MV APOLLO, PaperShipwright, 1:250

  • Moin alle!
    Mein nächster Kandidat ist eine weitere Leckerlichkeit aus David Hathaways – Vertrieb (wenn auch nicht ganz aus seiner Feder), und mal „was Großes“ – also für meine Verhältnisse jedenfalls schwindelerregend: die APOLLO.
    Das Vorbild dürfte einer der buntesten Hunde der aktuellen Seefahrt sein: 1970 als eine von 9 Ro-Ro-Schwestern bei der Meyer-Werft in Papenburg vom Stapel gelaufen, stand sie scheinbar ohne große Havarien, Desaster oder sonstige Kalamitäten (wirtschaftliche Nöte der Eigentümer mal außen vor gelassen) unter den Namen APOLLO, OLAU KENT, GELTING NORD, BENODET, CORBIERE, LINDA I (der Name fehlt bei Marine traffic) und seit 1995 wieder als APOLLO nacheinander bei Viking Line, Olau Line, Nordisk Fargefan, Channel Island Ferries, British Channel Island Ferries, Truckline, Eckero Line, Estonian New Line, Tallink, Eestin Linjat und seit 2000 bei Labrador Marine Inc. in Dienst, wo sie in Kanada 2 x täglich die Route St. Barbe (Neufundland) – Blanc-Sablon (Labrador) bedient. Eine sehr gute zeitliche Zusammenstellung dazu findet Ihr auf der Seite channelislandsshipping.je
    Leider könnte es aber nun doch sein, dass sich ihre Zeit langsam dem Ende zuneigt. Im Herbst 2017 ist der Vertrag mit der Provinzregierung über die Fährverbindung „noch einmal“ für 1 Jahr bis September 2018 verlängert worden, und in einem Interviews spricht Steve Crocker, der zuständige Minister für die APOLLO von „mindestens“ 1 Jahr; ich wünsche ihr sehr, dass sie noch ihre 50 Jahre schafft. In mehreren Berichten aus den letzten Jahren steht aber, dass sie immer wieder über mehrere Tage wegen schweren Eisgangs und Schneestürmen eingefroren war, und dort wurde ebenfalls eher weniger als mehr dezent darauf hingewiesen, dass sich ihre 47 Dienstjahre nun doch bemerkbar machen und ein neueres Schiff gefordert. Andererseits sind sich alle einig, dass sie für ihr Alter gut in Schuss ist, und die Provinzregierung, die über eine „feste“ Verbindung, einen Eisenbahntunnel unter dem St.-Lorenz-Golf nachdenkt, wird viel mit dem Begriff „untätig“ in Verbindung gebracht. Aufnahmen aus diesem Winter von einem Drohnenflug zeigen aber, dass nach 17 Jahren die Beschriftung „Woodward Group“ nun nicht mehr auf dem Rumpf steht – ob das rein optische Gründe hat, oder „zu verkaufen“ bedeutet, habe ich noch nicht herausbekommen, eine Mail an die Reederei blieb bisher unbeantwortet.
    Das Modell finde ich nicht weniger interessant als das Original. 1991 entstand der Bogen aus der Feder von Nils-Peter Jaeckel, der auch ihre Geschichte bis zu diesem Jahr niedergeschrieben hat, aber leider 2013 verstorben ist, ohne den Bogen zu veröffentlichen. Erklärtermaßen wurden hier die Erfahrungen aus dem Umgang mit WHV-Bögen berücksichtigt, und der Bogen weist große Ähnlichkeiten mit deren typischer Gestaltung auf – als WHV-Modell , wage ich mal die Prognose, wäre sie ein Renner geworden. Nach dem Tod des Autors haben Klaus Hildebrand und David Hathaway das Projekt fertiggestellt und David führt sie seit 2015 in seinem Shop, und zwar sowohl als bezahlter Download, als auch als gedrucktes Modell. Komischerweise hat sie bislang nicht viel Beachtung gefunden, ich kenne jedenfalls keine Vorstellung des Bogens (alles muss man selber machen…) und nur 1 Baubericht, der sehr lesenswert ist.
    Aus naheliegenden Gründen habe ich mich für die Download-Version entschieden: Lasercuts. Zwar ist Davids Drucker um Längen besser als meiner, aber die Umsetzung seiner Zeichnungen in Schnittlinien geht nunmal deutlich schneller, wenn man sie nicht erst nachzeichnen muss, und da gibt es einiges umzusetzen. Für so ziemlich jede Umbenennung und jeden Charter gab es außerdem einen anderen Anstrich, für Labrador Marine Inc. alleine (als Teil der Woodward Group of companies, deren Logo sie trägt) habe ich 3 deutlich unterscheidbare Varianten gezählt, insgesamt 12, man kann sich also eine komplette, bunte Flotte anlegen und immer dasselbe Schiff bauen. Eine wahrscheinlich ziemlich komplette Zusammenfassung ihrer Outfits (die man sich über freie Quellen aber auch selbst zusammensuchen könnte) hier auf YouTube (allerdings habe ich ganz schnell den Ton ausgemacht). Ich will also einen Parallelbau machen, einmal Bauzustand 1970, wie von David umgesetzt (quas i out-of-box – naja, fast…), und von 2018, wie auf den Videos zu erkennen. Die Umbauten betreffen vor allem den Heckbereich und sollten mich nicht überfordern, zudem spare ich Zeit, weil Davits und Rettungsboote weg sind – vielleicht öffne ich dafür Bug- und/oder Heckklappe mit Einblick in das Fahrzeugdeck . Und es wird Lasercuts geben…

  • Moin Heiner,
    da bin ich gespannt, wie Du den Apollo-Bau angehst. Der Bugbereich ist nicht so ganz ohne. Ich denke der Bug ist die einzig schwierige Stelle am Schiff, in den Foren habe ich jedenfalls kein Bild entdeckt, daß das Schiff von vorne unten zeigt. Ich habe die Apollo gebaut, ist sehr schön geworden, sogar David ist sehr zufrieden damit. Alles paßte, keine Korrektur nötig. Und nun bin ich am Kontrollbauen der Earl Granville, der Bug ist identisch wie bei der Apollo, mit dem Heck bin ich noch nicht ganz fertig. Wird ein schickes Schiff, der weiß-blaue Rumpf wirkt elegant.
    obwohl ich vmtl von einigen Kollegen zerrissen werde mein Tip: erst die Außenhaut komplett verkleben (ohne Heckspiegel, nicht am Spantengerüst!!!), die Stringer noch nicht anbauen, und dann das ganze von vorne wie ein Schuh überziehen und von vorne an der Bodenplatte Stück für Stück verleimen.
    wenn Du präziesere Infos haben willst sag bescheid.
    Gruß aus dem trockenen Norden
    Ralph

  • Moin Ralph


    Moin Heiner,
    da bin ich gespannt, wie Du den Apollo-Bau angehst. Der Bugbereich ist nicht so ganz ohne. Ich denke der Bug ist die einzig schwierige Stelle am Schiff, in den Foren habe ich jedenfalls kein Bild entdeckt, daß das Schiff von vorne unten zeigt. Ich habe die Apollo gebaut, ist sehr schön geworden, sogar David ist sehr zufrieden damit. Alles paßte, keine Korrektur nötig. Und nun bin ich am Kontrollbauen der Earl Granville, der Bug ist identisch wie bei der Apollo, mit dem Heck bin ich noch nicht ganz fertig. Wird ein schickes Schiff, der weiß-blaue Rumpf wirkt elegant.
    obwohl ich vmtl von einigen Kollegen zerrissen werde mein Tip: erst die Außenhaut komplett verkleben (ohne Heckspiegel, nicht am Spantengerüst!!!), die Stringer noch nicht anbauen, und dann das ganze von vorne wie ein Schuh überziehen und von vorne an der Bodenplatte Stück für Stück verleimen.
    wenn Du präziesere Infos haben willst sag bescheid.
    Gruß aus dem trockenen Norden
    Ralph


    Wenn Du die Außenhaut wie ein Schuh überziehen möchtest, sollten die Stringer zwischen den Spanten sitzen.
    Sie stören die Außenhaut nicht.
    Ich weiß nicht ob mein Meister das gerne gesehen hätte, wenn ich die Außenhautplatten an die Spanten lege, hefte und dann nachträglich die Stringer über die Mannlochdeckel in den Rumpf ziehe, um sie dann einzubauen.



    Viele Grüße
    Arne

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Haööo Heiner,
    nicht nur das Schiff ist interessant sondern auch die Geschichte des Modellbogens. Da bin ich auf die Umsetzung in die Dreidimensionalität gespannt. Viel Erfolg wünsche ich.
    Ulrich

  • Und nun bin ich am Kontrollbauen der Earl Granville, der Bug ist identisch wie bei der Apollo, mit dem Heck bin ich noch nicht ganz fertig. Wird ein schickes Schiff, der weiß-blaue Rumpf wirkt elegant.


    Hallo Zusammen,


    wird die erwähnte Version auch irgendwann erhältlich sein?


    Das klingt sehr interessant.

    Viele Grüße aus Laboe


    Dirk

  • Moin Jungs!
    Ich muss mich korrigieren: es wird wohl eher kein "Parallelbau" werden, dafür muss ich noch zu viel für die zweite Version recherchieren, ich fange also mit "Apollo 1" an und ziehe das Andere dann hinterher.
    @ Ralph: ich werde mich vorsichtig herantasten, mehr kann ich dazu noch gar nicht sagen - derzeit scheinde ich noch Spanten, (gefühlt) mehr davon, als mein letztes Modell überhaupt Teile hatte... Dein Vorgehen ist sicher sinnvoll, wenn man nach Anleitung baut, was ich für die erste Version vorhabe - so zum "Warmnlaufen" (wenn ich auch Arnes Einwand für berechtigt halte; vielleicht haben wir Dich da aber alle nicht richtig verstanden?). Bei meiner SCHAARHÖRN hat das sehr gut funktioniert (da allerdings von hinten nach vorne), bei einem Versuch der WHV-HARALD JARL ist es dagegen so barbarisch in die Hose gegangen, dass ich sie weggeschmissen habe - also vor allem ganz langsam, ganz vorsichtig, ganz viel trocken anpassen, formen und erst verkleben, wenn der Bug schon von allein in der richtigen Form bleibt, das wird schon. Bei der zweiten Version wird es nicht gehen, weil ich da das Bugvisier öffnen will, aber dann kenne ich die Stellen schon und komme hoffentlich auch zurecht. Meintest Du übrigens mit "präzisere Informationen" vielleichzt auch Material zum Schiff - Pläne vielleicht? Speziell Deckspläne??? Wenn ja: "Bescheid!!!"
    @ Dirk: richtig, Eckerö Linjen ist auch nur aus eher praktischen Gründen ganz knapp hinter Labrador Marine auf Platz 2 gelandet - einmal, weil es von Labrador Marine die meisten Bilder im Netz gibt (sie fährt immerhin schon 18 Jahre dort), zum anderen - habe ich im Drucker ziemlich viel rot und gelb verbraucht (wofür nur??? ?( ), da ist noch ganz viel blaue Tinte übrig, die muss ja nun auch mal weg... :pinch: :
    @ Arne: keine Gefahr für mich, ich sehe hier schon keine Mannlöcher (geschweige denn Deckel), aber wenn ich umsattele auf minimalinvasive Chirurgie, so Herzklappen durch den Bauchnabel und so - dann wäre das sicher eine nette Entspannung :D
    @ Ulrich: Danke schön!
    @ Dirk: Mal sehen - sicher nicht ohne Einverständnis von David und Klaus Hildebrand, und Labrador Marine wird da auch noch was zu zu sagen haben.

  • Moin alle!
    @ Axel: Das ist eine schöne Erinnerung an Nils-Peter Jaeckel, vielen Dank dafür. Handgezeichnet mit 0,2 mm Filzstift - Wahnsinn. Und das Beste ist, dass Davids Bearbeitung immer noch diesen Charme versprüht, obwohl alle Linien hier am Rechner nachgezeichnet sind und keine einzige in der Stärke auch nur wackelt...
    Was ich allerdings sofort glaube, sind die 5 Anläufe, bis die Bordwand abgewickelt war, und mittlerweile denke ich auch über Ralphs Hinweis ernsthaft nach, die Stringer wegzulassen. Das Spantengerüst zeigt, dass der Übergang vom Unterwasserschiff zur Bordwand nicht ohne ist, und der Bug verspricht tatsächlich mir bisher unbekannte Verrenkungen, bis das alles rchtig sitzt. Merke: auch ohne Pinzette und Lupe kann man ganz schnell an seine Grenze kommen.
    Für heute gute Nacht

  • Moin Heiner;


    Das ist ein schöner Kartonbausatz, den Du Dir zugelegt hast.
    Alles rund, formschön und vor allen elegant.
    Wer Liebhaber der Schiffe aus den letzten Jahren der 60ger und den ersten Jahren der 70ger Jahre ist, kann es nachvollziehen.


    Auch andere Mütter haben schöne Töchter und so hat jeder Modellbauer seinen eigenen Geschmack und Stil, den er am liebsten bauen möchte.


    Ich habe ein paar Unterlagen, Hefte und anderes gewälzt.


    Es sind die üblichen verdächtigen wie „ HANSA „;“ SCHIFF & HAFEN; aber auch die „ Schiffahrt International „.


    Ich habe in Heft 04 / 1971 der Passagieschiffausgabe von „ Schiffahrt International „, einen Teil des Generalplan und ein gut 3 Seiten langen Artikel gefunden.


    In der „ HANSA „ und “ SCHIFF & HAFEN, wird man auch fündig bzw. man muss ein wenig suchen.


    Außenhaut: Die Haut die das Schiffsinnere vor eindringenden Wasser schützt.
    Die Meyersisters, haben; wenn ich mich nicht täusche, fast alle die Eisklasse 1, Klassifikation Bureau Veritas.


    Anders herum ausgedrückt, die Nasen der Damen haben bis zum vorderen Kollisionsschott Eisverstärkungen.
    Am Heck ist mit einen Eissporn ausgeführt.
    Die Bugwulst wurde von Meierform soweit entwickelt, dass das Schiff ½ bis ¾ Knoten schneller ist als vertraglich angegeben.


    Deswegen auch die Form der Außenhaut vorn und hinten.
    Besonders sieht man diese Details auf dem 2. Bild von Beitrag 9.


    „ Kettenzüge, Anwärmer; Keile und Vorschlaghammer und Schweißgerät kann man ja bei eine Kartonmodell nicht einsetzen „


    Hier die Auflistung der Schwestern und Halbschwestern:


    „ APOLLO „ Ablieferung 1970
    „ VIKING 1 „ Ablieferung 1970
    „ VIKING 3 „ Ablieferung 1972
    „ DIANA „ Ablieferung 1972
    „ COROMEL „ Ablieferung 1973
    „ VIKING 4 „ Ablieferung 1973
    „ PUERTO VALLARTA „ Ablieferung 1974
    „ VIKING 5 „ Ablieferung 1974
    „ AZTECA „ Ablieferung 1975


    Halbschwestern:
    „ BETULA „ Ablieferung 1968
    „ REGULA „ Ablieferung 1971
    „ URSULA „ Ablieferung 1973


    Viele Grüße
    Arne

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Moin alle!
    Danke an alle Daumendrücker; offenbar hat die APOLLO doch ein paar mehr Fans, als ich erwartet hatte.
    @ Arne: danke auch für Deine Recherche; ich habe hier leider keinerlei Möglichkeit, in solche Zeitschriften zu sehen, dafür erwarte ich in den nächsten Wochen eine Büchlein über die Papenburg-Sisters, das Dirk mir empfohlen hat - ich hoffe, dass das meinen Bedarf für den zweiten Durchlauf abdeckt.Wobei ich auch zugeben muss, dass ich die Eleganz des Entwurfs durch eine gewisse "Pummeligkeit" getrübt sehe
    Womit ich deutlich weniger Arbeit haben werde, als befürchtet, da ich nicht kapiert hatte, das die Stringer komplett um das ganze Schiff laufen. Damit habe ich die Rumpfkontur an dieser Stelle schon fertig geliefert (was, genau genommen, auch die Funktion solcher Stringer ist und deshalb nicht mehr besonders erstaunlich) und könnte einen ersten Entwurf machen, aber wegen Hitze und ausgeschwitzter Baulust werde ich das erst in Angriff nehmen, wenn das Buch da ist.
    Nachbauern empfehle ich, mit den achteren Stringern auf der Steuerbordseite zu beginnen, damit Ihr die Markierungen auf dem Mittelspant nutzen könnt. Den Rumpf werde ich mir deutlich erleichtern, indem ich das Bugvisier abschneide und als ein durchgehendes Teil ausdrucke, das sich dann leichter wird formen lassen, was den Bug wesentlidh erleichtern dürfte.

  • Moin alle!
    Gestern haben die Drähte geglüht, und mein Rechner hechelt immer noch die Abwärme weg, deshalb heute keine Bilder von einem Baufortschritt.
    David hat sich gemeldet, die Teile 23 / 24 sind bei Nils-Peter Jaeckels Ursprungskonstruktion die unteren Bordwand-"Zipfel" gewesen, die am Heck vom Stringer bis zur Bodenplatte verlaufen; David hatte sie bei der Bearbeitung gleich an die Bordwände mit angesetzt und entschuldigte sich jetzt, dass er die Teilnummern nicht mehr aus der Bauanleitung gestrichen hat - das könnte vielleicht auch für andere Interessenten interessant sein.
    Außerdem habe ich von Labrador Marine eine Mail mit Photos und Unterlagen bekommen, mit denen ich jetzt wirklich gar keine Ausrede mehr habe, die blaue APOLLO nicht zu bauen - auch an dieser Stelle noch einmal vielen herzlichen Dank dafür, Wade! :thumbsup: Die Photos vom Bugvisier, die er mir für das Modell geschossen hat, hänge ich schon mal unten an.
    Das Büchlein über die Papenburg-Sisters, das ich im ursprünglich vorgesehenen Shop dann doch nicht mehr bekommen habe, konnte ich Dank eines Tips von Dirk dafür noch gestern in der Bucht schießen - mal sehen, wann es ankommt.
    Und ich werde es noch brauchen, da in absehbarer Zeit eine weitere Schwester auf den Markt kommt; David will auch die EARL GRANVILLE herausbringen, die Axel im Ausschnitt aus der Möwe oben schon gezeigt hat und Ralph gerade probebaut. Übrigens stehen auf dem alten APOLLO-Modell in der Möwe die Heckwinden falsch, die Backbord-Winde bedient die Steuerbord-Klüse und umgekehrt....
    Damit wird also doch den (eigentlich vorschnell) schon so angekündigten Parallelbau geben müssen, damit ich nicht plötzlich an 3 vergleichbaren Modellen sitze, und die blau-gelbe APOLLO von Eckerö würde sich dann ja eigentlich auch noch sehr gut in ein (dann) völlig buntes (überfülltes) Regalbrett einpassen... 8|:wacko::whistling:
    Da es die nötigen Teile für all das allerdings längst noch nicht alle gibt, werden meine Baufortschritte in den nächsten Tagen aber sehr überschaubar sein, und wahrscheinlich nicht einmal auf dieser Baustelle (da waren noch so viele andere...). Und da wir das Wochenende auch schon familiär komplett verplant haben, verabschiede ich mich hier schon mal bis nächste Woche.
    Bis die Tage
    Heiner

  • Und es wird Lasercuts geben…


    Ich bin auch so einer aus der hoffnungsvollen, schweigenden Mehrheit. Wenn es denn mal soweit ist (siehe Zitat oben), besteht vielleicht die Chance, auch evtl. da ranzukommen?
    Noch ruht meine Apollo in den Tiefen der Bauaufträge.

  • Moin, alle!
    Die Pause fiel etwas länger aus, als geplant, dafür habe ich aber die Zeit sinnvoll zugebracht. Am Mittwoch kam das Heft „The Papenburg-Sisters“ an, und wer sich dafür interessiert, was er da im Stapel liegen hat, bekommt extrem viel Information für schmales Geld und einige interessante Detailphotos und Zeichnungen, gerade, was auch die übrigen Schwestern betrifft. So wäre etwa eine der mexikanischen Schwestern auch eine interessante Erweiterung.
    Inzwischen nimmt das Fahrzeugdeck der APOLLO weiter Gestalt an. Ich habe den Plan der Reederei in die zusammengesetzten Stringer des Ursprungsmodels eingepasst und danach die Ausschnitte in den Spanten gewählt, das ist ziemlich knapp geworden. Jeder einzelne Spant ist vor der Montage an den Außenseiten mit Sekundenkleber eingelassen worden, so dass mir bisher noch nichts weggeknickt ist, trotzdem wanken die Spanten derzeit natürlich wie Gräser im Wind. Ich habe ziemlich genaue Vorstellungen zum Fahrzeugdeck, den Aufbauten dort und den Seitenwänden des Fahrzeugdecks, weiß aber noch nicht endgültig, wie ich die Decke einbringe; gut möglich, dass ich dort noch gezielt schummele…
    Nächste Station: das noch einzufärbende Fahrzeugdeck und sein Mittelaufbau (der gar nicht in der Mitte sitzt, sondern nach steuerbrod versetzt) und die Bugtore, die in den ursprünglichen Plänen nicht auftauchen, aber im Netz als ESTONIA-Tore bezeichnet werden, was wohl wieder dazu geführt hat, dass sie in einem der Reiseberichte im Netz plötzlich zum Schwesterschiff der ESTONIA wurde (.
    @ Pappi: es besteht mehr als nur die Chance; für West-Devisen hat man hier im Spreewald schon immer alles bekommen können…

  • Hallo Heiner,


    sehr ansprechend sind die rosa Duplosteine auf den Bildern! :D
    Bin ja einmal gespannt ob, das mit den Spanten so klappt, derzeit sieht das wahrlich nicht vertrauenserweckend aus. Aber, ich baue ja auch immer nach der Devise: 100% Risiko!
    Ich glaube in der Zeitschrift Ferries wurde die Sisters auch einmal behandelt.


    Gruß pianisto

  • Moin Dirk!
    Ja, die Legos sind lieblich, nicht? :love: Leider habe ich nicht genug davon, um die APOLLO ganz damit zu bauen. Tatsächlich ist sogar verdammt schwer, in Lübbenau im Einzelhandel "normale" Lego-Steine zu bekommen, ohne dass da gleich ein Saurier, Sternenkreuzer oder eine Polizeistation mit dran hängt, da nimmt man, was man kriegt. Zum Glück brauche ich selten mehr als 3 gleichzeitig... ;)
    Was die Spanten angeht, bin ich zuversichtlich: wenn ich alles unfallfrei eingebaut bekomme (allein das Fahrzeugdeck besteht aus 4 Teilen), sollte sie sogar stabiler werden als das Ausgangsmodell! Derzeit allerdings ist wohl nicht mit Eisklasse zu rechnen.

  • Hallo


    An dem Modell bin ich sehr interessiert, da ich in den 70ger Jahren einmal mit der Apollo nach Finnland gefahren bin. Ich bin sicher, dass es so klappt. Meine Modelle sind ähnlich konstruiert und werden sehr stabil.


    Gruß
    Cony

  • Moin Heiner,


    die Paten sehen dünn aus. Ich würde empfehlen einen Gurt aufzunehmen setzen.


    Das Buch ist bestellt und unterwegs zu mir.


    Das mit den Mexiko Fähren hat etwas. Dabei sollte man aber auch die 3 Halbschwestern nicht vergessen.


    Was macht denn die Quarkdose im Hintergrund ?


    Nicht nur die Ferries Hefte sollte man durchsehen, auch die Ships Monthly hat über die Schiffe was berichtet.


    Viele Grüße
    Arne

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

    Edited once, last by Shipbuilder ().

  • Moin alle!
    @ Cony: ja, dass das Prinzip so funktioniert, habe ich mir bei Dir abgeschaut - zum Glück muss man nicht alle guten Ideen selber haben... :D Obwohl wir fairerweise vielleicht auch nicht ganz unerwähnt lassen sollten, dass die "mechanische Unzerstörbarkeit" Deiner Modelle auch mit Deinem großzügigen Einsatz mehrerer verleimter Lagen von 1mm Graupappe zu tun haben könnte ;)
    @ Arne: zum Glück muss man nicht alle guten Ideen selber haben - die Quarkdose ist meine "Klebestation": einen nassen Putzschwamm reinlegen, Deckel mit 2 eingestochenen Löchern drin aufsetzen (deshalb dieser Quark, es gibt nicht mehr viele mit Deckel...), schon kann ich meine Spritzen mit Uhu und Ponal dort einstecken und über Wochen lassen, ohne dass sie eintrocknen. Geklaut bei (ich glaube) Peter Hurler in seinem Baubericht zur MONTE ROSA... Ich stell heute abend mal ein Photo ein.
    8| Ob es daneben noch mehr Bilder von der blauen APOLLO gibt, weiß ich noch nicht, ich bin gerade auf einen kollossalen Patzer gestoßen: der Raum für die Fahrzeugdecks ist viel zu niedrig :cursing::cursing::cursing: . Auf Bild 8 sieht man es noch gerade am Rande: Spant 18 ist das Bugende; dort reicht die Rumpföffnung bis knapp unter das Backdeck, ähnlich wie auf den Bildern vom Original - und wie in meinem Plan eingezeichnet. Bei Spant 17 direkt dahinter ist der Ausschnitt dann aber leider mindestens 3 bis 4 mm flacher ausgefallen, weil ich mich im Plan an der falschen Linie orientiert habe, und das zieht sich bei allen Spanten bis zum Heck hin durch; spätestens am Heckspiegel grinst mich dann die Oberkante von Spant 3 durch die Heckklappe an X( - geht gar nicht. Was tun? 14 Spanten freihand nachschneiden? Keine echte Option, bei mir kann das nur schiefgehen. Vielleicht in Spant 17 (möglicherweise auch noch 16) und 3 passend die Öffnung erweitern und abwarten, wie weit man überhaupt in den Bauch hineinsehen kann; die letzte sichtbare Oberkante "ganz tief drinnen" könnte man dann ja schwarz pönen. Ist aber blöd, weil es eben nicht richtig ist (außerdem passt dann der Truck nicht rein, den ich noch machen wollte). Oder nochmal alles neu machen, weil es bisher ja ohnehin nur das Spantengerüst ist, da steckt jetzt noch nicht so viel Liebe drin, als wenn der Rumpf schon erfolgreich geschlossen wäre, aber ich habe zumindest schon den ganzen letzten Abend nur damit verbracht, das fertiggestellte Fahrzeugdeck richtig einzusetzen, was ein echter K(r)ampf war - das auch alles nochmal? :wacko:

  • Moin Heiner;


    ich würde die Spanten noch einmal neu setzen, mit den richtigen Höhen.


    Der Rahmenspant soll die Kräfte der Klappe und der beiden Seitenflügel aufnehmen.
    Soll die Fähre an der Fährbrücke liegen oder im Dock, nur geöffneter Klappe und den Seitenflügeln aber dann ohne Fahrzeuge ?


    Viele Grüße
    Arne

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
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    Edited once, last by Shipbuilder ().

  • Hallo Heiner,


    Spanten bis zum Längsspant abschneiden, Fahrzeugdeck mit Wände installieren, abgeschnittene, korrigierte Spanten neu daraufsetzen. - Wäre vielleicht eine Möglichkeit.


    Gruß pianisto

  • Moin, Ihr beiden!
    Ich denke Ihr habt Recht: die Flickschusterei wäre nur eine halbe Sache, also: richtig machen - oder gar nicht. Auf Dirks Vorschlag hätte ich natürlich gleich von vornherein verfallen sollen, weil ich damit nicht nur nicht alles wegschmeiße, sondern auch den Platz habe, nachher den Deckel über dem Fahrzeugdeck ohne Kompromisse richtig aufzusetzen (statt ihn - wie das Fahrzeugdeck - geviertelt irgendwo durchfädeln zu müssen). Auf dem Deckel dann wieder die gekürzten Rest-Spanten anbringen, und ich bin im Soll.
    Andererseits: die Teile sind ja jetzt schon alle gezeichnet, und die Korrektur ist schnell erledigt (ich sitze schon daran). Statt auszudrucken könnte ich die Datei auch gleich an Peggys Schneidlaser geben, dann hätte ich LC-Spanten, und die dann auch gleich ein bisschen dicker...
    @ Arne: ich wollte sie an den Anleger legen, nicht ins Dock; entweder im regulären Betrieb nach St. Barbe, wo Wade oben seine Bilder geschossen hat, oder (mit ein paar mehr Trucks an Bord) nach Corner Brook, beide auf Neufundland.

  • @ Pappi: es besteht mehr als nur die Chance; für West-Devisen hat man hier im Spreewald schon immer alles bekommen können…


    ...dann werde ich schon mal anfangen zu sparen. Ich hoffe, ich gelte dann nicht als "obskurer" Investor von drüben, der alles wegkauft. :D

  • Hallo



    Hier noch eine kleine Anmerkung von mir um Mißverständnissen vorzubeugen. Bei meinen 1:250 oder 1:160er Modellen muß keine Graupappe verwendet werden. Das tue ich nur bei den 1:1000er Modellen.



    Viele Grüße


    Cony

  • A quick preview of the coming Earl Granville model - the second of the series of Apollo-sisters models designed by Nils-Peter. Jaekel She was originally launched as the Viking 4.


    I have finished my last control build (apart from flags and anchor chains) and wanted to show progress. The instructions need editing and some new diagrams. I intend to offer her in Nils-Peter's original Sealink (British Ferries) white hull livery and also in Sealink (British Rail) livery with a dark blue hull or as Viking 4 with the red/white hull.


    The model was originally designed by Nils-Peter as a "conversion set" for the Apollo model - but I have created a complete set of model sheets for her, so no need to buy the Apollo model.


    The third model, the Bolette (ex Viking 5) is still being converted from the hand-drawn sheets so will be some time yet.


    Greetings


    David

  • Moin alle!
    Langsam kommt die Lust am Modellbau zurück, das muss ich nutzen, bevor der nächste Hitzehammer fällt. Nachts 28 Grad im Schlafzimmer kommen mir inzwischen wie eine erfrischende Abkühlung vor, soweit musste ich erst kommen. Bisher ist mir jedes Mal, wenn ich mich an den Schreibtisch gesetzt habe, der Schweiß von der Nasenspitze auf den frischen Ausdruck getropft, da habe ich dann wieder eingepackt und es bleiben lassen...
    An die Laserspanten habe ich mehr Zeit verschwendet, als gedacht, inzwischen sind sie aber gezeichnet, jetzt muss ich sehen, wann ich sie ausprobieren kann - der Längsspant und das Fahrzeugdeck sind nämlich noch nicht fertig, und ich spüre wenig Lust auf meinen Computer.

  • Heute habe ich am Original-Modell die Bordwände angebracht - ganz großes Lob an David und an Nils-Peter, die Passgenauigkeit ist hervorragend. Was mir als erstes gefiel, ist, dass die Trennlinie zwischen den Bordwänden nicht auf dem Teil gedruckt wurde. Ich habe auf einer glatten Fliesentafel aus dem Baumarkt (perfekter Ersatz für eine Glasscheibe) auf der Innenseite der Markierungslinien geschnitten und bekomme so eine dermaßen glatte Kante, dass der Anschluss fast unsichtbar ist und selbst einer Makroaufnahme standhält.
    Die Bordwände möchten sorgfältig vorbereitet sein, dann gibt es überhaupt keine Probleme. Die Schwalbenschwänze an Bug und Heck habe ich als erstes mit einer Weißleimnaht zusammengeführt. Am Bug dabei darauf achten, dass dort der "Schwalbenschwanz" sehr ausgeprägt (fast um 90 Grad) nach außen gebogen, fast schon geknickt werden muss. Ich habe mich dafür am Wasserpass orientiert und denke vom Ergebnis her, dass es so wohl auch vorgesehen war.

  • Ich habe die Bordwände mittels zweier improvisierter Klebelaschen (sind auf der letzten Aufnahme eingezeichnet) am Heck plan mit der Bodenplatte verklebt und hatte so den perfekten Ansatz in Längsrichtung. Der Bordwandknick folgt 100 % genau dem Stringer im Spantengerüst, hier genügt ab und zu ein Klebepunkt in den Winkel, um die Bordwände absolut perfekt auszurichten; ich habe sie bisher noch nicht einmal mit der Bodenplatte verklebt, was allerdings noch passieren muss. Am Bugsteven sind sind die Bordwände dann bei mir vielleicht einen halben Millimeter länger gewesen als der Längsspant, hier ist also noch ein Hauch von Luft zum besseren Anpassen oder zum Angleichen, wer bei den Bordwänden zu großzügig gekürzt hat. Ich habe erst den Steven zusammengeklebt und trocknen lassen, bevor ich daran ging, die roten Bordwandteile darüber zum runden Bugvisier zu verkleben. Der Spalt, der sich hier öffnete, ist von mir selbst verursacht, weil ich nicht festgehalten habe, bis der Kleber wirklich angezogen hatte (Abendessen war fertig...), an sich lässt sich der Bug so glatt schließen wie die Bordwandhälften. Nochmal: ein ganz großes Kompliment an diese Konstruktion. Ich habe für die Optik eine Lasche eingefügt und alles rot gefärbt, aber ich bin mit dem Ergebnis erstmal zufrieden. Alternativ denke ich für den nächsten Bau ohnehin daran, das Bugvisier zu einem Teil zusammen zu fassen, dann treten die Linien nur da auf, wo sie in Natur sind.

  • Als nächstes kommen die Decks in den Rumpf. Die hinteren Decks machen keine großen Probleme, auch die Fenster am Sonnendeck können (mit etwas Druck und nachdrücklichem Ziehen) immer noch sehr gut in Deckung zu einander gebracht werden - Passform perfekt, nur eben auch kein mm zu viel irgendwo.
    Am Bug war es mühsamer. Mein Tip (und mein Glück in diesem Fall): klebt die Bordwände erst spät an die Bodenplatte und das Backdeck nicht auf dem Spantengerüst auf, ich zumindest habe die Flexibilität dringend gebraucht, die der Rumpf dadurch hier noch hatte. Durch die Stecklaschen an Spant 14 gibt es keine Probleme beim positionieren des Backdecks, aber die Schanzkleider standen beim Einlegen zum Bug hin ansteigend bis zu 2 mm über die Bordwand! Auch hier kann man die Verhältnisse "gerade" rücken; ich habe das Deck nicht am Spantengerüst festgeklebt, sondern nur die Schanzkleidfelder am Bug beginnend vollflächig Oberkante an Oberkante mit der Bordwand verklebt, was gerade zu Beginn eine ganz hübsche Zerrerei war und das Backdeck sich beunruhigend nach unten wölben ließ, aber einmal fertig gestellt liegt das Deck plan auf und alles sieht so gut aus, wie ich es beim ersten Mal hinbekomme. Wer die Rollenklüsen aussticht, stellt befriedigt fest, dass auch sie sich mit den Bordwandöffnungen decken - gut so.
    Was schade ist, dass die langen Speigatts am Bug, die ich dort ausgeschnitten hatte, an den Schanzkleidern nicht darstellbar sind. Wer sie öffnen möchte, muss an diesen Stellen Klebelaschen am Backdeck vorsehen, um es auf passender Höhe an der Bodwand zu fixieren und die ausgeschnittenen Felder darüber einfach festkleben. Und die Ankertaschen zum Hinterkleben in der Bordwand sind nach meiner Einschätzung zu klein geraten, was aber nicht sonderlich stört.

  • Moment, da gab es doch jemanden der einen Klorollenhalter bei der Boröysund installiert hat.....


    Hallo Heiner,


    wie sieht es denn mit der Inneneinrichtung aus?
    Machen sich gut deine Baufortschritte.


    Gruß pianisto

  • Moin Dirk!
    Das ist schon komisch, dass Du die Klorollenhalter erwähnst - laut Geoffrey Breeze hatten die APOLLO-Kabinen nämlich gar keine eigenen Waschräume, die waren erst den später gebauten Schwestern vorbehalten. Bevor ich da jetzt erst spekulieren muss, wo wieviele von den Haken installiert waren - lass ich es hier mal bleiben.
    Die nächste Version bekommt ja schon das Fahrzeugdeck, aber wenn erst die EARL GRANVILLE auf den Markt kommt oder die BOLETTE...
    aber so lange will ich hier nicht warten :whistling:

  • Über dem Sonnendeck liegt das Bootsdeck. Das passende Deck 32 wird von hinten eingeschoben, bis die Stecklaschen in Spant 13 stecken - auch hier wieder passt einfach alles. Wer die Fenster aussticht, wird bemerken, das die Klebelaschen entlang der grünen Farbreserve abgeschnitten werden sollten, um nicht von oben "ins Bild" zu ragen. 2 Niedergänge führen von dort hinab zum Sonnendeck; da ich zu faul war, Ätzteile zu verarbeiten (entfetten, grundieren, trocknen und dann noch richtig bemalen) und Peggy heute auch nicht in der Firma war (zum lasern gezeichnet hatte ich auch noch nichts), habe ich die Stufen von Hand "angeschnitten" und hochgebogen - für diese nicht gerade prominente Stelle reicht das allemal, auch wenn jetzt der Handlauf fehlt. Als nächstes kommt das Brückendeck, dann sind die Aufbauten auch schon bald wieder fertig.

  • Inzwischen ist das Brückendeck aufgesetzt, das genau zwischen die Aufbauwände passt und oben bündig mit ihnen abschließt - wie gesagt, eine phantastisch passgenaue Konstruktion. Anschließend kamen die Aufbauwände der Brücke dran, deren Frontscheibe und die Schanzkleider der Brückennock, dann das Peildeck. In diesem Bereich fiel mir auf, dass einige Spanten zu weit überstanden und weiter gekürzt werden mussten. Die Brücke könnte noch sehr gut mit einer Einrichtung versehen werden, was ich mir bei diesem Bau aber noch spare, ich habe einzig den Mittelspant an Spant 14 abgeschnitten, so dass man seitlich freien Durchblick hat. Der vordere (falsche) Schlot war als nächstes an der Reihe. Hier kann man auf Vorformen weitgehend verzichten; ich zumindest habe nur die beiden hinteren Ecken geformt, um die Rückwand plan verkleben zu können und dann die Außenwand des Schlots beginnend in der Mitte (die Stufe für den Anschluss zum Brückenaufbau ist der perfekte, weil der einzige Ansatzpunkt) nach hinten an der Grundplatte verklebt. Auch hier gilt wieder: es wird eng, weil kein mm Spiel ist, aber am Ende passt es saugend und schmatzend.

  • Danke Hajo! Das Schöne an Modellen dieser Größe ist ja, dass man mit der Kamera nicht mehr ganz so dicht rangeht, davon profitieren die Fotos mächtig :D
    Ich muss mich korrigieren, was den vorderen Schlot angeht (der eigentlich ein großer Lüfter ist): bei mir ist er ohne Vorformen sehr tropfenförmig geworden, dabei ist er auf den Bildern eindeutig rechteckig - Folge war, dass ich die Kappe nicht mehr sauber draufbekommen habe und beim Herumwürgen auch noch den Lüfter mit Klebstoff bekleckert habe - kurz, ich habe ihn wieder heruntergeschnitten und neu gebaut: Spantengerüst fertig machen, Außenwand gut vorformen und dann mit viel Liebe drüberstülpen. Sieht deulich besser aus, finde ich, allerdings muss ich jetzt eine Ecke am Brückenaufbau dichtsetzen, wo die Klinge leider etwas zu tief ging.
    Ansonsten sind die ersten kleineren Teile an Bord gekommen, 2 Lüfter am Heck für das Fahrzeugdeck und die Balustrade um das Sonnendeck herum; die Niedergänge gibt es dann gelasert; wegen der asymetrischen Handläufe sind Standartteile hier nicht so doll. Und die Sonnenblende über der Brücke ist dran; ich habe hier wieder die Teile getauscht und die Druckseite nach innen bzw unten gedreht, so bleibt alles schneeweiß.