Bredford Dolphin - JSC - 1:400

  • Trotz des bevorstehenden Sommers (der wettermäßig ausserdem schon längst da ist), habe ich ein neues größeres Projekt angeschnitten - die Bohrinsel BREDFORD DOLPHIN von JSC im Maßstab 1:400.


    Der Bogen ist schon etwas älter und wurde hier vorgestellt.



    Der Bogen ist seit 10,5 Jahren in meinem Bestand und hat mich immer wieder angelacht. Aber erst jetzt habe ich gefühlt: es ist soweit ... ;)
    Ich freue mich auf heute noch endlos scheinende Monate großartiger Schnippelei!


    Zunächst musste ich überlegen, ob der Baubericht überhaupt in die Rubrik "Schiffe" passt. Aber gut, es schwimmt, insofern ist es zumindest ein technisches Gerät, das dem Element Wasser zugeordnet werden kann. Freunde klassischer Linien und dezenter Farbgebung werden nicht auf ihre Kosten kommen, soviel sei schon einmal gesagt. Wer aber gern das Auge wandern lässt über eine Ansammlung unterschiedlichster Formen und Farben, von deren Sinn und Zweck so Manches wohl im Dunklen bleiben wird, der sei herzlich eingeladen, diesem Baubericht zu folgen.


    Es ist meine feste Absicht, das Modell vollständig zuende zu bauen und auch diesen Baubericht vollständig zu führen. Ich konnte zu diesem Modell hier im Forum zwei Bauberichte finden, die aber irgendwann abbrachen. Ich hoffe, es hängt nicht mit dem Modell zusammen ... aber ich habe in Bildberichten von Ausstellungen schon fertig gebaute Modelle gesehen, es geht also :cool: .


    Ich nutze übrigens den LC-Satz, es wird wie üblich sicher interessant zu sehen, welche Teile daraus sinnvoll zu verbauen sind.


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    Genug der Vorrede, wir starten mit dem Hauptdeck (eigentlich dem einzigen Deck, man könnte es auch Arbeitsdeck nennen oder Plattform oder Basis oder ... Techniker/Spezialisten, bitte melden!).



    Hier werden die ersten Kästen aneinander gefügt, es werden noch eine Menge weiterer solcher folgen.
    Die Passform ist gut, die Farben sind bunt ...

  • Sodann wird das Deck ummantelt und das Modell gibt sich namentlich zu erkennen.



    Erste Ungenauigkeit: eine kleine Spalte tut sich auf. Ich hoffe, dass dies durch weitere Bauteile später gnädig verdeckt wird (ansonsten gehört sowas eben auf so eine Bohrinsel, kann ja keiner so genau wissen ... :whistling: ).



    Nochmal zum Thema Sommer:
    dies ist nun der Stand in Echtzeit, und ich kann wirklich nicht sagen, wann es weitergeht. Also bitte nicht die Geduld mit mir verlieren, denn weitergehen wird es sicher ...


    Schönen Restabend und schöne Woche
    Wolfgang

  • Moin Nils,


    in der Tat sind alle Gitterstrukturen aus dem LC-Satz baubar, die Herausforderung wird die Farbgebung sein (der Satz ist "altweiß" und etwas verschmaucht, lässt sich in der Regel aber gut färben - so zumindest meine Erfahrungen mit den bisherigen JSC/Draf-LC-Sätzen).


    Vielen Dank für Deine Erfolgswünsche!
    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,
    ich finde es super, daß Du diesen Baubericht startest. Bei mir lagert nämlich schon seit langem die Version in 1:250, die ich als Ladegut für meine Wiilift Eagle vorhabe zu bauen.
    (Darf ich aber noch nicht anschneiden, da Titanic)
    Ich werde mir auf jeden Fall den Link zu Deinem Bericht speichern, damit ich irgendwann mal von Deiner Erfahrung profitieren kann! :rolleyes:


    Weiter so!
    Manfred

  • Moin Wolfgang,


    klasse, dass Du den Baubericht schreibst :thumbsup:
    Es wird sicher wieder ein Genuss, Dir beim Werkeln zuzuschauen.
    Viel Spaß mit dem Projekt :)


    Liebe Grüße


    Lars

  • Hallo Wolfgang,


    vielleicht traue ich mich nach deinem Bericht dann auch meinen Bogen anzuschneiden. Was die Farbgebung angeht, habe ich nach Versuchen RAL 2004 als ziemlich passend gefunden. Mit dieser Farbe habe ich die LC Teile der „Jahre Viking“ mit der Airbrush lackiert. Das Ergebnis war ganz ordentlich. Verwendet habe ich dazu „Bright Orange/RAL2004 Model Color 70.851“ von Vallejo.


    Beste Grüße
    Uwe

  • Kurz tief durchatmen (Fußball ...) und nun weiter zu den wirklich wichtigen Dingen im Leben - Kartonmodellbau! :cool:


    Ich hatte schon etwas vorgearbeitet und präsentiere hier wieder den aktuellen Stand der Dinge.
    Die Bohrinsel bekommt ihre ersten Beine.



    Die Einzelteile lassen sich gut ineinander fügen und ergeben eine stabile Konstruktion.



    Bei der Montage muss man unbedingt auf die korrekte Platzierung achten, da nicht alle Beine gleichartig gestaltet sind.


  • Ich bedanke mich übrigens natürlich bei Manfred, Lars und Uwe sowie allen Likern!
    Uwe, ich habe unter meinen Aquarellstiften einen gefunden, der ziemlich gut für die roten Partien passt (Hardtmuth Koh-I-Noor Nr. 3720/6).


    Weiter im Text, die mittleren Beine sind montiert (an den hoffentlich richtigen Stellen).



    Wer allergisch auf fröhlich bunte Alarmfarben reagiert, ist mit diesem Modell definitiv nicht gut bedient ... :D


    Damit die Plattform stabil steht, braucht es auch noch vier äußere Beine.
    Das erste ist schon bereit zum Einbau, etwas dicker als die mittleren Beine und im Kopfbereich leicht überbelichtet.



    Auch hier wieder ganz wichtig ist die Platzierung des richtigen Beines an der richtigen Stelle.



    Soweit der Stand, begünstigt durch die herbstlichen Temperaturen, die meiner sonst üblichen sommerlichen Baublockade etwas entgegensetzen konnten.


    Gruß
    Wolfgang

  • Die Baustelle wird hiermit nach der Sommerpause feierlich wiedereröffnet ...


    Nach Fertigstellung aller acht Beine (separate Fotos gibt's davon nicht, aber macht nichts, kann man auf den folgenden Fotos erkennen) ging es nun an die ersten Verstrebungen. Und die waren der Grund, warum ich den Bogen zehn Jahre lang immer wieder auf den Stapel gelegt hatte ... ich hatte irgendwie gehörigen Respekt vor der Realisierung der Konstruktion. Man nehme nämlich einen Draht von 1 mm Durchmesser und wickle einen Papierstreifen (dünn, also Papier, so um die 80g) um diesen Draht, bis sich eine Strebe ergibt, siehe Fig. 4:



    Ach, was kann da alles schiefgehen ... nun ja, hilft nix, ran ans Werk. Ich hatte noch stabilen, stabförmigen Draht von ungefähr der geforderten Stärke rumliegen, der sich ausserdem biegen lässt. Dies ist an den Enden gefordert, damit die Strebe in ihre "Lager" eingepasst werden kann.


    Auf den Streifen habe ich erstmal an den Rand den Draht geklebt (mit Alleskleber) und dann straff gewickelt bis sich die Strebe ergeben hat.


    Dann wurden noch die Drahtenden gebogen.


    So weit, so gut (das Exemplar auf den Fotos ist allerdings schon die fünfte Strebe, die ganz gut aussieht weil ich vorher viermal üben konnte :whistling: ).

  • Die Montage der Streben erfolgte in der Weise, dass die eine Seite zunächst durch ein Loch in den Unterboden des Decks geführt wurde und die andere Seite dann in das dafür vorgesehene Loch des jeweiligen Beins gesteckt wurde.



    Das Foto zeigt, dass das eigentlich ganz gut passen müsste, und tatsächlich, in diesem Fall:


    Es wirkt zumindest aus dieser Perspektive recht ordentlich. Dies ist leider nicht bei allen Streben der Fall, einige der Verbindungen mit den Beinen wollten so gar nicht passen und ließen leider gut sichtbare Löcher zurück.

  • In meiner schonungslosen Art möchte ich nun noch von einer unschönen Nebenwirkung berichten. Ich habe die Anbringung der Streben so interpretiert, dass der Draht jeweils auch durch das Deck geführt werden soll, wohl um dem ganzen Gebilde mehr Stabilität zu verleihen. Also bohrte ich fröhlich von unten Löcher ins Deck und steckte noch fröhlicher die drahtbewehrten Streben hinein.


    Ein Ergebnis dieses schändlichen Tuns kann man hier begutachten:


    Vielleicht sollte der Draht innerhalb des Aufbaus zu liegen kommen - tat er aber nicht, trotz relativ sorgfältiger Bauweise der vorherigen Ensembles.


    Auch an anderer Stelle bahnen sich Drähte einen - wenn auch nicht ganz so dreisten - Weg:


    Tja, ich sag mal so: die Bohrinsel ist kein elegantes Schiff, dessen Aufbauten nun durchlöchert sind, sondern ein derbes Arbeitsgerät, wo Beulen in Wänden schon mal vorkommen können ... :whistling:
    Vermutlich werden die meisten Stellen ohnehin im weiteren Verlauf optisch stark verdeckt werden (so hoffe ich zumindest).
    Also, Schwamm drunter, wie ein Kollege zu sagen pflegte, und ran an die nächsten Schritte.


    Gruß
    Wolfgang

  • Danke, daß Du Deine Methode für die Streben so gut dokumentiert hast! Damit habe ich eine gute Ergänzung für die Bauanleitung, wenn ich denn mal zu dem Bau der Bredford kommen sollte.
    Aber solche Spätfolgen von "glücklich" gefundenen Lösungen für einen Bauschritt kenne ich auch zur Genüge! Wenn das nicht in einem Aufbau verschwindet, stelle später einfach eine Arbeitsbox oder einen kleinen Container davor. Das belebt die Szene. :D

  • Moin Manfred,
    vielen Dank für Deine Anregungen, darauf werde ich wohl zurückkommen (müssen ...).


    Für heute ein kurzer Zwischenstand einer kleinen Mammutaufgabe - die auf der Unterseite des Decks anzubringenden Stützen.
    Ich habe sie nicht gezählt, aber es sind schon einige hundert.
    Eigentlich soll das erst geschehen, nachdem alle Streben angebracht sind. Dann käme man aber nicht mehr so gut an die Decksunterseite, daher habe ich das mal vorgezogen (den Tipp habe ich aus einem anderen Baubericht, vielen Dank dafür!).


    Damit auch die Rückseite im gleichen Farbton erstrahlt, ist es vorgesehen die Fläche mit den Stützen im Bogen mit einer dünneren Farbfläche zu hinterkleben, also 80 Gramm auf 160 Gramm. Dabei ist dann aber wohl ein "Laufrichtungsproblem" aufgetreten ...



    Ich nutze für Verdoppelungen Alleskleber und lasse das Ganze unmittelbar nach Verklebung für einige Stunden zwischen dicken Wälzern plattgedrückt trocknen. Das hat bisher immer ziemlich gut geklappt, diesmal sah das Resultat aber aus wie oben. Müsste ich das Teil als Ganzes verarbeiten, hätte ich echt ein Problem gehabt ...


    Vielleicht kann ein Spezialist eine gut fundierte Einschätzung abgeben, was hier nicht geklappt hat?

  • Da die Stützen natürlich einzeln verarbeitet werden, lässt sich die Wölbung jeweils individuell beseitigen. Allerdings ist das Ausschneiden eine klingenmordende Angelegenheit, und die Rückseite (mit dem dünneren Papier) wird dabei teilweise ausgefranst (auch mit frischer Klinge).


    Nach etlichen Stunden habe ich aktuell die äusseren Stützen alle angebracht und damit ca. ein Drittel geschafft.



    Begonnen wurde mit den großen Exemplaren, denen noch der "Deckel" fehlt (daher helle Schnittkanten sichtbar). Sie geben die Struktur vor, in die dann nach und nach die kleineren Stützen eingepasst werden.



    Wichtig ist dabei, die richtigen Stützen an den richtigen Platz zu setzen. Das ergibt sich zwar weitgehend aus deren Länge, aber ein Blick in die Anleitung schadet trotzdem nicht.
    Weiterhin für den Gesamteindruck wichtig die parallele Ausrichtung, hier an einem leicht entfärbten Bild (was 'ne Farbe :wacko: ) versuchsweise verdeutlicht.



    Alles in allem keine hohe Modellbaukunst, eher etwas langweilig - und leider noch nicht beendet, die mittleren Segmente müssen noch mit gefühlten 200 Stück gefüllt werden.



    Und das, wo der Urlaub jetzt zuende ist ... :huh:
    Gruß
    Wolfgang

  • :D Erst die hundertfach Wiederholung macht den Meister........
    Wenn nach dem Aufdoppeln so eine Krümmung vorhanden ist, könnte man versuchen, falls man noch Besitzer einer alten Trockenpresse aus dem Fotolabor ist, die konkave Seite leicht anzufeuchten und bei mäßiger Wärme in der Presse zu trocken. Soweit die Theorie! Ich glaube die Krümmung entsteht durch die unterschiedlichen Zugkräfte der verschiedenen Papierstärken. Bei reiner Verdoppelung wirken beim Aushärten in etwa gleiche Spannungen.

  • Hallo Wolfgang,


    das scheint ja ein Geduldsspiel allererster Güte zu sein. Ich verfolge den Bau mit großem Interesse, da ich den Bogen auch noch in Planung habe. Mich würde interessieren, ob du die Teile vorher mit UV Schutzlack oder etwas ähnlichem behandelt hast. Ich habe bei meiner lange pausierten, und bis auf die Rohrleitungen fast fertige "Jahre Viking" leider die Erfahrung machen müssen, dass die rotorange Farbe stark ausgeblichen ist. Leider nicht gleichmäßig (Es gibt nicht genügend wütende Smileys zur Illustration der Gefühlslage) Und das, obwohl kein Sonnenstrahl an das Modell gekommen ist. Da die Farbe der "Bredford Dolphin" genau die gleiche ist, könnte dies bei deinem Modell ebenfalls passieren. Also besser in der Dunkelkammer bauen und aufbewahren :wacko:


    Beste Grüße
    Uwe

  • Moin Manfred,
    da könnte man wohl fast von einem "Fehldruck" sprechen, wenn der Verzug in dieser physikalischen Weise zu erklären ist.
    Wie auch immer, den Einzelteilen sieht man es ja nicht mehr an, wenn sie einmal verklebt sind.


    Moin Uwe,
    ich habe vorher nicht behandelt, aber danke für Deine Warnung! Mir ist dasselbe schon mit dem Rumpf der Willem van Oranje passiert, der ebenfalls orange ist (unterer Teil) und tatsächlich auch nach wenigen Jahren nun stark ausgeblichen ist (auch meine Gefühlslage ist da nicht die beste ... :evil: ).
    Vielleicht hilft es, das (halb) fertige Modell mit Schutzlack zu behandeln? Wobei ich vor so etwas eigentlich immer zurückschrecke, weil die Gefahr des Verschlimmbesserns, sprich Versauens durch den Lack durchaus gegeben erscheint.


    Vielleicht hat ja jemand noch einen guten Tipp, für den wir alle sicherlich dankbar wären ...


    Gruß
    Wolfgang

  • Ich mache mir immer noch Sorgen wegen des Ausbleichens ... :S


    Bei Gegenüberstellung von Fotos aus der Bauphase (links) und jetzigem Zustand (rechts) der WILLEM kommt es gar nicht so gut raus, aber es ist durchaus ein Unterschied feststellbar.



    Ich hätte Fotos bei Tageslicht machen sollen ...


    Allerdings sehe ich jetzt auch, dass der ursprüngliche Orange-Ton der WILLEM wesentlich heller war als das kräftige Orange der BREDFORD DOLPHIN.
    Also: Prinzip Hoffnung!

  • Nun aber weiter im Text, schließlich war ich nicht untätig in Sachen Stützen ... nicht die interessanteste Tätigkeit, aber was sein muss muss sein!



    Ist also alles komplett und hat auch recht gut gepasst, ich musste so gut wie kein Teil kürzen.


    Ich muss nochmal betonen, dass es absolut sinnvoll ist, die Stützen vor der Montage der weiteren Querverstrebungen anzubringen (und nicht anders herum, wie die Nummerierung der Bauteile sowie auch die Bauanleitung nahelegen).



    Ich kann mir nicht vorstellen, wie man die Montage noch barrierefrei bewerkstelligen soll, wenn die Streben schon dran sind.


    Weglassen ist natürlich auch keine Option, man sieht sogar einige äussere Enden bei aufrecht stehender Bohrinsel.



    Als nächstes ist dann wieder rollen und drehen angesagt, denn nun dürfen die Streben montiert werden.
    Bis dann!


    Gruß
    Wolfgang

  • Moin Klaus-Dieter,
    vielen Dank, höre ich gern, von Dir allemal!


    So, die ersten gedrehten Rollen sind dran. In der Anleitung sieht das so aus:



    Die Einzelteile so:



    Ergebnis:



    An der Passgenauigkeit der Konstruktion gibt es schon mal nichts auszusetzen.

  • Das markante Mittelteil nimmt zwei weitere Streben auf, die wieder nach dem Prinzip "Blumendraht" gerollt werden.



    Alle drei Streben passen absolut problemlos in die dafür vorgesehenen Aufnahmen.



    Die äussere Strebe ist nicht ganz so hübsch geworden, die Rundungen in dieser Länge habe ich nicht so recht hinbekommen ...


  • Also lieber nicht so genau hinsehen und das Gesamtensemble auf sich wirken lassen ... ;)



    Es folgt dasselbe nun nochmal, auf der anderen Seite.



    Dies aber wohl erst am neuen norddeutschen Feiertag ...


    Gruß
    Wolfgang

  • Moin Wolfgang,


    das wird ein tolles Modell, da bin ich sicher :thumbup:
    Die "nicht ganz so hübsch gewordenen Strebe" suche ich noch vergeblich (achja, "Lemmsche Ungenauigkeiten", die außer Dir sonst niemand bemerkt :D ).


    Und das Gesamtensemble überzeugt, wunderbar ;)


    Ich freue mich auf die nächsten Baufortschritte.


    Lieben Gruß


    Lars

  • Moin Lars,


    ich will nicht kokettieren mit meinen Bemerkungen über Bausünden - im zweiten Bild von Beitrag Nr. 25 sieht man die Beulen auf der vorderen Strebe ziemlich deutlich.
    Nun ja, im Grunde bin ich aber insgesamt recht zufrieden mit den Ergebnissen, ich hatte es mir vorher schwieriger vorgestellt, dieses Niveau zu erreichen (auch als Ermunterung für alle Nachbauer gedacht ... ;) ).


    Wie auch immer, vielen Dank Dir und den "Daumendrückern" für Eure nette Würdigung!


    Schönen Montag
    Wolfgang

  • Moin HaJo,
    danke vielmals, dann ist das wohl so ... ;) .


    Wie angekündigt folgte der zweite Teil des Strebensalats.


    Das ging tatsächlich noch leichter von der Hand, war ja nur Wiederholung ...



    Ich bitte über den blumigen Untergrund meines Bastelplatzes (Esstisch) hinwegzusehen :whistling: .



    Die Streben haben die Konstruktion schön stabil gemacht, und die nun zu bauenden Schwimmkörper werden den Effekt wahrscheinlich noch verstärken.
    Stay tuned!


    Gruß
    Wolfgang

  • Die Pontons ...


    Beschreibung: und die Einzelteile:


    Der Zusammenbau ist recht einfach, alles passt einwandfrei.



    Die weissen Flächen für die Beine der Plattform habe ich mit Farbrändern versehen - das ist im Bogen leider nicht schon vorgedruckt (wäre irgendwie sinnvoll ...).



    Die Schrauben sind auch im LC-Satz zu finden, ich halte es aber für relativ unsinnig diese zu verwenden. Sie lassen sich gut ausschneiden, und Farbe & Textur sind für das LC-Teil kaum so reproduzierbar.



    Hier habe ich übrigens eine kleine Lücke in den Spant geschnitten, damit die "Welle" der Schraube (ein Stück Draht) Platz hat und besser hält.


  • Beide Schwimmkörper sind fertig und unter der Plattform montiert.



    Die Beine passten Gottseidank recht gut auf die dafür vorgesehenen Flächen - habe sie also nicht gar so krumm gebaut ...



    Die verbleibenden weißen Flächen werden noch mit Bauteilen verdeckt (nächster Schritt).
    Jetzt sieht das schon nach Bohrinsel aus ...



    Schönen Wochenstart!
    Wolfgang

  • Vielen Dank Nils und die vielen "Knöpfchendrücker"!


    Caissons ...
    So heissen laut Bauanleitung die eckigen Aufsätze an den jeweils äusseren Beinen.



    Im Grunde sehen sie alle gleich aus - im Grunde ...



    Allerdings haben alle vier Teile eine eigene Bezeichnung (LA, RA, LF, RF), müssen also vorn (F = Front) und hinten (A = Aft) jeweils rechts (R) und links (L) angebracht werden.
    Aber wo ist links und rechts? Ich habe mich da an den charakteristischen Einschnitten auf halber Höhe orientiert, die nach aussen zeigen sollen (so zeigt es die Bauanleitung - wenn man genau hinsieht ...).

  • Also forsch ans Werk und Caissons an Deck.



    Sieht eigentlich ganz gut aus, seitlich schmiegen sie sich gut an die Beine. Nur oben passt der runde Ausschnitt nicht ganz, es sind kleine Spalten erkennbar.


  • Bei genauerer Nachprüfung meine ich nun, dass die Teile doch nicht alle die korrekte Position haben.
    Vorn an Backbord hat der Caisson eine Markierung im oberen Bereich, die der hintere auch hat - dafür haben die beiden an Steuerbord sie nicht ...



    Das Teil hätte also überkreuz mit dem an Steuerbord achtern getauscht gehört. Naja ... Hauptsache, die Einkerbungen zeigen alle nach aussen, die Markierungen stören mich nicht so sehr, wenn sie zum Schluss noch zu sehen sind.



    Denn wirklich wichtige Markierungen (z. B. Amings) sind auf den Caissons nicht vorhanden, sollte also nur halb so schlimm sein (hoffe ich ...). Nur etwas nervig, dass man aus den Teilenummern und der Bauanleitung nicht richtig schlau wird.


    So weit bis hierher, den nächsten Fortschritt wird es dann wohl erst an unserem Bremer Bastelwochenende in zwei Wochen geben.
    Ich freue mich drauf!


    Gruß
    Wolfgang

  • Upps 8| ... ist das aber schon lange her :S - aber es geht weiter :cool:


    Und zwar mit einer Reihe von kleinen Plattformen, die knapp unter dem Deck "schweben" (deren Funktion mir aber unbekannt ist).


  • Das war der einfache Teil dessen, was ich auf dem Werkstatt-Treffen in Bremen Anfang Dezember fabriziert habe.
    Dann kamen die "Spinnenbeine" ...


    Dabei geht es um dieses hängende Teil:



    Wie bei osteuropäischen Bögen üblich sollten die Teile "E" aus Draht gebogen werden. Hmmm, Draht ... verwende ich nicht gern, insbesondere bei mehreren Teilen, die sich wie ein Ei dem anderen ähneln sollen - würde ich nicht hinkriegen. Also überlegt und auf den Bolzen gekommen, diese Teile aus einer LC-Reling zu schneiden - Weltidee! :thumbsup:



    Färben war kein Problem, aber was waren die Dinger empfindlich! Eine Reling ist insgesamt ja viel massiver und stabiler, da hatte ich wohl unterschätzt wie fein solche einzelnen Streben werden. Na gut, wird schon irgendwie gehen:


    Das sah ja noch halbwegs nach was aus, aber das gesamte Teil dann unter das Deck zu hängen war etwas, das ich nur unter Aufbietung sämtlicher nervlicher Kräfte (und freundlichem Zureden meiner Mit-Modellbauer) zustande brachte.
    Das zweifelhafte Ergebnis sieht man hier:



    Ich weiß, so schlimm sieht es auf den Fotos vielleicht gar nicht aus, aber da habe ich wirklich auch die vorteilhaftesten Blickwinkel gewählt ... :pinch:

  • Solcherart schwer gepüft habe ich am zweiten Tag unseres Treffens dann lieber eine tschechische Kapelle gebaut ...


    Der nächste Schritt, nun wieder am heimischen Basteltisch.



    Ich schrieb ja schon, wie schwer geprüft ich von der Aktion "Spinnenbein" war. Also bewegte ich in meinem Herzen, ob ich das zweite Exemplar (auf der Bauanleitung oben gut sichtbar) bauen soll - und entschied mich dagegen! Alle ernsthaften Modellbauer mögen mir verzeihen, aber das Ding hätte ich ähnlich bauen müssen wie das erste (damit es dazu passt), und ich fürchtete ähnlichen Frust ... also habe ich mir gesagt, diese Gangway ist bei einem schweren Sturm kürzlich leider schwer beschädigt worden und musste demontiert werden :whistling:
    Danach ging es mir besser.


    Also mit neuem Elan an die anderen Teile (108 - 112), teilweise aus dem LC-Satz (alles was gelb ist).



    Klappte gut ...


    (Fortsetzung folgt)

  • (Fortsetzung ...)


    Kommen wir nun zum letzten Element unterhalb des Decks, einer Treppe, vielleicht besser einem Niedergang.



    Im Bogen sind die Stufen als Kartonstreifen ausgeführt - das wollte ich so nicht lassen, schließlich hatte ich mir von Slawomir LC-Leitern im Maßstab 1:400 besorgt.
    Allerdings ergaben sich damit erhöhte Anforderungen ans Anbringen der einzelnen Teile, insbesondere da im letzten Drittel (weitestgehend im grauen Bereich des Beines) keine Markierungen mehr vorhanden waren.


    Mit den ursprünglichen Kartonstreifenstufen hätte es wohl weniger Schwierigkeiten gegeben, da sie leichter zu verbinden gewesen wären und damit ihre jeweilige Lage quasi selbst vorgegeben hätten. So aber habe ich die Methode "Freestyle" gewählt ...



    Zu erwähnen wäre vielleicht noch, dass man nur recht umständlich an die Innenseite des Beines kommt, wo der Niedergang anzubringen ist (schließlich sind überall Verstrebungen im Weg ...), umso mehr wegen der vielen Einzelteile (Plattformen und Leiterteile).



    Also Freestyle, mit der Prämisse einer gewissen optischen Gefälligkeit - aus meiner Sicht leidlich gelungen.



    Damit sind die Arbeiten unter Deck abgeschlossen und ich kann mich endlich den Aufbauten widmen, herrlich vielfältig in Form und Farbe :cool: .
    Doch davon hoffentlich in Bälde ...


    Schöne Weihnachten und Gruß
    Wolfgang