(FERTIG) Ozeanliner Normandie-1935, JSC, skaliert von 1:400 auf 1:250

  • Jetzt folgt dann das Heck der Normandie.


    Über die Herstellung dieser Sektion habe ich ja schon viel geschrieben. Wenn ich heute auf die Schwierigkeiten zurückblicke, so kann ich mit einigem zeitlichen Abstand folgende Bewertung vornehmen:
    wahrscheinlich kommen hier drei Ursachen zusammen - zum Einen die Konstruktion, dann meine Bauweise und zum Letzten auch die Hochskalierung auf 155 %. Ich denke jedoch, dass ich gut damit leben kann.


    Ich hänge nochmal die alten Bilder an. Zusätzlich eine Detailaufnahme des Schwimmbades. Das Wasser habe ich mit einigen Lagen Frischhaltefolie dargestellt.

  • Dann fange ich in diesen Tagen mit den Aufbauten an. Die entsprechenden Teile für die Kommandobrücke habe ich schon rausgesucht und ausgeschnitten. Die Teile mussten erst verschiedentlich gesucht werden, da die Risszeichnung nicht alles so klar wieder gegeben haben.


    Bis dann, Gruß Wolfgang.

  • ... aber die Befestigung auf der Normandie hat zu Problemen geführt ... da hat nichts gepasst.


    Warum?


    Auf dem angehängten Bild Nr. 1 habe ich provisorisch die an der Brücke anschließenden Aufbauwände befestigt. Ich habe den vorderen Teil mit rot eingerahmt. Dies ist dann die Stelle, auf die die Brücke dann ausgerichtet und befestigt werden muss.


    Das habe ich dann gemacht, Bild Nr. 2 und festgestellt, dass das nicht passt. Da war eine Differenz von ca. 5 mm vorhanden; die Brücke hing quasi in der Luft.


    So konnte es natürlich nicht bleiben. Auf Bild Nr. 3 könnt ihr sehen, dass ich den unteren Teil der Brücke um diese 5 mm erhöht habe. Wieder provisorisch auf die die Aufbauwände gelegt und dann hat alles gepasst.


    Jetzt eine wichtige Aussage: das war kein Fehler des Konstrukteurs, sondern mein Verschulden.


    Ich hänge jetzt die entsprechenden Bilder an und zeige dann im nächsten Schritt, wie der Fehler entstanden ist. Ich mache das deshalb so ausführlich, damit der nächste Normandie-Modellbauer nicht den gleichen Fehler macht. Leider habe ich im Forum keinen alten Baubericht gefunden, an dem ich mich vorher orientieren konnte.

  • Nun, wie ist dieser Fehler entstanden. Das zeigen die beiden angehängten Bilder.


    Bild Nr. 1 zeigt das Hauptdeck und die Stelle, wo die Brücke hinkommen soll. Auch habe ich die Decks-Nr,. und die Querspanten dort aufgeführt. Auf das Deck Nr. 52 wird die Brücke aufgeklebt. Die anschließenden Decks Nr. 55 und 56 müssten eigentlich ca. 5 mm tiefer gebaut werden. Das habe ich aber nicht erkannt.


    Bild Nr. 2 zeigt die entsprechenden Spanten Nr. 3 und 4. Da erkennt man, dass der Spant Nr. 3 um 5 mm höher ist. Ich habe das beim Bau des Rumpfes als normalen Decksprung nach vorne angesehen (der ist bei der Normandie sowieso sehr ausgeprägt) und nicht erkannt, dass das ein Absatz sein soll.

  • Da stand für mich die Frage ... was tun.


    Reparieren konnte ich das nicht mehr. Das hätte ganz tief in den bisher durchgeführten Bau des Modells eingegriffen. Wahrscheinlich hätte ich die Normandie damit nur "verschlimmbessert".


    Also habe ich alle so gelassen und weiter gebaut.


    Die beiden angehängten Bilder zeigen zunächst die Original-Aufbauwände. Das waren ca. 40 cm lange Teile, die ich zur Stabilität von hinten mit einem schmalen Kartonstreifen versteift habe; ansonsten wäre das alles sehr "labberig" gewesen.

  • Und auf den folgenden Bildern könnt ihr feststellen, wie die Normandie zum jetzigen Zeitpunkt aussieht; ich kann damit leben.


    Ich habe die Probleme bewusst so ausführlich beschrieben. Und nochmals der Hinweis: das liegt nicht am Konstrukteur der Normandie. In einem Baubericht muss auch mal dargestellt werden, wenn ein Modellbauer nicht so optimal gehandelt hat. Was mir auch wichtig ist, der zukünftige Normandie-Modellbauer soll davon profitieren und nicht den gleichen Fehler machen.


    Dann bis zur nächsten Einschaltung,


    Gruß Wolfgang.

  • Der Bau der Treppe war einfach. Ich habe die lediglich um ca. 1 mm schmaler gemacht, damit sie gut zwischen die beiden Aufbauwände passt.


    Bild 1: hier zunächst die Teile auf dem Original-Baubogen ...
    Bild 2: ...und so sieht es dann aus, wenn die Teile ausgeschnitten sind. Ich habe diese Teile zunächst mit 160g Karton verdoppelt und zusätzlich wurden diese dann auch nochmal mit den gedruckten Bauteilen verdoppelt...
    Bild 3: ...hier seht ihr dann die fertige Treppe...
    Bild 4:... die ich dann an ihrem Platz zwischen den beiden Aufbauwänden eingeklebt habe.

  • Hier zeige ich euch nochmals den Stand der Treppe zwischen den beiden Aufbauten. Welchen Zweck diese Treppe jedoch hatte, kann ich nicht richtig sagen. Sie führt nicht auf das vorher erwähnte Deck, rechts der Treppe sind bodentiefe Fenster vorhanden und links der Treppe eine geschlossene Aufbauwand. Aber so ist es nun mal. Im Internet habe ich mal Bilder der Normandie gesucht und dort war die Treppe in der gleichen Form vorhanden.


    Ich muss zugeben, dass das nicht viele Bauinfos waren. Damit ist jedoch der Bereich der langen Aufbauten auf dem Mittschiff der Normandie abgeschlossen und bei der nächsten Einschaltung kann ich dann mit anderen Bauteilen anfangen.


    Bis dann, Gruß Wolfgang.

  • Moin Wolfgang,


    wenn die Fenster bodentief waren, konnte man vielleicht wie bei so genannten "französischen Fenstern" heraustreten? Eine Festgesellschaft konnte sich so vielleicht auf dem Vordedeck zerstreuen, z.B. zum Luft schnappen nach einem Ball?


    Ansonsten holst du aus dem skalierten Modell mal wieder eine Menge raus!

  • Moin Wolfgang,


    sorry erstmal, ich meinte das Achter-, nicht das Vorderdeck. Und damit lag ich auch falsch. Es muss das Bootsdeck sein. Der vordere Teil wird in Arne Zuidhoek "NORMANDIE" als "Grillroom", der achtere Aufbau als "Lounge" bezeichnet. Allerdings scheint die konkrete Ausführung anders gewesen zu sein und die Bilder bei Zuidhoek zeigen Entwurfsfassungen.


    Bilder im Netz zeigen nämlich, dass der achtere Aufbau auf dem Bootsdeck deutlich flacher, wie eine Art Podest ausgeführt war und es die Treppe gar nicht gab. Dem JSC-Modell könnten demnach Zeichnungen der Entwürfe zugrunde gelegen haben?

  • Hallo Nils,


    die Normandie wurde umgebaut, um anschließend größer als die Queen Mary zu sein. Da die Engländer die Größenangaben etwas kleiner kund getan hatten, als sie wirklich bauen wollten, war da Handlungsbedarf.....
    Also kam ein hinterer Aufbau dazu. Somit gibt es zwei mögliche Versionen.


    Gruß pianisto

  • Hallo Nils, hallo Pianisto,
    die kleine, unscheinbare Treppe zwischen den Aufbauten hat doch zu einigen Recherchen eurerseits geführt. Danke für die Arbeit und die Erklärungen.


    Nils,
    deine Links und die darin zu findenden Bilder und Strichzeichnung zeigen deutlich den Unterschied im zeitlichen Ablauf der Bauphase der Normandie. So wie ich das verstehe (auf der Risszeichnung in Wikipedia) war zunächst ein relativ flaches Deck vorhanden, auf das man dann mit der Treppe gelangen konnte. Später wurde dann an der Stelle ein größerer Aufbau installiert - so wie es das Modell zeigt.


    Damit die Treppe jedoch nicht ganz nutzlos ist, habe ich an dem erwähnten hinteren Aufbau eine Doppeltür aufgeklebt. Die Passagiere sollen auch von der Treppe ins das große Deckshaus kommen können. Nur ... wie steigen die dann im Inneren ca. 1,50 m nach unten ab!? :D:D:D . Wenn da nicht auch eine Treppe vorhanden ist, dann ... :D:D:D .


    Ich hänge mal das entsprechende Bild an.


    Hallo Modellschiff,
    ja, eine ähnliche Konstruktion wie auf der etwas älteren Bremen, die habe ich übrigens ebenfalls gebaut. Was sind das für zwei Modelle neben der Bremen? Da mein Interesse in den letzten Jahren weg von Kriegsschiffen hin zu Zivilschiffen tendiert, werde ich in der nächsten Zeit auch vermehrt Zivilschiffe bauen. Gebe doch bitte Nachricht, um welche Schiffe es sich handelt.


    Dann noch eine Info zum Schluss: in den nächsten Tagen werde ich eine textliche und bebilderte Zusammenfassung vom Bau des Rumpfes, den Aufbauten und den Decks präsentieren. Ich bin noch dabei, alles logisch zusammen zu stellen. Jetzt sind die Eindrücke und Abläufe noch frisch und präsent; ich denke, dass das für künftige Normandie-Modellbauer interessant ist. Von mir kann ich sagen, dass ich, wenn ich mit dem Bau eines neuen Modells begonnen habe, stets in den Foren nachgesehen habe und von meinem "Vorbauer" profitiert habe.


    Bis dann, Gruß Wolfgang.

  • Moin, moin Wolfgang und Ulrich,


    also.....ich erkenne links neben der BREMEN die TITANIC (Whv) und nicht die BERLIN.... und ganz hinten links im Hintergrund die UNITED STATES (Whv)....trotzdem....tolle "dicke" Pötte mit ihren "dicken" Kommandobrücken :thumbup:!


    Gruß von der Ostsee
    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Hallo,


    bevor ich mit den weiteren Bauarbeiten an der Normandie beginne, will ich heute noch eine Zusammenfassung über den bisherigen Verlauf der Herstellung von Rumpf, Deck und Mittschiffsaufbauten geben. Jetzt sind die Eindrücke noch frisch und daher auch noch gut zu benennen.


    Spantengerüst
    Die von JSC vorgesehen Konstruktion mit einem langen dreieckigen Mittelspant habe ich nicht umgesetzt. Durch die Skalierung von 1:400 auf 1:250 entstand ein ca. 1,20 m langes Modell und da war mir die Lösung mit einer durchgehenden Grundplatte doch sicherer und gab auch noch mehr Stabilität. Die Grundplatte, den Längsspant und auch alle Querspanten habe ich lediglich mit 160g Karton verdoppelt. Ich weiß von meinen vielen eigenen Modellen, dass das ausreichend ist; eine Verdoppelung mit 1- oder 2mm Graukarton ist nicht nötig. Es war aber nötig, dass ich noch zwei weitere Längsspanten rechts und links vom Mittelspant eingefügt habe (siehe Baubericht Nr. 7).


    Die Spantenabstände waren durch die Vergrößerung auf 1:250 ca. 7,5 cm lang. Das ist einfach zu groß, um einen sauberen Rumpf herzustellen; in den großen Zwischenräumen bilden sich dann leicht Dellen, die dem Modell ein unsauberes Erscheinungsbild geben. Also habe ich Zwischenspanten eingefügt (siehe Baubericht Nr. 5). Das hat im Mittschiff gut funktioniert; im Vorschiff und am Heck traten jedoch Probleme auf. Die von mir gefertigten Zwischenspanten waren dort nun nicht so optimal hergestellt;später mussten da Korrekturen durchgeführt werden (siehe Baubericht Nr. 16).


    An den Außenseiten der Querspanten habe ich zusätzliche Klebestreifen aus Karton angebracht (siehe Baubericht Nr. 7). Das ist meiner Meinung auch nötig, da die späteren Bordwandteile ca. 7 cm hoch und bis zu 40 cm lang sind. Das bedarf einer soliden und ausreichend großen Klebefläche; ein verkleben nur unten an der Grundplatte und oben am Hauptdeck reicht meiner Meinung nicht aus.So vorbereitet konnte ich mit der


    Rumpfbeplankung/Vorbeplankung beginnen.
    Die Bordwandteile – wie vorher gesagt – waren bis zu 40 cm lang. Da war mir der 160g Karton zu „labberig“. Also habe ich diese Teile mit 80g Papier verstärkt. Das hat dem Karton viel Festigkeit gegeben und trotzdem waren die nötigen Rundungen gut herzustellen. Die Beplankung hat im Mittschiff gut geklappt. Im Bereich des Vorschiffes haben sich jedoch einige Dellen gebildet, die mit kleinen Papier- oder Kartonstreifen ausgeglichen wurden (siehe Baubericht Nr. 17). Das hat dann auch zu meiner Zufriedenheit geklappt.


    Ganz problematisch war jedoch das Heck. Davon dann später. Nachdem die Vorbeplankung so abgeschlossen war, befasste ich mich mit dem


    Unterwasserrumpf
    Hier hat mir der Modellbaukollege Oldenburger 67/Thomas aus den Tiefen des Internet einen guten Spantenriss übermittelt. Aber auch hier musste ich Zwischenspanten einfügen, da der Abstand der Originalspanten ebenfalls ca. 7,5 cm war. Diese Zwischenspanten habe ich jedoch mit einem „Abstandshalter“ (siehe Baubericht Nr. 31) ausgerichtet. Das war meiner Meinung eine gute Hilfe und ich konnte gleich sehen, ob der Verlauf der Spanten exakt war, ob ich etwas zurückschneiden oder auffüttern musste. DenRumpf habe ich mit 210g Karton beplankt. Wie bei mir so üblich erst eine Vorbeplankung. Die Stoßkanten der einzelnen Klebestreifen mit 120er- und dann mit Micro-Schleifpapier mit „sanftem Druck“ glatt geschliffen und mit Glattfix von Graupner grundiert. Dann die zweite, endgültige Beplankung auch mit 210g Karton durchgeführt. Wieder mit Schmirgelpapier geglättet. Wenn man mit „sanftem Druck“, wie ich vorher beschrieben habe, arbeitet, erhält man einen schönen, gleichmäßigen Rumpf. Dann nochmals mit Glattfix grundiert und schließlich dreiMal mit rot von Revell SM 330 endlackiert.


    Ich muss zugeben, das war ein relativ aufwändiges Vorgehen, aber der Rumpf sieht dann auch akzeptabel aus; denke ich doch. Jetzt konnte ich dann mit der


    Endbeplankung des Überwasserrumpfes beginnen.
    Die Fotokopien auf 160g Karton habe ich wieder mit 80 g Papier kaschiert (!). Aus dem gleichen Grund wie zu Anfang erwähnt: lange, hohe Bauteile. Durch die aufwändigen Vorarbeiten bei der Vorbeplankung hat die Endbeplankung auch gut geklappt.


    Bis auf das Heck! Darüber habe ich ja viel geschrieben (siehe Baubericht Nr. 20 und 22-28). Wer sich nochmal darüber informieren will, möchte dort nachsehen. Jeder zukünftige Normandie-Modellbauer muss unbedingt vor Beginn dieser Arbeiten Versuche mit Fotokopien machen. Das erscheint mir sehr wichtig.


    Aufbauten auf der Normandie
    Hier handelt es sich um gerade, lange Bauteile, die relativ leicht zu bauen sind. Wenn dann das Holzdeck aufgeklebt wurde, geben sie dem Schiff eine noch stärker ausgerichtete dynamische Linienführung.


    Über meinen Fehler beim Bau und der Kommandobrücke habe ich ja ebenfalls viel geschrieben (siehe Baubericht Nr. 45-49). Wer sich auch darüber nochmal informieren will, möchte dort nachsehen. Ich denke, dass dem zukünftigen Normandie-Modellbauer dieses Missgeschick dann nicht passieren wird.


    Zusammenfassung
    Bis zu diesem Zeitpunkt stellte der Bau der Normandie keine außergewöhnlichen Anforderungen oder Schwierigkeiten dar (bis auf das Heck). Auch die Passgenauigkeit war zufriedenstellend. Kleinere Korrekturen hier und da waren zwar nötig; aber jeder Kartonmodellbauer weiß, dass diese auch bei anderen Modellen und Konstrukteuren immer wieder mal auftreten. Sie waren auch nicht so gravierend, dass ich diese hier besonders beschreiben muss. Wichtig ist die bestmögliche Lösung dieser Differenzen.


    Damit will ich meine Erklärungen abschließen. Eine kleine Hoffnung habe ich, dass daraus für Andere die entsprechenden Anregungen gezogen werden. Ich selbst betrachte die Bauberichte im Forum von Modellen, die ich dann selbst baue, sehr ausführlich; manche Lösungen sind dann einfacher.


    Hier dann die ersten Bilder als Gesamtansichten, mit der Kamera herangezoomt.

  • Hallo,
    zwischen den Feiertagen war ich ein wenig aktiv und habe Kleinteile fertig gestellt. Die will ich euch heute kurz zeigen. Doch zunächst besten Dank für euer Interesse an dem Baubericht und die vielen Likes von Peterb, Helmut B., Unterfeuer, misergey und Oldenburger 67.


    Doch vorab einen Kommentar eines Modellbaukollegen aus dem Nachbarforum "die-kartonmodellbauer.de". Den will ich euch auch hier zeigen, denn der Hinweis auf die Niedergänge/Rutschen ist berechtigt.


    ede schrieb:
    Moin Wolfgang,
    "...wahnsinn wie Du das hinbekommen hast; die viele Arbeit, die Du in den Rumpf investiert hast, hat sich wirklich gelohnt. So macht das Betrachten Spaß ( ich bin Rumpffreak!).Aber (!) was sind das für Rutschen an den achteren Decks? Nee, das sollen doch Niedergänge sein. Aus dem Originalbogen ließe sich optimal Niedergänge schneiden. Weiter viel Spaß mit Deinem tollen Schiff
    Gruß aus dem hohen Norden Ralph..."


    Mein Kommentar darauf ist:
    Ralph,
    da muss ich im Nachhinein zugeben, die Niedergänge sehen wirklich aus wie "Rutschen" ;( . Das hat mir dann doch keine Ruhe gegeben und ich habe überlegt, wie ich das etwas besser darstellen kann. Der Baubogen gibt nicht mehr her, als die von mir dargestellte Ausführung. Aber ich habe genug Relingteile von Saemann hier liegen und so habe ich dann den Niedergängen/Rutschen Handläufe hinzugefügt. Das sieht dann schon etwas perfekter aus. Ich denke, dass ich das so lassen kann. Danke für deinen Hinweis :thumbup: . .


    Hier dann zunächst ein Bild der Reling von Saemann. Die habe ich um einen Handlauf niedriger schneiden müssen (sonst hätten die jeweils oben, an den bereits vorhandenen Relingteilen nicht gepasst) und an den Anschlussstellen abgeschrägt.

  • Der Rumpf und der Stapellauf der Normandie ist ja bereits schon erfolgt! Damit das Schiff auch sicher im Wasser ankern kann, habe ich die vier Anker ebenfalls schon fertig gestellt; die habe ich aus dem Baubogen genommen. 


    So, das ist der aktuelle Stand. In den nächsten Tagen fange ich dann mit den Schornsteinunterbauten (drei Stück) an.


    Bis dann, Gruß Wolfgang.

  • Hallo,


    ich bin mit meiner Normandie ein wenig weiter gekommen. Die Unterbauten für die drei Schornsteine sind fertig. Das war relativ einfach und es hat alles gut gepasst. Viel gibt es nicht zu sehen - aber es ist eine in sich abgeschlossene Baugruppe. Hier zunächst das Teil für den ersten Schornstein.

  • Die Normandie hat drei Schornsteine; hier dann der Unterbau für dieses Bauteil.


    Da ist jedoch eine Besonderheit vorhanden. Es sind nicht nur Freiräume für die Besatzung (hinterer Teil des Aufbaus) sondern auch ein "Promenadendeck für Hunde"!!! vorhanden, abgeteilt mit einer weißen Trennwand. Diese Info habe ich aus der Buchreihe von Time Life aus 1979, die großen Passagierschiffe, entnommen. Da ist auch eine mehrseitige Zeichnung der Normandie vorhanden, auf der viele Infos zu den einzelnen Schiffsbereichen zu finden sind. Leider ... habe ich kein Veröffentlichungsrecht. Wer das Buch hat sollte da unbedingt mal nachsehen.

  • Hallo,


    seit meiner letzten Einschaltung sind die drei Schornsteine, Rettungsinseln und Lüftereinrichtungen der Normandie fertig geworden. Hier zunächst ein Bild der drei Schornsteine. Die sind unterschiedlich hoch und der dritte Schornstein hat keine Abgasvorrichtungen. Er beinhaltet lediglich Lüftermaschinen und ist wohl hauptsächlich aus optischen Gründen gebaut worden; die Normandie sollte im Vergleich mit der zur gleichen Zeit gebauten Queen Mary I genau so repräsentativ aussehen.

  • Der Bau der beiden vorderen Schornsteine war relativ problemlos (der dritte Schornstein hatte es jedoch "in sich!"). Ich hänge mal zwei Bilder an, die den ersten Schornstein und deren Bauweise zeigen.


    Der Schornstein hat eine innere Spantenkonstruktion und um dieses Bauteil wurde dann der Schornsteinmantel und ein Manschette am Fuß angebracht. Für die Befestigung der Manschette war auf dem Schornsteinmantel eine dünne Hilfslinie vorhanden, die auch exakt positioniert war. Wichtig ist, dass die erwähnte Manschette und der Schornsteinmantel von unten gesehen auf gleicher Höhe ist.

  • Die Herstellung des dritten Schornsteins war jedoch mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden; da war die Konstruktion nicht richtig. Diesen Schornstein habe ich auch drei Mal gebaut, bevor er so war, dass er auf der Normandie aufgebaut werden konnte.


    Ein Bild von der ersten Ausführung habe ich allerdings nicht mehr. Der hat vorne und hinten nicht gepasst. Wenn ich den dann vorne bündig auf das Deck gestellt habe, stand der hinten ca. 10 mm hoch und umgekehrt dann vorne. Das Problem war die Positionierung der Manschette, die ich genau an der feinen Klebelinie positioniert habe und dann an der Unterseite erheblich über den Schornsteinmantel rausragte. Ich hoffe, die Erläuterungen sind verständlich, Das jetzt angehängte Bild eines Probebaus zeigt das deutlich.


    Dann habe ich eine Kopie gemacht und einen Probebau mit einigen Veränderungen gemacht. Wie gesagt, das Problem war die Manschette. Die darf bei diesem dritten Schornstein nicht an der Klebeline positioniet werden sondern muss so verändert werden, wie das Bild zeigt.


    Dann schließen Schornsteinmantel und Manschette sauber an der Unterkante ab.


    Und so sieht dann der verwendungsfähige Schornstein aus.

  • Noch eine Bemerkung zur "Schornsteinherstellung". Wenn ich das so ausführlich beschreibe, dann nur, um einen möglichen kommenden Normandie-Modellbauer auf dieses Kriterium hinzuweisen - und es vor vornherein richtig zu machen.