Geli Nr. 46 Westland Whirlwind

  • Hallo Freunde,
    ich möchte eine alte Umfärbearbeit von mir vorstellen
    Der Westland Whirlwind ist ein Lizenzbau vom Sikorsky S-55
    Von Juni 1958 bis September 1964 war dieser Heli bei der HS Schulstaffel Langenlebarn-Hörsching im Einsatz. (Quelle: Gotech.at)


    Der erste Rumpfteil geht ja noch an.....
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    ......und die ersten Anbauten sind auch unproblematisch.....
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    ...aber bei Teil 7 zeigen sich erste Passungsprobleme
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    Hier ist eine Scherentechnische Korrektur nicht gut möglich, da das Bauteil zu sehr an Durchmesser verlieren würde. Da muss dann halt später wieder mal Farbe als Retter in Kittform ran.
    Auch das Ausschneiden der Luftansaugöffnungen im verbauten Zustand des Teiles ist für mich Neuland


    Sieht noch nicht allzu berauschend aus, aber ich baue aber trotzdem weiter, denn bisher ist der Hubi noch kein Fall für´s Altpapier
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    Auch beim Weiterbau nach vorne gibt es Passungsprobleme...
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    ...einzig das Stupsnäschen passt wieder gut.
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    Beim Popo schaut es wieder besser aus, er ist zweigeteilt....
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    Hääää?..neiiiin nicht so wie jeder Hintern...es gibt ein Ober- und ein Unterteil


    Der Einbau der Wanne für die Pilotenkanzel....
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    Das Rumpfteil ist relativ groß, aber das Einpassen der Wanne veursacht recht leicht ein paar Farbabblätterungen an der Aussenhaut. Macht aber nix...ich muss dann später sowieso Farbe anrühren.


    Dieser Heli zerrt an meinem Nervenkostüm, aber dazu später.


    Ich mache jetzt mit der Cockpitverglasung erstmal weiter, weil die Teile alle gut durchtrocknen müssen.


    Ausschneiden der Fensterflächen....
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    ....und anbringen der Fensterfolien
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    In diesem Fall schneide ich auch die Folien halbwegs genau zu, bevor ich sie verklebe, denn die dünnen Stege sind ohne Folie leichter zu bändigen. Wenn die Folie an den Kantpunkten durchliefe, wäre ein Biegen eher desaströs.


    Übrigens mache ich hier einen Erstversuch......Ich habe die Teile, bei denen man am Ende auch die Innenseite sieht mit dem Tintenstrahldrucker eingefärbt.
    Einfach geschaut, wo die Teile sitzen und dann auf der Rückseite des Blattes Farbflächen gesetzt. Eine Maßnahme, die bei Modellen wie Focke Wulf 189 oder He 111 vielleicht gar nicht so unnötig ist.


    Um die Finger für andere Arbeiten frei zu haben, fixiere ich die Klebestellen nach kurzem Antrocknen des Klebers mit Isolierband.
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    Das Isolierband haftet ausreichend, aber nicht allzu fest an der glatten Oberfläche des Laserdruckes und kann ohne Schaden anzurichten wieder gelöst werden
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    Während der Trockenzeit beginne ich mit dem Schwanz und diversen Kleinteilen
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    Irgendwie lassen mir die Lüftungsschlitze für den Motor keine Ruhe. Gut. das Ausschneiden der Schlitze ist vom Konstrukteur nur optional vorgesehen,
    aber besser sieht das Modell bei Gelingen auf jeden Fall aus. Also lieber jetzt riskieren und nicht am Ende noch mehr Arbeit einmüllen müssen


    Jetzt ist der Punkt erreicht, wo ich an den Rundordner denke
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    Gut, das sieht jetzt dank Makro schlimmer aus, als es auf halbwegs normale Distanz ist, aber wirklich schön sieht anders aus...
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    Die Stege sind so schmal, dass das Ausschneiden mit dem Skalpell auf jeden Fall daneben geht. Also schnitt ich mit einer Feinschere aus dem Werkzeugkasten für plastische Chirurgen. Der Toner hat diese Behandlung übelgenommen und ist trotz Vorlackierung abgeblättert.Farbmischen ist auch nicht meine Stärke und so sieht das jetzt halt aus.


    Nein...neiin und nochmal neiiiin.... aufgegeben wird nicht!


    Ich werde den Bau finalisieren und sei es nur deswegen, aus Fehlern zu lernen. Vielleicht bessert sich der Anblick auch noch durch die Endlackierung


    Ich versuche etwas Anderes: Künstliche Alterung


    Mit einem feuchten Schwamm habe ich die Temprafarbe verwischt und es hätte auch funktioniert, wenn der Schwamm nicht zu feucht gewesen wäre... :(
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    Jetzt stehe ich erneut vor dem Dilemma Einmüllen oder trotzdem Weiterbauen.....


    Das einzige, was jetzt noch helfen könnte, wäre der Versuch, die untere Hälfte des Rumpfteiles zu erneuern....
    Ein operativer Eingriff, der wahrscheinlich mehr Experimentalcharakter als Sinn hat



    Um es kurz zu machen, es kann aber auch nimmer schlechter werden und ich versuche es mit der Reparatur. Ich habe zwar noch nie ein Schiff aus
    Karton gebaut, aber das Hautaufziehen dürfte so ungefähr auch bei einem Schiffsrumpf gehandhabt werden.


    Erst mal Amputation der Aussenhaut im beschädigten Bereich
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    Anschließend eine Spreize eingebaut, um die Distanz zwischen den Spanten zu stabilisieren und einen Untergrund für die Bodennaht zu haben


    Nun zur Hauttransplation....
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    Diesmal war ich aber klüger und habe die Lüftungsöffnungen schon vorher ausgeschnitten und die Kanten gefärbt Der Vorteil von umgefärbten Modellen....man braucht nur nochmal auszudrucken, um Transplantate zu haben. Ich lasse bei meinen
    Umfärbeaktionen immer mehrere Ausdrucke machen und so brauchte ich das passende "Organ" nur mehr herzunehmen :D


    An den neu entstandenen Nahtstellen werden später die Teile 40 und 41 die Letzten Narben verschwinden lassen
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    Die Innenansicht...
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    Analog zur ersten, die zweite Fläche...
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    ...im gleichen Verfahren eingesetzt...
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    In Etwa ich bin wieder am Stand von vor dem Desaster :D Das künstliche Altern werde ich wegen der "Altlasten" beibehalten, diesmal gehe ich aber vorsichtiger vor...


    Die hinteren Räder sind jetzt montiert.


    Nur eine ganz kurze Stehprobe...da ist noch alles instabil...
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    ...nahher geht es wieder in Rückenlage.
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    Das undefinierbare Ding auf der Rotorachse ist übrigens nur eine aufgewickelte Angelschnur. Aus der Erfahrung von Woifi Bayrhuber (er hat
    als Erster meine Version des Helis gebaut) weiß ich, dass das genau der gewichtsmäßige Mittelpunkt ist.
    Mein erstes Modell, welches also an nur einer Schnur hängen wird. :)


    Zur Entstehungsgeschichte dieser hässlichen Nase:
    Mir ist der Hubi schlicht und einfach runtergefallen und hat während dem Sturz ganz brav nach Murphys Gesetz die Nase in Richtung Boden gehalten.
    Najaaaa, auch die Gesetze der Physik trugen da ordentlich dazu bei.
    Ausbeulen ging ja noch, aber die Farbgebung?
    Nix da....die erste OP hat geklappt, da ist das nur mehr ein kleiner Eingriff, der an meiner Faulheit nicht scheitern sollte


    Teil 12 und 13 sind amputiert
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    Ein bisschen noch die Papierreste von Teil 12 abschaben.......
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    .......dann kann eine neue Nase transplantiert werden
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    Nun geht´s im normalen Bauverlauf weiter


    den Träger für den Heckrotor montieren....
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    .....dann geht es an den Rotor. Für Geli-Verhältnisse ist das eine mords Fizzelei, da alles aus Spantenkarton gefertigt wird.


    Die Teile erschienen mir zu empfindlich, also habe ich sie in Suberkleber getränkt.
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    Außerdem schienen mir die Spanten für die Rotorblätter zu kurz. Um zu vermeiden, dass aus dem Heli ein Rasentrimmer wird, weil die Rotoren nach einiger Zeit Trauerweidencharakter annehmen, habe ich eigene Streben aus Bambus eingesetzt, welche ich eingeweicht und vorgebogen habe.


    Der fertige Rotorkopf
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    Wenn der Rotor gut durchgetrocknet ist, geht es an die Montage....
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    Nun erweist es sich von Vorteil, dass ich in die Rotorachse schon die Schnur zum Aufhängen eingebracht und den Rotor drehbar montiert habe. So
    kann der Schraubenhupfer gemütlich in meinem Arbeitszimmer abhängen und der Hauptrotor bleibt beweglich.


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    Vielleicht mache ich bei Schönwetter noch ein paar Bilder (grmblmbldaskannbeidemmistwetteraberdauerngrmmmblrmbl), um Material für Fotomontagen zur Verfügung zu haben.


    Ich danke für die Aufmerksamkeit!


    Liebe Grüße,
    Heinz

    Der Ausdruck >gute Freunde< sagt alles: dass es auch schlechte gibt.
    (Gerhard Uhlenbruck)

    Edited once, last by alf03 ().

  • Noch so ein toller Flieger von GELI. Der Schrauber erinnert mich an meine Jugend- und Sturmzeit. Hab mal so was ähnliches gebaut, SABENA-Schrauber. Setzten die Belgier als Flieger für Gäste ein. Oder ist das hier ein identisches Modell? :D
    Grüße von Klaus aus Kalterherberg

  • Servus Klaus,
    schön, dass dir auch der Whirlwind gefällt.
    So überlange bin ich noch nicht als Mitglied hier in kartonbau.de eingetragen. Einige "Altberichte bzgl. Geli werden hier noch so nach und nach erscheinen.
    Lieben Gruß
    Heinz

    Der Ausdruck >gute Freunde< sagt alles: dass es auch schlechte gibt.
    (Gerhard Uhlenbruck)

  • Hallo Heinz!


    Ich finde ein richtig guter Bericht, den Du hier zeigst. Vor allem gefällt mir, dass Du auch nicht die Pannen auslässt, die Du dann auch ganz ordentlich korrigierst. Und wie Du schon erwähnst, aus normalem Abstand betrachtet, sieht das Ganze nicht so schlimm aus. Gefällt mit, Dein Hubi!


    Gruß Harald