Königliche Yacht BRITANNIA/ Eigenkonstruktion/ 1:250

  • Hallo Modellbaufreunde !


    Erstens kann ich nicht tatenlos zusehen, wenn hier im Forum die QUEEN MARY und die QUEEN ELIZABETH gebaut werden und zweitens verschiffskörpert die BRITANNIA etwas, was Deutschland nicht kann: Monarchie, Repräsentation und Traditionspflege. Die BRITANNIA heißt zwar nicht QUEEN soundso, aber sie gehört ihr. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich an diesem Denkmal von Schiff meine Freude haben werde. Das Spantgerüst habe ich schon fertig.


    bis bald
    Henning

  • Hallo Henning,


    Sieht schon mal gut aus. Faszinierend wie perfekt du so einen Rumpf zauberst.


    Wir wünschen Dir, dass Du dein Modell fertigstellen kannst und nicht aus Kostengründen (das Original wurde ja 1997 aD gestellt und nicht ersetzt) stilllegen musst.


    Viel Spaß weiterhin - wir schauen gespannt zu.


    Gruß
    Ulli und Peter

  • Moin Henning.... kannst Du Gedanken lesen? Mein weiblicher Mitbewohner war vor ein paar Wochen erst dort an Bord und völlig hin und weg! Da kam der Gedanke an ein kleines Geschenk. Find ich jetzt grossartig! Und ja, die Briten können " Monarchie, Repräsentation und Traditionspflege", was mir des öfteren eindrücklich gezeigt wurde....Gruß Hadu

    Vielleicht kommt der Tag, an dem mehr Leute checken, dass Idiotie nicht links oder rechts ist, sondern in erster Linie daher rührt, dass jemand ein Idiot ist! (M. Tegge)




    www.modell-und-geschichte.jimdo.com


    Mitglied der Luft'46-Gang

  • Moin Henning;


    ich wünsche Dir eine glückliche Hand bei der Konstruktion und dem Bau.


    Es fehlt ja dann die „ NORGE „ und die „ DANNMARK „.


    Viele Grüße
    Arne

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Ahoi Henning,


    schön, das Du das (ehemalige) Flaggschiff der britischen Monarchie konstruierst !!!
    Freue mich auf Deine fortlaufenden Wasserstandsmeldungen.


    Meine Frau und ich waren zwar letzte Woche in Edinburgh haben es aber leider nicht geschafft,
    dem Schiff einen Besuch abzustatten ;(



    Gruß
    Jo

    Meine bisher gebauten Modelle sind hier abgelichtet :)

  • Moin Henning,


    das wird ja ein sehr interessantes Vorhaben. Ich weiß noch, dass ich es als Kind aufregend fand, als die Queen mit der BRITANNIA 1978 nach Bremerhaven an die Columbuskaje kam und dann mit dem Rolls Royce durch die Stadt fuhr. Wir haben am Straßenrand gestanden und gewunken und ich meine, ich hätte einen Blick auf die Queen oder Prinz Philip erhascht, weiß ich nicht mehr so genau. Die BRITANNIA fuhr das Paar dann auch weiter nach Bremen.


    Hier und hier gibt es dazu Berichte der Lokalpresse von damals.


    Da wünsche ich vel Erfolg bei Konstruktion und Bau, auch wenn ich es nicht so mit der Monarchie habe.

  • ...viel Erfolg bei Konstruktion und Bau, auch wenn ich es nicht so mit der Monarchie habe.


    Och Nils - da können auch ausgeprägte Republikverfechter (um das missbrauchte Wort "Republikaner" zu vermeiden) schwach werden... :)

    Bis die Tage...


    Helmut



    "Dem Angriff auf die Menschlichkeit folgt der Angriff auf den Menschen!"

    (Claudia Roth)



    Fertig: CAP SAN DIEGO (roko)

  • Moin,


    danke für die Richtigstellung


    Viele Grüße
    Arne

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Ich habe jetzt die Bordwände gezeichnet. Dabei habe ich die Neubert-Methode angewendet, d.h. einen dünnen Papierstreifen verwindungsfrei in die Krümmungs-Nulllinie kleben und dann die Abstände senkrecht nach unten zur Grundplatte und nach oben zum Stringer messen. Auch dieses Verfahren ist deutlich aufwändiger als die Butterbrot-Methode, aber nach meinem Eindruck auch nicht genauer. Es kann aber auch am Original liegen, das an keiner Stelle parallel verlaufende Bordwände und damit extrem langgestreckte Bug- und Heckpartien hat. Wenn ich es noch einmal konstruieren sollte, würde ich es berechnen.

  • Moin Henning


    aber die sehr schlanke Linie zeichnet sich doch schon gut ab. Schickes Schiff.


    Liebe Grüße
    Robi

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.


    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.

  • Jetzt ist auch der achtere Teil der Bordwand dran. So elegant wie der Rumpf im Original wirkt, so schwierig ist es, ihn aus Karton nachzubilden. Das Problem ist der extrem bauchige Querschnitt des Schiffs, die Bordwände sind mittschiffs stark nach außen gewölbt. Wenn man das ignoriert, stellen sich schon auf wenigen Zentimetern heftige Beulen ein. Die Abwicklungsstreifen, die man üblicherweise nur am Bug und Heck hat, ziehen sich bei diesem Modell über das ganze Schiff. Da mir die Naht nicht gleichmäßig gelungen ist, habe ich sie durch eine schmale Leiste abgedeckt. Ich habe auch schon über ein geeignetes Ablenkungsmanöver nachgedacht: Man könnte die Gangways ausfahren und daran die beeindruckenden Barkassen anlegen lassen. Wenn dann auch noch die Queen die Gangway herunterschreitet, achtet keiner mehr auf die dämliche Abdeckleiste.

  • Moin Henning,


    gräm dich nicht zuviel, durch die schwarze Farbe des Rumpfes kann man einiges gut retuschieren und kaschieren. Das Ding wirkt richtig gut, total elegante Form.


    Die Idee mit der Lissi hat aber seinen eigenen Charme


    Liebe Grüße
    Robi

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.


    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.

  • sehr dunkles royales Grey ^^


    allein durch das dunkle gelingt es besser zu kaschieren. Ich folge diesem Bericht sehr gerne, die Form des Rumpfes hat es mir angetan.

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.


    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.

  • Hallo Henning,
    lass mich mal Blümchen werfen. Nicht nur das Original war royal, auch die Kartonreplik bringt dieses Flair rüber. Weiterhin gutes Gelingen.
    Ulrich

  • Hallo Henning,


    das sieht doch alles perfekt aus. Man erkennt, dass du dir bei der Konstruktion und der Ausführung viel Mühe machst. Der Aufwand lohnt sich aber, was man bis jetzt sehen kann. ich weiß, was es bedeutet, wenn man ein Modell von Grund auf selbst konstruiert. Meine Nassau habe ich zwar nicht konstruiert, aber nach einem gedruckten Plan gebaut.


    Prima, weiter so. Das schaue ich mir gerne an. :)


    Alles Gute, Gruß Wolfgang.

  • Hallo Modellbaufreunde !


    Vielen Dank für euren Zuspruch ! Den Rumpf mit seinen Schanzkleidstützen und Klüsenverstärkungen habe ich jetzt fertig.


    Bevor ich zu den Aufbauten übergehe, will ich noch einmal sagen, was alles im Rumpf untergebracht wurde: Natürlich die Maschinenanlage mit zwei Dampf-Getriebeturbinen (12.000 PS, 22,5 kn), die Tanks für Treibstoff, Frischwasser, Abwasser und Ballastwasser, die üblichen Lagerräume. Im vorderen Teil des Schiffes waren die Kabinen und Messen für die 220 Mann Besatzung, im hinteren Teil die entsprechenden Einrichtungen für den Hofstaat (royal household) und für die Gäste.


    bis zum nächsten Mal
    Henning

  • Moin Henning,


    ich habe mir mal ein paar Fotos des Originals angeschaut. Ein elegantes Schiff, muss ich sagen.
    Schön, dass Du hier Deine Konstruktion zeigst :thumbsup:


    Übrigens auch perfekt gebaut, wie man auf den Fotos sieht :thumbup:


    Viel Spaß weiterhin!


    Grüße


    Lars

  • Nachreichen möchte ich zum Thema Rumpf das am Heck stehende Monogramm von Queen Elizabeth II und am Bug das Wappen des Vereinigten Königreichs.
    ER heißt übrigens Elizabeth Regina. Vielen Dank Helmut für deinen Hinweis. Ihr seht, so perfekt gebaut, wie Lars gesagt hat, ist mein Modell nicht.


    Weiter ging es dann heute mit dem Spantgerüst für das erste Aufbaudeck, das ich als Hauptdeck bezeichnen würde, weil es das höchste durchgehende Deck ist. In meinem Decksplan wird es jedoch als upper deck bezeichnet. Das main deck liegt eine Etage tiefer.

  • Moin Henning,


    ob nun perfekt oder nicht - Mir gefällt es außerordentlich :thumbup: Das gilt für den Bau und vor allem auch für die Farben, das "royal grey" mit dem Zierstreifen ist toll getroffen und unterstreicht die Eleganz des Rumpfes. Das wiederholt sich ja bei den Booten, wenn ich die Bilder im Netz so anschaue und ansosnten herrscht vornehme Zurückhaltung bei den farblichen Kontrasten - Very british!

  • Moin Henning,
    doch, das Schiff ist super gebaut. Jedes Foto ist schlechter als das Original!! Ich bin gespannt auf den weiteren Bau-, bzw. Konstruktionsbericht.
    Gruß aus Flensburg
    Jochen

  • Heute waren die Aufbauwände an Bb. dran. Die Bulleyes habe ich ausgestanzt, die Fenster ausgestochen und mit Folie hinterklebt.


    Interessanter ist wahrscheinlich, was sich hinter diesen Aufbauwänden verbirgt. Vor dem vorderen Schott sind Kabinen für rangniedere Offiziere. Dahinter bis zum mittleren Schott sind die Messen für alle Offiziere, hinter dem mittleren Schott bis zu den großen Fenstern sind alle Kombüsen, und zwar die königliche Kombüse, die für die Offiziere und die für die Mannschaften. Der Bereich hinter den großen Fenstern bis zum achteren Schott ist der state dining room, also der Staatsbankett-Saal. In dem leicht erhöhten Teil hinter dem achteren Schott kommt zunächst ein Warteraum und dann der drawing room. Drawing room kommt, wie ich gelesen habe, von to withdraw - sich zurückziehen. Es ist also ein Salon, in den man sich im kleineren Kreis zurückzieht.

  • Heute habe ich die noch fehlenden Aufbauwände des upper deck angebracht. An Bb. ist auch schon die Stützenreihe und die Kante des Bootsdecks montiert. Solange sie noch nicht vom Deck gehalten wird, schlappert sie ordenlich hin und her. Im letzten Augenblick habe ich bemerkt, dass die Davids auf den beiden Seiten und damit auch die Stützen total unterschiedliche Positionen haben. Das liegt daran, dass sehr unterschiedlich große Boote mitgeführt werden.

  • Seitdem Manfred (sy schiwa) uns beigebracht hat, wie man ein Holzdeck zeichnet, sitzt man mehrere Stunden um das Deck zu zeichnen. Früher ging das schnell: Man hat den Flächenumriss gezeichnet und den dann mit dem Muster paralleler Striche gefüllt. Heute müssen erst einmal die Randhölzer verlegt werden und dann dürfen die Planken auch nicht in zu spitzem Winkel auf die Randhölzer stoßen.


    Ruckzuck ging es, das shelter deck auszuschneiden (ich würde ja Bootsdeck sagen) und auf den Spanten zu befestigen. Ich finde solche Galerien sehr attraktiv. Man kann ein Stück in das Schiff hineinschauen.

  • Quote

    Seitdem Manfred (sy schiwa) uns beigebracht hat, wie man ein Holzdeck zeichnet

    knipse ich nocheinmal 100 Fotos mehr auf einem Kreuzfahrtschiff, um auch alle problematischen Stellen des Holzdecks dabei zu haben.....



    Gruß pianisto

  • Seitdem Manfred (sy schiwa) uns beigebracht hat, wie man ein Holzdeck zeichnet, sitzt man mehrere Stunden um das Deck zu zeichnen.

    Nun ist es aber auch eine Augenweide geworden, Henning. Ich wollte mich schon lobend dazu geäußert haben, aber dann kam dummerweise die Edelstahlreling dazwischen.
    Die Laibhölzer sind so charakteristisch für die Darstellung von Holzdecks. Man sieht (leider) so viele hervorragend gebaute Modelle ohne dieses wichtige Detail. Das Fehlen der Stoßfugen gefällt mir übrigens sehr.


    @ Dirk: Kommen jetzt noch 97 Plankenfotos? :rolleyes:


    Beste Grüße,


    Manfred

    Es muss nicht alles perfekt sein, was gut tut.

  • Moin Henning,


    der rumpf und die Aufbauten sind dir wirklich gut gelungen. Ich bin begeistert.
    Schade, dass das wohl wieder nur ein Einzelstück wird, aber ich gönne es dir von Herzen. ^^


    LG
    Riklef

    "Nein, ich bin nicht dumm. Ich habe nur Pech beim denken."


    ----------------
    Projekte:
    Fertig:
    Iljushin IL-14 1:33
    Lockheed L-1649 A 1:100 (1. Version fertig)
    SIBAJAK von Scaldis 1:250


    Im Bau:
    Hauptfahrwerk einer Boeing B777
    De Haviland Comet 4B 1:100


    Geplant: so vieles... :rolleyes:

  • Kurzer Zwischenstand: Das Spantgerüst für die Aufbauten auf dem Shelter-Deck ist gezeichnet, ausgeschnitten und montiert. Auch hier zeigt sich, wie schon beim Upper-Deck mittschiffs ein Höhenversatz von ca. 3mm entsprechend 75 cm im Original. Dieser Versatz kommt beim Original der Deckenhöhe des State-Dinner-Rooms auf dem Upper-Deck zugute, nicht, wonach es aussieht, den darüberliegenden königlichen Wohnräumen.

  • Der Ausbau der Aufbauwände auf dem Bootsdeck schreitet voran, ist aber noch nicht abgeschlossen. Mühselig zu bauen sind insbesondere die vielen Nischen, in denen die meisten Schotten liegen. Ich vermute, dass es sich dabei um eine Komfortmaßnahme handelt. Wenn ein Schott geöffnet wird, zieht es nicht gleich wie Hechtsuppe. Wenig Aussichtskomfort wird den Kabinen der Offiziere gegönnt. Sogar der Lord Admiral, der Kommandant der BRITANNIA, muss sich mit Bulleyes zufrieden geben. Es bieten sich mir zwei mögliche Begründungen an, erstens Marineoffiziere haben auch auf Kampfschiffen keine bessere Sicht, zweitens könnte es daran liegen, dass die BRITANNIA eben auch als Lazarettschiff verwendbar sein sollte. Da, wo scharf geschossen wird, helfen Panoramafenster wirklich nicht weiter.


    Zu einem Einsatz als hospital ship ist es übrigens nie gekommen. Am Falklandkrieg konnte sie nicht teilnehmen, weil die Royal Navy die Versorgung der BRITANNIA mit dem von ihren Turbinen benötigten Treibstoffs nicht sicherstellen konnte. 1986 wurde sie zur Evakuierung britischer Staatsbürger aus dem Jemen eingesetzt.


    Der mittlere Aufbauteil mit dem grauen Deck enthält Lüfter und an Stb. zwischen den beiden Schotten die Garage für den Rolls Royce. Dieser wurde mit den Davits der königlichen Pinasse von und an Bord geholt.