Stiefschwestern – Sloman Alstertor (HMV, 1:250, Sloman Reederei) und Pica (Bau auf Basis der Sloman Alstertor/HMV und der Pekari/Passat Verlag, 1:250, Laeisz Reederei)

  • Moin,


    nach der Fertigstellung meiner Nordstjernen im letzten November galt es zu überlegen, was als nächstes Bauvorhaben kommen sollte.
    Bei meinem derzeitigen Lebensmittelpunkt New Delhi in Indien ist Kühlung die meiste Zeit im Jahr ein wichtiges Thema.
    Der Kartonmodellbau ist darauf natürlich gut vorbereitet und hat deshalb elegante Kühlschiffe im Sortiment.
    Und mir ermöglichte das, einen Parallelbau der „Sloman Alstertor“ der Sloman Reederei und der „Pica“ der Reederei Laeisz zu beginnen.

  • Dass 2012 HMV die von Peter Brandt konstruierte Sloman Alstertor als Variante und Verbesserung der vom Passatverlag ein paar Jahre zuvor veröffentlichten Pekari der Reederei Laeisz auf den Markt brachte, hatte mich damals sehr erfreut.
    Wie wir uns vielleicht erinnern, war der Rumpf der Pekari am Heck und vor allem im Bugbereich nicht wirklich mit gutem Ergebnis zu bauen. Das hatte ich selbst auch schon mit entsprechendem nicht sehr ansprechendem Ergebnis versucht.


    Außerdem habe ich bei einigen Modellen auch ein paar „Farbprobleme“. So hatte ich auch immer schon eine Abneigung hinsichtlich der quietschgrünen Decksfarbe sowie dem merkwürdigen Gelb für den Schornstein, was zumindest in meiner Ausgabe der Pekari zunächst eher ein Braunorange war, bevor ich netterweise farblich korrekteren Ersatz vom Passat Verlag bekam. Nicht dass es bei der Sloman Alstertor nichts zu kritisieren gäbe – hier sind mir wiederum z.B. die grünen Decks zu dunkel geraten. Nichts desto trotz ist die Sloman Alstertor aber ein sehr gut konstruiertes und farblich stimmiges Model.


    Ich will nicht verhehlen, dass ich die Pekari und ihre drei Schwesterschiffe Pica, Pirol und Persimon für die schöneren Schiffe im Vergleich zu den Sloman Schiffen halte, was vor allem am Schornstein liegt. Ansonsten sind die Schiffe auf den ersten Blick ziemlich identisch. Gleichwohl gibt es viele kleine Unterschiede, die ich auch ganz interessant finde. Seit rund fünf Jahren geistert deshalb als Projekt in meinem Kopf, einen Parallelbau der Sloman Alstertor und einem der Schwesterschiffe der Pekari zu machen. Bislang hatte ich aber nie die Zeit gefunden, die erforderlichen Änderungen und Anpassungen am Bogen der Alstertor zu machen. Was das Laeisz-Schiff angeht, habe ich mich für die Pica, ein Schwesterschiff der Pekari entschieden. Das auch, um es von der Passat Pekari abzugrenzen und noch mehr, weil ich für dieses Schiff des Quartetts besonders gute Referenzbilder bei Fotoflite erwerben konnte.


    In meinem Baubericht will ich nicht so sehr alle Einzelschritte zeigen – das hat Tobias, der hier vor einigen Jahren mit seinem Bau der Sloman Alstertor die Latte sehr hoch gehängt hat, ja mehr als ausreichend gemacht - als vielmehr kursorisch mit Bildern und Text auf die Unterschiede der beiden Schiffe eingehen. Die Sloman Alstertor werde ich mit offenen Luken und aufgetoppten Ladegeschirr darstellen, die Pica soll mit geschlossen Luken und niedergelegten Ladegeschirr entstehen.


    Die Sloman Alstertor baue ich aus dem Bogen. Für die Pica habe ich bereits Umarbeitungen vorgenommen. Dazu gehören die Rumpfbeplankung (Schiffsname, mittschiffs zwei Fenster mehr auf Steuerbord, eines mehr auf Backbord, keine Rollenklüsen bzw. weiße statt graue Klüsenöffnungen, keine Ankertasche am Heck auf der Steuerbordseite), eine andere Farbe des Hauptdecks bzw. der Decks der Aufbauten sowie teilweise andere Fensteranordnung bei den Aufbauten. Für den Schornstein, die Luken, und die Ladebaumbefestigungen werde ich mich aus dem Bogen der Pekari bedienen, soweit mir das möglich ist und ansonsten Teile der Sloman Alstertor umarbeiten.


    Als besonders schwierig fand ich die Wahl der Farbgestaltung des Hauptdecks der Pica. Es gibt nur wenige Farbaufnahmen (von der Pekari und der Pirol), die einen Blick auf die Decksflächen gewähren und diese haben entweder einen heftigen Farbstich oder sind verblichen. Für mich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es ein eher grünliches Grau sein müsste. Ich habe auch verschiedene Grüntöne ausprobiert, diese dann aber wieder verworfen. Bei der Farbwahl habe ich schließlich auch berücksichtigen wollen, dass die beiden Schiffe später gut nebeneinander stehen können sollen. Die Decks der Aufbauten und der Windenhäuser habe ich in ein helleres Grün als bei der Sloman Alstertor umgefärbt, was mir realistischer erscheint.

  • Mittlerweile habe ich beide Rümpfe soweit fertig. Die Hauptherausforderung für die Pica bestand darin, dass bei der Sloman Alstertor die Schneidelinien für die Rumpfbeplankung auf der Rückseite gedruckt sind. Eigentlich ist das ideal.
    Um kein Risiko durch Versatz beim Drucken einzugehen, habe ich hier den zweiten Bogen der Alstertor „kanibalisiert“ und die Rumpfeinzelteile jeweils vorne auf die umgearbeiteten Rumpfteile der Pica aufgelegt und vorsichtig markiert.
    Das hat sich als ein sehr gangbarer Weg erwiesen und die Teile passten ganz prima zusammen.

  • Hallo Michael


    Noch ein Parallelbau! Wie mich das freut. Und ein gutes Kontrastprogramm zu meinen Schiffen (ich kann höchstens über Grautöne diskutieren, was ich aber tunlichst bleiben lasse).


    Andi

  • Hallo Ihr beiden,
    Ihr macht es einem nicht leicht, schritt zu halten, ich finde beide Projekte ausgesprochen reizvoll, und werde mich hier mit grossem Interesse an eurem Tun erfreuen. Eure Projekte schreien förmlich nach einem Nacheifern, z.B. Musashi im Zustand von 1942, und Yamato 1944! Oder was mich im Stillen Kämmerchen auch schon gereizt hätte , Wäre Ticonderoga 1944, und dann das umgebaute Schiffchen aus den 50ern mit dem schrägen Landedeck. Ich werde jetzt mal am Samstag die Inqisitoren in Gebenstorf anrufen und um ein Urteil über das Unterwasserschiff der Nagato bitten. Womöglich hätte ich anschliessend wieder freie Kapazitäten. :rolleyes:
    Grüsse Nik

    Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind (Albert Einstein)

    N.K.


    Derzeit im Bau: IJN Nagato 1:200 von Dom Bumagi, HMCS Waskesiu Card Fleet 1:200, MiG 21MF Answer-Angraf 1:33
    Fertig: Mellum, Indianapolis,TAKAO Digital Navy 1:250,Korvette Agassiz 1:250, NJL TOGO CFM 1:250 .
    Petrojarl Cidade de Rio das Ostras JSC skaliert auf 1:250
    Hellcat, Halinski

  • Moin Hanseatic,


    ein tolles Projekt! Ich habe vor einiger Zeit unter etwas traurigen Umständen die PEKARI bekommen und überlegt, mir die SLOMAN ALSTERTOR auch zuzulegen. Die Laeisz-Schiffe finde ich aber zugegeben auch die reizvolleren Vorbilder. Ich wünsche viel Erfolg!

  • Moin,


    vielen Dank für die Ermutigung und das Gefallen an diesem Projekt.


    Andi: Du wirst Dir gut vorstellen können, was ich geschmunzelt habe, als Du Dein Mogami-Projekt hier begonnen hast. Und ich hatte mir um die Jahreswende eingebildet, ich hätte als Einziger so eine Idee ;)
    Du hast aber definitiv das anspruchsvollere Projekt. Ich gebe mich besser mit meinen insgesamt nur ca. 3.200 Teilen zufrieden. Zu mehr reicht die Zeit nicht und außerdem bin ich ziemlich langsam.......


    Niklaus: Nur zu mit der Musashi und Yamato!


    Nils: Die Sloman Alstertor sich zuzulegen, lohnt auf jeden Fall - schon alleine wegen des Zeitabstands der Veröffentlichungen bzw. der unterschiedlichen "Kontruktionssprachen" von Henning und Piet.


    HaJo: Es war weniger eine lange Bedenkzeit als den Schritt zu machen, sich zum ersten Mal ans Umarbeiten und Umfärben von Teilen zu machen. Und über den Staus "humble" bin ich noch nicht herausgekommen.


    Viele Grüße,
    Michael

  • Hallo Michael,


    ich werde den Bau deiner Stiefschwestern mit Interesse verfolgen!

    Viele Grüße


    Hans-Jürgen
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    Früher oder später, aber gewiss immer wird sich die Natur an allem Tun der Menschen rächen, das wider sie selbst ist. (Johann Heinrich Pestalozzi -1746 - 1827)

  • Meine Umarbeitungen für die Pica sind ja ziemlich harmloser Natur .
    Ich will das mit ein paar Bildern von der Rumpfbeplankung sowie der Fensteranordnung für die Aufbauten illustrieren.


    Dabei ist mir auch aufgefallen, dass die mittleren Rumpfbeplankungsstücke - 36e bzw. 37e bei der Sloman Alstertor offensichtlich in der Nummerierung beim HMV seitenvertauscht worden sind. Die Fenster müssten dort weiter Richtung Heck reichen. Bei der Pica konnte ich es jetzt richtig machen. Die Sloman Alstertor muss leider so bleiben wie sie ist - ich habe es zu spät bemerkt.


    Jetzt werde ich mich erstmal weiter den Aufbauten beider Schiffe widmen und Feinschliff an den Schiffsrümpfen vornehmen.


    Viele Grüße,
    Michael

  • Hallo Michael,


    die beiden Rümpfe sehen unglaublich elegant aus. Eine Augenweide...
    Und ich gebe Dir recht - mit dem anderen Schornstein sind die Frucht-P-Liner die schöneren Schiffe.


    Hier liegt noch eine PEKARI samt Ätzsatz, die ich bestimmt irgendwann mal baue (als PERSIMON), und dann hoffentlich mit einer etwas anderen Decksfarbe...


    Beste Grüße nach New Delhi

    Bis die Tage...


    Helmut



    "Dem Angriff auf die Menschlichkeit folgt der Angriff auf den Menschen!"

    (Claudia Roth)



    Fertig: CAP SAN DIEGO (roko)

  • Hallo,
    die derZeit als diese Schiffe entworfen wurden orientierte man sich an dem Design von Yachten. Das macht diese Schiffe und auch andere so elegant und schnittig. Aber die Zeiten ändern sich ja bekanntlich.
    Ulrich

  • Moin Michael,


    so schnell sind 2 Rümpfe "zu", Hut ab :thumbsup:
    Feine Sache, mit dem Parallel-Baubericht. Es wird interessant sein, die Unterschiede in der Konstruktion zu sehen (viele Wege führen ja bekanntlich nach Rom). Bin gespannt.
    Viel Spaß mit den beiden Bögen :)


    Grüße


    Lars

  • Moin,


    Helmut:
    den Ätzsatz der Pekari habe ich auch :D
    Ich muss mir nur überlegen, wie ich es mit der Sloman Alstertor handhabe. Für die habe ich mir auch den LC-Satz zugelegt, kann mich damit aber aus diversen Gründen nicht besonders befreunden. Vielleicht werde ich deshalb aus Standardätzteilen auf Basis des Pekari-Satzes was schnitzen. Mal sehen. Zuvor gibt es ja mehr als reichlich andere Teile zu verbauen. Ohnehin versuche ich maximal viele Teile direkt aus dem Bogen zu nehmen.


    Lars:
    von wegen

    so schnell sind 2 Rümpfe "zu", Hut ab :thumbsup:


    Ich schrieb ja schon mal, dass ich langsam bin......Den Rumpf für die Sloman Alstertor hatte ich schon vor Weihnachten soweit fertig und die Pica habe ich jetzt erst im Januar angefangen. Zuvor hatte ich mich über Weihnachten und den Jahreswechsel in Deutschland mit den bescheidenen Umarbeitungen beschäftigt.


    Für das Anbringen der Außenhaut brauche ich jedesmal ziemlich Zeit und Ruhe. Egal welches Schiff es ist, ist das immer reichlich Nervenkitzel für mich. Und alleine für das Anbringen des Schanzkleides und der Stützen gingen drei Abende unter der Woche drauf....
    Ich halte das aber immer für gut investierte Zeit. Wenn mir in dieser Phase größere Fehler passieren würden, die diesen optisch so wichtigen Teil des Schiffes beeinträchtigen, hätte ich für den Weiterbau und die Zeit, die für die vielen kleinen Details aufgewendet werden muss, überhaupt keine Motivation mehr.


    Unterschiede in der Konstruktion der beiden Kühlschiffe gibt es eigentlich keine - es sind - abgesehen vom Schornstein und der Farbe der Masten und Ladebäume viele kleine Details, in denen sie sich unterscheiden.


    Viele Grüße,
    Michael

  • Moin,



    ich darf kleinere Fortschritte vermelden - die Aufbauten für die Sloman Alstertor und Pica und die jeweils lose aufgesetzte Schornstein lassen schon schön die typischen Silhouetten erkennen.
    Für die Picafehlen noch Brücken- und Peildeck und außerdem muss ich mich auch nochmals an die Farbe des Schornstein machen - in dieser Farbe sind auch die Masten und Laderäume gehalten.
    Derzeit ist das auf jeden Fall noch zu sehr in Richtung Zitrone!


    Viele Grüße,
    Michael!

  • Moin Michael,


    ich kann mich noch gut an deinen Versuchsschornstein erinnern, welchen du in Bremerhaven dabei gehabt hast. In der Tat, noch seeeeehr viel Zitrone, der damalige war da deutlich stimmiger. Ansonsten schon sehr schöner Baufortschritt und seehehr sauber!
    Keep on glueing


    Liebe grüße
    Robi

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.


    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.

  • Moin,


    ich habe mit dem Bau der Ladeluken begonnen. Dadurch, dass ich die Luken der Pica geschlossen darstelle, wird leider nicht genau deutlich, dass bei der Sloman Alstertor bereits eine neue Generation von Luken zum Einsatz kommt, die nicht einfach auf der Hälfte nach oben geklappt wird, sondern gefaltet wird.
    Und weil Peter Brandt das ganz aufwendig konstruiert hat, lohnt es sich, dies zu zeigen.


    Viele Grüße,
    Michael

  • Moin nochmals,


    Dank für die Likes!


    Neben dem Thema Ladeluken habe ich auch einige Zeit auf das Thema Schornstein und die Auswahl der passenden Farbe verwendet, die darüber hinaus auch für das Ladegeschirr gilt.


    Zu Beginn meines Bauberichts hatte ich ja geschrieben, dass die erste Fassung für die Pekari eher in Richtung beige ging und eine vom Passat-Verlag übersandte Korrektur mir wiederum zu orange war. In den Weiten des Webs beschrieb ein ehemaliger Mannschaftsangehöriger auf der Persimon die Schornsteinfarbe als „fahlgelb“. Von der Pekari gibt es auf Shipspotting.com eine wunderschöne Aufnahme bei Morgen- oder Abendsonne in Durban, auf der eher alles ziemlich orange erscheint. Andere Aufnahmen von Laeiszschiffen bei bedecktem Wetter unterstreichen den beigen Charakter der Farbe. Ich habe versucht, diese „optischen Effekte herauszurechnen“ und mich jetzt für einen gelbbeigen Ton entschieden, was auf den Fotos vermutlich nur annähernd abgebildet werden kann. Außerdem habe ich das aus dem Schornstein herausragende hohe Abgasrohr auf eine Länge zurecht gestutzt, wie es bei Indienststellung war und wie es meine Referenzfotos von Fotoflite auch zeigen. Damit sieht der Schornstein einfach besser aus und der Ruß auf dem Deck muss mich ja bei einem Model nicht stören.


    Grüße aus New Delhi,
    Michael

  • Moin,


    und weiter geht es im Text und beim Bau.


    Die Ladeluken auf der Pica und der Sloman Alstertor sind abgeschlossen. Da der Faltmechnismus der Luken auf der Sloman Alstertor sehr schön in Karton umgesetzt worden ist, habe ich bei zwei Luken eine Teilöffnung gewählt und die beiden anderen Luken ganz geöffnet dargestellt. Außerdem wollte ich so dafür sorgen, dass etwas Abwechslung in das Bild kommt bzw. verhindern, dass die Front der Aufbauten durch den Lukendeckel verdeckt wird. Für die Sloman Alstertor gefällt mir das wirklich sehr gut.


    Einen interessanten Farbeffekt gab es bei den Luken für die Pica. Die Originalfarbe vom Passatverlag wirkt dort bei dem ursprünglich grünen Hauptdeck ganz passabel grau, bei der von mir geänderten Farbe für das Hauptdeck erschienen sie dann plötzlich der Farbe des Decks ähnlich. Also einmal die Teile für die Luken umfärben und bei dieser Gelegenheit habe ich dann auf Nietenzähler gemacht und auch die Position der kleinen Extralukendeckel auf den Lukendeckeln für die Ladeluken vor den Aufbauten entsprechend dem Referenzfoto für die Pica verlegt. Bei der Pekari vom Passatverlag waren diese für alle vier Luken an der gleichen Stelle.


    Grüße aus New Delhi,
    Michael

  • Moin,


    ein Update aus einer Phase der Detailarbeit – vulgo Kleinkram – zunächst für die Sloman Alstertor.
    Backdeck und Popdeck sind soweit fertig bestückt – das gilt auch für die anderen Poller auf dem Hauptdeck. Ich habe begonnen die ersten Winden zu bauen, die auf dem Dach der Windenhäuser montiert werden. Eine Runde Anker – jeder mit 18 Teilen – sowie zum Pläsier das Gestell für ein Sonnensegel, das hinter Luke 4 steht.


    Wenn die Windenhäuser fertig sind, melde ich mich wieder mit Bildern. Und anschließend folgt die gleiche Prozedur natürlich für die Laeisz Pica.


    Außerdem verabschiede ich mich ab Ende der Woche für drei Wochen Richtung Europa und freue mich schon darauf, am letzten Aprilwochenende in Mannheim auf bekannte und neue Gesichter zu treffen.


    Grüße aus New Delhi,
    Michael

  • Hallo Michael,


    sauber, sauber gebaut!!!

    Viele Grüße


    Hans-Jürgen
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    Früher oder später, aber gewiss immer wird sich die Natur an allem Tun der Menschen rächen, das wider sie selbst ist. (Johann Heinrich Pestalozzi -1746 - 1827)

  • Moin,


    um Fragen vorzubeugen, ob es bei dieser Doppelbaustelle weitergeht.


    Ich hatte mich bei meinem letzten Posting zwar für drei Wochen Urlaub nach Europa verabschiedet, bin aber danach nicht ganz untätig geblieben.
    In den letzten zwei Wochen habe ich mich gefühlt mit eintausend winzigen Teilen beschäftigt, was bei nordindischer Hitze (draußen zwischen 40 und 45°C und in der Wohnung meisten rd.um die 30°C) doch eine ziemliche Herausforderung ist.
    In Realität waren es aber "nur rd. 500 Teile, die derzeit leicht Platz in zwei kleinen Schachteln von je 5x5 cm finden.


    Jetzt will ich mich noch um die Ankerwinde von der Pica kümmern und dann kann ich mich an die Windenhäuser von beiden Schiffen machen - geradezu riesengroße Teile im Vergleich zu dem "Krümelkram" davor


    Viele Grüße aus New Delhi,
    Michael

  • Moin,


    nach den Ladebaumwinden für die Sloman Alstertor und die Pica war vor der Ankerwinde der Pica......


    Ich habe mich ein wenig "ausgetobt" und versucht, das was auf dem Referenzbild (von Fotoflite) zu sehen ist, "nachzuempfinden".
    Zum Vergleich links die ursprüngliche Konstruktion von der Pekari - allerdings ohne die Verholspills und die Steuerstände.


    Grüße aus New Delhi,
    Michael

  • Moin Michael,


    wunderschöne Umsetzung, insbesondere die Ergänzungen bringen noch mehr Realität in das Modell. Fehlt nur noch die schöne Bugwelle :D


    Zur Zeit kann ich gut nachempfinden, wie es ist in heißer Umgebung zu Bauen, in meiner kleinen Bastelbude herrschen zur Zeit auch subtropische Temperaturen, der Kleber macht da manchmal nicht mit. Aber was solls, es macht trotzdem Spaß.


    Liebe Grüße nach New Delhi
    Robi

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.


    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.

  • Moin,


    jetzt war Zeit für einen Moment der "Zwischenernte".....wie angenehm, einfach mal fertige Teile auf die entsprechenden Markierungen zu kleben!


    Die vielen Winden durften endlich Platz auf den Windenhäusern finden. Von weißen Flecken gibt es deshalb nicht mehr so Viele.
    Aber auch weiterhin wird der Teufel im Detail stecken, von denen noch viele auf mich warten.


    Klären muss ich auch noch wie ich meine Ätzplatinen bemalen werde. Bei meinem Umzug aus Japan nach Indien haben die Umzugsmitarbeiter alle meine Spraydosen konfisziert - von wegen Gefahrengut und so - und bisherige Versuche hier vor Ort passenden Ersatz zu finden, waren leider vergeblich.
    Ende Juli habe ich glücklicherweise eine Dienstreise nach Paris und die Heimwerkerabteilung des Basar Hotel de Ville (BHV) sollte entsprechendes Material bereithalten.....
    Mal sehen wie ich das dann lackieren kann, ohne dass ich mein Hotelzimmer verwüste ;)


    Viele Grüße aus New Delhi,
    Michael

  • Moin,


    In meinem letzten Posting schrieb ich von meinen Überlegungen über etwas abenteuerliche Optionen zum Lackieren der Ätzplatinenen - ich konnte das Problem doch im Laufe der letzten Woche hier in New Delhi lösen und die Angelegenheit muss nun doch nicht auf ein Hotelzimmer in Paris warten.


    Ich hatte das älteste Spielwarengeschäft Indiens (RCA Toys - Ram Chandler and Sons, gegründet 1890) am Connaught Place in New Delhi aufgesucht und siehe da - es fanden sich sogar Lackspraydosen von Revell im Angebot.
    Der Laden ist nicht besonders groß, hat aber jede Menge Spielwaren sowie eine für hiesige Verhältnisse ansehnliche Auswahl an Plastikmodellen. Alles ist bis unter die Decke gestapelt, wie sich das für ein Geschäft in Indien so gehört.
    Alle Waren werden aber offensichtlich ordentlich auf einem Computer geführt und so fand sich der gesuchte Lack nach einiger Zeit - und ich nahm mal vorsorglich gleich zwei Dosen für ziemlich beträchtliches Geld mit.


    Aber Indien wäre nicht Indien und so stellte sich zu Hause heraus, dass der einen Dose durch Transport oder Lagerung mittlerweile das Spraygas abhanden gekommen war und die Dose bei einer Sprühprobe nur fette Lacktropfen zu bieten hatte. Dose Nr. 2 verhielt sich dann aber wie sich gehörte!
    So sind jetzt beide Ätzplatinen der Pekari, die ich glücklicherweise mein eigen nenne, mit Farbe versehen. An dieser Stelle nochmals Peter Hurler meinen ausdrücklicher Dank, der mich in Mannheim mit einer zweiten Platine versehen hatte. Platine Nr. 1 hatte ich schon vor Jahren zusammen mit der Pekari erstanden.


    Das Peildeck der Sloman Alstertor ist schon mal mit den entsprechenden Relingteilen versehen und ich freue mich wirklich über das Ergebnis . So schön leicht wie es jetzt aussieht, läßt sich das mit den erhältlichen Lasercuts nicht machen, von der Farbfrage gar nicht zu reden.


    Zu sehen sind auch die unterschiedlichen Lüfterkonfigurationen der beiden Schiffe, wobei ich der Pica - neben der vorgesehenen von der Sloman Alstertor unterschiedlichen Lüfter/Oberlichtkombination - für die weiteren drei Lüfter auf dem Peildeck eine dickere Variante spendiert habe. So sehen sie den Lüftern auf meinen Referenzbildern ähnlicher. Bedient habe ich mich dafür vom Bogen der Hanseatic.


    Schöne Grüße aus New Delhi,
    Michael

  • Moin Michael,


    gefällt mir ausserordentlich gut. Und deinen Äusserungen zu den LC Teilen und Farbe sind eigentlich nur zu unterstreichen.


    Hätte ich deinen Post mit dem Lackierproblem eher gelesen, hätte ich dir angeboten die Platinen zu brushen, aber es hat ja geklappt. Im übrigen war ich letzte Woche in London und habe mir dort mal HAMLEYS reingezogen. Spielwaren auf 7 ( SIEBEN) Etagen, da schlagen Kinderherzen ( und auch junggebliebene Erwachsenenherzen) deutlich schneller. Und ich muss noch erwähnen, dass die Temperaturen wohl die gleichen waren wie zur Zeit bei dir.


    Liebe Grüsse nach New Delhi
    Robi

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.


    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.

  • Moin,
    es ist mal wieder ein Update fällig.
    Ich habe fast alle Relingteile für die Aufbauten sowie die Gestelle für die Sonnensegel montiert. Diese sind alle aus den Bauteilen des Bogens entstanden. Im Ätzsatz der Pekari gibt es zwar Passendes für das am achternen Ende des Hauptdecks befindliche Gestell, aber keine Ätzteile für das Gestell auf dem Bootsdeck. Also doch alles besser aus Karton? Ich lasse diese Teile zunächst alle mal lose, so dass ich es mir noch endgültig überlegen kann.

  • Angefangen habe ich auch mit den Davits für beide Schiffe. Tobias hatte ja in seinem Baubericht der Sloman Alstertor diese ebenfalls für „zu frei empfunden“ gehalten und sich Ersatz konstruiert und diesen mit einem klasse Link der Sloman Alstertor in ihrer späteren Karriere untermauert. Wer nun denkt, dass die Laeisz-Schiffe die gleiche Konstruktion haben, irrt. Ich zeige mal meine ersten „selbst geschnitzten Handmuster sowie das Original aus dem Bausatz, um die Unterschiede zu verdeutlichen - aber das ist nur mal ein Anfang!
    Schöne Grüße aus New Delhi,
    Michael

  • Moinsen Michael,


    vielleicht kann ich ja mit einem Laeisz-Schiff aushelfen? Der Bildgeber fuhr auf mehreren Laeisz-Bananenjägern.


    Fotos: Sammlung Reinhard Schnee


    mit einem lieben Gruß
    Wilfried

  • Moin Wilfried,


    ganz herzlichen Dank für diese Detailansichten.
    Das hilft mir bestimmt gut.


    Meine Hauptreferenz sind zwei Bilder mit Gesamtaufnahmen der Pica von Fotoflite - ich zeig mal einen Ausschnitt.


    Schöne Grüße aus New Delhi,
    Michael

  • Moin,


    in den letzten Wochen bin ich nicht untätig gewesen.
    Ich könnte auch schlecht mit hochsommerlichen Temperaturen kommen, da wir das in New Delhi rd. 10 Monate im Jahr haben.
    Die feuchte Hitze während der Monsun-Zeit ging eigentlich auch - solange man trockene Hände zu bieten hat.


    Mit Hilfe diverser Referenzphotos habe ich meine im Juli gezeigten Handmuster für die David-Bauteile beider Schiffe verfeinert, diese anschließend eingescannt und nachgezeichnet.
    Die Ergebnisse meiner Überlegungen und Mühen könnt Ihr auf den beiden Photos sehen.


    Außerdem habe ich den Großteil der Relingteile auf den Windenhäusern, der Back und vor dem Popdeck für die Sloman Alstertor verbaut.
    Das Gestell für den Sonnenschutz vor dem Popdeck steht derzeit lose als Papier-Variante aus dem Bogen. Ich werde auch das Gestell aus dem Ätzsatz zusammenbauen und mich dann entscheiden, welches es denn sein soll.
    Die überaus filigranen Relingteile scheinen mir geradezu nach der "Ätzteil-Variante" zu schreien........


    Schöne Grüße aus New Delhi,
    Michael