Vorbehandlung von Laserdrucken

  • Ich habe jetzt ein Laserdruckermodell gebaut und dabei gewisse Erfahrungen bezüglich des Abblätterns von Farbe gemacht. Die letzten Teile habe ich aufgrund eines dankenswerten Hinweises vor dem Ausschneiden schon lackiert, was die ganze Geschichte unendlich aufgewertet hat.
    Jetzt meine Frage:
    Wie und mit welchen Hilfsmitteln muß ich meinen Copyshop-Laserbogen vorbehandeln, um mein Modell möglichst abblätterarm zu bauen :?:


    Ich habe bisher mit untenstehendem Lack gearbeitet, den man eigentlich verdünnen soll, was ich aber unterlassen habe. Leider ist dieser Lack recht teuer und ich weiß nicht, ob ich ein ähnlich gutes Ergebnis erzielen werde, wenn ich ihn, wie empfohlen, verdünne. Des Weiteren würde mich Eure eventuelle Empfehlung mit Sprühlacken interessieren.


    Vielen Dank für alle hilfreichen Ratschläge :!:

  • Hallo fischmac,
    ich verwende einen Laserdrucker von Samsung. Die Drucke besprühe ich mit mattem Klarlack aus der Sprühdose. Dadurch hat das Abblättern beim Knicken stark nachgelassen. Die ich dann halt mit einem passenden Farbstift retuschiere. Das Abplatzen größerer Farbchips habe ich nocht nicht gehabt.
    Von der Verwendung von wasserverdünnbaren Lacken sollte man tunlichst die Finger lassen!


    Viele Grüße vom Hansakuddel

  • Hallo fischmac,
    ich lasse meine Laserausdrucke in einem Copy-Shop auf 160 g Papier
    mit matter Oberfläche ausdrucken.
    Auch kleine Teile. die gerollt oder geknickt werden sollen zeigen darauf keine Spuren
    von abgeplatzter Farbe.
    Beim Abknicken der Bauteile rille bzw. ritze ich immer von hinten und erhalte so die besten Ergebnisse.


    Gruß und noch einen schönen Sonntag


    Jürgen

  • Jürgen, dann hast du ziemliches Glück mit deinem ortsansässigen Coypshop :thumbup: Mir ist ein Solches leider nicht vergönnt. Ich habe auch auf mattes 160 g Papier drucken lassen und das Ergebnis ist dieses hier:


    McLaren MP 4/4 von Spinler


    Ohne Vorversiegelung geht bei mir nix und der nächste Copyshop ist 20 Kilometer weg. Aus diesem Grund habe ich jetzt mal diese zwei Produkte rausgesucht, wobei ich beim Molotow denke, daß er die Laserdruckerpigmente killen könnte:


    https://www.amazon.de/MOLOTOWT…rlack-400ml/dp/B004GFSEFI


    https://www.gerstaecker.de/GHI…0dfwlhEAQYBCABEgI9ovD_BwE


    Hat jemand mit diesen beiden Sprühdosen Erfahrung? Ich denke, der Ghiant Acrylfirnis wird es wohl werden, das liest sich so, als sei es genau für meine Zwecke geeignet. Morgen muß aber erstmal kurzfristig eine Sprühdose aus dem Baumarkt her...

    Edited once, last by fischmac ().

  • Moin Daniel,


    hast du schon mal im Copyshop nachgefragt ob die was empfehlen können?
    Das sind ja eigendlich die Profis die sich mit Ihren Maschinen am besten auskennen sollten.
    Denn nicht jeder Laserdrucker verwendet die gleiche Toner zum Drucken


    Und bieten die nicht auch Farbtintenstrahl Drucke an?


    Gruß aus Bremen
    Stephan

  • Mein Copyshop bietet keinen Tintendruck und der Inhaber hat keine Ahnung, wie sich seine Drucke zu Lacken verhalten geschweige denn von Kartonmodellbau, habe ich alles schon ausgecheckt. Vielleicht sollte ich in einem Copyshop nachfragen, wenn ich mal wieder in einer größeren Stadt bin. Dort sollte ja eine größere Vielfalt an Möglichkeiten herrschen, als irgendwo in der Pampa. Stephan, kennst du zufällig einen Copyshop in Bremen (am besten Innenstadt), der Tintendruck (am besten noch wasserfest) anbietet? Ich bin da in Abständen immer mal unterwegs.

  • Man kann da keine Pauschalantwort geben. Laserdrucker verwenden unterschiedlichste Toner, teils auf Wachsbasis, teils auf Polymerbasis, mit völlig unterschiedlichen Tonerkorngrößen, Fixiertemperaturen (bei teuren Laserdruckern einstellbar, mit Temperaturunterschieden von bis zu 100 Grad und mehr), Anpressdrücken, Durchlaufgeschwindigkeiten etc.


    Dann kommt es auch heftig auf das Papier an. Empfehlen kann ich aus eigener Erfahrung Tauro Offset in 170g/qm.


    Laserdrucker der BizHub Serie von Konica Minolta liefern sehr gute Ergebnisse, die Drucke aus jenen Geräten auf oben genanntem Papier bedürfen keinerlei Vorbehandlung. Habe jahrzehntelang im Digitaldruckbereich gearbeitet und daher viele Erfahrungen in dieser Hinsicht sammeln können.

    Gruß aus MG und "In glue we trust"
    Marco ("The Baseman")