Baubericht MS Crostafels 1:250 WHV

  • Moin, nach langer Pause hier der Beginn eines wohl lang dauernden Projekts (zumindest bei meinem Tempo und meiner Verfügungszeit), dem Schwergutfrachter Crostafels. Zur Verstärkung des Innenbaus habe ich Grundplatte und Spanten auf altem Aktenordner-Einlagekarton verstärkt (Recycling :rolleyes: Foto 1) und mir große Mühe gemacht, möglichst gerade und passgenau die drei Grundplatten miteinander und dem ebenfalls dreiteiligem Längsspant zu verbinden, da mir diese Länge des Schiffes (ca. 60 cm) Sorgen :huh: macht für die akkurate Passform von Decks und Bordwänden (Foto 2). Und genau das ist schon passiert im Achterschiff (Spanten sind nur gesteckt, Foto 3). Mit den anderen Spanten passt es besser (auch hier einstweilen gesteckt, Foto 4). Nach Vorschrift sind die Spanten mit der bedruckten Seite nach achtern gerichtet (Ausnahme Spant 9 :!: , Foto 5). Die umgeknickten Laschen in den Achterschiffspanten sollen später nach Einschieben der Decks wieder gerade gerichtet werden (Foto 6). Fürs Festkleben der Querspanten werde ich mir noch viel Zeit nehmen, um kleine Fehler zu korrigieren.


    Bis zur nächsten Phase,
    Juppidu

  • Moin, moin Juppidu,


    das ist ein TOP-Modell :) ! Sieht ja nach der "Erstauflage" des Lehrmittelinstituts aus - "antiker" Bogen!
    Kann mich noch gut daran erinnern, als der Bogen herausgebracht wurde......war damals allerdings eine Nummer zu groß für mich :D . Aber die Detailierung war damals fast das "non plus ultra" und wir Jungs waren alle schwer begeistert, als wir uns den Bogen im Spielwarengeschäft angucken durften. Kaufen......nee, dafür langte das magere Taschengeld nicht :rolleyes: . Das Spantengerüst sieht ja schon sehr solide aus - weiterhin viel Spaß!


    Gruß von der Ostsee
    HaJo

  • Moin HaJo,
    es freut mich, dass die "Crostafels" schöne Erinnerungen in dir wach gerufen hat, du wirst ja ihre Fertigstellung nach und nach verfolgen können. Es könnte in der Tat ein sehr alter Bogen sein, denn ich habe ihn und noch vier weitere aus einem im Keller eines Sammlers liegenden Haufen verstaubter Kartonbaubögen gefischt, den der arme Mann entsorgen musste, weil ihm die Wohnung gekündigt wurde. Freiwillig habe ich die Kriegsschiffe liegen lassen (habe ich manchmal als Kind gebaut, heute will ich das nicht), mit Bedauern die "United States", weil ich wusste, dass meine holde Gattin so ein 1,20 m langes Monster niemals im Hause dulden würde (auch nicht im Bau). Aber an der "United States" sitzt ja gerade jemand anders dran.
    Die Crostafels ist ein Kompromiss, über den ich mich aber sehr freue, weil es, wie du schriebst, schöne Details gibt (sämtliche Türen z.B. als Doppel).
    Viel Spass also beim Weiterverfolgen und Gruß,
    Jupp

  • Hallo,
    mit den heutigen Techniken und Ergänzungsteilen wie Reling etc. wird das ein ganz besonders Modell, denn die Grundstruktur war und ist solide und gut gemacht.
    Ulrich

  • Moin Juppidu,
    ich kann mich HaJo voll anschließen! Der Bogen ist auch in der heutigen Zeit noch klasse - und man kann ihn ja mit Ätzteilen oder LC-Teilen absolut supern!
    Viel Spaß beim Bau
    Gruß aus Flensburg
    Jochen

  • Liebe Crostafels-00Fans!


    Ich bin inzwischen froh, dass ich als Teen gar nicht auf die Idee gekommen bin (Kosten hin, Kosten her), mich an den Crostafels-Baubogen zu wagen (hab ihn auch nirgends gesehen). ich hätte ihn spätestens an der Stelle, an der ich jetzt bin, in den Müll geworfen, wegen Ungeduld, Ungeschick und Ideenmangel :cursing: damals. Heute nehme ich jede Herausforderung an, und da ist sie schon: in der Anleitung wird freundlich erwähnt, dass das Oberdeck 57 (!) Schlitze benötigt (in Foto 7 und 8 an der mit Pappe verstärkten Unterseite zu sehen). Da ich inzwischen misstrauisch gegenüber der Reihenfolge der Anleitungen geworden bin, war ich froh, die Querspanten noch nicht verklebt zu haben, denn beim Anprobieren des Decks im Bereich des Deckshauses erwies sich das Niederdrücken des Decks über die mit zahlreichen zunächst wegzuknickenden Seitenteile der Spanten 6-9, die nach fertiger Montage des Decks wieder darüber geklappt werden müssen, als elender Fummelkram mit der Gefahr irreversibler Verbiegungen des ohnehin pappverstärkten Materials X( . Die Frage meiner Frau nach einer Büroklammer für sie zündete in mir eine Idee, die das Foto 9 zeigt. Und siehe da, die Montage des Decks erwies sich als so leicht, dass ich es nur anprobiert (Foto 10), aber noch nicht geklebt habe. Ich will erst noch sehen, ob die Deckswände mit den in die vielen Schlitze passenden Stecklaschen nicht besser vorher montiert und verklebt werden sollten, da man zur Sicherheit dann die Stecklaschen auch gut zugänglich durchziehen und verknicken könnte.
    Bis zum nächsten Experimentierschritt also,


    Gruß Juppidu


    P.S. Traue keiner Anleitung, die du nicht selbst geschrieben hast ;)

  • Moin, moin Juppidu,


    vorherige Montage der Wände auf das Deck und danach Einbai des Decks habe ich oft gemacht - egal, ob mit Stecklaschen oder den alten Knicklaschen.
    Vorteil: Bei den Stecklaschen kriegt man die gut "durchgezogen" und die Wand sitzt auf dem Deck auf (keine Hohlstellen). Ausserdem wird das Deck daduch steifer und hängt zwischen den Spanten (bei vielen Whv`ner Modellen könnten das immer ein paar mehr sein....) nicht durch und die Balkenbucht kann man so auch besser ausformen und bei den Querwänden berücksichtigen. Eigentlich braucht man bei diesem Modell keine Verstärkungen....aber doppelt hält besser....hoffentlich sind jetzt deine Bordwände in der Höhe nicht zu knapp. Die Materialstärke der Verstärkungspappe hättest du bei den Spanten oben berücksichtigen und entsprechend kürzen müssen.


    Gruß
    HaJo


    PS: den alten Herrn hätte ich grundlegend erleichtert....na, alte LI-Bögen....wahre Schätze für den Sammler und bauen kann man die natürlich auch.....

  • Moin, moin HaJo,


    Danke, dass du meine Idee mit dem vorherigen Einbau der Stecklaschenwände bestätigt hast, so werde ich es machen. Mit der Pappe kann es nicht so problematisch werden, da sie höchstens 0,5mm stark ist. Ich habe mal die Bordwand nachgemessen, wenn ich am roten Wasserpass 1mm großzügiger ausschneide, habe ich Luft zum genauen anpassen. Sollte unten noch was Weißes überbleiben, kann ich das mit Rotstift kaschieren. Das ist besser korrigierbar, als wenn ich die Spanten zu niedrig geschnitten hätte.


    Gruß,
    Jupp


    P.S. Ich habe dem alten Herrn noch 10 Euro gegeben, ansonsten hatte er die Hoffnung, von seinem Sammelgut noch das eine oder andere vor seinem Auszug verkaufen zu können. Meine Besitzgier bezüglich Kartonbaubögen findet Grenzen im zeitlich Machbaren.

  • Hallo Jupp,
    warum die ganze Grundplatte verstärken ?
    Meine Idee (ist schon jemand vor mir draufgekommen) die Grundplatte und
    alle Decks die auf den Spanten aufliegen nur zwischen den Spanten zu verdoppeln,
    quasi nach innen verdoppeln.
    So entfällt das kürzen der Spanten und die höhe der Bordwände bleibt unangetastet.
    Das was ich meine ist hier beschrieben : 10. KBW: St. Mary's, 10. April 1966 (FERTIG) .
    Finde so alte Bögen einfach toll und werde den BB mit Interesse weiter verfolgen.


    Gruß


    Jürgen

  • Hallo Jürgen,


    ich gebe zu, dass ich bei aller Lust, so Teile wie die Gorch Fock oder die Crostafels zu bauen, aber auch ein wenig faul bin :S (oder ökonomisch, wie immer man das werten will). Dein Verfahren ist sicher präziser, aber auch bestimmt zeitaufwendiger.
    Danke jedenfalls für deine aufmerksame Begleitung
    und Gruß,


    Jupp

  • Moin, nachdem der selbstgebastelte Adventskalender für die Familie ab heute ein Selbstläufer ist, habe ich wieder Zeit für mein Crostafels-Projekt. Bis dato war ein heftiges Klein-Klein bei meiner Bauweise zu tun und ich habe mich mal auf der Web-site http://ddghansa-shipsphotos.de/crostafels400.htm schlau gemacht, wie das Schiff in Echt aussah. Zudem habe ich im Forum mehrere Crostafelsbauten gesehen, die von andiruegg ist für mich sowieso in der Detailpräzision nicht machbar. Daher versuche ich erst gar nicht, mit modernen Mitteln (Ätzteile etc.) zu arbeiten, ich erweise dem alten Baubogen Respekt mit klassischer Bautechnik. Zunächst: es war richtig, das Deck noch nicht zu montieren (Foto 11), weil ich so die Stecklaschen der Decksgehäusewände bequem durchstecken und umgeknickt fixieren konnte (Fotos 12/13). Der Vorteil: es sind nirgends Klebstoffaustritte zwischen Deck und Wand zu sehen und das Deck kann dank Verstärkung auch Wölbungen erhalten, ohne sich zu Knicken oder zu verziehen. Sind mal kleine Weißstellen zu sehen, lässt sich das gut mit Filzet korrigieren (Fotos 14/15). Nach der Decksmontage, die dank der Klammern auch achtern leicht gelang, sind im Achterschiff die nun ausgeklappten Spantenseiten für das zweite Deck (Foto 16) und die Wölbung des Hauptdecks zu sehen (Foto 17). Inzwischen habe ich die beiden mittleren Bordwände montiert und damit begonnen, die Schanzkleidstützen anzubringen :cursing: , ein elender Fummelkram!
    Fotos dazu im nächsten Bericht, bis dahin grüßt
    Jupp

  • Moin Juppidu,


    ich habe auch so meine faulen Phasen und gerade nicht ausreichend Lust, den Bogen zu suchen ;) Deshalb meine Frage: Sind die Schanzkleidstützen im Bogen oder schnitzt Du sie selbst?


    Ansonsten habe ich über den Bogen eigentlich nur Gutes gehört und so wie es aussieht, bekommst Du ein schönes Modell zusammen. Weiter so!


    Was das Supern angeht: Ich habe bei meiner ALTEN LIEBE begonnen, konsequent Reling etc. durch Laser-Teile zu ersetzen. Das ginge hier sicher auch hier recht einfach, ich mache das bei meinem Bau auch zu ersten Mal in größeren Umfang. Ich denke aber, dass auch die klassische Bauweise ein schönes Ergebnis bringt.

  • Moin Nils,
    ja, die Schanzkleidstützen sind im Bogen enthalten, mit Verdoppelungsrückseite und akkurat sortiert. Beim Anblick dessen weiß man gleich, was da auf einen zu kommt. Selbst schnitzen wäre für mich ein Grund gewesen, das ganz wegzulassen.


    Gruß,
    Jupp

  • Moin, ich verabschiede mich mit besten Weihnachtsgrüßen und Wünschen für alle Kartonbauer ^^ (gilt auch für's Neue Jahr) bis Ende Januar mit einem kurzen Zwischenbericht über eine halbe Schanzkleidstützen-Orgie :whistling: (80 Stück allein im Mittschiffsabschnitt!!) und eine dank eines Zigarettenpapier-Tipps (weiß leider nicht mehr, von wem :S , bei mir Seidenpapier aus dem Schnittmusterbogenfundus meiner Frau) gelungene Bordwandmontage Steuerbord achtern (Fotos 18-20). Das Steuerbord-Fallreep ist auch schon montiert (fehlt aber noch auf dem Foto). Das schon länger fertiggestellte Maschinenhaus mittschiffs habe ich erst nach der Schanzkleidstützen-Orgie montiert, da ich so mehr Platz für meine Pinzette hatte.
    Also, bis dennne, frohes Basteln noch, ich habe jetzt für den Familien-Countdown und den anschließenden Schwedenurlaub :cool: genug zu tun.


    Liebe Grüße,
    Jupp

  • Moin Jochen,


    danke für die guten Urlaubswünsche, und ja, das Modell wird erst noch lange werden. Schreibtisch ist auch nur wenig, bei großer Familie (3 Sohnesfamilien und dort 6 Enkelkinder) ist meine Hilfe bei allen möglichen Tätigkeiten sehr gefragt. Darum nach Weihnachten Schweden, nur meine Frau und ich und viel Ruhe!!! :D


    Gruß,
    Jupp

  • Moin! "Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen...", so könnte man den Baufortschritt meiner "Crostafels" einordnen. Aber mit vielen oft nur sehr kurzen Bastelabschnitten läppert sich dann doch das eine oder andere zusammen. Z.B. so ein paar Winschen und Poller (Bild 21, die Brückenfront ist noch nicht verklebt) oder die Komplettierung der Rumpfseiten (Bilder 22,23). Nur: es passt verdammich nochmal nicht so akkurat zusammen, wie ich das gut fände, und die Schneidelinien sehen trotz Seidenpapiereinlage (Bild 24) auch blöd aus. Idee für später: ein grauer Kleister aus im Farbton gemischte pastöse Acrylfarbe? Mal sehen. Die Schanzkleidstützen sind zumindest alle fertig (Bild 25), auch Treppchen sind mal fertig. Dann bekam ich Lust, erst den achteren Brückenaufbau weiter zu bauen und Haupt- und Vordeck zu ignorieren. So wächst der Aufbau mit bewährter Technik (Bild 26), und das "Büro" verschwindet langsam (Bilder 27-29).
    Mal sehen, was bis zu meiner Sommer-Bastelpause noch so geht.
    Bis dahin,


    Euer "Langsam"bauer Jupp

  • Moin und tschüss bis zum Herbst!
    Meine schwedische Sommersaison fängt nun an und damit Bastelpause, da dort genug andere Beschäftigung wartet. Mit dem jetzt erreichten Stand der "Crostafels" kann ich durchaus leben, da die großen offenen Flächen an Deck durch die Ladeluken geschlossen sind und das Brückenhaus im Decksaufbau steht. Es sieht zumindest jetzt nach Schiff aus und nicht mehr nach Büro. Im Herbst werde ich mich dann in aller Ruhe an die noch ausstehende "Fancywork" machen und sehen, wie weit ich im Winter mit dem Krangeschirr komme. Sieht noch nach viel trickreicher Arbeit aus, die mir bestimmt meine Grenzen zeigen wird.
    Jetzt erst mal Sommer und erholen!
    Viel Grüße, Jupp

  • Moin und ein gutes Neues Jahr allen Kartonbauern!


    Nun ist doch der ganze Herbst und Jahresrest 2018 verflossen und hat mir dank vieler familiärer Verpflichtungen nur wenige knieselige und mikroskopisch nervende Arbeitseinheiten an der "Crostafels gegönnt. Mein Grundkonzept (möglichst original am Kartonbogen, keine oder nur sparsame Hilfsmittel) und meine nachlassende Fingerfertigkeit sind an millimetergroßen Pollern achtern (Bild 32) und vorne tatsächlich an die Grenzen gekommen. Auch die Zahl noch zu bauender Wischen nervt erheblich (8 von 17 sind erst fertig), aber die Ladekräne und Lüftermasten achtern sind zumindest geschafft (Bild 33 und34). Mit der Lupe kann ich nicht über die Unsauberkeiten hinwegsehen, aber aus der Entfernung geht's einigermaßen, oder? Eine Idee hatte ich durch einen Tipp bekommen, dass durchhängende Zwirnsfäden durch käuflich zu erwerbende starre Fasern ersetzbar seien. Kaufen? Nö, Nähzwirn meiner Frau durch schwarzen Schultafellack (war als Rest im Hause) gezogen und zum Trocknen mit einem Gewicht aufgehängt, wurde er tatsächlich nach der Trocknung recht steif. So hängen die von den Wischen ausgehenden Seile nicht so krüssellig, sondern nur leicht gebogen, außerdem glänzen sie noch wie frisch geteert (Bild 34). Der weitere Vorteil ist, dass man nicht beim Strammziehen eines Zwirns kleine Teile von den Wischen abzieht oder dünne Mastenteile verbiegt. Der steife faden wird nur abgelängt und an beiden Enden verklebt. Die Ladebaumspitzen haben je einen 2er-Kettengliedabschnitt von einem Halskettenrest bekommen, der auch schultafellackiert wurde und mir als Ankerkette dienen kann (wenn die Ankerwinsch fertig ist).


    Bis zur Fertigstellung des Vor- und Krandecks (oder einem Nervenzusammenbruch) verbleibe ich erst einmal mit frohen Neujahrsgrüßen,
    Euer Jupp


    "I never did give up" (Eric Burdon)

  • Moin Jupp,


    so ein wenig Takelung macht doch gleich was her!


    Öhm, darf ich trotzdem etwas konstruktive Kritik anbringen?



    Die Fäden sind für meinen Geschmack etwas dick, aber das ist... Geschmacksache. :D


    Wichtiger finde ich aber den Hinweis, dass Du bei der Takelung Hanger- und Ladewinden vertauscht hast.
    Die Hangerwinden sind die kleineren Winschen direkt neben den Ladepfosten. Die Winden, auf denen jetzt die Hanger liegen, sind die Ladewinden.

    Bis die Tage...


    Helmut



    "Dem Angriff auf die Menschlichkeit folgt der Angriff auf den Menschen!"

    (Claudia Roth)



    Fertig: CAP SAN DIEGO (roko)

  • Moin Helmut,
    nicht nur ich bin dir sehr dankbar für deine konstruktive Kritik, sondern sicher auch andere, die wie ich noch nicht die Winschentechnik der Ladebäume kennen (als Segler bin ich zwar ein erfahrener Winschenbediener, aber die haben andere Zwecke).
    Da ich keinen dünneren Zwirn hatte, muss es halt so unrealistisch bleiben, die Takelung wartet dann auf Korrektur, falls möglich.
    :wacko: Danke also und Tschüss,
    Jupp:

  • Moin Jupp,
    wenn Du eine wirklich kostengünstige Takelmethode suchst: ich gebrauche seit einiger Zeit Fliegenfischgarn. Da kostet eine Rolle keine 3euro. Vorteile dieses Garnes: sehr dünn, in schwarz oder dunkelbraun erhältlich, macht zu Wonderwire optisch keinen zu großen Unterschied und macht keine Schwierigkeiten wenn das komplette Modell mit Lichtschutz eingesprüht wird.
    Ich habe damit z.B.die Fuso und die Peder Skram getakelt, da laufen teilweise bis zu 6 Stroppen parallel, kein Problem!
    Gruß aus dem hohen Norden
    Ralph

  • 00Uff, endlich der Hölle des Wischen Bauens entronnen (15 Stück waren's noch!), dann konnte ich an die Pylone des Schwerlastkrans ran. Vorher hatte ich noch die Korrektur an der Winschbelegung der achteren Ladebäume vorgenommen, wie von Helmut dankenswerterweise empfohlen (die Diskussion um Hanger- und Ladewinschen habe ich aufmerksam verfolgt) (Bilder 35/36). An der unproportionalen Dicke der Fäden mochte ich vorsichtshalber nicht mehr ändern, hätte nicht sauber geklappt. Auf dem Backdeck prangt eine vielleicht ebenso überproportionierte Ankerkette (lackiertes Stück einer Halskette), aber ich fand's besser als Karton (Bilder 37-39). Das Maschinenhaus mit Pylonen zeigen die Bilder 40/41. Bild 42 ist ein Scherz, den ich mal zwischendurch für mein seelisches Gleichgewicht brauchte, nachdem ich die Super-Crostafels von "andiruegg" und seine Takelage studiert hab. Für mich ein Alptraum, den ich nicht ansatzweise realisieren werde.


    Bis zum nächsten Lebenszeichen von mir grüße ich euch wackere Kartonbauer (ist die halbe Strecke geschafft,gibt's kein Zurück),
    Jupp

  • Guten Abend Jupp,


    sehr gut, daß ich jemanden sehe, der die Crostafels baut.
    Herzlichen Glückwunsch.
    Ich war auf dem Schwesterschiff Birkenfels als Chief-Eng. tätig.
    Natürlich habe ich den Bogen auch, allerdings wage ich mich noch nicht ran.
    Daher kann ich hier von Dir "klauen", wie Du dieses und jenes gemacht hast.
    Vielen Dank.
    Gruß Wolfgang

  • Moin Jupp,


    schön, dass es weitergeht, denn Deine CROSTAFELS gefällt mir sehr, auch wenn ich mich wegen der Takelung Helmut anschließen kann. Allerdings setzt er bei seiner CAP SAN DIEGO auch neue Maßstäbe ;) Dein Bau "aus dem Bogen" ist jedenfalls gelungen.


    @Wolfgang,


    es gibt für die CROSTAFELS keine spezifischen Ätz- oder Lasercutteile, ich vermute sogar für kein WHV-Modell.


    Was Jochen meint, sind Standardteile, mit denen man Reling, Niedergänge, Leitern, Handräder, Schleuderscheiben und andere Details bei vielen Modellen ersetzen kann. Solche Standardteile findest Du als Ätzteile beim Passat-Verlag unter Zubehör und eine große Auswahl an LC-Teilen beim HMV/fentens, bei lasermodelle.de und auch beim JSC-Verlag. Es gibt sicher mehr, aber die sind mir geläufig. Alternativ werden auch Detailsets "ausgeschlachtet", so wie HaJo das bei seinem Schlepper gemacht hat.

  • Was Jochen meint, sind Standardteile, mit denen man Reling, Niedergänge, Leitern, Handräder, Schleuderscheiben und andere Details bei vielen Modellen ersetzen kann. Solche Standardteile findest Du als Ätzteile beim Passat-Verlag unter Zubehör und eine große Auswahl an LC-Teilen beim HMV/fentens, bei lasermodelle.de und auch beim JSC-Verlag. Es gibt sicher mehr, aber die sind mir geläufig. Alternativ werden auch Detailsets "ausgeschlachtet", so wie HaJo das bei seinem Schlepper gemacht hat.


    Genau das meine ich :D
    Gruß aus Flensburg
    Jochen

  • Moin, Wolfgang, Nils und Jochen!


    Das man bei anderen Kartonbauern "klaut", ist meiner Ansicht nach sogar ein elementarer Zweck dieses Forums, also bestens (ich tu's ja auch :D)! Nils hat meine Philosophie mit dem Ausdruck "aus dem Bogen gebaut" sehr treffend beschrieben, mir geht es tatsächlich um eine nostalgische Aufarbeitung meiner jugendlichen Kartonbauten. Dazu gehört auch mein standhafter Verzicht auf gekaufte Ätzteile, ich benutze nur "Krimskrams" von zu Hause (jemand hatte im Forum seinen historischen Flieger mit Sternmotoren vorgestellt, die er mit zerschnippelten Kabelstücken aus dem ausgemusterten Kopfhörer seiner Frau gesupert hat - genial!). Allerdings ist das nicht zu verallgemeinern, denn ich kann auch ebenso gut verstehen, wer so viel Zeit für dieses Hobby aufwendet, hat sicher auch den berechtigten Wunsch nach einem wirklich ansehnlichen Modell, und dazu sind doch die Ätzteile zumindest bei Schiffen sehr geeignet.
    Mir ist das Ergebnis aus meiner Zeit hingegen im Grunde egal :rolleyes:, denn "der Weg ist das Ziel" und ich bastele ja auch nur, wenn ich nichts Besseres oder Wichtiges zu tun habe.


    Gruß aus Bremen,
    Jupp

  • Hallo Jupp,
    hast natürlich Recht, jeder soll nach seiner Fason selig werden.
    Bei einem so schönen Modell, wie der Crostafels, stören mich aber die undurchsichtigen Papierrelinge.
    Auch finde ich richtige Ankerketten, also aus Metall oder Kunststoff für solch ein schönes Modell besser, als auf Papier bedruckte.
    Aber wie oben schon erwähnt, jeder...
    Ansonsten ein sehr schöner Baubericht.
    Jetzt freue ich mich auf die beiden Kräne an Bb und Stb.
    Bin gespannt, wie Du die hinbekommst, denn etwas schwierig werden die beiden schon. ?(


    Beste Grüße aus dem heute sonnigen, aber windigen Andalusien.
    Wolfgang

  • Moin, Wolfgang!


    Gibt es Zen im Kartonbau? Ich hatte fast den Eindruck bei meinen vielen "gaaanz ruhig" Bastelviertelstündchen in den letzten Wochen, um deine Anregung mit den Kranauslegern anzunehmen. Es ging auch nur mit Tricks (transparentem Nagellack zu Stabilisieren der filigranen Struktur) und Hilfsmitteln wie ein Keil aus der Laminatverlegung und Breschen diverser Dicke sowie einem schnell verschlissenen Arsenal scharfer Skalpelle (Bild 43). Das Auslegerteil habe ich vor dem Ausschneiden geritzt und geknickt, weil man die dünnen Streben nicht mehr nach den Ausschneiden knicken kann (ich wüßte nicht, wie, Bild 44). Beim 2. Ausleger werde ich eher mit den Schmalseiten anfangen, die sind am heikelsten (Bild 45). Am Schluss habe ich dem unansehnlichen Gerüst (fertig lackiert) noch einen grau angemischten Acrylanstrich spendiert (Bild 46).


    Nun reicht's mir für diese Bastelsaison, bald geht's ab nach Schweden, Grüße an alle bis zum Herbst also,


    Jupp

  • Hallo Jupp,
    ich werde, wenn ich die Crostafels baue, die Kranausleger einzeln anfertigen.
    Also die 4 Seiten einzeln ausschneiden und, ich weiß noch nicht mit was für einem Material, stabilisieren und erst dann kleben.


    Also nicht knicken und kleben.
    Man kann sich bei dem feinen Zeug auch noch eine kleine Hilfskonstruktion aus zarten 4-Kant-Leisten bauen, für den Zusammenbau.
    Würde ich so machen.
    Soso, nach Schweden und dann bis Herbst nichts.
    Ein harter Schicksalsschlag für uns Zuschauer, aber was nicht geht, geht nun mal nicht.
    Viel Spaß in Schweden und komm gesund wieder.
    BG Wolfgang

  • Moin, moin zusammen,


    das Foto der ehem. CROSTAFELS wurde 2017 bei shipspotting eingestellt. Sie existiert schon lange nicht mehr.....sie traf am 02.04.1997 zum Abwracken in Calcutta ein. Der Schwarzrauch...wohl beim Anfahren der Maschine....zeugt m.E. nur vom damaligen desolaten und "ausgeleierten" Zustand der Maschinenanlage und des Schiffes. Es wurde eben in seinen letzten Jahren in China "aufgebraucht"....so wie ein alter Bw-Mantel :D...


    Gruß
    HaJo

  • Fürwahr, der K7Z 78/155 D-Maschine mangelte es gewaltig an Luft.
    Schlimm, war eigentlich eine gute Maschine von MAN, kam zwar nicht mit Burmeister & Wain mit, aber ...


    BG Wolfgang

  • Heute mal ein kurzer Blick ins Forum während einiger Aprilwochen in Bremen, dann wieder nichts wie weg. Das Foto von der Crostafels ist beeindruckend, aber das Abwrackdatum tröstlich und hat dem Klima einiges erspart.
    Werde mich bei meiner Bastelwiederaufnahme im Herbst mit dem Foto trösten, wenn mir das eine oder andere Farbexperiment daneben geht, dann kommt eben Rostrot darüber.


    BG Jupp :cool:

  • Moin, nach (viel zu) langer Pause wieder da mit meinem ersten Laufkran (Bild 47), der seltsam gekippt aussieht. Warum? Weil ich Bekloppter den unbedingt drehbar haben wollte (Bild 48), daher habe ich unter das Fahrgestellt die übliche, allerdings etwas schmal geknipste Heftzwecke gebaut (Bilder 49 u. 50). Wie kriege ich nun die Kippeligkeit weg? Meine Idee: ich muss mal im Anglergeschäft nach ein paar kleinen Bleikugeln gucken, die ich in den Achterkasten praktizieren kann und auch in die Laufschienen des Untergestells. Wenn's nicht klappt, dann wars das, also festkleben.
    Grüße an alle, die eventuell den Weiterbau vermisst haben, nun geit weder los.
    Jupp

  • Kurzer Zwischenbericht "Crostafels" zu den Laufkränen: Der erste gebaute Laufkran kippelte ja dank Hebelgesetze. Nun habe ich bei zweiten Laufkran meine Idee konsequent umgesetzt und in die Laufschienfüße sowie die Rückseite des Kranturms (sowohl innen als auch im angesetzten Gehäuse, siehe Bild 51) passend geknipste Bleistückchen aus einem Anglerdöschen eingesetzt. Nun steht der zweite Kran und ist frei drehbar und verschiebbar, während der erste noch kippelt. Ich glaube, den ersten klebe ich einfach fest, der Fummelkram mit dem zweiten hat mir gelangt. Mehr im Herbst, wenn vielleicht die letzten Lademasten stehen.

    Gruß,

    Jupp