout Deiner An-2! Ich habe in Deinem thread nichts geschrieben, aber ich habe ihn immer mitverfolgt. Das scheint echt ein "haariger" Bausatz zu sein.
    Aber Du hast durchgehalten und den Bausatz ist in Gänze dreidimensionaliert worden. Ich habe mir extra nochmal die ersten posts angesehen. Deine Umfärbung des Kits ist Dir gut gelungen.
    Aber die Konstruktion ist schon echt schwierig (viele dünne Rumpfspanten u.s.w).


    Ich habe die An-2 vom cfm Verlag, die geht glaube ich beim Bau geschmeidiger...

    Herzliche Grüße
    Gerald

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    I'm walking! @fats_domino

  • Hallo Henryk,


    tolle Arbeit, super; da bin ich echt total blaß vor Neid. Und ich weiß nun dank Deines Berichtes, worauf ich mich bei meiner ORLIK-Anna einrichten muss - höchstwahrscheinlich wird (wieder! :pinch:) bei der ersten auftretenden Schwierigkeit alles in der Tonne landen statt auf einem Flugplatz, aber ... :?:


    und hallo Gerald,

    Quote

    Ich habe die An-2 vom cfm Verlag, die geht glaube ich beim Bau geschmeidiger...

    Die Anna vom cfm-Verlag ist die Lizenz des Verlages 'Junge Welt' der DDR und im Maßstab tatsächlich in 1:50 - das Original des KRANICH-Bogens hat den Maßstab 1:40 ... aber sicher wesentlich einfacher und weniger kompliziert (geschlossene Rumpfsegmente, keinerlei Innenausbau usw. usf.)



    Nun ja, einer mag dies (einfach/er/e) und dem anderen kann es gar nicht kompliziert (austattungsmäßig) genug sein, aber alles hat irgendwo und irgendwie seine Berechtigung. (Selbst die sterblichen Überreste in der Papiertonne!).
    Deshalb wünsch ich euch allen immer den größtmöglichen Erfolg für eure Vorhaben, um alles wie gewünscht und sich vorgestellt in Erfüllung gehen zu lassen.
    Liebe Grüße aus der Region 09***