Leichter Kreuzer EMDEN (Lehrmittelinstitut) in 1:250 (FERTIG)

  • Ahoi liebe Freunde,


    für die Bereicherung meines Weihnachtsurlaubs habe ich mir den Bau des Leichten Kreuzers EMDEN vorgenommen.


    Mit dem alten Zossen aus dem LEHRMITTELINSTITUT Wilhelmshaven, der im Juni 1958, zwei Monate vor meiner
    Geburt von Gerhardt Neubert konstruiert wurde, verbindet mich folgende Geschichte:


    Ich war als so ca. 12-jähriger in einem Cuxhavener Spielwarenladen auf der Suche nach kleinen Kunststoffpanzern
    der Firma Roco. Da kam Hermann Brüger - seinen Namen habe ich erst 40 Jahre später bei einem Treffen in
    Bremerhaven erfahren und ihn da erstmals wiedergetroffen - mit einem fertiggebauten Leichten Kreuzer EMDEN in
    den Spielwarenladen. Der Besitzer verkaufte schon einige Zeit die WHV-Modelle, verfügte aber über kein gebautes
    Modell und bat Hermann darum, ihm eins zu bauen.


    Als ich die EMDEN damals sah war ich sofort Feuer und Flamme und da hält bis heute an.


    Daher beginnt nun für mich der erstmalige Bau des Leichten Kreuzers EMDEN.
    Es wird mir eine Freude sein, diesen alten Bogen zerschneiden und daraus ein Modell bauen zu dürfen.


    Und die "Heiligsprechung" eines alten LEHRMITTELBOGENS passt doch zur feierlichen Jahreszeit :D


    Anbei die Bilder der Modellbaubögen.




    Gruß
    Jo

  • Moin Jo,
    ach, da kommen Erinnerungen hoch. Die Emden habe ich im zarten Alter von 14 Jahren das erste Mal gebaut. Viele Spaß.


    Armin

  • Moin, moin Jo,


    der Bogen ist eine sehr gute Wahl :thumbup:!
    Hier eine kleine bebilderte "Hilfestellung" für deinen Bau. Meine EMDEN ist auch aus dem gleichen LI-Bogen gebaut, allerdings mit Kiellegung (so steht es auf der Grundplatte...) vom 15.04.1972 (Olympiajahr !). Da war ich noch 15 Jahre alt. Die Poller hatte ich weg gelassen (nur Grundplatte....kann jetzt aber noch nachgerüstet werden, sind noch vorhanden...) und die Ankerklüse ist auch nicht ausgearbeitet......den jetzigen Staub habe ich auch drauf gelassen. Das Teil muss wohl dringend in die große Depot-Instandsetzung :D ......


    Viel Spaß beim Bau - bin sehr gerne mit dabei......


    Gruß
    HaJo

  • Moin Jo,
    die heilige, seelige Emden vom LI mit breiten Decksplanken! In meinem Archiv liegt dieser Bogen auch noch. Die ganz heilie Emden trug ja noch den roten Aufdruck 100. Modell und war in A2 gehalten.
    @Hajo: Für das Alter sieht die alte Dame aber noch super aus. Was aber gar nicht geht, ist der Hinweis auf Dein Alter und dem schon vollzogenen Ruhestand X( ! Ich arme Sau werde übermorgen 65 und muss noch bis zum 6. Juli arbeiten (hier sollten eigentlich Bomben und Totenköpfe stehen - aber die gibt es hier nicht)
    Gruß aus Flensburg
    Jochen

  • Moin, moin Jochen,


    was soll ich dazu sagen - Augen auf bei der Berufswahl :D (hättest ja auch dabei bleiben können.... :whistling: )! Aber du bist ja auch spätestens ab dem Neujahrstag 2018 auf der Zielgraden zum Ruhestand.
    Den von dir genannten allerheiligsten LI-Bogen der EMDEN im Format DIN A2 mit der roten "100" habe ich auch im Archiv......weiß nur nicht, ob doppelt :D .....
    Die Farbgebung des Erstausgabe-Bogens finde ich noch besser, da ist das Grau der Bordwände nicht so grünstichig......


    Gruß
    HaJo

  • Das hat das LI aber seinerzeit sauber abgepasst gehabt: die Emden war ja auch die Baunummer 100 auf der RM-Werft in Wilhelmshaven.

  • Ahoi Freunde,


    danke für Eure Beiträge. Es gibt doch noch viele, die die EMDEN aus ihren eigenen Jugendtagen her gut kennen.


    HaJo,
    Deine EMDEN hat sich über die vielen Jahre wirklich sehr gut gehalten. Das Modell hast Du damals wirklich ganz klasse
    gebaut. Die Takelage ist erste Sahne.


    Jochen,
    ich möchte kein Öl ins Feuer gießen, mein letzter Tag ist der 31.März 2018 und da bin ich noch keine 60 Jahre alt.
    Duck und weg :D:D



    Gruß
    Jo

  • Ahoi Freunde,


    das muss ich Euch noch sagen, habe gerade nochgeforscht:


    Der Leichte Kreuzer EMDEN war 145 m lang, die neue Fregatte NORDRHEIN-WESTFALEN ist 150 m lang !!!



    Gruß
    Jo

    Meine bisher gebauten Modelle sind hier abgelichtet :)

  • [quote='Joachim Frerichs','index.php?page=Thread&postID=582593#post582593']Ahoi Freunde,


    "...danke für Eure Beiträge. Es gibt doch noch viele, die die EMDEN aus ihren eigenen Jugendtagen her gut kennen..."


    Hallo Joachim,


    in der Tat, das Modell habe ich 1963 oder 1964 bei der BW gebaut. Ich erinnere mich noch, dass unser "Spiess" vom Modell auch ganz angetan war (habe aber trotzdem keinen Sonderurlaub erhalten!). Aber - wie so oft - nicht mehr vorhanden; auch von den damaligen Modellen sind nur noch Fotos vorhanden.


    Alles Gute, Gruß Wolfgang.

  • Moin, moin Jo und zusammen,


    das Original, das Modell und der Bogen haben es verdient :) .....so bin ich ins Archiv geklettert und habe die Erstausgabe (100. Whv`ner Modell) abgelichtet. Wie oben schon ausgeführt, die Farben von Rumpf und Aufbauten gefallen mir besser - das Rumpf-Grau ist weniger grünstichig und die Aufbauten sind hellgrau und nicht hellbeige. Der Bogen erschien im Juni 1958, der Konstrukteur war Gerhardt Neubert. Doch nun zu den Fotos. Und, ich habe den Bogen nicht doppelt........viel Spaß beim Anschauen dieses Klassikers....


    Gruß
    HaJo

  • Ahoi Wolfgang,


    schön, dass Du auch das Modell gebaut hast - als ich eingeschult wurde :)


    Ahoi HaJo,


    danke für das Zeigen des Original-Originalbogens.


    Ahoi Freunde,


    es ist o´gschnitten.
    Die Nummerierungen der Spanten sind oberhalb der Bauteile angebracht, daher musste ich die Nummerierungen auf die Spanten übertragen.
    Ich habe auf die Klebelaschen des Mittelträgers verzichtet, denn so kann ich diesen noch beim Einsetzen der Spanten bei Bedarf ein wenig verschieben.
    Den Mittelträger habe ich übrigens erst achtern mit den Spanten, dann in der Mitte mit den Spanten und dann im Bugbereich mit den
    Spanten eingeklebt, zum Schluss die Verbindungsplatten des Mittelträgers.



    Gruß
    Jo

  • Moin, moin Jo,


    sehr solide Grundlage der alten Machart :thumbup: ! Ich habe auf die Decks dann gleich die Wände montiert und dann beides zusammen auf das Spantengerüst geklebt. Das steift die langen Decks aus und verhindert das Durchhängen zwischen den doch etwas größeren Spantenabständen. Sieht gut aus!


    Gruß
    HaJo

  • Moin, moin Jo und zusammen,


    das Original, das Modell und der Bogen haben es verdient :) .....so bin ich ins Archiv geklettert und habe die Erstausgabe (100. Whv`ner Modell) abgelichtet. Wie oben schon ausgeführt, die Farben von Rumpf und Aufbauten gefallen mir besser - das Rumpf-Grau ist weniger grünstichig und die Aufbauten sind hellgrau und nicht hellbeige. Der Bogen erschien im Juni 1958, der Konstrukteur war Gerhardt Neubert. Doch nun zu den Fotos. Und, ich habe den Bogen nicht doppelt........viel Spaß beim Anschauen dieses Klassikers....


    Gruß
    HaJo

    MatErhStufe IV

  • Ahoi HaJo,


    ja, gute Idee, mache ich auch :)



    Ahoi Kongol,


    da die Bundeswehr seit Jahren von SAP infiltiriert wird, heißen die Materialerhaltungsstufen nun Instandhaltungsstufen (IHS).



    Ahoi Jochen,


    das tut mir soooooooo leid :D




    Gruß
    Jo

    Meine bisher gebauten Modelle sind hier abgelichtet :)

  • Hallo,


    ich habe den Bau meiner Emden III gegen Ende meines Studiums im Jahr 1979 begonnen aber erst im Herbst 1982 abgeschlossen.


    Mein Modell habe ich in Wort und Bild im Papership Modell Portrait Nr. 89 vorgestellt: http://www.kartonbau.de/forum/…loadDBData&dataID=100


    Das Modell ist nach wie vor in meiner größten Vitrine.

    Viele Grüße


    Hans-Jürgen
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    Früher oder später, aber gewiss immer wird sich die Natur an allem Tun der Menschen rächen, das wider sie selbst ist. (Johann Heinrich Pestalozzi -1746 - 1827)

  • Ahoi Hans-Jürgen,


    das ist ja interessant. Ich habe 1979 mit meinem Studium begonnen :)


    Dein PMP habe ich seit Jahren gespeichert und mir nochmals angschaut.




    So, nun geht es aber weiter.
    Es begann mit dem Hauptdeck, welches ich mit einer zusätzlichen Kartonlage verstärkt habe. Der Karton des Modells
    ist doch etwas schwach auf der Brust. Dann habe ich die Aufbauwände auf das Hauptdeck angebracht und dieses auf
    das Spantengerüst geklebt. Interessant ist, dass man bei der Wand 20 das weiße Teil (siehe roter Pfeil auf Foto 1) nach
    dem Einbau rausschneiden muss. Ich hab es natürlich vorher rausgeschnitten und die beiden Teile der Wand einzeln
    verklebt. Die in diese Wand einzubauende obere Abschlussplatte (Teil 20 a) befand sich ganz woanders auf einem
    anderen Blatt, obwohl genügend Platz neben dem Bauteil 20 vorhanden ist !


    Das lange Backdeck, welches aus zwei Teilen besteht und vor dem Aufkleben zusammengeklebt werden soll, habe ich
    einmal zerschnitten und dann die drei Teile einzeln aufgeklebt. Den vorderen Teil mit den gelben Planken habe ich
    wie das Hauptdeck verstärkt.


    Die an dem Deck hängenden vier Niedergänge habe ich abgeschnitten, zusammengeklebt und einzeln angebaut.
    Dies erschien mir einfacher als das während des Aufbaus des Decks mitanzubringen.


    Nachdem ich das lange Back- und Aufbaudeck angebracht habe stellte ich fest, dass das Spantengerüst am Bug ca. 3 mm
    zu lang war. No problem, Schere angesetzt und schwupst war das Stück abgeschnitten. Merkwürdig, dass hier das
    Grundgerüst nicht passte. Da ich alles ordnungsgemäß aufgebaut habe scheint es hier ein konstruktives Problem zu geben.



    Gruß
    Jo

  • Moin, moin Jo,


    sauber, sauber....die Verstärkung des Haupt- und Backdecks tut dem Modell sicher gut :) ! Übrigens, auf dem ersten Bogen der allerheiligsten Erstausgabe liegen die Teile 20 und 20a direkt nebeneinander (unten links). Die "Verstreuung" ist wohl Ergebnis der Umformatierung von DIN A2 auf A3......


    Gruß
    HaJo

  • Hallo Jo,

    das ist ja interessant. Ich habe 1979 mit meinem Studium begonnen :)

    ja, ich habe erst 1976 mit 33 Jahren mein Studium begonnen und 1979 erfolgreich abgeschlossen.


    In den letzten Semestern hatte ich ein Einzelzimmer und daher genügend Möglichkeiten um mich dem Kartonmodellbau zu widmen. Das war ein guter Ausgleich in dieser Zeit.

    Viele Grüße


    Hans-Jürgen
    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Früher oder später, aber gewiss immer wird sich die Natur an allem Tun der Menschen rächen, das wider sie selbst ist. (Johann Heinrich Pestalozzi -1746 - 1827)

  • Hallihallo zusammen,


    melde mich mit diesem Post aus meinem Einsatz zurück.
    Dieses Schätzchen habe ich in der ersten Jahreshälfte erstehen können, zusammen mit der Nürnberg, allerdings von etwas jüngerer Drucklegung - vom Jade-Verlag. Ein ganz besonderes Schmankerl. Ich glaube aber, sobald ich mir diese Modelle zu Gemüte führe, ist zumindest die
    Decksfärbung- und Struktur eine der Änderungen, die ich vornehmen würde/werde.


    Viel Spaß auf jeden Fall und gutes Gelingen, mal schauen, was ich mir als erstes wieder vornehme... Jetzt hab ich erstmal Urlaub, gute 4 Wochen :) .


    Liebe Grüße
    Peter

  • Ahoi HaJo, Hans-Jürgen und Peter,


    danke für Eure Beiträge.


    Peter, herzlich willkomen in Deutsche Land :D Ich wünsche Dir einen schönen Urlaub, angenehmes Wiedereingliedern und eine scharfe Schere.



    Ahoi Freunde,


    endlich geht es weiter.
    Die Außenhaut sowie der daran befestigte Panzergürtel sind fertig.



    Gruß
    Jo

  • Hallo Joachim,


    die Emden hat eine schöne, dynamische Form und außerdem passgerecht gebaut. Immer wieder erinnere ich mich an die Zeit der WHV-Modelle. Die waren in den 1950er- und 1960er Jahre absolut auf der Höhe der Zeit. Und - wie man auch noch heute sieht, absolut "konkurrenzfähig"! :)


    Alles Gute für den Weiterbau,


    Wolfgang.

  • Ahoi Wolfgang,


    die Form der EMDEN folgt dem alten schiffbauerischem Grundsatz "Länge läuft", will sagen, dass bei Verdrängern längere Schiffe höhere Geschwindigkeiten erreichen als kürzere.
    Das sieht man bei der Emden sehr genau an dem Verhältnis "Länge zu Breite", das hier 10:1 beträgt.


    Es macht Spaß, diesen alten Zossen der 6.Auflage (sieht man anhand der Bauanleitung) zu bauen.



    Ahoi Freunde,


    es geht weiter mit den Aufbauten sowie dem achteren Schornstein. Ich habe alles gemäß Bauanleitung gebaut, nur den rechteckigen Entfernungsmessern habe ich eine runde Form gegönnt.


    Gruß
    Jo

  • Ahoi Jochen,


    ja, jetzt habe ich Fahrt aufgenommen :D
    Ich verstehe immer noch nicht, warum na damals die Entfernungsmesser rechteckig darstellte. Ob man an den
    Fähigkeiten der Modellbauer zweifelte ? Kann eigentlich nicht sein, denn die Rohre der Geschütze mussten
    auch gedreht werden und die Abmessungen waren ähnlich denen der Entfernungsmesser.



    Ahoi Freunde,


    jetzt befinden sich drei von acht Geschütze an Bord.




    Gruß
    Jo

  • Moin, moin Jo,


    die Frage, warum E-Messer eckig und Geschützrohre rund habe ich mir auch schon früher gestellt - nun ja, damals Schulterzucken und die E-Messer rechteckig gebaut...eben nach Bauanleitung......auf die Idee, diese ebenfalls rund zu machen, bin ich damals gar nicht gekommen :rolleyes:. Zu Jochens Einwand die Knicklinien betreffend......ohne Knicklinien wäre es eben kein LI-Modell.....und ohne die breiten und gelben "Oberdeckslatten" auch nicht :D......das gehört alles dazu und bringt uns ein Quentchen unserer Jugendzeit zurück :thumbup: ! Ist eben ein nostalgisches Modell! Deine EMDEN ist sauber gebaut und sieht richtig gut aus :) !


    Gruß
    HaJo

  • Hallo,
    in der Tat, esgab bei LI die Meinung, so einfach wie möglich zu bauen. Nicht nur die E-Messer waren geknickt sondern auch die Geschützrohre.
    Ulrich

  • Moinsens,


    an das ein oder andere Teilchen - jetzt wo ich die Bilder sehe- kann ich mich sehr gut erinnern. Nostalgie pur: Einen Augenblick zurück in die Jugend!!


    Armin

  • Ahoi Freunde,


    danke für Eure Beiträge.


    Die Kartonqualität meines Modells ist sehr gut, ich kann da hervorragend mit arbeiten. Da wo notwendig spalte ich den Karton, no problem.


    Ich habe jetzt den Unterbau für den Kompaß (den Gittermast links im Bild), die Backdeckaufbauten sowie den Unterbau für die Brücke fertiggestellt.


    Und es macht weiterhin sehr viel Spaß, dieses Modell zu bauen. Es ist für mich schon ein bißchen knifflig.




    Gruß
    Jo

  • Hallo Jo,


    du kannst ja nicht nur in 1:1250 sauber bauen, sondern auch in 1:250!


    Der alter WHVler wird unter deinen Händen sicher zu einem Schmuckstück!

    Viele Grüße


    Hans-Jürgen
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    Früher oder später, aber gewiss immer wird sich die Natur an allem Tun der Menschen rächen, das wider sie selbst ist. (Johann Heinrich Pestalozzi -1746 - 1827)