ILV "Granuaile" / Paper Shipwright / 1:250 [Fertig]

  • Moin zusammen,


    einerseits genieße ich ja den rekordverdächtigen Sommer, aber andererseits sind die Temperaturen schon grenzwertig und manchmal tut mir eine kleine Auszeit mit Modellbau wirklich gut (sofern die Teile nicht an den schwitzigen Händen kleben bleiben :cool: ).


    Wie einige von euch vielleicht schon vermutet haben, wurde der Bau meines EGV “Berlin” mal wieder unterbrochen.
    Grund dafür ist ein Modell von Paper Shipwright / David Hathaway, welches ich dazwischen schieben möchte (endlich wieder was „Buntes“ :D ):


    Die ILV (Irish Lights Vessel) „Granuaile“


    Es handelt sich um ein stämmiges Arbeitsschiff, das hauptsächlich als Tonnenleger fungiert.
    Es wurde 2000 auf der Damen-Werft (Niederlande) gebaut und besitzt einen großen, heckseitigen Hydraulik-Kran zum Aussetzen der Tonnen, eine große Schleppwinsch und ein Hubschrauber-Landedeck bugseits.
    Daher eignet sich das Original auch für Schlepper-Dienste und Offshore-Versorgung.
    Außerdem verfügt das Schiff über ein ausgefeiltes Manövrier-System mit entsprechenden Bug- und Seitenstrahlern.


    Der Name des Schiffs hat einen interessanten historischen Hintergrund ;)


    Der Bogen selbst ist schön detailliert und fein gezeichnet; 7 Bögen nebst einigen Seiten Bauanleitung und Skizzen vervollständigen den guten Eindruck.



    David hat, wie bei seinen Modellen üblich, Faden-Relinge vorgesehen; dafür sind passende Vorlagen im Bogen enthalten.
    Ich bin ja eher ein Freund von Ätzteilen (hilfsweise LC).
    Daher habe ich (nach Rücksprache mit David) ein Experiment gestartet und eine Ätzteil-Vorlage gezeichnet.
    Diese befindet sich gerade in Produktion bei Saemann Ätztechnik und ich bin schon sehr auf das Resultat gespannt. Herr Saemann hat mir beim Zeichnen der Vorlage gut weiter helfen können, herzlichen Dank dafür!


    Übrigens gibt es im Nachbarforum http://www.die-kartonmodellbauer.de einen Baubericht zur „Granuaile“; da hier aber noch wenig zum Modell geschrieben wurde, habe ich mich entschieden, über meinen Bau zu berichten.


    Los geht's :D


    Wie gewohnt zunächst die Grundplatte (1); hier ist direkt eine kleine Arbeitsplattform anzubringen:



    Interessant vielleicht für andere Nachbauer: Die grauen Kreise auf der Grundplatte sollten mit denen auf dem Arbeitsdeck (11) übereinstimmen; es handelt sich dabei um Aussparungen für die Lagerung von Tonnen an Bord. Ich habe leider nicht daran gedacht, die Markierungen auf dem Arbeitsdeck auszuschneiden (dazu gibt es auch keine Anmerkung in der Anleitung); aber mein Hinweis hilft hoffentlich Anderen.


    Der Mittelspant (2) wurde vorbereitet.
    Da ich das Innenleben unter dem Hubi-Deck (inkl. Ankerwinsch) darstellen möchte, musste ich am Spantengerüst ein paar Modifikationen vornehmen; dabei sind die Teile an der schwarzen und roten Markierungslinie auszuschneiden (schwarz und blau, wenn man das Innenleben nicht zeigen möchte).



    Nun durfte das Spantengerüst (verbaut wurden noch die Querspanten 3-10) über Nacht trocknen…



    …am nächsten Tag wurde das Arbeitsdeck (11) aufgesetzt.



    Übrigens habe ich mir erlaubt, die Feuerlöschkästen aus 3-fachem Karton darzustellen; außerdem die Klüsenringe (2-fach).
    Zum Heck verlaufend musste ich die Innenschanz an den markierten Stellen einschneiden, da sie zum Heck hin einen leichten Bogen macht. Das wäre schwierig, sie „in einem Stück“ zu knicken.
    Auch die Speigatte wurden ausgeschnitten (hoffentlich passt die Bordwand später dazu…).
    Demnächst dann mehr an dieser Stelle.


    Schönes, sonniges Wochenende wünsch ich euch :thumbup:


    Grüße


    Lars

  • Moin, moin Lars,


    klasse, dass du diesen Baubericht gestartet hast :thumbsup: ! Die verdreifachten Feuerlösch-Kästen sind richtig, denn sie sind (im Vergleich zu den Schotten/Türen) relativ dick, müssen ja zumeist einen C-Schlauch (o.ä.) mit Kupplung enthalten und damit entsprechend tief sein. Obwohl....manchmal sind die Kästen zum Teil oder auch ganz in die Wand eingelassen.



    Gruß aus Rostock (ich erinnere mich noch freudig über deinen Besuch)
    HaJo

  • Moin zusammen,


    @HaJo: Ja ich habe auch noch schöne Erinnerungen an unser Treffen, klappt ja vielleicht mal wieder :)
    Ich habe im Netz einige hochauflösende Fotos vom Original gefunden, da sind viele Details gut zu erkennen (u.a. die breiten Feuerlöschkästen auf dem Arbeitsdeck).
    @Robi: Wie konnte ich denn Deinen Bericht übersehen...? Vielen Dank für den Link, das wird eine große Hilfe sein :thumbsup:


    Später folgen noch ein paar Fotos vom Baufortschritt.


    Grüße


    Lars

  • Moin zusammen,


    nachdem ich bei Robi gesehen habe, dass die Aufnahmen für die Tonnen tatsächlich im Bogen vorhanden sind (leider ohne Hinweis in der Anleitung), habe ich mich zur ersten Not-OP durchgerungen.
    Mit einem spitzen, scharfen Skalpell habe ich vorsichtig die runden Markierungen auf dem Arbeitsdeck ausgeschnitten. Nicht ganz einfach war die Ecke, wo Spant 7 drunter liegt. Den musste ich (mehr oder weniger) brachial teilweise heraustrennen. Aber auch das hat am Ende geklappt.



    Die Röhren X1 (auf Bogen 6) musste ich um gut 3mm kürzen, damit sie in die Öffnungen geschoben werden konnten.
    Am Ende bin ich aber mit der OP sehr zufrieden.



    Auf dem letzten Foto sind schon die Aufbauwände 11a-c zu sehen; hier habe ich 3 aufzudoppelnde Schotts nicht gefunden und somit welche aus dem Sicherungs-Scan verwendet…
    Da mich immer noch die Neonröhren-Orgien beim EGV verfolgen, musste ich damit auch hier weiter machen :D
    Die Röhren bestehen aus schmalen, verdoppelten Kartonstreifen. Macht sich einfach besser als nur aufgedruckt :)


    Bis bald ;)


    Grüße


    Lars

  • Moin Lars


    einen genauen Baubericht kann man mein Elaborat wohl nicht nennen, aber ich hoffe schon, dass er dir eine Hilfe sein kann. Das fertige Modell ist ein absoluter Hingucker und deine kleinen, aber feinen Superungen werden da noch weiter helfen.


    Weiterhin viel Spaß, den ich übrigens damals auch hatte
    Liebe grüße
    Robi

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.


    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.

  • Moin Lars,


    Tonnenleger und Fiete, das gehört ja irgendwie zusammen... ;) Insofern werde ich Deinen Baubericht mit großem Interesse verfolgen.


    Gutes Gelingen und viel Spaß mit dem Teil


    Fiete

  • Nabend zusammen,


    @Robi: Deine Fotos sind SEHR hilfreich, danke dafür :thumbup:
    Ein paar Superungen werde ich machen, aber das soll nicht aus dem Ruder laufen.... ;)
    Fiete: Prima, dass Du dabei bist, viel Spaß :D


    Hier seht ihr die Spanten 16/17 und das Backdeck (18), auf dem die Ankerwinsch, Poller, Verhol-Spille und weitere Kleinigkeiten montiert werden können.



    Je nach eigenem Gusto müssen die Bauteile an der roten („Innenleben“) oder der blauen Linie („nix zu sehen“) ausgeschnitten werden.
    Ich habe mich für Rot entschieden. Schade nur, dass die blauen Linien dadurch nicht verschwinden… Sollte aber später kaum noch auffallen.



    Ein paar Poller XX4 habe ich auch schon vorbereitet. Für das Ausstanzen der Poller-Deckel habe ich den Screw Punch mit 1,5mm-Einsatz verwendet. Im Nachhinein hätte ich die Deckel eher aus Reserveflächen ausgestanzt; dann hat man keinen Ärger mit „unsauber“ ausgestanzten Einzelteilen.




    Und nun zum bereits von Robi erwähnten Dilemma „Ankerwinsch“ (XX2). Hier die vorbereiteten Bauteile…



    Leider ist die Anleitungsskizze nur bedingt hilfreich, da die Ziffern nicht zu den Bauteilen passen.
    Hier meine Interpretation der Teile:



    Die äußeren Spillköpfe (grünes ?) konnte ich im Bogen nicht finden. Ich baue die Winsch zunächst ohne sie.
    Mal sehen, wie alles zusammen kommt...


    Stay tuned / bleibt dran :D


    Grüße


    Lars

  • Moin zusammen,


    herzlichen Dank für die Likes :)


    Und hier seht ihr die fertige Ankerwinsch XX2.



    Am Mittelkasten b musste ich vorn eine Platte ergänzen, sonst hätte man dort hinein sehen können. Ansonsten habe ich die Teile wie oben gezeigt zusammen gebaut.


    David, if you’re reading this, maybe you can change the figure B in the instruction section to show the correct assembly. I hope I got it right…


    Die Kettenführungen XX1 habe ich leicht geändert, indem ich ein schmales Plättchen zwischen die Seitenwangen geklebt habe. Dadurch ergibt sich eine Art Rutsche, in der die Ketten liegen.
    Hier die Winde an Bord:



    Es folgten dann die Poller XX4, ein kleines Luk XX6 und die Spille XX7. Damit sieht es an Deck schon ganz manierlich aus.



    Schönen Sonntag noch :)


    Grüße


    Lars

  • Moin zusammen,


    vielen Dank fürs Däumchen-Drücken :)


    Bei den schweißtreibenden Temperaturen ist kaum ans Basteln zu denken. Viel habe ich daher die letzten Tage nicht geschafft. Aber ein paar Fortschritte gibt es doch :)


    Zunächst wurde das Windendeck komplettiert. Zu sehen sind die Kabeltrommeln XX8, die Ladeluke XX5 sowie die Aufbauwände 20a und 20b. Die Bugsektion war dann noch mit Kartonstreben an den Spanten (als Verstärkung) zu versehen.



    Nach Robis Hinweis in seinem Bericht habe ich nun zunächst die Schleppwinsch 73 gebaut und an Bord geholt. Die weißen Markierungen für die seitlichen Träger habe ich vorsichtshalber hellgrau gepönt, da sie nicht komplett von den Teilen abgedeckt werden.



    Dann folgte das Deck 19. Hierbei waren 3 Bauteile, die ich zunächst nicht zuordnen konnte. In der Anleitung finden sich keine Hinweise...
    Die Leiste 19a soll vermutlich an bzw. unter das Deck geklebt werden (so dass die schmalen Enden an den Seiten unter dem Deck liegen); die beiden Leisten 19b sind rechts und links an den Podesten für die Davit-Kontrollstationen anzubringen.



    Soviel erstmal von mir, wünsche allen weiterhin frohes Schwitzen :D


    Grüße


    Lars

  • Moin zusammen,


    Fiete: Danke! Zum Glück gab's gestern die Abkühlung; nun geht's weniger schweißtreibend voran :)
    Danke euch für die Likes ;)


    Lt. Anleitung sind jetzt Deck 19, der Querspant 21, diverse Aufbauwände sowie Zwischendecks zu verbauen.
    Ich habe mich aber beim Betrachten der Wände-Bauteile gefragt, ob diese tatsächlich „stumpf“ auf das Deck 19 gesetzt werden sollen. Das hielt ich für keine so gute Idee, daher habe ich selbst geschnitzte Klebelaschen an den Markierungslinien für die Wände aufgesetzt.



    Die Wände 22/23 werden mit den Zugängen 22a/23a ergänzt; letztere stoßen dann genau auf den Spant 12.
    Fenster und Bulleyes habe ich mit Antistatik-Folie hinterklebt.



    Nun sollen lt. Anleitung die Zwischendecks 24/25 eingebaut werden. Da jedoch unter diesen Teilen noch die Heck-Aufbauwand 26 liegt, sollte man diese m. E. zuerst montieren.



    Dann kamen die Zwischendecks 24/25 an ihren Platz:



    Eine allgemeine Anmerkung zum Hauptaufbau: Ich finde ihn ziemlich tricky, da David sich die Decks mit Aufbauten nicht einzeln vorgenommen hat, sondern Bauteile mal über 1, 2 oder 3 Decks zugleich hinaus gehen. So hat man leider viele Stellen, wo sich schnell leichte Verschiebungen ergeben (können), die sich, je weiter man baut, potenzieren (können). Aber trotzdem macht der Bau Spaß (ist ja auch eine gewisse Herausforderung :D ).


    Die seitlichen Nischen-Aufbauwände 27/28 musste ich dann auch an der Oberkante um ca. 1mm kürzen, da sie nicht mit den restlichen Spanten 13/14 fürs Deck 33 in einer Flucht lagen…



    Nun wurden die Seitenwände 29/30 montiert; es muss sehr genau gearbeitet werden, da sie mit vielen anderen Wand-/Spantsegmenten „in Einklang“ gebracht werden müssen.
    Bei den Luftschächten (?) 31/32 musste ich etwas ziehen und zerren, damit sie gerade ausgerichtet stehen. Hat aber dann doch gut geklappt.



    Demnächst dann mehr von dieser Baustelle ;)


    Ich wünsch euch ein schönes Wochenende :thumbsup:


    Grüße


    Lars

  • NAbend zusammen,


    jetzt konnten die Decks 33/34 vorbereitet und montiert werden. Die Feuerlöschkästen 90 a-c für das Deck 34 habe ich aus dreifachem Karton gebaut; 2-fach erschien mir zu dünn.



    Da ich das Deck 33 absichtlich bugseits mit einem kleinen Überstand über Spant 14 montiert hatte, konnte ich die Aufbauwand an Deck 34 genau passend darunter ausrichten. Vorher waren aber noch ein paar Löcher in den Spant zu „sägen“, damit die Fenster-Verglasung auch zur Geltung kommt. Hier das Gemetzel in ganzer Größe…



    … und im Nachhinein alles halb so schlimm.



    Zum Schluss noch ein Blick backbords (die Klebelaschen am Deck 34 habe ich schon gekürzt)… bevor die Bordwände dran kommen. Das dauert aber noch, da ich derzeit die Brücken-Einrichtung zeichne :)



    Bis bald und viele Grüße


    Lars

  • Moin zusammen,


    vielen Dank fürs "Däumchen-Drücken" ;)


    Ich war nicht ganz untätig in den letzten Tagen und habe an der Konstruktion der Brückeneinrichtung gewerkelt.


    Man kann ja sagen „das sieht man sowieso nicht“, aber ich habe bei diversen Ausstellungen Besucher erlebt, die es klasse fanden, dass es dieses „Modell im Modell“ auch noch gibt.


    Zunächst galt es, die richtigen Maße für das Brückendeck der „Granuaile“ zu ermitteln. David hat beim Modell ein Spantengerüst im Bereich der Brücke vorgesehen, das ich bei meinem Vorhaben natürlich nicht verwenden kann.
    Außerdem ist ein Querspant 35 vorhanden, den ich für die Brücke überarbeiten muss. Letztlich habe ich das Brückendeck aber gut anhand der Bogenscans abmessen können (hoffentlich :D ).



    Nach und nach entstanden die Bauteile für die Brücke, gezeichnet mit Corel X5. Die Hauptkonsolen bugseits waren der Anfang (diese waren auch am schwierigsten umzusetzen)…



    …und heute dann der erste Ausdruck mit den übrigen Teilen (Kartentisch, Steuerkonsolen, Wissenschaftsstationen, Schreibtische etc.). Mal sehen, ob alles passt.



    Ich wünsche euch einen schönen Wochenstart :)


    Grüße


    Lars

  • Moin Lars,


    ... Man kann ja sagen „das sieht man sowieso nicht“, ...


    das stimmt so nicht. Natürlich erkennt man nicht jede Einzelheit, aber das ist genau so, wenn man auf den Landungsbrücken steht und in die Brücke eines vorbeifahrenden Schiffes schaut. Man sieht, dass da etwas ist und schaut nicht auf eine farbige Wand, die ein Fenster darstellt... ;):D Ich habe in meinem Schlepper-Baubericht einiges zu dem Thema gesagt...


    Ich freue mich darauf, Deine Brückeneinrichtung umgesetzt zu sehen, viel Erfolg dabei...


    Beste Grüße
    #Fiete

  • NAbend zusammen,


    Fiete: Ich sehe es so wie Du. Aber bis zur Brücke musst Du Dich noch etwas gedulden :)
    Vielen Dank für die zahlreichen "Daumen hoch", das spornt doch an :thumbsup:


    Ich habe zwar die ersten Teile der Brückeneinrichtung probegebaut, allerdings wollte ich nun erstmal den Rumpf schließen (wäre ja blöd, wenn mir das nicht vernünftig gelingt und ich dann eine Brücke ohne Schiff herum liegen hätte… :D ).


    Zuvor musste ich noch einen Querspant 35 anbringen, der auf jeden Fall überarbeitet werden muss, wenn man die Brückeneinrichtung bauen möchte. Letztlich bleiben 2 Teile, die rechts und links des Längsspants 2 angebracht werden. Damit das Deck 37 sauber am Spant an- bzw. aufliegt, habe ich rückseitig noch 2 Klebelaschen angebracht.



    Von der Montage des Decks habe ich leider kein Foto… es war aber gut zu verbauen.


    Dann kamen die Bordwände an die Reihe:



    Wahlweise können noch 2 Bugklüsen und die beiden Ankertaschen verbaut werden.
    Für das „Zusammenholen“ der Bugsegmente 39/41 sind im Bogen Klebelaschen vorgesehen; hier habe ich mich für 80g-Papier-Laschen entschieden, die nicht so „dick“ auftragen. Eine Weißleim-Naht habe ich mir ehrlich gesagt nicht zugetraut, da der Rumpf recht bullig ist und ich Davids Konstruktion (bis auf die Kartonstärke der Laschen) erstmal so „wie vorgesehen“ ausprobieren wollte.
    Die Teile 39/41 müssen (natürlich) gut vorgeformt werden und die Fenster/Bulleyes habe ich wie gewohnt mit Antistatikfolie hinterklebt.



    Die Hecksegmente 40/42 habe ich noch nicht mit den Bugteilen verbunden…
    So ganz sauber ist mir das Anbringen der Bugsektion nicht gelungen; wenn ich die Oberkante des Rumpfes ans Hubschrauber-Landedeck angedrückt hätte, wären im Rumpf Beulen entstanden. So sieht man einen schmalen Spalt am Übergang zum Deck, den ich vielleicht noch mit einem schmalen Kartonstreifen kaschiere. Mal sehen. Ansonsten passten die Teile ganz gut; lediglich die Speigatten und Klüsen fanden nicht immer 100%ig ihre Übereinstimmung mit der Innenschanz.



    Die Hecksegmente anzubringen war dann recht einfach. Gaaanz leicht musste ich am Heck kürzen, aber das waren nur Bruchteile von mm.
    Hier noch 4 Fotos vom aktuellen Bauzustand:



    Ich wünsche euch ein schönes Wochenende :)


    Grüße


    Lars

  • Moin zusammen,


    Fiete und Jochen: Vielen Dank :thumbup:
    Auch ein herzliches Dankeschön an alle "Liker" :thumbsup:


    Heute nur ein kleines Update:
    Derzeit warte ich auf die Ätzteile für das Modell; mit etwas Glück ist es nächste Woche soweit. Da im Ätzsatz auch die Scheibenwischer für die Brücke enthalten sind, werde ich erst mit dem Brückenaufbau weiter machen, wenn die Platine da ist.


    Aber es ist ja nicht so, dass es nichts zu tun gibt.
    Ich habe das Arbeitsdeck mit selbst gezeichneten Schanzstützen versehen. Die Schandeckel sind im Bogen enthalten (wobei eine Bezeichnung mit 31g falsch ist, aber man erkennt, wo das Teil angebracht werden soll). Dort, wo die kreisförmigen Enden der Schandeckel liegen, sind die schmalen, blauen Kästchen 11c als Schanzverstärkung zu montieren:



    Ich finde, Schanzstützen sind zwar mitunter lästige Massenarbeit, aber sie machen sich an Modellen eigentlich immer gut.


    Euch allen ein schönes Wochenende ;)


    Grüße


    Lars

  • Moin, moin Lars,


    ja, die Schanzkleidstützen gehören eigentlich immer dazu. Die habe ich schon in meiner Jugendzeit bei den alten Whv`ner Modellen vermisst und mir dann welche "geschnitzt"..... :whistling:.....die sahen dann aber etwas "grob" aus...... :D


    Gruß von der Ostsee
    HaJo

  • NAbend zusammen,


    @Torsten, HaJo und Nils: Danke euch. Es stimmt; dank aktueller Zeichenprogramme kann man sich an den meisten Modellen noch regelrecht austoben, was das "Supern" angeht. Nur übertreiben sollte man es nicht; manche Modelle halten dies nicht aus ;)
    Danke auch für alle "Likes" :thumbup:


    Nun habe ich die bereits ausgedruckten Teile der Brücken-Inneneinrichtung gebaut.
    Die Grundplatte musste ich dann schon anpassen; sie ragte bugseits zu weit hinaus. Das hatte zur Folge, dass die Markierungen für die Hauptkonsole und die Sessel nicht mehr passten… Die Konsole habe ich also weiter nach achtern versetzt. Die schraffierte Fläche müsste eigentlich ausgeschnitten werden, dort befindet sich der Niedergang. Für meine Versuchszwecke habe ich mir das geschenkt.



    Nun kamen noch ein Sofa, ein paar weitere Konsolen, Schreibtische, Schränke und Sessel für die Crew hinzu (die Markierungen für die Konsolen sind mir zu groß geraten; das würde ich ändern, wenn ich es nochmal bauen würde).



    Probeliegen an Deck:



    Hier noch ein Link, wo man die Brücke des Originals in 360-Grad-Panorama-Blick anschauen kann. Passt meine Umsetzung (so einigermaßen)? :)


    Ich wünsche euch morgen einen guten Wochenstart!


    Grüße


    Lars

  • Moin zusammen,


    Fiete: Danke, aber die Kaffeemaschine nebst Spülbürste ist mir beim Bau irgendwie abhanden gekommen :D
    @Helmut: Danke

    Quote

    Wird die Öffnung für den Niedergang noch ausgeschnitten?

    Das weiß ich noch nicht. Darunter liegt direkt eine weitere Lage Karton, da müsste ich mich also auch "durchsäbeln". Ich muss mir sowieso noch Gedanken machen, wie ich beim Verbau der Brückeneinrichtung das Peildeck noch stabil "obenauf" montiert bekomme. Fragen über Fragen... ;)
    @Nils: Danke Dir :) Die Einrichtung ist nicht Bestandteil des Bogens; ich habe sie selbst gezeichnet.


    Danke euch für die "Likes" :)


    Gestern habe ich auch die (selbst gezeichneten) Ätzteile für die "Granuaile" erhalten:



    So wie ich es bisher beurteilen kann, sind sie ganz gut gelungen. Ob und wie sie passen, wie sie be- / verarbeitet werden... dazu dann demnächst mehr :)


    Schönes Wochenende und Grüße


    Lars

  • NAbend zusammen,


    lange habe ich gegrübelt und mir die Bauteile der Brücke angesehen, um eine tragbare Lösung für den Aufbau nebst Inneneinrichtung zu finden.


    Der Bogen sieht ein stabiles Spantengerüst als „Innenleben“ der Brücke vor, das ich überarbeitet habe:
    Die Teile 51+52 (Zugang Brücke) habe ich z. T. übernommen (rote Markierung), wobei ich die seitliche Klebelasche abgetrennt habe (sie kollidiert sonst mit einem der Fenster)…



    …dafür aber habe ich die Bauteile mit Klebelaschen oben und unten (grüne Pfeile) und einer nach vorn zu knickenden Lasche für die seitlichen Ausläufer des Spants 49 (rot) ausgeschnitten.



    Die Brückenfront 53 habe ich mit 2 Neonröhren und Scheibenwischern aus dem Ätzsatz versehen; die Verglasung erfolgte mit Inkjet-Folie.



    Als Vorlage für die Verglasung habe ich Scans der Aufbauwände verwendet.
    Netter Nebeneffekt: Aufgrund der Dicke der Folie bekommt der Aufbau auch noch zusätzliche Stabilität.


    Für eine saubere Montage der Front wurden (in Eigenregie ;) ) schmale Klebelaschen auf das Deck und an die Seiten gesetzt. Am Modell schaut es dann so aus (hier auch zu sehen die überarbeiteten Wände 51/52 sowie bugseits ein paar verbaute Ätzteile):



    Zum Schluss für heute noch ein Foto inklusive Inneneinrichtung (nur Probeliegen... und ja, Helmut, ich habe die Aussparung für den Niedergang doch noch ausgeschnitten :D ):



    Morgen geht's weiter ;)


    Schönes Wochenende weiterhin und Grüße


    Lars

  • Moin zusammen,


    die heckseitigen Teile der Brücke 56-58 im Überblick:



    Hier habe ich Klebelaschen zum Auflegen des Decks und für den Abschluss mit der davor liegenden Aufbauwand angebracht:



    Wie hoch die Laschen fürs Deck montiert werden müssen, konnte ich anhand der oberen Abschrägungen an den Teilen 49/50 abmessen:



    Dann wurden die Wände miteinander verbunden:



    Das Deck 55 (welches ich aus Stabilitätsgründen verdoppelt habe) ließ sich dann (fast) problemlos aufschieben:



    Nun habe ich noch schmale Klebelaschen an diesen Stellen hier angebracht:



    Dann wurde die Brückeneinrichtung montiert; dabei habe ich noch einen der beiden kurzen Niedergänge aus dem Ätzsatz eingesetzt (für das Modell braucht man später nur einen davon).
    Vorsichtig aufgesetzt und verklebt sieht der Aufbau so aus:



    Nun fehlte nur noch die vordere Schanz 59; danach habe ich mal wieder 2 „Ganzkörperfotos“ gemacht :D



    Fazit: Es war zwar nicht ganz leicht, eine brauchbare Lösung für die Brücke mit Einrichtung zu finden, aber ich bin froh, dass ich sie so gebaut habe. Auf den Fotos ist die Einrichtung auch mit aufliegendem Deck immer noch gut zu erkennen. Ich hoffe, es gefällt euch :)


    Schönen Sonntag und Grüße


    Lars

  • Moin Lars


    da freu ich mich schon auf die Ätzteile. Mal sehen, was ich wieder runter reisse von dem schon angebauten Material. Dein Bau wie immer schön sauber und akkurat.


    Liebe Grüße
    Robi

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.


    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.

  • NAbend zusammen,


    @Jochen: Danke, freut mich wenn es gefällt :)
    @Robi: Danke! Ich hoffe, Du musst bei Deiner "Granuaile" nicht zuviel abreißen (aber wenn die Teile meines Ätzsatzes weiter helfen... ;) )


    Apropos Ätzteile:
    Die "Granuaile" hat heckseitig rund um die Brücke herum eine abgewinkelte Reling, die sich der Neigung der Aufbauwände anpasst. Im Original-Bogen wurde dies nicht dargestellt. Beim Ätzsatz habe ich versucht, es nachzubilden. Hat auch gut geklappt, bis auf die vorderen Abschlüsse mit den Schanzen der Brückennocks 46/47; hier hätte ich den Winkel mit berücksichtigen müssen (aber ich glaube, es fällt nicht wirklich auf :D ).



    Schönen Wochenstart und Grüße


    Lars

  • Moin zusammen,


    Fiete: Danke Dir :)
    Herzlichen Dank an alle "Däumchen-Drücker" :thumbsup:


    Jetzt waren die Schornsteine 60/61 an der Reihe.
    Ich habe ein Experiment gewagt und die Teile in Corel nachgezeichnet und den Mantel, Schotts und Lüftungsgitter auf passend farbigem Tonkarton ausgedruckt. Ich weiß nicht, mich haben die schwarzen Knicklinien im Schornsteinmantel einfach gestört… Außerdem besteht der Mantel im Bogen aus 2 Bauteilen, die mit Klebelaschen zusammen verbunden werden. Ich habe daraus 1 Bauteil gemacht; so sieht man nur eine Klebenaht. Zuletzt sind die kreisförmigen Markierungen für die Abgasstutzen auf den Original-Plattformen zu groß; hier hätte ich nachfärben müssen...:



    Hier beide Versionen mal im Vergleich:



    Mit dem ersten Ausdruck war ich noch nicht ganz zufrieden, da die schwarzen Begrenzungslinien doch sehr markant hervor traten. Ich habe sie dann mit 70% Schwarz dargestellt, das sah schon besser aus.



    Die Plattform (am besten von unten in den Schornstein einsetzen!) und die Abgasstutzen haben einen eigentlich unbeabsichtigten „Sprenkel-Effekt“; sprich der Drucker hat keine gleichmäßige Fläche ausgedruckt. Sieht aber beim Original fast genau so aus, daher habe ich es so gelassen.



    Probeliegen an Deck (die Montage erfolgt wohl erst, wenn die Wand zwischen den Schloten eingepasst ist):



    Ich bin mit dem Experiment jedenfalls zufrieden :)


    Schönen Abend und Grüße


    Lars

  • Hallo Lars,


    die selbst gezeichneten Schornsteine sind viel besser als die Originale!


    Kannst Du vielleicht angeben, mit was für einem Drucker (Tinte, Laser) und mit welchem Tonkarton Du arbeitest?



    Viele Grüße und weiter gutes Gelingen :thumbup:


    John

  • Moin zusammen,


    Fiete und Torsten: Vielen Dank :)
    John: Danke! Also ich habe einen ganz normalen Multifunktions-Drucker von HP hier stehen (HP Officejet 4630). Da gibt es inzwischen deutlich bessere, würde ich meinen.
    Den Tonkarton habe ich vor zig Jahren mal bei Ebay gekauft. Da gibt es Anbieter, die freie Farbauswahl und variable Mengen verkaufen. Ich hatte auf gut Glück ein paar gängige Farben heraus gesucht und einen 100er Pack bestellt. Wichtig dabei: Es sollten die 130g-Kartonagen sein. Vielleicht wirst Du ja fündig. Dass ich genau diesen Farbton hier noch liegen hatte, ist reiner Zufall :)


    Danke euch für die Likes :thumbup:


    Grüße


    Lars

  • Moin zusammen,


    weiter geht's :)
    Die Wand 62/62a zwischen den Schloten wurde verglast und eingepasst. Man beachte, dass die Rückwand 62a an der oberen Kante schmaler ist, als die Vorderwand, da hier die Kommunikations-Plattform 64 eingesetzt wird.
    In den heckseitigen Ausschnitt der Plattform 64 schiebt man den unteren Teil des Hauptmasts 63 (gut vorformen!).
    Übrigens, die aufgezeichneten Steigeisen bis zur Plattform dürften falsch sein, jedenfalls sieht man auf Originalfotos keine davon (und wie sollte man hier auch durch das Deck klettern…). Insoweit muss ich das Teil im Ätzsatz kürzen.
    Die Plattform 64 musste ich geringfügig anpassen, damit sie „schmatzend“ zwischen den Schloten und an der Aufbauwand 62 montiert werden konnte.
    Die seitlichen Klebelaschen habe ich kurzerhand abgetrennt.
    Außerdem habe ich den schmalen, umlaufenden Streifen 64a neu gezeichnet; die Maße des Bogenteils passten nicht so recht.
    Zuletzt wurden die Stützstreben 65b lt. Anleitungsskizze A unter der Plattform angebracht.
    Und so sieht es nun an Bord aus ;)



    Der Bau macht richtig Spaß, auch wenn ich hier und da etwas von der Vorlage abweiche und neu zeichne. Aber das macht auch Freude :)


    Schönen Abend noch und Grüße


    Lars