SRK - EISWETTE II-Klasse/ Passat-Verlag / 1:250/ Konstruktionsbericht

  • Hallo Modellbaufreunde !


    Wir wollen in diesem Herbst mit dem kleinen Rettungskreuzer der zweiten Eiswette-Klasse und einer NOK-Fähre zwei weitere Mini-Bögen herausgeben. Die Arbeiten sind fortgeschritten. Bei beiden Modellen sind die Rohkonstruktionen fertig, die Ätzteile gezeichnet und in Auftrag gegeben.


    Die SRK der zweiten Eiswette-Klasse sind mit einer Länge von knapp 20m die kleinste Kreuzerklasse der DGzRS. Die Einschraubenboote haben 7 Mann Besatzung, wovon 3 im Einsatzfall an Bord sind. Neu bei den Kreuzern ist, dass die Besatzung nicht mehr an Bord schläft, sondern in einem Stationsgebäude an Land.


    Für mich ist neu, dass ich zum ersten mal eine Konstruktion fertiggezeichnet habe, ohne mit dem Modellbau anzufangen. Grund dafür ist, dass ich die Bordwandabwicklung inzwischen berechnen kann. Bei diesem kleinen Rumpf mit 16 Spanten für die Berechnung hielt sich der Aufwand in Grenzen.


    Die Fotos zeigen, dass man bei diesem kleinen Boot schnell vorankommt. Nach knapp zwei Stunden war der Rumpf dicht. Zu beachten ist nur, dass die Ankertasche im Bug eingeklebt werden muss, bevor die Bordwände angebracht werden.

  • Moin Henning,


    da ist dir wieder ein guter Wurf gelungen.
    Bin auf das fertige Modell gespannt.


    LG
    Riklef

    "Nein, ich bin nicht dumm. Ich habe nur Pech beim denken."


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    Projekte:
    Fertig:
    Iljushin IL-14 1:33
    Lockheed L-1649 A 1:100 (1. Version fertig)
    SIBAJAK von Scaldis 1:250


    Im Bau:
    Hauptfahrwerk einer Boeing B777
    De Haviland Comet 4B 1:100


    Geplant: so vieles... :rolleyes:

  • Moin Henning,


    das wird ein schöner Herbst. Mit viel Bastelarbeit.


    Ich freue mich.


    Viele Grüße
    Arne

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Moin Henning,
    das hört sich ja wieder mal gut an. Ich hoffe, bei der NOK-Fähre ist es die Schwebefähre mitsamt Eisenbahnhochbrücke :D . Nein, Scherz, ich freue mich darauf!
    Gruß
    Jchen

  • Hallo Henning und Alle Zusammen,


    anbei diesbezüglich noch einige Links mit Bildern zu den schon laufenden Booten sowie den in Bau befindlichen:


    Eiswette (2008 Nordstrand)
    Eugen (2009 Greifswalder Oie)
    Theodor Storm (2011 Büsum, es sind noch andere Schiffe mit dem Namen dabei)
    Pidder Lüng (2013 List/Sylt)
    SK 38 (Herbst 2017 Station Greifswalder Oie)
    SK 39 (2018 Station Maasholm/Schlei)


    Der Heckbereich im Unterwasserschiff hat sich vom ersten zu den Folgebooten deutlich verändert, ebenso die Anordnung der Wallschienen am Rumpf (es ist auch zusätzlich eine zweite, dünnere zwischen der Wasserlinie und der oberen Wallschiene dazugekommen).


    Die beiden noch Im Bau befindlichen Boote bekommen außerdem ein anderes Arbeitsboot. Es handelt sich dabei um ein Arctic SAR 17 von der finnischen Firma Arctic Boats.


    http://www.airboats.fi/products/

  • Vielen Dank für euer Interesse und vielen Dank, Dirk, für deine Links und Hinweise !


    Um den Rumpf fertigzustellen sind noch einige Teile zu bauen. Zunächst ist da die Wallschiene, die vorn und achtern von Fenderkissen unterstützt wird. Für eine weitere Leiste an der Bordwand, die nur das Typschiff EISWETTE nicht hat, ist eine kleine Markierung da, um die Leiste korrekt positionieren zu können. Über dem Wasserpass am Bug ist ein Spritzschutzblech angebracht. Und dann ist da noch das Bugschanzkleid mit seinem Innenleben, das aus Stützen, Pollersockeln, Schwanenhalslüftern und Rettungswesten besteht.

  • Hallo


    In zwei Tagen ist Herbstanfang :thumbsup:
    Plant ihr diese Schiffe wieder mit dem Verschiedene Möglichkeiten der Schiffsnamen? So ein wenig klang es ja schon aus deiner Beschreibung herraus.
    Gefällt mir und freue mich schon darauf, besonders auf den Schlauchbo....äh RIB!
    Lg
    Thomas

  • Ja Thomas, es sollen alle vier Boote dieser Klasse gebaut werden können, EISWETTE, EUGEN, THEODOR STORM und PIDDER LÜNG.


    Der Aufbau der zweiten EISWETTE-Klasse ist durch die versetzten Ebenen und durch die drei abgewinkelten Fronten geometrisch ziemlich kompliziert. Es waren deshalb mehr Stützkonstruktionen erforderlich als sonst üblich. Die Fotos zeigen den Bauablauf.


    Wer übrigens der Meinung ist, dass die Heckklappe viel zu breit ist, der hat Recht. Ich habe mich da vertan, es aber erst gemerkt als die Bordwände schon angebracht waren. Ich habe deshalb mit einer verbreiterten Heckklappe weitergebaut. Helmut wird die korrigierte Version kontrollbauen.

  • Um den Aufbau fertigzustellen, war an der Rückwand der Schlepphaken anzubringen und an Stb. eine Backskiste, die auch als Aufstiegshilfe dient. An den Seiten kamen die Namensschilder und die Scheinwerfer hinzu. Da ich mich für die in Büsum stationierte THEODOR STORM entschieden habe, musste ich die feine Scheuerleiste am Rumpf nachrüsten. Vorn fehlte noch das Hansekreuz und im Cockpit die Armaturentafel und eine Rettungsweste.


    Der Mast ist ein Thema für sich, weil er aus einem feinen Gitterwerk besteht, das mit zwar Ätzteilen problemlos nachzubilden ist, aber als Kartonkonstruktion entweder stark vereinfacht werden muss, oder in seiner Filigranität nur grafisch dargestellt wird. Ich habe mich für den zweiten Weg entschieden, u.a. weil der umworbene Kunde selbst entscheiden kann, was er ausstichelt und was nicht. Konsequenterweise habe ich dann auch die Reling entsprechend, d.h. weiß auf grauem Grund dargestellt. Ähnlich (weiß auf schwarzem Grund) macht es ja Cony mit seinen Fährschiffen. Ich bin gespannt, wie das Modell aussieht, wenn es fertig ist. Bisher hat die "Bretterzaunreling" noch jedes SRK-Modell versaut, wahrscheinlich weil der Relingsanteil bei diesen filigranen Booten recht groß ist.

  • Weiter ging der Bau mit Lüfterkästen auf dem Achterdeck, der Ankerwinsch auf der Back und 10 Pollersockeln. Auch die neue Pappreling habe ich jetzt komplettiert.


    Aufwändig ist das Arbeitsboot, der Schlauch ist aus 10 Röhrchen zusammenzusetzen. Umso größer war die Freude darüber, dass der kleine Floh in seine Wanne passte. Was unter dem Schlauch ist, habe ich in zwei Versionen gezeichnet: als Unterwasserschiff und als Wasserlinienmodell.


    Es fehlen jetzt nur noch die Poller, die ich wohl als Ätzteile auf das Modell setzen werde und die Beflaggung.

  • Moin Henning,


    das ging ja flott, wunderschönes Ergebnis bis dato. Der Druck mit Weiß auf Grau ist echt schick.
    Ich freu mich auf den Minibogen.


    Liebe Grüße
    Robi

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.


    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.

  • Hallo Henning,
    ich freue mich auf das Modell!
    Frage: wäre es auch denkbar, (alternativ) die Reling- und Maststreben vor dem grauen Hintergrund noch mit einer dünnen schwarzen Umrahmung zu versehen?
    Mit herzlichem Gruß, Ulrich

  • Hallo,
    mir gefällt es auch richtig gut, so kann man besser aussticheln! Bin gerade bei der Ernst Meier Hedden und da habt ihr den Mast in etwa auch so gemacht und finde es total klasse! Vielen Dank!
    Lg
    Thomas

  • Moin Henning!
    Das wird ein tolles Modell! Der "Negativdruck" grau-weiß ist wohl die wirklich einzig sinnvolle Art, hier die Relinge und Gittermaststruktur darzustellen, ohne alles mit weißen "Wänden" zu verstelllen: obwohl mehr Tinte verbraucht wird, wirkt es optisch wesentlich leichter und kommt ja auch dem Original viel näher. Persönlich hätte ich die von Ulrich gewünschte dünne schwarze Umrandung übrigens nicht so gerne, aber das dürfte vor allem Geschmackssache sein - am Ende würde ich die gedruckte Reling ohnhin ersetzen, insofern ist meine Meinung hier egal.
    Was mich gedanklich mehr beschäftigt ist die Frage, wie ich hier eine Brückeneinrichtung einbaue, da müsste ich durch 2 Decken schneiden, den Längsträgern der Brückenebene rausschmeißen, aus dem Längsträger darunter ziemlich viel abschneiden und vom Querspant, der die Brückenrückwand bildet, seitlich etwas abnehmen - puh. Viel Feind, viel Ehr.
    Aber jetzt freue ich mich erstmal auf den Bogen!

  • Hallo Modellbaufreunde !


    Ich bin erstaunt und freue mich darüber, dass die weiße Papp-Reling auf grauem Hintergrund bei euch so gut angekommen ist. Ich muss allerdings einschränken, dass diese Relingsdarstellung sehr fotogen ist, womit ich meine, dass sie auf dem Foto deutlich harmloser aussieht als auf dem Modell. Dem Vorschlag von Ulrich, den weißen Teilen einen kleinen Trauerrand zu geben, stehe ich wie Heiner auch skeptisch gegenüber. Der Vorteil dieser Darstellung ist ja gerade, dass sie ohne starke Kontraste ziemlich unauffällig daher kommt. Es ist aber keine Frage: Diese Relingsdarstellung kommt bei weitem nicht heran an die Ätzteil-Reling. Damit ihr euch eine Vorstellung davon machen könnt, was die Ätzplatine noch so bietet, hänge ich sie mal Anhang dran.


    Ich bedanke mich noch einmal für eure Aufmerksamkeit und melde mich wieder, wenn die Platinen fertig sind.


    Henning

  • Moin Henning! Wenn ich das richtig zuordne, hast Du den Spritzschutz für den oberen Fahrstand auf der Platine unter die Bugreling gesetzt. Könntest Du da vielleicht auch noch einen Scheibenrahmen für das Speedboot rein nehmen? Und (wenn ich schon beim Wünschen bin): vielleicht bitte auch noch ein paar Scheibenwischer? :whistling:

  • Moin Heiner !


    Das Teil unter der Bugreling ist ein Halterahmen am Cockpit des Arbeitsbootes. Dieses hat eine Plastik-Scheibe ohne Rahmen. Deine Wünsche kann ich leider nicht erfüllen, weil ich die Platinen für den Rettungskreuzer und die NOK-Fähre wegen der 4-6 wöchigen Lieferzeit schon in Auftrag gegeben habe.


    Henning

  • Hallo Henning,
    das ist eine feine Ergänzung der Sammlung an Rettungskreuzern. Meine Sammlung beläuft sich auf fünf Stück und sie sind auf Ausstellungen und Messen immer ein blickfang.
    Ich freue mich schon auf den Bogen.
    LG
    Mainpirat

    Wer zufrieden ist, kann niemals wirklich zugrunde gerichtet werden.
    Laotse

  • Hallo Modellbaufreunde !


    Nachdem Helmut ja bereits angekündigt hatte, dass die Foto-Ätzplatinen geliefert sind, habe ich heute die zu ersetzenden Kartonteile wieder abgetrennt und die Ätzteile am Modell montiert.
    Es gab keine Schwierigkeiten, man muss lediglich darauf achten, dass die beiden Mastteile sich genau gegenüberstehen. Ich finde, dass die Ätzplatine eine absolut lohnende Anschaffung ist.


    An Ende meines Konstruktionsberichtes bedanke ich mich ganz herzlich für euer Interesse und eure Beiträge, ganz besonders bei Dirk . Es wird jetzt noch ein paar Tage dauern, bis Helmut seinen Kontrollbau abgeschlossen hat. Seine Korrekturen und Anregungen habe ich dann einzupflegen und dann gehen die beiden Mini-Modelle 16 und 17 zur Druckerei.


    Henning